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Finanzielle Situation von Tesla - Grundsätzliche Diskussionen

Tesla
Themenstarteram 27. August 2016 um 18:32

Hallo

Das es oft ein Punkt ist, habe ich hier mal einen allgemeinen Beitrag aufgemacht, wo man darüber diskutieren kann, damit nicht die anderen Beiträge immer offtopik gehen.

Anfangen möchte ich (ohne Grund) mit diesem Kommentar:

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 27. August 2016 um 17:29:21 Uhr:

Zitat:

@Hobbes schrieb am 26. August 2016 um 20:02:57 Uhr:

Dann sind wir uns ja einig, dass Tesla seit der Einführung vom Modell S ein konkurrenzloses Produkt am Markt hat ;)

Mit den jüngsten Modellen kommen die Anderen noch nicht einmal an das vor 4 Jahren eingeführte Modell S ran.

Sollte zu denken geben ;)

Konkurenzlos, aber nicht profitabel. Warum sollten sich die Anderen das antun?

Wie man an jedem Quartalsbericht selber lesen kann, macht Tesla pro Fahrzeug eine Merge von über 20%.

Das bedeutet, durch die Produkte selbst (Auto, Hausspeicher usw..) wird Gewinn gemacht.

Jedoch wird der Gewinn durch die imensen Ausgaben (Gigafabrik, Produktionlinie fürs Model 3, Supercharger, Stores, Service-Center usw..) mehr als aufgefressen.

Deshalb das Minus.

Im Umkehrschluss würde tesla Gewinn machen, wenn sie nur mehr herstellen und verkaufen könnten.

Zum gleichen Ergebnis kommt jetzt auch das Forbes Magazin, die Tesla zum zweiten Mal in Folge zum innovativsten Unternehmen des Jahres gewählt haben.

http://teslamag.de/.../...mit-verdopplung-produktionsmenge-kosten-9388

Zitat:

Forbes geht anschließend weiter davon aus, dass die Produktion des Model 3 dieselbe Erfahrungskurve wie die des Model S haben wird. Außerdem trifft man die Annahme, dass die Produktionskosten des Model 3 zehn Prozent niedriger ausfallen – und das sei eine sehr konservative Annahme, heißt es.

Wenn Tesla im ersten Jahr 160.000 Fahrzeuge produzieren kann, dann sollten die Kosten pro Einheit bei circa 35.000 US-Dollar liegen, heißt es. Damit wären die Kosten identisch mit dem Basispreis des Fahrzeugs (durchschnittlicher Verkaufspreis wird jedoch mit 42.500 US-Dollar prognostiziert). Wenn Tesla 275.000 Fahrzeuge produzieren kann, dann dürften die Kosten pro Einheit auf 27.500 US-Dollar sinken.

Dieser Überschuss (42.500-27.500=15.000) könnte dann zur Deckung der Kosten für Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Marketing, operative Tätigkeiten und der Gigafactory dienen. Forbes schätzt die Gewinnschwelle somit bei 275.000 Einheiten.

Von daher sollte es sich jeder Hersteller "antun", der gerne Geld verdienen möchte.

Denn die großen Hersteller müssten keine Produktionlinien, Stores, Service-Center usw.. aufbauen.

Selbst die Ladesäulen werden jetzt ja vom Staat aufgebaut.

Wie seiht ihr das?

Freue mich auf eine sachliche Diskussion.

Lernkurve-tesla-model-s-2012-2014
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2551 Antworten

Ich habe heute gerade wieder 1000€ für ein Sofa angezahlt.

Allerdings ist das bei einem Möbelhaus etwas vollkommen anderes als bei Tesla.

Das Möbelhaus ist nebenan, das Management des Möbelhauses versteht etwas von dem, was es macht, das Möbelhaus liefert in den versprochenen Zeitrahmen voll funktionsfähige Möbel. Ich vermute mal, es gibt kaum ein Unternehmen welches so horrende Verluste bei seinem operativen Geschäft macht wie Tesla.

Tesla irgendwie Geld, oder etwas anderes anzuvertrauen, ist ein hochriskantes Unterfangen, da kann man in diesem Sinne also nur davon abraten.

