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Geschwindigkeitsüberwachung per Section Control - Pro und Contra

Themenstarteram 5. Februar 2009 um 9:02

Moin ans Forum,

soweit ich weis, gibt es noch keinen Thread zu diesem Thema, daher dachte ich, ich mache mal den Anfang:

Thema: Section Control ...siehe z.B. Link

http://www.stern.de/.../653690.html

Mich würde mal eure Meinung interessieren... mir geht es nicht darum, ob man sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten soll oder nicht.. das is ja unbestritten, oder ? ;-)

Aber der Aspekt "Generalverdacht", "Datenschutz" (Begehrlichkeiten anderer Behörden bzgl. der gesammelten Daten) u.s.w. sind sicher gute Punkte für eine spannende Diskussion...

Bin gespannt...

Gruss

der Caster Paule

Beste Antwort im Thema
am 5. Februar 2009 um 10:21

Am besten Section Control über längere Strecken (mind. ein Rastplatz während der Überwachung), also Vollgas, in Ruhe Pipi machen & nen Espresso schlürfen, dann wieder Vmax und der Schnitt stimmt!:D:D:D

Mal ehrlich, mir wird in D (nicht nur im Strassenverkehr) schon viel zu viel überwacht und kontrolliert...:rolleyes: Ich habe so das Gefühl, das ein großer Teil unserer Bevölkerung nur dann wirklich glücklich ist, wenn ihm möglichst viele Vorschriften gemacht und diese dann auch noch lückenlos überwacht werden...:rolleyes:

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am 7. August 2012 um 19:30

Zitat:

Original geschrieben von onkel-howdy

und was passiert wen du an einer ampel mit blitzer dem rettungswagen platz machst? wirst geblizt? ja sicher...also ist das argument vom tisch.

Dann kann ich aber nachweisen, dass ich einem Rettungswagen Platz gemacht habe, da dieser auf demselben oder einem nachfolgenden Foto zu erkennen ist. Bei Section Control gibt es diesen Beweis nicht, d.h. ich muss evtl. ein Bußgeld zahlen, obwohl ich nur meiner Pflicht als Verkehrsteilnehmer nachgekommen bin.

Zitat:

Original geschrieben von onkel-howdy

ich weiss ja nicht auf welche formel 1 strecke du auffahren willst den ganzen tag...aber warum willst du das tl überschreiten? ich verstehen den zusammenhang nicht...bzw es gibt keinen.

Dann gehörst du scheinbar zu den Experten, die beim Auffahren auf die Autobahn den Verkehr auf der rechten Spur zu Brems- und Ausweichmanövern zwingst. Wenn ich auffahre, suche ich mir eine Lücke und wenn ich dann statt erlaubten 100 kurzzeitig 130 fahre ist dies weniger gefährlich, als andere zum Bremsen zu zwingen oder am Ende des Beschleunigungsstreifens stehen zu bleiben.

Zitat:

Original geschrieben von onkel-howdy

ist es gerecht wen du durch unaufmerksamkeit geblizt wirst? wie hoch stehen deine chance wen du schreibst "liebe abzocker, ich hab mal eben net aufgepasst und war deshalb zu schnell, das is ja nicht gerecht!"

was wird wohl passieren?

Es ist gerecht, wenn ich direkt geblitzt werde, aber doch nicht 10km weiter, obwohl ich 90% der Strecke korrekt gefahren bin. Die Bußgelder sind doch nur deswegen so hoch, weil man nur stichprobenartig erfasst wird. Wenn jeder einzelne Meter, den du täglich zurücklegst überwacht und geahndet würde, wäre wohl fast jeder Autofahrer nach einer Woche um die 1000 € los, denn niemand fährt stets 100% korrekt und kleine Verstöße addieren sich eben ganz schnell. Wenn nun mit Section Control statt einem Bereich von 100m plötzlich 10km überwacht werden, müssen entweder die Toleranzen hochgeschraubt werden, d.h. ich darf erst ab 20 km/h zuviel geblitzt werden oder die Bußgelder müssen runter, schließlich ist die Chance erwischt zu werden sehr viel größer, während die Anstrengung über längere Distanzen ohne Tempomat im dynamischen Verkehrsfluss ständig den Tacho im Blick zu haben nicht nur anstrengend, sondern (wegen Ablenkung) auch gefährlich ist.

