Hat der A6 die besten Bremsen seiner Klasse?
In der Autozeitung Ausgabe 14 vom 28.6 war ein Vergleichstest der ge-MOPFten E-Klasse (E 200 K)mit einigen seiner Rivalen, darunter A6 2.4 MT mit AAS, BMW 532i, Cadillac CTC 3.6 V6, Hyundai Grandeur 3.3 V6, VW PASSAT 3.2 FSI 4Motion, und noch einige andere auf die ich nicht weiter eingehen möchte.
Ja was soll man sagen, der A6 hat den Vergleich gewonnen. Zitat:
„Wer glaubt eine Alternative zur deutschen Premiumklasse Audi, BMW und Mercedes gefunden zu haben, fährt zwar schneller, aber nicht unbedingt besser. Dem Testsieger Audi A6 macht so schnell keiner was vor, besonders nicht in Sachen Raumangebot, Qualität und Komfort...."
Zweiter wurde übrigens der BMW, Dritter der Mercdes. Darum geht’s mir aber gar nicht, sondern um den Vergleich der Bremswege. Hier sticht nämlich der A6 massiv ins Auge!
Hier einige Ergebnisse der Bremstests (jeweils kalt / warm )
A6.............33,9 / 34,3 auf 225/50 R17 bei 1695kg
BMW..........35,2 / 35,0 auf 245/45 R17 bei 1618kg
Mercedes...33,6 / 35,0 auf 245/40 R19 vorne und 265/35 R18 hinten bei 1705kg
Cadillac......37,2 / 37,7 auf 225/50 R18 bei 1738kg
Hyundai......38,3 / 38,9 auf 225/55 R16 bei 1738kg
Passat........37,7 / 37,3 auf 235/45 R17 bei 1703kg
Der Benz ist da zwar kalt noch 0,3 Meter schneller zum Stehen gekommen, hat aber auch brutale Breitreifen drauf! Warm fällt der Benz dann sogar um 0,7 Meter zurück, was sehr für die Standfestigkeit der A6 Bremse spricht. Natürlich spielen auch die Reifen selbst eine Rolle, aber sowohl A6 als auch Benz waren mit Conit Sport Contact 2 unterwegs.
Alle anderen waren bei vergleichbarem Gewicht ohnehin schlechter als der A6.
Ich schließe daraus, dass der A6 die aktuell besten Serienbremsen seiner Klasse mitbringt und die Conti Sport Contact 2 gut sind.
Also Vorsicht beim scharfen Bremsen, der Hintermann hat einen generell längeren Bremsweg. Oder mit anderen Worten, haltet mit dem A6 mehr Abstand damit Ihr Eurem Hintermann auch eine Chance gebt. :D
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47 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Duck
Auto Motor Sport hat den S6 auf 38,6 Metern 100-0 gebremst.
Der Wagen hat soweit ich weiss eine noch grössere Bremsanlage als 17" (18"?).
Jetzt kann man das natürlich so oder so auslegen. Entweder testet AMS anders oder das Gewicht hat hier eine Rolle gespielt.
Einmal zum Vergleich, ein 3.0 TDI wiegt fast exakt soviel wie ein 4.2 Benziner.
Irgendwie kommt mir ein Bremsweg von unter 34m eh ein bißchen spanisch vor.
Das sind ja Werte auf dem Niveau des neuen Porsche Turbo.
Nicht das ich es schlecht fände wenn der A6 das schafft, aber der Porsche ist schon ein anderes Kaliber (Fahrzeuggewicht, Reifengröße, Bremsanlage). Deswegen wäre mal interesant zu wissen unter welchen Testbedingungen diese Werte ermittelt wurden.
mavy, dein 3.0 TDI und Vollausstattung (aus deiner Signatur) haben ihren Preis. Schau mal in dein Serviceheft vorne rein wie schwer deiner ist. Der ist bestimmt ca. 400kg schwerer als der 4F im Test. Das sind grob 25% mehr ;).
mavy,
ich habe einen A6 Avant 3.0 tdi mit viel Ausstattung
gefahren.
Viele Grüße
Heinz
Zitat:
Original geschrieben von Duck
Auto Motor Sport hat den S6 auf 38,6 Metern 100-0 gebremst.
Duck,
38,6m für den S6 sind nicht besonders gut. Ab 40m gilt ja eine Bremse eher schon als schlecht...
Habe hier noch etwas aus der Autozeitung gefunden, Porsche 911 mit 33,6m und Audi RS 4 mit 34,4m.... siehe hier auf Seite 4.
Und hier noch ein Vergleich einiger Sportwagen aus der Autobild , auch hier erreicht der 911er Turbo 33,5m, also durchaus vergleichbar...
Gibt es nicht auch Keramik Bremsen für den S6? :) So gaaaanz preiswerte ;).
