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Golf VII Facelift 2016

VW Golf 7 (AU/5G)
Themenstarteram 28. August 2015 um 16:37

Gerade in der Autozeitung und Autobild gelesen:

VW Golf VII Facelift kommt 2016 mit folgendem:

- neues Design der Front / Scheinwerfer

- LED Scheinwerfer

- Active Info Display aus dem Passat

- Integrierte Trapezblenden im Heck

- Neue 3- Zylinder 1.0 TSI mit 90 und 110 PS ersetzen 1.2 TSI

- Autonom fahren bis 60 kmh im Stau

Beste Antwort im Thema

So, wie versprochen nun mein Erfahrungsbericht zum Golf 7 GTD Facelift 7-Gang DSG :)

Wo fang ich an, eigentlich passt so gut wie alles. Was hatte das Auto?

184PS 7-Gang DSG, DCC, Fahrassistenzpaket, Business Premium Paket inkl. Discover Pro und weitere Kleinigkeiten.

Motor:

Der Motor sollte ja bekannt sein, hier hat sich nicht viel geändert außer dass der Außenaktuator entfällt. Von draußen klingt er nun wie jeder normale 2.0 TDI. Innen bleibt der Aktuator und sobald man in der FPA auf Sport, oder unter Induviduam den Motor-Sound auf Sport stellt, wird es etwas kerniger und klingt sportlich. Gefühlt etwas dezenter als vFL. Der Motor scheint jedoch besser vom Innenraum entkoppelt zu sein, oder es wurde etwas mehr gedämmt. Das Auto war innen jedenfalls hörbar leiser als mein vFL GTD, auch im Normalen Modus.

Hier noch ein Vergleich zum Motorsound auf Sport. Erst außen, dann innen: (folgt...)

DSG:

7 Gänge zählt man nun auf dem AID, zumindest sobald man über 100 km/h kommt. Denn darunter tut sich die Automatik schwer in den 7. zu schalten. Kein Wunder, hier liegen nur gute 1500 U/min an und ein Beschleunigen fällt sehr zäh aus, weshalb bei 100 km/h auch regelmäßig wieder in den 6. geschaltet wird. Fährt man 100-130 km/h mit Tempomat und es ist etwas hügelig, wird auch hier regelmäßig hoch und unter geschaltet.

Gang 1 ist nun extrem kurz übersetzt. Eigentlich würde es reichen im 2. Gang anzufahren. Dafür merkt man das schalten vom 1. in den 2. eigentlich gar nicht. Selbst die Drehzahl bleibt fast gleich. Siehe dazu folgendes Video:

https://www.youtube.com/watch?v=MZjoZZGIP8Q

Ansonsten schaltet das 7-Gang DSG wie jedes 6-Gang DSG auch. Wer viel Autobahn fährt, dürfte mit dem 7. Gang der sehr lange übersetzt ist Freude haben, wer ihn nicht hat wird ihn meiner Meinung nach jedoch auch nicht vermissen.

DCC:

Ich hatte nie privat DCC und es auch nie wirklich vermisst. Ich mag es gern komfortabel und hab daher in meinem vFL GTD auch hinten Bilstein B8 Komfort Dämpfer verbaut. Ich bin jedoch schon mehrfach vFL GTI's, GTD's und normale TDI gefahren mit DCC und fand es immer als Nice to have, aber braucht man nicht.

Entweder wurde hier auch etwas verfeinert, oder ich war all die Jahre Gefühlsblind, jedenfalls merkt man das DCC erstklassige Arbeit leisten. Comfort schluckt wirklich alles weg, aber selbst auf der Autobahn bleibt das Auto stabil da DCC nachregelt wenn es sein muss. Sport ist knackig und m.M.n. wirklich hart. DCC hat mich das erste Mal wirklich überzeugt und ich habe es in meine vorläufige Bestellung eingepflegt.