Zitat:

Original geschrieben von onkel-howdy

wie beim blitzen auch: es gibt tolleranzen. und ich muss auch beim einem blitzer nicht bremsen und mir einen kopf machen obs nun mich oder den anderen erwischt hat.

Es macht einen Unterschied ob du vor dir einen Blitzer siehst und nur kurz zHg und Tacho vergleichen musst oder ob du überlegen musst, wie schnell du durchschnittlich auf den letzten 10km gefahren bist. Ich prophezeie einfach mal, dass da viele Autofahrer Angst kriegen und zum Ende hin langsamer werden - erst recht, wenn man erst 4-8 Wochen später erfährt ob man wirklich zu schnell war.

Zitat:

Original geschrieben von onkel-howdy

und du meinst also das wen man nicht durch einen blitzer auf sein fehlverhalten hingewiesen wird dann kanns natürlich zu weiteren fehlverhalten kommen? ja ist den der blitzer die verkehrserziehung oder kann heute keiner mehr selbstständig denken?

Wenn du innerhalb eines Jahres zweimal über 25km/h geblitzt wirst, gibt es ein Fahrverbot, obwohl die Verstöße einzeln erst ab 30/40km/h zum Fahrverbot führen würden. Ähnlich sieht es beim "Punktesammeln" aus. Also ja, fernab allem moralischem, es ist für mich als Autofahrer durchaus von Interesse, ob ich überdurchschnittlich häufig geblitzt wurde in einem Zeitraum - oder anders gesagt: Wenn ich einmal mit 25km/h oder mehr zuviel geblitzt werden, werde ich mein Verhalten anpassen. Nicht aber, wenn ich davon dank Section Control oder unsichtbarem Blitz nichts mitbekomme - das kann für keinen der Beteiligten wünschenswert sein, außer eben im Interesse der Staatsfinanzen.

Zitat:

Original geschrieben von onkel-howdy

wo ist den bitte hier nicht der beweis? es wird doch mal wieder die eigene unfähigkeit sich an regeln zu halten, die EINDEUTIGE statistik das es um WELTEN zurückgeht mit den verkehrstoten einfach unter den tisch gekehrt mit fadenscheinigen argumenten wie den 5 oben stehenden.

Die Statistiken sind alles andere als eindeutig, siehe auch die endlose Diskussion, in der trotz rekordverdächtig niedrigen Verkehrstotenzahlen immer wieder ein Tempolimit auf Autobahnen gefordert wird. Nur weil man bestimmte Gesetze oder Methoden der Verkehrsüberwachung kritisiert, ist man noch lange nicht "unfähig sich an Regeln zu halten" (Groß- und Kleinschreibung ist übrigens auch eine Regel). Ich bin nur der Meinung, dass wir solche Stasi-Methoden nicht brauchen, sondern stattdessen an Unfallschwerpunkten normale Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen werden sollten, während man im Umkehrschluss die Limits an ungefährlicheren Stellen nicht bis auf den halben km/h genau erzwingen muss.

Manchmal tut es beim Autofahren ganz gut, selbst zu denken, auf den Verkehr um sich zu achten und Situationen unabhängig von Verkehrsschildern einzuschätzen. Wer stets auf den Tacho, aber nie in den Rückspiegel guckt ist ein schlechter Autofahrer. Die einseitige Fixierung auf Geschwindigkeitskontrollen in Politik und Medien (Raserdebatte) geht in die falsche Richtung und ist doch so typisch für den ordnungsliebenden Deutschen. Section Control ist dabei nur ein weiterer Versuch, diese Ordnungsliebe immer und überall durchzusetzen. Solange die Leute noch selbst Autofahren und sich nicht von Computern chauffieren lassen, sollte man ihnen auch einen gewissen Freiheitsrahmen lassen, Entscheidungen selbst zu treffen, anstatt sie mit mechanischer Präzision und mathematischer Genauigkeit stetig zu überwachen und zu bestrafen.