Unter dem Link von Juhuuh ist der 911er mit 33,4m angegeben.
Ausgehend von diesem Wert sind wohl doch Zweifel an dem Messergebniss des A6 2.4 angebracht, vergleicht man doch Gewicht und Reifengröße des Carrera.
Zitat:
Original geschrieben von Duck
Auto Motor Sport hat den S6 auf 38,6 Metern 100-0 gebremst.
Der Wagen hat soweit ich weiss eine noch grössere Bremsanlage als 17" (18"?).
Jetzt kann man das natürlich so oder so auslegen. Entweder testet AMS anders oder das Gewicht hat hier eine Rolle gespielt.
Hi Duck,
ich meine mich düster erinnern zu können, dass die ams seit einigen Jahren den Anhalteweg (Bremsweg & Weg während der Reaktionszeit) misst.
Der S6 hat eine 18 Zoll-Anlage:
Bremsanlage
Wo Größe wirklich Sinn macht - die 18-Zoll-Bremsanlage bietet Ihnen stets die Möglichkeit wirkungsvoller Verzögerung.
Zitat zu finden auf audi.de
Gruss
Dirk
Hi!
AMS und die übrigen Autozeitungen haben unterschiedliche Messaufbauten, die Werte der AMS sind so nicht mit Autozeitung oder AutoBild vergleichbar.
Ob nun ein Test den A6 zum Auto mit den besten Bremsen kürt... ich weiss ja nicht. Maßgeblich für die Bremsleistung ist neben der Bremshardware noch die Wahl des Reifens. Nicht jeder Reifen harmoniert bei jeder Temperatur (kalt- oder warmbremsen) gleich gut mit dem Auto, außerdem muss neben der Trockenbremsung ja auch noch ein passables Nassbremsverhalten erzielt werden und die Bremsstabilität muss auch erhalten bleiben. Je nach Auto und Antriebskonzept (z.B. µ-split Probleme bei Quattro) müssen da Kompromisse hineinkonstruiert werden, auch wenn man den einen oder anderen Meter Bremsweg dadurch verschenkt. Auch Feder- und Dämpferkonfiguration wirken sich recht stark auf die Bremsleistung aus.
Da kann man noch so tolle Keramikbremsen ans Auto basteln, konzeptionelle Probleme kann die Keramik nur lindern, nicht beseitigen.
Noch zwei Tests der "besten" Bremse:
A6 2.7 tdi mit Bremsfading
Gruß,
ABS-Sensor
Die Streuwerte zwischen den einzelnen Tests sind schon sehr groß. Habe mir mal alle aus der ATZ veröffentlicten Werte angesehen, da kommt man dann auf kein einheitliches Bild.
Man darf sich aufgrund der von ABS-Sensor beschriebenen Rahmenparameter wohl nur auf die Vergleichswerte innerhalb einer Testserie verlassen, aber da ist der A6 dann auch durchwegs sehr gut. Leider kann man daran aber nicht so eindeutig festlegen ob er nun die besten Bremsen seiner Klasse hat, mit Sicherheit aber nicht die schlechtesten :D
Beispiele aus ATZ:
1.) A6 2.4 mit Schraubenfedern 38,4m
2.) A6 3.2 mit Luftfederung 36,1m
3.) A6 3.0 TDI mit Schraubenfedern 40,4m
4.) A6 2.0 TDI mit Schraubenfedern 35,7m
5.) A6 2.0 TFSI mit Luftfederung 35,7m
6.) A6 2.7 TDI mit Luftfederung 36,7m
7.) A6 2.4 mit Luftfederung 33,9m
Die Bandbreite geht also von 33,9 bis 40,4m, wobei eine hohe Testanzahl so um die 36m liegt.... möge jeder selbst seine Schlüsse daraus ziehen.
Ach ja, und die mit Luftfederung scheinen tendenziell besser abzuschneiden?
---------------------------
P.S: in meinem Eingangpost gibt es leider noch einen Zahlendreher. Statt BMW 532i muss es richtig BMW 523i lauten :D
hier noch ein Nachtrag:
obiger Link für den 3.2 war falsch, hier der Richtige:
2.) A6 3.2 mit Luftfederung 36,1m
und hier hab ich nochmal alles in einer Tabelle schön übersichtlich zusammengefasst:
Zitat:
Original geschrieben von juhuuh
Die Bandbreite geht also von 33,9 bis 40,4m, wobei eine hohe Testanzahl so um die 36m liegt.... möge jeder selbst seine Schlüsse daraus ziehen.
Die Bandbreite der Gewichte geht ja auch von 1,6 bis fast 2 Tonnen, die Bandbreite der Ausstattungen ist auch riesig -- neben der Federung dürfte ja auch die Getriebeart eine Rolle spielen (Motorbremse, Auskuppeln oder eben nicht...).
