- Startseite
- Forum
- Wissen
- Verkehr & Sicherheit
- Fragen an die Polizei
Fragen an die Polizei
Hier im Forum sind ja auch Polizisten vertreten. Ich habe mir daher gedacht ein Threat zu machen, wo man die Polizei Sachen fragen kann.
Frage an die Herr Polizisten: Wärt ihr dabei? Müssen nicht immer Antworten mit entsprechenden Gesetzenartikel sein, sondern einfach mal ein Ansatz, an dem man anknüpfen kann.
Ich wäre aber froh, wenn nicht ständig dazwischen geschrieben wird, damits übersichtlich bleibt, schliesslich kann es uns allen mal behilflich sein.
Beste Antwort im Thema
Kann die Polizei eigentlich "Verbrechen gegen den guten Geschmack" ahnden? :D
Ähnliche Themen
1598 Antworten
Hab auch noch ne Frage an die Rennleiter, nachdem ich mich in nem gigantischen Act durch den Thread gekämpft hab ;)
Dazu muss ich aber etwas länger ausholen.
Alle Fzge in der Familie sind auf Vatern gemeldet. Der wiederum ist in seiner eigenen beamtlichen Tätigkeit mit einem Streifenpolizisten zusammengerückt, der in der für unsere Gemeinde zuständigen PI arbeitet (er wollte ihn nicht vom Hof fahren lassen, da sein Gegenüber zwar außer Dienst, aber offensichtlich angetrunken war). Kurz nach diesem Vorfall wurde ich in meinem Auto (wie gesagt, zugelassen auf Vater) in zwei Wochen 10 Mal einer "allgemeinen Verkehrskontrolle" unterzogen... Alle vier auf ihn gemeldeten Fahrzeuge brachten es auf gesamt 34 Kontrollen in diesen zwei Wochen. Hierbei war es einmal sogar so krass, dass, als ich morgens Richtung Schule aus unserer Garageneinfahrt rollte, etwa 30m weiter Abblendlicht anging und ich paar Meter weiter rechts draußen stand und wieder mal meine Papiere durchs Fenster reichte. Ich muss hinzufügen, dass es eine kleine Nebenstraße ist, in der durchfahrende Streifenwagen so selten wie fliegende Kühe sind...
Meine Mutter musste knapp 45 Minuten warten, bis die netten Herren (meist die selben zwei) die ordnungsgemäße Eintragung des Auspuffs und der (leider serienmäßigen, ich weiß nicht was es da zu überprüfen gibt) Alufelgen per Funk nachgeprüft hatten.
Nach den zwei Wochen war die Gängelung zwar wieder vorbei, aber das Ganze war doch nicht ganz sauber, oder?
Was außer einer DAB (davon bekamen die Herren in den letzten drei, vier Tagen jede Menge) wäre hier denn noch einleitbar gewesen? Ist jetzt schon wieder eine Weile her, mir ging's hier mehr mal darum, mit Insidern zu sprechen...
Zitat:
Original geschrieben von Broti
Was außer einer DAB (davon bekamen die Herren in den letzten drei, vier Tagen jede Menge) wäre hier denn noch einleitbar gewesen?
Ein paar "Freunde" mit stark ausgeprägtem Migrationshintergrund aus Richtung Ost mit in's Auto laden und bei der nächsten Polizeikontrolle höflich (!) darum bitten, künftige Schikanen zu unterlassen. Ohne jede Drohung - ganz legal.
Zitat:
Original geschrieben von Broti
Hab auch noch ne Frage an die Rennleiter, nachdem ich mich in nem gigantischen Act durch den Thread gekämpft hab ;)
Dazu muss ich aber etwas länger ausholen.
Alle Fzge in der Familie sind auf Vatern gemeldet. Der wiederum ist in seiner eigenen beamtlichen Tätigkeit mit einem Streifenpolizisten zusammengerückt, der in der für unsere Gemeinde zuständigen PI arbeitet (er wollte ihn nicht vom Hof fahren lassen, da sein Gegenüber zwar außer Dienst, aber offensichtlich angetrunken war). Kurz nach diesem Vorfall wurde ich in meinem Auto (wie gesagt, zugelassen auf Vater) in zwei Wochen 10 Mal einer "allgemeinen Verkehrskontrolle" unterzogen... Alle vier auf ihn gemeldeten Fahrzeuge brachten es auf gesamt 34 Kontrollen in diesen zwei Wochen. Hierbei war es einmal sogar so krass, dass, als ich morgens Richtung Schule aus unserer Garageneinfahrt rollte, etwa 30m weiter Abblendlicht anging und ich paar Meter weiter rechts draußen stand und wieder mal meine Papiere durchs Fenster reichte. Ich muss hinzufügen, dass es eine kleine Nebenstraße ist, in der durchfahrende Streifenwagen so selten wie fliegende Kühe sind...
