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Habe gerade mein Traumauto gekauft!
Hallo an Alle hier im Forum,
nein, ich habe noch keine Fragen, aber die werden mit Sicherheit kommen....!
Möchte Euch hier nur mitteilen, dass ich gerade eine große Dummheit (?) gemacht habe und einen Opel Manta B, BJ 77 gekauft habe, von dem ich nur Bilder im Internet ( und vom Händler ) gesehen habe und den ich auch nicht probegefahren habe ....!!! ( Kaufpreis 2590 Euro )
Jetzt könnt Ihr gern über mich herfallen, wie dumm ich doch bin und gern auch lästern, ich bin nämlich weiblich, zwar ( eigentlich ! ) nicht blöd, aber blond usw.
Im Moment bin ich jedenfalls noch sehr glücklich über meinen Kauf und hoffe, dass daraus kein Albtraum wird. Mit 1000 Euro rechne ich, die ich reinstecken muss bis mein "Schätzchen" wieder top ist und ich ihn fahren kann.
Wenn Ihr also einen Moment Zeit habt, schreibt doch mal was ihr von meinem Kauf haltet ( aber bitte nicht zu beleidigend werden ). Andere Frauen kaufen sich ein paar Schuhe und sind überglücklich,- ich habe ein altes Auto gekauft .....!
So bald ich Bilder von meinem "Schätzchen" habe, werden die hier nachgereicht.
Gruß Sabine
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von over30
...
Der Manta den ich gekauft habe ist seit 1993 stillgelegt, bekommt aber vom Erhaltungszustand sicher ein H-Kennzeichen. ...
... Alles was mit Bremsen zu tun hat soll neu werden und der Motor muss gecheckt werden. Er soll 4 kleine Rostlöcher haben die geschweißt werden müssen. Mal sehen was dann so noch auftaucht!
Habt Ihr noch Tipps was man beachten muß bei der "Wiederbelebung" eines solchen Oldies?
...
Ja, dann will ich mal konkreter werden - vielleicht weniger nett.
Das von dir erworbene Fahrzeug ist eindeutig "Zustand 4". Für eine H-Zulassung ist Zustand 3 Voraussetzung.
Das Fahrzeug hat also eine Restaurierung in von dir nicht ansatzweise kalkulierbarem Umfang vor sich. Selbst Fachleute können so etwas am Objekt nur sehr bedingt abschätzen - wie soll das dann über ein paar Bilder und sehr wage Formulierungen über den Zustand funktionieren?
Die von dir bisher geplanten Arbeiten werden im günstigen Fall (wenn es keine bösen Überraschungen gibt) noch einmal mindestens den gleichen Betrag wie der Autokauf verschlingen.
Selbst eine Hinterhofwerkstatt kalkuliert heute mit Stundensätzen um die 60 Euro, in Karosseriebau (Schweißen) und Lackiererei mit 100 Euro.
Dazu kommen die Materialpreise.
Dazu kommen Teile wie eine komplett neue Bereifung, neue Auspuffanlage, die fast unausweichlich kommen werden und andere, die wahrscheinlich erscheinen wie z.B ein neues Vinyldach, Lackierarbeiten und weitere unumgängliche Investitionen wie Wechsel aller Flüssigkeiten, Gummischläuche und und und..
Um es kurz zu machen:
Kläre unbedingt - bevor du das Fahrzeug in irgendeiner Form in besitz nimmst- ob es nicht besser ist, den Kauf rückzuwickeln und notfalls so etwas wie ein Strafgeld zu zahlen. Lieber ein 'Ende mit Schrecken' als ein 'Schrecken ohne Ende'.
Es muss sich unbedingt jemand 'mit Ahnung' dieses Auto ansehen und seine Meinung dazu abgeben. Wenn du niemand kennst, beauftrage einen Freien Sachverständigen. Das ist in keinem Fall rausgeworfenes Geld sondern bewahrt dich vielleicht vor einer Katastrofe.
Ich habe im großen Auktionshaus über die Jahre insgesamt drei Autos ersteigert, von denen ich dank eigener Sachkenntnis zwei beim Verkäufer stehen gelassen habe, weil das Auto sich vorort ganz anders darstellte als in der Beschreibung.
In einem Fall flossen sogar Tränen bei der Verkäuferin ... sie wusste nicht, dass das Auto all die Mängel hatte, die ich in 10 Minuten fand...
