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Ford Duraspark "12A199" Zündung Probleme...

Themenstarteram 1. Juni 2016 um 8:34

Hallo,

ich habe hier nach der Restauration des Fahrzeugs einige Probleme mit der Zündung.

Es handelt sich um eine Ford Duraspark Zündung. Zuvor lief sie problemlos.

Das Steuergerät ist ein "12A199"

 

Verkabelt habe ich alles, wie es auf div. Plänen im Internet zu sehen ist.

Zündverteiler an Orange/Lila/Schwarz

Masse an Schwarz

Plus an Rot

Weiß an Starter-Plus

Zündspule - an grün

Zündspule + an Dauerplus

 

In manchen Plänen ist ein Widerstand vor der Zündspule eingezeichnet.

Dieser war zuvor bei mir nicht verbaut. Ist er denn notwendig? Falls ja, was verbaue ich hier? (Widerstand/Leistung?)

 

Nun zu meinem Problem:

Sobald die Zündung eingeschaltet ist (also Motor aus!, aber 12V auf Rot und Zündspule +), schaltet das Steuergerät die Spule...

Das Ganze zieht ~10A und das Steuergerät erhitzt sich ziemlich schnell.

Der Motor lässt sich problemlos starten, dann liegt der Strom auch noch bei nur ~3,5A, was wohl in Ordnung sein sollte.

 

Da mir das nicht sofort auffiel, zerstörte ich mir so gleich mal das Steuergerät. Ich verbrannte mir daran richtig die Finger und auch das komische Material, in dem es eingegossen ist, begann zu "kochen/schmelzen".

Ich habe es dann soweit zerlegt und glücklicherweise hat sich durch die Temperatur nur einer der beiden Transistoren ausgelötet. Das Teil sieht nun zwar ziemlich misshandelt aus, funktioniert aber wieder wie zuvor.

 

Hatte hier jemand schonmal ein ähnliches Problem? Oder eine Idee, was es sein könnte?

Gibt es irgendwo einen Schaltplan zu dem Steuergerät? Ich würde mir gerne ein neues aufbauen, leider sind aber die Bauteile teils nicht erkennbar, bzw. die Transistoren zB. ohne Typenbezeichnung.

Die Kondensatoren sehen auch so aus, als hätten sie ihre Besten Tage schon hinter sich.

 

Außerdem ist mir noch aufgefallen, dass ich keinen Funken mehr bekomme, sobald ich meinen Drehzahlmesser anschließe. (so ein universal 0815-Teil, funktionierte aber vor der Restauration problemlos.)

Gruß,

Jonas

20160531-154736
20160531-160519
20160601-082512
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6 Antworten
am 1. Juni 2016 um 13:13

Schwerwiegend, ich habe son Ding auch schon aufgearbeitet 'gelötet'

-aber das Geraet hatt keinen -Notaus bei stehengebliebenen Motor da

brennt dir dann der -Geichfuss ab ..- steckt der Teufel drinn , da ist

Vorsicht geboten , Zündung an so sollte gleich der motor laufen ,

an sonsten ist es ein scheiss Steuergeraet welches noch ein -Notaus

mit Relais zwischen geschaltet werden soll . '''' :-) Franz

Themenstarteram 1. Juni 2016 um 14:19

Heißt das, dass das Verhalten meines Steuergeräts normal ist? :o

Ich werde ihn wohl sowieso auf ein HEI umbauen... dann sollten die Probleme ja beseitigt sein.

Moin Jonas

Das Verhalten ist bei frühen Zündsteuergeräten leider normal und Du hast Glück gehabt, daß die Transistoren nicht den Hitzetod gestorben sind. Es gab damals noch keine automatische Abschaltung des Spulenstroms bei Stillstand des Motors, um Überhitzung zu vermeiden, solche Schutzschaltungen wurden erst Ende 70er, Anfang der 80er integriert.

Zitat:

Widerstand vor der Zündspule

Hängt von der Spule ab, ca. 0,5 bis 2 Ohm, Leistung beachten, kann zwischen 10 und 20W liegen.

Ob bei Deiner Zündanlage ein Widerstand nötig ist, kann ich nicht sagen. Ich würde die Angaben des Fz. Herstellers beachten (Schaltplan), hängt aber auch davon davon ab, ob noch alle Teile der Originalausrüstung entsprechen.

Aufbau der Steuerung ist recht übersichtlich, nur eine Handvoll Bauteile, Nachbau sollte recht einfach möglich sein, aber lohnt das? Oldieteile sind in den USA doch meist gut erhältlich.