Meine Mutter musste knapp 45 Minuten warten, bis die netten Herren (meist die selben zwei) die ordnungsgemäße Eintragung des Auspuffs und der (leider serienmäßigen, ich weiß nicht was es da zu überprüfen gibt) Alufelgen per Funk nachgeprüft hatten.
Nach den zwei Wochen war die Gängelung zwar wieder vorbei, aber das Ganze war doch nicht ganz sauber, oder?
Was außer einer DAB (davon bekamen die Herren in den letzten drei, vier Tagen jede Menge) wäre hier denn noch einleitbar gewesen? Ist jetzt schon wieder eine Weile her, mir ging's hier mehr mal darum, mit Insidern zu sprechen...
Holla.
Hmmmm. Du verlangst, daß ein Polizist Dir Vorschläge gibt wie Du einen seiner Kollegen in die Pfanne hauen kannst ?
Bin mal gespannt, ob Du Antworten bekommst ;)
Nun, ich denke, daß das Ergebnis der Dienstaufsichtsbeschwerde (DAB) nicht den Effekt haben wird, den Du Dir erhoffst. Klar, sie scheinen es übertrieben zu haben. Aber mehr wie einen mündlichen Verweis wird es wahrscheinlich nicht geben. Die Gängelung wurde ja inzwischen eingestellt.
Sinnvoller wäre es vielleicht gewesen, nach der ersten Woche zum Nachbarn hinzugehen und ihn direkt darauf anzusprechen mit dem Hinweis, daß Du die Vermutung hast (Beweisen kannst Du es ja nicht), daß die Kontrollen auf Grund des Vorfalles mit Deinem Vater erfolgen und er (der Nachbar) sich doch glücklich schätzen solle, daß es so gelaufen ist und nicht anders. Denn wenn Dein Vater ihn hätte fahren lassen, hätte er auch eine Anzeige erstatten können oder er wäre vielleicht sogar angehalten worden. Beides für einen Polizisten nicht unbedingt vorteilhaft.
Hätte der Nachbar die Türe nicht aufgemacht, wäre eine weitere Möglichkeit den Sachverhalt da zu klären, wo er nicht weg kann. Auf dem Revier. Aber erstmal unter 4 Augen.
Dies signalisiert einerseits, daß man bereit ist, das Ganze gütlich zu einigen, andererseits aber auch, daß man bereit ist weiterzugehen.
Hätte dies nicht geholfen, wäre dies ein weiterer Punkt, den man in der DAB hätte angeben können. Ersteinmal versucht das Ganze auf sachlicher Ebene untereinander zu klären. Wenn dies nicht hilft, dann den nächsten Schritt.
Ciao
F 213
Frage an die mitlesenden und mitschreibenden Polizeibeamten:
Würdest du diesen Beruf zum jetzigen Zeitpunkt nochmal ergreifen ?
Grund der Frage: mein alter Herr ist ehemaliger Kollege -mittlerer Dienst-, seit 12 jahren in Pension- (für in den 60ern BAB-Dienst rund um S. - dann Dorfrevier - Wechselschichten mit imho unmenschlichen Zeitintervallen, später Bepo Ausbildung-Fahrschule, SW-Demos -Schirrmeister-Werkstatt usw),
und ich erlebe als Angehöriger ,wie der ehemalige Dienstherr seine Versorgungszusagen sukzessive abschmilzt und quasi die Leute vera......und als Manövriermasse je nach Kassenlage mißbraucht.......
Er hätte es sich gewünscht, daß auch ein Laufbahn einschlage, aber ich habe es nicht getan und was ich heute sehe, wie die Polizeibeamten für politische Versäumnise den Kopf (und den Körper ) hinhalten müssen, bin ich gottfroh , daß ich was völlig anderes gemacht habe.
Zu meinen Erfahrungen mit Polizeibeamten: 98-99 % sind völlig ok und sogar besser als der Job erlaubt ;), aber diese 1-2 % der Kollegen, wenn man mit diesen zu tun bekommt......ist man "Hans-Arsch"......
