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Firmenwagen, Chef will keine Winterreifen kaufen.
Hallo Leute,
ich will mal eure Meinungen und Empfehlungen zu einem Thema was mich aktuell sehr beschäftigt.
Seit Januar 2020 bin ich im neuen Job und habe im Juni einen schönen Firmenwagen bekommen.
Nun ist der Winter da und mein Chef weigert sich aktuell Winterreifen zu kaufen. Das Problem hab nicht nur ich sondern auch 5-6 andere Mitarbeiter, die dieses Jahr ein neues Auto bekommen haben.
Winterreifen brauche ich ja nur wenn bestimmte Bedingungen auf der Straße herrschen. Bisher muss ich das Auto nicht stehen lassen. Aber trotzdem kann das nun jeden Tag passieren.
Vier Reifen kosten halt schnell mal 1000€ und nach 3 Jahren, wenn die Autos aus dem Leasing gehen hat man halt diese Reifen die bestimmt auch nicht aufs nächste Auto passen. Kann ich irgendwie verstehen.
Aber ganz ehrlich, ich nutze die Karre als Familienauto und will nicht ständig auf den Wetterbericht schauen.
Hab ich als Arbeitnehmer hier irgendeine handhabe? Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet Winterreifen zu stellen. Ich bin im Außendienst tätig. Ich könnte jetzt sagen ich lasse das Auto bei entsprechenden Straßenbedingungen stehen. Kann meinen Job zum Glück 90% Remote erledigen, sodass die Provision sicher ist. Aber die restlichen 10% eben nicht.
Aber was machen ich mit Privatfahrten? Die fallen aus! Den Firmenwagen muss ich trotzdem versteuern.
Habe ich da jetzt einfach Pech? Irgendwie ist die Situation echt blöd.
Hatte jemand vielleicht schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Findet ihr das es sinnvoll ist privat Reifen zu kaufen? Soll ich mein Chef weiter nerven? Kann ich mir vielleicht die gezahlten Steuern zurückfordern wenn ich nachweisen kann, dass ich einen Monat keine Privatfahrten durchgeführt habe?
Wäre einfach über Input dankbar.
Viele Grüße aus OWL.
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243 Antworten
So sieht es aus. Wenn alles im Job stimmt, dann gehen mir die 1.000€ für WR am Arsch vorbei. Zumal man die nach drei Jahren bei BMW Felgen auch wieder relativ gut verkauft bekommt. Ich hatte seinerzeit meine M Felgen gesondert verkauft, als der E91 weg ging, das war ein gutes "Zubrot". :)
Insofern, nach gebrauchten umsehen, gibt es meist so zwischen 1.000 und 1400€. Und wenn der Wagen weg geht, die dann auch wieder bei Ebay rein. Da gibts auch keine Preisschmälerung durch mehrere Vorbesitzer. ;)
Es gibt doch wirklich nur 2 Möglichkeiten, wenn man bei dem Job bleiben will:
Den Firmenwagen aus der 1%-Regelung nehmen lassen und ausschliesslich für dienstliche Fahrten verwenden (steht dann bei der Firma auf dem Parkplatz, bis er mal gebraucht wird) und sich privat ein eigenes Fahrzeug holen (natürlich mit Winterreifen). Und wenn dann mal ungünstige Witterungsbedingungen sind heisst es "Chef, sorry, ich kann nicht zum Kunden..keine WR").
Zweite Möglichkeit: Selbst WR kaufen und diese entweder bei der Firma als notwendige Kosten einreichen oder später bei der Steuererklärung. Dazu aber unbedingt vorher die Freigabe der Firma einholen, dass man da WR draufziehen lassen darf... kann sonst auch Ärger geben.
Mal ehrlich, was man allein dadurch sparrt den Wagen privat nutzen zu dürfen... Wem 275er WR zu teuer sind, hätte vorher bei der Fahrzeugauswahl darauf achten sollen.
Entweder man hat den Luxus zwar über die 1%-Regel monatlich was abzudrücken, dafür aber frei über den Wagen verfügen kann, oder man sparrt die Steuern und muss sich selbst einen Privatwagen besorgen. Das muss sich jeder selbst ausrechnen, was persönlich die günstigere Möglichkeit ist.
Hallo,
wenn der Arbeitgeber im allgemeinen immer grosszügig ist,
das Gehalt stimmt und es sonst keine Beanstandungen gibt,
dann mach wegen den Winterreifen kein Fass auf.
Wenn es Dir um die eigene Sicherheit und der Familie geht,
dann kaufe auf eigene Rechnung einen Satz Winterräder
und vereinbare mit dem Reifenhändler die Rückgabe nach
geschätzten Km und Zeit, zu einem annehmbaren Preis.
