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Finanzielle Situation von Tesla - Grundsätzliche Diskussionen

Tesla
Themenstarteram 27. August 2016 um 16:32

Hallo

Das es oft ein Punkt ist, habe ich hier mal einen allgemeinen Beitrag aufgemacht, wo man darüber diskutieren kann, damit nicht die anderen Beiträge immer offtopik gehen.

Anfangen möchte ich (ohne Grund) mit diesem Kommentar:

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 27. August 2016 um 17:29:21 Uhr:

Zitat:

@Hobbes schrieb am 26. August 2016 um 20:02:57 Uhr:

Dann sind wir uns ja einig, dass Tesla seit der Einführung vom Modell S ein konkurrenzloses Produkt am Markt hat ;)

Mit den jüngsten Modellen kommen die Anderen noch nicht einmal an das vor 4 Jahren eingeführte Modell S ran.

Sollte zu denken geben ;)

Konkurenzlos, aber nicht profitabel. Warum sollten sich die Anderen das antun?

Wie man an jedem Quartalsbericht selber lesen kann, macht Tesla pro Fahrzeug eine Merge von über 20%.

Das bedeutet, durch die Produkte selbst (Auto, Hausspeicher usw..) wird Gewinn gemacht.

Jedoch wird der Gewinn durch die imensen Ausgaben (Gigafabrik, Produktionlinie fürs Model 3, Supercharger, Stores, Service-Center usw..) mehr als aufgefressen.

Deshalb das Minus.

Im Umkehrschluss würde tesla Gewinn machen, wenn sie nur mehr herstellen und verkaufen könnten.

Zum gleichen Ergebnis kommt jetzt auch das Forbes Magazin, die Tesla zum zweiten Mal in Folge zum innovativsten Unternehmen des Jahres gewählt haben.

http://teslamag.de/.../...mit-verdopplung-produktionsmenge-kosten-9388

Zitat:

Forbes geht anschließend weiter davon aus, dass die Produktion des Model 3 dieselbe Erfahrungskurve wie die des Model S haben wird. Außerdem trifft man die Annahme, dass die Produktionskosten des Model 3 zehn Prozent niedriger ausfallen – und das sei eine sehr konservative Annahme, heißt es.

Wenn Tesla im ersten Jahr 160.000 Fahrzeuge produzieren kann, dann sollten die Kosten pro Einheit bei circa 35.000 US-Dollar liegen, heißt es. Damit wären die Kosten identisch mit dem Basispreis des Fahrzeugs (durchschnittlicher Verkaufspreis wird jedoch mit 42.500 US-Dollar prognostiziert). Wenn Tesla 275.000 Fahrzeuge produzieren kann, dann dürften die Kosten pro Einheit auf 27.500 US-Dollar sinken.

Dieser Überschuss (42.500-27.500=15.000) könnte dann zur Deckung der Kosten für Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Marketing, operative Tätigkeiten und der Gigafactory dienen. Forbes schätzt die Gewinnschwelle somit bei 275.000 Einheiten.

Von daher sollte es sich jeder Hersteller "antun", der gerne Geld verdienen möchte.

Denn die großen Hersteller müssten keine Produktionlinien, Stores, Service-Center usw.. aufbauen.

Selbst die Ladesäulen werden jetzt ja vom Staat aufgebaut.

Wie seiht ihr das?

Freue mich auf eine sachliche Diskussion.

Lernkurve-tesla-model-s-2012-2014
Beste Antwort im Thema

Ich erlaube mir aus einem anderen Forum vom User TeeKay mal was zum Thema "was hat Telsa geleistet" zu kopieren ...

Quelle kann gerne nachgeliefert werden ...

