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Ford in der Krise - Rückzug aus Europa?

Ford
Themenstarteram 4. Februar 2023 um 20:48

Ford befindet sich u. a. in Europa in einer schweren Krise.

Dabei spielen Fehlinvestitionen sowie der Umbruch der Auto-Industrie eine erhebliche Rolle.

-> https://www.tagesschau.de/.../ford-verluste-abschreibungen-101.html

Inzwischen flammen alte Gerüchte wieder auf: kommt der Rückzug aus Europa?

Zwischenzeitlich munkelte man gar von einer möglichen Fusion der europäischen Tochter mit VW.

Klar ist wohl, dass viele Stellen mit den angekündigten "aggressiven Maßnahmen" in der Entwicklung gestrichen oder ausgelagert werden. Die europäische Tochter scheint zu schrumpfen.

Abzuwarten bleibt auch, ob die neue Strategie "Abenteuer" zündet:

wie von Ford angekündigt, werden einstige Erfolgsmodelle wie der Fiesta und der Focus durch "amerikanisierte" E-SUV ersetzt. Die neuen Modelle dürften deutlich teuerer werden und für manch einen Fiesta- oder Focus-Fahrer mit kleinem Geld, wohl eine abschreckende Wirkung haben. Ford scheint auf der Suche nach einer neuen Zielgruppe – und dabei auch nach einem neuen europäischen Gesicht. Ob das gelingt?

 

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100 Antworten

Ich bin heute zufällig beim Kögler vorbeigekommen. Dort stehen gefühlt nur noch Nutzfahrzeuge und Mustangs herum.

Zitat:

@Daggobert schrieb am 5. Januar 2024 um 20:15:19 Uhr:

Wie zu erwarten beschleunigt sich der Absturz von Ford.

Im Dezember hat Ford einen satten Zulassungsrückgang von -45,9% zu verbuchen. Der Marktanteil liegt nur noch bei ganzen 3,2% - Tendenz schnell weiter fallend. Ford entwickelt sich, völlig selbst verschuldet, zu einem neuen Nokia...

Im Anhang die Zahlen im Detail. Die Zahlen auf Modellebene kommen erst nächste Woche.

Gegenüber Dezember 2022. Es gibt aber auch ein insgesamten Rückgang von -23 %.

Du musst Zahlen auch mal in Relation setzen.

Aber ja tendenz fällt. Was aber auch logisch ist, Modelle wie Fiesta fehlen ja jetzt.

2022 zu 2023 sind es -11,2%

Besser sieht Tesla aus, -77,1% ;-)

Zitat:

@Daggobert schrieb am 5. Januar 2024 um 20:15:19 Uhr:

Wie zu erwarten beschleunigt sich der Absturz von Ford.

Im Dezember hat Ford einen satten Zulassungsrückgang von -45,9% zu verbuchen. Der Marktanteil liegt nur noch bei ganzen 3,2% - Tendenz schnell weiter fallend. Ford entwickelt sich, völlig selbst verschuldet, zu einem neuen Nokia...

[...]

Im Heimatmarkt gibt´s trotz Streiks ein Plus von über 7% zu verzeichnen.

https://media.ford.com/.../...o-nearly-2-million-vehicles-in-2023.html

In UK ist man mit Puma statt Fiesta zurück an der Spitze:

https://www.driving.co.uk/news/new-cars/best-selling-cars-2023/

In AU ist der Ranger so erfolgreich wie seit fast 30 Jahren kein anderer Ford mehr:

https://fordauthority.com/.../

und die Nutzfahrzeuge werden in Europa wieder einen Rekordgewinn einfahren, so viel, wie da jetzt neu ist.

Dass die PKW-Zahlen im Vergleich zu letztem Jahr runter gehen, wundert kaum. Fiestas sind alle verkauft, Mondeo, S-Max, Galaxy und EcoSport sind dieses Jahr auch nicht mehr großartig vertreten, und die neuen Modelle/Facelifts lassen auf sich warten.

Spannend ist am Ende trotzdem erstmal, ob die Zahl auf der Abrechnung Rot oder Grün ist. Ist sie Grün, ist man schonmal deutlich besser als in den vergangenen Jahren.