Das traurige dabei für den Normal-Bürger ist, diese 1-2 % werden durch den "Chorpsgeist" der Kollegenschaft gedeckt, da diese weiterhin täglich mit mit diesen "unangenehmen" Kollegen zusammenarbeiten und auskommen müssen .
Wenn man sich gegen eine ungerechte Vorgehensweise (DAB-Staatsanwaltschaft )wehren möchte, läuft man gegen Wände..(auch schon erlebt)--
mA völlig zwecklos....da die Staatsanwaltschaft auf gute Zusammenarbeit mit dem ausführenden Organ der Polizei dringendst angewiesen ist.
Nun ja, schreibt mal los, bin gespannt, wie sich die Anwesenden äußern....
Zitat:
Original geschrieben von Smileymanni
Wenn man sich gegen eine ungerechte Vorgehensweise (DAB-Staatsanwaltschaft )wehren möchte, läuft man gegen Wände..(auch schon erlebt)--
mA völlig zwecklos....da die Staatsanwaltschaft auf gute Zusammenarbeit mit dem ausführenden Organ der Polizei dringendst angewiesen ist.
Nun ja, schreibt mal los, bin gespannt, wie sich die Anwesenden äußern....
Hi Smileymanni.
Im Großen und Ganzen sehe ich es so wie Du.
Der o. g. Fall wird auf Grund seiner doch kleinen Tragweite nicht einem Staatsanwalt vorgelegt werden.
Aber, und das haben hier in Hessen einige Vorgänge gezeigt, alles lassen die Herren Staatsanwälte auch nicht durchgehen. Z. B. haben hier in Hessen Polizeibeamte Autofahrer "empfohlen" ein höheres Bußgeld direkt an den Polizeibeamten zu zahlen. Der Autofahrer hat sich aber davon nicht beeindrucken lassen und beim vereinbarten Treffpunkt gleich ein Fernsehteam mitgebracht. Sternchenträger aufgeflogen und Job verloren.
Außerdem muß man heutzutage immer damit rechnen, daß alle Instanzen ausgereizt werden. Und irgendwann kommt man an einen Richter, dem es mehr oder weniger egal ist ob es einen Sternchenträger mehr gibt oder nicht.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Beschwerden gegen Polizeibeamte durchaus sehr ernsthaft vom Dienstherr geprüft werden. Auch Strafanzeigen werden von der StA durchaus nicht sofort eingestellt, nur weil es die Polizei betrifft. Es gibt genügend Polizisten, die ihr Lehrgeld schon zahlen mussten. Es ist vielmehr so, dass viele Strafanzeigen unbegründet sind ob dies nun ein Polizist oder ein Privatmann ist, der angeizeigt wurde.
Hab schon selbst erlebt, wie eine absurde Beschwerde-Email, die absolut unbegründet war, für einige Stellungnahmen sorgte, die sich, wie man sich denken kann, sehr sehr positiv niederschlägt in der Personalakte.
Mein Rat: Der Dienststelle zu Händen des Revierleiters ein sachlichen Brief schreiben in der die Situation erläutert wird oder falls dies zu lange geht direkt bei ihm vorbei gehen und die Sache klären. Der Leiter der entsprechenden Dienststelle wird die Sache wenn begründet sicher nicht auf sich sitzen lassen und probieren die Sache zu klären. Ist ja immer ne schlechte Presse sowas.
@gift:
Deinem Beitrag bezüglich der Gängelei unter Nachbarn ist nichts hinzuzufügen.....offene, klärende Worte sind angesagt. Genau das hätte ich so auch geschrieben.
@smileymanni:
Ich bin seit 24 Jahren bei der Polizei. Und Ja! Ich würde wieder da anfangen. Meine Motivation dazu erläutere ich mal nicht. Ich will nur einen kurzen Hinweis zu Kürzungen, pp. geben:
Sicherlich wird gekürzt. Aber wahrlich nicht nur im öffentlichen Dienst. Zudem gibt es ja auch eine verfassungsrechtlich manifestierte Besitzstandswahrung. Ich will Deinem Vater nicht zu nahe treten. Aber so wird Du schreibst, wird er 75 % von A 9 als Pension bekommen. Und zudem - wenn er sich zu seiner aktiven Zeit pfiffig vorversichert hat - auch einen halbwegs erträglichen Krankenkassensatz bezahlen. Hat er nicht vorgesorgt, kostet das natürlich richtig.