Irgendwelches 'Strafgeld' habe ich in beiden Fällen nicht gezahlt. Schön Fotos gemacht zur Dokumentation, die hätten mich mal verklagen sollen...
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404 Antworten
Gut gemacht, Sabine, dieser Werkstattmensch wollte Dich wohl vielleicht wirklich ausnehmen, denn 750 Euro für eine Benzinpumpe erscheinen mir auch etwas absurd ... aber doch bisserl Vorsicht mit einem 19 Jahre alten Auto, sowas kann schnell zum "Seelenverkäufer" werden, wenn man nicht technisch sehr versiert ist ... weniger wegen teuren Reparaturen an sich, sondern weil man beginnende Defekte rechtzeitig erkennen muss, bevor man wegen z.B. versagender Servolenkung von der Straße abkommt o.ä. Also es ist nicht immer der schlechteste Rat eines Gebrauchtwagenhändlers, wenn er empfiehlt die alte Karre einzustampfen und sich was anderes zu kaufen, z.B. wenn er sieht dass an der Karre einfach zuviele "Baustellen" dran sind.
Gruß
Hallo Kawa_Harlekin,
Dein "Gut gemacht, Sabine" geht natürlich runter wie Öl... Also herzlichen Dank dafür!
Also, ich sehe das so: mein Vater ist 83 Jahre alt. Wer weiß, wie lange er noch autofahren kann oder will oder darf. Sein Auto ist jetzt zwar 19 Jahre alt, lief aber bisher top. Wenn dieses Auto wieder zwei Jahre TÜV hat "reicht" das doch für meinen Vater.
Einen Neuwagen würde der sich in seinem Alter eh nicht mehr kaufen. Bei seinem Auto weiß er was dran ist und was nicht, aber mit einem anderen Gebrauchten weiß man es nicht! Mein Schrauber hatte jetzt zur Reparatur auch einen Mitsubishi bei sich stehen mit Automatikgetriebe. Das Getriebe schaltete nicht mehr richtig. Zu reparieren war da wohl nichts mehr, also wäre nur Austausch des Getriebes geblieben= Kosten von 2- 3000 Euro.
Und jetzt der Hammer: der Besitzer hatte dieses Auto erst im April 2011 von einem Händler gekauft. Sicher, jetzt muß der Händler mit Gewährleistung einspringen, aber den Ärger hat der neue Besitzer und ein kaputtes Auto noch obendrein.
Außerdem noch mal zu meinem Vater und seinem Auto: irgendwie hängt er emotional genauso an seinem Auto wie ich auch an meinen. Ist wohl ein Tick in unserer Familie...!!
Liebe Grüße
Sabine
Hallo,
weiß ich doch, ist ja bei mir meistens genauso: mein eigenes altes Auto ist mir meistens 1000 mal lieber, da ich ja alle seine "Macken" genau kenne (zumal ich halt technisch auch bisserl versiert bin) und mich dadurch darin auch 1000 mal sicherer fühle als fast in jedem vergleichbaren, aber mir unbekannten Youngtimer eines Gebrauchtwagenhändlers.
Ich wollte halt nur sagen, dass es unter den Gebrauchtwagenhändler auch solche gibt, die es mitunter sehr gut und verantwortungsvoll meinen, denn sie wissen ja zunächst nicht, ob Du zu denen Leuten gehörst, die eben die beginnenden (unter Umständen auch gefährlichen) Defekte ihrer alten Kisten rechtzeitig erkennen können.
Mein neuestes Auto ist auch bereits 15 Jahre alt und das kaufte ich von einem Gebrauchtwagenhändler vom Straßenrand (wie im Filmklischee ..:)), wo ich nur ganz zufällig vorbeifuhr und dieser Händler hatte sich allerdings das Auto sehr genau durchgesehen und prüfen lassen, sogar noch von einem Gutachter, er konnte sich also sicher sein, dass er ein sehr gutes und sehr faires und vor allem technisch 100%ig sicheres Gebrauchtauto (zu einem sehr fairen Preis übrigens) verkaufte. Er nahm meine alte "kranke" Karre in Zahlung, band sich also sozusagen damit eine Route über den Hintern, weil er ja dann das Problem hatte, entweder teuer reparieren oder halblegal als "Bastlerauto" weiterverkaufen.
Solche Gebrauchtwagenhändler mit hochanständigen Beweggründen, eines ihrer Autos vom Hof zu empfehlen, gibt es halt durchaus auch ... das wollte ich nur nebenbei anmerken.
