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Findet Ihr im Vergleich der Konkurrenz von Kia etc. die ID Familie geglückt?

VW ID.4 (E2)

Hallo,

bin Golf 7 Highline Fahrer.

Schaue natürlich danach, was man denn mal in Zukunft so fahren wird.

Aber ID etc. von VW ist ja mal echt erbärmlich oder?

Warum nur so kleine Display's. Warum kann das Kia besser etc.

Wie ist da eure Meinung zu im Vergleich zu anderen Autos?

 

Danke

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216 Antworten

Frage: "Findet Ihr im Vergleich der Konkurrenz von Kia etc. die ID Familie geglückt?"

Nein, finde ich nicht. VW hätte ab Kompaktklasse den Mut zu einer 800V-Plattform haben sollen (denn so ist ja auch ionity ausgebaut), die Batterien und HV-Komponenten auf 800V auslegen sollen. Dafür hätte man die Batterien nur anders verschalten müssen.

Die Software hätte ausgereifter sein müssen.

Das ganze Bordnetz ist immer noch recht komplex und wenig konsolidiert.

Sachen wie Plug&Charge hätten gleich funktionieren müssen, mindestens an den großen HPC-Ladelösungsanbietern.

Vehicle-to-Grid (z.B. bis 11 kW AC) hätte mindestens an den id.chargern gleich mit funktionieren müssen.

Chancen wurden verpasst, mal einen richtigen Neuentwurf rauszuhauen.

Außerdem fehlen der i.d-Familie wichtige Mitglieder.

- ein Polo (also ein Kleinwagen)

- ein T-Cross oder T-Roc (Alternativ zum Kona, ein Kleinwagen-SUV)

- ein Golf Variant (Kompakt-Kombi)

- ein Jetta (alternativ zum Model 3, Kompakt-Limousine/Mittelklasse-Limousine)

- ein Touran (ein Kompakt-Van)

- ein Passat Variant (Mittelklasse-Kombi)

- ein Sharan (also ein Mittelklasse-Famlien-Van)

Aktuell haben sie nur

Golf => id.3

Tiguan => id.4

Das ist alles bisschen dünne und wenig ambitioniert. Die Dinger von x Marken zu machen (Q4 e-tron, Enyaq, Cupra born, und überalll noch SUV-Coupé-Varianten wie id.5 oder Q4 e-tron Sportback oder Enyaq Coupé) hingegen bringt dem Kunden nicht viel an echtem Mehrwert.

Und für das, was sie bieten, sind die id.3 und id.4 irgendwie immer noch zu teuer, gerade in der Basisversion, wo jetzt schon wieder munter gestrichen wurde.

Auch die Anhängelasten hätten sie etwas üppiger auslegen können, das ist schon sehr auf Kante genäht.

Fairerweise muss man sagen das die MEB Plattform zu einer Zeit entwickelt wurde als 800V noch nicht für den Massenmarkt verfügbar waren. Schließlich liegen zwischen ID.3 und Ioniq 5 gut 2 Jahre und die Entwicklung bei eAutos legt ein ähnliches Tempo vor wie bei Smartphones. Hinterher ist es natürlich immer einfacher zu sagen: „Ja warum hat VW den nicht…?“

 

Außerdem ist 800V etwas das sich zwar auf dem Papier gut anhört aber wenig wirkliche Vorteile im Alltag für das bringt was der ID.3 sein soll - ein elektronischer Kompaktwagen.

Letztlich wäre der Punkt Kosten noch anzubringen. Sowohl für VW als auch für den Käufer.

 

Software hätte ausgereifter sein müssen aber das ist bei VW kein ID exklusives Problem. Hier wollte man einfach zu schnell zu viel.

 

Vehicle-To-Grid ist für mich das selbe wie mit 800 Volt.