Aber wie dem auch sei.....mach Dir mal den Spaß und rechne 75 % von A 9 aus......und dann schreibe hier im Chat mal, wieviel das ist........Du wirst erstaunt sein. Soviel bekommt kaum jemand, der noch im aktiven Berufsleben steht - geschweige den gesetzlich versicherte Rentner!!
Dazu kommt, dass er während seiner aktiven Dienstzeit Freie Heilfürsorge genossen hat. D.h., er hat nichts für die Krankenkasse bezahlt.
Ich bin Angehöriger des gehobenen Dienstes.......das, was ich verdiene, bekommt ein studierter Bankkaufman in einer "normalen Stellung" nicht ausgezahlt.
Es wird bei der Polizei (und auch sonst im öfentlichen Dienst) unheimlich viel gemeckert. M.E. nach auf viel zu hohem Niveau. Denn das, was wir geniessen (den Status eines Beamten auf Lebenszeit und die damit verbundene -generelle- Unkündbarkeit), ist in heutigen Zeiten unbezahlbar!
Und genau das wird zu oft von Beamten vergessen!!!
Zitat:
Original geschrieben von winjen66
Aber wie dem auch sei.....mach Dir mal den Spaß und rechne 75 % von A 9 aus......und dann schreibe hier im Chat mal, wieviel das ist........Du wirst erstaunt sein. Soviel bekommt kaum jemand, der noch im aktiven Berufsleben steht - geschweige den gesetzlich versicherte Rentner!!
Kannst Du für die Nichteingeweihten mal beschreiben, wie die Besoldungstabellen zu lesen sind? In der Gruppe A9 finde ich je nach "Stufe" Beträge zwischen ca. 1800 und 2500 Euro. Ich nehme an, es handelt sich um Bruttobeträge, von denen nur noch Einkommensteuer, aber keine RV/KV/AV mehr abgeht? Wahrscheinlich kommen auch noch diverse Zuschläge hinzu?
Wie werden denn die 75% Pension besteuert und auf welcher Bemessungsgrundlage werden sie berechnet?
Bankkaufmann ist übrigens ein Lehrberuf. Studierte BWLer haben 2500 Brutto als Einstiegsgehalt, wenn sie in einer strukturschwachen Region arbeiten.
Oliver
Zitat:
Original geschrieben von winjen66
Es wird bei der Polizei (und auch sonst im öfentlichen Dienst) unheimlich viel gemeckert. M.E. nach auf viel zu hohem Niveau. Denn das, was wir geniessen (den Status eines Beamten auf Lebenszeit und die damit verbundene -generelle- Unkündbarkeit), ist in heutigen Zeiten unbezahlbar!
Und genau das wird zu oft von Beamten vergessen!!!
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Auch mir als Bankmensch geht es recht gut, trotzdem muss man immer mal bedenken, wo man herkommt und wie es einem im Verhältnis zum Durchschnitt geht.
Und ich ziehe vor jedem den Hut der hier im Osten für vielleicht 1000,-€ netto die ganze Woche von der Familie getrennt auf Montage sonstwo ist.....
Und der weiss nicht, wielange das Geld noch kommt und wann es mal wieder pünktlich gezahlt wird.
In diesem Sinne...
Zitat:
Original geschrieben von Smileymanni
Würdest du diesen Beruf zum jetzigen Zeitpunkt nochmal ergreifen ?
Grund der Frage: mein alter Herr ist ehemaliger Kollege -mittlerer Dienst-, seit 12 jahren in Pension- (für in den 60ern BAB-Dienst rund um S. - dann Dorfrevier - Wechselschichten mit imho unmenschlichen Zeitintervallen, später Bepo Ausbildung-Fahrschule, SW-Demos -Schirrmeister-Werkstatt usw),
Wenn dein Vater dies alles freiwillig gemacht hat, also die unterschiedlichen Sparten dieses Berufs (Autobahnrevier, Polizeirevier, Bepo, Fahrlehrer, Einsatzhunderschaft (Demos), Kfz-Werkstatt) hast du einen Grund wieso manche diesen Beruf so schätzen schon genannt. Die Vielseitigkeit.
Als Polizist kannst du nicht nur den alltäglichen Streifendienst verrichten, sondern eben auch in andere Sparten wechseln und als Mechaniker, Fahrlehrer oder sogar Koch (in den Bereitschaftspolizieabteilungen) arbeiten.
