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Großer Preis von Deutschland / Hockenheim
Porträt
Die ursprüngliche Strecke in Hockenheim wurde 1932 als etwa zwölf Kilometer langer Dreieckskurs gegründet. Im Laufe der Jahre kam es immer wieder zu Modifikationen, vor allem durch den Bau der nahe gelegenen Autobahn. Der neue Hockenheimring wurde am 22. Mai 1966 eröffnet und war mit 6,789 Kilometern Länge durch den Hartwald eine absolute Hochgeschwindigkeitsstrecke mit viel Charakter, auch wenn Jim Clark auf einer der Geraden bei einem Formel-2-Rennen tödlich verunglückt ist.
Der erste Formel-1-Grand-Prix in Hockenheim wurde 1970 ausgetragen. Als der Nürburgring nach Niki Laudas Feuerunfall im Jahr 1976 aus Sicherheitsgründen aus dem Kalender gestrichen werden musste, sprang der AvD ab 1977 permanent als Ausrichter des Großen Preises von Deutschland ein - mit der Ausnahme von 1985, als einmalig auf dem neu eröffneten Grand-Prix-Kurs am Nürburgring gefahren wurde.
Im Jahr 2002 kam es dann noch einmal zu einem großen Umbau, weil die langen Geraden und die hohe Streckenlänge nicht mehr als zeitgemäß empfunden wurden - aus Sicherheits- wie auch aus kommerziellen Gründen. Die Zuschauerkapazität wurde von 83.000 auf 120.000 Plätze erhöht. In seiner neuen Variante zählt der von Hermann Tilke entworfene Hockenheimring zu den modernsten Rennstrecken der Welt.
Die Umbauten, die über 60 Millionen Euro gekostet haben, und das rückläufige Interesse der deutschen Motorsportfans führten jedoch dazu, dass sich der Hockenheimring eine jährliche Ausrichtung des Formel-1-Rennens nicht mehr leisten konnte. Also verständigte man sich mit dem ebenfalls in einer ähnlichen Situation befindlichen Nürburgring darauf, den Deutschland-Grand-Prix ab 2007 alternierend auszutragen.
2010 ist Hockenheim an der Reihe.
Asphalt-Qualität eben
Grip-Niveau mittel bis hoch
Reifenmischung Supersoft/Hard
Reifenverschleiß mittel bis hoch
Bremsenverschleiß mittel
Vollgasanteil 64 Prozent
Top-Speed Rennen 315 km/h
Längster Vollgasteil nicht bekannt
Benzinverbrauch mittel
Gangwechsel pro Runde nicht bekannt
Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn
Anzahl Linkskurven 7
Anzahl Rechtskurven 10
Streckendebüt 1970
Erster Sieger 1970: Jochen Rindt, Lotus
Erste Pole 1970: Jacky Ickx, Ferrari
Anzahl Grands Prix 31
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von tommygoebel
Und nochmal...der Fahrer kann nix dafür
Der Fahrer, der von der heutigen Manipulation profitiert hat, hat vor einigen Jahren das Folgende von sich gegeben (das war im Kontext von Manipulationsvorwürfen aus der Renault-Ecke in Richtung Ferrari):
"[...] Alonso hatte zuvor gesagt, dass er die Formel 1 "nicht mehr für einen Sport hält".[...]"
(Quelle: http://www.n-tv.de/sport/Alonso-beschimpft-Schumi-article334283.html)
Hätte der Opportunist Alonso Charakter, dann hätte er Massa im Zweikampf aus eigener Kraft überholt oder er hätte sich mit P2 zufrieden gegeben.
Alonso ist ein Topfahrer, aber er ist auch ein verlogenes Charakterschwein. Warum hältst du ihm die Stange?
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192 Antworten
Hi toenne
Ich hab die Spritsparanweisung von McL an Fahrer X wirklich nicht mehr im Kopf, wie gesagt, wenn ich falsch liege, dann streiche diese Bemerkung bitte aus dem Protokoll.