Tempolimit 130

 

Tempomat auf 140 stellen

 

und dann Arschlecken!

 

Alle anderen werden lückenlos überwacht.

 

ein Traum...

Zitat:

Original geschrieben von razor23

Hier nur einige Beispiele:

1. Man macht einem Rettungsfahrzeug Platz und überschreitet dafür kurzzeitig die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Wird man direkt geblitzt, so kann ist auf dem Foto meist die Gesamtsituation zu erkennen und es wird von einem Bußgeldbescheid abgesehen - schließlich ist es kaum im Sinne des Gesetzgebers, dass Rettungsfahrzeuge an Engstellen von vorschriftsmäßig fahrenden Verkehrsteilnehmern unnötig ausgebremst werden.

Einem Rettungsfahrzeug macht man Platz, indem man seine Geschwindigkeit deutlich reduziert und das Vorbeifahren ermöglicht.

Wolltest Du vor ihm her fahren?

Zitat:

Original geschrieben von razor23

 

2. Ich wähle meine Geschwindigkeit an einem Beschleunigungsstreifen nach dem Kriterium des "sich sicher in den Verkehr einordnen". Zu diesem Zeitpunkt kann die zHg nur zweitrangig sein, da ich bei deren sturer Befolgung möglicherweise einen Unfall provoziere. An solchen Stellen wird daher aus gutem Grund nicht geblitzt, Section Control würde es trotzdem erfassen.

Warum willst Du dich mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit in den Verkehr einfädeln? Wenn die alle 100 fahren, wirst Du dich schwerlich mit 120 dort einreihen können.

Noch dazu wurdest Du in diesem Falle ohnehin nicht vom 1. Gerät erfasst. Folglich kann das 2. Gerät bei dir keine Auswertung vornehmen - klassischer Denkfehler.

Zitat:

Original geschrieben von razor23

 

3. Ich fahre aus Unaufmerksamtkeit kurzzeitig 120 statt 100 (jeder weiß, wie schnell dies bei stark motorisierten und gut gedämmten Fahrzeugen mal passiert). Obwohl ich den Rest der Strecke mit zulässigen 100 fahre, werde ich geblitzt. Gerecht?

Ja!

Zitat:

Original geschrieben von razor23

 

4. Selbe Situation wie 3, aber ich bin ganz schlau und fahre statt erlaubter 100 den Rest der Strecke mit 80, um bei der Durchschnittsgeschwindigkeit auf jeden Fall nicht über 100 zu kommen. Ich bin also ein unnötiges Verkehrshindernis, mein Langsamfahren "heilt" meinen vorherigen Verstoß. Generell wären die meisten Autofahrer wohl zum Ende der Section Control so sehr mit der Frage beschäftigt, ob sie im Durchschnitt zu schnell waren, dass wir eine zum Ende der Section abnehmende Aufmerksamkeit und Geschwindigkeit hätten. Staus und Unfälle sind daher vorprogrammiert. Für alle Autofahrer ohne Tempomat ist Section Control eine zusätzliche Belastung beim Autofahren!

Schaffst Du nicht - wetten? ;)

Auch mit Tempomat muss ich wegen des vorherrschenden Verkehrs ständig nachkorrigieren.

Bei einem temporären Limit ist ohnehin ständige Aufmerksamkeit bezüglich der Geschwindigkeit erforderlich.

Warum sollte das während der Section Control eine zusätzliche Belastung darstellen? Das Tempolimit - welches man ja ohnehin einhält - ist in diesem Falle ja ohnehin vorhanden. :confused:

Zitat:

Original geschrieben von razor23

 

5. Man erfährt nicht unmittelbar vom Verstoß, da entweder alle Autofahrer geblitzt werden oder lediglich das Kennzeichen erfasst wird. Dies ist aber für mich von großem Interesse, da Mehrfachverstöße durchaus zu erhöhten Strafen führen können. Der Blitz dient bei der hochentwickelten Kameratechnik (selbst ISO 12.800 bietet heute ausreichende Bildqualität) doch heute kaum noch zur Ausleuchtung, als viel mehr zu Warnung des Fahrers: "Dich hats grad erwischt". Wenn man sowas nicht mehr eindeutig mitkriegt, kann es durchaus passieren, dass nach 3 Monaten das Fahrverbot einflattert, weil sich die Verstöße addiert haben, ohne dass man davon mitbekommen hat.

