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Es kotzt mich an !!!

Themenstarteram 9. Juni 2005 um 17:46

Hallo Golfer ,

tja, heute war der Spritpreis in Deutschland auf Rekordhöhe, allerdings ist der Rohölpreis weit vom Rekordniveau entfernt. Wenn die spekulanten den Ölpreis wieder auf rekordhöhe getrieben haben können wir uns hier warm anziehen.

Zu allem Übel kaufen die Amis verstärkt in Europa Öl auf , um ihren Rekordbedarf zu decken, schließlich müßen die Pick-Ups mit 20/l 100Km laufen, laufen und laufen.....

Liebe amerikanischen Freunde kauft uns weiter den Markt trocken , damit euere Pferde weiter saufen, der Dank aller deutschen Autofahrer ist Euch gewiß.

In diesem sinne

Der Beitrag passt allerdings auch in jedem anderem Automobilforum.

177 Antworten
am 12. Juni 2005 um 17:44

naja, also amerikanische verhältnisse will ich nicht haben. ist natürlich praktisch wenn man einen "bimbo" hat, der einem die einkäufe einpackt oder das auto tankt - der arme muss dann aber 3 solcher jobs machen um leben zu können. das sollte nicht unser ziel sein

Zitat:

Original geschrieben von Bucklew2

das sollte nicht unser ziel sein

Ich wollte auch in keinster Weise andeuten, daß amerikanische Verhältnisse erstrebenswert sind. Aber die Sache mit der Steuererhebung, auch wenn der Bürger irgendwo im Ausland lebt, ist doch OK.

am 12. Juni 2005 um 18:07

Zitat:

Ja. Rumänien z. B. Oder auch das Lohnniveau von Polen ist hochinteressant

wenn das hier so weitergeht haben die D-Land Lohn- und Gehaltsmäßig in 5-10 Jahren überholt. Zumindest wenn hier die 1 Euro Jobs mode werden und die Firmen (und wenns nur durch Konkurrenzdruck bedingt) darauf im großen Stil umsteigen.

 

Zitat:

Mehrwertsteuersatz wie in Österreich? Lohnsteuersätze wie in Dänemark?

Ne Mwst wie z.b. in Japan oder Einkommenssteuer wie im Amiland (warum neigst du eigentlich immer zu extremsten Osssi??)

Zitat:

Nö. Von meinem Studium ist da wirklich nicht viel mehr über

nicht mehr so wirklich viel. Hat sich viel geändert seit den 68'igern. Am besten mal nen Auffrischungskurs besuchen :D

Gruß Zonkdsl

Zitat:

Original geschrieben von Bucklew2

...muss dann aber 3 solcher jobs machen um leben zu können. das sollte nicht unser ziel sein...

Wo liegt das Problem? Lieber drei Jobs haben und ordentlich leben als arbeitslos in der sozialen Hängematte liegen...

am 12. Juni 2005 um 21:55

ordentlich leben bedeutet für diese leute gerade über die runden zu kommen. kannst ja gern mal ausrechnen wie lange du für dein gehalt mit so einem "job" arbeiten müsstest (verdient ca. 1-2$ pro stunde - mindestlohn gibts da nicht)

Zitat:

Original geschrieben von Zonkdsl

 

wenn das hier so weitergeht haben die D-Land Lohn- und Gehaltsmäßig in 5-10 Jahren überholt.

Dann werden wir halt Billiglohnland. Kann unseren Neoliberalen Besserverdienern doch nur recht sein.

Zitat:

Zumindest wenn hier die 1 Euro Jobs mode werden und die Firmen (und wenns nur durch Konkurrenzdruck bedingt) darauf im großen Stil umsteigen.

Die steigen auch ohne Konkurrenzdruck drauf ein. Wenn wir hier erstmal Verhältnisse wie in Indien haben, hat sich der Traum vieler neoliberaler Besserverdiener doch erfüllt.

Zitat:

Ne Mwst wie z.b. in Japan oder Einkommenssteuer wie im Amiland

Beides Länder mit traumhaften Verhältnissen. Komisch, daß die Japaner so garnicht mehr unser Vorbild sind. Kaizen und purer Kapitalismus scheint wohl doch nicht so wirklich zu funktionieren.

Zitat:

(warum neigst du eigentlich immer zu extremsten Osssi??)

Erhöht die Aufmerksamkeit den gemeinen Volkes.

Zitat:

nicht mehr so wirklich viel. Hat sich viel geändert seit den 68'igern.

Och, da habe ich noch garnicht existiert.

