ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Generelles Überholverbot für LKW?

Generelles Überholverbot für LKW?

Themenstarteram 24. Januar 2008 um 18:55

Hallo,

ich wollte mal eine Frage in den Raum werfen, die den ein oder anderen sicher schonmal beschäftigt hat.

Und zwar geht es um die Elefantenrennen und seit neuestem um das rücksichtslose Ausscheren der LKW's.

Ich bin im Jahr 50-60tkm mit meinem Auto unterwegs. Größtenteils auf Autobahnen quer durch Deutschland. Und mir ist aufgefallen, dass die Rücksichtslosigkeit und Aggressivität der LKW Fahrer extrem zugenommen hat.

Ich möchte hier nicht alle über einen Kamm scheren. 90% sind sicher anständig und ordentlich, aber es ist ja immer so, dass die Guten unter den Schlechten leiden müssen.

Auf jeden Fall sind die Situationen, in denen ein LKW vor mir ausgeschert ist und ich nur mit einer harten Bremsaktion schlimmeres vermeiden konnte, exorbitant mehr geworden.

Mittlerweile finde ich es isgar sehr riskant, mit mehr als 120kmh auf der Mittelspur zu fahren, da ich den Eindruck habe, die meisten scheren aus, ohne auch nur einmal den Rückspiegel zu Rate zu ziehen. Meist wird nichteinmal vorher geblinkt.

 

Daher könnte ich mir im Zuge der Verkehrssicherheit ein generelles Überholverbot für LKW durchaus vorstellen und hoffe auch, dass die Politik sich bald auf ähnliches besinnt.

Nun sind eure Meinungen gefragt.

Beste Antwort im Thema

Hallo TE,

ja, ich würde das absolut befürworten. Mit einigen Ausnahmen. Und noch mehr. Fakt ist, dass es in Europa viel zu viele und oftmals völlig unnötige LKW-Transporte gibt. Dem lässt sich nur entgegenwirken, wenn LKW fahrten unattraktiver werden. Daher kann ich mir folgende Massnahmen vorstellen:

1. Absolutes Überholverbot für LKW auf 2-Spurigen BAB und nur in speziell freigegebenen Bereichen der 3-Spurigen BABs. (Also praktisch die Umkehrung des Überholverbots für LKW in eine bedingte "Überholerlaubnis". Auf nicht stark frequentierten, dreispurigen Autobahnen sollen die LKW sich ruhig überholen. Auf dem Kölner Ring hat kein LKW was auf der Mittelspur verloren!

2. Verbot des Spurwechsels für LKW im Stau. Die Jungs stellen bei der leisesten Andeutung eines Staus immer direkt die beiden rechten Spuren zu. Muss nicht sein. Dito für Spurwechsel an AB-Auffahrten (alte DDR-Regel - war gut).

3. Endlich konsequente Nutzung der Autobahnmaut. Sprich: Preise abhängig von gefahrenem Autobahn-Abschnitt, Tageszeit und Transportlänge. Beispiel: Wer morgens um 8:00 auf dem Kölner Ring fährt muss einfach 10x so viel zahlen als jemand, der Nachts um 3:00 von Neuss nach Hückelhoven rollt. Ausserdem sollten LKW im Fernbetrieb (Garmisch -> Flensburg) deutlich mehr pro km zahlen als LKW auf der Kurzstrecke (Zubringer). Weiterhin: Gebührenabstufung zwischen verderblicher Ware (billiger) und nicht-verderblicher (Torf, Klopapier .. - teuer). Und Schließlich: Deutliche Abstufung nach Schadstoffausstoss. Je dreckiger, desto teurer.

4. Dadurch, dass Strafen "Fahrerbezogen" sind, werden LKW-Fahrer zu einer austauschbaren Masse. Setzt der Disponent sie unter Druck, sind sie die leidtragenden. Strafen sollten daher nicht den Fahrer treffen, sondern den LKW. Idee: "Strafminuten". Überholen trotz Verbot: sechs Stunden Zwangspause von LKW+Ladung+Fahrer auf einem Polizeiparkplatz, wobei diese sechs Stunden nicht als Ruhezeit zählen. Bei größeren Verstößen -> mehrere Tage Pausefür den LKW. Nachdem ein paar mal die Ladung verschimmelt ist, werden sich die Firmen schon um saubere Fahrweise ihrer Mitarbeiter bemühen.

