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Gekauftes Auto als Firmenwagen auf Arbeitnehmer zulassen / Folgen?

Themenstarteram 5. Januar 2022 um 17:22

Hallo, hoffe ich bin hier einigermaßen richtig, falls nicht gerne verschieben.

1. Ist es möglich, dass ein gekaufter Firmenwagen, der im Betriebsvermögen aufgenommen werden soll, auf mich (AN) als Halter zugelassen wird und somit auch mein Ortskürzel auf dem Verkehrszeichen steht und dennoch alles andere vom Arbeitgeber bezahlt wird, sprich Versicherung, Benzin und so weiter und für ihn auch keine Probleme bei der Abschreibung/Steuer etc. entstehen?

2. Oder kann man z.B. auch mehrere Halter eintragen? Oder ist Halter =/ Besitzer und daher ist es eigentlich eh egal?

3. Eine weitere Frage ist, ob es da sonst auch Probleme mit der BAFA geben könnte und der Wagen zwingend auf die Firma zugelassen werden muss (E-Auto).

Über die Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens soll gar nicht diskutiert werden, nur ob es möglich ist...

Habe dazu aus einem anderen Forum zu dem 3. Punkt diesen Satz hier gefunden:

"(...) Wenn das Fahrzeug auf eine andere Person zugelassen wird, kann keine Förderung gewährt werden. Die Ausnahme hiervon stellt das Mitarbeiterleasing dar, wobei ein Unternehmen ein Fahrzeug durch gewerbliches Leasing erwirbt und die Zulassung auf einen Mitarbeiter erfolgt. (...)"

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55 Antworten

Gekauft ist aber nicht geleast.

Meines Wissens müssen Kfz bei der Zulassungsstelle zugelassen werden, in deren Bereich sich der Hauptwohnsitz des Halters befindet.

Ansonsten würde ich den Steuerberater der Firma befragen.

Themenstarteram 5. Januar 2022 um 18:14

Zitat:

@Oetteken schrieb am 5. Januar 2022 um 18:05:44 Uhr:

Gekauft ist aber nicht geleast.

Meines Wissens müssen Kfz bei der Zulassungsstelle zugelassen werden, in deren Bereich sich der Hauptwohnsitz des Halters befindet.

Ansonsten würde ich den Steuerberater der Firma befragen.

Wollte der Chef auch morgen machen. Es geht in erster Linie darum, dass das Ortskennzeichen von meinem Wohnort verwendet werden soll, sodass nicht sofort ersichtlich ist, dass es sich hierbei um einen Firmenwagen handelt. Ich müsste den Wagen natürlich noch ganz normal mit 0,5% versteuern.

Mit der BAFA soll es wohl funktionieren, die Frage ist halt auch, was man bei der Versicherung angeben würde. Firmenname mit Wohnort des Halters? Hmm

Ich meine, dass das so nicht funktionieren wird.

Für die Zulassung wird bei Privatpersonen der originale Personalausweis, mit Erst-Wohnsitz im Zulassungsbezirk benötigt.

Bei Zulassungen auf Firmen wird der Handelsregisterauszug oder die Gewerbeanmeldung und der original Personalausweis des Geschäftsführers benötigt, wobei der Firmensitz im Zulassungsbezirk liegen muss.

Du solltest das mit dem Steuerberater und der Zulassungsstelle klären.

Auf jeden Fall kann Besitz und Haltung eines Fahrzeuges völlig unterschiedlich sein.

Besitzer und Halter sind i.d.R. die gleiche Person.

Prinzipiell kann aber der Besitzer auch in Sibirien leben und der Halter bist Du

und meldest das Fahrzeug mit allen Verantwortlichkeiten des Betriebes hier an.

Der Besitzer des Fahrzeuges ist bei Dir die Firma und i.d.R. eine juristische Person

a la GmbH. Hier geht das Fahrzeug in das Anlagevermögen und wird auch

entsprechend abgeschrieben. Soweit kein Problem.

I.d.R. ist die Firma auch der Halter und zahlt die Betriebskosten und der AN

hat einen fixen geldwerten Vorteil zu versteuern oder führt ein Fahrtenbuch

um Privat-Fahrten und Betriebsfahrten zu trennen.

Die Firmenadresse ist aber dann auch Halter-Adresse.

Du willst aber Deine AN-Adresse auf dem Nrn.-Schild sehen.

