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Fiktive Abrechnung bei kleinem optischen Makel an hinterer Stoßstange

Themenstarteram 1. April 2021 um 13:07

Hallo,

vorgestern ist eine Person mit geringer Geschwindigkeit von hinten in mein Polo (BJ 2012, ~150 TKM) gerollt. Meine hintere Stoßstange hat dabei einige ganz leichte Risse davongetragen (nur bei Sonnenlicht aus nächster Nähe erkennbar).

Hab nun von der Werkstatt einen KVA bekommen, der bei über 1500 € liegt.

Als ich dort gesagt habe, dass ich eine fiktive Abrechnung anstatt einer Reparatur durchführen möchte, kam mir großes Unverständnis entgegen.

Auf meine Frage, inwiefern der Schaden, über den marginalen optischen Makel hinausgeht, konnte mir keine Antwort gegeben werden. Es wurde nur argumentiert, dass sich bei einem weiteren Auffahrunfall, die Versicherungen querstellen würden.

Muss ich wirklich befürchten, dass ich bei einem weiteren Auffahrunfall auf den Kosten sitzen bleibe?

Und hab ich mit dem KVA schon einen Fehler gemacht?

 

Viele Grüße

Thomas

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6 Antworten

Wie oft wärst du denn persönlich gewillt, den selben unreparierten Schaden an der Stoßstange zu bezahlen?

Die Werkstatt möchte eben Geld verdienen...

Wenn es ausschließlich ein optischer Mangel sein sollte, würde ich das Geld (fiktive Abrechnung) nehmen. Schließlich ist der Polo ja nicht mehr sooo jung und hat schon ordentlich Kilometer drauf...

Ja, wenn Du den Schaden fiktiv abrechnest und Dir fügt noch mal jemand an exakt dieser Stelle einen Schaden zu, kann es natürlich dann "Probleme" bei der Versicherung geben in Form von Nichtleistung, da Du ja schon für "Teil" Geld bekommen hast... Aber ganz sicher ist das nicht soweit ich weiß...

Die Werkstatt will halt den Auftrag haben.

Würde hier auch per KVA mit der gegnerischen Versicherung abrechnen.

Die werden den KVA dann aber vermutlich noch um die üblichen Positionen wie z.B. Verbringungskosten, Stundenlohn und Ersatzteilzuschlag kürzen.

MwSt. geht auch noch weg.

Aber 800 bis 1000 Euro wirst du vermutlich auf dein Konto kriegen.

Und den Kostenvoranschlag möchte die Werkstatt vielleicht auch vergütet haben, wenn dort nicht repariert wird.

Du hättest besser einen KFZ-Sachverständigen beauftragen sollen, der ein entsprechendes Gutachten erstellt hätte.

Wenn es zu einem weiteren Heck- bzw. überdeckenden Schaden kommt und eine Schadenerweiterung (Heckklappe, Abschlussblech usw.) eingetreten ist, wird der nicht reparierte Stoßfänger zu 100% in Abzug gebracht.

Führe das Fahrzeug einem unabhängigen SV vor und lass ein Gutachten erstellen.

Dem gegnerischen Versicherer wird beim 9 Jahre alten Polo mit 150k auf dem Deckel ein KVA wahrscheinlich eh nicht reichen.

Ähnliches hatte ich vor ein paar Monaten.

Ca. 6 cm langer Riss, als mir vor einigen Jahren eine Laterne vor die Schürze gelaufen war (dünne Kunststoffschürze ohne Aufprallfunktion). Belassen.

Dann ist jemand seitlich gegen geschrammt und hat sich schuldig bekannt (doch, kommt auch vor).

Schürze wurde ausgebaut, Riss hinterlegt, außen gespachtelt, die seitliche Schramme auch. Kpl.-Lackierung. Summa summarum 480,- inkl. MwSt. in freier Karosseriewerkstatt. Der Schrammende war mit 30:70 Quote einverstanden. Auf Beteiligung Versicherung haben wir beide verzichtet.

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