Zitat:

Am besten mal nen Auffrischungskurs besuchen :D

Da bräuchte ich ja nur täglich Bild zu lesen. Die neoliberale Verblödungsmaschine hält ja nun seit 1982 an. Und der Kanzler davor hatte ja auch schon Probleme, zu begründen, warum er in der SPD war. O-Ton Helmut Schmidt: "Das Grundübel in Deutschland ist die soziale Überversorgung". Der Witz an der Sache ist: schon damals hatte man damit nicht die Gehälter von Spitzenmanagern oder die Diäten von Politikern gemeint. Das ist leistungsgerechte Bezahlung und keine Überversorgung.

Ist aber immer wieder interessant :D. Wer A sagt, muß das auch mit -limente abschließen und sollte sich nicht immer darüber aufregen, immer wieder von einer anderen Gruppe gemolken zu werden. Wer den Neoliberalen einen bläst, kann schließlich auf's Sozialsystem pfeifen.

Zitat:

Original geschrieben von Bucklew2

mindestlohn gibts da nicht)

Noch die Sache mit den Apothekern in Erinnerung? Bei uns gibt es auch nur Mindestlöhne für eine Gruppe gutverdienender Selbständiger :D.

am 13. Juni 2005 um 8:42

Wir werden amerikanische Verhältnisse bekommen, die Globalisierung macht es möglich !

Auch leben die Deutschen nicht auf einer heiligen Insel auf Europa, die Löhne werden sich den Ostdeutschen annähern !

Oder macht es Sinn das der Jetta in Brasilien hergestellt wird und nicht hier ?

Lieber einen Skoda als einen Jetta aus Brasilien !

Zitat:

Original geschrieben von Keynes

Wir werden amerikanische Verhältnisse bekommen, die Globalisierung macht es möglich !

Glaube ich nicht dran. Man hat schon diversen Trends nachgeeifert. Die Tendenz ist letztlich zwar immer gleich geblieben (sonst würde die kapitalistische Grundordnung ja auch garnicht funktionieren), aber irgendwann wird der Begriff 'Globalisierung' in der Versenkung verschwinden, wenn die Kapitalseite sieht, daß in vielen Ländern nichts mehr zu holen ist, was man noch melken kann.

Früher waren mal die Japaner unsere großen Vorbilder. Heute jappsen die aus dem letzten Loch. Und der schöne 'Neue Markt' ist auch in sich zusammen gebrochen. Finanziell haben aber fast immer die unteren Schichten bei den Experimenten der Neoliberalen verloren.

Zitat:

Auch leben die Deutschen nicht auf einer heiligen Insel auf Europa, die Löhne werden sich den Ostdeutschen annähern !

Vielleicht geschieht ja eines Tages an Ost- und Nordsee Ähnliches wie neulich in Portugal.

Zitat:

Oder macht es Sinn das der Jetta in Brasilien hergestellt wird und nicht hier ?

Im Grunde genommen schon, denn bei uns geht diese Golfvariante ja eh nicht.

am 13. Juni 2005 um 9:53

ich glaube weniger, dass sich unsere löhne an den osten anpassen - ich glaube es ist eher andersherum

gibt genug beispiele, z.b. taiwan (inzwischen so teuer, dass in china gefertigt wird)

Zitat:

Original geschrieben von Keynes

Wir werden amerikanische Verhältnisse bekommen, die Globalisierung macht es möglich !

Auch leben die Deutschen nicht auf einer heiligen Insel auf Europa, die Löhne werden sich den Ostdeutschen annähern !

Oder macht es Sinn das der Jetta in Brasilien hergestellt wird und nicht hier ?

Lieber einen Skoda als einen Jetta aus Brasilien !

und wo wird dein skoda gefertigt, du Genie? Mitten in Deutschland, oder?

es ist egal, zu welchem thema du schreibst, es kommt immer nur scheisse raus. "Die löhne werden sich an ein niedrigeres Lohnniveau anpassen,....." so ein schwachsinn......

Themenstarteram 17. Juni 2005 um 11:27

Mahlzeit,

Anschnallen Leute , denn der Ölpreis explodiert im Moment regelrecht, obwohl J.W. Bush nicht den Iran bombardiert.

Das bedeutet, 1,15 € für Diesel liegen in Reichweite.

In Amiland ist die Sorge um steigende Spritpreise schon so groß , dass der größte Präsident aller Zeiten angekündigt hat, man müsse jetzt in den natuschutzgebieten nach Öl bohren, im übrigen müssen die Amis auf Grund "Driving Season" in den USA jetzt verstärkt in Euroland Öl kaufen.