Und wegen Deinem Rock-Vergleich, ich scheisse auf political correctness, deswegen hier auch ohne Sternchen ... der Vergleich ist einfach nicht haltbar. Ich würde einen Vergewaltiger ohne zu zögern erschiessen, wäre ich in meiner Familie direkt davon betroffen, völlig egal, ob im Vorfeld jemand 24h nackt rumgelaufen wäre. Jemand, der in einer Motorsport-Diskussion jedoch über verweigerte, ausgeübte oder gar verlangte Stallregie spricht, sollte argumentativ schlicht nicht mit einem solchen Vergleich konfrontiert werden. Das ist wirklich mehr als knapp am Ziel vorbei geschossen ... that's all .... ;)
Und ja, ich gehe mit Dir einig, dass Massas Ingenieur, sichtlich betroffen von der Anweisung Domenicalis, selbst bereits ganz grosses Kino abgeliefert hat, indem er dermassen deutlich und mit Pausen unterlegt genau das verlangt hat, was dann Massa mit dem gebotenen Einsatz auch durchgezogen hat. Wie gesagt, wäre ich Massa gewesen, ich hätte Alonso erst direkt vor der Ziellinie durchgewunken, danach meinen Abschied bei Ferrari genommen und am Abend zufrieden in den Spiegel geschaut. Wenn ich mir jedoch Domenicalis Moccassins kurz anziehe stelle ich fest, dass ich in Italien einen Crash der beiden Piloten kaum schmerzfrei hätte verkaufen können und mir wohl die Bemerkung hätte gefallen lassen müssen, dass ich - ähnlich wie Horner - meine beiden Piloten absolut nicht im Griff habe.
Es gibt eben immer mehrere Paar Schuhe, in denen man erst einige Meter gehen sollte, bevor man die ganz grosse Keule auspackt und auf alles draufhaut, was nicht bei drei auf dem Baum ist.
Nein, Massa trägt ganz bestimmt keine Schuld für mich. Die FIA soll endlich ihre Hausaufgaben machen. Mehr kann man wohl nicht verlangen von der obersten "Sport"-Behörde.
Salut
Alfan
Nun, eigentlich ist es doch ganz einfach: Man muss ehrlich zu seinen eigenen Angestellten sein. Hier: Vor dem Rennen und/oder ganz allgemein Massa sagen dass Alonso die Nr.1 ist dem er Platz zu machen habe wenn er der schnellere ist. Garnieren kann man das mit einem speziellen Code der das Signal darstellt, z.B. 'Watch Fernando behind you, he's faster than you' - normal gesprochen :D eigentlich sehr unverfänglich, für Massa aber das Signal sich doch bitteschön in einer der nächsten Kurven im 'harten Fight' zu verbremsen. Alonso seinerseits muss dafür etwas aufrücken und ein paarmal wild hin- und herzucken, das wirkt so herrlich dramatisch. So eine Choreografie liesse sich einfach besprechen, Alonso weiss ja schon aus seiner Renault-Zeit wie das geht...
Man könnte dem Publikum also einen anscheinenden Zweikampf liefern und dennoch die Positionen risikolos so besetzen wie man es wünscht. Voraussetzung aber: Man schenkt den Fahrern reinen Wein ein und lässt nicht fälschlicherweise beide in dem Glauben sie wären gleichgestellt (liest Mr.Hormer eigentlich hier mit...?). Denn das war ja wohl der Knackpunkt, Felipe war offensichtlich der Meinung er dürfe gewinnen, wie ich mich dunkel erinnere bekam er ja zwischenzeitlich sogar einen entsprechenden Funkspruch mit dem (sinngemässen) Inhalt 'Konzentrier dich, dann gewinnst du das Ding'.
Erst so einen Spruch loszulassen und einige Zeit später dem Fahrer mitzuteilen er solle doch bitte seinen Teamkollegen vorbeilassen...im Ernst, da wird die Loyalität eines Fahres schon übermässig stark strapaziert.
Ich fand es richtig GUT dass er es so offensichtlich gemacht hat und seinem Team damit einen reingewürgt hat. Hey, wir reden hier nicht von einem Anfänger der nur Dank Papas Millionen ein wenig im Weg rumstehen darf sondern von einem Fahrer der mit einem lausigen Punkt Rückstand Vizeweltmeister mit eben diesem Team wurde!
Ach ja, was das 'Muss' einer Stallregie angeht: Rennställe wie Williams oder MCL zeigen dass es auch ohne geht. Man denke an 2007 wo nur Alonso von einer angeblichen Benachteiligung gegenüber Lewis sprach...klar, ihn nicht zu bevorteilen war in seinen Augen natürlich schon eine Benachteiligung...