AID:

Ich war sehr skeptisch und fand schon immer analoge Rundinstrumente sehr schön und wichtig. Das AID hat mich eines Besseren belehrt. Wenn es aus ist sieht es in der Tat gewöhnungsbedürftig aus, irgendwie ungewohnt eben. Sobald es an ist und mit Farbe und top Bildqualität glänzt, ist man eigentlich schon überzeugt. Meine Sorge war, dass es bei Nacht blendet bzw. man bei Sonne nicht richtig ablesen kann. Weit gefehlt, Nachts liest man es perfekt ab, aber sind die Augen auf der Straße kann man nicht ausmachen dass hier ein Volldisplay verbaut ist. Die Blendwirkung ist mit den analogen Instrumenten absolut gleichzusetzen. Lediglich der Schwarzwert dürfte etwas besser sein, hier hätte man sich ein OLED Display wünschen können. Aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau.

Weiterhin finde ich es ungewohnt dass im GTD/GTI die km/h Sprünge größer ausfallen. So gibt es statt 100,120,140,160,180,200 usw. nur noch 100,140,180,220 usw. obwohl dazwischen Platz für kleinere Zwischenziffern wäre. Das sehe nicht nur besser aus, sondern würde auch mehr das alt Bekannte widerspiegeln. Nach einigen Stunden klappt jedoch auch so das Ablesen der Analoganzeigen. Zur Not wird jederzeit die Geschwindigkeit digital eingeblendet.

Die Kartennavigation im AID und zeitgleich auf dem Discover Pro ist erstklassig. Im AID hat man einen sehr nahen Zoomradius und sieht alles in der Nähe, auf der Discover Pro hat man etwas mehr Weitsicht. Beides liest man erstklassig ab. Einziger Kritikpunkt wie bei jedem VW Navi: es fehlt eine Kilometeranzeige wann die nächste Aktion statt findet. Ich fahre gerne ohne Navistimme und bin es von Garmin gewohnt, dass man sieht wann man abfahren möchte. Also z.B. erst in 100km. Dann weiß man schon, dass man sich erst mal rein auf die Straße konzentrieren kann. Bei VW fehlt diese Info und man muss entweder regelmäßig auf's Navi schauen, oder eben die Stimme aktivieren. Beides für mich ein verschmerzbarer Kompromiss, aber Platz wäre auch hierfür mehr als ausreichend da.

Mein Tip: AID bestellen, es lohnt sich.

Discover Pro:

Was muss man hier groß sagen? Groß ist das richtige Wort. Das Display ist erstklassig und stellt jedes Benz oder BMW Display in der Mittelklasse in den Schatten. Die Auflösung ist gestochen scharf, die Helligkeit sehr gut und die Blickwinkelstabilität ebenfalls erster Güte. Ein Lautstärkeknopf fehlte mir überraschenderweise kein einziges Mal. Dennoch gibt es hier Kritik: die Wischfunktion funktionierte bei mir einwandfrei, doch damit werben sollte man nicht. Es gibt einfach zu wenig Vorteile dafür. Würde man wenigstens so lauter und leiser machen können, würde ich sagen ja. Aber so kann man es auch deaktivieren falls es stört. Weiterhin ist das Ausschalten des Radios nervig, da man den Ein/Aus Knopf mehrere Sekunden (3-5) gedrückt halten muss. Ich schalte mein Radio immer aus wenn ich das Auto verlasse, da ich es morgens gerne Still und dunkel habe. Hier werde ich noch eine Lösung für mich finden müssen. Als nächstes (was klar war) Fingerabdrücke: trotz sehr gründlich gewaschener Hände ist das Display sehr schnell voll mit Fingerabdrücken. Bei normalem Licht fallen sie nicht sehr auf, doch wehe die Sonne steht schlecht, oder es ist generell etwas heller im Auto und der Blickwinkel ist schräg. Hier ist ein Displaytuch in der Sitzschublade Pflicht, bzw. sollte von VW zur Serie gemacht werden. Denn auch die Klavierlackblenden sind keine Freunde von häufiger Berührung.

Ansonsten ist das Discover Pro sehr schnell und hat nicht ein mal gehangen oder länger gebraucht als man es erwarten würde. Die Animationen sind alle sehr flüssig und direkt.