Deinem Vater wünsche ich natürlich gute und sichere Fahrt in seinem alten Mitsubishi, wo er halt alle Knöpfe im Schlaf schon kennt, und Dir natürlich gute und sichere Fahrt in Deinem "neuen" Manta .... aber tue ihm bitte das Wintersalz nicht an, wäre schade drum.
Gruß
Hallo Kawa_Harlekin,
nee nee, Wintersalz bekommt der alte Manta nicht mehr zu spüren, keine Sorge! Sein Platz in meiner schön zugigen, aber trockenen Scheune ist schon reserviert, wo er den Winter verbringen kann. Habe aber eine, und zwar die erste Fahrt mit diesem Auto noch vor mir ( bin das Auto ja noch kein einziges Mal bislang gefahren! ). Das wird die Überführungsfahrt von meiner Werkstatt zu mir nachhause sein. Freue mich schon drauf! Klaro bin ich bei dieser Fahrt und überhaupt zu Anfang auch erstmal vorsichtig mit dem alten Motor, also keine zu hohen Drehzahlen, das versteht sich von selbst...;)
Werde meinem Vater auch Deine Grüße ausrichten. Hab ihm mal von motor talk erzählt. Heute Abend wollte er sich selber mal im Mitsubishi Forum umsehen...!!!
Liebe Grüße an Dich und schönes Wochenende
Sabine
Hallo over30,
lies vielleicht mal den Thread "20 Jahre Standzeit in der Garage", das könnte alles auch für Deinen Manta wichtig sein, also z.B. der Tip, mal mit nem Endoskop durch die Zündkerzenlöcher zu gucken, ob sich da irgendwo - insbesondere an den Ventilen - Rost festgesetzt hatte, wenn er lange stand. Denn wie gesagt, auch mit Rost an den Ventilsitzen/Ventiltellern wird er erstmal ca. 2000km laufen, aber dann brennen die Ventile halt ab, weil sie die Wärme nicht abführen können.
Und wenn dabei dann dort etwas Flugrost gefunden wird, was ja sehr wahrscheinlich ist, falls der Wagen viele Jahre stand, ist das meistens gar kein Problem, einfach bisserl dafür speziell geeignetes Kriechöl durch die Zündkerzenlöcher reinsprühen (weiß leider auch nicht genau, welches spezielles Zeug es da gibt, einfach beim Oldtimer-Schrauber fragen), den Motor paarmal orgeln (ohne dass er anspringt), und über'n Winter einwirken lassen ... sollte im Frühjahr dann ok sein, wenn dieser Rostfraß nicht zu stark war. Denn diese an- und aufgelösten hauchfeinen Rostkrümel sollte es dann einfach zum Auspuff raushauen, nur wenn sie größer wären, wär's ein Problem, aber das sind sie erst nach etwa 30 Jahren Standzeit in ner feuchten Garage.
Viele Grüße
Hallo Kawa_Harlekin,
den Thread "20 Jahre Standzeit in der Garage" habe ich bereits gelesen ( verschlinge zur Zeit alles was auch auf mein Fahrzeug zutreffen könnte ), und mir auch schon meine Gedanken zu den gegebenen Tipps dort gemacht.
Endoskop habe ich nicht, mein Schrauber sicher auch nicht, aber könnte ich schnell mal besorgen. Wenn dort Rost sein sollte, also einsprühen und erstmal stehenlassen, o.k. auch kapiert.
Aber den ganzen Winter über stehen lassen? Das würde ja bedeuten, dass ich den Manta wieder mit Trailer zu mir holen müßte ( trotz Zulassung ).
Meine Frage ist also: - wären ca. 30 gefahrene Kilometer wenn Rost vorhanden auch schon schädlich für den Motor, oder kann ich es wagen?
Wäre nett, wenn Du bald antwortest, weil die Überführung des Mantas nun kurz bevor steht, d.h. wahrscheinlich noch in dieser Woche!
Habe eben noch mal den "20 Jahre Standzeit" Thread quergelesen, dort wurde Molykote Gliss als Rostlöser empfohlen. Mal sehen wo ich das schnell herkriege! Kann man doch sicher auch schon mal auf "Verdacht" reinsprühen.
Danke für Deinen Rat!