Ist nun ja auch nicht so, dass diese Vorsicht auf irgendwelchen Phantasiezahlen beruht, die Wirtschaftsdaten von Tesla müssen ja veröffentlicht werden: https://finance.yahoo.com/quote/TSLA/financials?p=TSLA

am 27. August 2016 um 20:11

Ich sehe es so:

1. Tesla macht mit jedem Auto Umsatz und eine ca 20% Marge

Es gibt Milliardenumsätze, was Tesla von den Vergleichen mit der dot.com-Blase befreit, wo eine Site Milliarden wert war und keiner wusste warum.

Tesla hat auch ein milliardenschweres Anlagevermögen (und vermutlich Umlaufvermögen) und einen hohen Cashbestand.

2. Elon Musk gibt sein Unternehmen nicht dem Konkurs preis, denke da würde er noch die eine oder andere Milliarde aus Privatvermögen reinstecken

3. Tesla könnte nur durch nachhaltigen Absatzrückgang (sowohl S, X, 3, PowerWall und Solar) ernsthaft in Bedrängnis kommen, wie natürlich JEDES Unternehmen.

4. Liquiditätsverschiebungen werden wohl von den Banken ausgeglichen.

5. Tesla ist "too important too fail" - damit will ich sagen - ein Unternehmen das die USA wieder zum innovativsten Autobaue der Welt werden liess, nach Jahrzehnte langem Abstieg - da ist einfach der Nationalstolz da und ich denke gerade in USA gibt es dann immer Förderer, die mal schnell paar Milliarden zuschießen.

6. Und selbst wenn es zu einer Art "pleite" käme, würde wohl einer US-Konzerne Tesla übernehmen und mit dem Namen weiter führen.

Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass ich Tesla den Erfolg wünsche, denn es wurde von Tesla viel in die richtige Richtung bewegt.

Aber Marge bedeutet nicht Gewinn. Und Tesla macht derzeit operativ keinen Gewinn. Dass hat auch nichts mit Investitionen zu tun, sondern simpel damit, dass die Erlöse einfach nicht die Produktionskosten + Vertrieb + Entwicklung + Verwaltung + ... decken.

Investitionen wie SuC, Gigafactory, ... haben keinen Einfluss auf den Bilanzgewinn, weil die Ausgaben gleichzeitig wieder als Anlagevermögen in die Bilanz eingehen.

Elektroautos lassen sich derzeit nicht mit Gewinn herstellen. BMW; Mercedes, Audi und Porsche probieren das aus diesem Grund auch nicht mit richtigem Einsatz. Sie warten ab und kassieren mit Verbrennern.

Wie kann man einen Newcommer mit Mercedes, BMW & VAG (Audi, Porsche & VW) vergleichen? Wie soll Tesla über die Nacht zaubern und Gewinne schreiben wenn die Grundlagen dafür nich da sind? Das ist genau das gleiche wenn ich die Entscheidung treffen würde eine Schreinerei aus dem nichts aufbauen zu wollen und stehe sofort mit mindestens einer Million im Minus ohne einen Stück Möbel produziert zu haben! Die Konkurrenz die seit 40-80 Jahren auf dem Markt ist diktiert die Preise. Also, muss ich mir was anderes einfallen um meinen Kunden was anderes als meine Wettbewerber anbieten zu können. Das erfordert zusätzliche Investitionen und enorme Anstrengungen in Material und Menschen. Das heißt ich verschulde mich fast 10 Millionen aber ich bin mit meinem Produkt Konkurenzlos weil die andere, etablierte Kollegen nicht in die selbe Richtung gehen können oder wollen. Das einzige was ich aufbauen muss ist die Produktionslinie und Vermarktung, und das braucht einfach die Zeit. Meine Wettbewerber haben das...aber die Produkten sind von vorgestern...

...

Es ist jetzt für Etablierten Autobauer die aller höchste Zeit noch die Produkte zu erneuern...weil wenn Tesla schafft die Produktion für den Model 3 aufzubauen ist dann zu spät! Dann schießen die Koreanische und Japanische Industrie mit...und wir werden nur Scherben einsammeln würden...so einfach ist das.