ALS:

"Ausgezeichnetes Licht Scheinwerfer" - so könnte man ALS abkürzen. Dabei ist es leider Aufpreis pflichtig und heißt Active Lightning System. Das Wort Active stimmt hier absolut. Denn nicht nur das Lichtspiel beim Motorstart lässt viel erwarten, auch während der Fahrt brennen die Scheinwerfer ein Feuerwerk ab sobald man die automatische Fernlichtschaltung aktiviert. Doch zuerst zum Abblendlicht. Dieses setzt sich zusammen aus zwei Vorfeldbeleuchtungs Scheinwerfern die im inneren der Leuchteinheit sitzen. Diese sind starr und leuchten den Bereich links und rechts der Fahrbahn, sowie bis zu 10m vor dem Fahrzeug sehr homogen und hell aus. Dazu gesellen sich zwei Fahrlicht/Fernlicht und Kurvenlicht Linsenscheinwerfer (die im Übrigen Glasklar waren ;)) die für die Dynamik im Licht zuständig sind. Hier schwenken die Linsen wie man es kennt hoch und runter, bzw. links und rechts. Weiterhin besitzen sie Shutter für Fernlicht und zum Maskieren von anderen Verkehrsteilnehmern. Zusammen hat man nun und nur bei ALS also 4 Scheinwerfer.

Aktiviert man nun das automatische Fernlicht, fahren die Shutter langsam hoch. Es zeigt sich ein Halbkreis nach oben hin und es wird Tag hell. Sobald sich nun Verkehr vor einem befindet, wird dieser ausgeblendet und die Scheinwerfer fahren etwas nach außen Richtung Fahrbahnrand. Befindet sich viel Verkehr vor einem und Gegenverkehr, wird nur der rechte Scheinwerfer hoch gefahren, nach rechts gedreht und maskiert. So hat man auch bei hohem Verkehrsaufkommen einen top ausgeleuchteten Fahrbahnrand und sieht Schilder in weiter Entfernung. Durch die Vorfeldbeleuchtung geht auch hier kein Licht auf der Straße verloren.

Generell ist das Licht das Beste was man derzeit wählen kann. Es ist Eis-weiß und hat keinerlei Farbstich egal in welche Richtung. Interessant ist dass auch bei Nässe kaum Lichtverlust stattfindet. Ich habe inzwischen überlegt, ob bei aktiviertem Wischer die Scheinwerfer eventuell mehr Licht auf die Straße bringen, ihre Leistung also erhöhen. Für mich wäre das eine logische Erklärung, denn bei kühlem Xenonlicht geht mehr an Sicht verloren. Die Ausleuchtung ist zudem sehr gleichmäßig und weißt keine Flecken auf. Man freut sich auf jede Nachtfahrt und kann es kaum dunkel genug haben um das Licht zu genießen.

Mein Tip: ALS mit bestellen! Ich könnte mir vorstellen, dass durch das Fehlen der Vorfeldbeleuchtung nicht die gleiche Helligkeit erzielt werden kann. Weiterhin sind die dynamischen Lichtfunktionen wirklich klasse gelöst.

Gesamteindruck:

Mir fällt sicher noch nach und nach was ein. Generell gab es aber für mich sehr viel Neues und tolles zu testen, sodass die zwei Tage gar nicht gereicht hätten. Die Wertigkeit ist gewohnt hoch, die neuen Rückleuchten sind ein Schmaus für die Augen. Dabei meine ich noch nicht mal wenn die Blinker wunderschön animiert ihre Bahnen ziehen. Selbst wenn sie aus sind, wirken sie einfach nur toll. AID, ALS und DP bilden Pakete die man nicht missen möchte. Beim Radio kann man sicher auch zum Discover Media greifen, das konnte ich bisher noch nicht testen.

Ich habe nun ein handfestes Angebot für einen GTI vor mir liegen und denke dass ich zuschlage. VW hat mit dem Facelift vieles verbessert und Neuerungen gebracht die ihre berechtigten Preise im Konfigurator haben. Lediglich beim AID hätte man m.M.n. entweder ein OLED Display verbauen, oder 200 Euro weniger Aufpreis aufrufen können.

