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Firmenwagen und mehrere Firmen

Themenstarteram 14. März 2020 um 15:23

Hallo in die Runde,

bei mir ergibt sich gerade ein etwas spezieller Fall und die Lösungen, die man im Internet findet, sind etwas umständlich.

Folgender Sachverhalt: Ich bin Freiberufler mit Angestellten und nicht bilanzpflichtig. Auf diese Firma ist ein Firmenwagen im Betriebsvermögen (die private Nutzung wird per Fahrtenbuch versteuert).

Seit Anfang des Jahres bin ich zusätzlich Kommanditist in einer GmbH & Co. KG, ohne Geschäftsführertätigkeit. Für beide Firmen bin ich regelmäßig mit dem Wagen unterwegs, für die freiberufliche Tätigkeit auch meine Angestellten mit diesem Firmenwagen.

Welche Möglichkeiten bieten sich da nun?

Etwas kompliziert wäre es, wenn meine Firma der GmbH eine Rechnung für die Fahrten schreibt, die ich dann vom GmbH-Konto wieder an mich überweise (ist etwas linke Tasche, rechte Tasche).

Gäbe es die Möglichkeit, ein Auto auf zwei Firmen aufzuteilen und halbiert zu buchen?

Aktuell behelfe ich mir damit, dass meine Firma für die GmbH tätig ist und ich dies als Akquise sehe, da dadurch neue Aufträge für mich entstehen. Das heißt, alle Fahrten für die GmbH mache ich auf Kosten meiner eigenen Firma und trage diese im Fahrtenbuch auch so ein.

Grüße

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4 Antworten

Da wird wohl nur Dein Steuerberater helfen können!

Themenstarteram 14. März 2020 um 15:39

Den werde ich dazu noch konsultieren. Manchmal sind aber Anregungen von außen ganz praktisch.

Du hast den PKW ja Deinem Betriebsvermögen als Freiberufler zugeordnet. Eine Aufteilung des PKW ist nicht möglich, es ist ein einheitliches Wirtschaftsgut.

Wenn Du als Freiberufler (nicht als Kommanditist) aufgrund von Aufträgen dieser; Leistungen an die GmbH & Co.KG erbringst kannst Du die Fahrtkosten zusätzlich zu Deinem Honorar in Rechnung stellen. Diese Fahrten sind dann 100% betrieblich (in der freiberuflichen Tätitgkeit) veranlasst.

Wenn Du als Kommanditist Fahrten für die GmbH & Co.KG erledigst, kannst Du diese als Sonderbetriebsausgaben mit € 0,30/KM oder, mit nachgewiesen höheren Kosten/KM im Rahmen der Steuerveranlagung der GmbH&CO.KG geltend machen. Allerdings müsstest Du im Fahrentbuch Deiner freiberuflichen Tätigkeit die Fahrten als "Privat" berücksichtigen. Dein Privatanteil wäre entsprechend höher.

Soviel zur Theorie.

Aber sprich das lieber mit Deinem Steuerberater nochmal durch, nur er hat Deine "Steuerakte" und kann Dich da bestens beraten.

Zitat:

@gretahatrecht schrieb am 14. März 2020 um 17:54:53 Uhr:

Du hast den PKW ja Deinem Betriebsvermögen als Freiberufler zugeordnet. Eine Aufteilung des PKW ist nicht möglich, es ist ein einheitliches Wirtschaftsgut.

Wenn Du als Freiberufler (nicht als Kommanditist) aufgrund von Aufträgen dieser; Leistungen an die GmbH & Co.KG erbringst kannst Du die Fahrtkosten zusätzlich zu Deinem Honorar in Rechnung stellen. Diese Fahrten sind dann 100% betrieblich (in der freiberuflichen Tätitgkeit) veranlasst.

Wenn Du als Kommanditist Fahrten für die GmbH & Co.KG erledigst, kannst Du diese als Sonderbetriebsausgaben mit € 0,30/KM oder, mit nachgewiesen höheren Kosten/KM im Rahmen der Steuerveranlagung der GmbH&CO.KG geltend machen. Allerdings müsstest Du im Fahrentbuch Deiner freiberuflichen Tätigkeit die Fahrten als "Privat" berücksichtigen. Dein Privatanteil wäre entsprechend höher.

Soviel zur Theorie.

Aber sprich das lieber mit Deinem Steuerberater nochmal durch, nur er hat Deine "Steuerakte" und kann Dich da bestens beraten.

Nicht so ganz richtig. ;-)

Erstens muss man die Fahrten nicht zwingend separat als Privatfahrten versteuern, wenn sie betrieblich (auch in einem anderen Betrieb) veranlasst sind. Man hat dann allerdings im Rahmen dieser Einkünfte keinen (Sonder)betriebsausgabenabzug.

Zweitens hätte man die tatsächlichen Kosten verfügbar, so dass man diese im Rahmen der zweiten Einkunftsart gelten machen könnte. Führt aber insgesamt, wenn auch aufwendiger, zu gleichen Ergebnis wie unter erstens.

Erstens praktiziere ich schon seit ca. 15 Jahren. Auto läuft auf eine Firma, gefahren wird für insgesamt vier Firmen plus freiberufliche Tätigkeit. Kosten sind nur in der Firma erfasst, auf die der Wagen angemeldet ist.

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