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GM-Chef Forster kritisiert Politik und Ölkonzerne!!

Themenstarteram 5. Januar 2008 um 19:37

GM-Europachef Carl-Peter Forster platzt der Kragen: In der "Bild"-Zeitung kritisierte er vehement die Politik wegen des Ausbleibens klarer Rahmenbedingungen für das Autofahren. Zugleich forderte Forster von der Mineralölindustrie ein "Ende des Spritpreis-Chaos."

 

Hamburg. Angesichts des unerwartet starken Absatzeinbruchs auf dem deutschen Auto-Markt hat der Europa-Präsident des US-Herstellers General Motors, Carl-Peter Forster, vor gravierenden Folgen für die deutsche Vorzeige-Industrie gewarnt.

Der Top-Manager machte in der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe) in erster Linie die immens gestiegenen Kosten für das Autofahren sowie unklare politische Rahmenbedingungen für die Absatzkrise verantwortlich. "Die Autobranche wird von der Leit- zur Leid-Industrie. Wird der Trend nicht gestoppt, sind Tausende Jobs bedroht", warnte Forster.

 

Forster fordert Senkung der Kraftstoff-Steuern

 

Forster forderte die politisch Verantwortlichen auf, "sofort einzugreifen und zumindest die Kraftstoff-Steuern zu senken." Die Politik trage erheblich zu einer gefährlichen Verunsicherung der Verbraucher bei, argumentierte er. "Dauernd wiederkehrende Debatten um Tempolimits, Pkw-Maut oder Fahrverbote lähmen Kauflust, vertreiben Kunden." Der Auto-Manager mahnte zur Eile bei der konkreten Ausgestaltung der künftigen Steuerbelastung der Autofahrer: "Wir brauchen dringend Klarheit, wie viel Kfz-Steuer auf CO2-Basis fällig wird. Jeder Tag Warten bremst Umsatz, verbrennt Geld."

Zugleich griff Forster auch die Mineralölunternehmen für ihre zuletzt unklare Preispolitik an: "Sie müssen das Spritpreis-Chaos beenden. Ständig neue Abstände zwischen Superbenzin und Diesel irritieren genauso wie die Unklarheit, wie lange es noch Normalbenzin geben wird. Das trägt unnötig zu Frust und Kaufzurückhaltung bei und muss abgestellt werden." (dpa/mik)

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16 Antworten

Ein Eingeständnis nichts in die richtige Richtung entwickelt zu haben? Wie hoch ist nochmal der durchchnittliche CO2 Ausstoss der GM Palette?

Welcher Wagen ist denn noch für Normal-Benzin ausgelegt? Welche Märkte in Europa bieten/boten niedrigere Oktanzahlen als 95 an?

Aber ich muss den Schwankungen (Delta) Diesel zu Benzinkraftstoffen zustimmen. Da ist keine Logik dahinter.

am 5. Januar 2008 um 20:47

Zitat:

Original geschrieben von 93tid

 

Welcher Wagen ist denn noch für Normal-Benzin ausgelegt? Welche Märkte in Europa bieten/boten niedrigere Oktanzahlen als 95 an?

Aber ich muss den Schwankungen (Delta) Diesel zu Benzinkraftstoffen zustimmen. Da ist keine Logik dahinter.

Ich glaube da muss man lange suchen um einen Neuwagen zu finden der fuer 91 Oktan zugelassen ist. Wo findet man grossartig noch Normalbenzin in Europa also hier in Schweden nicht. Schlimmer finde ich eher das in Deutschland mehr und mehr 98 Oktan verschwindet und dafuer das billigere :)

100 Oktan Superbenzin angeboten wird. Ich glaube das ein neuer Golf 1.4 FSI (oder wie die Kiste auch heisst 98 Okt. benötigt)

Tja und da hier in Schweden der Diesel fast den selben Preis wie Benzin hat, entfallen hier die Debatten um Plaketten da hier der Anteil an

Dieselmotoren auch nicht so hoch ist.

mfg.

sa-ko

Danke sa-ko.