Anbei nun noch zwei POV Videos. Einmal bei Tag und einmal bei Nacht. Ich habe keinen besseren Befestigungspunkt als das Panoramadach gefunden, daher ist der Blickwinkel etwas hoch, aber ich denke besser als am Kopf montiert. Falls es noch Fragen gibt, versuche ich alles so gut es geht zu beantworten.

POV Tag: https://www.youtube.com/watch?v=9JOobstEPjA

POV Nacht: https://www.youtube.com/watch?v=8znWgvfuK0k

+1
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Habs gestern auch das erste mal gehabt, da ist vorher ein eisiger Regen runtergekommen und mit dem Schnee ist der Sensor dann irgendwann zu gewesen. Was mich viel mehr irritiert hat auf den ersten Blick war die Symbolik mit den gelb eingefärbten Reifen - dachte erst es ist was mit dem Luftdruck.

Was ich mir aber als möglichen Vorteil vorstellen kann ist, dass der ACC-Sensor dank seiner exponierteren Position besser arbeitet als beim vFL. Würde das mögliche höhere Tempo (bis 210 km/h) erklären

Nein das ist ein anderer Sensor, der weiter schauen kann.

Ich hatte den ACC/Front-Assist-Sensor-Ausfall am Sa. ebenfalls das erste mal bei auch nur leichtem Schneefall.

Ich konnte nicht anhalten und nachsehen ob der Sensor zu ist, später wars dann wieder weg.

Ich denke aber dass nichtmal der Sensor zu sein muss sondern der bei Schnee evtl. nicht mehr 200 m weit durch die Flocken schauen kann?

Auch ein interessanter Ansatz.

Der etwas hinkt, das müsste dann bei Regen auch so sein, wenigstens bei Starkregen.

Radarstrahlen werden von Wasser reflektiert, siehe Wetterradar, nur denke ich kommts da vermutlich auf den Frequenzbereich an und der wird beim ACC-Sensor vermutlich anders sein als bei Wetterradaren.

Ok, wikipedia sagt dass es alle mgl. Frequenzbereiche bei Wetterradaren gibt.

Moderne ACC-Sensoren arbeiten bei 76 Ghz. Es kommt natürlich auch auf die Leistung an, die ist im Auto natürlich sehr gering.

Lidar wird ja im Golf noch nicht verwendet soweit ich weiß, das sei noch wetteranfälliger.

Fakt ist, im FL gibt es ständig Ausfälle auch nur bei leichtem Schneefall und wenig Schnee „auf der Nase“. Im VFL meiner Frau noch NIE das Problem gehabt. Insofern ist es zwar chic ohne das Loch unterhalb des Kennzeichens, aber im Winter eher nix. Ist übrigens bei Passat und Co ebenso.

Am meisten nervt gar nicht der Ausfall sondern die hellgelb leuchtenden Symbole bis die Nase wieder frei ist.

 

Für mich wirklich nervig in einer etwas schneereicheren Region.

Mir geht es wie vielen anderen hier auch... Seit der Schnee bei uns eingesetzt hat, hatte ich mehrmals die Fehlermeldung zum Ausfall des Systems. Man muss es ja nicht mal nutzen, was ich bei Schnee oder Regen so oder so mit Vorsicht genieße,... die Fehlermeldung erscheint ja trotzdem.

Noch ein weiterer Punkt, der für eine wesentlich höhere Empfindlichkeit des Sensors spricht, oder für eine untaugliche Position/Auslegung hinter dem VW Logo, ist, dass mein Fahrzeug im Sommer bei aktiviertem ACC (ca. 170km/h) auf völlig freier Autobahn plötzlich "den Anker warf"! Nachdem ich diese Aktion und den halben Herzinfarkt überlebt hatte :-D habe ich dann mal auf dem nächsten Parkplatz angehalten und mir den Sensor angeschaut. Dort klebten, wie vermutet, einige tote Fliegen und eine Biene/Wespe. Sollte zB die Biene/Wespe dazu geführt haben, dass mein Auto mit aller Kraft zum stehen kommen wollte, liegt hier schon in irgendeiner Form ein Rückschritt zum vFl vor, was natürlich auch nicht ganz ungefährlich ist (nachfolgender Verkehr etc...)!

