FL Elektromechanische Lenkung nervös bei höheren Geschwindigkeiten
Hallo zusammen,
ich bin nun seit Ende März ein glücklicher FL- Fahrer und bin bisher sehr zufrieden. Ich hoffe es gibt schon einige, die ebensfalls in den Genuß gekommen sind und mir mein Verhalten bestätigen können.
Alle Facelift-Modelle haben nun die elektromechanische Lenkung bekommen und ich muss sagen, an für sich bin ich von der Unterstützung beim Rangieren und bei Stadtfahrten begeistert. Man kann sehr präzise Einlenken und das macht wirklich Spaß. Allerdings kippt dieses Bild bei Autobahnfahrten. Da empfinde ich könnte die Lenkung noch einen Tick härter sein, denn seitliche Einflüsse von LKW's oder Seitenwind sind doch erheblich spürbar. Vielleicht hat bisher einfach die Hydraulik da noch mehr gedämpft.
Über eure Einschätzungen und Rückmeldungen würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Holger
Beste Antwort im Thema
Wie bereits angekündigt werde ich mich heute mal wieder ausführlicher zu dem Thema äußern. Der Inhalt wird (leider) nicht erfreulich werden.
Hier wurde bereits mehrfach vermutet, dass das Problem seitens Audi in den Griff bekommen wurde, da die Beiträge weniger werden.
Ich für meinen Teil kann dies ganz und gar nicht bestätigen. Ich habe länger nicht geschrieben, da ich im im engeren Kontakt mit Audi und dem Händer stand und keine Zwischenstände hier publik machen wollte.
Kurz die Fakten:
MJ 14, 2 neue Lenkgetriebe, 2 Softwareaktionen und ein katastrophales Fahrverhalten!
Dem Händler ist nichts vorzuwerfen, er hat alles mögliche getan und zu letzt wurde dann der Außendienst angefordert.
Dieser war vor Ort und der Termin hat alles was bisher gelaufen war getopt.
Der Temin lief wie folgt ab:
Der Außendienst fuhr eine Runde mit dem Auto und ließ sich die Beanstandung beschreiben. Lange mußte auch gar nicht gefahren werden und er wußte was gemeint war. Also zurück in die Werkstatt.
Dort wurde nach einem Gang um das Auto die Diagnose gestellt: "Bei dieser Rad-Reifen Kombination ist mit so einem Fahrverhalten zu rechnen und damit muss man leben - Stand der Technik"
Damit war ich natürlich nicht einverstanden, da sowohl die 19 Zoll Felgen als auch die Reifen original Werksausführung sind. Daraufhin wollte mir der Außendienst beweisen, dass es an den 19 Zoll Felgen liegt und lies vom Autohaus 17 Zoll Felgen auftreiben und an meinem Auto montieren. Als alles montiert war ging es zur nächsten Fahrt.
Das Fahr-/Lenkverhalten hatte sich allerdings nicht wirklich verändert bzw. verbessert. Die nächste Diagnose gabs dann direkt während der Fahrt: "Bei einem S-Line (was mein Fahrzeug ist) Modell ist alles straffer abgestimmt und auch die Steuergeräte hätten ändere Versionen. Zudem hat das Fahrzeug einen Lane Assist, was keine Toleranzen in der Lenkung zuläßt. Bei einer solch sportlichen Ausstattung muss man mit einem solchen Fahrverhalten rechnen - Stand der Technik".
Meine Laune verschlechterte sich sekündlich. Jetzt ist schon zum zweiten Mal meine Fahrzeugkonfiguration an allem schuld. Hab ich einen Konfiguration gefunden der gar nicht von der Audi AG unterstützt wird!?
Im weiteren Verlauf der Fahrt stellte ich dann noch die Frage, ob das Drive Select Einfluss auf das ruckige Lenkverhalten hat. Dies wurde verneint, da die Art der Ansteuerung von der Lenkuntersützung immer gleich sein.
Nachdem ich dann vom Beifahrersitz anfing das Drive Select durchzuschalten, wurde die Aussage die noch keine 5 Minuten alt war wieder zurückgenommen. Der Außendienst kam dann selbst zur Erkenntnis: "Je nach Drive Select Modi ist das ruckige mal härter und weicher"
Nach dieser Erkenntnis ging es dann zurück in die Werkstatt.
