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Fiat Doblo vs. Mercedes W124

Fiat
Themenstarteram 6. Febuar 2011 um 19:42

Hallo und guten Tag!

Nachdem mir hier schon wegen meiner Frage zur Kontrolleuchte/Wegfahrsperre beim Doblo schnell geholfen wurde erlaube ich mir als FIAT Neuling noch eines zum Besten zu geben:

Mein Gebrauchtwagenvergleich Mercedes W124 vs. Fiat Doblo

Den Doblo habe ich gestern gebraucht gekauft (6 Jahre alt, 15TKM) den W124 fahre ich schon länger (21 Jahre alt, 75TKM)

Ich mag halt "Lowmiler", kaufe gern ältere gebrauchte Autos.

Für diejenigen die den W124 nicht kennen muss man erklären: Die Baureihe 124 wird immer als D E R letzte echte Mercedes, klapperfrei, unzerstörbar, legendär langlebig, aus dem vollen gefräst, eines der langlebigsten Autos überhaupt, beschrieben.

Beim direkten Vergleich der beiden Kisten fällt auf dass sie in zwei Punkten, gegen meine Erwatung, total differieren.

ROST

Der Doblo rostet am Unterboden vergleichsweise dramatisch. Nicht sichtbar wenn man drumherum geht, von außen. Der außen sichtbare Lack ist noch absolut intakt, aber Unterboden, Motor, Bremsleitungen, Achsen, Federn, Nebenagreggate, alles unschön korrodiert. Der Benz ist absolut rostfrei. Jedes Teil, Motorraum, Achsen, Federn, Unterboden, Auspuff, sieht nahezu aus wie neu.

KLAPPERN

Das hat mich überrascht: Der 6 jahre lang gewerblich genutzte Doblo klappert weniger als der unter Youngtimerfreaks höchst verehrte, für seine Klapperfreiheit stets gerühmte W124. Nicht das der W124 wirklich dramatisch laut wäre aber die Türverkleidungen, die Verkleidungen über den B-Säulen, die machen auf schlechter Straße Geräusche während der "Cargo" Kasten stumm ist.

Das hat mich dann doch erstaunt. Wegen des Rostschutztes wurden all meine Vorurteile bedient, wegen der akustischen Solidität des Fiat bin ich umgekehrt positiv überrascht!

Gruß

RW550

 

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23 Antworten

mit Verlaub: ziemlich unsinniger Vergleich :confused:

 

Sowohl vom Preis, Zielgruppe, Einsatzzweck und Baujahr.

 

Wer steht vor der Wahl: Opa Stufenheck Mercedes oder vielseitiges Billigfahrzeug mit maximalen Laderaum für Mensch & Gepäck.

 

Doblo ist halt ein möglichst günstiges Transportfahrzeug (egal ob gewerblich, Kinder oder Hobby) - dabei sind Abstriche bei Materialauswahl, Langzeitstabilität und Fahrkomfort ganz klar im Preis enthalten.

 

Eine 20 Jahre alte Limosine der oberen Mittelklasse damit zu vergleichen ist ???

 

Übrigens: beim Fiat sind 75% der Karosse auch verzinkt. Aber die Anfälligkeit für Rost von besonders Auspuffanlage, Unterboden (nicht tragisch, da Flugrost) und diversen Schraubverbindungen (innen wie aussen) sowie Wischeranlage sind seit Jahren bekannt.

Auch ist eine grössere Streuung bei der Fertigung bekannt.

 

Dafür hat der Doblo wenigstens immer Abs, Doppelairbag und eine Basis Crashsicherheit, zudem Euro3.

 

Zu Deinem kleinen Benziner: statt über Rost würde ich mir lieber Sorgen um den Motor machen, dieser ist bekanntermaßen mit dem Gewicht überfordert und fällt gerne mit defekten Zylinderkopfdichtungen auf -> kaum ein Gebrauchtwagen ohne dieses Makel zu finden...