Gruss
Toenne
Zitat:
Original geschrieben von opiman
Zitat:
Original geschrieben von Alfan
Stallregie ... :cool:
Also. Erstmal finde ich es extrem verwunderlich, dass wir im MT-F1-Forum auch nach Jahren immer noch die Stallregie herziehen. Es gibt sie nun mal, haben wir doch mittlerweile wirklich herausgefunden. Aber das ist vermutlich so ein Greenpeace-Reflex, wenn's um Atomkraftwerke geht.
Und es wäre alles so einfach. Man muss nur mit dem Schlagschrauber verkanten und schwupps, sind 2, 3 Sekunden weg. SO hätte man das machen können, machen müssen und niemand - auch hier nicht - hätte sich dermassen enerviert. Ein Schrauberfehler kann halt passieren (siehe Force India - Sutil, falscher Gummi links hinten).
Clever ... hätten dann wohl einige geschrieben ... abgewichst, ein paar andere. Und die letzten schliesslich hätten sich trotzdem darüber aufgeregt, weil es so oder so absolut offensichtlich war und jeder, der nur eine KLEINE Ahnung des Sports hat, es bereits nach dem Start voraussah, dort, als Vettel wieder mal alles falsch gemacht hat, was man eben bei so 'nem Startvorgang falsch machen kann. Verlässt doch der wie ein Gestörter die saubere Fahrspur, fährt mehr Meter mit schlechterer Traktion, nur um den Alonso zu blocken der schon auf gleicher Höhe ist und vergisst dabei den Massa. Oh Mann ...
Nun, wie auch immer. Da sitzen wir, die wissen, dass F1 eigentlich kein Sport ist (einfach nicht denen weitersagen, die an Weihnachten immer noch auf den roten Mann warten) also alle gespannt wie Flitzebogen vor dem TV und warten darauf, wie "elegant" Ferrari Alonso an Massa vorbeibringen wird, haben ja schliesslich 67 Runden Zeit. Ich als Massa-Fan habe mich trotzdem über das Startmanöver gefreut und vielleicht darf ja Felipe trotzdem gewinnen, Alonso könnte ja bspw. einen Fahrfehler machen und hinter Vettel fallen oder ähnliches ... na, schau'n mer mal ...
Dass Massa mit der Teamsicht der Dinge nicht einverstanden sein konnte, ist logisch. Wäre ich als Fahrer auch nicht. Niemals, zu keiner Zeit würde ich meinem schlimmsten Feind, dem Teammate, den Sieg schenken wollen. Wie stehe ich denn da, wenn der Kasper am Ende der WM in der Tabelle vor mir steht?! Aber ich als Teamchef, hätte den Schrauber mal 'nen Fehler machen lassen. DAS hat Ferrari verpennt. Und DAS ist Ferrari anzukreiden. Massa dachte sich natürlich, ok, ihr wollt mich hier verarschen, also verarsche ich Euch vor der gesamten Welt, hat nach der Kurve kurz angehalten und 'nen Parkschein gelöst und Alonso in einer Art und Weise vorgelassen, die ihn seinen kürzlich erst verlängerten Vertrag kosten könnte.
Die User hier müssen sich nur eine Frage gefallen lassen .... wäre es besser, toller, sportlicher ... wenn die Stallorder intelligent durchgeführt wird? Wird man "weniger" vorgeführt, wenn man es als Zuschauer "nicht mitbekommt"? Was ist denn das für 'ne Einstellung? Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss? Nochmals und allenfalls zum mitschreiben, dass es Stallorder GIBT und IMMER GEBEN WIRD, sollte mittlerweile dem letzten Idealisten aufgefallen sein. Es gibt demnach nur zwei Möglichkeiten, damit umzugehen. Akzeptieren oder der F1 den Rücken kehren. Alles andere endet in Magengeschwüren, Nierenkoliken, Kreislaufschwächen und/oder Herzrythmusstörungen. Ist Euch das die F1 wert? Mir wäre es das ganze nicht (mehr) wert. Aber ich rege mich auch nicht über "plumpe" Stallorder auf ... it's just part of the game ... die Katze lässt nun mal das Mausen nicht ... ;)
Salut
Alfan
PS. Dass die FIA versucht, mit weiteren Regeländerungen der Stallorder einen gröberen Riegel zu schieben, ist nur ein weiterer peinlicher Meilenstein in der unsäglichen Politik dieser Behörde. Als die FIA beschloss, die F1 auch als Konstrukteursmeisterschaft auszuschreiben, war's geschehen um den Fahrersport. Denn der Konstrukteurstitel bedeutet JEDEM Team mehr als der Name des Rennfahrers, der mit diesem Gefährt Weltmeister wird. Fahrer kommen und gehen, so what?