Gibt bestimmt noch mehr..

In Summe würden sowohl die Zahl als auch die Agressivität der LKW-Transporte abnehmen, ohne die Arbeitsplätze der Fahrer (zumindest im Inland) zu bedrohen.

Gruß,

Scooby

(der kein LKW-hasser ist, aber es traurig findet, dass die Brummi-Lobby noch bei jeder Regierung ihren Willen durchsetzen konnte).

423 weitere Antworten
Ähnliche Themen
423 Antworten

An und für sich gibts eigentlich schon ausreichend Regelungen und Vorschriften, aus denen rein theoretisch bereits ein LKW-Überholverbot resultiert, das allerdings Freiraum für Ausnahmen lässt - also z.B. ein Überholen des deutlich langsameren Vordermanns zulässt.

Einer der wichtigsten Punkte in diesem Zusammenhang ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit für LKWs sowie die Abschnitte der StVo in Sachen Überholen (war das nicht irgendwo §5?).

Rein Theoretisch dürfte es zumindest auf ebenen Streckenabschnitten keine LKW-Überholmanöver geben, da auch ein voll beladener LKW dort die zulässige Höchstgeschwindigkeit erreichen wird und somit kein Grund des Überholens besteht, da auch alle anderen LKW diese Vmax einhalten müssten. Trotzdem überholen sie sich noch und nöcher - wegen 5 km/h Unterschied, die es eigentlich nicht geben kann...

Nachdem auf der A1 zwischen HB und DO bereits auf einigen Teilstücken ein zeitabhängiges Überholverbot für LKW besteht, kann ich mir ein recht gutes Bild machen, was die (meisst sinnlosen) LKW-Überholmanöver für drastische Auswirkungen auf den übrigen Verkehrsfluß haben. Kaum ist die Uhrzeit erreicht, wo LKW wieder überholen dürfen, wird der Verkehr scheinbar dichter und zunehmend stockender...

Während des Überholverbotes gehts zwar (selbst bei starkem Verkehrsaufkommen) nicht immer so superschnell vorwärts, wie man sich das als Schnellfahrer gern wünscht - aber es ist deutlich flüssiger und gleichmäßiger.

Lange habe ich mich mit dieser Thematik auseinandergesetzt und mich wirklich sehr lange gedanklich gegen ein LKW-Überholverbot gewehrt. In den letzten Jahren jedoch bei der rasant zunehmenden Verkehrsdichte (sowohl LKW als auch PKW) sehe ich aufgrund der doch sehr häufig auftretenden "Elefantenrennen" und den daraus resultierenden Konsequenzen für den Verkehrsfluß keinen anderen Weg mehr, als ein solches Überholverbot einzuführen. Hierbei würde ich in meinen Forderungen dennoch so gnädig bleiben, dass zumindest auf Abschnitten mit mehr als zwei Fahrspuren und besonders an längeren Steigungen ein Überholverbot aufgehoben sein sollte - das ganze dann jedoch in Verbindung mit einer auf diesen Abschnitten festgelegten Höchstgeschwindigkeit von z.B. 120 oder 130. Zudem kann das Überholverbot (wenn nicht explizit beschildert) zeitbegrenzt sein.

Hierfür könnte z.B. ein neues Verkehrszeichen eingeführt werden "Überholzone für LKW". Außerhalb dieser Zonen gelten dann halt generell LKW-Überholverbote bundesweit (oder gar Europaweit?) zwischen x:xx und y:yy Uhr. Innerhalb dieser Zonen darf dann überholt werden.

am 20. April 2010 um 3:44

Hallo Taifun, oK hast ja recht, aber wenn ich solch engstirnige Ansichten lese kann ich nicht an mich halten. Es ist schon schade daß es PKWfahrer gibt die sich generell so negativ gegenüber dem "Schwerlastverkehr" verhalten. Wir haben nunmahl ein zuhnehmend starkes Verkehrsaufkommen bei dem jeder auch Rücksicht zeigen sollte.

Gruß, carbooth

Zitat:

Original geschrieben von TAlFUN

Moin:)

@carbooth, es geht auch ohne Provokationen und oder Beleidigungen oder? :rolleyes:

So was sehen wir hier gar nicht gerne und werden es auch nicht dulden!

