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Fiat Ducato Maxi neu, Vorsorge Schutz? Seitenwände Dämmen?

Fiat Ducato 250
Themenstarteram 2. Oktober 2011 um 18:15

Hallo,

ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps und Anregungen geben..

Mein Onkel hat als Firmenbus einen neuen Fiat Ducato Maxi und er möchte vorsorglich die gesamten Hohlräume konservieren und den Unterboden mit Unterbodenschutz spritzen.

Ist das bei einem Neuwagen sinnvoll? Oder erst nach 2 oder 3 Jahren?

Weiters möchte er innen im Laderaum die Seitenwände verkleiden und alle Hohlräume mit 2 Komponenten PU-Schaum ausfüllen. Erstens wegen der Wärmeisolierung und zweitens aufgrund der Stabilität.

Was haltet ihr vom Ausschäumen der Hohlräume in den Seitenwänden? Welche alternativen Dämm-Methoden gibt es ??? Steinwollegranulat? Styroporgranulat?

Beim PU-Schaum habe ich Bedenken, dass sich die Außenhaut verformen könnte aufgrund der Ausdehnung.

Schon mal Dank!

LG David

 

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6 Antworten

Hallo David,

Unterbodenschutz:

ich halte es für mehr als fraglich, bei einem Neuwagen einen Unterbodenschutz aufzubringen.

Wenn überhaupt, dann vielleicht ein transparentes, zähflüssiges Wachs, keinesfalls verhärtenden U-Schutz o.ä. auf PVC Basis.

Innendämmung:

Eine Dämmung als Isolation, gerade noch auf PU-Basis erhöht weder die Stabilität merklich, noch ist sie besonders sinnvoll. Das ist wie bei einem Haus:

wenn Du die Wände von Innen Wärme-isolierst, verschiebt sich der Taupunkt des in der Luft enthaltenen Wassers in die Wand hinein.

Das Gegenteil erreicht man z.B. mit vorgehängten, wärmeisolierenden Fassaden - da wandert der Taupunkt aus der Mauer nach aussen

Selbst wenn man in einer Blechkarosserie Steinwolle, Glaswolle oder Styroporplatten aufbrächte, bildet sich an der Blechhaut permanent Kondenswassser, welches fast nicht mehr weg kann.

Die Seitenwände sind in sich durch das Tiefziehen und die Kastenform so verwindungsteif, das selbst eine aufgeklebte Sandwich-Schicht keinen wesentlichen Stabilitätsgewinn bringt, eher das Risiko mit dem Kondenswasser.

Ich weis aus eigener Erfahrung, dass bei Transportern die Seitenwände v.a. bei höheren Geschwindigkeiten, bei Kopfsteinpflaster u.ä. ziemlich heftig dröhnen.

Hier gibt's als Gegenmassnahme selbstklebende Anti-Dröhnmatten auf Bitumen-Basis. Diese sind etwa 3mm dick und lassen sich mit etwas Übung und Erfahrung mithilfe von Seifenlauge, eines Spatels und eines Heissluftgebläses ohne Lufteinschlüsse auf das Blech aufkleben. (Gleiches Verfahren wie bei Folienlackierung).

Damit ist die Dröhn-Neigung zumindest erheblich reduziert. Allerdings sind diese selbstklebenden Anti-Dröhn-Matten nicht ganz biillig. Für den Ducato Maxi sollte man nur für das Material mit ca 300-500€ rechnen.

Was Dein Onkel da vorhat (manche trauen sich nicht zuzugeben, dass sie selbst der Onkel oder der Kumpel... sind :) ) ist nicht nur sinnlos, sondern was das Thema Rostbefall betrifft eher schädlich.

Selbst bei Wohmobilen und Wohnwägen ist das Thema Wärmeisolation problematisch. U.a. deswegen sind die Aufbauten entweder aus Faserverbundwerkstoff, Sandwichplatten oder Aluminium.

Bei Kastenwägen besserer Bauart sind die Seitenwände, Dach und Türen auch geanau aus dem gleichen Grund (natürlich auch dem Gewicht) aus Sandwichplatten.

Ohne mehr

LG

Christian

Themenstarteram 2. Oktober 2011 um 20:36

Hallo Christian,

Danke für deine hilfreiche Antwort!

Zitat:

Unterbodenschutz:

ich halte es für mehr als fraglich, bei einem Neuwagen einen Unterbodenschutz aufzubringen.

Wenn überhaupt, dann vielleicht ein transparentes, zähflüssiges Wachs, keinesfalls verhärtenden U-Schutz o.ä. auf PVC Basis.

halte ich auch für sehr fraglich. Das Zeug von Unterbodenschutz was ich zuhause habe, kommt mir sowieso bisschen komisch vor... Stellenweise hält es nicht richtig am Unterboden und bekommt Risse und blättert ab. Mir kommt vor es verbindet sich nicht richtig mit dem Untergrund, es lässt sich auch relativ leicht wieder abschaben. Was verwenden die Hersteller bei einem Neuwagen?

Ich würde auch sagen, Unterboden wenn überhaupt, dann nur mit so nem Seilfett.