Nebenbemerkung: In der grössten Stallordermeisterschaft der Welt, der DTM, funktioniert das ganze doch herrlich .... die Fans finden's toll, die Serie zieht und das bei Regievorgaben, bei denen auch schon mal 5, 6 Autos und mehr involviert sind. ;)
Es ist nicht oft dass ich einer meinung mit dir bin aber hier stimme ich dir zu.
Seit ich gezwungener maßen formel1 bei rtl gucken muß, war lauda immer für die stallorder. Seit gestern stelle ich fest er ist gegen stallorder. oder vertue ich mich da?
Lauda denkt auch alle Fans hätten ein kurzes Gedächtnis. ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Clay_Regazzoni
Das Duo Lauda/Regazzoni führte in den folgenden Jahren die damals erfolglose „Scuderia“ zurück an die Spitze, in drei Jahren siegten Lauda zwölfmal und Regazzoni dreimal. Nach einer von ihm verursachten Kollision mit Niki Lauda beim Grossen Preis von England 1976 in Brands Hatch musste Regazzoni mit Ende des Jahres das Ferrari-Team verlassen.
http://www.youtube.com/watch?v=taIHHq-6cYQ
Für mich ist das eh so ne Nord-Süd Geschichte. Vielleicht 20% der Fans wollen echten Sport sehen, der Rest will den "Campione Nazinale" vorne sehen und argumentiert auch in diese Richtung.
Für Bernie ein gutes Geschäft.
Wer Schumis Rekorde (ausser Monaco) knacken will, muss zwingend in jedem Falle vom ersten Rennen an von seinem Team bevorzugt werden.
Diese Rekorde sind auf diese Weise zustande gekommen und es gibt kein anderes Mittel, als sich eben nur auf dieses eine Auto zu konzentrieren, wenn man diese toppen will.
Die Scumi-Fans (jetzt Vetti-Fans) wissen das, deswegen konnten sie sich bisher sicher sein, das seine Rekorde nie gebrochen werden und jetzt haben sie Angst (heulen, jammern in die Hose machen), das es eben doch passieren könnte.
Also gebt den Fahrern die gleichen Waffen die Schumi zur Verfügung standen, lasst den Sport richtig verkommen :D und lasst die Spiele beginnen.
Naja, es wird nicht nur in F1 beschiss - wer hat am WE der Indy Car rennen geschaut? Castroneves führt 3 Runde vor Schluss, bekommt eine Boxendurchfahrtstrafe aufgebrummt weil er angeblich blockiert hat. Wer diese Wiederholung anschaut, sieht dass die Stewards einfach kein Penske vorne sehen wollten. Leider geht es beim Motorsport um Geld. Viel Geld.....
schweinerei......
Ich verstehe dieses ganze Theater nicht.
Teamorder, Strategie oder wie auch immer man das nennen mag ist doch nicht neu.
Es war Unsinn, das über Regularien verbieten zu wollen. Es findet immer statt. So eine "Regel" führt nur zu Tricksereien, im Ergebnis ändert sie nichts. Und derartige Tricksereien sind m. E. dann die wirkliche Verar...ung des Publikums.
Ich fand es gut, daß Ferrari das so klar vorgeführt hat, wie blödsinnig diese Regel ist.
Teamorder oder besser Teamdenken muß in einem Teamsport erlaubt sein. Das würde vieles vereinfachen.
Ein Team wie Ferrari (und die anderen in vergleichbarer Situation sicherlich auch) wird immer erfolgsorientiert denken (müssen). Wir werden sowas auch noch bei den roten Bullen erleben ...
Gruß
Kai
Nur als kleines Beispiel, wie schwach die FIA Regularien formuliert sind.
Quelle: http://argent.fia.com/.../...20SPORTING%20REGULATIONS%2023-06-2010.pdf
Auszug
39) THE RACE
39.1 Team orders which interfere with a race result are prohibited.
Mehr habe ich auf die Schnelle nicht gefunden zum Thema Stallregie. Deswegen wohl bestreitet Ferrari offiziell auch gar nicht, dass Massa Alonso vorbeigelassen hat. Da in den Regularien ausschliesslich "Team orders", nicht jedoch Platzwechsel verboten sind, ist die Strafe, so lustig es jetzt auch tönen mag, ein absoluter Lacher. Jeder Freizeitjurist ohne Abschluss könnte mit besten Aussichten auf Erfolg gegen diese Strafe protestieren. Jetzt erscheint auch in einem anderen Licht, dass Ferrari im Sinne des Sports darauf verzichtet hat, gegen diese Strafe zu rekurrieren. Sollte die FIA später noch einige Dollars auftoppen wollen, können wir wohl sicher sein, dass Ferrari protestieren und am Schluss auch Recht bekommen wird.