Zitat:

@Teknoid schrieb am 27. August 2016 um 20:11:53 Uhr:

1. Tesla macht mit jedem Auto Umsatz und eine ca 20% Marge

Irgendwo las ich, dass diese aktuell dabei sei, sich weiter zu verbessern, weil die Fertigung besser läuft und Kosten gespart werden können/konnten.

Zitat:

@Teknoid schrieb am 27. August 2016 um 20:11:53 Uhr:

Es gibt Milliardenumsätze, was Tesla von den Vergleichen mit der dot.com-Blase befreit, wo eine Site Milliarden wert war und keiner wusste warum.

Tesla hat auch ein milliardenschweres Anlagevermögen (und vermutlich Umlaufvermögen) und einen hohen Cashbestand

Ich habe aber den Eindruck, dass mit den Tesla Papieren an der Börse immer noch viel spekuliert wird: Jeder Unfall wurde in den Medien stark ausgewalzt und dies führte direkt zu Kursverlusten. Mit solchen Schwankungen kann man Geld verdienen - und im Falle von Tesla kann/konnte (?) man relativ leicht Einfluss nehmen. Das scheint manche in die Versuchung zu führen.... beispielsweise bei der Sache mit den Achsgelenken roch es doch stark nach derartigen Interessen.

am 28. August 2016 um 10:39

Zitat:

@Brunolp12 schrieb am 28. August 2016 um 09:54:42 Uhr:

Zitat:

@Teknoid schrieb am 27. August 2016 um 20:11:53 Uhr:

1. Tesla macht mit jedem Auto Umsatz und eine ca 20% Marge

Irgendwo las ich, dass diese aktuell dabei sei, sich weiter zu verbessern, weil die Fertigung besser läuft und Kosten gespart werden können/konnten.

Ja, ist der Status quo - wird aber massiv besser:

http://teslamag.de/.../...mit-verdopplung-produktionsmenge-kosten-9388

Zitat:

@Brunolp12 schrieb am 28. August 2016 um 09:54:42 Uhr:

Zitat:

@Teknoid schrieb am 27. August 2016 um 20:11:53 Uhr:

Es gibt Milliardenumsätze, was Tesla von den Vergleichen mit der dot.com-Blase befreit, wo eine Site Milliarden wert war und keiner wusste warum.

Tesla hat auch ein milliardenschweres Anlagevermögen (und vermutlich Umlaufvermögen) und einen hohen Cashbestand

Ich habe aber den Eindruck, dass mit den Tesla Papieren an der Börse immer noch viel spekuliert wird: Jeder Unfall wurde in den Medien stark ausgewalzt und dies führte direkt zu Kursverlusten. Mit solchen Schwankungen kann man Geld verdienen - und im Falle von Tesla kann/konnte (?) man relativ leicht Einfluss nehmen. Das scheint manche in die Versuchung zu führen.... beispielsweise bei der Sache mit den Achsgelenken roch es doch stark nach derartigen Interessen.

Mit den Tesla-Aktien wird genauso spekuliert wie mit nahezu allen Aktien, leider ist Börse nur mehr zweitrangig Investition und Anteilnahme an Unternehmen, sondern immer mehr vorrangig nur mehr kurzfristige Spekulation mit "Papieren".

Die Negativschlagzeilen haben Tesla erstaunlich unberührt lassen. Die Kurse gingen kaum zurück, teilweise nach oben, jedenfalls nur Tagesschwankungen in 1-2% Grenzen, also vernachlässigbar.

Ob ein Kurs an der Börse zu hoch oder zu tief ist, ist letztendlich immer Kaffeesatzleserei ...