"Tesla hatte 2011:

1417 Vollzeitmitarbeiter

149 Mio Dollar Umsatz aus Autoverkäufen

7 Stores weltweit

0 Supercharger

Tesla hatte 2015

13058 Vollzeitmitarbeiter

4046 Mio Dollar Umsatz aus Autoverkäufen

208 Stores weltweit

3300 Supercharger

Tesla hat in diesen 4 Jahren:

- Model S entwickelt und von "Geile Karre" hochgezüchtet zu "Fährt alles so dermaßen an die Wand, was irgendwie unter 1 Mio Euro TCO erhältlich ist, dass sich alle anderen Hersteller in Grund und Boden schämen und alle Medienhebel in Bewegung setzen, um Tesla schlecht dastehen zu lassen",

- Tesla hat in dieser Zeit das SUV Model X entwickelt, dass 75% aller erhältlichen Sportwagen so dermaßen an die Wand fährt... ok das hatten wir schon,

- Tesla hat in dieser Zeit die mit weitem Abstand gigantischste Batteriefabrik geplant, finanziert und in Auftrag gegeben, die die Menschheit jemals sah,

- Tesla hat in dieser Zeit weltweit mehr als 3000 Schnellladesäulen in verschiedensten Nationen aufgebaut, ohne einen Cent Fördermittel zu erhalten,

- Tesla hat in dieser Zeit in den wichtigsten Absatzländern dieser Erde eine Vertriebsstruktur aufgebaut,

- Tesla hat in dieser Zeit Model 3 weitgehend fertig entwickelt und bis heute 400.000 Reservierungen dafür eingesackt,

- Tesla hat in dieser Zeit das in Tests mit weitem, weitem Abstand führende Autopilotsystem entwickelt und in 100.000 Fahrzeugen auf die Straße gebracht,

- Tesla ist dabei, den Erdball mit verschenkten Wallboxen zu überziehen, die in Nordamerika, China und Europa bald an jeder Ecke hängen werden,

VW, Audi, Mercedes und BMW haben in den 4 Jahren folgendes geschafft:

- Umsatz und manchmal auch Gewinn stiegen ein bisschen,

- man hat Millionen Fahrzeuge wissentlich ohne funktionierende Abgasreinigung verkauft und damit das Leben tausender verkürzt,

- man hat zig Ankündigungen von Elektroautos veröffentlicht aber nie umgesetzt,

- man hat Milliarden Fördermittel für Elektroautos vom deutschen Staat eingesackt und dafür irgendwelche Mistkarren gebaut, die kein Mensch kaufen will, die sie selbst aktiv nicht verkaufen wollen und die nur 150km weit fahren können,

- man hat neckische Plugin-Hybride entwickelt und in EU wie Bundesregierung Stimmen gekauft, um absurde Verbrauchsmessungen für diese Hybride durchzusetzen,

- man hat außer "Wir wollen größter Autohersteller der Welt werden" keinerlei Vision von der Zukunft entwickelt,

- man hat die einzige Batteriefertigung Deutschlands eingestellt,

- in keinem Land der Welt ein zuverlässiges Schnellladenetz aufgebaut und keine einzige Wallbox verschenkt,

Wer selbständig ist, kann einschätzen, welch abartige Leistung hinter Teslas Megawachstum steckt. Wie schwierig es ist, die Mitarbeiterzahl nur zu verdoppeln.

Ja, bei diesem Megawachstum läuft nicht alles perfekt. Ja, es gibt noch keine Strukturen wie bei anderen Autoherstellern und ja, man hatte bei Tesla aufgrund dieses enormen Wachstums noch keine Zeit, eine Taskforce bestehend aus 50 Ingenieuren 3 Jahre an das Design eines Warnblinkanlagenknopfes zu setzen. Ja, man hatte aufgrund des Fokus auf den Autopiloten bisher keine Zeit, die Software auf dem Centerscreen soweit zu optimieren, dass der Browser flüssig läuft. Und ja, vieles am Model S ist vielleicht nicht so perfekt bis ins letzte Details ausgetüfelt, weil man die Karre zum halben Preis eines neuen Dieselmotors entwickeln und dann noch Geld für die Ausstattung der Fabrik übrig haben musste.

Ich bin hier im Forum wohl einer derjenigen, der sich über all das am meisten aufregen kann und nicht damit spart, Tesla für das Chaos zu kritisieren. Als Selbständiger weiß ich aber auch, dass ich dieses Wachstum schon rein organisatorisch niemals geschafft hätte, weil ich schon daran scheitere, auch nur 2 Mitarbeiter zu finden, die meinen Ansprüchen genügen. Und als Selbständiger weiß ich, dass das, was Tesla seit Jahren abliefert, enorm gut ist für die Umstände, unter denen das Abgelieferte entstand. Vom Fakt, dass der CEO nebenbei noch 5 Kinder bespaßt und mit selbstentwickelten Raketen die ISS versorgt (und die Raketen dann auch wieder im Ozean auf einem schwimmenden Fußballfeld landen lässt), weils sonst keiner zu dem Preis in der Qualität kann, fangen wir mal gar nicht erst an.

