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Geldwerter Vorteil Firmenwagen vs. selbstgezahlte Spritkosten

Themenstarteram 1. März 2020 um 16:21

An sich eher eine Frage für ein Steuerforum, aber eventuell hat jemand von euch hierzu schon Erfahrungen.

Lt. aktueller Rechtssprechung sind selbst getragene Spritkosten eines Firmenwagens als Werbungskosten absetzbar, insbesondere auch bei Privatfahrten und mindern damit den geldwerten Vorteil.

Nehmen wir an ein AN erhält von seinem AG einen Firmenwagen mit einem Bruttolistenpreis von 50.000 Euro, Versteuerung erfolgt über 1%-Regelung. Der AG übernimmt alle Kosten im Zusammenhang mit dem KFZ außer die Spritkosten.

Bei einem Bruttolohn von 4.000 Euro und einer Entfernung von 15 Kilometer ergibt sich somit ein monatlicher geldwerter Vorteil von 725 Euro.

Diesem stehen Spritkosten in Höhe von 200 Euro gegenüber, welche für Privat- und Fahrten zwischen Wohnsitz - Arbeitsstätte aufgewendet wurden.

Wie können diese steuerlich geltend gemacht werden?

Ich verstehe es aktuell so das im Rahmen der Steuererklärung die Entfernung Wohnsitz - Arbeitsstätte mit der Fahrtkostenpauschale abgegolten sind, somit von den 200 Euro abgezogen werden müssen.

Der übrige Restbetrag wird dann als sonstige Werbungskosten angegeben.

Die Belege werden hierfür sicherlich benötigt, wie sieht es mit einem Fahrtenbuch aus?

Zusätzlich zu dieser Betrachtung könnte man hinzufügen das der AN pro Monat betriebliche Fahrten übernimmt, wie könnten diese vom AG gegengerechnet werden?

Schönes Rest-WE noch :)

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5 Antworten

Zitat:

Ich verstehe es aktuell so das im Rahmen der Steuererklärung die Entfernung Wohnsitz - Arbeitsstätte mit der Fahrtkostenpauschale abgegolten sind, somit von den 200 Euro abgezogen werden müssen.

Der übrige Restbetrag wird dann als sonstige Werbungskosten angegeben.

Mit welcher Begründung soll das möglich sein? Für die Fahrten zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte kann in jedem Fall die Pendlerpauschale geltend gemacht werden. Übrigens auch dann, wenn der AG sämtliche Kosten für den Firmenwagen trägt. Warum soll es aber dir als Firmenwagenfahrer möglich sein, darüber hinaus Werbungskosten geltend zu machen? Allenfalls für dienstlich veranlasste Fahrten, wozu der normale Arbeitsweg aber nicht zählt.

 

Richtig ist wohl, dass private Zuzahlungen (also vom Netto, nicht vom Brutto) zum Firmenwagen zu einer Minderung der 1% Pauschalversteuerung führen können. Hierzu am besten einen Fachmann einschalten, der verbindliche Auskunft geben kann (und es auch darf). Der Arbeitgeber muss dann natürlich auch mitspielen.

 

Das habe ich durch kurzes Googeln zu dem Thema gefunden:

 

https://www.haufe.de/.../zuzahlungen-des-arbeitnehmers_78_450420.html

 

Themenstarteram 1. März 2020 um 17:01

Zitat:

Mit welcher Begründung soll das möglich sein? Für die Fahrten zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte kann in jedem Fall die Pendlerpauschale geltend gemacht werden. Übrigens auch dann, wenn der AG sämtliche Kosten für den Firmenwagen trägt. Warum soll es aber dir als Firmenwagenfahrer möglich sein, darüber hinaus Werbungskosten geltend zu machen? Allenfalls für dienstlich veranlasste Fahrten, wozu der normale Arbeitsweg aber nicht zählt.

Interessant, von dieser Seite habe ich das noch gar nicht betrachtet.

Ich bin davon ausgegangen dass nicht doppelt gezahlt wird.

Zitat:

Richtig ist wohl, dass private Zuzahlungen (also vom Netto, nicht vom Brutto) zum Firmenwagen zu einer Minderung der 1% Pauschalversteuerung führen können. Hierzu am besten einen Fachmann einschalten, der verbindliche Auskunft geben kann (und es auch darf). Der Arbeitgeber muss dann natürlich auch mitspielen.

Das habe ich durch kurzes Googeln zu dem Thema gefunden:

https://www.haufe.de/.../zuzahlungen-des-arbeitnehmers_78_450420.html

Puh, das ist wirklich harter Tobak - Lohnsteuerabzugsverfahren.. da muss ich mich im Detail einlesen, danke für den Link!

Hier ist noch mehr zu dem Thema. Grundsätzlich kann man das anscheinend geltend machen.

 

https://www.haufe.de/.../...nwendung-1-prozent-regelung_78_294532.html

Praktiziere das seit 2 Jahren, setze alle selbst getragenen Kosten (in meinem Fall Benzin und Reinigung) steuerlich ab, da ich normal nach der 1% Regel den geldwerten Vorteil vorher versteuere. Keine Unterscheidung zwischen Fahrten zur Arbeit oder nicht. Absetzbarkeit bis maximal Höhe des geldwerten Vorteils möglich.

Themenstarteram 6. März 2020 um 8:53

Zitat:

@toelke schrieb am 4. März 2020 um 09:54:54 Uhr:

Praktiziere das seit 2 Jahren, setze alle selbst getragenen Kosten (in meinem Fall Benzin und Reinigung) steuerlich ab, da ich normal nach der 1% Regel den geldwerten Vorteil vorher versteuere. Keine Unterscheidung zwischen Fahrten zur Arbeit oder nicht. Absetzbarkeit bis maximal Höhe des geldwerten Vorteils möglich.

Danke für die Info!

Gab es hier Probleme mit der Anerkennung, bzw. musst du ein Fahrtenbuch führen?

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