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Grundierung und Falzversiegelung

Themenstarteram 21. Juni 2005 um 23:42

Hi zusammen!

Habe meine Ente nun komplett zerlegt und will das Häuschen (ja, so nennt man die Enten-Karosserie!) sandstahlen lassen, um auch dem letzten Rost beizukommen.

Hab dafür auch nen kompetenten Strahler hier in Bonn.

Vorher werden natürlich alle Bleche, die ausgetauscht werden, rausgetrennt.

Nach dem Strahlen werde ich die Schweisstellen abkleben und dann, ja dann...

Nun kommt mein Problem:

Welche Grundierung nehm ich??????????????

Das Korrosionsschutzdepot hat ne Menge interresssantes Zeugs im Programm, das Farbkriechöl wäre in der engeren Auswahl, ist aber leider unverträglich mit anderen Grundierungen unt Lacken, fällt also raus.

Brunox Epoxy ist laut Hersteller (jaja...) ein superzeug, aber das sagt ja jeder Hersteller von seinem Produkt.

Ich brauche eine Grundierung,die einen wirklich hochwertigen Rostschutz bietet und auch in Falze kriecht, ohne auf dem Weg zu früh auszuhärten.

Ferner muss sie vorhandenen Falzrost stoppen.

Und sie muss natürlich auch verträglich mit üblichen Lacksystemen sein.

Brunox Epoxy soll angeblich Rost stoppen, jedoch muss oberflächlicher und Schuppenrost entfernt werden-geht aber nicht in Falzen!

Was nehmt ihr, womit habt ihr-nach Möglichkeit bereits langjährige Erfahrungen gemacht?

Allzeit knitterfreien Flug wünscht Andreas

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12 Antworten
am 22. Juni 2005 um 21:05

Hallo Andreas,

viele Kollegen vom Stammtisch haben mir empfohlen, Zinkchromantgrundierung zu verwenden (die leider verboten ist, weil hochgiftig). Da sage ich aber, hier geht "Zweckmäßigkeit" dem Umweltschutz vor! In die Schweißnähte würde ich die Grundierung einzeln mit dem Pinsel "träufeln", so gut wie möglich halt. Danach mit einer Karosseriedichtmasse abdichten. Vor dem Grundieren abzudichten ist nicht ratsam, Ford hat das mal am Focus und Mondeo probiert - Falzrost nach 1 Jahr. Ich würde aber mal einen guten Lackierer fragen, was er dir so empfehlen würde.

Stefan

PS: Jemand hat 1980 sein Auto restauriert und "Rostegal" verwendet, bis heute vollkommen rostfrei!

Themenstarteram 23. Juni 2005 um 23:18

Hi Stefan,

Was ist Zinkchromatgrundierung? Eine 1-K oder 2-K Grundierung?

Ich befürchte, dass eine 2-K grundierung zu früh aushärten könnte, bevor sie durch den falz kommplett durchgelaufen ist.

Dennn dort sehe ich das eigentliche Problem, wenn die Falze nicht komplett versiegelt sind.

OK, abdichten nach grundieren versteht sich von selbst.

Welche Eigenschaften hat Zinkchromat in Bezug auf Rostschutz?

Kann das Zeug vorhandenen Falzrost stoppen?

Das sagt z.B. Brunox von seinem Produkt, es würde den Rost umwandeln und versiegeln.

Denn die ganze Arbeit ist ja vergebens, wenns in den Falzen dann fröhlich weitergammmelt...

Wie sieht der weitere Lackaufbau aus nach der Zinkchromatgrundierung?

Gruss Andreas

Themenstarteram 23. Juni 2005 um 23:19

Ach so, noch was:

Was bitte ist Rostegal??????

Andreas

am 24. Juni 2005 um 10:29

Hallo Andreas,

Falzrost, hmm, problematisch. Wie stark ist der Falz angerostet? Zinkchromatgrundierung stellt einen fast so guten Rostschutz dar wie verzinken, eben eine "aktive" Grundierung. Rostegal (auch eine Grundierung) gibt es glaube ich nur hier in Bayern bei der "Baywa". Zinkchromathaltig ist meines Wissens der 2K Epoxydgrundierfüller aus der Standoxfixreihe. (Nicht nur ich sondern viele sagen, Rostschutz vor Umweltschutz!).