Liebe Grüße
Sabine
Hallo Sabine,
wenn Du eh schon paar 100km damit ohne Probleme (also ohne irgendwelchen beunruhigenden "Geräuschle" aus dem Motor) gefahren bist, kommt's auf die 30km natürlich sicherlich auch nicht mehr an, die Ventile "verbrennen" ja sehr langsam, wenn überhaupt, denn es hängt ja davon ab, ob überhaupt und wenn ja, wieviel Rost an den Dichtflächen der Ventile oder auch an den Kolbenringen sitzt. Wenn Du einen tragbaren PC hast, gibt's solche Endoskop-Kameras mit USB-Anschluss bereits für 29,95Euro beim Conrad oder bei ELV oder Pearl. Musst aber aufpassen, da gibt es welche mit verschieden dicken Endoskop-Rüsseln und die müssen halt locker durch die Kerzenlöcher passen und dann musst Du ja auch noch um die Ecke gucken können, denn die Ventile sitzen ja oben, sozusagen neben den Kerzenlöchern. Aber da gibt's alles mögliche Zubehör, evtl. hilft auch ein einfacher Zahnarztspiegel.
Und welches spezielle "Zaubermittel" man da am besten zum (etwaigen) Rostlösen im Motor am besten verwendet, da habe ich leider auch keine Erfahrung, ich habe bisher immer nur eingemottet, und da habe ich einfach bisserl ganz normales - möglichst dünnflüssiges - frisches (also nicht gebrauchtes, wegen der Verbrennungsrückstände) Motoröl in die Kerzenlöcher gespritzt und den Motor dann bisserl ohne Zündung georgelt. So einen Oldie nach vielen Jahren ausgemottet, habe ich leider noch nicht.
Es gibt aber auch Glücksfälle, wo einer einfach nach 20-30 Jahren mit nem Oldie losgefahren ist, und sich die "Karies" im Motor mit der Zeit selbst reinigte beim Laufen und selbst heilte ... das gibbet auch.
Viele Grüße
PS: Bei den Kolbenringen besteht die Gefahr, dass die irgendwo fest sitzen, denn die müssen sich bisserl drehen können und minimal (10tel Miliimeter) in der Nut im Kolben auf und ab gleiten können. Wenn die irgendwo festgesessen hätten, hättest Du es aber mit großer Wahrscheinlichkeit bereits anhand eines Motorschadens bemerkt ... ich rate jetzt mal einfach so spekulativ, dass Du bereits ca. 200km mit dem Auto gefahren bist, abholen, Werkstatt hin und her etc. ? Also war das offenbar nicht der Fall. Das ist dann aber auch die Gefahr, wenn Du falsches Öl in die Kerzenlöcher spritzen würdest, denn wenn das Öl nach einiger Zeit verharzt, dann sitzen eben die Kolbenringe wieder erstmal fest ... deswegen, "Ausmotten" von einem guten erfahrenen Schrauber Deines Vertrauens machen lassen, dass die Freude am "neuen" alten Manta nicht nur kurzlebig ist.
Also Daumenregel: Wenn die Kolbenringe festsitzen/festgerostet sind (z.B. bei sehr alten Kolben, die noch nicht aus Alu sind), dann platzt der Motor schon nach wenigen Kilometern; wenn die Ventildichtflächen (also Teller und/oder Sitze) angerostet sind, platzt er normalerweise nach paar tausend Kilometern, weil erst bis dahin die Ventile kaputtgebrannt sind.
Hallo,
die Antwort kam wirklich schnell und war ausführlich. Danke!
Aber ich bin mit dem Auto noch gar nicht gefahren!!! Der Händler hat bei sich den Manta aus seinem Dornröschenschlaf geweckt, hat Kerzen und Motor-Öl gewechselt und einen Benzinfilter eingebaut plus neuer Batterie und dann gestartet. Nach seinen Angaben ist er das Auto einige wenige Kilometer danach mal probegefahren.
Der Manta kam per Trailer zu mir, bzw. direkt in die Werkstatt wo er jetzt steht. Ist also wahrscheinlich noch keine 50 KM seit Wiedererweckung gelaufen bzw. gefahren worden.
Laptop habe ich. Also Endoskop kaufen und reinschauen und danach weiter beurteilen. Ist das der richtige Weg?
LG
Sabine
Moin!
Das ist jetzt durch, meine ich. Wenn das Ding so bereits gestartet worden ist, muss man sich jetzt auch keinen Kopf mehr um Rost im Motor machen.
Was ich allerdings machen würde: nach den ersten 200 Km nochmal Öl und Filter wechseln.
Gruß,
M.
Zitat:
Original geschrieben von Mr. Driveyanuts
Moin!