Das sind vorgeschobene Gründe oder Lobbyarbeit in der Öffentlichkeit.

Die Forderung nach einer Senkung der Mineralölsteuer ist schon eine tolle Idee von Forster!:D:D:D

 

Wie lange würden die Ölkonzerne wohl brauchen um die Preise wieder auf das derzeitige Niveau anzupassen?

 

Die Wirkung einer Steuersenkung, egal in welcher Höhe, wäre in kürzester Zeit verpufft und würde nur der Profitmaximierung  von Shell, BP und Konsorten dienen.

Obwohl diese Idee durchaus ihren Charme hat wird sie in der Praxis wohl kaum funktionieren.:mad:

 

Wenn sich die deutsche Politik allerdings endlich auf verbindliche CO2 Grenzwerte festlegen würde, statt zu versuchen an den Brüsseler Plänen durch verstärkte Lobbyarbeit noch etwas zu verändern, hätten sowohl Autoproduzenten wie auch Käufer wieder Orientierungsmöglichkeiten und Planungsicherheit.

 

Dann würde sich auch das Geschäft mit den Privatkunden wieder erholen!

 

 

Eine deutliche CO2 Senkung heisst gleichzeitig massive Verbrauchssenkung. D.h. es wird weniger Kraftstoff konsumiert => ergo weniger an den Rohölmärkten abgenommen. Da ist das Prinzip von Angebot und Nachfrage und damit wird normalerweise der Markt reguliert. Wenn wir um Reduktionen im Bereich 20-30% diskutieren, dann helfen die Absprachen der Ölförderer auch nicht viel (Kartellamt).

Hier wird auf hohem Niveau gejammert. Es ist schon übel wenn man von Nr 1 (im Markenverbund GM) gegenüber Toyota als alleiniger Brand auf Platz 2 abrutscht.

Ich finde Herr Forster hätte momentan andere Hausaufgaben zu machen anstatt über andere herzuziehen, aber egal, so kommt man auch in die Schlagzeilen...

Zu Toyota Nr 1 und GM Nr 2: Toyota hat sich selber zur Nr 1 ernannt und hat als Richtwert die produzierten Fahrzeuge genommen, allerdings ohne die Frage nach Überkapazitäten etc. zu beantworten. GM versucht bekanntlicherweise krampfhaft jene Überkapazitäten abzubauen, deswegen dürfte die Reaktion aus dem Hause GM auf diese Kampfansagen noch ausstehend sein... Und Toyota hat in der eigenen Rechnung Toyota und Lexus drin, also beide Marken des Konzerns und nicht nur Toyota alleine...

Schlussendlich ist es aber eigentlich auch wurst wer an 1ter und wer an 2ter Stelle steht, der Konzern der besser arbeitet erreicht Nr 1 und hat es verdient und das ist im Moment ohne jeglichen Zweifel der Toyota-Konzern...

am 6. Januar 2008 um 15:34

Ich finde auch das es Zeit wird, dass unsere Politiker klar Stellung beziehen. Man bekommt ja langsam Schwindelgefühle wenn man an der Zapfsäule steht oder über ein neues Auto nachdenkt.

Zitat:

Original geschrieben von 313

Die Forderung nach einer Senkung der Mineralölsteuer ist schon eine tolle Idee von Forster!:D:D:D

 

Wie lange würden die Ölkonzerne wohl brauchen um die Preise wieder auf das derzeitige Niveau anzupassen?

 

Die Wirkung einer Steuersenkung, egal in welcher Höhe, wäre in kürzester Zeit verpufft und würde nur der Profitmaximierung von Shell, BP und Konsorten dienen.

Obwohl diese Idee durchaus ihren Charme hat wird sie in der Praxis wohl kaum funktionieren.:mad:

Bei allem Pessimismus, das glaube ich dann noch nicht.