Auch beim "normalen" Polizeidienst hat man nicht nur den Streifendienst als möglichkeit. Es gibt noch die Kripo, die Verwaltung, die EDV, Verkehrspolizei, Hundestaffel, Pferdestaffel, MEK, SEK, Europol, Gemeinsame Dienststellen innerhalb der EU (z.B. Deutsch-Französisches-Zentrum in Kehl) usw. usw. .
Und selbst in den einzelnen Dienststellen wiederum gibt es je nach Größe des Reviers/der Kripo bzw. der Polizeidirektion einen Ermittlungsdienst, Anzeigendienst, Ermittlungsgruppen, Fandungstrupps usw. Selbst wenn man mehr Verwaltung machen will gibt es möglichkeiten. Es muss ja jemand die Rechnungen stellen, Statistiken zusammentragen und Dienstpläne erstellen.
Ok, wenn man natürlich unfreiwillig zu den einzelnen Dienststellen geschickt wird, womöglich noch weit weg von zuhause kann dies auch zum NAchteil dieses Berufs werden.
Zitat:
Original geschrieben von os-m
Zitat:
Original geschrieben von winjen66
Aber wie dem auch sei.....mach Dir mal den Spaß und rechne 75 % von A 9 aus......und dann schreibe hier im Chat mal, wieviel das ist........Du wirst erstaunt sein. Soviel bekommt kaum jemand, der noch im aktiven Berufsleben steht - geschweige den gesetzlich versicherte Rentner!!
Kannst Du für die Nichteingeweihten mal beschreiben, wie die Besoldungstabellen zu lesen sind? In der Gruppe A9 finde ich je nach "Stufe" Beträge zwischen ca. 1800 und 2500 Euro. Ich nehme an, es handelt sich um Bruttobeträge, von denen nur noch Einkommensteuer, aber keine RV/KV/AV mehr abgeht? Wahrscheinlich kommen auch noch diverse Zuschläge hinzu?
Wie werden denn die 75% Pension besteuert und auf welcher Bemessungsgrundlage werden sie berechnet?
Bankkaufmann ist übrigens ein Lehrberuf. Studierte BWLer haben 2500 Brutto als Einstiegsgehalt, wenn sie in einer strukturschwachen Region arbeiten.
Oliver
Die Tabelle ist einfach zu lesen. Da Dein Vater A 9 ist gehst Du in die Spalte für A 9 und dann ganz nach rechts, da Dein Vater die höchste Dienstaltersstufe hat.
Hinzuzurechnen sind etwaige Zuschläge wie z. B. Stellenzulage, Gefahrenzulage etc. Da kenne ich mich jetzt nicht aus. Da ich Schreibtischtäter bin, bekomme ich lediglich eine allgemeine Stellenzulage.
Sozialversicherungsbeiträge fallen nicht an. KV könnte anfallen, da je nachdem in welchem Bundesland Dein Vater Dienst macht, die Hälfte der Krankheitskosten das Land übernimmt.
Thema Besteuerung: Es fallen weiterhin Lohnsteuer, SolZ und KiSt an.
Aber lange Rede kurzer Sinn, schau hier mal hin:
Danke, F213
es handelt sich allerdings hier nicht um meinen Vater, der war kein Beamter.
Die Beträge finde ich soweit nicht übertrieben hoch, eher im Gegenteil. Man muß schon die Jobsicherheit und (Über-?)Versorgung im Alter gegenrechnen, dann stimmt das Gesamtpaket wieder. Was die Jobsicherheit betrifft, wird aber eines oft übersehen: Die Sicherheit wird auch mit einem Preis erkauft: Für die meisten Beamten gibt es keine entsprechenden Jobs in der freien Wirtschaft, auf die sie sich bewerben könnten, wenn sie ihren derzeitigen Job - aus welchen Gründen auch immer - wechseln wollten.
Oliver
Zitat:
Die Beträge finde ich soweit nicht übertrieben hoch, eher im Gegenteil. Man muß schon die Jobsicherheit und (Über-?)Versorgung im Alter gegenrechnen, dann stimmt das Gesamtpaket wieder.
Nicht übertieben hoch aber üppig. Kommt natürlich auch den Standpunkt an.
Als ich während meiner Ausbildung 2 Jahre die Schulbank drücken musste, habe ich 800,- Euro verdient. Ok, es waren noch insgesamt 6 Monate Praktikum auf der Dienststelle dabei aber trotzdem nicht schlecht für zur Schule gehen.