Denn ... in Zeltweg hat das Team Rubens explizit aufgefordert, Schumi vorbeizulassen. In Hockenheim hat das Team Massa lediglich darüber informiert, dass Alonso schneller ist. Was die Fahrer dann tun, ist DEREN Sache und unterliegt diesbezüglich keiner expliziten FIA Regulation ...
Tönt alles lächerlich, ist es auch, aber wenn man es - wie die FIA einmal mehr beweist - einfach nicht gebacken kriegt, für klare Verhältnisse zu sorgen, braucht man für den Spott halt nicht mehr zusätzlich zu sorgen.
Salut
Alfan
PS. Sollte ich irgendwas übersehen haben, wäre ich natürlich um eine Korrektur dankbar ;).
Zitat:
Original geschrieben von Alfan
Nur als kleines Beispiel, wie schwach die FIA Regularien formuliert sind.
Quelle: http://argent.fia.com/.../...20SPORTING%20REGULATIONS%2023-06-2010.pdf
Auszug
39) THE RACE
39.1 Team orders which interfere with a race result are prohibited.
Mehr habe ich auf die Schnelle nicht gefunden zum Thema Stallregie.
Denn ... in Zeltweg hat das Team Rubens explizit aufgefordert, Schumi vorbeizulassen. In Hockenheim hat das Team Massa lediglich darüber informiert, dass Alonso schneller ist. Was die Fahrer dann tun, ist DEREN Sache und unterliegt diesbezüglich keiner expliziten FIA Regulation ...
Salut
Alfan
Also Du glaubst wohl dass es vorher nicht abgemacht worden war, dass wenn Ferrari sagt "Alonso ist schneller als Du", Massa gefälligst Platz machen soll? Dann glaubst Du wohl auch an der Osterhase, an der Weihnachtsmann und die kleine Fee die in meinem Garten leben soll.....
Erstens, wenn es kein Befehl war, warum sagt Smeldey "kannst Du bestätigen dass Du das verstanden hast" - wenn sie ihn außerplanmäßig an die Boxen holen will, kann ich mir denken dass sie um eine Bestätigung fragen aber nicht wenn man ihm lediglich informieren will, Alonso ist schneller.
Ausserdem, wenn Du wirklich denkst dass die Fahrer wirklich dann sofort beiseite fahren würden, wenn ihm jemandem sagt "so und so ist schneller als du" dann habe ich Neuigkeiten für Dich - das sind Rennfahrer und sie wollen gewinnen. Und wenn ich selbst entscheiden könnte, würde ich einfach denken - ist er schneller, soll er mich doch überholen......
... hier gibt's einen kleinen Rückblick zum Thema "Stallregie":
http://www.auto-motor-und-sport.de/.../...lregie-historie-1947668.html
Zitat: "Das Verbot der Stallregie bringt es mit sich, dass die Teams zum Tricksen, Täuschen und Lügen gezwungen sind."
Mein Reden .......
Was soll man also gegen weitere Arten dieser Tricksereien unternehmen?
Genau, WEG MIT DEM FUNK ZWISCHEN TEAM UND FAHRER denn der ist überhaupt nicht nötig.
Jetzt soll keiner damit kommen das die Team ja vor den schnelleren von hinten warnen müssen ect. denn das ist Bullshit, dafür gibt es Streckenposten mit Flaggen, LED-Lichtzeichenanlagen und "Rückspiegel".
Zurück zur guten alten Boxentafel.
Zitat:
Original geschrieben von wobbly
....
Also Du glaubst wohl dass es vorher nicht abgemacht worden war, dass wenn Ferrari sagt "Alonso ist schneller als Du", Massa gefälligst Platz machen soll? Dann glaubst Du wohl auch an der Osterhase, an der Weihnachtsmann und die kleine Fee die in meinem Garten leben soll.....
.....
Ausserdem, wenn Du wirklich denkst dass die Fahrer wirklich dann sofort beiseite fahren würden, wenn ihm jemandem sagt "so und so ist schneller als du" dann habe ich Neuigkeiten für Dich - das sind Rennfahrer und sie wollen gewinnen. ......