Das ist jetzt durch, meine ich. Wenn das Ding so bereits gestartet worden ist, muss man sich jetzt auch keinen Kopf mehr um Rost im Motor machen.
Was ich allerdings machen würde: nach den ersten 200 Km nochmal Öl und Filter wechseln.
Gruß,
M.
Genau meine Meinung!
Lass dich nicht verrückt machen!Und lese nicht alles und vor allem glaube nicht alles!
Gruß Heiko
Ja ja, lauter Schlaumeier ...
Natürlich springt der Motor meistens auch nach langer Standzeit an ... und nachdem er nicht gleich platzte, fällt das mit den festsitzenden Kolbenringen schon mal weg ... bleiben also noch die eventuell rostigen Ventilteller/-sitze ... nun ist halt die tausend Dollar-Frage (wenn's für nen ATM reicht ...), wie lange stand der Manta und wie sorgfältig wurde er damals eingemottet ... da das vermutlich niemand weiß, würde ich halt die 30 Euro für so ein USB-Endoskop investieren und den netten Profi-Schrauber erstmal reingucken lassen.
Ich habe mal einen zerlegten Motor gesehen, der 20-30 Jahre in ner Garage lag ... die Ventilsitze und Ventilteller waren völlig verrostet ... angesprungen wäre dieser Motor auch, aber der wäre schon nach paar 100 km an abgebrannten Ventilen "verendet", so stark waren die verrostet.
Gruß
Hallo Kawa_Harlekin,
ich tendiere auch dazu, dass es besser ist mal im Vorfeld zu gucken was im Motor los ist, als nachher zu "heulen" weil der Motor "Verreckt" ist.
Dazu fällt mir der Thread ein : Opel Admiral gekauft und nach 20 KM Motorschaden, was nun?
Da hat einer daran geglaubt, dass die alte Maschine immer mal gelaufen ist, hat das Auto gekauft und ist danach ohne irgendwelche Vorbereitungen für den Motor mit 120 Sachen über die Autobahn gerauscht. Ergebnis Motorschaden!!!
Nee, so wollte ich das eigentlich nicht machen, also werde ich auf Deinen Rat hören. Werde mal bei meinem Schrauber nachfragen, ob der diesbezüglich schon mal was in die Kerzenlöcher reingespritzt hat, oder nicht.
Wenn nicht, vielleicht macht er es ja noch, sonst werde ich das Auto vorsichtig zu mir fahren und es hier machen. Habe hier vor Ort auch noch jemand mit Ahnung, der bestimmt bereit ist zu helfen. Der fährt selber einen alten Opel und hat KFZ-Mechaniker gelernt.
Jedenfalls kann man nicht davon ausgehen, dass der Manta irgendwie eingemottet wurde, sondern sicher einfach nur abgestellt. Also kann da durchaus Rost an den Ventiltellern sein.
LG und danke für Deinen Rat
Sabine
Jep, und zwar exakt diejenigen Ventile, die Jahre-lang offen gestanden hatten, werden wahrscheinlich verrostet sein. Diejenigen Ventile, die geschlossen waren (paar sind immer zu und ein paar sind immer offen, wenn der Motor steht) sind vermutlich in Ordnung, wenn sie sich beim ersten Motorstart gleich problemlos gelöst haben, da sie ja sicher auch irgendwie festgepappt waren. Also alle Ventile angucken, denn jetzt weißt Du ja nicht mehr, wie die Kurbelwelle gestanden hatte, als der Manta seinen Dornröschenschlaf hielt. Wenn Du nur stichprobenartig in ein einziges Kerzenloch guckst, könntest Du gerade die "guten" Ventile erwischen, die blitzeblank sein können, wenn sie jahrelang fest geschlossen waren, wohingegen andere im benachbarten Kerzenloch völlig rostig sein könnten, eben diejenigen, die offen standen ... war bei dem zerlegten Motor, den ich mal sah, exakt so ...
Also good luck mit dem schönen Oldie !
Gruß
Hallo,
da wir gerade beim Thema sind:
mein 525 stand 10 Jahre abgemeldet in der Garage, wurde vom Vorbesitzer reaktiviert und 2 Jahre gefahren, bis ich den Wagen dann gekauft habe. Als sich die Zylinderkopfdichtung 2006 verabschiedet hatte, musste der Kopf runter. Der 6. Zylinder sah übel aus. Ich vermute, dass das Schadensbild von Kondenswasser herrührt, was während des Dornröschenschlafes den Ventilsitzring angefressen hatte. So gesehen war der ZKD-Schaden ein Glücksfall, man stelle sich vor, der Sitzring wäre in den Brennraum gefallen. Ich habe dann einen gebrauchten, sehr guten Zylinderkopf für 100€ :) erstanden (es lebe die BMW-Oldie e12/28 Community) und eingebaut. Man sollte das Thema "Wiederbelebung des Oldtimers" also nicht zu lässig sehen.
