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Eure Meinung zum Dacia "Logan" 5000€-auto?
können wir uns das eigentlich noch vorstellen - ein auto für 5000€? ein auto, das gerade mal den mindestanforderungen entspricht? ein auto, dessen prestige im puren selbstzweck besteht?
und können wir es uns eigentlich angesichts ressourcenknappheit und umweltverschmutzung überhaupt erlauben, dem rest der menschheit mobilität zu ermöglichen?
Zitat:
DACIA LOGAN
5000-Euro-Auto geht an den Start
Das Projekt galt als unrealistisch. Ein komplettes Familienauto zum Preis von 5000 Euro? Unmöglich. Doch nun ist der Wagen fertig, und Renault-Chef Louis Schweitzer sagt stolz: "Der Logan ist der Beweis, dass wir die Herausforderung gemeistert haben."
Die meisten Autohersteller blicken nach China und sondieren ihre Chancen in Indien. Louis Schweitzer dagegen, der Chef des französischen Herstellers Renault, hat den näheren Osten im Visier. Vor fünf Jahren rief er das Projekt X90 ins Leben mit dem Ziel, ein Auto für Schwellenländer zu entwickeln, das nicht mehr als 5000 Euro kosten sollte. Kurz darauf kaufte Schweitzer für 50 Millionen Euro die rumänische Automarke Dacia. Die Strategie nahm Gestalt an: Der neue Wagen sollte in Rumänien gefertigt werden.
Ein zeitgemäßes Auto für 5000 Euro - viele Experten hielten dieses Entwicklungsziel für unerreichbar. Sie haben sich geirrt. Denn der Logan ist fertig, die Produktion wird im Herbst im rumänischen Werk Pitesti anlaufen. Der Viertürer sieht nicht besonders aufregend oder elegant aus, aber er wirkt doch modern und solide designt. Die Basis des Fahrzeugs ist die so genannte B-Plattform des Konzerns, auf der auch der Nissan Micra und der künftige Renault Modus aufbauen. Zwei Airbags sind Standard, die EU-Umweltstandards werden erfüllt. Als Motoren bietet Renault altbekannte Benziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum an, die beide die Euro-4-Abgasnorm erfüllen. An weiteren Karosserieformen wie etwa einen Kombi oder ein Pick-up-Modell wird bereits gearbeitet.
Erst mal aber muss sich der fünfsitzige Logan bewähren. Skeptiker bezweifeln, ob die Renault-Rechnung aufgeht. Ihr Einwand: Die Menschen in Osteuropa, im Mittleren Osten, in Afrika oder Lateinamerika würden lieber einen alten Gebrauchtwagen einer klangvollen Marke fahren als ein neues Lightmodell. Marketing-Fachleute von Renault bestreiten das. Es gebe in zahlreichen Ländern einen großen Bedarf an soliden und erschwinglichen Familienautos.
Entsprechend ehrgeizig sind die Planungen. Bis 2010 will Renault pro Jahr 700.000 Fahrzeuge des X90-Programms verkaufen - also den Logan und seine Karosserie-Derivate. Ob das Auto mit Dacia- oder Renault-Logo vertrieben wird, hängt vom jeweiligen Markt ab. In Rumänien, Polen, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Tschechien, der Slowakei, Bosnien, Bulgarien, Moldawien, der Türkei, Nordafrika und dem Mittleren Osten fährt der Logan als Dacia vor. In Russland hingegen wird das Auto als Renault vermarktet, um dort die Marke einzuführen und bekannter zu machen.
Der Logan wird nicht nur im Dacia-Stammwerk in Rumänien, sondern später auch bei Somaca in Marokko, in Fabriken in Moskau, im kolumbianischen Medellin und in einem Werk in Iran produziert. Renault glaubt, mit dem Logan in eine Marktlücke zu fahren, denn ähnlich billige Fahrzeuge wie der Fiat Panda oder der Daewoo Matiz bieten deutlich weniger Platz, ähnlich geräumige Modelle wie der Daewoo Kalos, der Hyundai Getz oder der Skoda Fabia sind deutlich teurer.