 

Die wichtigen Mitglieder fehlen aber stehen in den Startlöchern:

- Kleinwagen / SUV kommt mit dem ID.2 / Cupra UrbanRebel

- die Mittelklasse Limousine / Kombi kommen mit dem Aero

- der Familien Van Ersatz wird der Buzz

Dazu kommen dann noch die ganzen Derivate der Konzernmarken.

 

Wenig ambitioniert? Es gibt mehrere große Stimmen in der e-Auto Welt (u.A. Musk selbst) die VW dafür loben der Hersteller zu sein der den Wandel zum e-Auto am entschiedensten voran zu treiben.

 

Die Coupe Modelle bringen deiner Meinung nach keinen Mehrwert aber sie verkaufen sich halt weil die Leute sowas wollen - warum sollte VW also drauf verzichten?

 

Basisversion ist halt aktuell durch die Chipkriese nicht verfügbar; die betrifft aber jeden Hersteller.

 

Alles in allem kann kein Hersteller - auch VW nicht wie du es dir hier wünschst - eine eierlegende Wollmilchsau als e-Auto bauen. Dafür gibts ja unterschiedliche Modelle / Marken da jeder Käufer andere Ansprüche hat :)

Stimmt doch nicht wirklich: der Taycan (auch VW-Konzern, also quasi gleiche Entwickler-Truppe, wenn sich Wolfsburg, Weissach und Ingolstadt mal bisschen austauschen) hat 800V und das vielleicht nicht im Massenmarkt, aber mindestens Volumenmarkt. Der Taycan hat das ja selbst für den Volumenmarkt eröffnet.

Taycan wurde dann vorgestellt und verkauft ab 09/2019.

Der id.3 wurde vorgestellt und verkauft ab 11/2019. Zwei Monate später. Also war die Entwicklung weitgehend parallel.

Und die ionity-HPC-Lader: hat die VAG, BMW, Daimler, Ford gleich bis 1000 VDC ausgelegt. Ab 2018 schon, erster sogar im Dezember 2017. Aber alle haben maßgeblich erstmal 400V-Autos gebracht, Ausnahmen: Taycan und e-tron GT.

Ich finde es von allen ionity-Clubmitgliedern völlig gaga, die Lader ab Ende 2017 bis 1000V DC zu machen, die Batterien in Fahrzeugen ab 2019, 2020, 2021, 2022 aber weitgehend in 400V DC zu verschalten. Auch beim i4, iX, EQS, Mustang Mach-E und Co. Das ist einfach peinlich.

V2G: VW hat keine PowerWalls oder Solarkacheln wie Tesla. Also hätte man mit V2G zumindest mal ein Feature gehabt, das Tesla noch nicht hatte.

Die SUV-Coupe-Modelle nehmen wertvolle Produktionsplätze weg für das, was die Leute wirklich wollen: Kombis und Vans.

Und keine blöden SUV Coupés.

Kann man sich anschauen in den KBA Zulassungszahlen, wo die SUV-Coupé-Ableger eigene Baureihen abbilden: am Beispiel BMW:

Septemer 2021 / Jan-Sep 2021

X1 1.826 19.020

X2 611 6.201 => nur 1/3

X3 2.047 18.097

X4 471 3.322 => nur 1/5

X5 1.071 9.561

X6 277 2.061 => nur 1/5

Immer 3-6x so viele SUV wie SUV-Coupé.

Leider ist es beim GLC und GLE nicht getrennt aufgeführt.

Und auch nicht beim E-tron, Q4 oder Q3, Q5: SUV gegen Sportback.

Die SUV Coupé sind so nutzlos wie ein Kropf.

Der id.2 steht nicht in den Startlöchern: er soll 2025 kommen.

Der Aero ist unklar.

Der id.Buzz füllt mit immer anderen Konzepten seit gut 10 Jahren (!) die Messen, aber dauert, und dauert, und dauert.

Die Chipkrise ist Käse. Tesla verdoppelt aktuell jährlich seine Produktion, die bekommen auch die Chips. Sogar für die Basisversionen.