Ich habe bei meinem vFl-Golf noch den Sensor in der Stoßstange gehabt, auch diverse Male enorme "Fliegenfriedhöfe" darauf, aber nicht einmal solche "Systemausfälle" wie bereits jetzt nach 4 Monaten mit dem neuen System!

Will mich damit gar nicht beschweren, ist lediglich eine Feststellung und ein Beitrag zur Problematik beim FL-ACC-Sensor ;-)

Zitat:

@R1 OPC Owner schrieb am 19. Dezember 2017 um 10:52:45 Uhr:

Fakt ist, im FL gibt es ständig Ausfälle auch nur bei leichtem Schneefall und wenig Schnee „auf der Nase“. Im VFL meiner Frau noch NIE das Problem gehabt. Insofern ist es zwar chic ohne das Loch unterhalb des Kennzeichens, aber im Winter eher nix. Ist übrigens bei Passat und Co ebenso.

Am meisten nervt gar nicht der Ausfall sondern die hellgelb leuchtenden Symbole bis die Nase wieder frei ist.

Für mich wirklich nervig in einer etwas schneereicheren Region.

VW hat das sicher nicht bei Schneefall getestet. Nach 4 Winter hatte ich bei meinem Golf Bj. 2013 noch keinen einzigen Ausfall.

Beim Tiguan gab es ähnliche Probleme und die Sensoren wurden getauscht. Vielleicht passiert dies beim Golf aufgrund von Beschwerden auch.

Kann ich nicht bestätigen. Ich hatte sowohl bei meinen beiden vFL Ausfälle als auch beim FL...

Subjektiv ist mir bei der Häufigkeit kein Unterrschied zwischen den beiden Typen aufgefallen.

Das mit dem ACC-Ausfall bei Schneefall hatte ich erst einmal bei massivem Schneetreiben.

Die zeitweisen Ausfälle (<2min) traten vor allem bei sehr dicken Flocken auf oder wenn bei dichtem Schneefall die Flocken nicht geradlinig fallen, sondern anfangen zu tanzen.

Der Aufbau der unterschiedlich dicken Eisschicht auf dem VW Emblem hatte keine Auswirkungen.

 

Das einzige was mir noch einfällt, ist dass ich das Emblem ebenfalls gewachst habe. Womöglich hilft das ein wenig.

Zitat:

@AXR 763 schrieb am 16. Dezember 2017 um 22:42:47 Uhr:

Zitat:

@thna schrieb am 16. Dezember 2017 um 20:40:06 Uhr:

[...]GolfIV[...] Frei nach Pittiplatsch: Ach du meine Nase ... :D Bin mit dem Golf IV eingestiegen in die Golf-Klasse. War ok, allerdings weit entfernt von sehr gut. Die bei mir folgenden Golfs waren deutlich besser! In jeder Hinsicht! Unter Laborbedingungen könnte man für ältere Modelle vielleicht einen theoretischen Vorteil konstruieren. Nicht jedoch in der alltäglichen Anwendung.

Meine Aussage kann jeder nachvollziehen, der an beiden Modellen mal geschraubt hat. Fehlender Rost und Steinschlagschutz, da der Unteboden ja so schön grundiert ist. Die Verkleidungen im Innenraum sind alle samt dünner geworden. Der Golf 7 ist definitiv komfortabler, aber keines Falls qualitativer verarbeitet. Vom drin sitzen und fahren merkt man vieles nicht, das wäre auch noch schöner. In jeder Hinsicht können die neuen Gölfe nicht besser sein, da braucht man kein Labor. Man sieht es wenn man drunter schaut. Die Nachhaltikeit ist definitiv gesunken. Und sparsamer sind die neuen Diesel bei meinem Fahrprofil auch nicht. Also hat diese 20 Jahre alte Konstruktion mehrere Vorteile im Alltag.

Von der Ausstattung her, steht er natürlich weit hinter dem 7er.

Die neuen Spargölfe sind für mich Blender, obwohl der Standart wahnsinnig gestiegen ist.