Ja, das kann passieren und soll ggf. auch passieren.

Das ganze System basiert ja auf einer psychologischen Maßnahme - nämlich der Verunsicherung und der daraus resultierenden erhöhten Aufmerksamkeit.

Dagegen hilft dann auch keine Blitzer-App für's Spielzeughandy. :)

Nebenbei bemerkt: Ich habe auch schon ein s/w-Foto schräg von der Seite bekommen und kann mich an keinen Flash erinnern.

Zitat:

Original geschrieben von razor23

 

Für mich ist es eindeutig, eine Durchschnittsgeschwindigkeit sollte nicht mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verglichen werden, sie gibt nur Indizien, keine Beweise auf einen konkret zu benennenden Verstoß. Zusätzlich besteh der Anreiz, nach einer versehentlichen oder mutwilligen Geschwindigkeitsüberschreitung zu langsam zu fahren. Das kann dann so weit gehen, dass jemand aus dem unbegrenzten Autobahnabschnitt mit Vollgas in die 100er Section Control Strecke einfährt und kurz vor Ende kurz auf dem Standstreifen hält. Sowas können wir nicht wollen!

Da auch innerhalb der Section-Control durchaus ein mobiler Blitzer stehen kann, werden das wohl die wenigsten machen - Letzter Lude mal außen vor. ;)

Mich würde jetzt allerdings mal interessieren, wie hoch die tatsächliche Strafe ist, wenn man z. B. mit Tempomat 110 km/h durch die 100 km/h Section Control fährt - falls das System bei uns jemals eingeführt wird.

Wenn ich das dann weiß, fange ich an, mir Gedanken darüber zu machen...

Zitat:

Original geschrieben von warnkb

Tempolimit 130

Tempomat auf 140 stellen

und dann Arschlecken!

Alle anderen werden lückenlos überwacht.

ein Traum...

Ja, wenn so etwas hier einmal Realität werden sollte, dann ist wirklich entspanntes Fahren angesagt.

am 7. August 2012 um 20:31

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Ja, wenn so etwas hier einmal Realität werden sollte, dann ist wirklich entspanntes Fahren angesagt.

Unheimlich entspannt, wenn dann links 90 km/h und rechts alles zwischen 100 und 170 km/h gefahren wird und man sich nicht nur auf den Verkehr, sondern auch nur auf den Tacho konzentrieren muss, damit man kein Bußgeld bekommt für "sie sind verbotenerweise mit dem Verkehr mitgeschwommen, anstatt vorschriftsmäßig die linke Spur mit 130 km/h Tempomat zu blockieren".

Am entspannsten ist immer noch freie Bahn mit 3-4 Fahrstreifen pro Richtung, ohne Tempolimit - da kann nämlich (fast) jeder sein Wunschtempo von 80 - 250 km/h fahren. Also lieber Geld in den Straßenausbau investieren, als in Tempo 130 Schilder und Stasi-Blitzer. ;)

Zitat:

Original geschrieben von razor23

Unheimlich entspannt, wenn dann links 90 km/h und rechts alles zwischen 100 und 170 km/h gefahren wird und man sich nicht nur auf den Verkehr, sondern auch nur auf den Tacho konzentrieren muss, damit man kein Bußgeld bekommt für...

Wieso auf den Tacho konzentrieren? Dafür ist der aktivierte Tempomat da.

Ich habe schon etliche Kilometer in den USA hinter mir und kann dir versichern, daß das wirklich ein sehr entspanntes Fahren ist.

am 7. August 2012 um 20:40

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Zitat:

Original geschrieben von razor23

Unheimlich entspannt, wenn dann links 90 km/h und rechts alles zwischen 100 und 170 km/h gefahren wird und man sich nicht nur auf den Verkehr, sondern auch nur auf den Tacho konzentrieren muss, damit man kein Bußgeld bekommt für...

