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Es ist mal wieder soweit - günstiger, guter Lackierer gesucht

Mercedes E-Klasse W210
Themenstarteram 2. September 2013 um 13:41

Hi Leute,

wie jedes Jahr bevor der Winter mit seinem Streusalz wieder zuschlägt, möchte ich an meinem Dicken die eine oder andere Roststelle ausbessern. Meine Frau hat kürzlich vorne an der Haube zwischen den Scheinwerfern und am vorderen Kotflügel erste Bläschen entdeckt. Da muß ich ran.

Ich kann und will mir das nicht mehr länger zu Hamburger Preise leisten, aber rumfahren wie ne Rostbeule möchte ich unserem Dicken auch noch möglichst lange ersparen. Also falls jemand einen guten Lackierer kennt, möglichst im Norden oder sogar im Raum Hamburg, der sowas zu fairen Preisen erledigt, evtl. sogar den 210er gut kennt, dann würde ich mich über eine Info sehr freuen, ggfs. auch per PN.

Danke und Grüße Dirk

Beste Antwort im Thema

Lieber Walter , das ist ein guter Tipp , der mir dennoch gewisse Bauchschmerzen macht . Ich finde , wir müssen als Gesellschaft aus dieser elenden "Geiz ist geil" und Schnäppchenjäger - Mentalität herausfinden , sonst fallen wir alle am Ende nur den chinesischen Schnäppchenjägern zum Opfer ! (Und zwar in einem umfassenden Sinne !:eek: ) Insofern denke ich , das wir uns wechselseitig ein auskömmliches Einkommen wieder gönnen müssen (auch mit auskömmlichen

Mindestlöhnen und ohne Aufstockerei - ein gesellschaftlicher Skandal !) Dazu zählt auch , Klein betrieben aller Art (von

Tante Emma - Läden bis hin zu kleinen Lackierern als aktuelles Beispiel ) nicht noch zusätzlich das Messer an die Kehle zu setzen , sondern sie zu unterstützen ... Damit wir nicht bald selbst auf dem Grabbeltisch der Globalisierung liegen. ...Nur mal so als kleine Anregung...:)

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Themenstarteram 6. September 2013 um 19:53

Hi ES,

Du bringst es 100% auf den Punkt. Eine bessere Zusammenfassung habe ich dazu nie gelesen. Die Psyche des 210-Fahrers haargenau analysiert. Daumen hoch.

Ich denke, das drucke ich mir aus und nehme es mit zu meinem Therapeuten. *lol*

Zitat:

Die Lösung ist nicht ein anderes Auto (scho gar kein 211er..). Die Lösung ist, seine Ansprüche wieder auf ein erträgliches Niveau zu korrigieren!

 

(Was Dirk ja getan hat).

Ich gründe bald ne Selbsthilfegruppe für MB-Fahrer mit Rost-Psychose.

"Hallo, ich heiße Dirk, und ich entroste zuviel. "

"Hallo, Dirk, setz Dich, nimm Dir nen Keks."

:-)

Ne, ganz so schlimm ist es zum Glück noch nicht.

Grüße Dirk

Zitat:

Original geschrieben von El Sibiriu

Die Lösung ist nicht ein anderes Auto (scho gar kein 211er..). Die Lösung ist, seine Ansprüche wieder auf ein erträgliches Niveau zu korrigieren! ;)

Ein 211? :eek: Wie könnte denn ein Kleinwagen jemals den 210 ersetzen? :D:D:D

(konnt ich mir jetzt nicht verkneifen)

Nein, im Ernst, also ich sehe das irgendwie anders. Ich möchte meine Ansprüche eigentlich nicht zurückschrauben müssen (wer will das schon?). Wollte ich von Anfang an nicht und habe irgendwie schon immer ein Faible für angehende Mercedes-Klassiker im möglichst schönen Zustand.

Meiner Meinung nach ist ein 210 mit guter, weitestgehend rostfreier Substanz und in gutem Pflegezustand erworben, eigentlich ziemlich leicht auf sehr schönem Niveau zu halten.

Leider ergibt sich zwischen den einzelnen Exemplaren eine ziemliche Streuung bei der einzigen echten Schwachstelle vom 210, beim Rost.

Schnellroster wie die beiden von A-D, oder schon an bestimmten Stellen befallene Wagen wie der von Dirk machen die Angelegenheit gleich wesentlich teurer, ohne Frage. Der Frust und die Verärgerung über ein solch einfach zu verhinderndes Relikt aus den 60ern (Karosserierost!) ist nachvollziehbar.

Dennoch bin ich nicht der Ansicht, dass sich sämtliche Fahrzeuge mit gutem "Tauchbad-Glücksfaktor" (mit Dank an ES) der Baureihe 210 zwangsweise und in küzester Zeit von selbst auflösen werden. Warum sollten sie auch?

Ein Grossteil der Wagen ist in gutem Zustand. Wenn was kommt, ja mei, dann lässt man es eben entfernen. Kein Drama, darf bei einem in meinem Fall 14 Jahre alten Auto mal passieren. Angst davor, dass der Wagen sich noch in diesem Alter noch in einen Schnellroster verwandeln könnte? Habe ich ganz sicher nicht.

Zitat:

Original geschrieben von Austro-Diesel

Irgendwann werdet ihr mich auch verstehen.

Tun wir durchaus, lieber A-D!