So würde ich verfahren.
Übrigens, wäre das auch eine Option für Deinen Chef,
wenn der Leasingvertrag abgelaufen ist, so zu verfahren
und dann für die neuen Fahrzeuge im Tausch neue
Winterräder zu kaufen.
Gruss
summercap
Ist die uneingeschränkte private Nutzung dir zugesichert und somit Arbeitsvertragsbestandteil?
Es ist somit einen Teil deiner Entlohnung/Gehalt.
Dein AG muss es dir dann auch in einem uneingeschränkt nutzbaren Zustand zur Verfügung stellen
Das Fahrzeug stellt sicherlich einen Wert von ca. 1000€/Monat da (Wertverlust/Leasing, Steuer, Versicherung, Instandhaltung, Sprit)
Suche das Gespräch mit deinem AG
und nutze es nicht in einem Verkehrs-unsicheren Zustand!
Hallo, Geisslein,
Zitat:
@Geisslein schrieb am 8. Januar 2021 um 16:07:57 Uhr:
Bedeutet, daß der "Fahrer" des Geschäftswagens nachweisen muß, daß der Chef angeordnet hat trotz Sommerreifen im Winter zum Kunden zu fahren.
Das würde Ich mir allerdings nur "schriftlich" geben lassen.
richtig, oder der Fahrer hat Zeugen, wie z. B. andere Fahrer der Firma, denen es genauso geht.
Viele Grüße,
Uhu110
Zitat:
@mastert19 schrieb am 08. Jan. 2021 um 14:57:09 Uhr:
Aber dann muss ich das Auto halt auch für Privatfahrten stehen lassen und das will und kann ich nicht immer. Deshalb überlege ich das mit den privaten Reifen.
Na dann mußt es tun, machst es nicht, fährst auch nicht, so einfach ist das!
Bis Du den Chef soweit hast (wenn überhaupt) is' Frühjahr.
Gruß jaro
Alles sehr kompliziert ... 2 Runden grüne Hölle und der Satz ist eh fällig ....
Da wird der Chef aber traurig sein...
Ich als Chef kann da nur sagen... unverantwortlich!
Wer seine Mitarbeiter wissend in Gefahr begibt hat nicht mehr alle Latten am Zaun! Ist genauso wie wenn ein Mitarbeiter Rückenprobleme wegen einem alten Bürostuhl bekommt.
Wer da als Chef lange überlegt einen neuen zu kaufen, hat in seiner Führungsqualität versagt.
Aber wieder mal nur meine Meinung...
Richtige Meinung!
Zitat:
@bug99 schrieb am 8. Januar 2021 um 18:35:19 Uhr:
Ist die uneingeschränkte private Nutzung dir zugesichert und somit Arbeitsvertragsbestandteil?
Es ist somit einen Teil deiner Entlohnung/Gehalt.
Dein AG muss es dir dann auch in einem uneingeschränkt nutzbaren Zustand zur Verfügung stellen
Käme auf das vertragliche Konstrukt ein. Irgendwo ganz am Anfang schrieb er, dass der Wagen hauptsächlich für dienstliche Zwecke genutzt werden soll, aber auch für private Zwecke.... Also wären private Zwecke nur eine Nebennutzung, die zwar nicht beabsichtigt ist, aber erlaubt wird.
Damit wäre er bei privaten Fahrten immer selbst der Gelackmeierte, wenn etwas pasiert.
Zitat:
@bug99 schrieb am 8. Januar 2021 um 18:35:19 Uhr:
und nutze es nicht in einem Verkehrs-unsicheren Zustand!
Ich würde zunächst bezweifeln, dass ein Fahrzeug ohne Winterreifen verkehrsunsicher ist. Nach StVO ist das nur der Fall, wenn "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte" (§2 STVO) vorherschen.
Man stelle sich vor, der Chef untersagt die Nutzung bei Glätte und die private Nutzung wird lediglich geduldet, aber nur in Verantwortung des Mitarbeiters.... Aua. In etwa so würde es bei uns im Job laufen...
Wenn ich meinen privaten Wagen dienstlich nutze, ist die Haftung bei meinem Chef auf 300€ im Schadensfall gedeckelt (für Schäden an meinem Fahrzeug). Muss ich irgendwohin und will meinen Wagen nicht dafür nutzen, darf ich Bus und Bahn fahren. Jetzt könnte ich mich natürlich weigern...