Gruss TAlFUN

MT Moderation

am 20. April 2010 um 7:27

Zunächst mal: Ich bin gegen ein generelles Überholverbot für LKW, streckenspezifische Überholverbote sind hier vollkommen ausreichend.

Nur sollten sich einige der Herren BERUFSkraftfahrer mal darauf besinnen, dass Rückspiegel nicht zur Ergötzung am eigenen Anlitz verbaut worden sind, sondern zur Begutachtung des rückwärtigen Verkehrs und der korrekten Einschätzung dessen Geschwindigkeit.

Desweiteren bedeutet Blinker setzen nicht gleichzeitig das Vorrecht sofort und ohne Rücksicht auf Verluste die Spur zu wechseln...:rolleyes:

VOR Einleiten des Überholvorganges ist sicherzustellen, dass ich diesen ohne Behinderung und vor allem Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durchführen kann, im Zweifelsfalle gilt es darauf zu verzichten!

Und macht es wirklich Sinn wegen 3,43km/h Differenzgeschwindigkeit ein u.U. riskantes, aber zumindest den nachfolgenden Verkehr behindernden Überholmanöver einzuleiten...?

All dieses gilt natürlich auch für PKW-Lenker (soll ja kein "Truckerbashing" werden), allerdings geht von einem LKW durch schon allein durch seine Masse ein erhöhtes Gefährdungspotential aus; und schließlich sollten hinter dem Lenkrad eines Lasters auch ein "Profi" sitzen...;)

Auch als PKW-Lenker kann man zu einem Miteinander beitragen, in dem man z.B. im Berufsverkehr (wenn es eh nicht allzu zügig voran geht) auch mal eine Lücke lässt um ein LKW-Überholmanöver zu ermöglichen und nicht, wie leider oft gesehen, Lücken aus "Prinzip" noch schnell geschlossen werden...

Zitat:

Original geschrieben von SoulOfDarkness

Rein Theoretisch dürfte es zumindest auf ebenen Streckenabschnitten keine LKW-Überholmanöver geben, da auch ein voll beladener LKW dort die zulässige Höchstgeschwindigkeit erreichen wird und somit kein Grund des Überholens besteht, da auch alle anderen LKW diese Vmax einhalten müssten.

Eben, wir brauchen keine neuen Verbote sondern müssen nur die vorhandenen und sinnvollen Regeln mehr kontrollieren. Mittlerweile gibt es an immer mehr Autobahnen diese Schilderbrücken mit variablen anzeigen. Hier kann man gut abhängig von Tageszeit und Verkehrsdichte bei Bedarf ein Überholverbort anzeigen.

Ein Überholmanöver mit 1km/h Unterschied ist wenig sinnvoll, aber ebensowenig sinnvoll wäre es wegen einem langsamen Fahrzeug eine riesige langsame LKW-Kolonne zu produzieren.

Letztlich wollen wir alle zügig an unser Ziel - LKW wie PKW.

am 20. April 2010 um 7:31

Zitat:

Original geschrieben von letzterlude

 

Auch als PKW-Lenker kann man zu einem Miteinander beitragen, in dem man z.B. im Berufsverkehr (wenn es eh nicht allzu zügig voran geht) auch mal eine Lücke lässt um ein LKW-Überholmanöver zu ermöglichen und nicht, wie leider oft gesehen, Lücken aus "Prinzip" noch schnell geschlossen werden...

Tja. Heutzutage werden Lücken geschlossen, sobald sich erahnen lässt, dass einer wechseln möchte. Garantiert, sobald man seine Wechselabsichten mit dem Blinker kommuniziert.:(

Ein generelles Überholverbot finde ich schwachsinnig..

 

Eher sollte man beobachten wann und zu welchen Zeiten ein entsprechend hohes Verkehrsaufkommen herscht (Berufsverkehr/WE-verkehr etc.) und sollte dementsprechend handeln.

 

Generell bei zweispurigen wie auch dreispurigen komplettes Überholverbot kann man dadurch schnell entkräftigen, wenn zeitliche Verbote (wie vielerorts schon geschehen) bzw. je nach Verkehrsaufkommen entsprechend eingerichtet werden.

 

Vor allem in der Urlaubszeit wären mehrere Überholverbote sicher angebrachter wie zur "ruhigeren" Winterphase.