Entweder, man kann damit leben, ein unperfektes Auto von einer teils etwas chaotisch organisierten Firma zu fahren oder man kann es nicht. Ich bin bereit, die Unperfektion zu ertragen, weil Tesla wohl die phantastischste Unternehmensvision aller Silicon Valley Startups hat. Und ich kann die Unperfektion ertragen, weil ich weiß, dass das unbedingt zu erledigende niemand tun wird, wenn es nicht Tesla macht.

Und mal abgesehen davon: Das Auto fährt sich perfekt und ich würde nicht mit einer ach so perfekt zusammengedengelten S-Klasse tauschen wollen, selbst wenn da hinten dran S65 AMG stünde. Der Sixt Mietwagen S350 CGI hat mir gereicht um zu wissen, dass das garantiert nicht mein Traumauto werden wird.

Allein die Vorstellung, nochmal in ein normales Autohaus zu müssen, wo man Elektroautos aktiv zu verhindern sucht, dann dort mit einem schmierigen Wicht um ein paar hundert Euro feilschen zu müssen (sofern er einen überhaupt mit was anderem als den Arsch anguckt) und am Ende trotzdem zu denken, dass er einen über den Tisch zog, dann den rappelnden, stinkenden Motor starten zu müssen und in jeder Sekunde zu denken, dass die Entwickler absichtlich die Abgasreinigung gerade in diesem Moment deaktivierten, tanken zu müssen und zu wissen, dass damit abartige Diktaturen wie in Saudi-Arabien unterstützt werden... das alles löst in mir Ekel aus. Da würde ich lieber gar kein Auto mehr fahren.

Ich hätte auch lieber ein HUD, belüftete Sitze, verstellbare Gurte in Lederfarbe, Türzuziehhilfe, AHK und einen flüssigen Browser. Aber lieber verzichte auf all das, als nochmal einen Verbrenner zu kaufen. Und das fühlt sich alles überhaupt nicht nach Verzicht an."

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Wie Schulden?

Die kompletten Zahlen sind auf den Finanz-Webseiten noch nicht eingepflegt. Man sollte sich aber keine allzu großen Hoffnungen machen. Der Trend geht schon länger in die falsche Richtung.

Gesamtverbindlichkeiten in Mio. US$

2010-179,03

2011-489,4

2012-989,49

2013-1749,81

2014-4879,35

2015-7003,52

2016-16758,95

2017- ?

Bei einer aberwitzigen aktuellen Marktkapitalisierung von 53 Mrd. dürfte der Schuldenstand per Jahresende zwischen 20-25 Milliarden US$ betragen haben. Trotzdem hat es Musk geschafft, wenige Tage vor Veröffentlichung der Quartalszahlen neue Schuldverschreibungen am Markt zu platzieren. Diese waren sogar stark überzeichnet. 6,5% Rendite kann man jährlich einstreichen, wenn man aktuell eine bis 2025 laufende Anleihe kauft.

Zu Ende 2017 23 Mrd Gesamtverbindlichkeiten in weiterem Sinn, Gesamt Eigenkapital ca. 5,5 Mrd

am 9. Februar 2018 um 10:52

Zitat:

@Frischling2 schrieb am 9. Februar 2018 um 10:23:01 Uhr:

Zu Ende 2017 23 Mrd Gesamtverbindlichkeiten in weiterem Sinn, Gesamt Eigenkapital ca. 5,5 Mrd

Schon mal überlegt was bei dieser desolaten finanziellen Situation von Tesla passiert, wenn ein etablierter Autohersteller folgendes 2018 macht?

Er bietet ein Elektrofahrzeug der oberen Mittelklasse in Stückzahlen mit gutem Design und guter Fertigungsqualität auf dem Markt an. Dazu passende eine "Ich kann überall Laden Funktionalität" und den Kaufpreise gesponsert mit "Ich bin immer X.000 $ günstiger als das Tesla Model 3".