Zitat:

@dean7777 schrieb am 28. August 2016 um 07:31:55 Uhr:

Wie kann man einen Newcommer mit Mercedes, BMW & VAG (Audi, Porsche & VW) vergleichen? Wie soll Tesla über die Nacht zaubern und Gewinne schreiben wenn die Grundlagen dafür nich da sind? Das ist genau das gleiche wenn ich die Entscheidung treffen würde eine Schreinerei aus dem nichts aufbauen zu wollen und stehe sofort mit mindestens einer Million im Minus ohne einen Stück Möbel produziert zu haben! Die Konkurrenz die seit 40-80 Jahren auf dem Markt ist diktiert die Preise. Also, muss ich mir was anderes einfallen um meinen Kunden was anderes als meine Wettbewerber anbieten zu können. Das erfordert zusätzliche Investitionen und enorme Anstrengungen in Material und Menschen. Das heißt ich verschulde mich fast 10 Millionen aber ich bin mit meinem Produkt Konkurenzlos weil die andere, etablierte Kollegen nicht in die selbe Richtung gehen können oder wollen. Das einzige was ich aufbauen muss ist die Produktionslinie und Vermarktung, und das braucht einfach die Zeit. Meine Wettbewerber haben das...aber die Produkten sind von vorgestern...

...

Es ist jetzt für Etablierten Autobauer die aller höchste Zeit noch die Produkte zu erneuern...weil wenn Tesla schafft die Produktion für den Model 3 aufzubauen ist dann zu spät! Dann schießen die Koreanische und Japanische Industrie mit...und wir werden nur Scherben einsammeln würden...so einfach ist das.

BMW zeigt ja, dass sie können, wenn sie wollten. Aber man sieht auch an dem Beispiel, dass sie derzeit kein großes Interesse daran haben, das mit vollem Einsatz voran zu treiben. Weil das Verlustbringer sind. Sie müssen nicht die Ersten sein.

Musk hat auch nicht verkündet, dass er mit dem Model 3 Gewinne erzielen will. Selbst dann sehe ich keine Gefahr eines Konkurs. Vielleicht will er zunächst nur einen Markt besetzen und seine Aktionäre damit überzeugen, dass sie auf das richtige Pferd setzen. Das war bei Amazon und Google lange nicht anders.

Denkst du ernsthaft, dass auf dem Weltmarkt von einem Tag auf den anderen keine Verbrenner, sondern nur noch Elektroautos verkauft werden? Das wird noch Jahrzehnte dauern. Zu gegebener Zeit werden die Etablierten auch Batteriefabriken bauen, Hersteller bzw. Know-How kaufen, wenn sie das noch nicht haben sollten. Eine Gigafactory zahlen die aus dem Cash Flow, wenn nötig.

Zitat:

@Teknoid schrieb am 28. August 2016 um 10:39:31 Uhr:

Zitat:

@Brunolp12 schrieb am 28. August 2016 um 09:54:42 Uhr:

Ich habe aber den Eindruck, dass mit den Tesla Papieren an der Börse immer noch viel spekuliert wird: Jeder Unfall wurde in den Medien stark ausgewalzt und dies führte direkt zu Kursverlusten. Mit solchen Schwankungen kann man Geld verdienen - und im Falle von Tesla kann/konnte (?) man relativ leicht Einfluss nehmen. Das scheint manche in die Versuchung zu führen.... beispielsweise bei der Sache mit den Achsgelenken roch es doch stark nach derartigen Interessen.

Mit den Tesla-Aktien wird genauso spekuliert wie mit nahezu allen Aktien, leider ist Börse nur mehr zweitrangig Investition und Anteilnahme an Unternehmen, sondern immer mehr vorrangig nur mehr kurzfristige Spekulation mit "Papieren".

Die Negativschlagzeilen haben Tesla erstaunlich unberührt lassen. Die Kurse gingen kaum zurück, teilweise nach oben, jedenfalls nur Tagesschwankungen in 1-2% Grenzen, also vernachlässigbar.

Das war aber mal anders und man konnte mit einzelnen Meldungen den Kurs deutlicher beeinflussen - bei Tesla Aktien gelang das. Auch Nachrichten wie (wenn auch nur knapp) verfehlte Absatzziele liessen den Kurs schnell mal um +/- 4% schwanken.

Zitat:

@Teknoid schrieb am 28. August 2016 um 10:39:31 Uhr:

Ob ein Kurs an der Börse zu hoch oder zu tief ist, ist letztendlich immer Kaffeesatzleserei ...