Hi wobbly
Bevor Du solche Sprüche raushaust, solltest Du Dir vielleicht von der kleinen Fee meinen Post nochmal so richtig erklären lassen ... ;)
SELBSTVERSTÄNDLICH hat Rob Smedley Massa verschlüsselt gesagt, dass er rechts - oder eben links ;) - ranfahren soll, soviel haben sogar die Primaten im Basler Zoo mitbekommen. Aber er hat es im rein juristischen Sinne eben NICHT EXPLIZIT gesagt (wie damals Jean in Zeltweg - und DAS hat die FIA verboten, laut Paragraph 39.1 und genau das kreide ich ihr ja heute an). Verstehst Du das, oder brauchst Du dazu drei, vier weitere Beispiele? Jeder weiss, dass Ferrari den Platztausch verlangt hat, jeder hat gesehen, dass Massa Folge geleistet hat. Aber wenn Du des Englischen mächtig bist und Absatz 39.1 verstehst, dann wirst Du sehen, dass es sich beim Funkspruch von Rob Smedley - rein juristisch gesehen - absolut nicht um eine Team Order gehandelt hat, sondern um einen schlichten Hinweis und eine darauf folgende Frage. Nochmals: In der Praxis jedoch wars logischerweise und auch für den Weihnachtsmann klar ersichtlich eine Teamorder. Deswegen auch die Bestrafung, die aber Ferrari - siehe die ellenlange Begründung - auch hätte anfechten können. ;)
Ist so, wie wenn der Goalie "LEO" ruft und der Verteidiger den Ball durchlässt.
Jetzt klarer?
Und genau deswegen muss sich die FIA eben hinterfragen. Weil eben allzuvieles in ihren Regularien reiner Gummi ist, Raum für Interpretationen zulässt. Wenn sie die Stallregie nachhaltig verbieten will, muss sie künftig sämtliche von der Box aus zu steuernden technischen Parameter während des laufenden Rennens verbieten (damit man nicht dem einen Fahrer bspw. ein fetteres Gemisch verabreichen kann oder einfach die Höchstdrehzahl runterschraubt bis Kollege B vorbei ist) sowie sämtliche Informationen, die zu einem teaminternen Platzabtausch führen können, komplett untersagen (Bsp. "Felipe, Dein Auto geht nicht so gut wie Du momentan das Gefühl hast, Alonso's Wagen jedoch läuft tadellos.") Der erfolgte Platzabtausch der Fahrer ist natürlich ebenfalls zu bestrafen. Wenn die Fahrer künftig bestraft werden, dann werden sie sich's vielleicht zweimal überlegen und im besten Falle sogar vertraglich absegnen lassen, dass sie niemals eine Teamorder akzeptieren werden. Und wenn das alle Fahrer machen, ist die Kuh vom Eis. Nur so geht's. Vordergründig. Aber ... wir wissen ja, nicht mal das Pentagon ist vor Hackern sicher, und es wird immer Fahrer geben, die sogar freiwillig - wenn auch gegen ein vernünftiges Handgeld - das eine oder andere mal rechts ran fahren ....
Übrigens, die erste nachweisbare Stallorder geschah 1997 in Jerez, die zweite 1998 in Melbourne, beide Male war David Coulthart davon betroffen, sprich McLaren.
Und für den Tipp mit den Neuigkeiten, was die Rennfahrer betrifft, bin ich Dir wirklich sehr sehr dankbar. Wenn ich das in meiner aktiven Zeit als Rennfahrer schon gewusst hätte, hätte ich bestimmt eine grosse Karriere vor mir gehabt.
Fazit: Bevor Du hier wortgewaltig und in Farbe den grossen Erklärer spielst, solltest Du Dich vergewissern, dass Du auch alles richtig verstanden hast, worauf Du Dich dann später eher wenig subtil beziehst. Sonst kommen die Pointen irgendwie nicht so richtig rüber.
