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Hagelschaden aber zu viel Kilometer?

Themenstarteram 30. August 2022 um 18:04

Servus

Ich habe an meinem bmw 318d f30 BJ2017 Hagelschäden am Dach bemerkt. 1-2 sind etwas tiefer und die anderen ganz leicht mit bloßem Auge zu erkennen. Nun habe ich bei der Versicherung angegeben, dass ich 12tkm im Jahr fahre, bin aber tatsächlich 20tkm gefahren. Ich habe eine Teilkasko mit 300€ Selbstbehalt.

Nun wollte ich eben über die Versicherung zum Gutachter aber habe nun bedenken, da ich zu viel Kilometer gefahren bin. Kann da etwas passieren oder ist das egal bei der Teilkasko?

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10 Antworten

Da wird was passieren.

Die KM-Lesistung ist ein Tarifierungsmerkmal, auch in der TK. Rechne damit, dass die Differenz nachbelastet wird. Der Schaden wird übernommen.

Du musst auf jeden Fall für dieses Jahr nachzahlen.

Evtl. Ist je nach AKB eine Vertragsstrafe in doppelter Höhe fällig.

Wobei man anmerken kann, dass die Vertragsstrafen eher ein Relikt sind....

Zitat:

@NDLimit schrieb am 30. August 2022 um 18:11:02 Uhr:

Wobei man anmerken kann, dass die Vertragsstrafen eher ein Relikt sind....

Würde ich nicht darauf wetten.

Was ich so mitkriege, gibts die doch ab und zu mal wieder.

Je nach Kundenverbindung und je nachdem, um wieviel man die vereinbarte Fahrleistung überzogen hat.

Bei 20.000 KM statt 12.000 KM ist das fast das doppelte, was vereinbart wurde.

Da kann man vom Kunden schon erwarten, dass er merkt, dass er zu wenig in seinem Vertrag hat.

Zitat:

@kfzbonze schrieb am 30. August 2022 um 18:04:06 Uhr:

Nun habe ich bei der Versicherung angegeben, dass ich 12tkm im Jahr fahre, bin aber tatsächlich 20tkm gefahren.

Melde den Schaden und schau, was passiert. Mehr kannst du sowieso nicht machen.

Zitat:

@LKunz2022 schrieb am 30. August 2022 um 21:32:36 Uhr:

 

Melde den Schaden und schau, was passiert. Mehr kannst du sowieso nicht machen.

Eben. Ggf. wird man dich auffordern, einen Prämiendifferenzbetrag nachzuzahlen (die höhere Fahrleistung bewirkt für die Versicherung zumindest mathematisch/kalkulatorisch schließlich eine Risikoerhöhung gegenüber der 12 tkm - Kalkulation).

Meine Frau hat auch um 3000km überzogen und die Versicherung wollte auf 12.000km hoch fürs nächste Jahr und eben die Nachzahlung.

Allerdings war sie letztes Jahr viel auf Lehrgängen unterwegs und so kam es halt zu stande.

Ist mir auch erst aufgefallen als ich mit der Vs telefoniert hab um den Schaden zu melden.

Wenn du bei 20tsd km bleibst dann stufen sie dich hoch + das nachzahlen, wenn es einmalig war zahlst du nach und es bleibt beim alten wie bei uns.

So war es zumindest bei ihrer Vs.

Zitat:

@NDLimit schrieb am 30. August 2022 um 18:11:02 Uhr:

Wobei man anmerken kann, dass die Vertragsstrafen eher ein Relikt sind....

Ich würde wie folgt verfeinern:

Zitat:

Wobei man anmerken kann, dass die [... Durchsetzung von ...] Vertragsstrafen eher ein Relikt [... ist ... ]

, was u.a. daran liegt, dass Vorsatz nachgewiesen werden muss.

Ansonsten ist die Vertragsstrafe meines Wissens sogar eine Standardklausel nach GDV-Bedingungen. Müsste ich aber noch mal nachschauen.

Das hat insgesamt etwas mit der Logik von Obliegenheiten und Ausschlüssen im Versicherungsrecht zu tun. Dies führt hier aber zu weit ...

Ja so ist es.

Dass es Vorsatz sein muss, steht in den Musterbedingungen vom GDV und das LG Koblenz (Az.: 16 S 2/21) hat dass auch nochmals in einem Urteil bestätigt.

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