Allerdings bezeichnete Musk selbst den Kurs vor einiger Zeit als zu hoch. Und gerade auch bei Tesla geht es sehr stark um die Erwartungen für die Zukunft.

Zitat:

@Teknoid schrieb am 28. August 2016 um 10:39:31 Uhr:

 

Ob ein Kurs an der Börse zu hoch oder zu tief ist, ist letztendlich immer Kaffeesatzleserei ...

Ein Börsenkurs hat nichts mit Kaffeesatzleserei zu tun. Das ist einfach der Preis für eine Aktie, auf den sich Käufer und Verkäufer zuletzt geeinigt haben.

Ob die Erwartungen des Käufers oder des Verkäufers erfüllt werden ist rein spekulativ. Für beides gibt es Argumente.

Wenn Musk behauptet (und das habe ich aktuell nur hier gelesen), der Aktienkurs wäre zu hoch, bedeutet das eigentlich, dass er denkt, dass die Käufer die Zukunft von Tesla zu optimistisch sehen bzw. die Erwartungen zu positiv sind.

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 28. August 2016 um 12:22:36 Uhr:

Wenn Musk behauptet (und das habe ich aktuell nur hier gelesen), der Aktienkurs wäre zu hoch, bedeutet das eigentlich, dass er denkt, dass die Käufer die Zukunft von Tesla zu optimistisch sehen bzw. die Erwartungen zu positiv sind.

Musks Aussage, auf die ich mich bezog, könnte schon 1 - 2 Jahre her sein und meinte damals insbes. den Anteil, den Spekulationen am Kurs hatten, wenn ich recht erinnere.

Ich finde jetzt momentan leider keinen Link mehr... alles rund um Tesla bringt einfach extrem viele Treffer.

Zugleich nutzt er den Effekt aber selber - mit einem Tweet kann er die Tesla Aktie steigen lassen - so wie *letztes Jahr*.

Tesla verbrennt jedes Quartal mit der Übernahme von Solar City nun mehr als 750Mio $, wie lange das noch gut geht wissen die Götter

http://www.finanztreff.de/.../11425614

Andere sagen inzwischen, dass die Aktie bis auf 0 fallen kann.

http://www.wiwo.de/.../14006548.html

Wir haben uns inzwischen davon getrennt, mit ordentlichem +

Ich erlaube mir aus einem anderen Forum vom User TeeKay mal was zum Thema "was hat Telsa geleistet" zu kopieren ...

Quelle kann gerne nachgeliefert werden ...

"Tesla hatte 2011:

1417 Vollzeitmitarbeiter

149 Mio Dollar Umsatz aus Autoverkäufen

7 Stores weltweit

0 Supercharger

Tesla hatte 2015

13058 Vollzeitmitarbeiter

4046 Mio Dollar Umsatz aus Autoverkäufen

208 Stores weltweit

3300 Supercharger

Tesla hat in diesen 4 Jahren:

- Model S entwickelt und von "Geile Karre" hochgezüchtet zu "Fährt alles so dermaßen an die Wand, was irgendwie unter 1 Mio Euro TCO erhältlich ist, dass sich alle anderen Hersteller in Grund und Boden schämen und alle Medienhebel in Bewegung setzen, um Tesla schlecht dastehen zu lassen",

- Tesla hat in dieser Zeit das SUV Model X entwickelt, dass 75% aller erhältlichen Sportwagen so dermaßen an die Wand fährt... ok das hatten wir schon,

- Tesla hat in dieser Zeit die mit weitem Abstand gigantischste Batteriefabrik geplant, finanziert und in Auftrag gegeben, die die Menschheit jemals sah,

- Tesla hat in dieser Zeit weltweit mehr als 3000 Schnellladesäulen in verschiedensten Nationen aufgebaut, ohne einen Cent Fördermittel zu erhalten,

- Tesla hat in dieser Zeit in den wichtigsten Absatzländern dieser Erde eine Vertriebsstruktur aufgebaut,

- Tesla hat in dieser Zeit Model 3 weitgehend fertig entwickelt und bis heute 400.000 Reservierungen dafür eingesackt,

