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Gerichtsstreit über Käfer-Design

VW Käfer
Themenstarteram 21. November 2018 um 10:58

Ich verfolge diese Geschichte schon länger mit Spannung. Falls es noch jemand interessiert hier zwei Links, im Moment nur als kurzes Info. Wenn mehr bekannt ist, kommt hier ein Update.

https://www.zdf.de/.../...-gerichtsstreit-ueber-kaefer-design-100.html

https://www.autozeitung.de/vw-kaefer-design-195438.html

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38 Antworten
Themenstarteram 24. November 2019 um 13:38

Der Käfer hatte einfach viele Väter. Und das ist keine andere Geschichte. Sie ist schon lange bekannt. Natürlich hat VW und Porsche wenig Interesse an der Verbreitung von Geschichten, die auf die Glanzleistung des Genies Porsches irgendwelchen Schatten werfen könnten. Und zu „jedenfalls so noch nicht gehört“ - einfach nicht genug in der Geschichte recherchiert. Wie viele Käferliebhaber, von ganz normaler Bevölkerung ganz zu schweigen, wissen, dass der Porsche beim Konstruieren vom Käfer sich aus allen Patenten der deutschen Autohersteller bedienen konnte, wie es ihm nur lieb war? Oder, dass alle anderen deutschen Autohersteller einen Verbot bekommen haben, ein Konkurrenzauto zum Käfer zu bauen? Unter solchen Umständen den Käfer zu bauen, war für Porsche natürlich etwas ganz anderes, als unter normalen Marktbedingungen es der Fall wäre.

Stimmt. Vielleicht ist er deswegen so gut geworden ;)

Ich fand in dem Focus Artikel auch nix verdreht obschon ich die Zeitung überhaupt nicht mag! Ich denke mal es ist aus einem sehr viel früheren Artikel abgeschrieben und zusammengehauen:

 

https://www.watson.ch/.../...erdinand-porsche-habe-den-kaefer-erfunden

Fassen wir mal zusammen:

Erwin Komenda, Hans Ledwinka, Josef Glanz und Porsche waren alle samt Östereicher und haben in Wien gelernt oder studiert! Nix aus Deutschland, nix aus dem großartigen Konstrukteursland Baddewütebeasch!

 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Erwin_Komenda

 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hans_Ledwinka

 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Porsche

 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Josef_Glanz

 

Im übrigen, etwas früher aber auch Nikola Tesla kommt aus der Gegend und auch viele andere! Zumindest hat er in Graz studiert. - Ich weiß, der hat keine Autos konstruiert aber wer weiß, die Geschichte hätte sich auch damals schon anders entwickeln können. Hier möchte ich noch mal an die früher EAutos wie den Lohner Porsche erinnern!

Das der Name für das heutige E-Auto gewählt wurde war schon eine gut durchdachte Idee... und gebaut wird der ja auch jetzt schon mit deutschen Maschinen und auch bald hierzulande. Dann schließt sich der Kreis und wir haben wieder das beste Auto in Deutschland. ;-)))))

Ich bin so „stolz“ auf das deutsche Automobil! :-)))))

Ha,Ha, Ha!

Themenstarteram 24. November 2019 um 21:33

Zitat:

@Kaeferli1303 schrieb am 24. November 2019 um 18:10:20 Uhr:

Ich fand in dem Focus Artikel auch nix verdreht obschon ich die Zeitung überhaupt nicht mag! Ich denke mal es ist aus einem sehr viel früheren Artikel abgeschrieben und zusammengehauen:

https://www.watson.ch/.../...erdinand-porsche-habe-den-kaefer-erfunden

An diesen Artikel musste ich auch spontan denken, als ich den den neuen im Focus gestern las. Den auf watson.ch habe ich schon vor ca. einem Jahr entdeckt.

Die Sache mit Josef Ganz hat mich auch interessiert. Der Author des Buches "Die wahre Geschichte des VW-Käfers" Herr Paul Schilperoord hielt in Bad Camberg 2011 einen Vortrag

Nachdem ich sein Buch aufmerksam gelesen hatte, war meine Meinung, dass das Auto von Herrn Ganz so viel mit dem Käfer gemeinsam hat wie ein UP! mit einem Passat.

Sein "Käfer" war ein kleines schwachbrüstiges 2 sitziges Fahrzeug mit einem winzigen Motor. Nie und nimmer hätte daraus ein Volkswagen werden können.

Dass Herrn Gans viel Unrecht widerfahren ist, ist allerdings unbestritten.

Gruß

Georg

Sorry! Ich bin dem anfänglichen Fehler „Josef Glanz“ (Fokus) auch aufgesessen! Natürlich - Josef Ganz -! Peinlich!

 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Josef_Ganz

 

Aber auch Österreich / Ungarn....

Naja, letztendlich ist der Käfer auch nur ein Abklatsch des Motorwagens von Carl Benz. Selbst das Detail Heckmotor wurde kopiert :D

@ Kaeferli 1303

Für mich ein ganz wichtiger Mann auch aus Österreich:

Franz Xaver Reimspiess

Auf ihn geht maßgeblich der sensationelle Käfermotor zurück. Ein junger Ingenieur in der Truppe von Porsche.