Bild: RENAULT/DACIA - Logan
quelle: SPIEGEL online
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325 Antworten
Ich kann nur wiederholen: Es gibt Leute, die sich einen Nissan Micra *würg* oder einen Daewoo Matiz *haarerauf, schluchz* als NEUWAGEN kaufen. Gibt's denn dafür eine logische Erklärung? Warum sollten solche Leute sich gegen einen günstigeren Kompakten sträuben???
@bruno, zum ABS:
Ich fahre Jahr für Jahr 30-40tausend Kilometer auf Trabant, der hat nicht mal einen Bremskraftverstärker. Ich hatte noch NIE auch nur eine einzige brenzlige Situation (ich war aber auch NIE 20 km zu schnell in irgendeiner Situation ...)
Sicherheit findet im Kopf statt!
Gruß, Benni
Zitat:
Original geschrieben von barkas
Sicherheit findet im Kopf statt!
Ja, genauso ist es.
Nur wird dieser Grundsatz in den Fahrschulen meiner Meinung nach nicht eindringlich genug vermittelt. Stattdessen wird uns von der Werbung sugeriert, daß mit den vielen elektronischen Helferlein scheinbau nichts mehr passieren kann...:(
Zitat:
Original geschrieben von barkas
Ich fahre Jahr für Jahr 30-40tausend Kilometer auf Trabant, der hat nicht mal einen Bremskraftverstärker. Ich hatte noch NIE auch nur eine einzige brenzlige Situation (ich war aber auch NIE 20 km zu schnell in irgendeiner Situation ...)
Gruß, Benni
LOL wie denn auch,deine Pappkiste läuft ja nur 100,viel einen Tic mehr,wenn Du guten Rückenwind hast!!:D ;)
Moment, ich kann auch ohne - nur wenn ich die Möglichkeit habe, mit ABS etc. zu fahren, warum sollte ich nicht? Ihr lehnt es doch sicher auch nicht kategorisch ab, oder?
@barkas: ist mit nem Trabant denn 20 km/h zuviel denn irgendwo möglich? *JK*
Versteh mich nicht falsch, ich war nicht 20 ZU SCHNELL, ich bin 40 gefahren innerorts. Nur nachdem ich nach 20 Kilometern fast zu Hause war, habe ich nicht mit einer wirklich spiegelglatten Eisschicht gerechnet...
Zitat:
deine Pappkiste läuft ja nur 100
die "pappkiste" ist imho das kultauto schlechthin und ich bewundere jeden, der so ein auto ueberhaupt noch zum alltagsauto zu haben wagt. dann auch noch eine so hohe kilometerleistung... - respekt!
mein volvo ohne overdrive læuft zwar 150, aber ab 120 ist der ølverbrauch zu hoch. das macht zwar nicht unbedingt einen entspannteren fahrer, aber man kommt damit aus. sehr gut sogar... :)
in der fahrschule wurde mir beigebracht, immer 10km/h ueber der erlaubten geschwindigkeit zu fahren, um kein verkehrshindernis zu sein. ausserdem kræftiges beschleunigen zum spritsparen - und vor allem: vorausschauend fahren! dafuer bin ich unheimlich dankbar. und wæhrend ich meine waltraud bei -30 grad mit 6 litern auf 100 km verbrauch bewege, gibt es dummdødel, die ueber 18 liter verbrauch meckern. ich weiss gar nicht, wie die das schaffen, bin mal auf 15 liter gekommen, aber bei der fahrt stand ich fast permanent vor petrus' tuer und das werde ich sicher nicht nochmal machen... :o
lieb gruss
oli
edit: hatten wir nicht schon længst festgestellt, dass abs im westen dabei ist!?
Zitat:
Original geschrieben von oli
hatten wir nicht schon længst festgestellt, dass abs im westen dabei ist!?