Salut
Alfan
Mal wieder ein überspitztes Beispiel: Wenn Gangsterboss A zum Ganoven B aus seinem Clan sagt 'Der C muss sterben' und daraufhin ermordet Ganove B den C, dann wird sich A kaum damit aus der Affaire ziehen können er habe ja nicht explizit von B diese Tat verlangt. Jeder Richter würde darin eine Aufforderung - resultierend aus dem Abhängigkeitsverhältnis von B gegenüber A - sehen. ;)
Und gerade der Gummiparagraph "Team orders which interfere with a race result are prohibited" lässt der FIA genügend Spielraum, da steht ja eben nichts davon dass es sich nur dann um Teamorder handelt wenn diese unverschlüsselt über Funk erfolgt. Würde bereits vor dem Rennen ein Fahrer angewiesen seinem Teamkollegen Platz zu machen falls er im Rennen vor diesem liegen sollte dann würde selbst diese Anweisung de facto bereits gegen diesen Paragraphen verstossen (unbeachtet dessen dass es kaum nachweisbar wäre). Denn der Platztausch würde dann ja erst im Rennen stattfinden, die Teamorder also erst dann greifen und somit innerhalb des Rennens wirksam.
Es gibt nunmal auch sowas wie Indizienprozesse, und alle Indizien sprechen nunmal eindeutig gegen Ferrari - guter Anwalt hin oder her. Die FIA hat sich da alle Türen offengelassen, und die Teams haben mit ihrer Nennung und Unterschrift diesem Reglement zugestimmt.
Gruss
Toenne
Ich sehe es exakt so wie Alfan. Natürlich war es eine Stallorder, aber die war juristisch astrein.
Niemand wird Ferrari 100% nachweisen können, dass Massa explizit zum Platzmachen aufgefordert wurde. Man hat ihn lediglich informiert, dass Alonso schneller ist.
Ebenso war die Stallorder aus meiner Sicht sportlich astrein.
Zitat:
Original geschrieben von wobbly
Und wenn ich selbst entscheiden könnte, würde ich einfach denken - ist er schneller, soll er mich doch überholen......
Tja, aber was gemacht wird sagt nunmal der Chef. Massa will nämlich sicher nächstes Jahr auch noch Formel1 fahren. Er hat in diesem Fall nix zu sagen, und das weiß er auch selbst ganz genau, denn ich gehe davon aus, dass er den Inhalt seines Vertrags kennt.
Die Regularien sind Gummi-Paragraphen und das ist es was dem Sport schadet. Nicht die Ausführung einer Stallorder durch Ferrari.
Was wäre denn zum Beispiel wenn ein Team einen Fahrer aus taktischen Gründen auf einen schnellen Zwischen-Spurt schickt, aber der Fahrer dann plötzlich hinter seinem 2s langsameren Teamkollegen festhängt. Darf das Team ihn dann nicht vorbeilotsen?
Oder wenn Alonso schon nach dem Boxenstopp vor Massa rausgekommen wäre? Wär das dann auch eine Order gewesen, die den Rennverlauft beeinflusst hätte?
Zitat:
Original geschrieben von toenne
....
Es gibt nunmal auch sowas wie Indizienprozesse, und alle Indizien sprechen nunmal eindeutig gegen Ferrari - guter Anwalt hin oder her. Die FIA hat sich da alle Türen offengelassen, und die Teams haben mit ihrer Nennung und Unterschrift diesem Reglement zugestimmt.
Gruss
Toenne
Bin ja völlig bei Dir, werter Toenne ... ;) ... es spricht - völlig zu Recht - ALLES gegen Ferrari. Aber die vorgängige Absprache kann nun mal nicht bewiesen werden, der Hinweis/die Frage von Smedley taugt nicht im geringsten als 100%ig bewiesene und somit bestrafungswürdige Teamorder und so bleibt der armen FIA laut Reglement nur der erfolgte offensichtliche Platztausch und die daraus resultierende Verfälschung des Rennergebnisses. Dafür dann auch die verhängte Strafe von 100'000 Ocken.
Nur weil wir alle zu wissen glauben , dass OJ Simpson damals den Mord begangen hat, ist es nicht automatisch so, dass er die Strafe auch absitzen muss ... q.e.d. ... Justitia leidet nur allzuoft an einem Tennisarm ...
Und ja, die FIA hat sich da tatsächlich alle Türen offengelassen, nur wenn's mal Durchzug gibt, wie gerade jetzt wieder, haben sie so immer mal wieder Mühe, sämtliche Türen innert nützlicher Zeit zu schliessen ... und zurück bleiben allerorten verschnupfte Nasen ... ein Schelm, wer jetzt böses denkt ... :cool:
Salut
Alfan
Edith meint, das nächste Mal einfach den Schlagschrauber verkanten, 3 - 4 Sekunden lang den ausrastenden Hilflosen spielen, Rad dran und weg. Bei der anschliessenden Pressekonferenz kann sich dann das Team beim Fahrer für den entgangenen Sieg entschuldigen, der Fahrer wird den Mechaniker in Schutz nehmen und sagen, dass sowas im Motorsport eben passiert ... die Fans sind alle zufrieden und die FIA kauft sich 'ne Wagenladung Tempos ... 3-lagig, natürlich.