Tja die spinnen die Amis kann man da nur sagen

In diesem Sinne

am 17. Juni 2005 um 11:53

..was einige hier von sich geben, neoliberal, tss.tss.tss.

ungeachtet der missstände mit gehältern von einigen managern, die natürlich völlig überzogen ist, lohnt sich die leistung im mittelstand fast nicht mehr.

hallo, unser land IST nach wie vor sozial überversorgt in vielen bereichen, völlig überreglementiert und erstarrt im jammern. die gewinne der großkonzerne werden fast nur noch im ausland erwirtschaftet (z-b. siemens). komischerweise hatte england 1975 die hälfte unseres BIP, heute liegen sie weit vor uns. und das hat nicht nur mit der einheit zu tun.

meine schwägerin arbeitet in einer personalvermittlung. was da abgeht, bock auf arbeit haben da die wenigsten, der staat zahlt ja nach wie vor. mir tut es dann nur leid um die jungen, die wirklich nichts bekommen, obwohl sie wollen. aber aufgrund der millionen von regelungen stellen mittelständler halt auch bei bdearf keinen ein, weil sie den niemehr wegbekommen.

bsp dafür, dass es uns viel zu gut geht: ruf einer bitte JETZT mal in einem beliebigen größeren unternehmen oder - noch besser - einer behörde an. da werdet ihr kaum noch einen erreichen. jeder der jetzt schon im feierabend ist, dem kann es nicht so schlecht gehen.

richtig ist aber, dass ein niedriglohn quatsch ist. auf diesen wettberb können und dürgen wir uns nicht einlassen. hochtechnolgie und bildung sind wichtig. produktion von massengütern in d ist unsinn, die kosten zu hoch.

aber egal, alles OT.

gruß shodan (und freut euch an euren NEUEN autos, wer sich einen gv leisten kann, dem gehts net so schlecht)

ich befürchte auch das 1.15 drin sind, bei uns kostet der diesel im moment 1.11 und mein Tank ist nur noch viertel voll, das heißt es wird bald wieder ein teures vergnügen an der tankstelle.

Ich glaube nicht das sich das die leute noch lange so gefallen lassen, wer kann sich bei solchen Preisen noch das Auto fahren leisten, wenn mir meine Eltern/Oma etc. nicht ständig was zuschießen würden müsste ich wohl das eine oder andere mal auf meinen Golf verzichten.

am 17. Juni 2005 um 12:45

Zitat:

Wo liegt das Problem? Lieber drei Jobs haben und ordentlich leben als arbeitslos in der sozialen Hängematte liegen...

Ehrlich gesagt ein Aussage, die an Zynismus wohl kaum übertroffen werden kann und ich gebe zu, mich ziemlich ärgerlich macht. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber warum man sich gerade diejenigen heraussuchen muß, die mittlerweile über mehr als eine Dekade (siehe Armut- und Reichtumsbericht, "In einem reichen Land - Zeugnisse alltäglichen Leidens an der Gesellschaft" von Günter Grass, oder von Barbara Ehrenreich: "Working Poor" u.u.u) die Leidtragenden einer Politik sind, die Einschneidungen in das soziale Netz als naturgesetzliche Notwendigkeit propagiert und verkauft, ist mir schleierhaft. In diese Sparte dürfte wohl auch der damalige Medienrummel mit dem Florida-Rolf Skandalon gesehen werden. Es war ja schon interessant, wie wenig es bedurfte, um den Mob gegen diese Gruppe aufzuhetzen, die gesamtwirtschaftlich gesehen, also auf der Kostenseite, ja nur eine marginale Rolle spielte und wie schnell die Politk mit einer Gesetzesinitiative bzw. -änderung darauf reagierte. Ehrlich gesagt wünschte man diese Agilität gerne auch in anderen (bedeutenderen) Bereichen. Das soziale Netz, dass du so nochalance, implizit als überflüssig empfindest, schützt im übrigen im Ernstfall auch dich, auch wenn sie immer grobmaschiger wird. Wenn man mal einige Biographien durchliest (oder aus persönlichen Beziehungen konfrontiert wird) wird man schnell feststellen, dass man sich diese soziale Hängematte, sich gerne so lange wie nur möglich vom Halse hält. Aber nun gut.

Vielleicht noch zum Schluß etwas Grundsätzliches. Verteilungsfragen sind Machtfragen und Macht, Einfluss, Entscheidungsbefugnisse, -kompetenz sind wohl kaum in den unteren Schichten zu verorten. Hält man sich diese Prämise in Hinterhand, fällt es machmal leichter die Dinge klarer zu sehen.