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Fehlbedienung beim Batterie laden?

Themenstarteram 12. Dezember 2005 um 22:06

Hallo,

ich fahre die K1200S. Habe in der Bedienungsanleitung gelesen, beim Batterieladen (nicht über Bordsteckdose) soll die Batterie komplett abgeklemmt sein. Habe die Batterie jetzt aber 2 Tage im eingebauten und angeschlossenen Zustand mit dem Ctek XS 3600 geladen. Kann da irgendwas einen Schaden von tragen? Das Ladegerät schaltet doch ab, bzw. in den Ladeerhalt wenn die Batterie voll ist. Brauche dringend Tips.

Desweiteren habe ich eine Batteriewarnung wenn ich den Motor starte. Trotz Ladung. Wie ist das bei den anderen K1200S Fahrern?

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7 Antworten
am 13. Dezember 2005 um 14:16

Also, die Batterieleuchte leuchtet immer dann, egal bei welchem Fahrzeug und bei welchem Alter, wenn die Lima keine Spannung liefert oder diese zu gering ist! Sie muß leuchten wenn der Motor aus ist! Nach dem Starten sollte die Leuchte aus gehen! Was beim Starten ist, ist so eine Sache. Die Lima liefert erst ab einer bestimmten Drehzahl ausreichend Spannung und wenn dann noch der Anlasser rumwundert kann es sein das die Leuchte erst nach dem Starten erlischt. Wenn die Batterie nicht mehr genug Spannung hat so das die Lima viel Laden muß glimmt die Leuchte so lange bis die Batterie wieder ihr Spannung von 13,5 Volt erreicht hat.

Das mit dem Abklemmen ist keine schlechte Idee da die Ladegeräte Spannungsspitzen in das Bordnetz tragen können die dann zum Zerstören der Bordelektronik führen können! Über den Winter baue ich die Batterie immer aus und stelle sie an einen warmen trockenen Ort. Ab und zu mal Laden und dann sollte sie nächsten Frühling wieder gehen!

Themenstarteram 13. Dezember 2005 um 19:31

Das Ladegerät was ich benutze ist Elektroniksicher. Es ist frei von Spannungsspitzen und ist elektronisch überwacht.

Beim Auto nutze ich es auch ab und zu. War der Hinweiß in der Anleitung wohl nur für normale (günstigere) Ladegeräte gedacht?

Mit der Batteriewarnung ist es so... Beim Zündung einschalten läuft der normale Check durch. Kein Batteriesymbol. Erst wenn ich den Anlasser betätige geht die rote Kontrolleuchte an und das Batteriesymbol geht im Display an. Wenn der Motor läuft gehen die Lampen wieder aus.

Benutze bei mir das Optimate 3.

Beim Laden über die BMW-Steckdose ist bei dem Adapter eine Sicherung zwischengeschaltet. Bei meiner MV oder der Kawasaki (gehört meiner Tochter) habe ich ein Ladekabel mit Stecker fest montiert. Auch hier ist eine Sicherung zwischengeschaltet. Ich denke mal die soll bei Spannungsspitzen helfen.

Bei der Guzzi wird über die Krokodilklemmen geladen - hier klemme ich die Batterie ab.

Franz

am 25. Dezember 2005 um 11:36

Zitat:

Original geschrieben von franz916

... habe ich ein Ladekabel mit Stecker fest montiert. Auch hier ist eine Sicherung zwischengeschaltet. Ich denke mal die soll bei Spannungsspitzen helfen.

Franz

Nein! Eine Sicherung ist ein Überstromschutzorgan, und dient nicht Spannungspitzen abzufangen!

Die Ladegeräte habe zwar einen Überspannungsschutz aber wenn ein Stromausfall und das Netz wird wieder zugeschaltet weiß ich nicht was das Ding dann tut!

Ich bau die Batterie über den Winter aus und sie kommt an einen Erhaltungslader!

am 25. Dezember 2005 um 16:21

Korrektes Laden einer Bleibatterie

 

Hallo Tiefflieger 330

Habe die Beiträge gelesen und möchte ein paar Dinge klarstellen.

Wenn Du ein Battrieladegerät hast, das so genannt "elektroniksicher " ist, wird mit diesem Nicht-Fachausdruck impliziert, dass die Ladespannung (immer korrkt an den Batterieklemmen angeschlossene Ladegerätklemmen vorausgesetzt) nicht soweit hochgetrieben wird, dass z.B. die Dioden des Gleichrchters nach dem Alternator in deren Sperr-Richtung durchschlagen. Das heisst die Hersteller des Ladegerätes kennen die zulässige maximale Gegenspannung der Dioden und halten die maximal erreichbare Ladespannung des Gerätes elektronisch geregelt unter diesem Wert.

Laden über Bordsteckdosen:

Sogar BMW verkauft Ladegeräte, die über die Bordsteckdose angehängt werden können. Aber: Ein Bleisammler (Batterie, Akkumulator) hat einen sehr kleinen Innenwiderstand. Mit Hilfe des Ladestromes wird an den Klemmen der Batterie nach dem ohmschen Gesetz die Ladespannung "errechnet". Wird nun an der Bordsteckdose geladen fängt m.E. das Problem an.