Ich wünsche mir keine eierlegende Wollmilchsau. Ich wünsche mir eine moderne BEV-Plattform von VW, und gut abgestufte Modelle darauf. Und dass nicht nur Zwickau auf BEV macht (unter x Marken), sondern die anderen großen Werke (Wolfsburg, Emden, Hannover, Poznan) flotter nachgezogen werden.

Und dass so Spielchen wie ABT e-Caddy und ABT e-Transporter gleich gar nicht gemacht werden. Viel eher sollten sie da BEV-Umrüstsätze für die 1-6 jährigen Verbrenner-Bestandsfahrzeuge anbieten. Dort kann man nämlich auch noch richtig was rocken.

Und nun vergleich mal bitte den Einstiegspreisen eines Taycan mit dem eines ID.3 ;)

Das ist auch kein Volumenmarkt...natürlich kann Porsche andere Technik verbauen die neuer und teurer ist - dafür zahlt man aber auch deutlich mehr.

Außerdem ist es, Pardon, einfach sinnlos zu fordern VW soll all die Technik die im Taycan verfügbar ist auch in den ID.3 packen weil's ja der selbe Konzern ist :'D

Auch hier ist es nicht so einfach pauschal 1000V DC zu fordern. Dazu gehört einfach viel mehr als eine andere Verschaltung ;) Thermomanagement, Lebensdauer der Batterie und ganz einfach die Sinnhaftigkeit des ganzen - was bringen mir die Technik im ID.3 wenn der typischerweise über Nacht an Wallboxen oder immer mal Kurz an Ladesäulen in der Stadt aufgeladen wird?

E-Tron GT und Taycan sind Langstreckenautos - da macht diese Technik Sinn.

Zum Thema V2G - anders als du es dir wahrscheinlich vorstellst ist es nicht der Anspruch von VW neuer oder besser als Tesla zu sein. Das wurde oft genug kommuniziert ;)

Wenn die Leute keinen "blöden SUV Coupés" wollen warum verkaufen sie sich dann als Verbrenner und e-Auto wie geschnitten Brot? Warum steigt der Absatz der SUV seit Jahren und der von Kombis und besondere Vans gehen im gleichen Atemzug zurück? Auch hier wieder eine deutliche Diskrepanz zwischen deiner Vorstellung und der Wirklichkeit auf dem Markt.

Dein Vergleich mit den Baureihen ist ja ganz schön aber hinkt ein einer Entscheidenen Stelle - für die Hersteller sind die SUV Coupe eine gute Möglichkeit mehr Modelle mit relativ geringem Entwicklungsaufwand abzusetzen.

Aber schauen wir uns doch mal den Vergleich zu den Vans an - wieder im Beispiel BMW, jeweils 2021 Jan - Sep:

BMW 2er (Alle Modelle inkl. Vans) - 14.184

BMW X1 - 19.020

Unterm Strich lässt sich sagen, dass besonders die Vans heutzutage einfach tot sind. Das betrifft alle Hersteller und ist keine Besonderheit bei Elektroautos. Die Leute kaufen einfach lieber einen SUV / SUV Coupe als einen Van.

Kombis sind tatsächlich auch eher ein europäisches Phänomen und spielen global nur eine untergeordnete Rolle.

Und wieder scheinen deine Informationen nicht ganz korrekt und veraltet zu sein:

Aero kommt 2023 & der Buzz 2022

Auch hier wieder eine utopische Annahme deinerseits: Kein Hersteller kann x Modelle gleichzeitig auf den Markt bringen und im selben Atemzug die Werke nach und nach im laufenden Betrieb umbauen ;)

Mit der Aussage "die Chipkrise ist Käse" bist du aber schon gefährlich nah dran dich von der sachlichen und fundierten Diskussion zu verabschieden - JEDER Hersteller hat aktuell mit diesem Problem zu kämpfen - auch bei Tesla gibt es Lieferverzögerungen, Produktionspausen und neue Modelle wie der Roadster werden verschoben.