Ja, aber es wäre IMHO nicht unbedingt notwendig...;)
Ob 80 oder 100 km/h (nein, mehr als 90 fahre ich nicht, weil Kurbelwellen nicht gerade zu den billigsten und häufigsten Ersatzteilen gehören ;)) ... Trommelbremsen, 26 PS und Blattfedern erziehen von alleine zu besonnener Fahrweise ;)
Die Fahrleistung verteilt sich auf 2 Trabanten, ist also gar nicht so wild.
@Bruno: tut mir leid, ich hatte das wirklich so verstanden, dass Du da 20 über dem Limit warst. Sorry, Mißverständnis, für Glatteis kann natürlich niemand was.
Wie jetzt,Du hast echt noch nen Echten Trabbi Motor drin??
Na wenn schon Trabant,und Du willst den behalten,dann hätt ich da aber den Polo Motor eingebaut,so wie der,der die ersten Jahre nach der Wende eingepflanzt wurde......
das ist doch dann kein trabbi mehr... *kopfschuettel*
lieb gruss
oli
Weisst Du Eigentlich was das für eine Stinkbombe ist,Oli?;)
Zitat:
Original geschrieben von oli
das ist doch dann kein trabbi mehr... *kopfschuettel*
Das sehe ich genauso.
Automobiles Kulturgut sollte man nicht mit "neumodischem" Schnickschnack verhunzen...;)
Ok ok,Ihr habt ja Recht,ich bin ein Kulturbanause!!;)
Zitat:
Original geschrieben von Jan 72
Wie jetzt,Du hast echt noch nen Echten Trabbi Motor drin??
Na wenn schon Trabant,und Du willst den behalten,dann hätt ich da aber den Polo Motor eingebaut,so wie der,der die ersten Jahre nach der Wende eingepflanzt wurde......
Zusammen mit dem Motor wurden 70% aller tragenden Karosserieteile geändert, im Bereich vor den A-Säulen sogar 100%, und eigentlich wollte ich nicht die halbe Karosse dafür umschweißen. Außerdem ist gleichzeitig die Vorderachse von Querlenkern mit Blattfeder auf McPhersons umgebaut worden, die hintere auf Schraubenfedern; hinzu kommt noch das andere Getriebe samt neuem "Kardan"tunnel in den Innenraum, weil der Viertakter Knüppel- statt Revolverschaltung hat. Neue Heizungsanlage, neues Armaturenbrett und sonstige Änderungen mal ganz außen vor. Statt "Umbau" wäre das ein halber "Neubau" ;)
Der Zweitaktmotor hat für mich auch handfeste Vorteile:
einfach aufgebaut, ohne Spezialwerkzeug bis zur Kurbelwelle zerlegbar, kann notfalls alleine innerhalb einer Stunde ausgebaut werden, springt im Winter immer als erster an, verbraucht 1-1,5 Liter weniger als der Viertakter, robust, "Bauernmotor", Freilauf im 4. Gang, sorgt an der Tanstelle/auf Rastplätzen in der Ferienzeit eindeutig für mehr Gesprächsstoff :)
Nachteile:
Sprit ist teurer (4 cent pro Liter Benzin extra kostet der Ölzusatz), Haltbarkeit schwankt zwischen 30 und 90 tkm, einstellungstechnisch eine Mimose, will behutsam warm- und kaltgefahren werden, wartungsintensiv. Kein Kat, daher 153 Euro Steuern für 600 Kubik (aber nur 90 Euro Versicherung im Jahr ;))
Am schwersten wiegt aber das Gefühl. Dieser unruhige Leerlauf, dieses Knattern, Blubbern und Schieberuckeln, die Vibrationen und die unbeschreibliche Klangkulisse, der einzigartige Geruch - der Wagen hat mich immer treu nach Hause gebracht, und wenn es sein muß, bringt er mich genauso zuverlässig bis ans Ende der Welt. :)
Das einzige Auto, das ich hatte, bei dem das Gefühl in etwa ähnlich war, war ein VW Käfer.
Benni
UI,der war komplett anders,der letzte Trabbi mit VW Motor??
davon möchte ich gerne mal Bilder sehen.