Ferdinand Porsche hatte sich bei der Motorenentwicklung in seinen Zweizylinder Zweitaktmotor verrannt. Von seinem Drehschiebermotor C60 und OHV D60 gar nicht zu reden.

Innerhalb von 48 Stunden, nachdem ihm Porsche endlich dazu beauftragt hatte, wieder den 4 Zylindermotor zu untersuchen, hatte er ein Basiskonzept fertig! Natürlich hatte er daran schon vorher heimlich gearbeitet.

Aber Reimspiess war es, dem wir unseren geliebten Boxer zu verdanken haben und gar nicht unbedingt Porsche.

Das alles ist höchst detailliert in Chris Barbers "Der Käfer" nachzulesen. Meine absolute Empfehlung für alle, die es genauer wissen wollen.

Aber um den Käfer nicht nur den Ungarn/Österreichischen Ingenieuren zu überlassen ;-)

Ohne unsere schwäbischen Firmen Mercedes, Reutter, Bosch, Mahle usw. hätte es der Käfer auch nicht geschafft so erfolgreich zu werden. Es bedurfte viel Know How nicht nur in der Konstruktion sondern auch in der Fertigungstechnik um den Käfer so genial zu erschaffen.

Jetzt ruft nicht noch Lycoming auf den Plan. Die hatten den luftgekühlten Boxer Vierzylinder schon 1933 (Lycoming O-145).

Ist zwar ein Flugzeugmotor, aber wenn man den passend schrumpft.....

... Ich lese das hier alles mit viel Vergnügen: Bild-Zeitung für Käfer-Freunde (ich bin aber auch einer ...). Da gibt es doch sicher ernstzunehmende wissenschafts- und technikhistorische Untersuchungen ...

Was ich in dem Zusammenhang empfehlen möchte und was mich wirklich begeistert hat: Das Buch des Berliner Technikhistorikers Wolfgang König:

Volkswagen, Volksempfänger, Volksgemeinschaft. "Volksprodukte" im Dritten Reich. Vom Scheitern einer nationalsozialistischen Konsumgemeinschaft", Paderborn u.a. 2004.

König weist nach, daß 1. das Konzept des Volkswagens (im Gegensatz zum erfolgreichen Volksempfänger) nie funktioniert hätte: Um auf den sensationellen Niedrigpreis von 1.000 RM zu kommen (ein Opel Kadett kostete 1938 1.800 RM), mußte die Konstruktion immer wieder überarbeitet werden (z.B. sparte die geniale Erfindung des Zentralrohrramens statt eines Plattformrahmens mit zwei Längsträgern ein paar RM). Und: Die Produktion hätte weitestgehend auf rationell arbeitenden Spezialmaschinen erfolgen müssen. Die damit verbundenen hohen Investitionen hätten sich aber nur gelohnt, wenn die Kostendegression auch ausgenutzt worden wäre, sprich, wenn man mit irre hohen Produktions- und Absatzzahlen kalkulierte. Das gab aber nicht nur die Rohstofflage Dtl.s während des Vierjahresplans nicht her, sondern vor allem der Inlandsmarkt. Denn 2. rechnet König anhand eines Vergleichs der verfügbaren Einkommen verschiedener sozialer Schichten und der Gesamtkosten eines KdF-Wagens (inkl. Betriebskosten und Abschreibung) vor, daß sich nur ein kleiner Teil der "Volksgenossen" den Wagen hätte leisten können: der Mittelstand. Ein Arbeiterhaushalt jedenfalls nicht.

Der Opel Kadett kam 1962 auf den Markt. ;-)

Themenstarteram 27. November 2019 um 20:26

Zitat:

@geo-georg schrieb am 27. November 2019 um 20:25:01 Uhr:

Der Opel Kadett kam 1962 auf den Markt. ;-)

Falsch. Er kam 1936.

Stimmt, da gab es noch den Vorkriegskadett. Hast ja recht ;-)

Preislich wurde der Käfer damals aber mit dem Opel P4 verglichen. Der Kadett war schon wieder noch teuerer.

Opel wollte ja als Volksauto den P4 durchsetzen. Technisch kein Vergleich zum Käfer.

Die Großglocknervergleichsfahrt bestritt er aber u.a. gegen den Kadett. Hatte ich vergessen.

Ich meinte natürlich den Vorkriegskadett und denke, der P 4 war vom Konzept her einfach nicht vergleichbar ... den Kadett habe ich nur deshalb als Beispiel genommen, weil ich den Preis zufällig zur Hand hatte. Man könnte ja mal eine Aufstellung vergleichbarer Autos und ihrer Preise machen - und wenn man sich nun vorstellt, wie schwierig es ist, bei einem derart scharf durchkalkulierten Preis auch nur noch 10 RM einzusparen, wird jeden klar, was für ein utopisches Projekt der "Volkswagen" war. Auch wenn die Händlerspanne entfiel.

Wenn Interesse besteht, suche ich mal die Zahlen über Arbeitsverdienste, Lebenshaltungskosten, Kosten eines Kfz etc. raus.

Ich wollte mit meinem Beitrag einfach deutlich machen, daß die Geschichte des Käfers über die Frage nach dem Urheber des Konzepts oder der Form hinaus noch viele weitere spannende historische Bezüge aufweist.

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