 

Stimme aber zu: 

20 Jahre wird kaum ein Doblo halten !

Die meisten W124 aber auch nicht (ohne wirtschaftlich sinnlose Reparaturen) :D

 

 

Beim fIat ist es meist nur eine oberflächliche Korosion, die nicht schlimm ist, gerade wenn das Auto nicht regelmässig gewaschen worden ist im Winter Wobei der W124 wie auch der W201 im verborgenen gerne massiv rumfault (Wagenheberaufnahmen)

Themenstarteram 6. Febuar 2011 um 22:06

@Doblodirk

Danke für die Detailinformationen, das Meiste von dem was Du schreibst wusste ich wirklich nicht.

Ich war einfach fett überrascht das ein Auto aus 2004 mit nur 15TKM so sichtbar rostet und, zweite Überraschung, das er innen so vergleichsweise unrappelig ist. Das diese beiden Autos konzeptionell nicht wirklich vergleichbar sind, da stimme ich Dir natürlich zu.

 

@Chrissgrolm

Wenn es so ist wie Du schreibst, brauche ich mir ja nicht so viele Sorgen zu machen.

Gruß

RW550

Natürlich ist der Vergleich an den Haaren herbeigezogen. Wäre der Doblo (der übrigens nicht zu 75%, sondern zu 85% verzinkt ist) für die gleichen Ansprüche gebaut wie der Mercedes, würde er erheblich mehr kosten und damit seinen Zweck verfehlen.

Dass der W124 der "letzte echte Mercedes" sein soll, hatte man bei Einführung dieser Reihe grundlegend anders gesehen. 1986 kam es sogar wegen massiver Qualitätsmängel zu einer Sternfahrt wütender Taxifahrer zur Konzernzentrale, siehe DER SPIEGEL 48/1986.

Beim Thema Korrosion könntest du mal in diesen anderen Thread rüberschauen:

Zitat:

Rost, typische Stellen beim W124

[...] Wie zu erwarten war unter den Kotflügel auch Rost gefunden. Vorallem vorn rechts im Bereich der vorderen unteren Kante als Abschluss zum Stoßfänger (hatte leider keine Kamera für Bilder dabei). An dieser unteren abgekanteten Stelle rostete es schon durch (von außen nicht zu sehen).

[...]

Weiterhin beidseitig Rost (und daher wohl als typisch zu benennen) unter einer senkrechten Nahtabdichtung im Bereich unterhalb, hinten zur A-Säule hin, genauer direkt hinter der Aufhängung der Motorhaubenspiralfeder. Man konnte die harte Abdichtung dort ca. 10 cm abschaben und drunter fings an zu rosten.

Wenn ich nun mal die oft erfragten für den W124 typischen Roststellen nachzähle bei mir, so komme ich auf ca. 20 Stellen. Was für´s Mist! Auch nach 14 Jahren eher ein Armutszeugniss für dieses ehemalige sehr teure Premiumprodukt

 

Untersuche doch mal deinen "rostfreien" W124 an den genannten Punkten. ;)

Der W210 Nachfolger war dann beim Korrosionsschutz durch die Bank ein Totalausfall, siehe Rostkisten wie diese. Schlimmer sahen Fiats in den übelsten Zeiten auch nicht aus.

Rost an technischen Komponenten, den du am Doblo beschreibst, ist in der Regel unkritisch. Anders als Blech sind die Teile recht massiv und zum Zeitpunkt einer Durchrostung eh längst kaputt. ;)

Zitat:

Original geschrieben von mfr

1986 kam es sogar wegen massiver Qualitätsmängel zu einer Sternfahrt wütender Taxifahrer zur Konzernzentrale, siehe DER SPIEGEL 48/1986.

.....unabhängig davon, dass ich Dir in Deinen Ausführungen zustimme, muss man schon sagen, das gerade MB einer sehr hohen Erwartungshaltung standhalten muss und praktisch bei jedem Modellwechsel die Taxifahrer auf die Barrikaden gehen.....:D

Ich bin neulich mal in einem W123-Taxi mitgefahren, dessen Fahrer dann wahrscheinlich 1986 dabei war, da er nur eine Taxilizenz hat, aber noch drei weitere W123 als Ersatz in der Garage stehen hat.....