Nur weil also Tesla aktuell einen - unter aktuellen Umständen wirklich beachtenswerten - Produktionsrekord hinlegt heißt das nicht, dass die Krise nicht exzistiert ;)

Die Werke werden nach und nach umgebaut; Fahrpläne des Konzern sind öffentlich einsehbar. Aber das geht halt nicht von heute auf morgen.

Pardon aber wie stellst du dir denn ein "BEV Umrüstsatz" vor? Alleine die technischen Probleme und die Kosten sind immens. Wer soll den bitte in einen 6 Jahre alten PKW nochmal 20 - 25k investieren um ihn als BEV fit zu machen?

Wo soll die Batterie hin?

Die moderne Plattform gibt es mit dem MEB - modern heißt nicht, dass eine Plattform alles bieten muss was technisch möglich ist - besonders nicht wenn es erst Jahre später für den Volumenmarkt verfügbar ist ;)

Wenn dir der MEB nicht reicht - nächstes Jahr kommt das erste Auto auf der neuen Plattform PPE :)

VW fällt ganz schön hinter Hyndai / Kia zurück, Nicht wegen der Plattform, die ist gut. Platz, Komfort, Fahrleistungen alles in Ordnung.

Aber das Design ist eine Katastrophe. Wie kann man nur auf die Idee kommen einen ID.3 im Design eines billig Plastebombers auf den Markt zu bringen. Lieber Herr Diess Ihnen mag zwar Ihr BMW i3 sehr am Herzen liegen, aber die Zeiten, wo ein Elektroauto unbedingt anders aussehen musste, damit es sofort als solches erkennbar ist, sind vorbei. Vielleicht hätten Sie lieber zu Critroen wechseln sollen.

Was man sich bei der Bedienung gedacht hat. Niemand kann mir sagen, dass das Weglassen von 2 Fensterhebertastern massiv Kosten spart. Vor allem weil eine Sensortaste hinzukommt. Dann das neue Lenkrad. Was war an dem alten falsch? Das Multifunktionslenkrad, omg. Ein Mäusekino als Fahrerdisplay. Die komische Lenkradschaltung. Dafür muss natürlich das Zentraldisplay größer sein. Das sind doch alles nur Scheineinsparungen, die man sich auf Power Points schön gerechnet hat. Ein Autojournalist hat mal durchgerechnet, dass ein höherwertiger Innenraum wie im Golf 7 nur ca. 150€ mehr kosten würde.

Von der Software will ich gar nicht reden.

800v brauch man noch nicht in der Masse, Vehicel to grid überhaupt niemand.

Das Design ist bei einem Auto wohl das subjektivste überhaupt - da sollte sich niemand anmaßen etwas für alle als pauschal und verbindlich schön oder hässlich festzulegen (außer wir reden vom Fiat Multipla XD)

Für den Innenraum hat VW viel berechtigte Kritik eingesteckt - hier wird aber im November nachgebessert.

Was ist denn bitte an der Lenkradschaltung komisch? Im ersten Moment vielleicht ungewohnt,aber da gewöhnt man sich so schnell dran das ich da jetzt überhaupt nicht mehr drüber nachdenke

Zitat:

@radio schrieb am 13. Oktober 2021 um 07:31:58 Uhr:

VW fällt ganz schön hinter Hyndai / Kia zurück, Nicht wegen der Plattform, die ist gut. Platz, Komfort, Fahrleistungen alles in Ordnung.

Im Vergleich sind die MEB-Fahrzeuge zu schwer. Ist wohl auch der Hauptgrund für den relativ hohen verbrauch.

