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Gutachten

Themenstarteram 25. April 2007 um 16:24

Hey,

bin grad echt am Boden zerstört. Bin heute zu ner Werkstatt gefahren um bei dem Ka den ich am Montag gekauft hab von Winter auf Sommerreifen zu wechseln. Und was sagt mir der liebe Mensch beim Drübergucken???

- Winterreifen total porös (noch das kleinere Übel)

- Stoßstange um 0,5 cm verzogen!!!!

Ich könnt heulen! Hab zwar beim Kauf gesehen, dass an der hinteren Stoßstange kleinere Kratzer waren (der Verkäufer meinte von aufwirbelnden Steinchen, hätte bei der unasphaltierten Straße auch gut sein können) aber das ist echt der Knüller! Der hat mir den als unfallfrei verkauft!!!

Hab natürlich erst versucht in Frieden mit ihm zu reden, er ist aber natürlich nicht einsichtig. Somit werde ich den Wagen morgen zu ner Werkstatt bringen um ein Gutachten anfertigen zu lassen.

Nun meine eigentliche Frage. Hat jemand Erfahrungen mit sowas, wie lange sich das hinzieht usw.? Im Falle eines Falles ist es ja möglich, dass das ganze noch mit Anwalt geregelt werden muss und der Verkäufer auch noch nen Gutachter einschaltet und so.

Und kann mir vielleicht noch jemand sagen was da so kaputt sein könnte außer der verzogenen Stoßstange?? Der Schaden war mit meinen Laienaugen wirklich nicht erkennbar und er fährt sich auch ganz normal! Also nicht so dass er mit vollem Karacho gegen ne Wand ist oder so. Vielleicht nur was angeditscht...

Wäre echt dankbar wenn mir jemand weiterhelfen könnte, man ich brauch das Auto :(!

27 Antworten

Das Gutachten ist eigentlich recht schnell gemacht, dauert höchstens so 1-2 Wochen. Kommt halt darauf an wo dus machen lässt.

Das würde ich halt erstmal abwarten bevor du jetzt den Teufel an die Wand malst.

Hoffe du hast ne Verkehrsrechtsschutzversicherung, falls es mit einer außergerichtlichen einigung nix wird.

War das denn eine Privatperson oder ein Händler, wo dus gekauft hast? Hoffe es war ein Händler.

Viele Grüße und lass den Kopf nicht hängen

Themenstarteram 25. April 2007 um 17:27

War leider von privat..

der Typ in der Werkstatt meinte es wär nen Schaden von 1000€!!! (und das dann noch nicht mal bei Ford gemacht, sondern "nur" bei ner Meisterwerkstatt) Was zum Teufel kann denn das sein?

Rechtlich ist das egal, ob von privat oder Händler! Wenn ein Unfallschaden verschwiegen wurde, ist eine Preisminderung oder die Rückgabe möglich.

Steht was von dem Schaden im Kaufvertrag?

Wenn du das Gutachten in der Hand hast, kannst du dir überlegen, ob du ihm eine Preisminderung anbietest, oder die Rücknahme des Fahrzeuges verlangst.

Lehnt er dies obwohl du einen Schaden nachweisen kannst, strikt ab, würde ich einen Anwalt einschalten.

MfG

Themenstarteram 26. April 2007 um 6:29

Im Kaufvertrag ist lediglich der Kratzer an der Beifahrertür vermerkt.

Habe ihm ja angeboten, dass er die Reparatur bezahlt, er meint jedoch, dass das ja nicht sein kann und ich das gewesen wäre... der hält mich wohl auch für blöd. Als ob ich es nicht merken würde wenn ich gegen irgendwas fahre.

Hoffe mal, dass er einsichtig wird wenn endlich das Gutachten vorliegt.

 

Aber kann mir denn keiner sagen, was da so teures kaputt sein kann? Die Stoßstange allein kostet ja wohl keine 1000 €, oder? Wenns ein Frontschaden wäre würd ichs ja noch verstehen, aber hinten gleich 1000 €?

weiß leider auch net was da hinten kaputt sein könnte.

Wenn man mal im kofferaum den teppich wegtut, sieht man dann ne delle oder so?

Also ich sehe das nicht so dass es egal ist ob vom Händler oder von Privat. Zumindest greift bei ner Privatperson die sog. "Beweislastumkehr" nicht, d.h. du musst nachweisen, dass der Schaden schon vorher da war.

Wobei bevor ich mir große gedanken drüber machen würde, erstmal den Typ in der Werkstatt fragen was genau kaputt sein soll und dann nochmal hier posten.

viele grüße

Themenstarteram 27. April 2007 um 6:49

Danke für eure Antworten.

Der Wagen ist jetzt seit gestern in der Werkstatt. Der Gutachter kann leider erst nächste Woche kommen, da der nicht von der Werkstatt ist, sondern neutral.

Naja, meld mich dann nochmal wenn ich das Ergebnis hab..

Hallo Hamschda,

Du hast oben geschrieben, es seien nur 'Kratzer' im Kaufvertrag vermerkt. Wenn es ein vorgedruckter Kaufvertrag war, gibt es i.d.R. auch das Feld 'Unfallfrei' dass ggf. anzukreuzen war. Ist das geschehen ?

