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GAP-Deckung und Haftpflichtschaden?

Themenstarteram 10. November 2021 um 22:11

Bei einem Leasingfahrzeug macht es ja Sinn, eine GAP Deckung mit abzuschließen, weil der Buchwert von der Leasing höher sein kann, als der Zeitwert vom Fahrzeug.

Wie ist das bei einem Haftpflichtschaden.

Ich bin also selber nicht Schuld am Totalschaden meines Autos.

Muss hier die gegnerische Haftpflicht die Differenz von Zeitwert zum Buchwert der Leasing bezahlen?

Oder brauche ich hierfür auch meine eigene GAP Deckung?

Gibts da Urteile dazu?

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11 Antworten

Du bekommst den Wiederbeschaffungswert ersetzt.

Wenn es dann eine Lücke gibt, benötigst du die GAP-Deckung.

Solche Fragen würde ich aber mit dem Leasinggeber schriftlich klären.

Themenstarteram 11. November 2021 um 9:40

Dass es die Lücke gibt ist mir ja klar.

Ich wollte nur wissen, ob ich die Lücke in KH auch selber versichern muss oder ob mir da Schadensersatz vom Unfallverursacher zusteht.

Mich wundert es, dass mir da kein Ersatz vom Unfallverursacher zusteht.

Gibts zu dem Thema Gerichtsurteile?

GAP kannst Du nur für Vollkasko abschließen, für Haftpflicht gibt es das nicht.

Beim Leasing ist es so, dass du anfangs zu niedrige Raten zahlst.

Warum sollte die Gegenseite das ersetzen?

Der Wiederbeschaffungswert ist der Maßstab, warum sollten Leasingnehmer da bevorteilt werden.

Wenn man ein Fahrzeug eigenfinanziert, muß man eine Neuwertversicherung auch selbst abschließen.

remarque hat es doch schon richtig beschrieben. GAP gibt es bei HP nicht. Da gibt es nur Anwalt und Gutachter um das bestmögliche Ergebnis rauszuholen, wenn einem jemand das Blechle zerknittert hat.

Zitat:

@Oetteken schrieb am 11. November 2021 um 11:28:50 Uhr:

...

Wenn man ein Fahrzeug eigenfinanziert, muß man eine Neuwertversicherung auch selbst abschließen.

Eine Neupreisentschädigung, die es aber wieder nur in der Kasko gibt, oder? In dem Fall, wo die Haftpflicht des Gegners regulieren muß, bekommt man dann wieder nur den WBW?

Einen bedingte Alternative bieten z.B. die Klauseln der BMW Bank für ihre Kunden: sie verzichtet auf die GAP, wenn man erneut ein Fahrzeug über sie least oder finanziert. Kommt dann im Einzelfall darauf an, ob man mit dieser Einschränkung leben kann.

Man muss sich die günstigste Variante raussuchen.

In jedem Fall wäre die Konsultation eines Fachanwalts mit Tätigkeitsschwerpunkt Verkehrsrecht sinnvoll, den die Gegenseite voll zu tragen hat, wenn man schuldlos ist.

Sehr häufig ist aber eine Mitschuld vorhanden, da kommt dann die Möglichkeit des Quotenvorrechts infrage.

Ob das Quotenvorrecht auch bei Alleinschuld des Unfallgegners angewandt werden kann und ob das Sinn macht, weiß ich aber nicht, kann es mir aber vorstellen.

Ansonsten gibt es aber, so wie allgemein im Leben, keine 100 % Sicherheit für alle denkbaren Konstellationen.

Zitat:

@remarque4711 schrieb am 11. November 2021 um 09:46:05 Uhr:

GAP kannst Du nur für Vollkasko abschließen, für Haftpflicht gibt es das nicht.

Aber die eigene Vollkasko mit GAP-Abdeckung schließt auch im HP-Fall die Lücke, die ggf nach Regulierung der gegnerischen HP noch bleibt.

Zitat:

@KaulKalkhoffe schrieb am 11. Nov. 2021 um 09:40:11 Uhr:

Ich wollte nur wissen, ob ich die Lücke in KH auch selber versichern muss oder ob mir da Schadensersatz vom Unfallverursacher zusteht.

Die Frage des TE war diese, die habe ich beantwortet. Selber GAP in KH versichern geht nicht.

Zitat:

@motor_talking schrieb am 11. November 2021 um 13:47:13 Uhr:

 

Einen bedingte Alternative bieten z.B. die Klauseln der BMW Bank für ihre Kunden: sie verzichtet auf die GAP, wenn man erneut ein Fahrzeug über sie least oder finanziert. Kommt dann im Einzelfall darauf an, ob man mit dieser Einschränkung leben kann.

BMW verzichtet nicht auf die GAP, sondern GAP ist inclusive, wenn man innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder einen BMW least

Themenstarteram 11. November 2021 um 18:48

Zitat:

@Oetteken schrieb am 11. November 2021 um 11:28:50 Uhr:

Beim Leasing ist es so, dass du anfangs zu niedrige Raten zahlst.

Warum sollte die Gegenseite das ersetzen?

Der Wiederbeschaffungswert ist der Maßstab, warum sollten Leasingnehmer da bevorteilt werden.

Wenn man ein Fahrzeug eigenfinanziert, muß man eine Neuwertversicherung auch selbst abschließen.

Das ist der springende Punkt und der leuchtet mir jetzt auch ein.

Da die Leasingraten ja gleich über die gesammte Laufzeit bleiben, treffen sich Restwert und von mir bezahlter Gesamtbeitrag erst am Ende der Laufzeit.

Wenn mein Auto jetzt nach z.B. einem Jahr geschrottet wird, so hätte ich bei längerer Leasingdauer, selber eigentlich schon mehr bezahlen müssen, da der Wertverlust bis zu dem Zeitpunkt ja auch schon höher war.

Habe ich beim Leasing aber nicht gemacht.

Somit ist das auch richtig, dass die Differenz dann zu meinen Lasten gehen muss, und nicht zu Lasten des Unfallverursachers.

Hatte ich so nicht gesehen, aber jetzt ist mir das schon klar.

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