So ein Fahrzeug wie den Ioniq 5 hätte ich mir von VW gewünscht. Der Ioniq 5 gewinnt zur Zeit alle Vergleichstests. Aber auch bei den Verbrennern hat Hyundai den Dauertestsieger VW abgelöst. Hyundai ist das "neue VW".

Zitat:

@merti14 schrieb am 13. Oktober 2021 um 10:44:26 Uhr:

Was ist denn bitte an der Lenkradschaltung komisch? Im ersten Moment vielleicht ungewohnt,aber da gewöhnt man sich so schnell dran das ich da jetzt überhaupt nicht mehr drüber nachdenke

Meiner Meinung nach sogar besser, als konventionell. Warum sollte ich zum Gang/Modus-Wechsel extra zur Mittelkonsole greifen?

@rofd

Ich habe nicht die "Technik eines Taycan" in den MEB-Fahrzeugen gefordert, sondern nur die um 800V Batteriespannung, und dann entsprechend auch als Hochvolt-Spannung für E-Motor, Klimakompressor, Onbord-Lader.

216s 1p aus den 78Ah Zellen => anstatt der 108s 2p im verbreiteten 62/58 kWh Akku.

Und dann nach unten kann man skalieren, selbst wenn in Richtung 500V geht. Hyundai/Kia zeigen mit e-GMP, wie man 144s bis 216s Akkus in relativ günstige Fahrzeuge bekommt. Der ioniq 5 beginnt bei 41.900 EUR brutto.

Zitat:

was bringen mir die Technik im ID.3 wenn der typischerweise über Nacht an Wallboxen oder immer mal Kurz an Ladesäulen in der Stadt aufgeladen wird?

Eine Senkung der Stromstärke (Ampere) beim Laden und Fahren, geringere Leiterquerschnitte, weniger Gewicht der Kabel (nur die Isolation muss entsprechend angepasst werden), geringere Kosten der HV-Kabel, etwas mehr Reichweite. Die 800V nutzen auch beim Betrieb.

Wer mit seinen 15-20 kWh/100km fährt, und so 15-25 kW als Leistung abruft, kann das tun als:

400 Volt mal 40-60 Ampere = 16-24 kW

800 Volt mal 20-30 Ampere = 16-24 kW

Aber mit der Halbierung der Stromstärke (40 A => 20 A) geht die Verlustleistung auf dem Kabel (P = R * I*I) auf 1/4 des Ausgangswertes.

Zitat:

E-Tron GT und Taycan sind Langstreckenautos - da macht diese Technik Sinn.

Die MEB-Fahrzeuge spätestens ab 58 oder 77 kWh sind auch Langstrecken-Fahrzeuge. Und die 800V Bordnetzspannung nützen nicht nur beim DC-Laden, wie oben dargestellt.

Zu den SUV-Coupés: also ich sage voraus, dass die meisten davon in wenigen Jahren in Europa keinen Nachfolger bekommen werden, wegen zu geringer Stückzahlen (sinnlose Karosserieoption, die zu wenig Kunden fand). Und dass neue Vans wieder kommen werden. Warten wir es ab. Und ich sage voraus, dass die SUV flacher werden. Und so doch wieder in die Kombi-Richtung gehen. Der Enyaq zeigt den Trend ja schon.

Chipkrise: es gibt Smartphones mit x Chips, immer mehr IoT-Geräte mit allen möglichen Chips, irgendwie bekommen alle ihre Chips, nur die Autohersteller nicht? Mehrere neue chinesische Autohersteller => bekommen auch ihre Chips. Insgesamt ist das nicht glaubhaft. Da ist irgendein Einkaufskrieg hinter den Kulissen im Gange, sonst gibt man als VW einfach mal 25 Cent statt 10 Cent aus oder 5 USD statt 1 USD, und schon gibt's auch Chips ohne Ende. Es gibt so viele Auftragsfertiger für ICs, man bekommt das hin, wenn man will. Ich bin mir sicher, die Autohersteller wollen mit dem Verweis auf die Chipkrise eigentlich den Nachfrage-Rückgang verschleiern. Mit der Story der "Chipkrise" bekommt man das mit Corona assoziiert und an staatliche Unterstützungs-Töpfe, während man bei einem Nachfragerückgang ja ein unternehmerisches Risiko hätte, was selbst abzudecken wäre. Und sonst: den einen oder anderen Chip kann man ggf. auch wieder rauskonstruieren und muss nicht an jedes Mini-Ding (Schalter, Sensor, Aktor) einen LIN-Bus-Transceiver dran hängen, sondern nimmt halt wieder 2 oder 3 Adern in den Leitungen mehr.