Es fehlt einfach die Langlebigkeit. Ich glaube nicht, dass ich meinen nächsten Golf wieder 15 - 20 Jahre fahre.

Ich war länger nicht hier online, muss aber dennoch etwas nachträglich hier noch ein verbales "Danke" hinterlassen.

Klar ist jeder Golf "besser" geworden, wenn man die Qualität anhand der verbauten Elektronik und des optischen Bling-Bling bemisst. Wenn man ein Auto least und nach 3 Jahren wieder zurück gibt, dann reicht das ja auch.

Für mich, und da bin ich dann, auch ohne selbst am Auto zu schrauben, voll bei AXR 763, ist Qualität das was unsichtbar hinter der Fassade steckt. Nächste Woche wird es 14 Jahre, dass ich meinen Variant im Werk in WOB abgeholt habe und es stehen inzwischen 442.000 km auf der Uhr. Im Herbst war ich mit Bekannten unterwegs (die selbst Mercedes fahren) und absolut fasziniert waren, dass es nirgends klappert. Rost? Naja, die von VW hineinkonstruierten Probleme mit den Kotflügeln beim Diesel und der Variant-Heckklappe, aber die wurden - auch nach 8 bzw. 9 Jahren - noch mit 70 bzw. 50 % Kulanz von VW getauscht, das sollte gelöst sein. Aber sonst? Ich falle - nur als Beispiel - immer um, wenn ich hier Bilder von hinteren 7er-Bremsen sehe, wenn sie angeblich zu wenig benutzt werden - meine halten 180.000 km problemlos bis zur Verschleißgrenze, und ich fahre so weit es möglich ist wirklich bremsenschonend ...

Beim letzten TÜV-Termin im letzten Januar meinte der Prüfer, dass das Auto für das Alter und die Kilometer ziemlich gut dastehen würde. Und da es immer noch annähernd problemlos läuft mache ich mir auch keine Gedanken, dass sich das in absehbarer Zeit ändern könnte.

Andererseits ist für mich auch klar, warum hinter der Fassade gespart werden muss: es wird immer mehr Elektronik verbaut (angeblich verlangen die Kunden das) die von etwas bezahlt werden will. Das Nachfolgemodell soll aber bei der Einführung nicht gleich erheblich teurer werden als der Vorgänger. Ergo muss günstiger produziert werden - und da bleiben halt nur die Produktionsprozesse, die an einem bestimmten Punkt ausgereizt sind, und die Ecken die der Kunde nicht sieht.

Ich will den aktuellen Golf keinesfalls schlecht reden. Wenn ich heute ein neues Auto bräuchte, dann würde ich wieder einen kaufen und ich wüsste auch wie er aussehen würde (eine aktuelle Konfiguration habe ich schon seit einiger Zeit fast immer abgespeichert), aber meine Bauchschmerzen über die Langlebigkeit werden mit jeder Generation größer.

Der neue Golf hat eben einen höheren Standard, was für viele schon bessere Qualität bedeutet. Dann noch ein bisschen mehr Dämmung rein, und der neue Motor ist ja viel besser.

Das ist eine Mogelpackung, die den Kunden zufrieden macht. Also sind alle glücklich. Man muss eben auch die Leute verstehen, die alle 2 Jahre ein Auto kaufen, aber eigentlich nicht bräuchten. Jeder eben so, wie er möchte.

So langlebig, wie ein Golf 4 wird keiner der neuen Gölfe mehr sein. Zumindest nicht ohne reichlich zu investieren. Schon allein, wegen der Elektronik.

Das Problem mit dem ACC-Sensor ist bei mir auch aufgetreten. Fakt ist einfach, dass der Sensor beim vFl, im Gegensatz zu dem im Facelift, BEHEIZT war. Das erklärt einiges, finde ich.

Zitat:

@ich-basti schrieb am 27. Dezember 2017 um 20:33:08 Uhr:

Das Problem mit dem ACC-Sensor ist bei mir auch aufgetreten. Fakt ist einfach, dass der Sensor beim vFl, im Gegensatz zu dem im Facelift, BEHEIZT war. Das erklärt einiges, finde ich.

Was für eine Antwort hat VW darauf?

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