Wieso auf den Tacho konzentrieren? Dafür ist der aktivierte Tempomat da.

Ich habe schon etliche Kilometer in den USA hinter mir und kann dir versichern, daß das wirklich ein sehr entspanntes Fahren ist.

Mit aktiviertem Tempomat 130 kommt man aber nicht weit, wenn man wegen des Rechtsfahrgebotes ständig zwischen der rechten Spur wo 90 und der linken Spur wo alles von 100-170 gefahren wird wechseln muss. Da passe ich meine Geschwindigkeit doch lieber beim Spurwechsel an den Verkehr an, als ständig darauf zu achten, bloß nicht über 130,5 km/h zu kommen.

Ich kann aus Frankreich leider nur Gegenteiliges berichten, trotz vorhandener Tempomatfunktion. Das war die stressigste Autobahnfahrt meines Lebens, mit Dränglern, Rechtsüberholern und Linksspurschleichern, da ist Deutschland gar nichts dagegen. War ich froh, als ich wieder über die Grenze war. Tempomat auf 160 und kein einziges Mal bremsen müssen - das ist Entspannung!

Razor, du hast es scheinbar bis jetzt nicht kapiert: die section control kontrolliert die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem gesamten Streckenabschnitt zwischen Beginn und Ende, egal ob du auf der linken oder rechten Spur fährst, egal ob du überholst oder nicht. Auch wenn du einem Rettungswagen Platz machst (durch Gasse bilden, notfalls anhalten, nicht durch davor herfahren!!!).

Was hindert dich denn dran, dich an vorgeschriebene Geschwindigkeiten zu halten? Den Tempomat, falls vorhanden, bei 120 Limit auf eben diese 120 zu stellen macht auch nicht impotent. Die in dem von mir geposteten österreichischen Originaltext genannten Fakten sollten doch eigentlich nachdenklich machen....

Wie ist es denn in Wirklichkeit? Wenn ein stationärer Blitzer in Reichweite kommt, wird brav abgebremst, und drei Meter später geht das Beschleunigungsrennen los. Gleiches gilt für die typischen Standorte von mobilen Blitzern.

Eine Section-Control ist daher nur folgerichtig.

Zitat:

Original geschrieben von razor23

Mit aktiviertem Tempomat 130 kommt man aber nicht weit, wenn man wegen des Rechtsfahrgebotes ständig zwischen der rechten Spur wo 90 und der linken Spur wo alles von 100-170 gefahren wird wechseln muss.

Das Rechtsfahrgebot kann man bei der diskutierten Neuregelung ersatzlos streichen. Gibt es in den USA aus nachvollziehbaren Gründen auch nicht.

am 7. August 2012 um 20:50

Zitat:

Original geschrieben von rg4544

Was hindert dich denn dran, dich an vorgeschriebene Geschwindigkeiten zu halten?

Es ist eine unnötige Beschneidung der fahrerischen Souveränität, wenn ich mich ständig und immer exakt an das Tempolimit halten muss. Sowas erzieht dazu, nur noch auf den Tacho zu gucken, statt den Verkehr im Auge zu haben nach dem Motto "solange ich mich an die zHg halte, wird schon nichts schiefgehen". Ein guter Fahrer achtet auf Abstände, herannahende Fahrzeuge, lässt sich zurückfallen oder gibt Gas um Lücken zu nutzen oder anderen das Fahren zu erleichtern. Ob seine Durchschnittsgeschwindigkeit am Ende höher als erlaubt ist, sagt gar nichts darüber aus, ob er sicher gefahren ist.

Ich finde es geradezu absurd, dass hier der Tempomat als Lösung des Problems angepriesen wird. Es gibt jede Menge sture Tempomatfahrer, die eher Abstände unterschreiten, ehe sie den Tempomat ausschalten und eher herannahende Fahrzeuge zur Vollbremsung zwingen, bevor sie den Kickdown nutzen.

Kann denn keiner mehr Auto fahren, ohne alles vorgeschrieben zu bekommen, inklusive der nicht zu überschreitenden Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem Abschnitt von 10 oder mehr Kilometern?