Was nun folgte war das abschließende Gespräch mit folgendem Ergebnis:
- es kann nachvollzogen werden, was ich beanstande. Das unrunde/ruckige ist spürbar
- die Beanstandung ist kein technischer Mangel, mein Fahrzeug ist technisch in einem einwanfreien Zustand. Das Lenkverhalten ist technisch bedingt und nicht änderbar
- es handelt sich lediglich um eine Komforteinschränkung, die die meisten Menschen gar nicht bemerken würden
Mit diesen Worten verabschiedete sich der Außendienst und ich stand mit einem Fahrzeug da, das techinsch einwandfrei ist und dennoch eine Katastrophe beim Lenken ist.
Der Rückruf der Kundenbetreuung erfolgte zeitnah um mich abschließend über den Vorgang zu informieren:
- eine Wandlung wird seitens der Audi AG nicht unterstützt, da mein Fahrzeug keine technischer Mangel hat und dem Stand der Technik entspricht
- wenn ich mit dem Fahrzeug nicht weiter fahren möchte, könnte ich es ja bei einem Händler in Zahlung geben (zum normalen Händlereinkaufspreis) und mir ein neues Fahrzeug bestellen. Bei diesem Kauf würde mich die Audi AG finanziell unterstützen.
Ich finde es echt interessant, wie die Audi AG die Problemlösung "elektromechanische Lenkung" angeht.
Als kleiner Kunde bist hier nur der ****
Somit wird auch immer mehr die Taktik der Audi AG klar, klein reden, als Komfortproblem darstellen und die Kunden mit einer Lenkung quälen, die nicht einmal "Beta" Stadium erreicht hat.
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Zitat:
Original geschrieben von robhart.63
Weiß jetzt aktuell nicht, ob das Thema im Zusammenhang mit der Lenkung
schon mal gepostet wurde. Für die SuFU-Hinweiser im Voraus schon mal: Sorry!
Aber gibt es eine Möglichkeit, aus den einzelnen Foren (A4, A5 A6) etc. zu filtern,
wie viele Fahrzeuge denn nun insgesamt allein bei Motor-Talk vom Lenkungsproblem
betroffen sind? Audi spricht nach wie vor von 1.000 Fällen. Oder würde sich ein neuer
Thread in Form einer globalen Umfrage über alle Audi-Typen lohnen? Jemand ne Idee?:confused:
Ich erinnere mich, dass es da mal den Versuch einer Umfrage gab.
EDIT: Hab's gefunden .
Zitat:
Original geschrieben von John Connor
[...]Es ging aber ja darum, dass es auch für Audi möglich ist, rasterfreie geradeauslaufende Lenkungen zu bauen.
[...]
Das kann man daraus noch nicht schließen. Die Lenkung aus A3 & Co ist meines Wissens eine Servolectric von ZF. Nur die im A4/5/6/7/Q5 stammt mehr oder weniger aus dem eigenen Haus.
...dann war die ZF-Qualität dem Premiumhersteller Audi wahrscheinlich zu teuer, bzw. nicht günstig/billig genug!
Der Audi-Lenkungs-Rückruf dürfte Super-Ruperts letzte Audi-Amtshandlung sein. Danach kommt dann ein Vorstand, der Lenkgetriebe nicht nur schreiben kann, sondern schon mal ein Lenkgetriebe in der Hand hatte und wusste, was er in der Hand hat...;
Rein von der Logik her dürfte die ZF Lenkung wohl eher günstiger gewesen sein als die Eigenentwicklung, was ja auch für die Fahrzeugklasse sprechen würde: A3 und drunter -> Zukauflenkung, A4 und drüber -> Eigenentwicklung.
Aber man weiß es nicht...
Wenn das Rastern nur bei niedrigen Temperaturen auftritt könnte man doch eine Heizung einbauen, oder ist das zu einfach gedacht?