Stefan

am 24. Juni 2005 um 22:03

du meinst bestimmt Umweltschutz vor Rostschutz oder?

am 25. Juni 2005 um 6:01

Moin,

nein, da meinte ich schon "Rostschutz vor Umweltschutz".Was nützt mir eine "Öko-Farbe", die nach 5 Jahren abfällt? Diese Arbeiten macht man nur einmal - dafür vernüftig. Man muss in manchen Bereichen Prioritäten setzen ;)

Stefan

am 25. Juni 2005 um 12:20

aber sowas hat natürlich einen negativen Touch, aber kann ich nachvollziehen.

am 25. Juni 2005 um 15:21

Dafür benutze ich auf Kurzstrecken kein Auto sondern gehe zu Fuss oder fahre mit dem Fahrrad - damit kann man das wieder ausgleichen ;)

Stefan

am 25. Juni 2005 um 16:58

hehe.

Ps.: hast du Bilder von deinem Opel? Würde mich freuen, diese mal anzusehen.

Themenstarteram 26. Juni 2005 um 23:53

Hi Stefan und alle anderen Rostkiller,

jau, das seh ich genauso, erst der Rost-, dann der Umweltschutz!!!

Ist im übrigen auch Umweltschutz, wenn man so die Lebensdauer eines Autos verlängern kann!!!

Tja, der böse, böse Falzrost...

Ist halt sehr unterschiedlich-wo ich sehe, dass die braune Pest richtig gewütet hat, kommt eh die Flex zum Einsatz.

Da aber die Karrosserie gesandstrahlt wird, möchte ich auch evtl. vorhandene RostANSÄTZE in den Falzen eliminieren.

Owatrol soll ja wohl das non-plus-ultra sein, lässt sich aber nicht überlackieren mit den üblichen Lacksystemen-fällt also raus

Fertan lässt sich aus Falzen nicht rausspülen-entfällt auch.

Brunox Epoxy soll eine Kombination aus Rostumwandler und Epoxy-Grundierung sein, AAAABER.... laut Hersteller muss der Rost weitestgehend entfernt werden-WIE soll das gehen im Falz?

Kommt also bei leichtem Oberflächenrost in Frage, bleibt noch die Frage nach der Verträglichkeit (lt. Hersteller mit allen Lacken überlackierber, was ich anzweifle, da es sich wie gesagt um ne 1-K-Grundierung handelt und das 2-K-Zeug viel aggressiver ist).

Und Fluid-Film oder ähnliches kommt auch nur NACH dem Lackieren in Frage, aber dann sind die Falze vom Lack versiegelt.

Fazit:

Es muss etwas sein, das eine lange offene Zeit hat und ein Super-Kriechvermögen, sonst ist das Zeug auf dem halben Weg hart und die halbe Falz blank-oder rostig *grausel

Die Zinkchromatgrundierung für die Flächen ist übrigens schon in der ganz engen Auswahl!!

Hoffe, hier kann mir jemand den ULTIMATIVEN Falzrostkiller nennen...

Allzeit knitterfreien Flug wünscht

Andreas

am 27. Juni 2005 um 11:43

Hallo,

Falzrost: Hat hier schon jemand Erfahrung mit Phosphorsäure gemacht? Neue Karossen kommen vor dem Grundieren in ein Phosphorsäurebad zum Phosphatieren - schlecht kann das also nicht sein. Die Säure löst Rost auf und hinterlässt eine hauchdünne Eisenphosphatschicht. Danach wird die Karosse noch mit Wasser abgewaschen, danach geht's zur KTL.

Stefan

Themenstarteram 29. Juni 2005 um 22:13

hi zusammen,

hab grad ne email bekommen von der firma csp.

die beschäftigen sich mit rostschutz, auch dort kam die aussage, man solle eine phosphatierungslösung (zitat, ohne produkte zu nennen!) verwenden, dies sei der optimale rostschutz.

desweiteren sei eine galvanische verzinkung-dafür gibts kleine handverzinkungsgeräte- sinnvoll, da das zink auch das blech in seiner unmittelbaren nähe schützt.

denke, ich werd meiner ente die phosphatgrundierung gönnen, alles andere-und sei es noch so wirksam fällt aus anderen gründen-z.b. nich überlackierbar- raus

andreas

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