Ich will aber auch niemandem Angst machen, das hier ist sicher ein extremes Beispiel.
Hier die Bilder, Leute mit schwachen Nerven besser nicht hinschauen :D :
Hallo,
es gibt mal wieder was Neues von meinem Auto!
Der Manta hat heute die HU + AU bei der DEKRA ohne festgestellte Mängel bestanden!!!!
O.K. , so sollte es wohl auch sein, wenn man das Fahrzeug vorher in der Werkstatt hatte, aber ein Grund zur Freude ist es für mich trotzdem.
Desweiteren hat er auch die Beurteilung zum Oldtimer in allen geforderten Kriterien erfüllt, und damit positiv bestanden. O-Text DEKRA: Das Fahrzeug entspricht einem Oldtimer im Sinne des §23 StVZO!
Im Einzelnen liest sich das dann so:
Technische Beschreibung
Zustand der Hauptbaugruppen
3.1 Aufbau/Karosserie
3.1.1. Aussenhaut
Orginales oder zeitgenössiches Erscheinungsbild erfüllt
Orginalwerkstoff oder zulässiger Werkstoff erfüllt
3.1.2. Lack
Zeitgenösschische Farbgebung erfüllt
3.2. Rahmen und Fahrwerk
3.2.1 Rahmen
Orginalausführung/Orginalersatzteil/Nachfertigung mit Herstellerfreigabe erfüllt
3.2.2. Fahrwerk
Orginalausführung/Orginalersatzteil oder zulässige Umrüstung erfüllt
3.3. Motor und Antrieb
3.3.1 Motor
Orginalausführung oder Motor aus Fahrzeugbaureihe erfüllt
Gemischaufbereitung Orginal oder zulässige Umrüstung erfüllt
Abgasanlage orginal oder zulässige Umrüstung erfüllt
3.3.2. Getriebe
Orginalausführung oder zulässige Umrüstung erfüllt
3.4. Bremsanlage
Orginalausführung oder zulässige Umrüstung erfüllt
3.5. Lenkung
Orginalausführung oder zulässige Umrüstung erfüllt
Orginallenkrad oder zulässiges Sonderlenkrad erfüllt
3.6. Reifen/Räder
Orginalausführung oder zulässige Umrüstung erfüllt
3.7. Elektrische Anlage
3.7.1. LTE
Orginalausführung oder zulässige Umrüstung erfüllt
3.7.2. Übrige Ausstattung
Orginalausführung oder zulässige Umrüstung erfüllt
3.7.3 Radio
kein Radio vorhanden/ Orginalausführung/zulässige Umrüstung erfüllt
3.8. Innenraum
3.8.1 Sitze/Gurte
Orginalsausführung oder zulässige Um/Nachrüstung erfüllt
3.8.2 Armaturenbrett
Orginalausf+hrung oder zulässige Umrüstung erfüllt
4. Zugehörige Abweichungen vom Orginalzustand
Keine
5. Ergebnis der Begutachtung
Das beschriebene Fahrzeug ist ein Oldtimer im Sinne des §23 StVZO
Eine Untersuchung im Umfang einer Hauptuntersuchung wurde am 28.10,2011 mit positivem Ergebnis durchgeführt
***
Also steht einem H-Kennzeichen nun nichts mehr im Weg, und es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn das Fahrzeug nicht eine Zustandsnote von 2 bis 2,5 bekommen würde!!! Dafür brauche ich nach Zulassung dann noch ein Wertgutachten eines Sachverständigen. Aber eins nach dem anderen.
Das bedeutet nun erstmal am Montag zur Zulassungsstelle fahren, Auto zulassen, Kennzeichen machen lassen etc. und mit Kennzeichen zu meinem Schrauber fahren um dort mein Auto abzuholen!
Und abends, wenn Manta "friedlich" in meiner Scheune steht, den Sektkorken knallen lassen!!!!!!!!
So, das war es für heute.
Am Montagabend dann mehr an dieser Stelle.
LG an alle Mitlesenden
Sabine