Zu PPE: da gibt's 800V. Irgendwie hat VW was gelernt. Aber die Fahrzeuge werden teuer werden, was aber nicht an den 800V liegt.

Und dann wollen sie MEB+PPE dann ja nochmal zusammenführen zur Scalable System Platform SSP, natürlich auch mit 800V-Option. Meine Kritik ist recht simpel:

- MEB hätte man überspringen können,

- PPE auch,

- die J1 auch (Taycan, e-tron GT),

- die MLB evo electric auch (e-tron),

- die MQB electric sowieso (e-Golf),

- und die e-NSF (e-Up)

und hätte all den verteilten Aufwand aus die ganzen Elektrifizierungen der Altplattformen (x-mal wurde da das Rad neu erfunden, das dauert und kostet) einfach gleich in die SSP gesteckt. Für neu zu produzierende Fahrzeuge.

Und für die vielen Millionen Bestandsfahrzeuge der VAG weltweit: na klar gehen Umrüstsätze auf shared und auf BEV. Da braucht es an sich nicht überall neue Autos.

Zitat:

Vehicle to grid überhaupt niemand.

V2G wird der Lösungsbringer und Ausweg bei teurem Strom werden und auch bei neu zu bauender Ladeinfrastruktur, die mit V2G viel billiger sein kann, weil andere Fahrzeuge der Umgebung die Peaklasten abnehmen werden. Gerade am privat besessenen Rumsteh-Auto, das uns noch eine Weile begleiten wird.

Made my day, ich bastele mir meine eigene Verschwörungstheorie - die Chipkrise eine Finte der Autoindustrie, um nicht liefern zu müssen. Ich kann gerade nicht mehr vor lachen ;-) .

Bewerbung ist raus? Da ist der Mann, der auf einen Schlag alle Probleme der Autoindustrie löst und weiß wie es geht. Die haben ja auch echt alle keine Ahnung ;-) .

https://www.mactechnews.de/.../...ifft-jeden-bis-auf-Apple-177250.html

Bis auf Apple und ... https://insideevs.de/.../

Zitat:

@Grasoman schrieb am 13. Oktober 2021 um 14:30:18 Uhr:

Und dann nach unten kann man skalieren, selbst wenn in Richtung 500V geht. Hyundai/Kia zeigen mit e-GMP, wie man 144s bis 216s Akkus in relativ günstige Fahrzeuge bekommt. Der ioniq 5 beginnt bei 41.900 EUR brutto.

Was gut 10.000 € mehr sind als die Basis des ID - wo also das Problem liegt merkst du hoffentlich selber.

Es ist, wie bereits erwähnt, einfach utopisch VW die Bedingung aufzuerlegen das sie Technik von Porsche oder höheren Fahrzeugklassen von Hyundai verbauen...

 

Zitat:

 

Die MEB-Fahrzeuge spätestens ab 58 oder 77 kWh sind auch Langstrecken-Fahrzeuge. Und die 800V Bordnetzspannung nützen nicht nur beim DC-Laden, wie oben dargestellt.