Finanziell könnte sich das für die etablierten Autohersteller rechnen und ist nicht einmal weit davon entfernt, wie es Tesla bei den "handgefertigten Model 3" Fahrzeugen macht. Aktuell liegen virtuell auf jeden Model 3 Dach bei der Kundenübergabe ein paar Tausend Dollar, die das Model 3 Tesla intern mehr gekostet hat als der Kunde dafür zahlen muss.

 

 

Wenn ein etablierter Autohersteller könnte, würde er das machen. Wird aber nicht passieren.

Schon mal überlegt was passiert, wenn das I.D. Basismodell mehr kosten wird als das Model 3 Standard bei geringerer Reichweite und schlechterem Ladenetz?

am 9. Februar 2018 um 11:15

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 9. Februar 2018 um 11:57:17 Uhr:

Wenn ein etablierter Autohersteller könnte, würde er das machen. Wird aber nicht passieren.

Schon mal überlegt was passiert, wenn das I.D. Basismodell mehr kosten wird als das Model 3 Standard bei geringerer Reichweite und schlechterem Ladenetz?

Woher nimmst du die Gewissheit, dass es keinen etablierten Autohersteller gibt, der das 2018 machen kann?

Die Mission E, E-Tron Fahrzeuge, die seit Monaten bei uns rumfahren, machen schon einen seriennahen Eindruck. Der neue A3 Prototyp den ich gestern in freier Wildbahn gesehen habe, war auch verdächtig leise unterwegs. War aber wahrscheinlich nur ein Oldskool Stinke-Diesel mit neuer Motorengeräusch Dämmung und versteckten Auspuff ;-) Würde mich auch nicht wundern, wenn bei den vielen A-Klassen, die seit Monaten getarnt rum fahren nicht auch eine Elektrovariante dabei ist.

Jaguar und Audi stellen die ersten potentiellen Sargnägel für Tesla im März auf dem Genfer Autosalon vor.

Wenn die in Stückzahlen liefern können und die Preise subventionieren z.B. durch Batteriemietmodell, dann könnte mein Horrorszenario für Tesla schon bald eintreten.

https://www.autocar.co.uk/.../...c-suv-revealed-plus-exclusive-autocar

 

Der i-Pace von Jaguar, der momentan vermutlich einzig in diesem Jahr noch erhältliche Wettbewerber zum Model S/X wird in den USA zum Start 100.000$ kosten und eine EPA-Reichweite von 220 Meilen haben.

So liest man von US-Vorbestellern. Startpreis des irgendwann mal erhältlichen Grundmodels sollen 76.000$ sein.

Das ist schön, dass es eine Alternative gibt. Zum "Killer" wirds aber nicht reichen. Preisgleich bei schlechterer Reichweite und nicht vorhandenem Schnellladenetz, werden die Verkäufe nicht in den Himmel schießen.

Themenstarteram 9. Februar 2018 um 11:45

Wie habe ich dich vermisst, Powerchipman (nicht)

Zitat:

@Powerchipman schrieb am 9. Februar 2018 um 11:52:32 Uhr:

Schon mal überlegt was bei dieser desolaten finanziellen Situation von Tesla passiert, wenn ein etablierter Autohersteller folgendes 2018 macht?

Er bietet ein Elektrofahrzeug der oberen Mittelklasse in Stückzahlen mit gutem Design und guter Fertigungsqualität auf dem Markt an. Dazu passende eine "Ich kann überall Laden Funktionalität" und den Kaufpreise gesponsert mit "Ich bin immer X.000 $ günstiger als das Tesla Model 3".

Ist denn schon Bettzeit, oder warum erzählst du so schöne Märchen?

Zitat:

Finanziell könnte sich das für die etablierten Autohersteller rechnen und ist nicht einmal weit davon entfernt, wie es Tesla bei den "handgefertigten Model 3" Fahrzeugen macht.

Es könnte also finanziell Sinn machen für die großen Hersteller Verlust pro Auto zu machen?

Das erzähl mal Chef Müller.

Zitat:

Aktuell liegen virtuell auf jeden Model 3 Dach bei der Kundenübergabe ein paar Tausend Dollar, die das Model 3 Tesla intern mehr gekostet hat als der Kunde dafür zahlen muss.

Ja, mag aktuell stimmen.