PS: So oder so ist im Moment alles eine einzige Glaskugel.

Der sich in den vergangenen Jahren durch fürstliche Förderungen herangeredete Elektro-Boom ab spätestens 2025 bleibt offenbar aus.

VW kriegt ihre ID-Modelle nicht an den Mann und muss den ID2 verschieben.

Tesla auch mit einer Absatzschwäche, spannend, ob das wie immer nur ne Elon´sche Trickserei ist, oder Tesla echte Probleme hat.

Und zuletzt noch EU7 deutlich abgeschwächt.

Damit könnte man einzelne Verbrenner noch ein bisschen Frisch halten, die eigentlich zum Stichtag wegfallen sollten (Den Focus z.B.).

Mein Geld liegt im Moment auf jeden Fall nicht in Aktien der Automobilindustrie, da könnte ich ja gleich Roulette spielen gehen.

Zitat:

@Escort_GT schrieb am 5. Januar 2024 um 23:48:06 Uhr:

Zitat:

@Daggobert schrieb am 5. Januar 2024 um 20:15:19 Uhr:

Wie zu erwarten beschleunigt sich der Absturz von Ford.

Im Dezember hat Ford einen satten Zulassungsrückgang von -45,9% zu verbuchen. Der Marktanteil liegt nur noch bei ganzen 3,2% - Tendenz schnell weiter fallend. Ford entwickelt sich, völlig selbst verschuldet, zu einem neuen Nokia...

Im Anhang die Zahlen im Detail. Die Zahlen auf Modellebene kommen erst nächste Woche.

Gegenüber Dezember 2022. Es gibt aber auch ein insgesamten Rückgang von -23 %.

Du musst Zahlen auch mal in Relation setzen.

Aber ja tendenz fällt. Was aber auch logisch ist, Modelle wie Fiesta fehlen ja jetzt.

2022 zu 2023 sind es -11,2%

Besser sieht Tesla aus, -77,1% ;-)

Stimmt. Der Gesamtmarkt schrumpfte um -23% und Ford liegt bei -45,9%. Ford schrumpft also doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt.

Das Tesla extrem schwankt ist allgemein bekannt. Tesla hat 2023 global gesehen einen neuen Auslieferungsrekord mit 1,8 Millionen Fahrzeugen (+38%) aufgestellt. Allerdings sind sie trotzdem nur noch zweitgrößter E-Autobauer. BYD hat Tesla überholt und ist nun größter E-Autobauer der Welt.

Tesla Auslieferungsrekord

Bin gespannt wie stark Ford global gesehen geschrumpft ist...

Gruß

Zitat:

@Citaron schrieb am 6. Januar 2024 um 01:10:31 Uhr:

Der sich in den vergangenen Jahren durch fürstliche Förderungen herangeredete Elektro-Boom ab spätestens 2025 bleibt offenbar aus.

VW kriegt ihre ID-Modelle nicht an den Mann und muss den ID2 verschieben.

Tesla auch mit einer Absatzschwäche, spannend, ob das wie immer nur ne Elon´sche Trickserei ist, oder Tesla echte Probleme hat.

VW hat bei den meisten ID Modellen den Preis um fast 7.800€ gesenkt.

Die Neuzulassungen für Tesla sind in 2023 um satte 9% zurückgegangen.

BEV machten 18,4% aller Neuzulassungen aus und konnten um 11,4% zulegen.

Screenshot-2024-01-06-at-07-57-36-konfigurator

Zitat:

@206driver schrieb am 6. Januar 2024 um 08:09:01 Uhr:

 

VW hat bei den meisten ID Modellen den Preis um fast 7.800€ gesenkt.

Die Neuzulassungen für Tesla sind in 2023 um satte 9% zurückgegangen.

BEV machten 18,4% aller Neuzulassungen aus und konnten um 11,4% zulegen.