- Tesla hat in dieser Zeit das in Tests mit weitem, weitem Abstand führende Autopilotsystem entwickelt und in 100.000 Fahrzeugen auf die Straße gebracht,

- Tesla ist dabei, den Erdball mit verschenkten Wallboxen zu überziehen, die in Nordamerika, China und Europa bald an jeder Ecke hängen werden,

VW, Audi, Mercedes und BMW haben in den 4 Jahren folgendes geschafft:

- Umsatz und manchmal auch Gewinn stiegen ein bisschen,

- man hat Millionen Fahrzeuge wissentlich ohne funktionierende Abgasreinigung verkauft und damit das Leben tausender verkürzt,

- man hat zig Ankündigungen von Elektroautos veröffentlicht aber nie umgesetzt,

- man hat Milliarden Fördermittel für Elektroautos vom deutschen Staat eingesackt und dafür irgendwelche Mistkarren gebaut, die kein Mensch kaufen will, die sie selbst aktiv nicht verkaufen wollen und die nur 150km weit fahren können,

- man hat neckische Plugin-Hybride entwickelt und in EU wie Bundesregierung Stimmen gekauft, um absurde Verbrauchsmessungen für diese Hybride durchzusetzen,

- man hat außer "Wir wollen größter Autohersteller der Welt werden" keinerlei Vision von der Zukunft entwickelt,

- man hat die einzige Batteriefertigung Deutschlands eingestellt,

- in keinem Land der Welt ein zuverlässiges Schnellladenetz aufgebaut und keine einzige Wallbox verschenkt,

Wer selbständig ist, kann einschätzen, welch abartige Leistung hinter Teslas Megawachstum steckt. Wie schwierig es ist, die Mitarbeiterzahl nur zu verdoppeln.

Ja, bei diesem Megawachstum läuft nicht alles perfekt. Ja, es gibt noch keine Strukturen wie bei anderen Autoherstellern und ja, man hatte bei Tesla aufgrund dieses enormen Wachstums noch keine Zeit, eine Taskforce bestehend aus 50 Ingenieuren 3 Jahre an das Design eines Warnblinkanlagenknopfes zu setzen. Ja, man hatte aufgrund des Fokus auf den Autopiloten bisher keine Zeit, die Software auf dem Centerscreen soweit zu optimieren, dass der Browser flüssig läuft. Und ja, vieles am Model S ist vielleicht nicht so perfekt bis ins letzte Details ausgetüfelt, weil man die Karre zum halben Preis eines neuen Dieselmotors entwickeln und dann noch Geld für die Ausstattung der Fabrik übrig haben musste.

Ich bin hier im Forum wohl einer derjenigen, der sich über all das am meisten aufregen kann und nicht damit spart, Tesla für das Chaos zu kritisieren. Als Selbständiger weiß ich aber auch, dass ich dieses Wachstum schon rein organisatorisch niemals geschafft hätte, weil ich schon daran scheitere, auch nur 2 Mitarbeiter zu finden, die meinen Ansprüchen genügen. Und als Selbständiger weiß ich, dass das, was Tesla seit Jahren abliefert, enorm gut ist für die Umstände, unter denen das Abgelieferte entstand. Vom Fakt, dass der CEO nebenbei noch 5 Kinder bespaßt und mit selbstentwickelten Raketen die ISS versorgt (und die Raketen dann auch wieder im Ozean auf einem schwimmenden Fußballfeld landen lässt), weils sonst keiner zu dem Preis in der Qualität kann, fangen wir mal gar nicht erst an.

Entweder, man kann damit leben, ein unperfektes Auto von einer teils etwas chaotisch organisierten Firma zu fahren oder man kann es nicht. Ich bin bereit, die Unperfektion zu ertragen, weil Tesla wohl die phantastischste Unternehmensvision aller Silicon Valley Startups hat. Und ich kann die Unperfektion ertragen, weil ich weiß, dass das unbedingt zu erledigende niemand tun wird, wenn es nicht Tesla macht.