Aber ab Zahl X kommt der Break Even Point.

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 9. Februar 2018 um 11:57:17 Uhr:

Wenn ein etablierter Autohersteller könnte, würde er das machen. Wird aber nicht passieren.

Erklärung folgt gleich weiter unten.

Zitat:

Schon mal überlegt was passiert, wenn das I.D. Basismodell mehr kosten wird als das Model 3 Standard bei geringerer Reichweite und schlechterem Ladenetz?

Das ist aktuell eher der Stand.

Zitat:

@Powerchipman schrieb am 9. Februar 2018 um 12:15:05 Uhr:

Woher nimmst du die Gewissheit, dass es keinen etablierten Autohersteller gibt, der das 2018 machen kann?

http://www.manager-magazin.de/.../...e-bei-elektroautos-a-1190412.html

Zitat:

In Sachen E-Golf geht bei Bernd Glathe derzeit gar nichts mehr.

....

Blamabel allerdings: In diesem lange herbeigesehnten Moment kommen die Hersteller mit der Produktion nicht hinterher.

Zitat:

So hat die Daimler Börsen-Chart zeigen-Tochter Smart unlängst eingestanden, dass Käufer bis zu ein Jahr auf ihr Fahrzeug warten müssen. "Der Anstieg in der Nachfrage entwickelt sich viel stärker und noch schneller, als wir das hätten erwarten und mit unseren Lieferanten planen können", sagte Smart-Chefin Annette Winkler.

Sie bekommen keine Teile und vor allem keine Akkus.

Zitat:

Die Mission E, E-Tron Fahrzeuge, die seit Monaten bei uns rumfahren, machen schon einen seriennahen Eindruck. Der neue A3 Prototyp den ich gestern in freier Wildbahn gesehen habe, war auch verdächtig leise unterwegs. War aber wahrscheinlich nur ein Oldskool Stinke-Diesel mit neuer Motorengeräusch Dämmung und versteckten Auspuff ;-) Würde mich auch nicht wundern, wenn bei den vielen A-Klassen, die seit Monaten getarnt rum fahren nicht auch eine Elektrovariante dabei ist.

Ich hoffe es für die deutschen Hersteller und die Kunden weltweit.

Zitat:

Jaguar und Audi stellen die ersten potentiellen Sargnägel für Tesla im März auf dem Genfer Autosalon vor.

Und wieder stellen sie was vor.

Kann ich sie aktuell kaufen?

Zitat:

Wenn die in Stückzahlen liefern können und die Preise subventionieren z.B. durch Batteriemietmodell, dann könnte mein Horrorszenario für Tesla schon bald eintreten.

https://www.autocar.co.uk/.../...c-suv-revealed-plus-exclusive-autocar

Wenn das Wörtchen Wenn nicht wäre.

Fakt ist:

- Tesla hat das Ladenetzwerk

- Tesla hat das Destinationchargernetzwerk

- Tesla hat die Gigafabrik

- Tesla hat das Model S

- Tesla hat das Model X

- Tesla hat das Model 3

- Tesla hat die Energy Produkte (Powerwll und Powerpack)

- Tesla hat die Solardachziegeln

- Audi hat nichts davon

- VW hat den e-Golf und den e-Up

- Mercedes hat das letzte Elektrische Auto (B-Klasse electric drive) eingestellt.

- Mercedes hat seine Hausspeicher

- BMW hat den i3

- Der Staat soll mit unseren Steuergeldern das Ladenetzwerk ür die Mrd. Gewinn machenden Hersteller aufstellen. (Außer in den USA, da muss VW gezwungener Maßen Ladestationen aufbauen)

Akkumiete ist seit dem der Kunde weiß, dass die Akkus halten eher verpönt.

am 9. Februar 2018 um 11:48

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 9. Februar 2018 um 12:28:19 Uhr:

Der i-Pace von Jaguar, der momentan vermutlich einzig in diesem Jahr noch erhältliche Wettbewerber zum Model S/X wird in den USA zum Start 100.000$ kosten und eine EPA-Reichweite von 220 Meilen haben.

So liest man von US-Vorbestellern. Startpreis des irgendwann mal erhältlichen Grundmodels sollen 76.000$ sein.