BEVs haben sich damit besser verkauft als Fahrzeuge mit Dieselantrieb. :)

BYD überholt Tesla

Zitat:

@Daggobert schrieb am 6. Januar 2024 um 08:17:17 Uhr:

BEVs haben sich damit besser verkauft als Fahrzeuge mit Dieselantrieb. :)

Wenn das KBA von "Diesel" spricht, dann sind ausschließlich Diesel ohne jede Hybridunterstützung gemeint. In diese Falle tappen viele.

Addiert man MHEV und PHEV mit Dieselmotor dazu, dann kommt man bis Ende November 2023 auf 649.627 Fahrzeuge mit Dieselantrieb.

Detailzahlen für Dezember wird es vermutlich am Montag geben.

Nur als kleiner Nachtrag, weil es heute die Detailzahlen gab.

Zitat:

@206driver schrieb am 8. Januar 2024 um 13:25:35 Uhr:

Nur als kleiner Nachtrag, weil es heute die Detailzahlen gab.

Der Diesel, egal ob als Hybrid oder pur, verliert immer mehr an Bedeutung. Während der E-Anrieb, Hybride muss man dazu zählen, sie haben auch einen E-Motor, immer wichtiger werden.

Im Anhang die Detailzahlen der Modelle.

- Der Fiesta liegt immer noch auf Augenhöhe des Puma. Der Puma hat sich zwar im Vergleich zum Vorjahr gesteigert (der Fiesta auch) ist aber dennoch im Wettbewerbsvergleich derart schwach, das er sich sogar einem Renault Clio, Toyota Yaris, Skoda Fabia geschlagen geben muss. Ein Corsa verkauft sich um den Faktor 3 besser.

- Der Focus wurde kaputt gespart und kleckert in seinen letzten Monaten so dahin.

- Das SUV-Segment, wo Ford sich drauf konzentrieren möchte, läuft für Ford maximal schlecht:

Unbedeutende 39 Explorers, der Kuga befindet sich mit -76,3% (Y/Y -42,4%) weiterhin im freien Fall und den Mach-e will mit ganzen 178 Zulassungen (-86,2%, Y/Y -35,7%) niemand haben.

Ford stirbt im PKW und SUV-Segment in Rekordgeschwindigkeit.

Gruß

Zitat:

@Daggobert schrieb am 8. Januar 2024 um 17:21:39 Uhr:

Der Diesel, egal ob als Hybrid oder pur, verliert immer mehr an Bedeutung.

Vor allem für private Nutzer lohnt es sich oft nicht mehr: Die Abgasnachbehandlung ist sehr aufwendig, Anschaffung und KFZ-Steuer sind höher und die Kraftstoffkosten schwanken stark (und liegen inzwischen einige Monate über Super E10 oder gleichauf).

Von einem drastischen Rückgang merkt man aktuell aber nicht viel bei den Neuzulassungen.

Zitat:

@Daggobert schrieb am 8. Januar 2024 um 17:21:39 Uhr:

Ford stirbt im PKW und SUV-Segment in Rekordgeschwindigkeit.

Bestimmte Entscheidungen wirken von außen schwer nachzuvollziehen. Gefühlt merkt man bei manchen Punkten schon, dass die EU wohl kein wichtiger Markt mehr für Ford ist. Ich bin gespannt, wie die Kooperation mit VW im BEV Bereich laufen wird.

Zitat:

@206driver schrieb am 8. Januar 2024 um 21:17:08 Uhr:

 

Bestimmte Entscheidungen wirken von außen schwer nachzuvollziehen. Gefühlt merkt man bei manchen Punkten schon, dass die EU wohl kein wichtiger Markt mehr für Ford ist. Ich bin gespannt, wie die Kooperation mit VW im BEV Bereich laufen wird.

Wenn man bedenkt das Ford für jedes Modell, also den E-Explorer und den Capri, 600.000 Einheiten auf 6 Jahre geplant hat. Also 100.000 pro Jahr in der EU. Das klappt niemals. Mit sehr viel Glück und Optimismus schaffen sie vielleicht die Hälfte. VW wird den technisch identischen ID.4/ 5 schon sehr schlecht los. Mussten eine Schicht streichen und liegen 30-40% unter der eigenen Volumenkalkulation. Warum sollten die Leute die gleiche Technik von Ford plötzlich kaufen?

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