Akkugröße allein macht kein Langstreckenauto ;)

Zitat:

Zu den SUV-Coupés: also ich sage voraus, dass die meisten davon in wenigen Jahren in Europa keinen Nachfolger bekommen werden, wegen zu geringer Stückzahlen (sinnlose Karosserieoption, die zu wenig Kunden fand). Und dass neue Vans wieder kommen werden. Warten wir es ab. Und ich sage voraus, dass die SUV flacher werden. Und so doch wieder in die Kombi-Richtung gehen. Der Enyaq zeigt den Trend ja schon.

Und wieder widerspricht deine Ansicht und "Voraussagen" der Realität - der Van ist Tod - nicht nur in Deutschland sondern in Europa und der Welt. Kombis sind bei weitem nicht mehr die beliebtesten Modelle. SUV in allen Karosserieformen liegen im Trend und es sieht wirklich nicht danach aus das dieser Trend abebbt.

Zitat:

Ich bin mir sicher, die Autohersteller wollen mit dem Verweis auf die Chipkrise eigentlich den Nachfrage-Rückgang verschleiern.

Puuuuuh...das schreit schon fast nach Alufolie. Wenn es einen angeblichen Nachfragerückgang gibt warum sind die Auftragsbücher dann voll und die Lieferzeiten lang? Warum wurden bereits mehrere tausend Autos vorgefertigt die nur noch auf die Bauteile mit den fehlenden Chips warten?

Oftmals ist die einfache Lösung die einfachste: Es gibt eine Chipkrise.

Und das heißt nicht, dass sich alle Autohersteller der Welt verschwören und nur du die Wahrheit herausgefunden hast :P

Übrigens: Nicht nur die Autoindustrie ist von der Chipkrise betroffen...ein Blick über den Tellerrand hilft:

Chipkrise bremst Apples iPhone-Produktion empfindlich

Ob Handy oder Auto: Chipkrise sorgt für Produktionsengpässe

Zitat:

Zu PPE: da gibt's 800V. Irgendwie hat VW was gelernt. Aber die Fahrzeuge werden teuer werden, was aber nicht an den 800V liegt.

Aha! Hyundai darf mit dem Ioniq 5 preislich über dem ID.3 / ID.4 in der Basis liegen aber wenn VW höhere Preise für mehr Technik verlangt sind sie wieder die bösen? Spannende These ;)

Zitat:

Meine Kritik ist recht simpel:...

Deine Kritik ist bei weitem zu simpel und kurzgedacht. Wie hätte das den funktionieren sollen?

Du übersieht einfach so viele Punkte:

- den Vertrieb von heute auf morgen auf E umstellen?

- Einfach alle Fabriken für Monate schließen um sie umzubauen und währenddessen nichts mehr produzieren?

- Wo sollen die Einnahmen in dieser Zeit herkommen?

All das wäre nur ein Bruchteil der Probleme wenn man einfach wie von dir gefordert alles übersprungen hätte...

Zitat:

Und für die vielen Millionen Bestandsfahrzeuge der VAG weltweit: na klar gehen Umrüstsätze auf shared und auf BEV. Da braucht es an sich nicht überall neue Autos.

Wie bereits im vorherigen Post die Fragen:

- Wer soll die Umrüstung bezahlen?

- Wo soll die Batterie hin?

Nicht einfach nur halbbare Forderungen in den Raum werfen...man muss die Sachen auch zu Ende denken ;)

Siehste, wie Tesla es gebacken bekommt: statt Spezial-ICs (die gerade mal knapp werden) nehmen sie z.B. Mikro-Controller und machen da die passende Software drauf ("19 neue Controller-Varianten"). Das ist das, was im Inside EVs Artikel steht, was aber selbst der Autor Herr Leichsenring nicht kapiert hat.

Dass Tesla aber eigene Chipfabriken betreiben würde - ist (bisher meines Wissens) falsch und missverständlich im Artikel ausgedrückt. Fast alle lassen das bei Auftragsfertigern machen, brauchen dann aber natürlich fertige Designs, die sie da hingeben können.

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