Ich hab das Thema ja jetzt hier immer nur sporadisch verfolgt, weil ich bis jetzt noch keine Probleme hatte. Nun schau ich hier grad mal wieder rein und lese das mit den Temperaturen...ich freu mich schon auf den Winter :rolleyes:
na prima - nun ist es also ausdiskutiert - Komfortproblem, tritt nur im Winter auf. Total ungefährlich. Alles halb so wild. Aha. Sind auch nur ganz wenige betroffen. Gibt es eine Lenkungsapp ?. ich verfolge nicht zufällig sowas sporadisch. Sag mal so , es gibt ja hier gut 250 Seiten zu dem Thema. Und auch jede Menge Beiträge, die nicht von beauftragten Agenturen verfasst worden sind. Da sich Audi bisher nicht zu den Ursachen äussert, die jedem Elektronikingenieur ja wohl klar sind der sich mit Datenübertragung in Echtzeit auseinandersetzt, wird es wohl genau Das Problem sein. Also lasst alle Hoffnung Fahren. Freut Euch über ein tolles Design. Ärgert euch nicht, wenn ihr kein Geld mehr bekommt, wenn das Ding was älter ist. Fahrt nicht so schnell, ihr müsst ja vielleicht eine Reaktion mehr bringen. Das Auto war mein letzter Audi und da ich annehme , das die Nummer, wie mit den Kunden umzugehen ist, nicht nur von Rechtsanwälten aus Bielefeld und München erdacht worden ist, sondern auch im Konzern bestätigt worden ist - kein Auto mehr von Euch. Macht mehr Werbung in der AB und beim B-Konzern. Das schafft neue Kunden. Ich ärger mich über die halbe Million, die ich bisher bei euch gelassen habe. Ich weiss andere sind auch keine Helden und bauen Dinge und Materialien ein, die man besser nicht verwendet. Aber das bringt einen meistens nicht um.
Zitat:
Original geschrieben von holgerende
Hat jemand im Zusammenhang mit der Lenkungsproblematik schon mal Probleme mit nachgerüstetem Drive-Select gehabt?
Probleme meine ich in dem Sinne, dass vom :) Kommentare in dieser Form kommen (AH steht für Autohaus):
AH: "Ach so, DS ist nachgerüstet! Aber das haben Sie schon bei Audi machen lassen, oder?"
Ich: "Nein, die können das nicht."
AH: "Oh, da weiss ich jetzt aber nicht mehr so genau, wie wir weiter vorgehen können."
Ich: "Was soll das heißen?"
AH:"Das könnte Probleme geben. Da muss ich mich erst noch mal bei Audi erkundigen. Ich melde mich noch mal bei Ihnen."
Ich: "???"
Der höfliche Brite würde sagen: "I am not amused".
Meinen Kommentar als Nicht-Brite verkneife ich mir lieber besser
Zitat:
Original geschrieben von holgerende
Zitat:
Original geschrieben von Mathias666
...
Warum auch? Ist doch ab Werk vorbereitet und nur freigeschalten.
Selbst der Kundendienstmitarbeiter von Audi hat es nicht beanstandet, als er eine Probefahrt gemacht hat und die ermittelten Daten ausgewertet hat.
Gruß
Sehe ich genauso - und deshalb hatte ich ja selbst auch nicht mit Problemen gerechnet.
Ich will mal hoffen, dass sich die angedeuteten Probleme wegen der nachträglichen Codierung schnell wieder in Luft auflösen.
Falls sich Audi mit einer solch fadenscheinigen Begründung aus der Verantwortung für eine untaugliche Lenkung stehlen will, würde ich mich mittlerweile aber auch nicht mehr wundern...
Hallo zusammen,
leider haben sich meine Hoffnungen, dass sich die angedeuteten Probleme wegen der nachträglichen Codierung von selbst lösen, nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil!
Auch wenn dies nun ein etwas längerer Beitrag werden wird, fasse ich am besten noch mal alles zusammen, was bislang passiert ist. Danach stelle ich ein paar Fragen, von denen ich hoffe, dass ich von Euch den ein oder anderen wertvollen Tipp bekomme. Um die Sache abzurunden, versuche ich dann noch zu beschreiben, wie meine aktuelle Stimmungslage zu den Themen "Audi-Lenkungen" und "Audi - Umgang mit Kunden" aussieht.
1. Bisherige Erfahrungen mit meinem A4 2.0 TDI, EZ 08/2012 mit Sportfahrwerk, ohne Drive-Select:
Das Auto habe ich vor ca. einem Jahr in Ingolstadt abgeholt. Bereits auf der Heimfahrt nach Frankfurt fiel mir die gewöhnungsbedürftige Lenkung auf: Schwammige Mittellage, rasterartiges Verhalten, kein Feedback (die Phänomene sind hier bereits ausgiebig beschrieben worden). OK - an ein neues Auto muss man sich erst gewöhnen, also habe ich das erst mal weiter beobachtet.