Spätestens wenn die erste Tankstelle in die Luft fliegt sind die Preise wieder unten :D

Zitat:

Original geschrieben von sa-ko

Ich glaube da muss man lange suchen um einen Neuwagen zu finden der fuer 91 Oktan zugelassen ist.

Ist es nicht schonmal so, dass jeder Saab theoretisch mit 91 Oktan betankt werden kann?

MfG

am 6. Januar 2008 um 20:46

Zitat:

Original geschrieben von WienerSchnitzl

Zitat:

Original geschrieben von 313

Die Forderung nach einer Senkung der Mineralölsteuer ist schon eine tolle Idee von Forster!:D:D:D

 

Wie lange würden die Ölkonzerne wohl brauchen um die Preise wieder auf das derzeitige Niveau anzupassen?

 

Die Wirkung einer Steuersenkung, egal in welcher Höhe, wäre in kürzester Zeit verpufft und würde nur der Profitmaximierung von Shell, BP und Konsorten dienen.

Obwohl diese Idee durchaus ihren Charme hat wird sie in der Praxis wohl kaum funktionieren.:mad:

Bei allem Pessimismus, das glaube ich dann noch nicht.

Spätestens wenn die erste Tankstelle in die Luft fliegt sind die Preise wieder unten :D

Zitat:

Original geschrieben von WienerSchnitzl

Zitat:

Original geschrieben von sa-ko

Ich glaube da muss man lange suchen um einen Neuwagen zu finden der fuer 91 Oktan zugelassen ist.

Ist es nicht schonmal so, dass jeder Saab theoretisch mit 91 Oktan betankt werden kann?

MfG

Moin,

ja, bis auf die ganz alten und die Diesel:-)

Natürlich ist die Entwicklung des Spritpreises unglaublich und für viele sicher eine große zusätzliche Belastung. Auf der anderen Seite werden wir von der schwarzen Suppe nicht weg kommen, wenn immer alles beim alten bleibt. Es wird höchste Eisenbahn davon weg zu kommen. Toyota hat da meines erachtens mit dem Prius auch schon entsprechend reagiert, und das ist die eigentliche Botschaft. Toyota überholt GM unter anderem eben auch wegen der Angebote im Bereich alternative Antriebskonzepte wärend deutsche Unternehmen immer noch mehr oder weniger erfolgreich bestehende Technologien zu optimieren. Würde GM Eropa mit Opel auch auf den Zug E85 aufspringen (Technologie im eigenen Konzern) wäre das für die Erweiterung des Tankstellennetzes sicher ein weiteres positives Signal.

Gruß

AD900

 

Moin, moin.

Logisch, die Käufer sind verunsichert und verärgert, dass schlägt sich auf das Neuwagengeschäft nieder. GM ist davon mit am härtesten betroffen, deswegen die Reaktion von Herrn Forster.

Die Kritik an den Ölkonzernen oder die Politik ist nicht unbegründet, ist aber nicht Neues und sollte einen Herrn Forster nun wirklich nicht überraschen.

 

Dass Ziel ist seit Jahren formuliert, auch wenn es evtl. noch keine detalierten Vorgaben gibt.

Möglichst niedriger Verbrauch bzw. CO2-sowie Schadstoffausstoß sind gefordert. Ob nun 120g oder 140g CO2, der Ausstoß muß runter, Punkt !

Ob man damit die Welt retten kann ? Keine Ahnung. Das steht auch nicht mehr zur Debatte. Die Richtung ist vorgegeben und wer in Zukunft noch Autos verkaufen will, muß sich dort hin bewegen, möglichst schnell !

Die Kaufzurückhaltung begründet sich ebenfalls auf ein Umdenken bei den Käufern und dass braucht seine Zeit. Wer möchte schon 4,- EUR für einen Liter Sprit bezahlen, wenn der Durchschnittsverbrauch seines neuen Autos bei 9 L/100km oder mehr liegt ? Viele denken über Alternativen nach, es gibt zu wenige, die Industrie ist gefordert.