Wie dem auch sein, meine beiden Lösungsvorschläge stehen weiter oben. Wenn sonst alles im Job stimmig ist, muss man sich nicht unbedingt mit dem Chef anlegen, wobei ein vorsichtiges Gespräch ("Sorgen um Unfall, rechtliche Konsequenzen (auch für die Firma), ..." etwas auf die Tränendrüse drücken) sicherlich nicht schadet.
...ich habs weiter vorne schon einmal geschrieben, der Chef kann in die Nutzungsvereinbarung auch reinschreiben, dass das Auto bei schlechter Witterung / winterlichen Straßenverhältnissen nicht benutzt werden dürfen.
Aber der Chef des TE sollte erstmal all das andere Zeug i.O. bringen... Nutzungsvereinbarung mit Einschränkungen bzgl. des Nutzungsraumes z.B. auf Deutschland oder noch die europäischen Nachbarländer dazu.
Außerdem wichtig eine Einschränkung des Fahrerkreises... da gibts eigentlich immer Zirkus, darf z.B. die Frau mit dem Firmenausto noch fahren oder nicht oder nur in Ausnahmesitutionen z.B. Fahrer nicht mehr fahrtüchtig.
... usw. usw....ich habs weiter vorne schon mal aufgelistet.
Bei vielen Beiträgen hier lese ich raus, dass so manchem hier nicht klar ist worum es geht... das scheint kein 08/15 Job zu sein, sonst gäbe es auch kein solches Firmenfahrzeug.
Wer hier mit dem Verhandlungsgeschick eines -ich schreibs jetzt mal frei raus- plumpen Arbeiters / eines Elephanten im Prozellanladen beim Chef aufschlägt und dem seinen Forderungskatalog ohne Taktgefühl vor den Latz knallt... der disqulifiziert sich nur selbst und wenn er Pech hast hat sich das mit Job & Auto ganz schnell erledigt... normalerweise lohnt sich das für einen Satz WR nicht.
Manche Chefs haben eben ihre Vorstellungen -ums mal vorsichtig zu formulieren-...
Ich hab z.B. in einer Firma gearbeitet, wenn da neue Firmenwägen gekauft wurden (i.d.Regel VW Golf Variant mit 1,6 und 2,0 Ltr. Diesel)... das waren meist irgendwelche Tageszulassungen, Leasing-Rückläufer oder es wurden auch mal welche neu bei VW bestellt... letztere waren die mit der schlechtesten Ausstattung.
Da hat sich der Chef von uns ausm Fuhrpark eine Fahrzeugliste mit Nutzernamen, Erstzulassung und mit aktuellem Kilometerständen geben lassen... dann gings los quer durch den Fuhrpark wurden die Autos nach seinen Vorstellungen durchgetauscht... Rangliste nach Arbeitsleistung + Beliebtheit beim Chef... kann sich jeder selbst ausmalen, wer die Autos mit 200.000 und mehr km bekommen hat.
So Richtung 300.000km wurden se aus dem Rennen genommen und nur noch vom Baustellenpersonal (ohne Privatnutzung) zu Tode gefahren...
WR waren allerdings obligatorisch... dafür gabs bei uns immer den Zirkus, wer die Autos z.B. mit einer Anhängerkupplung oder mit besserer Ausstattung bekommt... da gabs sogar welche die gerne ihr altes Auto behalten haben, weil da ne bessere Ausstattung drin war als in dem neuen, das se bekommen hätten.
@TE
Ich würde die Kiste aus "Knatz" zerschiesen!!!
Böse denkende Menschen würden sich noch mit einem Bekannten verabreden, diesen dabei "aus versehen" in den Wagen fahren und abkassieren.
Bei der Schadenstilgung macht ihr es dann so, dass für dich noch ein Satz Winterräder raus springt.
Wie dein Chef schon sagt, dass macht doch die VS.
Zitat:
@holgertt-123 schrieb am 9. Januar 2021 um 00:16:10 Uhr:
@TE
Ich würde die Kiste aus "Knatz" zerschiesen!!!
Böse denkende Menschen würden sich noch mit einem Bekannten verabreden, diesen dabei "aus versehen" in den Wagen fahren und abkassieren.
Bei der Schadenstilgung macht ihr es dann so, dass für dich noch ein Satz Winterräder raus springt.
Wie dein Chef schon sagt, dass macht doch die VS.
Lohnt immer sich strafbar zu machen!
Miteinander reden kann ja jeder!
Uff... :rolleyes:
Ich hätte kein Bock auf so eine aktion.
Zumal der te dann immer mit dran ist. Eben wegen den Reifen. Der te muss abwägen. Wieviel Kosten ihn die Reifen. Und wie lange hat er das Auto noch.
Es gibt auch gebrauchte Reifen.