Leider trat kein Gewöhnungseffekt ein, die Lenkung blieb für mich weiterhin unbefriedigend. Ob Komfort- oder Sicherheitsproblem: Darüber lässt sich streiten. Auf jeden Fall kein Zustand, der so bleiben konnte.
Also habe ich mich kundig gemacht: Audi war hier lange Zeit sprachlos und tat das Thema mit "Einzelfall, reine Einbildung" ab. Es gab kein Vorankommen, also habe ich mich im Dezember dazu entschlossen, Drive-Select nachrüsten zu lassen. Zum damaligen Zeitpunkt schien dies die einzige Möglichkeit, dem Problem einigermaßen beizukommen. Von Problemen wurde in keinem Fall berichtet.
Gesagt getan. Umbau war kein Problem: Schalter eingebaut (wg. Radio Concert), etwas codiert und siehe da: Im Dynamic-Modus war die Lenkung besser. Immer noch nicht gut, aber besser.
Ab diesem Punkt habe ich regelmäßig weiter meine Probleme und Beanstandungen an meine Vertragswerkstatt und an die Audi-Servicehotline gemeldet. Von dort kamen weiterhin die üblichen Vetröstungen (siehe oben).
Irgendwann dann ein Umdenken bei Audi: Das Problem wurde teilweise eingestanden und man wurde auf ein SW-Update vetröstet, das alle Probleme lösen sollte.
Also weiter abwarten und Hoffen auf Besserung, Audi sollte seine Chance zur Nachbesserung bekommen.
Ca. 11 Monate nach dem Kauf des Fahrzeugs war es dann so weit: Das Update stand zur Verfügung und wurde ohne Probleme eingespielt. Meine Frage, ob die nachträglich durchgeführten Codierungen erhalten bleiben können, wurde verneint. Danach sei stets alles wieder im Auslieferungszustand. Für mich war das ok - Drive Select sollte ja nur das Lenkverhalten verbessern und wäre somit nach dem SW-Update nicht weiter notwendig.
Als ich das Auto nach dem Einspielen des Updates abgeholt habe, war der Drive-Select-Schalter weiterhin aktiv, ein Umschalten der Modi wurde im FIS angezeigt. Ein Einfluss auf die Lenkung war jedoch nicht mehr festzustellen. Scheinbar wurden also nur Teile der Steuergeräte in den Auslieferungszustand zurückversetzt. Darüber habe ich mir damals keine weiteren Gedanken gemacht.
Die Lenkung jedoch war auch nach dem Update nicht wesentlich besser. Vom Gefühl her kam es mir vor, als wäre der DS-Modus "Dynamic" nun fest codiert. Aber das war für mich nicht die Lösung der Wahl.
Das habe ich meinem Vetragshändler mitgeteilt.
Ca. 3 Wochen nach Aufspielen des SW-Updates bekam ich einen Anruf vom Vetragshändler: Er habe von Audi den Auftrag bekommen, bei meinem Fahrzeug eine Achsvermessung durchzuführen und ein Reifenprofil zu erstellen. Für diese Zeit würde von Audi kostenlos ein Leihwagen zur Verfügung gestellt.
OK, kein Problem - am Montag letzter Woche habe ich das Auto abgegeben und für die Übergangszeit (geplant 1 Tag) einen A3 bekommen. Bemerkung am Rande: Der A3 hatte eine einwandfreie Lenkung, es lagen Welten zwischen dem A3 und meinem A4. Es liegt also nicht an meinen zu hohen Ansprüchen an Lenkungen im Allgemeinen. Mein Service-Berater dazu nur lapidar: "Der A3 hat ja auch eine ganz andere Lenkeinheit verbaut". Das weiß ich - aber diese Qualität erwarte ich auch im A4, egal welche Einheit da verbaut ist.
Abends kam ein Anruf vom Vetragshändler: Die Aktion würde etwas länger dauern, da zwischendurch im Lenkungssteuergerät ein Fehler wäre und damit im Moment Lenkungsunterstützung vorhanden sei.
Für mich ok - ich hatte ja den Leihwagen.
Als das Auto auch am zweiten Tag nicht wieder fahrbereit gemacht werden konnte, kamen bereits kritischere Bemerkungen vom Vetragshändler (siehe Zitate ganz am Anfang).