Auch mein nächstes Auto wird auf jeden Fall eine Nummer kleiner ausfallen und der Antrieb maßgeblich nach den Kriterien Verbrauch, CO2- bzw Schadstoffausstoß gewählt. Begeistert bin ich davon nicht. Bin aber auch nicht bereit, in Zukunft ein Vermögen für Steuern oder Benzin auszugeben.

am 6. Januar 2008 um 22:11

Und denn noch das Gespenst vom Bioethanolanteil im Diesel und Benzin. Wer weiß, welches Auto 10% verträgt und was kostet es, mein Auto daraufhin umzurüsten? Oder freue ich mich, in Zukunft Super Plus zu tanken?

Gruß

Freiburg:    "Jetzt platzt Kunde Griffin der Hals"

 

 

Mir liegts schon seit ein paar Monaten auf der Zunge, aber jetzt kommts raus.

 

Das Gesagte ist ja teilweise (!) schon richtig, aber die Hersteller sollen jetzt endlich ihre Hausaufgaben machen.

 

Ich bin es leid, mit Tempo 30 im 4. Gang zu EDEKA zu rollen und die Kiste zieht sich trotzdem über 12 Liter auf 100 !

 

Wie zum Beispiel wäre es, wenn man (GM et al.) es endlich mal zuwege brächte, die Kaltlauf- und Stadtverbräuche zu halbieren (jawohl, ich kenne die Geschichte mit 2,7 facher Kaltanreicherung und stöchiometrischem Verhältnis).

 

Baut endlich richtig sparsame Autos. Größenordnung 9-10 Liter Super und 6-8 Liter Diesel sind ABSOLUT inakzeptabel und alle Werksangaben diesbezüglich sowieso hoffnungslos geschönt.

 

Dann hat der Privatkunde auch mal wieder Kauflust. Sonst zeige ich denen, dass ein 9-3 I problemlos 25 Jahre läuft.

 

Gruss vom Greif  :mad:

 

Zitat:

Original geschrieben von aerodance900

Zitat:

Original geschrieben von WienerSchnitzl

 

Bei allem Pessimismus, das glaube ich dann noch nicht.

Spätestens wenn die erste Tankstelle in die Luft fliegt sind die Preise wieder unten :D

Zitat:

Original geschrieben von aerodance900

Zitat:

Original geschrieben von WienerSchnitzl

 

Ist es nicht schonmal so, dass jeder Saab theoretisch mit 91 Oktan betankt werden kann?

MfG

Moin,

ja, bis auf die ganz alten und die Diesel:-)

Natürlich ist die Entwicklung des Spritpreises unglaublich und für viele sicher eine große zusätzliche Belastung. Auf der anderen Seite werden wir von der schwarzen Suppe nicht weg kommen, wenn immer alles beim alten bleibt. Es wird höchste Eisenbahn davon weg zu kommen. Toyota hat da meines erachtens mit dem Prius auch schon entsprechend reagiert, und das ist die eigentliche Botschaft. Toyota überholt GM unter anderem eben auch wegen der Angebote im Bereich alternative Antriebskonzepte wärend deutsche Unternehmen immer noch mehr oder weniger erfolgreich bestehende Technologien zu optimieren. Würde GM Eropa mit Opel auch auf den Zug E85 aufspringen (Technologie im eigenen Konzern) wäre das für die Erweiterung des Tankstellennetzes sicher ein weiteres positives Signal.

Gruß

AD900

GM bietet in den USA z. B. den Impala (grausige Kiste) z. B. mit E85-Motor (3,5 l - Hubraum, nicht Verbrauch ;) ) an. Dabei gibt es in den meisten Bundesstaaten gar keine E85 Tankstellen! Es müssten schon alle mitmachen, damit was dabei rauskommt.

In welchem Kontext steht eigentlich dieser Artikel zum letzten Statement von Bob Lutz?

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