Bei einem hierfür eingerichteten Ladegerät geht der Hersteller davon aus, dass alle Kabelverbindungen und Kontaktübergänge an Klemmen und Sicherungen neuwertig sauber sind. Sind die das nicht mehr (und das sind sie fast mit Garantie), so wird der Batterie und dem Ladegerät ein Vorwiderstand zwischengeschaltet und der Regelkreis der Elektronik wird getäuscht. Mit Folgen.

Aus diesem Grunde benutze ich ausschliesslich Batterieladegeräte die direkt an die Batteriepole zu klemmen sind. Da steht nämlich in der Anweisung ebenfalls drin, dass die Zuleitungskabel unter keinen Umständen in ihrer Länge oder in ihrem Querschnitt verändert werden dürfen, aus genau denselben Gründen.

Ueberspannungsspitzen:

Ueberspannungsspitzen entstehen beim Trennen des Stromkreises des noch eingeschalteten Ladegerätes. Der Stromkreis wird sobald getrennt, als die Klemme von einem Pol der Batterie abgeklemmt wird.

Entstehung der Ueberspannungsspitzen:

Die Ueberspannungsspitzen (bis zu mehreren tausend Volt möglich) entstehen durch die in den Induktivitäten entstehende sog. Schalt-Stossspannung, die beim plötzlichen Trennen des Stromkreises als Folge der Gegeninduktion der noch gesättigten Spulen (Induktivitäten) beim Abfallen des Magnetfeldes der Veränderung des Induktionswertes zugrundeliegen di/dt, Zündspulen-Effekt). Die Gegeninduktion kann von keiner Regelung abgefangen werden.

Bleibt aber der Stromkreis geschlossen, bis das Ladegerät abgeschaltet wird, nimmt die Batterie, die durch die weiter geforderte Ladeleistung viel kleiner auftretende Ueberspannung über ihrem Innenwiderstand auf und es entsteht ein sehr geringfügig überhöhter Ladestrom, der keine wesentliche Ueberspannung zur Folge hat.

 

Fazit:

Wird das Batterieladegerät vorschriftsgemäss erst nach sauberem Anklemmen der Pole bzw. vor dem Abklemmen der Pole ein- oder ausgeschaltet, entstehen keine Ueberspannungsspitzen, die durch ihren hohen Spannungswert Halbleiter-Sperrschichten in Dioden oder in der Bordelektronik durchschlagen oder vor-schwächen können.

ALSO WICHTIG 1: Batterieladegerät immer erst im angeklemmten Zustand der Batterie einschalten bzw. nach dem Laden zuerst ausschalten und dann Batterie abklemmen! Das gilt für Motorräder und Automobile gleichermassen.

WICHTIG 2: Wer mit einem billigen Akkulader lädt, darf unter keinen Umständen die Batterie laden, bevor das Bordnetz zweipolig abgeklemmt wurde. Nicht voll-elektronisch geregelte Akkuladegeräte sind ein Notbehelf, an sich ein Batterievergewaltigungssystem (Sulfatierung, schlechte Anpassung bei gealterter Batterie etc, etc.). Lassen Sie sich nicht von einer billligen eingebauten Sicherung bluffen. Die dient höchstens dem Gerät und bestenfalls noch der Brandverhinderung, nie aber der Verhinderung von zu hoher Ladespannung.

Diese billigen Ladegeräte müssen exakt auf die Batterieleistung abgestimmt sein, damit die Ladespannung einigermassen stimmt und die Batterie nicht sogleich geschädigt wird.

Gruss

mopi50

moin...moin

Lade,bzw.halte meine Batterie schon seit 5Jahren über die Bordsteckdose fit.

Keine Props.

am 3. Januar 2006 um 10:45

@tiefflieger 330

Ich habe ebenfalls an meiner BMW 1150 GS das CTECK XS 3600 an der Bordsteckdose hängen. Ich lasse es aber meist mehr als eine Woche auf Standby und aktiviere es dann wieder mal.

Was ich hier beitragen kann ist die Auskunft eines Freundes, der eine 1200 GS hat. Hier verhält es sich beim CTEK XS 3600 etwas anders als bei der 1150 GS (die Auskunft stammt von Wunderlich). Bei der 1200 GS muß beim anklemmen des CTEK Ladegerätes die Zündung eingeschaltet sein. Das CTEK fragt dann den Spannungszustand der Batterie ab und kommuniziert mit der Bordelektronik. Erst nach einer gewissen Zeit, (ca. 1-2 Minuten) sollte die Zündung abgeschaltet werden und das CTEK sollte einwandfrei funktionieren.

Vielleicht verhält es sich bei deiner BMW ähnlich. Bei meiner 1150 GS, ist die Bordelektronik nicht so ausgefeilt wie bei der neuen 1200 GS. Bei mir ist es angeblich einfacher.

Bisher hatte ich zumindest noch nie Probleme und kann mich meinem Vorgänger nur anschließen.

Gruss CUBO

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