Und mal abgesehen davon: Das Auto fährt sich perfekt und ich würde nicht mit einer ach so perfekt zusammengedengelten S-Klasse tauschen wollen, selbst wenn da hinten dran S65 AMG stünde. Der Sixt Mietwagen S350 CGI hat mir gereicht um zu wissen, dass das garantiert nicht mein Traumauto werden wird.

Allein die Vorstellung, nochmal in ein normales Autohaus zu müssen, wo man Elektroautos aktiv zu verhindern sucht, dann dort mit einem schmierigen Wicht um ein paar hundert Euro feilschen zu müssen (sofern er einen überhaupt mit was anderem als den Arsch anguckt) und am Ende trotzdem zu denken, dass er einen über den Tisch zog, dann den rappelnden, stinkenden Motor starten zu müssen und in jeder Sekunde zu denken, dass die Entwickler absichtlich die Abgasreinigung gerade in diesem Moment deaktivierten, tanken zu müssen und zu wissen, dass damit abartige Diktaturen wie in Saudi-Arabien unterstützt werden... das alles löst in mir Ekel aus. Da würde ich lieber gar kein Auto mehr fahren.

Ich hätte auch lieber ein HUD, belüftete Sitze, verstellbare Gurte in Lederfarbe, Türzuziehhilfe, AHK und einen flüssigen Browser. Aber lieber verzichte auf all das, als nochmal einen Verbrenner zu kaufen. Und das fühlt sich alles überhaupt nicht nach Verzicht an."

Zitat:

Elektroautos lassen sich derzeit nicht mit Gewinn herstellen. BMW; Mercedes, Audi und Porsche probieren das aus diesem Grund auch nicht mit richtigem Einsatz. Sie warten ab und kassieren mit Verbrennern.

und das werden sie noch bitter bereuen. Tesla baut ja die Gigafabrik nicht aus Spaß oder weil sie zuviel Geld haben, sondern weil diese Fertigungskapazität für ein massetaugliches Elektrofahrzeug notwendig ist und es auf der ganzen Welt nicht genug Lithiumzellen dafür gibt. Selbst wenn sich andere Hersteller wie BMW oder Mercedes in Zukunft entscheiden sollten, ein massetaugliches E-mobil zu produzieren, was sie technisch sicherlich ohne Probleme hinbekämen, sie würden die Batterien nicht dafür herstellen können, weil sie keinen Gigafactory haben und auch in absehbarer Zukunft nicht haben werden. Wo soll die den bitte gebaut werden? Dieses Werk ist ja nicht so groß, weil Elon Musk unbedingt das zweitgrößte Gebäude der Welt haben wollte, sondern weil diese Größe notwendig ist. Eine Firma wie Panasonic investiert hier mehrer Milliarden und das haben sie sich bestimmt gut überlegt. Ich fürchte, für die anderen Herstelle wird das ein richtiges Problem werden, wenn der Zug mal nicht schon abgefahren ist. Die einzigen, denen ich einen solchen Kraftakt noch zutraue, sind die Chinesen ......

Tesla schreibt derzeit Verluste, weil sie ein Newcomer sind in der Autoindustrie. Während etablierte Größen (VW, Mercedes, BMW etc.) die Entwicklung der E-Fahrzeuge mit den Gewinnen der laufenden Serienproduktion finanzieren können, fehlt Tesla dieses Geschäft. Sie müssen sowohl eine Automobilproduktion zum laufen bringen und gleichzeitig die Entwicklung einer völlig neuen Technologie finanzieren. Wie soll da etwas anderes rauskommen als anfangs massive Verluste.

Dafür das Tesla dieses Handicap gegenüber anderen Herstellern hat, haben sie unglaublich viel geschafft. Um nicht zu sagen, Tesla lässt die Konkurrenz richtig alt aussehen.

Unabhängig davon, ob Tesla E-Autos baut oder nicht: Tesla ist seit langem ein komplett neuer Autohersteller. An sowas kann ich mich in den letzten 40 Jahren nicht erinnern. Vorallem das man innerhalb von 10 Jahren vom belächelten Nobody zum Marktführer aufsteigt, was E-Autos angeht.

Grüße,

Zeph

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