Also könnte ich mir vorstellen, dass die Möglichkeit besteht, dass Deine

Firma formal an Deinem Wohnsitz eine Niederlassung buchhalterisch und

steuerlich definiert. Dadurch hättest Du möglicherweise Dein gewünschtes

Ortskennzeichen.

Sollte aber der Steuerberater am besten wissen.

Interessant ist aber in jedem Fall hier nach Klärung mal zu lesen,

was der Steuerberater sagt.

Die Zulassung bekommt der, der mit den erforderlichen Papieren bei der zuständigen Zulassungsstelle erscheint. Zuständigkeit hängt eben davon ab in welchem Kreis zugelassen werden soll.

Die Versicherung kann jemand anders übernehmen, das kann nur einen Aufpreis bei der Versicherung kosten.

Bei der KFZ Steuer wird normalerweise ein Kontonachweis gefordert, bei Privat reicht die Bankkarte. Ob da ein Konto von einer anderen Person oder Firma angegeben werden kann, weiß ich leider nicht.

 

Der Rest ist in der Tat etwas für nen Steuerberater...

 

Grüße

Steini

Themenstarteram 5. Januar 2022 um 19:41

Danke für die vielen tollen Anmerkungen.

Bei der Bafa-Beantragung sieht es ja ungefähr so aus:

Oben im Formular kann man auswählen wer der Antragsteller ist, sprich Firma oder Privatperson etc. Dort würde die Firma eingetragen werden.

Weiter unten gibt es dann eine Checkbox wo gefragt wird, ob es sich beim Antragsteller auch um den Fahrzeughalter handelt. Hier würde man nein anklicken und dann dort mich als Halter mit meinen Kontaktdaten angeben.

So müsste es denke ich ablaufen.

Nur was mich abschreckt ist die Passage aus der BAFA-PDF „(…) Wenn das Fahrzeug auf eine andere Person zugelassen wird, kann keine Förderung gewährt werden. Die Ausnahme hiervon stellt das Mitarbeiterleasing dar, wobei ein Unternehmen ein Fahrzeug durch gewerbliches Leasing erwirbt und die Zulassung auf einen Mitarbeiter erfolgt. (…)“

Wir haben das Fahrzeug ja gekauft und nicht geleast. Eigentlich sollte das aber ja keinen Unterschied machen für die Bafa, vielleicht ist die Formulierung auch einfach nicht eindeutig gewählt worden?

Themenstarteram 5. Januar 2022 um 20:07

Zitat:

@Oetteken schrieb am 5. Januar 2022 um 18:54:03 Uhr:

Ich meine, dass das so nicht funktionieren wird.

Für die Zulassung wird bei Privatpersonen der originale Personalausweis, mit Erst-Wohnsitz im Zulassungsbezirk benötigt.

Bei Zulassungen auf Firmen wird der Handelsregisterauszug oder die Gewerbeanmeldung und der original Personalausweis des Geschäftsführers benötigt, wobei der Firmensitz im Zulassungsbezirk liegen muss.

Du solltest das mit dem Steuerberater und der Zulassungsstelle klären.

Moin, danke für deinen Beitrag. Diesen Punkt konnte ich soeben mit einer Versicherung klären. Und zwar geht es folgendermaßen:

Also die Firma schließt den Vertrag beim Versicherungsunternehmen ab, mit der Firmenadresse als Rechnungsadresse. Rechnungen laufen also dahin.

Das Auto kann dann aber problemlos einem anderen Halter mit einem anderen Wohnsitz zugeordnet werden. Ist wohl gar kein Problem.

Tja versicherungstechnisch ist das kein Problem ... das ist klar.

Genau so kann Deine Oma die Rechnung übernehmen und die

Rechnungsadresse angeben.

Die Frage ist doch, wie landen die Betriebskosten bei der Firma,

wenn Du aber unbedingt das Kennzeichen an Deinem Wohnort

haben willst.

Wenn Dein Wohnort gelten soll, musst Du Dich als Halter an Deinem

Wohnsitz ausweisen und dann bekommst Du die Steuer-Rechnung.

Du bist der Betreiber des Fahrzeuges und nicht die Firma.

Die Firma will aber die Betriebskosten bei sich verbuchen.

Wie geht das?

Vielleicht ganz einfach aber irgendeine Brücke muss da geschlagen werden.