Nach der Ausbildung (A7), hab ich gleich geheiratet, bin zum Streifendienst und hab schließlich ein Kind in die Welt gesetzt (naja, meine Frau). Das hat mir mittlerweile mit den verschiedenen Zulagen und Steuervergünstigungen in Klasse 3 (ich zahle lediglich im Schnitt 120,- Euro Steuern/Monat) einen Gehalt von ca. 2300,- Euro ausbezahlt im Schnitt erbracht.
Das ist doch nicht schlecht mit Mittlerem Bildungsabschluss und irgendwo leicht verdientes Geld im Streifendienst. Gegenargumente: Hohes Risiko, Viel Stress und Anstrengung (vor allem psychisch, aber auch physisch), immer mehr Kürzungen, Pensionen und Krankenversicherung wird immer mehr geschröpft, Schichtdienst.
Hätt ich Abitur und einige Fähigkeiten in gewissen Bereichen würde ich sicher gleich viel oder sogar mehr verdienen in der freien Witschaft wenn ich es geschickt gemacht hätte. Ich habe aber letztens erfahren, dass unser Hausarzt als "gelernter" Assistenzarzt im Krankenhaus (ca. 15 Jahre her) anfangs knappe 5000,- DM verdient hat. Auch nicht die Welt, auch wenn es sich mittlerweile bei ihm um ein vielfaches gesteigert hat und bei mir wohl noch nen paar Jahre +/- ca. 200,- Euro auf dem Stand bleiben wird.
Ganz vergessen: Bei uns ist die Krankenversicherung (Heilfürsorge) zwar zu 100% vom Staat gedeckt und ich kriege selbst nach der Pensionierung 70% anteilig gezahlt, aber die Kostenerstattung ist eher dürftig bis miserabel wie auch bei den Gesetzlichen. Ohne Zusatzversicherungen geht es da auch fast nicht, wenn man nicht andauernd draufzahlen will. Die Pension ist ja ebenfalls gedeckt, aber da es sich hierbei derzeit um unter 75% handelt und bis ich in Pension gehe sicher 50% oder weniger, muss man da natürlich auch noch selbst einiges an Kohle jeden Monat anspraren/absichern.
Zitat:
Was die Jobsicherheit betrifft, wird aber eines oft übersehen: Die Sicherheit wird auch mit einem Preis erkauft: Für die meisten Beamten gibt es keine entsprechenden Jobs in der freien Wirtschaft, auf die sie sich bewerben könnten, wenn sie ihren derzeitigen Job -aus welchen Gründen auch immer - wechseln wollten.
Stimmt. Wenn gefragt wird, was für einen Beruf ich erlernt habe, müsste ich "keinen" angeben. Denn Polizeibeamter ist kein annerkannter Lehrberuf, da die Ausbildung den geforderten Kriterien nicht entspricht. Ich denke das liegt u.a. daran, dass die allgemeinbildenden Fächer nicht so ausführlich oder gar nicht unterrichtet werden bzw. daran, dass der Unterrichtsstoff nicht den Kriterien entspricht. Wir hatten z.B. kein Mathe, kein Erdkunde und keine Geschichte. In Deutsch lernten wir quasi "nur" Rechtschreibung und nicht wie man einen Aufsatz oder eine "Inhaltsangabe" usw. schreibt. In dem wenigen English das wir hatten, wurden polizeiliche Begriffe gelernt und nicht die Grammatik.
Ein Assistenzarzt in einer öffentlichen Klinik bekommt im Moment 3.420€ brutto im Monat bei Einstellung vor Mai 2008. Da bleiben mir als nicht verheiratetem 1.826,37€ netto. Allerdings kommt noch Pool und Zulagen drauf, die kann man aber pauschal nicht benennen;)
Zitat:
Original geschrieben von neo49
Nach der Ausbildung (A7), hab ich gleich geheiratet, bin zum Streifendienst und hab schließlich ein Kind in die Welt gesetzt (naja, meine Frau). Das hat mir mittlerweile mit den verschiedenen Zulagen und Steuervergünstigungen in Klasse 3 (ich zahle lediglich im Schnitt 120,- Euro Steuern/Monat) einen Gehalt von ca. 2300,- Euro ausbezahlt im Schnitt erbracht.
Noch zwei Kinder mehr und man bekommt das gleiche Geld jeden Monat vom Staat - ganz ohne Ausbildung und Arbeit ;)
Spaß beiseite - danke für Deine ausführliche Antwort. Wie berechnet sich denn nun die Pension? 75% vom letzten Netto (und dann steuerfrei) oder 75% des letzten Brutto (und versteuert)?
Oliver