Zitat:

Original geschrieben von Hanebuechen

Wie ist es denn in Wirklichkeit? Wenn ein stationärer Blitzer in Reichweite kommt, wird brav abgebremst, und drei Meter später geht das Beschleunigungsrennen los. Gleiches gilt für die typischen Standorte von mobilen Blitzern.

Eine Section-Control ist daher nur folgerichtig.

Sag doch gleich, dass du die totale Verkehrsüberwachung willst. Dann muss man aber auch so konsequent sein und a) die Bußgelder senken, denn es wird ja jede kleine Überschreitung bestraft und b) die Tempolimits der Realität anpassen und nicht 20 km/h niedriger anlegen, weil die Leute genau soviel zu schnell fahren.

Razor, deine Rechtsauffassung ist schon eindrucksvoll: "Es ist eine unnötige Beschneidung der fahrerischen Souveränität, wenn ich mich ständig und immer exakt an das Tempolimit halten muss". Übertrag' das mal auf die Steuerpflicht und schreib' dem Finanzamt als Antwort auf deinen nächsten Steuerbescheid: "es ist eine unnötige Beschneidung meiner bürgerlichen Souveränitat, wenn ich mich ständig und immer exakt an die Steuerquoten halten muss"....

Die werden Tränen lachen.

Zitat:

Original geschrieben von razor23

Sag doch gleich, dass du die totale Verkehrsüberwachung willst.

Ich soll das wollen? Die Leute, die das von mir beschriebene Verhalten an den Tag legen, scheinen das unbedingt haben zu wollen.

Zitat:

Dann muss man aber auch so konsequent sein und a) die Bußgelder senken, denn es wird ja jede kleine Überschreitung bestraft

Tempoüberschreitung ist Tempoüberschreitung. Warum soll da etwas gesenkt werden?

Zitat:

und b) die Tempolimits der Realität anpassen und nicht 20 km/h niedriger anlegen, weil die Leute genau soviel zu schnell fahren.

Gegenvorschlag: An die Geschwindigkeit halten, vielleicht werden dann die Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht mehr so niedrig angesetzt.

am 7. August 2012 um 21:02

Zitat:

Original geschrieben von rg4544

Razor, deine Rechtsauffassung ist schon eindrucksvoll: "Es ist eine unnötige Beschneidung der fahrerischen Souveränität, wenn ich mich ständig und immer exakt an das Tempolimit halten muss". Übertrag' das mal auf die Steuerpflicht und schreib' dem Finanzamt als Antwort auf deinen nächsten Steuerbescheid: "es ist eine unnötige Beschneidung meiner bürgerlichen Souveränitat, wenn ich mich ständig und immer exakt an die Steuerquoten halten muss"....

Die werden Tränen lachen.

Du bist also auch der Meinung, dass jemand lieber einen Unfall provozieren soll, als die zulässige Höchstgeschwindigkeit kurzfristig zur überschreiten? Mit der Logik sollte man sich auch lieber am Ende des Beschleunigungsstreifens vom LKW zerquetschen lassen, als kurzzeitig zu schnell zu fahren, um sich einzufädeln. Steht doch so im Gesetz!

Das ist die eigentlich interessante Auffassung. Vielleicht nochmal in die Fahrschule gehen, dort kriegt man beigebracht, dass man mit Köpfchen fahren soll, statt sich stur an Verkehrsregeln langzuhangeln.

Zitat:

Original geschrieben von rg4544

Razor, deine Rechtsauffassung ist schon eindrucksvoll: "Es ist eine unnötige Beschneidung der fahrerischen Souveränität, wenn ich mich ständig und immer exakt an das Tempolimit halten muss". Übertrag' das mal auf die Steuerpflicht und schreib' dem Finanzamt als Antwort auf deinen nächsten Steuerbescheid: "es ist eine unnötige Beschneidung meiner bürgerlichen Souveränitat, wenn ich mich ständig und immer exakt an die Steuerquoten halten muss"....

Die werden Tränen lachen.

Ja, das wäre so ähnlich wie der Supermarkt-Kunde, der immerhin 90 % der mitgenommenen Waren bezahlt und ja nur die eine Flasche in seiner Jacke vergessen hat.

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