Das ist schön, dass es eine Alternative gibt. Zum "Killer" wirds aber nicht reichen. Preisgleich bei schlechterer Reichweite und nicht vorhandenem Schnellladenetz, werden die Verkäufe nicht in den Himmel schießen.

Spekulieren wir mal weiter:

Die Batteriekosten machen aktuell ca. 50% der Nettoproduktionskosten eines Elektrofahrzeuges aus.

Renault nimmt ca. 70 € Netto Batteriemiete im Monat.

Ziehen wir die Batteriekosten von 50.000 Dollar mal ab, dann sind wir schon beim Launchpreis von 50.000 $ + 100 $ Netto Batteriemietkosten im Monat. Geld verdient aktuell eh keiner mit Elektrofahrzeugen.

Ich bin mir sicher, das das bei einige Tesla Investoren und Anhänger ein ungutes Gefühl hinterlässt.

Die müssen erst gar nicht anfangen Geld zu verbrennen. Es würde nur reichen das man die Pläne öffentlich macht, um die Geldgeber von Tesla unruhig schlafen zu lassen. Danach erzählt man irgendwas von der "Produktionshölle" weswegen sich die Auslieferung verzögert und schickt ein paar handverlesene Alibifahrzeuge zur Presse. Dazu noch ein paar Marketing-Raketen Launches und schon hat Tesla den Salat ala Tesla.

Interessante Szenarien. Bleibt spannend.

Ich denke das Problem wird sein, dass andere etablierte Hersteller nicht zusehen werden, wie ihr Geschäftsmodell zu Gunsten Tesla den Bach runtergeht. Es ist aber aktuell noch nicht die Zeit, alle Trümpfe auszuspielen. Andere können die E-Modelle mit ihren übrigen Produkten subventionieren, wenn sie das wollen. Ich bin gespannt, wann die ihren Masterplan umsetzen. Blöd sind die auch nicht. Und bei Tesla wird wohl kein Nagel in die Wand gehauen, was ABM&Co. nicht mitkriegen.

Ich denke weiterst, dass die aktuellen Fakten zu den lieferbaren E-Autos nur eine "Momentaufnahme" sind, dass die Öffentlichkeit gar nicht in vollem Umfang informiert ist, was die noch im Köcher haben.....und mglw. auch noch gar nicht entschieden haben hervorzuholen.

Und Kunden sind -wenns ums Geld geht- grausam in Ihrer Entscheidung.

Zitat:

@Powerchipman schrieb am 9. Februar 2018 um 11:52:32 Uhr:[Dazu passende eine "Ich kann überall Laden Funktionalität"

Zumindest beim Schnellladen an Fernstraßen bleibt die Frage, wo die Säulen denn plötzlich herkommen sollen? Es wird Jahre dauern, bis die anderen Hersteller eine echte Alternative zum Tesla Supercharter-Netz aufgebaut haben... :rolleyes:

Es sind ja eigentlich auch noch Jahre Zeit.

am 9. Februar 2018 um 12:51

Zitat:

@skyk2010 schrieb am 9. Februar 2018 um 13:43:33 Uhr:

Zitat:

@Powerchipman schrieb am 9. Februar 2018 um 11:52:32 Uhr:[Dazu passende eine "Ich kann überall Laden Funktionalität"

Zumindest beim Schnellladen an Fernstraßen bleibt die Frage, wo die Säulen denn plötzlich herkommen sollen? Es wird Jahre dauern, bis die anderen Hersteller eine echte Alternative zum Tesla Supercharter-Netz aufgebaut haben... :rolleyes:

Du hast immer noch nicht verstanden.

Es reicht schon das die Autohersteller etwas für 2018 ankündigen. z.B. 1 Millionen Power Charger für alle bis 2021. Die müssen das nicht wirklich ernsthaft machen, sondern schlagen Tesla mit seinen eigenen Methoden.

Siehe Tesla Ankündigung von 500.000 Teslas für 2018. Wer hält das noch für realistisch?

http://www.faz.net/.../...e-ausstattungs-details-bekannt-15127504.html

"Herausforderung Produktion

Das Model 3 spielt eine Schlüsselrolle für die Zukunft von Tesla: Mit einem Grundpreis von 35.000 Dollar (rund 29.600 Euro) soll es den Elektroauto-Hersteller aus der Luxus-Nische in den breiten Markt bringen. Die Tesla-Produktion soll von rund 84.000 Autos im vergangenen Jahr auf eine halbe Million Fahrzeuge 2018 steigen - und für 2020 peilt Musk die Millionen-Marke an."