Am dritten Tag war es dann geschafft: Unter Miteinbeziehung von Experten aus Ingolstadt konnten die Codierungen so gesetzt werden, dass keine Fehler mehr im Speicher waren - und tatsächlich war nun auch der DS-Schalter wieder komplett ohne Funktion. Der echte Auslieferungszustand also!
Ende gut alles gut, wenigstens ist nichts kaputt gegangen - könnte man meinen. Aber jetzt kommt der spannende Teil an der Geschichte:
Mein Vetragshändler machte mich bei der Abholung des Fahrzeugs darauf aufmerksam, dass Audi sehr schroff auf die Tatsache reagiert habe, dass hier nachträgliche Codierungen vorgenommen wurden - insbesondere nicht durch Audi selbst.
Als Folge daraus würde Audi ab sofort und für alle Zukunft keinerlei Gewährleistungen mehr für dieses Fahrzeug gewähren, da daran "herumgefrickelt" wurde. Das Auto stünde auf einer schwarzen Liste. Siehe da - eine Drohung. Auch wäre unklar, on überhaupt noch eine Betriserlaubnis für das Fahrzeug bestünde.
Hinzu kommt, dass für die gesamte Aktion (Leihwagen, Codieren, Vermessen) bei meinem Vetragshändler ein Schaden von ca. 700 Euro entstanden ist, der durch Audi - die die Aktion initial beauftragt hatten - nicht übernommen wird (Begründung siehe oben). Aktuell gibt es einen Streit zwischen meinem Vetragshändler und mir, wer hierfür haften muss.
So viel zum aktuellen Stand und wie es dazu kam. Meine schlimmsten Befürchtungen (siehe Zitat oben) sind also eingetroffen bzw. wurden noch schlimmer.
Und jetzt zu meinen Fragen:
- Kann Audi wegen der DS-Codierung tatsächlich die Gewährleistungsansprüche (auch für alles, was zukünftig noch kommen mag) komplett streichen? Bei wem liegt hier die Beweislast? Muss ich beweisen, dass die nachträgliche Codierung nicht die Ursache sein kann oder muss Audi das Gegenteil beweisen?
- Kann tatsächlich die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug gefährdet sein?
- Hat die Werkstatt etwas offensichtliches verbockt? Leider habe ich keinerlei Unterlagen über den Vorgang (Speicherauszüge, Arbeitsprotokoll, Kommunikation mit Audi). Auf meine Anfrage, ob ich das bekommen könnte, kam die Antwort: "Ja klar - aber dann bekommen Sie direkt auch die Rechnung über 700 Euro". Erpressung?
- Hat schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wie ist das ausgegangen?
- Gibt es tatsächlich eine schwarze Liste bei Audi (hier gibt es nichts mehr, was für mich nicht mehr vorstellbar wäre)?
- Ideen, Tipps, wie ich mich hier weiter verhalten soll? Ich habe keine große Lust hier vor Gericht zu ziehen. Das scheint mir alles eine extreme Auslegungssache zu sein. Und gegen Audi fühle ich mich im Moment sehr klein.
Und abschließend ein paar Bemerkungen zu meiner momentanen Stimmungslage:
Lieber nicht - ich versuche erst mal, auf der sachlichen Ebene zu bleiben. In meinem Kopf sieht es dagegen etwas anders aus.
So long...
Das wird jetzt ein bißchen kompliziert. Audi selbst gibt ja keine Gewährleistung, sondern Garantie. Garantie ist eine frw. Leistung und kann begrenzt werden. In den Bedingungen wird die Leistung durch nachträgliches codieren ausgeschlossen sein. Dein Händler gibt Gewährleistung und rechnet das intern mit Audi ab. Da Audi aber fein raus ist, muss der Händler die Kosten selbst tragen oder Du.
Wenn die DS-Codierung zu einem Mehraufwand bei der ursprünglichen Gewährreparatur geführt hat, wirst du diesen Schaden tragen müssen. Die ursprüngliche Aktion mit der Achsvermessung etc. muss eigentlich auf Gewährleistung gehen, es sei denn der Händler kann nachweisen, dass das Lenkungsproblem nur durch die DS Codierung entstanden ist. Dann hast du den ganzen Schaden an der Backe. Da der Händler besser an die Technik Details rankommt als du, bist du etwas im Nachteil.
PS: Viel Glück
@ Holgerende: Hast Du denn den Mangel an der Lenkung bei Audi schon vor Deiner DS Codierung angezeigt? Und wenn ja, ist das dokumentiert?
