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Fehlkonstruktion 50 Liter Tank

Mercedes E-Klasse W213
Themenstarteram 25. Januar 2016 um 19:11

Hallo Community,

Es war fast schon zu ahnen: Die neue E-Klasse bekommt wie der W205 einen Mini-Tank, der Mercedes den Flottenverbrauch drückt.

Klar ist dennoch: ein 50-Liter Tank ist viel zu klein. Mir ist der schon in der B zu schmal, die Reichweite ist mäßig. Mercedes macht es so quasi unmöglich, eine richtige Basis-E zu bestellen. Fahrzeuge mit Mini-Tank werden als Gebrauchte kaum verkäuflich sein.

Unachtsame Käufer könnten eine böse Überraschung erleben. Zu befürchten ist auch, dass die Tankvergrößerung nicht so üppig sein wird.

Gruß Sitzheitzung.

Beste Antwort im Thema
am 28. Januar 2016 um 14:26

Ne ich nimm immer Punica. Sonst passt der Schlauch nicht rein :D

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Natürlich ist die Sache mit den Tanks dem politischen Druck geschuldet. Aber ich denke es ist halt billiger, den Tank kleiner zu machen, anstatt an anderer Stelle leichtere und damit teurere Materialien zu verwenden. Und wenn die Politik nicht zufrieden gestellt wird, muss halt bezahlt werden.

Ich bin mir übrigens sicher, dass ein Dr. Z. gar nicht alle Detailentscheidungen mitbekommt und es nicht in seinem Aufgabenbereich liegt, wie groß der Tank ist. Es wird irgendwo ein Entwicklungschef dazwischen sein, der gezwungen wird Kosten einzusparen und dies natürlich durchzieht, um seinen Job rechtzufertigen.

Gründe und Erklärungen für diese ganzen Entscheidungen gibt es sicherlich zahlreiche, die für sich betrachtet auch meistens nachvollziehbar und irgendwie legitim sind.

Am Ende geht es aber immer ums Geld, Autos sind reine Wirtschaftsgüter. (aber ziemlich coole)

Der aktuelle Test wird mit 40% gefülltem Tank gefahren, der zukünftige mit 50%. Da hilft es also schon, statt mit 80l mit 50l an den Start zu gehen. Zumal man den AdBlue-Tank mit 25l ins Package aufnehmen musste.

Realistisch spart man mit der MRA Plattform nämlich kein Gramm Gewicht. Sie ist bisher zu sehr Auffangbecken für alte, neue und kommende Systeme, eine zu große Klammer und entsprechend konservativ ausgelegt.

Den Tank zu verkleinern, um Kasse zu machen, ist definitiv nicht der Fokus. Warum sonst gibt es für Jedermann das extrem attraktive Businesspaket, um das man nicht herum kommt?

Zitat:

@OS777 schrieb am 27. Mai 2016 um 07:40:28 Uhr:

Thema Motoren ist wohl aber leider der Politik geschuldet.

Ich weiß, dass es immer einfacher bzw. angenehmer ist, den schwarzen Peter jemandem in die Schuhe zu schieben, den man eher weniger leiden kann (in diesem Fall die Politik), aber ich kann Dir versichern: Die Minihubräume sind nicht der Politik geschuldet. Oder was glaubst Du, weshalb es Hersteller gibt, welche beim Hubraumminimierungswahn nicht mitmachen, und das erfolgreich? Bestes Beispiel: Mazda. Die pfeifen auf aufgeladene Minimotörchen, leisten sich in der 75 PS - Klasse Sauger mit satten 1,5 Liter, bei 120 sind es 2 Liter und bei 190 werden 2,5 Liter mobilisiert, aber die CO2 - Werte sind trotzdem top (und übrigens bei Vergleichstests regelmäßig sogar mit geringeren Verbrauchswerten versehen). Die ehrliche Erkenntnis wäre somit: Der Downsizingwahn deutet schlicht auf Geiz und Bequemlichkeit seitens der Hersteller hin. Da das aber sehr viele Hersteller so machen, könnte man natürlich auch auf die Idee kommen, dass es der einzige Weg ist, das kann ich wiederum gut nachvollziehen.

Stimmt - ich denke zum Beispiel gerne an die ETA-Motoren von BMW zurück. Viel Hubraum, wenig Leistung führte zu gerinem Verbrauch, hoher Haltbarkeit und guter Fahrbarkeit im Alltag.