Normaler Weise rosten FIATs am Unterboden, auch nicht so dramatisch wie von dir Beschrieben.

Ich denke mal mit Federn ect. werden alle Marken mehr oder weniger Rosten. Solange dort kein Edelstahl verbaut wird. Da du ja selber geschrieben hast, ist dein Doblo gewerblich genutzt worden. Von daher wird man vielleicht nicht so achtsam mit dem Wagen umgegangen sein. Und unter Umständen auch mangelnde Sorgfaltsflicht walten lassen. Das ist halt immer das Risiko, wenn man gebraucht kauft.

Einige Teile werden sicher nicht mehr so langlebig konserviert werden das sie als Verschleißteile gelten und eh nicht ein lebenlang im Fahrzeug verweilen.

italo

 

Grummel ich hatte gerade was geschrieben und jetzt ist alles weg weil die an motor talk rumschrauben.....

italo

ach ist doch angekommen....Glück gehabt...

Themenstarteram 7. Febuar 2011 um 14:23

Hallo und guten Tag!

 

Ich bin offen gestanden angenehm überrascht mit welch´ tiefer Detailkenntnis hier so mancher Forist aufwarten kann. Es hat schon echten Neuigkeitswert was ihr hier so schreibt.

Sind wirklich 75 oder gar 85% der Doblo-Bleche verzinkt?

Kaum zu fassen.

Gruß

RW550

Kurz; was hast du denn erwartet? Das bei einem modernen Doblo nichts verzinkt ist, und er schon beim losfahren vom Händler Durchrostung bekommt? Oder dass es dadrin rappelt, wie in einem 15 jahre altem Sprinterkasten mit Holzsparreneinbauten? Das nach 150 Kilometern dir der Himmel und diverse Verkleidungsteile entgegen kommt? :confused:

Wenn dem alles so wäre, würde niemand FIAT kaufen. Ich finde, die Erwartungshaltung gegenüber aktueller Autos lässt manchmal wirklich stark zu wünschen übrig. Und dass man immernoch an Vorurteilen aus den 80er Jahren klebt... mir unverständlich. Wenn das alle so machen würden, gäbe es Opel garantiert nicht mehr. Aber das liegt wohl eher daran, dass FIAT nunmal Italien ist, und Opel aus Deutschland kommt... :confused:

Themenstarteram 7. Febuar 2011 um 16:00

@835 Sedici

Ja, Du hast es gut auf den Punkt gebracht. Irgendwie ist doch jeder ein Gefangener seiner eigenen Vorurteile. Und in meiner kleinen, vorurteilsbeladenen Welt da ist der W124 eben ein Muster an Solidität, und FIAT steht für eben das, was die Meisten denken wie FIAT halt so ist.....

Ist doch schön wenn reales Erleben an Vorurteilen kratzt.

Ich begreife aber auch das ganze Kastenwagen/Nutzfahrzeugkonzept nicht. Wie Du schon schreibst: Jeder Mercedes-Sprinter, schlimmer noch der Vito, rostet wie die Sau obwohl man doch mit dieser Marke ganz Anderes verbindet. Fort Transit, VW Crafter, alle kein Stück besser, was den Rost angeht.

Und jetzt sagt Ihr mir: Der DOBLO sei überwiegend verzinkt. Kenne ich sonst nur von Porsche und Audi. Kaum zu verstehen warum FIAT dann Geld ausgibt um den Wagen länger haltbar zu machen.

Aber: Soll mir ja Recht sein!

Gruß RW550

 

 

Hallo RW550, das sollte ja auch keine Rüge an dich sein, nur - man erlebt es ja tatsächlich immer wieder. Es lebt sich halt leichter, mit Vorurteilen zu leben, mit dem, was man von anderen kennt - aber sich die Mühe machen, dass ganze mal näher zu betrachten, macht ja fast niemand. Und so, genauso, bleiben halt solche Vorurteile im Raum, die 20, 30 Jahre alt sind.