Wenn ja, dann ist hoffentlich irgendwo vermerkt, dass der Zustand des Mangels schon vor der DS Codierung vor lag.
Ich bin hier auch nur Laie, aber wenn Audi sagt (sagen sie das denn wirklich?), dass Deine DS Codierung dran Schuld sei, dann nimm sie wieder raus. Somit wäre ja der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt. Dann ist der Mangel noch immer da und der normale Prozess des Mangels und der Nachbesserung beginnt von vorne.
Wegen der 700 EUR: Hat Dir jemand ganz konkret eine Rechnung dazu gestellt? Wenn nein, alles gut. Wenn ja, welche Positionen rechtfertigen diese 700 EUR?
Ich denke, es ist wichtig, dass Du alles sachlich auf Fakten begründest und nicht auf Interpretationen.
Welcher Mangel? Wer zeigt ihn an? Was soll nachgebessert werden? Etc...
Ciao
Ich hatte während des 48K8 Updates auch meine DS Codierung drinnen. Gab keine Probleme. MMI+ 3G ohne Taster.
Interessanterweise hat mich der Werkstattmeister aber gefragt, ob das Fahrzeug getuned sei. Durch das Update kann es sonst zu Fehlern führen, die Motorsteuergeräte beschädigen. Da das Fahrzeug nicht getuned ist, verneinte ich. Es sind ja nur diverse Konfigurationsanpassungen vorhanden gewesen.
Als ich dann jedoch anschließend abermals Reklamiert hatte, als das Update keine Besserung gebracht hat, habe ich vorher alles herauscodiert, bin nochmals drei vier Tage damit gefahren, um sicherzugehen, dass Rastern und Schwammigkeit auch in Originalcodierung existieren.
Dann das gleiche Spiel wie bei dir: Achsvermessung, Reifenbericht. Als Ergebnis wurde dann diese Achsentspannung durchgeführt. Waren also 3 Werkstattbesuche.
Ich erinnere mich an das Buch "Neues Lexikon der Rechtsirrtümer", in dem gesagt wird, dass ein Gewährleistungsanspruch nicht automatisch erlischt, wenn man z.B. ein defektes Gerät mal selbst geöffnet hat um sich das ganze selbst mal von innen anzusehen. Nach sechs Monaten dreht sich ja dann die Beweispflicht um: Du musst beweisen, dass es sich um einen Herstellungsfehler handelt, der schon ab Produktion, bzw. bei Überlassung an den Kunden, vorhanden war. Aber auch dann muss ein eigener Reparaturversuch nicht Ursache des Schadens sein. Es macht aber die Sache insgesamt natürlich nicht einfacher.
Audi kann ich verstehen: Die sagen, wer da Herumkonfiguriert, der hat die Kosten zu tragen, wenn er etwas kaputtkonfiguriert hat.
Was das Wiederherstellen der Werkskonfig betrifft, klar, da wird sich schwer ein Argument finden, warum das Audi oder der Händler übernehmen muss.
Aber zurückblickend? Warum hast du DS eingebaut? Weil du mit der Lenkung zufrieden warst?
Nein, das war die einzige Möglichkeit, die du als vom Hersteller im Stich gelassener Kunde gesehen hast, dein Fahrzeug in einen akzeptablen Zustand zu bringen.
Ich wünsche dir, dass du einen entsprechenden Ansprechpartner bei Audi findest, der die von dir selbst durchgeführten Änderungen nicht als "illegales Tuning - selbst dran schuld" sieht, sondern als "Mitarbeit bei einer Findung, das akute Problem zu lösen"
wir haben ja schon via mail kommuniziert- für mich ist das ganze ganz klar rausreden bei einem verbockten update!
DS kann kein fehler hervorrufen -schon gar nicht eine reine codierung im stg 44 !
@All: Erstmal danke für die vielen Hinweise und Tipps - und auch mitfühlenden Worte. Das hilft mir schon mal weiter.
Im einzelnen:
@holgor2000:
Leider habe ich keinen Beleg dafür in der Hand, dass der Mangel bereits vor der DS-Codierung vorlag. Es war ein klarer Fehler von mir, dass ich mir das nicht vorher habe bestätigen lassen. Klarer Lerneffekt: Das passiert mir nicht noch mal. Hier macht sich meine mangelnde Routine bemerkbar: Bislang hatte ich nur funktionierende Autos und ich habe nicht mal im Traum daran gedacht, dass man mit einem Neuwagen einen solchen Ärger haben kann. Naiv? Kann sein. Vielleicht ich bislang einfach nur Glück gehabt.