MFG Sven

Ich hatte es schon an anderer Stelle in einem Thread geschrieben. Ich vermute ganz stark, dass diese Entscheidung im Hause Daimler strategisch motiviert ist. Vielleicht will man der reichweitenverwöhnten Kundschaft diese möglichen Riesenradien einfach durch kleinere Tanks über einen längeren Zeitraum wieder abgewöhnen, um dem KO-Argument nach fehlender Reichweite später bei den E-Autos entgegen zu wirken. Denn zur Zeit müssen sich alle an dieser notorischen 800 km - Strecke lassen. Selbst Tesla, als derzeitiger E-Reichweitensieger, schafft davon nicht mal die Hälfte. Wäre doch super, wenn sowohl Verbrenner als auch E-Autos künftig beide "nur noch" 500 km schaffen.

Erinnert ihr euch noch an den TV-Werbespot der Agentur "Jung von Matt" mit dem Audi am Flughafen, bei dem der Fahrer sich fragt: "Wo ist eigentlich der Tank?", um zu suggerieren, dass man mit diesem Fahrzeug tausende Kilometer fahren könne, ohne zwischenzutanken? Ob das nun durch einen Riesentank oder durch niedrige Verbräuche zu erzielen war, weiß ich nicht mehr. Aber ich glaube diese Zeiten sind vorbei, oder?

Vielleicht gibt es ja irgendwann induktives Laden während der Fahrt, dann hätte man Reichweite unbegrenzt:-)

Wäre bloss die Frage, welche Kosten der Strom dann im Ausland verursacht. Aus gleichem Grund ist mir heute bei Urlaubsfahrten eine große Reichweite wichtig.

Das Netz an Tankstellen ist nicht überall so flächendeckend wie in deutschland.

Wenn Audi und BMW schlau sind bringen sie ihre neuen Modelle (A6 und 5er) mit 80 Liter-Tank auf den Markt. Wäre ein echtes Kaufargument.

Zitat:

@Foto-Dirk schrieb am 27. Mai 2016 um 19:34:30 Uhr:

Ich hatte es schon an anderer Stelle in einem Thread geschrieben. Ich vermute ganz stark, dass diese Entscheidung im Hause Daimler strategisch motiviert ist. ...

Mercedes baut die Tanks so, dass Reichweiten um die 1.000km damit möglich sind.

Wenn man nur in der Stadt unterwegs ist spielt es keine Rolle und auf Strecke waren Autos noch nie so sparsam wie zur Zeit. Und wenn das nicht ausreicht kann man ja den nächst größeren Tank dazu nehmen.

Dass sich Mercedes der unsäglichen Gewichtsdiskussion stellen muss sieht man in jedem Test. Ständig wird erzählt, dass der Hersteller beim aktuellen Modell 50-100kg eingespart hat, nie ist es wirklich wahr.

Dennoch wird einem Hersteller Versagen vorgeworfen, nur weil sein Fahrzeug 50km mehr wiegt als der Konkurrent. Ich hoffe, die Nutzung der kinetischen Energie zur Rekuperation wird in nächster Zeit erheblich verbessert, dann ist die Gewichtsfrage endliche überflüssig geworden. Wenn mehr Masse in Bewegung gebracht wurde kann auch beim Bremsen mehr Energie zurückgespeichert werden. Und in Bewegung ist Masse irrelevant.

Habe mal gehört das der Stern auf der Heckklappe zur Gewichtsreduktion seit langem nicht mehr aus Metall ist....

Wenn man da also schon spart, dann...

Zitat:

@Foto-Dirk schrieb am 27. Mai 2016 um 19:34:30 Uhr:

Erinnert ihr euch noch an den TV-Werbespot der Agentur "Jung von Matt" mit dem Audi am Flughafen, bei dem der Fahrer sich fragt: "Wo ist eigentlich der Tank?", um zu suggerieren, dass man mit diesem Fahrzeug tausende Kilometer fahren könne, ohne zwischenzutanken? Ob das nun durch einen Riesentank oder durch niedrige Verbräuche zu erzielen war, weiß ich nicht mehr. Aber ich glaube diese Zeiten sind vorbei, oder?