Aber bei den Hohlräumen (Seitenholm, Türen, etc.) kann es auch sicher nichts schaden? Oder auch weniger sinnvoll bei einem Neuwagen?

Den Innenausbau mit solchen Kunststoffpaneelen? Und geg. Bitumenmatten aufbringen... wenns finanziell nicht den Rahmen sprengt.. Kunststoffpaneele

Danke, ich hatte auch kein gutes Gefühl im Bauch mit der Ausschäum-Idee meines Onkels.... Und nein, ich bin nicht selbst der Onkel :-)

LG David

Zitat:

... Was verwenden die Hersteller bei einem Neuwagen?

Wenn überhaupt eine hauchdünne Sprühschicht Hohlraumwachs.

Die heutigen Fahrzeuge haben Schweller + Unterboden meist aus elektrolytisch verzinktem Stahlblech.

Beim Ducato weis ich's nicht, nehme aber an, dass das dort genau so ist.

Zitat:

Ich würde auch sagen, Unterboden wenn überhaupt, dann nur mit so nem Seilfett.

Aber bei den Hohlräumen (Seitenholm, Türen, etc.) kann es auch sicher nichts schaden? Oder auch weniger sinnvoll bei einem Neuwagen?

wenig sinnvoll - siehe oben.

Aus der Produktbeschreibung Kunststoffpaneele:

Zitat:

Paneele sind wasserfest, jedoch kann das HPL-Paneel bei feuchter Umgebung ihre Planheit verändern, die nach der Trocknung nicht wieder automatisch hergestellt wird. Es ist daher bereits bei der Lagerung, beim Transport, beim Einbau darauf Rücksicht zu nehmen. Vorsicht: Wassereintritt in die Wabenzellen vermeiden, Auffriergefahr bei Minustemperaturen!

Muss man selbst entscheiden - ich würd normale beschichtete HDF Platten nehmen, da kostet der m² nicht mal 5€. Sind 3 mm dick, mit Melamin einseitig beschichtet hinten roh. Ist bestimmt billiger, einfacher zu verarbeiten und gibts in jedem Baumarkt und das gesparte Geld in Bitumenmatten investieren.

LG

Christian

Hallo und guten Tag

Also das Thema "Zusätzliche Rostvorsorge" das seht ihr meines Erachtens zu kompliziert. Ich habe mir gerade einen 2007er Ducato Kastenwagen gekauft und hatte die gleichen Überlegungen wie der Threadstarter angestellt. Ich verwende immer die Produkte von FLUID. Die sind in den einschlägigen Tests immer fast so gut Wie SANDERS, aber ungleich leichter verarbeitbar.

Ich gehe wie folgt vor:

-In jeden Hohlraum der Karosse blase ich mit der Pistole "Fluid-Film" bis es unten wieder herausläuft.

-Wenn ein Hohlraum keine Zugangsöffnung hat, bohre ich ihn an. Nach dem "Befüllen" Kommt ein kleiner Verschlussstopfen in die Bohrung. Alles passend beim Korosionsschutzdepot erhältlich.

-Unterboden und Radkästen: Das zähflüssige PERMAFILM oder ein etwas dünnflüssigeres Produkt von FLUID auftragen.

Das Alles ist einfach, effektiv und schadet nicht, beschädigt auch werksseitigen Rostschutz nicht. Egal ob Alt,- oder Neuwagen. Fehler machen kann man nicht viele. Vielleicht die Bremsen mit "einzuschmieren" oder aber Türen/Hohlräume in den Airbags lagern, anzubohren.

Eine gewisse Geruchsbelästigung muss man noch beachten: Ich blase Fluid-Film nur in Bereiche die ich nicht "riechen" muss, die also keinen direkten Zugang zum Innenraum haben.

Mit dieser, zugegeben simplen Methode bin ich immer zu ganz guten Ergebnissen gekommen.

M.f.G

RW5500

Themenstarteram 6. Oktober 2011 um 18:46

Hallo

danke für eure Antworten!

Themenstarteram 7. November 2011 um 19:11

Hallo,

Ich melde mich nun zurück!

Am Samstag habe ich eine 5 L Dose EUROL Seilfett TW-Fluid (36,99 EUR) verspritzt. Der Ducato Maxi ist ja doch recht groß ;-)

Aufgefallen ist mir, dass sehr viel geklebt wurde, anstatt geschweißt, sehr intelligent. Der Unterboden war teilweise mit so nem schwarzen Zeug gespritzt, und teilweise war da nur das grundierte Blech zu sehen (Helle Grundfarbe, helles Braun mit leichtem Grünstich).

Eine Hohlraumkonservierung war gar nicht vorhanden!?! Warum macht das Fiat nicht? Aus Kostengründen, oder weil nicht notwendig?

Was haltet ihr von einer gründlichen Lack-Politur beim nagelneuen Ducato Maxi? Könnt ihr mir eine preiswerte und gute Politur empfehlen, die den Lack längerfristig schützt? Polieren mit Maschine soll ja nicht gut sein, was ich gehört habe, da man die Maschinenbewegungen nachher sieht, und da man bei Kanten sehr schnell den Lack durchschleifen kann?

Danke

Lg

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