Hallo
Grundsätzlich ergibt sich diese Problematik doch erst aus der motorsportlichen Langeweile. Das nächste Rennen werde ich mir wohl nur bei schlechtem Wetter antun.
Mal ist der eine, dann der andere vorn, alles in allem herrscht aber gerade auf den vorderen Plätzen gähnende Langeweile, da werden sogar fast Überholmanöver bis zum Excess wiederholt.
Nehmen wir mal Motorradsport, da sind häufig noch gegen Rennende 10 oder mehr Fahrer nur wenige Sekunden auseinander, das kommt so ein Firlefans erst gar nicht auf, nachher gucken nämlich beide in die Röhre.
Zitat:
Original geschrieben von fiat5cento
Ich sehe es exakt so wie Alfan. Natürlich war es eine Stallorder, aber die war juristisch astrein.
Niemand wird Ferrari 100% nachweisen können, dass Massa explizit zum Platzmachen aufgefordert wurde. Man hat ihn lediglich informiert, dass Alonso schneller ist.
Ebenso war die Stallorder aus meiner Sicht sportlich astrein.
Zitat:
Original geschrieben von fiat5cento
Zitat:
Original geschrieben von wobbly
Und wenn ich selbst entscheiden könnte, würde ich einfach denken - ist er schneller, soll er mich doch überholen......
Tja, aber was gemacht wird sagt nunmal der Chef. Massa will nämlich sicher nächstes Jahr auch noch Formel1 fahren. Er hat in diesem Fall nix zu sagen, und das weiß er auch selbst ganz genau, denn ich gehe davon aus, dass er den Inhalt seines Vertrags kennt.
Die Regularien sind Gummi-Paragraphen und das ist es was dem Sport schadet. Nicht die Ausführung einer Stallorder durch Ferrari.
Was wäre denn zum Beispiel wenn ein Team einen Fahrer aus taktischen Gründen auf einen schnellen Zwischen-Spurt schickt, aber der Fahrer dann plötzlich hinter seinem 2s langsameren Teamkollegen festhängt. Darf das Team ihn dann nicht vorbeilotsen?
Oder wenn Alonso schon nach dem Boxenstopp vor Massa rausgekommen wäre? Wär das dann auch eine Order gewesen, die den Rennverlauft beeinflusst hätte?
Punkt 1: Wenn Ferrari - vor dem Rennen - mit Massa ausgehandelt hat, solltest Du ein Spruch "mmm, diese Gummibärchen sind lecker" hoeren, dann mach Platz fur Alonso, hat man ja wohl ein Team Order herausgegeben, wenn man dann sagt "mmm, diese Gummibärchen sind Lecker" und Massa Platz macht. Es steht nicht dass man diese Befehle nachweisen muss, Hauptsache der Team hat in das Rennergebnis eingegriffen.
Stell Dir mal vor, Smedley hätte irgendwas gesagt wie "Mixture G14" und Massa hätte Alonso 10 Runden später passieren lassen, keine hätte irgendwas nachweisen können. Aber dass Smedley so langsam, klar und deutlich sagte dass "fernando is quicker than you, please confirm you understand" und als es geschehen war sagte "Sorry" war es klar ein Team Order.
Und der Crux hast Du erwähnt mit "was der Chef sagt" - glaubst Du Massa einfach so einen Sieg Alonso verschenken möchte? Nein, er tut es weil es ihm befohlen wurde.
Zu den anderen Punkten: Alonso ist früher zum Reifenwechsel gekommen, hätte er Massa auf eigene Faust überholt, das war's. Aber er hat es nicht, sondern nur rumgemault. Er kann nicht mal seine eigene Teamkollege überholen ohne erstmals nach Mama zu rufen.....
Und auch wenn Massa 30 Sekunden pro Runde langsamer gefahren ist, ist es Sache der Fahrer, sein Teamkollege zu überholen. Wenn er es nicht schaffen kann, dann darf - laut Reglement - das Team nicht eingreifen. Alonso hat es alleine nicht geschafft, also schaltet sich das Team ein mit dem abgemachte Befehl. Schade um das Sport.