Ja, ich erinnere mich sehr gut an diese (in meinen Augen geniale) Werbung. Die stammte übrigens aus einer Zeit, in welcher man noch stolz auf z.B. einen geringen Luftwiderstand war, heutzutage ist da ja eher wichtig, wie viele USB - Buchsen man hat. Und die enorme Reichweite des Audi A4 1.9 TDI (bis zu 1300 km, wenn man sich an die Richtgeschwindigkeit hielt) beruhte auf zweierlei Dingen: Großer Tank (70 Liter in Serie sind für ein Mittelklassefahrzeug viel) und sehr sparsamer Motor (effiziente, aber lautstark arbeitende Pumpe Düse oder Verteilerpumpen - Einspritzung, nur grobe Schadstoffreduktion ohne Abgasfilterung).

Genau- Diese Werbung stammt aus der Zeit, in der man ein Auto an seinen AUTO-Eigenschaften gemessen hat, und nicht am Mäusekino oder am drumherum.

Heute gibt´s stattdessen die Werbung mit dem Pärchen, das auf dem Weg zu den Schwiegereltern im Auto streitet und den Streit beilegt, nachdem das Auto eine lustige SMS vorgelesen hat. Alle lachen und alles ist wieder gut.

Passt gut zur immer mehr um sich greifenden Verblödung.

MFG Sven

Zitat:

Und in Bewegung ist Masse irrelevant.

Ist sie nicht. Sie geht direkt in den Rollwiderstand ein.

Zitat:

@umbertones schrieb am 27. Mai 2016 um 23:49:28 Uhr:

Ist sie nicht. Sie geht direkt in den Rollwiderstand ein.

Das ist natürlich richtig, allerdings ist sie wesentlich weniger relevant als z.B. die Fahrtwiderstände, welche aus dem Luftwiderstand resultieren.

Zitat:

Das ist natürlich richtig, allerdings ist sie wesentlich weniger relevant als z.B. die Fahrtwiderstände, welche aus dem Luftwiderstand resultieren.

Rollwiderstand IST ein Fahrwiderstand.

Masse spielt auch bei Steigungen einen Rolle. Du brauchst bergauf immer mehr, wie Du bergab sparen kannst.

Und es kommt auf Dein Fahrprofil an. In Ländern mit Geschwindigkeitsbeschränkung ist das alles andere als irrelevant...oops, das sind fast alle bis auf eines :-)

Bei 60-80 (je nach Auto) sind Rollwiderstand und Luftwiderstand etwa pari...wieviel Prozent der Fahrenergie verbläst Du in diesem Bereich?

Zitat:

@umbertones schrieb am 28. Mai 2016 um 23:01:15 Uhr:

Rollwiderstand IST ein Fahrwiderstand.

Masse spielt auch bei Steigungen einen Rolle. Du brauchst bergauf immer mehr, wie Du bergab sparen kannst.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und Dir die Formel zur Berechnung der Fahrwiderstände herausgesucht. Als Ergebnis kommen die Kilowatt heraus, welche benötigt werden, um eine gewisse Fahrgeschwindigkeit (hier angegeben in Metern pro Sekunde, Umrechnungsfaktor km/h geteilt durch 3,6) zu erreichen. Mach Dir mal den Spaß und tippe in die Spalte für die Fahrzeugmasse einen deutlich höheren Wert als üblich ein. Du wirst staunen, wie unglaublich schwach sich dieser auswirkt.

((Stirnfläche in m² : 2 x cw - Wert x Luftdichte in kg/m³ x Geschwindigkeit in m/s³) + (Reifenrollwiderstand x Fahrzeugmasse in kg x 9,81 x Geschwindigkeit in m/s)) : 1000

Die Stirnfläche beträgt beim W213 im günstigsten Fall 2,33 m², der cw - Wert liegt bei 0,26, als Luftdichte kann man bei den aktuellen Temperaturen einen Wert von 1,2 eingeben und der Reifenrollwiderstand beträgt auf glattem Asphalt ungefähr 0,01, die Fahrzeugmasse findet man in den technischen Daten. Die Rechnung zeigt eindrucksvoll auf, dass bei hoher Geschwindigkeit in erster Linie ein möglichst guter cwxA - Wert wichtig, das Gewicht aber fast egal ist. Viel Spaß beim Rechnen.

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