Wenn Nachbau, dann zuerst Leiterbahnen genau verfolgen, Schaltbild aufnehmen, dann siehst Du auch, ob die Endtransistoren NPN oder PNP Typen sind. Dürften von den Daten nichts außergewöhnliches sein, in den 70ern gab es noch nicht so viel Auswahl, ich würde es mit 2N3055 o.ä. versuchen. Wenn auf den Kondensatoren nichts lesbar ist, würde ich den Wert anhand von Spannung und Baugröße schätzen, notfalls mit RLC Brücke ausmessen.

Zum Drehzahlmesser:

Aus der Ferne kann niemand beurteilen, ob Du etwas falsch angeschlossen hast, oder ob in der Zündsteuerung vielleicht eine Diode oder ein Widerstand über den Jordan ist.

Warum Hei Verteiler, sind funktionierende Originalteile nicht schöner?

Grüße, Olli

Themenstarteram 2. Juni 2016 um 7:21

Hallo Olli,

danke für deine ausführliche Antwort.

Der Nachbau an sich stellt natürlich eigentlich kein allzugroßes problem da. Ich habe auch ein Messgerät um sämtliche Teile auszumessen (auch die Transistoren, Cs etc.). Allerdings bin ich mir da bei den gemessenen Werten eben nicht so ganz sicher, ob das auch wirklich die richtigen Werte sind.

Wenn ich die gealterten Teile mit falschen Werten durch neue mit den gleichen Werten ersetze, sind sie ja immernoch falsch.

Durch den komischen "Kleber", in den die Platine eingegossen war, lassen sich auch leider kaum Bauteilwerte mehr ablesen.

 

Ohne diese Abschaltung will ich die Zündung aber auch eigentlich nicht mehr verbauen. Bei einem HEI-Modul dürfte das Problem dann doch nicht mehr bestehen. Daher würde ich das eigentlich einem Originalteil vorziehen.

Oder was meint ihr?

Der Motor werkelt in einem VW Buggy, daher ist die Originalität auch eher vernachlässigbar...

Gruß,

Jonas

Zitat:

...Der Motor werkelt in einem VW Buggy...

Solch wichtige Details gehören eigentlich in der Eingangsfrage...

Darf ich folgern, daß die Zündung an einem 4Zyl. VW Boxer montiert wurde?

Kontaktlos gesteuert? (Hallgeber od. induktiv?)

Im Original, d.h. mit passend dimensionierter Spule u. Vorwiderstand dürfte die Anlage durchaus hinreichend standfest gewesen sein, sonst hätte sie kaum ~40 Jahre überstanden. Problem ist oft, daß 'Hochleistungszündspulen' nachgerüstet werden, deren höhere Stromaufnahme solche Anlagen überfordert.

Kondensatoren per Multimeter ausmessen ist meist unzuverlässig, zeigt bei Halbleitern aber immerhin die Polarität. Folienkondensatoren altern nicht so stark, da sollten die gemessenen Werte, zusammen mit Baugröße und nötiger Spannungsfestigkeit aber eine ausreichend Näherung ermöglichen. Zum Test die Teile aus der Schaltung wenigstens einseitig herausnehmen.

Zudem kann man gut (im Netz verfügbare) Schaltbilder als Vergleich Nutzen, Aufbau und Dimensionierung ist oft sehr ähnlich.

Nachbau dürfte sich aber unter diesen Umständen kaum lohnen, da kann eine modernere Lösung durchaus eleganter erscheinen.

Dann viel Erfolg!

Grüße, Olli

 

Themenstarteram 2. Juni 2016 um 16:24

Nein, nicht am Boxer...

Daher hielt ich das auch für eher unwichtig.

Die Zündung ist an einem Ford V6, also original.

Zündspule und Verteiler sind ebenfalls original (beides Motorcraft). Die Zündung arbeitet also in ihrem "natürlichen Umfeld".

Ich habe mir nun einfach mal ein HEI Modul bestellt.

Momentan läuft er mit dem Steuergerät wieder soweit problemlos, das Teil wird aber recht heiß. (speziell bei nicht laufendem Motor).

Im Anhang noch ein Bild von dem Kunstwerk^^

Übergangsweise habe ich nun noch ein paar Teile getauscht und ihm zumindest einen ordentlichen Kühlkörper spendiert.

Gruß,

Jonas

20160602-104008
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