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Fahrzeugkauf beim Vertragshändler ...

Hallo,

ich habe im August einen neuen BMW bei einem BMW-Vertragshändler bestellt.

Das Fahrzeug soll mir am 21.12.2020 (KW 52) im Autohaus des Händlers übergeben werden.

Laut dem Verkäufer kommt das Fahrzeug in der 51. KW im Autohaus an, eine Woche vorher (50. KW) soll im Autohaus bereits der Fahrzeugbrief / die Zulassungsbescheinigung Teil II vorliegen.

 

Geplante Vorgehensweise:

Sobald im Autohaus der Brief vorliegt, zahle ich per (Eil-)Überweisung, noch am selben Tage hole ich den Brief persönlich ab, kümmere mich dann selbst um die Zulassung und bringe dann die Kennzeichen zum Abholtermin mit.

 

Meine Fragen:

1. Ist es üblich, dass vom Hersteller (in meinem Fall BMW) der Fahrzeugbrief VOR Lieferung des Fahrzeuges an den Händler mit der Post versandt wird?

2. Es ist mir klar, dass bei Überweisung ein Restrisiko besteht (Insolvenz des Händlers). Mit dem Brief in der Hand dürfte das Fahrzeug aber im Falle der plötzlichen Insolvenz des Händlers nicht mehr zur Insolvenzmasse gehören, richtig?

3. Ich gehe davon aus, dass durch den Erhalt des Briefes nicht gleichzeitig die mängelfreie Übernahme des Fahrzeuges einhergeht.

Ich stelle mir vor, dass im Übergabetermin am 21.12.2020 ein Übergabeprotokoll gefertigt wird, in dem ich ggf. Mängel (z. B. Kratzer am Neuwagen) festschreiben würde, richtig?

 

Ich möchte keine Rechtsberatung, habe jedoch keine Erfahrungen beim Neuwagenkauf, daher bitte ich Euch um Mitteilung Eurer Erfahrungen im Bereich Zahlung und Übergabe/Übernahme eines Neuwagens.

 

Vielen Dank!

thopre

 

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7 Antworten

1. möglich schon, denn der physische Transport eines Autos ist schon aufwändiger.

2. Auf keinen Fall zahlen ohne Brief und sauberen Vertrag wo wie das Eigentum übergeht.

3. Auch das sollte im Vertrag geregelt sein, natürlich wird nur ein mangelfreies Auto abgenommen.

Sonst gleich stehen lassen

Hallo,

da ich kein Rechtsanwalt bin, handelt es sich anbei nur um meine persönliche Einschätzung...

Zu Frage 1:

Ja, das ist normal. Sobald das Fahrzeug eine FIN (Fahrzeugidentifikationsnummer) zugeteilt bekommen hat, kann der Hersteller auch schon die Zulassungsbescheinigung Teil II erstellen und dem Händler senden.

Zu Frage 2:

Da könnte ein gewisses Restrisiko bestehen, was allerdings aus meiner Sicht relativ gering sein dürfte.

Schau Dir diesen Bericht mal an:

https://www.autobild.de/.../ratgeber-autohaus-insolvenz-937229.html

Zu Frage 3:

Aus meiner Sicht sollte es sich hier um einen Werkvertrag handeln und das Werk erst durch die protokollierte Fahrzeugübergabe abgenommen werden. Anzahlung und Entgegennahme der Papiere (z.B. für Zulassungszwecke) sollten unschädlich sein.

Normal ist, es wird ein Übergabetermin vereinbart. An diesem Tage liegen alle Papiere mit Namen auf den Käufer vor und das Auto Wurde zuvor auf dem Namen des Käufers zugelassen. In der Regel muß zum Übergabezeitpunkt der

Geldeingang für das Auto und Zulassungsgebühren beim Verkäufer eingegangen sein.

Besser wäre, die Geldübergabe bar, mit Scheck oder Ähnliches (bankgedeckter Scheck) am Zeitpunkt der Übergabe des Autos zu vereinbaren. Viele Verkäufer dürfen aber kein Bargeld annehmen.

1. Je nach dem woher das Auto kommt ( BMW produziert z.B. teilweise in USA) kann allein der Transport mehrere Wochen dauern. Die Papiere sind in ein paar Tagen von München beim Händler.

2. Der Brief ist kein Eigentumsnachweis. Das steht da sogar drauf gedruckt . Üblich ist eine Teilzahlung mit Restzahlung bei Abholung sprich Schlüsselübergabe.

3. Bei Neuwagen ist ein derartiges Protokoll unüblich da ja eben nix vorliegt bzw. nix vorliegen sollte . Entdeckst du später Kratzer oder andere Mängel gilt die Gewährleistung. Als Privatperson mußt du nicht unverzüglich Mängel anzeigen. Bei gewerblichen Käufern ist das was Anderes. Da unterscheidet der Gesetzgeber ganz bewußt.

1. Mit der Post verschickt braucht ein Brief im Schnitt einen Tag von München bis zum Händler irgendwo in Deutschland. Bei unserem Skoda kam jedoch erst das Auto, dann der Brief beim Händler an.

2. Das Eigentum geht nicht durch Erhalt des Briefs oder Zulassung über, sondern durch Einigung, dass das Eigentum übergehen soll, und Übergabe des Fahrzeugs.

3. Je nach Händler kann der sich bei einem Kratzer aber anstellen. Wenn du also was finden solltest, sofort reklamieren.

Irgendwie muss man den Eigentumsübergang ja bewerkstelligen und das passiert in der Regel Zug um Zug ...Alternativ bezahl in Bar.

Moin,

Zu 1.: habe ich keine Erfahrung mit

2.: Bereits mehrfach hier geschrieben. Das Eigentum erwirbst du erst durch Übergabe, nicht durch den Brief. Die Vorabzahlung ist insofern ein gewisses Risiko, muss man selber entscheiden ob man sich drauf einlässt.

3.: ist durch 2. dein Vorteil. Du hast ein mängelfreies Fahrzeug gekauft/bestellt (wir reden doch über einen Neuwagen oder?). Stellst du optische Mängel fest, ansprechen. Können sie nicht vor Ort beseitigt werden würde ich (nur) dann auf schriftliche Fixierung bestehen. Nachträglich Kratzer zu reklamieren kann klappen (bei uns hat das funktioniert), muss aber nicht. Wird vom Händler abhängen, wieviel Stress daraus entsteht oder entstehen kann.

Lösungsmöglichkeiten zu 2.: zuerst in den Kaufvertrag schauen, welche Zahlungsmethoden möglich sind. U.U. Hast du dort schon die Vorabüberweisung unterschrieben und akzeptiert. Besser wäre gewesen, dass vor Kaufvertragsunterzeichnung zu klären. Zeitlich kannst du das Risiko ggf. verringern, wenn du die Zulassung durch den Händler erledigen lässt. Kostet etwas, aber dafür reicht vermutlich die Bezahlung bis zur Abholung und nicht schon als Voraussetzung für den Brieferhalt.

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