Ach übrigens: Das ist mein erster Audi!
Das Rausnehmen der DS-Codierung ist ja nun erfolgt. Allerdings hilft mir das gemäß den bisherigen Aussagen nicht weiter. An dem Auto wurde etwas verändert - damit begründet Audi ja alles und verlagert den schwarzen Peter zu mir. Das nachträgliche Wiederherstellen des Ausgangszustands ändert daran angeblich nichts mehr. Fällt mir schwer, das zu glauben. Bin aber sehr unsicher...
Eine Rechnung über die 700 Euro habe ich nicht bekommen. Und ich habe das Gefühl, nicht mal die Werkstatt glaubt daran, dass sie die von mir bekommen.
Die 700 Euro sind aber auch nicht das eigentlich Problem. Ich habe einfach Angst, auf einem Auto zu sitzen, bei dem Audi die Behebung jedes in Zukunft auftretenden Problems auf mich abschiebt. Und das alles mit der Begründung, dass irgendwann man DS codiert wurde. Ich kann mir mittlerweile alles vorstellen.
@einjedermann:
Das 48K8 Update hat auch bei mir problemlos funktioniert - jedenfalls in der Hinsicht, dass keine Fehler aufgetreten sind. Die Lenkung wurde - wie bei Dir - dadurch nicht besser.
Offenbar hast Du aber bei der Achsvermessung mehr Glück gehabt. Oder - und das ist wahrscheinlicher - eine kompetentere Werkstatt.
Was das Wiederherstellen der Werkskonfiguration betrifft: Klar, wenn ich das in Auftrag gegeben hätte, würde ich es auch bezahlen. Habe ich aber nicht.
@Scotty18:
Verbocktes Update - jedenfalls bei der Vermessungsaktion - trifft es wohl ziemlich genau.
Leider habe ich keine Ahnung, wie ich das nachweisen soll. Ich fürchte, dass Werkstatt und Audi hier sehr stark mauern werden. Als Begründung hierfür wird garantiert immer wieder die DS-Codierung auf den Tisch kommen. Hier sitze ich einfach am kürzeren Hebel :-(
@John Connor:
Danke für die vielen rechtlichen Hintergrundinformationen! Und das Glück kann ich gut gebrauchen ;-)
Schönen Abend noch
Nach dem zweiten Update zusammen mit Spur einstellen (laut Werkstatt)
verhält sich das Auto nun bei höheren Geschwindigkeiten und Kurven (Autobahn)
sehr nervös. Das geht sogar so weit, dass das Fahrzeug sich aufschaukelt, wenn
man in der Kurve vom Gas geht. Dieses Phänomen war nach dem ersten Update,
bevor die zweite Maßnahme folgte, nicht vorhanden. Es zeigt deutlich, dass hier
rumprobiert wird, da das heilbringende Update vom Juli wohl ein Rohrkrepierer war.
Aktuell ist alles nur noch schlimmer geworden. Termin für die 3. Nachbesserung steht.
Wenn wieder nicht erfolgreich (davon ist auszugehen) erfolgt die Wandlung.
Kurios auch, wie sich die Audi-Kundenbetreuung mit Händler und Service-Techniker
abstimmt. Nämlich gar nicht. Vom Termin mit dem Service- Techniker und der Abstimmung
mit dem Autohaus wusste man gar nichts. Und wie es mit der Lenkung weiter geht,
weiß man auch nicht. Aber ab und zu mal den Kunden anrufen, um zumindest so zu tun,
als würde sich jemand kümmern. Das Geld für die sogenannte Kundenbetreuung sollte
AUDI in die Produktqualität investieren. Wäre sinnvoller angelegt.
Habe heute mein Auto in die Werkstatt bringen müssen (Klimaanlage defekt noch 6 Monaten & 7.500 km) :( und sollte das Update bekommen. Habe es abgelehnt.
Grüße,
Hauser
Zitat:
Original geschrieben von robhart.63
Es zeigt deutlich, dass hier rumprobiert wird, da das heilbringende Update vom Juli wohl ein Rohrkrepierer war.
Bin ich froh, daß ich dieses Update abgeleht habe!