Nachts z.b. find ich es total irrsinnig da eh kaum Verkehr auf den Straßen ist. Die einzelnen die da hauptsächlich herumfahren, sind dann auf freier Bahn gemähchliche Fahrer oder zum Großteil auch die Mittelspurschnarchzapfen, wegen denen man immer alle drei Fahrspuren zum Überholen beanspruchen muss.

 

Dieses finde ich immer noch schlimmer als mal n Minütchen hinter nem Lkw herzufahren

am 23. April 2010 um 23:05

Ich habe nicht sofort bemerkt daß ich mit einem kleinem Jungen talke. Du mußt dir nicht irgendwelche fiktiven Ideen zurechtlegen. Meine Rückspiegel sind größer als deine Windschutzscheibe! Wenn ich also sage daß ich eine freie dritte Spur gesehen habe, dann ist das auch so. Du solltest wirklich den Rat deines Fahrschullehrers befolgen und öfter in den Rückspiegel zu sehen als auf das Handydisplay.

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Zitat:

Original geschrieben von carbooth

Hallo erstmal.

Ich bin Brummifahrer und wenn du auf der mittelspur unterwegs bist hat der Brummifahrer der "Rücksichtslos und ohne den Spiegel zu beachten", deiner meinung nach, schon längst gesehen daß du auf die 3.Spur wechseln kannst, was du natürlich nicht für Nötig hälst, da du ja sonst selber in den Rückspiegel sehen müßtest, was aber gar nicht in Frage kommt da du ja schon mit 110?km/h unterwegs bist. Wir Brummifahrer sind nicht Rücksichtslos sondern vorausschauend. Wenn die PKWfahrer einmal mehr in den Rückspiegel sehen würden als auf das Display vom Handy währe ein Reibungsloser ablauf des Strassenverkehres bestimmt gewährleistet.

MfG, carbooth

Hast du dann auch den 150-Fahrer gesehen, wegen dem ich nicht nach links kann, bevor du mir vor den Bug zimmerst?:confused:

am 23. April 2010 um 23:20

Also du meinst daß ein Farzeug das nich wesentlich schneller ist hinter dem vorausfahrendem bleiben soll? Gilt das deiner meinung nach nur für LKW? Wenn ich mit dem PKW unterwegs bin und Reise mit 130km/h glaubst du dan ernsthaft das ein anderes PKW mit einer Geschwindigkeit von 133 hinter mir bleibt? und villeicht sogar mit vorgeschriebenem Abstand? HA daß ich nicht lache!!! Das Problem liegt doch auf der Hand, wir haben eine zu schwache Infrastrucktur!!! Anstatt von Überholverboten zu Reden müßen mehr Fahrspuren gebaut werden, erst dann kann man von Ordentlichem und geregeltem Autobahnbetrieb reden.

Zitat:

Original geschrieben von SoulOfDarkness

Zitat:

Original geschrieben von Benz-Fan

Aber wahrscheinlich ist es besser, den Lkw betrieb durch noch mehr Osteuropäische LKW Fahrer zu ersetzen:rolleyes:

Gerade das ist doch aber sowieso die momentane Tendenz: immer mehr deutsche Trucker werden durch osteuropäische Abgelöst. Sei es durch Dumpingpreise von osteuropäischen Firmen oder durch niedrigere Gehaltsvorstellungen von osteuropäischen Arbeitskräften, die alle paar Wochen dann mal zurück in die Heimat fahren, um dort mit der Hälfte des Gehalts des deutschen Kollegen dennoch in Saus und Braus leben zu können...

Die paar in Deutschland wohnenden Trucker könnten nach einer Umstrukturierung des Güterverkehrs auf die Schiene durchaus in den dann entstehenden Logistikzentren der Bahnbetreiber für die Verteilung der Güter auf den Kurzstrecken einen neuen Job finden.

Ich bin grundsätzlich auch kein LKW-Hasser, aber wenn man sich mal anschaut, was sich innerhalb von Sekunden für eine Traube an PKWs hinter einem Elefantenrennen ansammelt ist oft Wahnsinn. Das Problem dabei ist, dass sich der anschließende Verkehrsfluss nur langsam normalisiert. Je höher das jeweilige Gesamtverkehrsaufkommen ist, um so höher ist die Gefahr, dass der Verkehrsfluss kollabiert - bis zum Stillstand in Form von Stau oder zwischenzeitlichem zähflüssigen Verkehr, der dann seltsamerweise links langsamer als rechts ist...

