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Gummimischung Winterreifen T vs. H
Was für Unterschiede bei der Gummimischung haben Winterreifen mit H-Index vs. T-Index?
Ich fahre praktisch nie über 180 km/h, also würden Winterreifen mit T-Index ausreichen. Abgesehen davon, dass sie etwas weniger kosten als solche mit H-Index, welche Vor- und Nachteile haben sie?
"Der Speedindex gibt nicht nur die zulässige Höchstgeschwindigkeit pro Reifen an. An ihm können sich Fahrer auch in puncto Sicherheit orientieren. Denn je höher der Index, desto besser ist der Halt auf der Straße und desto kürzer sind die Bremswege. Gleichzeitig nutzt sich von diesen Reifen das Profil schneller ab und sie haben im Winter weniger Grip. Aus diesem Grund eignen sich Saisonräder und Ganzjahresreifen mit einem Geschwindigkeitsindex von W, Y oder Z hauptsächlich für Sportfahrzeuge und mildes Klima."
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8 Antworten
Der Unterschied liegt im Gewebeaufbau und weniger in der Gummimischung.
Schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Autoreifen#Reifenaufbau
MfG kheinz
Der Geschwindigkeitsindex hat weder mit dem Halt auf der Straße noch mit dem Bremsweg was zu tun. Er gibt lediglich an bis zu welcher Geschwindigkeit der Hersteller garantiert das der Reifen, auch im Dauerbetrieb, nicht auseinander fliegt.
Die eingangs von Vergölst zitierten Aussagen zu speed-indexabhängig unterschiedlichen Laufflächenmischungen entstammen einer Zeit, in der die allerwenigsten Alltagsautos überhaupt in der Lage waren, die zul. 180kmh überwiegend üblicher "SR" Sommerreifen zu erreichen und 'Fachleute' gar dazu rieten, diese nicht fabrikfrisch, sondern zwecks längerer Haltbarkeit besser erst nach ein- bis zweijähriger Lagerung und 'Härtung' zu verwenden. Dies erklärt u.a. teils legendäre Laufleistungen damaliger "Michelin-X" Sommerreifen bis Index "S" samt ihrer bedenklich langen Bremswege. Um die bei der seinerzeit überschaubaren Zahl wirklich schneller Fzge. nicht ins völlig Unkontrolierbare ausufern zu lassen, hat man SR mit damaliger "HR" und "VR" Kennung ("T" war noch nicht marktüblich) tatsächlich weichere, verschleißfreudigere Laufflächen verpasst. WR waren davon aber eh' nie betroffen, denn mit deren ohnehin weicheren Gummimischungen 'glitten' in dieser Ära selbst Porsche&co. noch brav mit Cockpit-Aufkleber "max. 130kmh" in den Winterurlaub!
Seither haben sich Gummimischungen, Profile und speedindices von WR aber derart grundlegend weiterentwickelt, dass sogar einige Hersteller, speziell mit "T" und "H" gekennzeichnete, baugleiche Reifengrößen produzieren und lediglich aus Marketing-Überlegungen überhaupt unterschiedlich kennzeichnen! Merklich sicherheitsrelevante Unterschiede scheinen sich aktuell eher in den Bereich oberhalb von !H" verschoben zu haben.
Danke, @Sonntagsschrauber. In der Praxis existieren also keine relevanten Unterschiede zwischen H- und T-Winterreifen.
Wer zwischen dem 16. Mai bis 15. Oktober nicht nach Italien *) und sonst nie über 190 km/h fährt, kann also getrost T-Winterreifen aufziehen.
*) Vom 16. Mai bis 15. Oktober darf in Italien mit Winter- oder Ganzjahresreifen nur gefahren werden, wenn diese einen Geschwindigkeitsindex ("Speedindex") aufweisen, der mindestens dem in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) festgesetzten Geschwindigkeitsindex entspricht.
Also genau wissen, worauf man sich dabei einlässt, sollte man schon! Wo beispielsweise WR mit "T" Kennzeichnung noch als Vorjahresmodell, die mit "H" aber bereits mit aktuellem Profil oder umgekehrt produziert werden, kann's sehr wohl merkliche Unterschiede geben, wenn auch nicht von der Traglast, sondern anderen Parametern abhängig. Auch lässt sich kaum einschätzen, wie seriös die im Aftermarkt recht rührige asiatische Gummi-Gilde mit der Kennzeichnung ihrer aus sog. 'Weltmarkt-Qualitäten' abgezweigten Chargen für hiesige high speed Kundschaft im Einzelnen umgeht.
Da ich selber lieber bei bewährten, teuren Premium Gummis Schnäppchen schlage als Experimente im low budget Segment zu riskieren, werden sortengleiche Markenreifen eher einzeln oder paarweise gekauft als satzweise, sodass gelegentlich sogar Mischungen aus "T" und "H" auf gleichem Fz. gefahren werden - in der Vergangenheit mal Michelin, aktuell Goodyear.
Namentlich bei diesen beiden Marken (und V-max. 190) keinerlei Unterschied hinsichtl. Abrieb, Laufleistung, Bremsverhalten zwischen den - selbst auf gleicher Achse unterschiedlich speed-indizierten - WR:)
Ich habe bei ATU einen Satz Michelin Alpin 6 205/55 R16 91H bestellt und gehe davon aus, dass bei dem großen Umsatz in einer solch großen Werkstattkette das Produktionsdatum möglichst aktuell ist. Bei den Conti Premium Contact 6, die ich im Frühjahr da gekauft habe, war es jedenfalls so, wobei das ein brandneues Modell ist, wovon es noch keine erheblichen Lagerbestände gegeben haben sollte.
Also zum Frühjahr gab es bereits den Continental Premium Contact 7.
Da kann also der Vorgänger kein brandneues Modell gewesen sein. Den 6er gibt es schon seit 2016.
Pardon, habe den 7er gekauft.