 

am 9. Februar 2018 um 12:52

Welche Trümpfe sollen das sein?

Die Wahrheit ist doch Fehlplanungen und Konzeptlosigkeit.

Zitat:

Dann landete das Projekt in irgendeiner Schublade, es scheiterte an Reichweite, Batterien und Entwicklern. 2015 kam dann die Nachricht: Wir bauen ihn doch, basierend auf dem neuen R8. Nur auf Kundenwunsch. Aber immerhin.

https://www.motor-talk.de/.../...omer-hatte-nur-6-monate-t5835455.html

https://www.derwesten.de/.../...ktroauto-auf-eis-gelegt-id7598916.html

Mit neuer Plattform für reine E Autos und kostengünstiger Produktion wird jetzt ein neuer Anlauf gewagt,

welches die vielen neuen Studien zeigen.

Aber das Gesamtkonzept ist immer noch nicht gegeben.

Keine eigene Batterieproduktion wäre das erstere.

Die extrem umständliche Ladeinfrastruktur mit dem Karten Wirrwarr und

den teilweise Überteuerten Tarifen. Von Transparenz weit weg.

Zitat:

@Powerchipman schrieb am 9. Februar 2018 um 12:15:05 Uhr:

Die Mission E, E-Tron Fahrzeuge, die seit Monaten bei uns rumfahren, machen schon einen seriennahen Eindruck. Der neue A3 Prototyp den ich gestern in freier Wildbahn gesehen habe, war auch verdächtig leise unterwegs.

Prototypen des nächsten A3 fahren noch gar nicht rum, zumindest sind mir keine Bilder bisher bekannt. Zum anderen sagt Audi selbst, dass es einen vollelektrischen erst mal gar nicht geben wird, sondern in dieser Klasse erst 2022 durch einen Crossover realisiert wird - was du gesehen hast war vermutlich ein Hybrid.

Mission-e, E-Tron Quattro, E-Tron Sportback, EQC und i-Pace sind wiederum Fahrzeuge, die preislich auf Model S/X zielen und nicht auf das Model 3. Stückzahlenmäßig werden sie erst mal - nach allem was man bisher weiß - nicht an das Model S/X herankommen. Auch haben sie kein herausragendes Alleinstellungsmerkmal, was sie über einen S/X herausheben würde, denn zumindest beim Akku ist nichts über 95kWh bekannt - Tesla ist aktuell bei 100kWh. Porsche könnte mit seiner Schnellladetechnik da wohl am meisten herausragen - Voraussetzung wäre ein 350kW-Ladenetz dafür, das steht aktuell noch nicht.

In einem stetig wachsenden Gesamtmarkt bei den E-Fahrzeugen sehe ich außerdem nicht, warum nicht auch für Konkurrenzprodukte Platz wäre, ohne dass sie sich gegenseitig groß kannibalisieren würden. Aus diesem Grund sehe ich nicht, dass Tesla durch ein paar deutsche Konkurrenzprodukte in 1-2 Jahren in finanzielle Bedrängnis geraten könnte.

Die größere Gefahr für das Model 3 sehe ich eher aus Korea kommen, die neben dem Willen zu liefern auch die nötige Akkuzellproduktion im eigenen Land haben (Samsung SDI, LG Chem). Etwas, was deutschen Herstellern gänzlich fehlt und damit die Produktion schon von dieser Seite einschränkt, denn auch Samsung und LG können nicht zaubern und wollen Geld für ihre Zellen.

Aus meiner Sicht sehen das auch die großen und bereits langjährigen Investoren (Black Rock, Fidelty Investments, Morgan Stanley,...) bei Tesla so - denen ich mehr Weitblick zutraue als der geballten Forenkompetenz hier. Denn die Aktie bewegt sich im langjährigen Beobachtungszeitraum zudem eher nach oben denn nach unten - die aktuellen Verluste sind hauptsächlich auf den Absturz des Dow Jones und nicht auf die Quartalszahlen zurückzuführen.

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