Und mal davon abgesehen: was macht es für einen Sinn, ein anderes Fahrzeug zu überholen, das eigentlich nicht schneller oder langsamer fahren dürfte, als man selbst?

Klar...gerade an bergauf-Strecken kann es schon mal vorkommen, dass der schwerbeladene LKW deutlich an Geschwindigkeit verliert. Der leichtere oder stärkere Hintermann kann dann schon mal vorbei ziehen. Das wär ja auch OK.

Aber verdammt nochmal: auf gerader, ebener Strecke fährt auch der vollbeladene LKW seine 80 km/h plus ein paar mehr (meisst ja so um die 90-100) - wenn auf ebener Strecke wegen 2 oder 5 km/h Geschwindigkeitsdifferenz überholt wird, dann tuts mir leid und ich tendiere ebenfalls zu einem generellen Überholverbot für LKW - mit Ausnahme von explizit dafür vorgesehenen und ausgebauten Teilabschnitten (3-Spurig, wie z.B. Bergauf zwischen Münster und OS).

Aber in der Ebene sehe ich keinen Sinn für Elefantenrennen.

am 23. April 2010 um 23:49

Also möchtest Du, nur weil deine Idee mit der höheren Maut zu Hauptzeiten gerne 2€ mehr für dein Schnitzel oder 20 Cent mehr für den Sprit zahlen? Die Mautgebühr trägt am Ende der Verbraucher. Die Firma legt die Maut schlußendlich auf den Verbraucher um. Ich denke daß man in den Hauptverkehrszeiten eine generelle Höchstgewindigkeit von z.B. 85 km/h für alle Verkehrsteilnehmer einführen sollte. Das entschärft die Ballungszeiten.

Mir schwillt der Hals wenn ich auf der A3 unterwegs bin und am Kreuz Breitscheid sich schon ein zähfließender Verkehr gebildet hat und die PKW auf der2. und 3, Spur 300meter vor der Ausfahrt den Rückwärtigen Verkehr SPERREN nur weil die ja auch rauswollen!!!Es sollte an AB-Kreuzen mindestens 1000meter vorher ein grundsätzliches Überholverbot gelten!!!

Zitat:

Original geschrieben von Meik´s 190er

Fahr doch mal LKW, dann wirst du eher ein Fahrverbot für PKW fordern ;)

Und was sagst du bei einer 20 und mehr LKW langen Schlange wenn ein Bus oder langsamer PKW mit 100 links die Kolonne überholt? Dann geht nichts mehr. Überholvorgänge entzerren das ganze. Sinnvoll sind die aber durchaus in Bereichen von Autobahnkreuzen oder hochbelasteten Strecken die eh mit niedrigem Tempolimit versehen sind. Das Chaos fängt dann an wenn eine "lahme Ente" dann den ganzen Verkehr aufhält. Ein Wohnwagen mit 60 ... :eek:

Die von PKW-Fahrern gebrachten Argumente passen eher für ein Tempolimit :p

Das mit der Maut fänd ich dagegen einen guten Vorschlag. Doppelter Preis wer zu Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags fährt. Trifft alle, deutsche wie ausländische LKW gleichermassen und könnte die typischen Berufsverkehrsstaus durchaus reduzieren.

Gruß Meik

Gruß Meik

am 24. April 2010 um 0:13

Zitat:

Original geschrieben von ScoobyDoo2

Hallo,

mal an die "Kein-Essen-im-Supermarkt" und "Arbeitsplätze-vernichten" Fraktion: Das sind die Totschlagargumente, die immer kommen, wenn jemand auch nur über das Thema LKW-Transporte nachdenkt. Erinnert mich sehr an diesen "Ich muss verhungern" Reflex, den Bauern seit Jahren an den Tag legen ;)

SO, du kaufst dein Schnitzel also beim Bauern und die Tulpen in Amsterdam?

Mal ernsthaft: Niemand will LKW-Transporte generell verbieten. Sie müssen sein, sind ein wesentlicher Bestandteil unseres gesellschaftlichen Wohlstandes und haben ihre Berechtigung. ABER: Das trifft nicht auf alle Transporte zu.

Warum nicht? Gehören "Unsinnige" Sachen nicht auch zur Privaten Befriedigung?