Und, ich will nicht abstreiten, dass der 124 schon ein sehr guter, vielleicht auch der letzte gute Mercedes war, damit kenne ich mich mit der viel zu teuren Sternmarke nicht genug aus. Aber, einen rostfreien W124 kann es einfach nicht geben, und auch Benz hatte ja anfangs genug mit dem Wagen zu kämpfen ( kann mich bei den Dieseln an dieses motorenseitige Schaukelproblem erinnern) - dass es mittlerweile Exemplare mit einer halben Million Kilometern gibt, zeugt natürlich zum einen von der Langlebigkeit, zum anderen aber auch, dass die Kunden bereit waren, Unsummen in den Erhalt des Wagens zu stecken. :)

Und - die Sprinter, die man heute verrostet auf den Straßen rumfliegen sieht, mit obligatorischem defektem linken Abblendlicht und einem Vorhängeschloss an die beiden Hecktüren geschraubt, erfuhren sicher sehr wenig Pflege (NUTZfahrzeug eben) und sind ja nun heute auch schon bis zu 15 Jahre alt. Das Rostproblem ist ja bei Benz auch neu "aufgeblüht"... Türunterkanten und Falze. Das passiert zB bei Fiat nicht. :) Und, dazu mal das Preis/Leistungsverhältnis verglichen, legen sich da für mich ganz schnell die Karten.

Hat immer alles zwei Seiten. :)

Fiat verzinkt seine Autos schon seit Mitte der 80er. Fiat hat aus seinen Fehlern, in den 70ern und Anfang der 80er gelernt. Durchrostete Karoserien sind bei Fiat eine absolute Seltenheit (es sei denn, ein Unfallschaden wurde nicht korekt behoben). Allerdings sind oft Auspuffanlage unf Fahrwerksteile eher einfach und günstig gestrickt, und dort nagt dann doch mal gerne der Rost. Entsprechend günstig sind diese Teile aber auch im Zubehör zu beziehen.

In der Nutzfahrzeugsparte wird Fiat in Deutschalfn oft unterschätzt (immerhin Nutzfahrzeug Importeur Nummer 1 in D ). Fiat Professional ist ein Global-Player in dieser Sparte, nur Mercedes und GM können da noch mithalten. Da ist VW Weltweit gesehen ein docher eher kleines Licht.

Fiat Marken der Nutzfahrzeugsparte sind übrigens: Fordson/Ford (traktoren), Fiat Agri, Steyr, New Holland, Magirus, Deutz, Iveco, Fiat Professional.

Ich bin jetzt auch schon oft mir dem Doble gefahren, der ist einfach Spitze, durchdacht, der Preis ist Klasse, und Robust ausgelegt ist er auch noch. Da ist der Caddy keine Konkurenz. Übrigens sind die Nutzfahrzeuge von PSA (Peugeot/Citroen) baugleich.

@Chriss

Welches Modell von Fiat soll das sein, das Mitte der 80er verzinkt gewesen sein soll. Bis ca. 1993 waren die meisten Fiats noch ziemlich dem Rost verfallen, da waren andere Hersteller damals weiter. Danach wurde es deutlich besser (Tipo und Dedras nachgebessert und der damals neuerschiene Punto 176 war sehr rostresistent (die frühen Modelle mehr als die späteren ab 1998).

Der Doblo hat mit den PSA-Transportern dieser Klasse (Berlingo/Partner) nichts zu tun. Technisch identisch sind nur die größeren Scudo und die entsprechenden PSA-Versionen deren Namen ich immer vergesse.

 

Die meisten älteren Mercedes sind wesentlich besser erhalten als entsprechend alte Fiats, wobei das (abgesehen von den späten 80ern) vor allem an der Pflegementalität der Besitzer liegt. Den Benz hat man sich geleistet und wie einen Augapfel behütet. Ein Fiat wurde meist nur verbraucht.

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