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Frage: Welcher Kompressionsdruck in Briggs & Stratton 190707 Motor

Themenstarteram 12. September 2014 um 13:17

Hallo,

wie an anderer Stelle bereits geschrieben, bin ich dabei einen 39 Jahre alten Briggs & Stratton Motor (190707 5147) Motor wieder zum Laufen zu bekommen.

Nun werde ich als nächstes den Kompressionsdruck des Kolbens überprüfen. Ein Messgerät, welches statt der Zündkerze angeschlossen wird, ist unterwegs.

Welchen minimalen bzw. maximalen Druck sollte der Motor aufweisen, um anspringen und natürlich auch laufen zu können?

Viele Grüße, Jolanda

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22 Antworten

@ Mathiy...

Männer, der Briggs hat eine Dekompressionsvorrichtung. Dabei wird das Auslassventil noch bei Startdrehzahl leicht angehoben. Wenn der Motor anspringt, wird durch Fliehkraft diese Einrichtung deaktiviert.

Wie soll der Motor anspringen wenn er keine Kompression aufbauen kann, weil das Auslassventil bei Startdrehzahl offen steht ???

M.f.G.

polo

Themenstarteram 18. September 2014 um 9:08

Dieses ist ein "Standard" Motor mit der Typ Bezeichnung 190707. Ein Zylinder 350cc. E-Starter / kein Zugseil. Tank über dem Motor.. ;-)

Der wurde (laut B&S) Jahrzehnte lang nahezu unverändert gebaut. In meinem John Deere 100 Trecker ist allerdings eine Version verbaut, deren Schaftlänge abweicht. Leider habe ich noch nicht rausbekommen, ob kürzer oder länger. Alles andere ist baugleich.

Das mit der Dekompressionsvorrichtung habe ich auch schonmal gelesen. Dennoch braucht der Motor doch ein wenig Kompression auch zum Startvorgang, oder? Wie hoch sollte der den ca sein?

Wie gesagt, beim Startversuch, also durch den Anlasser drehender Motor zeigt auf meinem Kompressionsmessgerät knapp 3 Bar an.

Gestern sprach ich mit dem Vorbesitzer des Treckers. Der vermutete eher ein Problem mit der Zündung, da der Motor ja nicht mal mit Startpilot Spray ansprang.

Ja, haben alle SV und OHV Briggs, auch die alten ASPERA oder die man auch unter Tecumseh, FIAT etc. kennt.

Wenn jemand keine Ahnung von Motoren hat und ihn mit Startpilot zum Laufen bringt, wird kein Defekt an der Zündung vorliegen. Son Blödsinn...

Und wer die Technik mit dem angehobenen Auslassventil nicht kennt und vielleicht auch gerne kennenlernen möchte,kann gern mal die Ölwanne eines Motors ausbauen und sich mal die Nockenwelle näher betrachten.

Ob die Kurbelwellenschaftlänge abweicht steht doch in der ET-Liste unter dem Code 5147. Einfach mal nachschauen. Welches exaktes Baujahr hat der Motor?

Themenstarteram 30. September 2014 um 23:42

Zitat:

Original geschrieben von Mathiy

Männer, der Briggs hat eine Dekompressionsvorrichtung. Dabei wird das Auslassventil noch bei Startdrehzahl leicht angehoben. Wenn der Motor anspringt, wird durch Fliehkraft diese Einrichtung deaktiviert. D.h. der Kompressionsdruck ist über herkömmliche Testgeräte nicht messbar.

Das ist sehr interessant ! Bedeutet in der logischen Konsequenz doch aber auch, dass ein Motor mit nahezu 0 bar Kompression noch anspringen müsste, oder?

Themenstarteram 19. Oktober 2014 um 10:00

Zitat:

@Mathiy schrieb am 17. September 2014 um 17:32:15 Uhr:

Männer, der Briggs hat eine Dekompressionsvorrichtung. Dabei wird das Auslassventil noch bei Startdrehzahl leicht angehoben. Wenn der Motor anspringt, wird durch Fliehkraft diese Einrichtung deaktiviert. D.h. der Kompressionsdruck ist über herkömmliche Testgeräte nicht messbar. Die Vorgehensweise, was der Themenstarter bereits beschrieben hat, ist insoweit auch richtig.

Hätte der Motor keine Dekompressionseinrichtung, könnte man den Motor wegen des großen Hubraums überhaupt nicht starten. In diesem Fall fast 300 ccm. Bei diesen Motoren ist also nur ein

Ich habe nun den gesamten Motor auseinander genommen. Das oben beschriebene stimmt leider NICHT !

Der Motor hat KEINE Dekompressionsvorrichtung. Die Nockenwelle ist statisch und öffnet die Ventile drehzahlunabhängig immer mit dem gleichen Muster. Da bleibt nix mal kurz oder leicht angehoben.

 

 

 

 

 

Dann gehe mal von den 7 Bar aus, die ich bereits in meinem Vorbeitrag schrieb.

Druckverluste entstehen entweder durch undichten Ventilen oder nicht mehr abdichtenden Kolbenringen durch Verschleiß der selbigen und der Zylinderlaufbuchse.

Im einfachstem Fall aber durch eine undichte Kopfdichtung

M.f.G.

polo

AN: Themenstarter

Hatten wir das gleiche Thema nicht schon einmal unter folgendem Beitrag (John Deere 100 Baujahr 1975 mit B&S 8PS Motor startet nicht mehr

Erstellt am 11. September 2014 um 15:14:31 Uhr)

Was soll das Ganze ?? Und warum schon wieder ??

Hallo Leute, die Gartenzeit ist nun vorüber, aber aus aktuellen Anlass muss ich nun auch nochmal meinen Senf dazu geben.

Mein B&S .. was hat er ? ich glaube 4 PS .. sprang nicht mehr an und es fühlte sich auch an als habe er keine Kompression. Alles abgebaut um an den Deckel zu kommen wo man die Ventile sehen kann. Dann sah ich,

1. Das beide Ventile kein Spiel aufwiesen zwischen Stößel und Ventilkopf

2. beim drehen das Auslaßventil zuerst schließt und dann beim Einsaugtakt ganz kurz ein bisschen aufgeht.

Zu 1.

Spiel läßt sich ohne weiteres nicht einstellen... ok, immer was neues. Habe dann einfach eine flache Schlüsselfeile zwischen Ventil und Stößel geschoben und gefeilt. Späne habe ich in einem mit Oel getränkten Lappen aufgefangen und anschließend den Ventilraum noch mit einem Magneten "ausgesaugt"

Zu 2.

Dieser Huckel an der Auslaßnocke ist wohl die geheimnisvolle Dekrompression. Durch eine Fliehkraftmechanik verschwindet das irgendwie - genial

Fürs Starten muss die Kompression ja nicht hoch sein ! Der Verbrennungshöchstdruck geht einher mit dem Drehmoment des Motors. Beim anlassen brauchts es ja nicht das ganze mögliche Drehmoment. Der Motor muss sich ja nur selbst am laufen halten. Also kann man den Druck reduzieren auf das Mass , wo er gut anspringt. Dann beschleunigt der Motor auf höhere Drehzahl und die Deko-einrichtung schaltet ab. Die volle Kraft steht zur Verfügung.

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