Vielleicht Deine Adresse als Firmen-Niederlassung, wie beschrieben.

Das ist mir schon klar, betrifft aber nur die Versicherung.

An deiner Stelle würde ich die beabsichtigte Konstellation nicht weiter verfolgen, denn die Fallstricke sind vielfältig.

Themenstarteram 5. Januar 2022 um 20:51

Zitat:

@GerhHue schrieb am 5. Januar 2022 um 20:31:36 Uhr:

Tja versicherungstechnisch ist das kein Problem ... das ist klar.

Genau so kann Deine Oma die Rechnung übernehmen und die

Rechnungsadresse angeben.

Die Frage ist doch, wie landen die Betriebskosten bei der Firma,

wenn Du aber unbedingt das Kennzeichen an Deinem Wohnort

haben willst.

Wenn Dein Wohnort gelten soll, musst Du Dich als Halter an Deinem

Wohnsitz ausweisen und dann bekommst Du die Steuer-Rechnung.

Du bist der Betreiber des Fahrzeuges und nicht die Firma.

Die Firma will aber die Betriebskosten bei sich verbuchen.

Wie geht das?

Vielleicht ganz einfach aber irgendeine Brücke muss da geschlagen werden.

Vielleicht Deine Adresse als Firmen-Niederlassung, wie beschrieben.

Die Firma ist weiterhin Eigentümer, besitzt ja auch den Brief und vermittelt mir den Wagen nur als Firmenwagen (0,5% Versteuerung). Die Rechnung des Fahrzeugkaufs läuft ja auch über die Firma und wird somit ins Betriebsvermögen genommen.

Das E-Auto hat eh keine KFZ-Steuer, daher werden dort auch keine Kosten anfallen, die man absetzen müsste. Die Versicherungskosten laufen dann ja ganz normal über die Firmenadresse, sowie auch die Ladekarten etc.

...normalerweise hat man als Firma aber auch eine Flottenversicherung... keine Ahnung, ob die da mitspielen, wenn plötzlich alle möglichen auf irgendwelche Leute zugelassenen Autos zusammengesammelt in der Flottenversicherung untergebracht werden sollen.

Wenn das laufen sollte, könnte das ein lukratives Geschäftsmodell sein... müßte man mal prüfen, das wäre eine gute zusätzliche Einnahmequelle für jede Firma mit einer solchen Flottenversicherung... wo die Prämie relativ konstant / verhandlungssache ist, egal ob da jetzt 50, 100, 150 oder 200 Autos drin sind.

Themenstarteram 5. Januar 2022 um 23:02

Zitat:

@Oetteken schrieb am 5. Januar 2022 um 20:34:58 Uhr:

Das ist mir schon klar, betrifft aber nur die Versicherung.

An deiner Stelle würde ich die beabsichtigte Konstellation nicht weiter verfolgen, denn die Fallstricke sind vielfältig.

Das muss leider was werden^^ Auto ist bestellt. Wie gesagt, wenn dieser komische Abschnitt in der BAFA-PDF nicht wäre, dann wäre das wohl alles kein Thema, aber ich habe jetzt einmal eine Nachricht an die BAFA geschickt um sicher zu sein. Würde mich doch sehr wundern wenn die Prämie nur bei einem geleasten Auto gezahlt werden würde und nicht, wenn das Auto von der Firma gekauft wurde.

Bin mal gespannt wie schnell die Antworten, aber ich gehe mal von 1-2 Wochen aus…

Wer kann einen Antrag stellen?

unternehmen auf die ein förderfähiges Fahrzeug zugelassen wird. 

Also wenn Deine Firma das Fahrzeug erwirbt und die Förderung abgreifen möchte, muss das Fahrzeug auf die Firma zugelassen werden.

Und das am Hauptsitz oder einer selbständigen Betriebstätte.

Wenn Deine Firma keinen Sitz im Zuständigkeitsbereich Deiner Zulassungsstelle hat,wird das nichts mit einem Ortskennzeichen Deines Wohnorts.

Oder halt auf die Forderung verzichten! Warum nicht,wenn das Kennzeichen so eine große Rolle spielt.

Kfz Kennzeichen kann man doch heutzutage mitnehmen. Wie wär's also mit Zulassung auf Dich für 4 Wochen, anschließend Umschreibung auf die Firma?

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