Gruß,
ich finde grad den vergleich zwischen 100-0 kalt/warm....und deren differenzen für bremsen auf hohem niveau nicht sehr aussagekräftig....schon gar nicht, hieraus etwa abzuleiten...."der eine steht 3 meter mit warmer bremse früher....also geeignet für die nordschleife...."
bei dem o.g. test fallen doch nur die bremsen auf, welche große gravierende schwachstellen haben......und die wollen wir alle eh nicht bewegen.....auf dem niveau auf welchem wir fahren....müssen andere messwerte her um differenzen ableiten zu können.
fakt ist, bei sportlichen einsätzen müssen wir alle sehr rund fahren, damit die serienbremsen (echte sportwagen nicht ganz so) nicht zu überlasten.
nicht, dass ihr denkt ich bin markenblind: der e90 325i hat irgend einen ams bremsvergleich gewonnen (es war wohl kein sportwagen dabei)....und?...ok, wir haben eine gute serienbremse.....aber:selbst erfahren.....diese o.g. bremse zeigt schon schwächen bei landstraßen räubern.....mit deutlich längeren pedalwegen.
schön find ich auch die entwicklung über elektronische steuerungen, eingriffe wie "bremsfading-kompension" uns eine andere welt vorzuspielen (system erkennt aufkommendes fading und erhöht selbstständig den bremsdruck so dass der fahrer vom tatsächlichnen langsamen nachlassen der bremswirkung nichts erkennt, da scheinbar gleicher bremsdruck immr nohc gleiche bremsleistung bewirkt...).. dabei muss ich doch diese frühwarnsingnale als fahrer unbedingt mitbekommen, um meinen fahrstil dann ändern zu können (wenn ich dann weiter so "unmerklich" hart fahre und die bremse noch heißer wird.....dann greift irgendwann die maßnahme, dass das bremsniveau vom system runtergeregelt wird, um eine komplettüberhitzung zu verhindern....doch dann ist man eh jenseits von gut und böse unmerklich angekommen!)
zusammengefaßt: bitte keine kompensation von fahrrelevanten parametern ohne diese dem fahrer mitzuteilen!!!!!!
Hallo in die Runde,
Audi A6 4f 3.0 tdi bj 2007 ASB.
Ich habe die 1ZL Anlage verbaut.
Folgendes Problem:
Ich durfte nach einem halben Jahr mal wieder meinen Dicken probefahren, weil meine Tochter meinte das er auf der Vorderachse ein bissel rumpelt.
Da bin ich beim abtippen der bremse fast (Gurt sei Dank) mit einem Hechtsprung durch die Frontscheibe!
Die Bremse packt derart brutal zu beim antippen, das mir das nicht normal vorkommt.
Vom Gefühl her packt die Bremse vorn zu.
Beläge und Scheiben sind vorn sowie hinten ca. 15 tkm in betrieb. Unmittelbar nach dem wechsel war alles i.o.
Gibt es via vcds die Möglichkeit, die Bremskwirkung zu dosieren?
Oder hätte jemand einen tip, ob irgendwas nicht offensichtliches zu prüfen wäre?
Danke im vorraus
Gruß Michel
:eek: :rolleyes: ;)
Ein 16 Jahre alter Thread - der darf ja schon seinen eigenen Führerschein machen! ;) ;) ;)
Was fährst Du sonst für ein Fahrzeug?
Beim Fahrzeugwechsel kann es schon Mal vorkommen, dass man sich mit dem Dosieren des Bremsfußes erstmal etwas vertut. Ganz besonders dann, wenn man den Fahrzeugtyp lange nicht oder noch nie gefahren ist.
Ich habe das jedes Mal, wenn ich die seltenen Gelegenheiten bekomme den T5 von meinem Vater zu bewegen - wobei da auch eine Rolle spielt, dass man dort das Pedal transportertypisch mehr von oben nach unten als von hinten nach vorne tritt und damit die Dosierbarkeit komplett unterschiedlich ist.
MfG
Zitat:
@bandscheib71 schrieb am 12. September 2022 um 17:09:22 Uhr:
Da bin ich beim abtippen der bremse fast (Gurt sei Dank) mit einem Hechtsprung durch die Frontscheibe!
Die Bremse packt derart brutal zu beim antippen, das mir das nicht normal vorkommt.
Dein Bremsfuß ist halt mehr Krafteinsatz gewohnt... ;)
Ich hatte 2005 vom Golf 2 Saugdiesel (54 PS) kommend eine Probefahrt auf einen FL A3 8L 1.9 TDI 110 PS gemacht. Der Verkäufer und ich haben anfangs mehrfach ordentlich genickt, und das war nur beim runterfahren von der Tankstelle, wo wir den Treffpunkt vereinbart hatten. Ich war völlig perplex, wie die A3-Bremse zubiss. Aber eigentlich war ich nur die Grobmotoriik des alten Golf gewohnt...