Wenn ich sehe, dass Torf (ein Produkt mit geringstem Warenwert und absolut unverderblich) von Litauen (glaube ich) nach Südeuropa transportiert wird, dann ist das ganz klar Unfug und heisst nichts anderen, als das LKW-Transporte viel zu billig sind. Und das Tiere über 1000ende von km transportiert werden, wil der Schlachthof da 10 cent billiger tötet (oder - schlimmer - die EU noch ein paar Euros zahlt) ist wohl ebenfalls blödsinnig. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen.

Da muß ich Dir absolut Recht geben, nur Firmenpolitisches Denken(dafür bekommt der Manager eine hohe Prämie!)

Der Staat muss hier eingreifen, denn ein BAB-Ausbau ist volkswirtschaftlich nicht vertretbar. Hier würde der Staat = Steuerzahler indirekt dafür einstehen, dass Unternehmen durch Abnutzung selbiger BABs Gewinne erwirtschaften. Das kann es nicht sein. Daher muss der Preis eines LKW-Transports auch dem volkswirtschaftlichen Aufwand entsprechen. Logisch werden Waren dadurch teurer. Das passiert aber immer, wenn Subventionen gestrichen werden.

Das Thema Gefährdung der Arbeitsplätze sehe ich absolut nicht so, da lediglich der ZUWACHS an Transporten gebremst wird. Die absolute Anzahl wird sich kaum noch ändern. Im Übrigen dürfte es deutlich billiger sein, Autobahnen nur noch an speziellen Stellen (z.B. Steigungen) als LKW-Überholstrecken (z.B. mit zwei exclusiven Brummi-Spuren) auszubauen

Das Argument mit den Kilometerlangen LKW-Kolonnen, die im Falle eines Überholverbotes dann die rechte Spur verstopfen, sticht übrigens nicht. Hierfür gibt es einschlägige Abstandsregeln die durchaus noch vergrößert werden könnten. Beispiel: Auf der A3 Köln->Frankfurt gibt es eine längere Strecke, auf der links und mitte Tempo 100 ist und rechts Tempo 40 + Überholverbot für LKW. Nicht, dass ich jetzt 40 für LKW fordern wollte, aber dort ist genau die Situation: Alle LKWs in der Schlange rechts, PKWs alle mitte und rechts. Ich habe dort noch nie erlebt, dass dadurch ein Stau ausgelöst wird.

Leider doch, da alle PKW aus der mittleren und linken Spur 50meter vor der Ausfahrt noch raus wollen und in Deutschland ein Reßverschlußverkehr aus 20 Fahrzeugen von links und 1 Fahrzeug von rechts bedeutet!!!!!!!!!!!!!!!!! Daß ein LKW aus der Königsklasse(40t) beim Anfahren sehr schwerfällig ist, wird von PKWFahrern "SCHAMLOS" ausgenutzt um alle Auszubremsen!!!

Übrigens: Die Aussage, dass Disponenten die Fahrer unter Druck setzen "weil der Kunde billig und schnell beliefert werden will" ist quatsch. Firmen - und damit auch Disponenten als deren Vertreter - streben nach Gewinnmaximierung. Ergo wird dieser Druck gleich sein, auch wenn der Kunde mehr zahlen würde. Den "Überschuss" steckt der Inhaber ein, der Fahrer wird nicht daran partizipieren.

Es sei aber auch angemerkt, dass sich viele Überlegungen auch auf PKW übertragen lassen. Nicht nur das Elefantenrennen verursacht Staus, sondern auch der PKW-Raser, der alles von der Spur drängelt. Aber die Themen PKW-Maut und generelles tempolimit wollte ich hier nicht anschneiden, da sie a) bereits an anderer Stelle diskutiert wurden und b) nicht direkt mit der Frage hier zusammenhängen.

Grüße,

Scooby

am 24. April 2010 um 0:35

Achte doch bitte das nächste mal wenn dir so etwas Passiert auf das Kennzeichen des LKW! Ich glaube kaum das mehr als 0,00001Promille davon Deutsche Kennzeichen haben!

Zitat:

Original geschrieben von chalid

Ich bin ebenfalls gegen ein generelles Überholverbot fürs LKWs. Stattdessen sollte man selbst Anzeige wegen Nötigung oä. einreichen wenn wieder so ein Depp meint, dass er ausscheren muss wenn du ihn gerade überholen willst. Ist mir vor kurzem selbst 2 mal hintereinander passiert, dass der LKW einen anderen überholen wollte (2 spurige Autobahn) und einfahc ausgeschert hat obwohl ich schon auf höhe des Anhängers war. Glücklicherweise ist nichts passiert. Sollten sich solche Anzeigen bei einem Fahrer häufen kann man die Konsequenz daraus ziehen ...