Ob das Fahrzeug von Privat oder vom Händler gekauft ist, spielt zunächst keine Rolle, wenn nachzuweisen ist, dass der Verkäufer einen Unfallschaden verschwiegen hat.

Ich würde ungeachtet des Ergebnisses des Gutachtens (ein Schaden wird ja in jedem Fall vorliegen) ggf. bei der Polizei nachfragen, ob es eine Unfallaufnahme von diesem Fahrzeug (mit den alten Kennzeichen (siehe Fahrzeugbrief)) gibt; evtl. erhälst Du die Auskunft nur mit Hilfe eines Anwalts. Wenn Du Glück hast 'war da was'. Eine weitere Alternative wäre evtl. bei der Versicherung nachzufragen, bei der das Fahrzeug zuvor versichert war. Das könnte mit Hilfe Deiner jetzigen Versicherung möglich sein und könnte evtl. einen 'abgerechneten Unfallschaden' zu Tage fördern.

Im Idealfall könntest Du nachweisen, dass der Unfallschaden vor Deinem Kauf bereits vorhanden war und wenn dann im Kaufvertrag unabhängig vom Kästchen 'unfallfrei' nichts außer 'Kratzern' genannt wurde (also Kleinigkeiten benannt wurden aber Größeres verschwiegen wurde), steigen Deine Chancen. Falls es zu weiteren Gespächen mit dem Verkäufer kommen sollte, immer ein eingeschaltetes Diktiergerät (oder aufnahmefähigen MP-3 Player) mit nehmen. Zwar kann man solche Aufnahmen normalerweise nicht direkt vor Gericht verwenden, aber es hinterlässt in aller Regel einen Eindruck, wenn jemand bestimmte Aussagen abstreitet, die aber auf diesem Wege nachweisbar sind.

Ich weiß, es ist mit etwas Arbeit verbunden und vielleicht erfolglos, aber wie heißt es so schön: wer es nicht versucht ...

Viel Glück.

Themenstarteram 27. April 2007 um 20:54

Es war zwar kein vorgefertigter Vertrag, allerdings wurde der Satz "Das Fahrzeug ist unfallfrei" extra mit aufgenommen. Dies geschah sogar erst, als meine Mutter den Wagen 2 Tage später abgeholt hat. Da hat der Verkäufer selber noch darauf hingewiesen. Von daher vermute ich, dass es auch nicht der Polizei oder der Versicherung gemeldet wurde, eventuell hat er es selber gar nicht gemerkt und/oder nicht für ernst gehalten. Von daher ist er nach dem Gutachten hoffentlich einsichtig..

Dumme Sache... :(

Frag' doch in dieser Sache auch mal hier im Versicherungsforum nach:

http://www.motor-talk.de/f13/s/

...die Jungs dort sind echt fit, "Insider" sowohl aus Versicherungskreisen als auch Gutachter...

Ich denke, in diesem Fall würde das auch nicht als "Crosspost" gezählt werden... ;)

Gruß

etku

Themenstarteram 4. Mai 2007 um 11:46

So, das Gutachten liegt nun vor...

Eindeutig ein Unfallwagen. Zwar nichts dramatisches, wie gesagt ist die Stoßstange verzogen aber weder gerissen noch ist der Kotflügel beschädigt und alles andere wurde auch geprüft und ist in Ordnung.

Das einzige Problem was jetzt noch bleibt ist, dass der Verkäufer sich querstellt. Nun meinte aber der Gutachter, dass ich das Auto auf jeden Fall nächste Woche abholen kann und damit fahren kann und der Verkäufer KEIN Recht darauf hat, dass Auto von einem eigenen Gutachter prüfen zu lassen. Kennt sich da jemand mit aus? Ich mein gut, der Gutachter muss es ja wissen, aber ich bin bei sowas immer n bisschen schissig und es geht immerhin um 1000 € die ich hinterher dann eventuell nicht bekommen würde wenn ich damit fahr.. ^^ Aber es wurde ja jetzt eigentlich alles aufgenommen...

Zitat:

Original geschrieben von Hamschda

Kennt sich da jemand mit aus?

Wenn Du dazu treffsichere, korrekte und vorallem zeitlich schnelle Antworten haben möchtest, must Du die Frage bitte im Versicherungsforumauf MT stellen.

Probier's aus, Du wirst begeistert sein... ;)

Gruß

etku

Mal eine Frage:

Wer soll das Gutachten den bezahlen?

Da bleibst du doch unter Umständen auch drauf sitzen...?

Themenstarteram 4. Mai 2007 um 15:17

Das Gutachten soll natürlich der Verkäufer bezahlen. Hätte er den Schaden direkt übernommen wäre das ganze ja schließlich auch nicht nötig gewesen..

Werde nun sobald das Gutachten schriftlich vorliegt zum Anwalt gehen. Verarschen lass ich mich nicht, das Recht ist schließlich auf meiner Seite da ich betrogen wurde, oder sehe ich das falsch?

gute Idee geh mal zum Anwalt, aber ich hoffe es kann dir irgendjemand einen empfehlen, weil aufs geratewohl würde ich nicht zum nächstbesten dahergelaufenen rechtsverdreher gehen.

schöne grüße und viel glück

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