Zitat:

Original geschrieben von carbooth

Meine Rückspiegel sind größer als deine Windschutzscheibe! Wenn ich also sage daß ich eine freie dritte Spur gesehen habe, dann ist das auch so.

1. Hochmut kommt vor dem Fall.

2. Das sind dann die Leute die nach dem Crash zur Aussage geben: Den habe ich gar nicht gesehen, wo kommt der denn her.

Zitat:

Original geschrieben von carbooth

Also du meinst daß ein Farzeug das nich wesentlich schneller ist hinter dem vorausfahrendem bleiben soll? Gilt das deiner meinung nach nur für LKW? Wenn ich mit dem PKW unterwegs bin und Reise mit 130km/h glaubst du dan ernsthaft das ein anderes PKW mit einer Geschwindigkeit von 133 hinter mir bleibt? und villeicht sogar mit vorgeschriebenem Abstand? HA daß ich nicht lache!!! Das Problem liegt doch auf der Hand, wir haben eine zu schwache Infrastrucktur!!! Anstatt von Überholverboten zu Reden müßen mehr Fahrspuren gebaut werden, erst dann kann man von Ordentlichem und geregeltem Autobahnbetrieb reden.

Die geschilderten Situationen sind zwei Paar Schuhe. Jeder LKW ist in Deutschland zu einer HG von 80 km/h verdammt. Auf regulären Strecken sind jedoch deutlich höhere Geschwindigkeiten erlaubt.

Dein Beispiel mit den PKW und ihren 3 km/h Geschwindigkeitsdifferenz bringt lediglich hervor, dass es je nach beschilderter zul. HG ok sein kann, dass sie sich mit 3 km/h überholen (Ausnutzung des gesamten Verkehrsraumes nennt sich das, wenn sowieso nicht schneller als 130 gefahren werden darf) oder ob es sich (wenn z.B. mehr als 130 erlaubt sind) um einen Verstoß gegen §1 sowie §5 handelt, weil andere VTs unnötig behindert werden, obwohl technisch die Möglichkeit besteht, den Überholvorgang zu beschleunigen.

Wenn sich LKWs mit geringer Geschwindigkeitsdifferenz überholen, ist das fast immer ein Verstoß gegen mindestens diese beiden Paragraphen, da es nur wenige auf 80 limitierte AB-Abschnitte gibt, auf denen kein LKW-Überholverbot eingerichtet ist.

am 24. April 2010 um 11:07

Zitat:

Original geschrieben von joschi67

Zitat:

Original geschrieben von carbooth

Meine Rückspiegel sind größer als deine Windschutzscheibe! Wenn ich also sage daß ich eine freie dritte Spur gesehen habe, dann ist das auch so.

1. Hochmut kommt vor dem Fall.

2. Das sind dann die Leute die nach dem Crash zur Aussage geben: Den habe ich gar nicht gesehen, wo kommt der denn her.

Schreibe doch nicht immer so einen Kinderkram! Wiviel Fahrerfahrung hast du? 3000km im Monat? die mache ich in der Woche!Tue dir selbst einen gefallen und leih dir mal einen Siebenhalber aus(Darfst du den denn überhaupt schon Fahren, bist du schon so groß?) dann erst wirst du sehen wovon ich rede

am 24. April 2010 um 11:22

@carbooth: Ich bin durchaus für ein partnerschaftliches Miteinander zwischen LKW und PKW-Fahrern. Aber kann es sein, dass Du die ganze Geschichte ein wenig zu sehr durch die "Truckerbrille" siehst?

Um nur mal ein Beispiel zu nennen:

Zitat carbooth:"Ich denke daß man in den Hauptverkehrszeiten eine generelle Höchstgewindigkeit von z.B. 85 km/h für alle Verkehrsteilnehmer einführen sollte."

Warum? Damit man sich ungestörter Elefantenrennen auf allen verfügbaren Fahrbahnen liefern kann?:rolleyes: Oder gleich alle Spuren "dicht" machen kann (mit 85)....

Sorry aber ein MITeinander sieht anders aus...

 

 

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Generelles Überholverbot für LKW?