Allerdings mag sich der Glaube daran, dass jedem 210er das Deinen Exemplaren Widerfahrene unausweichlich bevorsteht, nicht wirklich einstellen.

Zahlreiche 210er nicht nur hier im Forum zeigen ja mehr als deutlich, dass der schnelle Rosttod nicht zwangsweise das Schicksal jedes 210 ist, sondern dass in den meisten Fällen mit rechtzeitigen Gegenmassnahmen durchaus der Rostteufel besiegt werden kann.

Von daher nehme ich für meinen Teil Deine Warnungen durchaus an, erlaube mir allerdings, sie leicht relativierend als Nicht-Normalfall wahrzunehmen ;)

Bisher erstaunlich rostfreie Grüsse,

timmi

Neues von meiner Rostfront : Hatte 3 Roststellen identifiziert und den Dicken zum Strafgericht bei meinem Lackierer vorgestellt :

1. Kleine Bläschen angrenzend an's Heckklappenschloss : War zwar eine typische Stelle , sah auch genauso aus , war aber -tri,tra trullala- gar kein Rost ! Der Lack hatte zwar typische Bläschen aufgeworfen , wenn man sie vorsichtig mit einem kleinen Schraubenzieher angestochen hat , war darunter die glatte , rostfreie Grundierung !:) Bischen erneut überlackiert - das war's ! :)

2.Am unteren Ende des vorderen li Radlaufes fand ich eine doppelt fingernagelgroße Rostbeule vor ca . 5 Wochen . Keine äußere Beschädigung des intakten Lackes , ich hatte den Wagen ein paar Wochen wegen des anhaltend schlechten Wetters nicht gewaschen, anschließend war die Rostbeule da ! Sofort vorgestellt ,war aber schon skeptisch , ob das nicht schon durch war . Habe dann leider erst einen Termin nach weiteren 5 Wo bekommen , da mein Lackierer immer ziemlich ausgebucht ist . Tja , nach dieser Zeit war der Kotflügel durch - behalte ihn noch über den Winter , dann wird er im Frühjahr ersetzt .

3. Am Unterboden über dem Handbremsseil fand ich eine ca. 3 cm große Roststelle . Handbremsseil ausgehängt , Hardyscheibe abgebaut , alles blankgeschliffen , mit einer speziell angerührten Rostschutzgrundierung gestrichen und frischkonserviert - eine Kleinigkeit . Alles andere ist nach wie vor rostfrei .

Kleine Story am Rande : Vor ca. 10 Jahren sagte ein Mercedes - Meister über meinen Motor :" Der läuft noch , wenn sie durch die Karosserie schon aufrecht quer hindurchgehen können !"

Hallo !?:rolleyes::eek::cool::mad: "Herr , dunkel ist der Rede Sinn !" (F.Schiller) dachte ich , da ich damals vom Rostproblem

der Baureihe keine Ahnung hatte . Später , nachdem Daimler einige Rostteile ausgetauscht oder zu meiner vollen Zufriedenheit repariert hatte , dachte ich : Nicht mit mir ! Durch mein Auto geht niemand quer hindurch ! So war und ist es denn auch - 10 Jahre später würde der gute Mercedesmeister bei diesem Versuch übel traumatisiert werden -:):D:cool:

Aber immerhin - seine Motorenprognose klingt nach wie vor ermutigend !:):D;)

Zitat:

Original geschrieben von El Sibiriu

Das Problem ist nicht -- war nie -- Dich zu verstehen. ... Das Problem ist, dass sich heute fast jeder beim Kauf eines 210ers denkt: "Ah jo, den fahr ich ein paar Jahre, dann kommt er weg". ... Nach den ersten paar Tagen verknallt man sich dann so tierisch in das Auto, dass man denkt: "Ich will nie wieder ein anderes Auto fahren!" ... und dann geht's los mitm Investieren. Und in gleichem Maße, wie die Ausgaben steigen, steigen die Ansprüche.

Die Lösung ist, seine Ansprüche wieder auf ein erträgliches Niveau zu korrigieren! ;)

Ja, genau so ist das, gut beobachtet, ES! Anfangs überschäumende Freude, dann ein leichter "Depscher" in die Euphorie, schließlich wird saniert auf Teufel komm raus und zuletzt landet man nach großen emotionalen und finanziellen Aufwändungen genau dort, wo man anfangs bleiben wollte: Den Wagen ein paar Jahr fahren, dann kommt er weg.

Chronisch gutgelaunte Beiträge von durchaus finanzkräftigen Besitzern wie jene von DSD, geschickten Selbermachern wie A-B und jung-begeisterter Kurzzeitbesitzern verzerren natürlich das Bild für Leute, die diese Optionen (Geld, Können) nicht haben, wodurch diese allzuleicht einen "korrekturbedürftigen" Eindruck der Materie bekommen.

Ob man unter dem Strich dadurch glücklicher wird?

Wäre es nicht vernünftiger, das vermaledeite Auto würde einen nicht so verhexen, zuerst mal tausende Euros darin zu versenken, bevor man wieder zur Vernunft kommt? Würde man mit einem anderen Modell nicht unbeschwerter durch die Zeit reisen? Wäre der Tausch "Komfort" gegen "Problemlosigkeit" kein guter?

Themenstarteram 7. September 2013 um 8:26

Zitat:

Original geschrieben von timmi74

Meiner Meinung nach ist ein 210 mit guter, weitestgehend rostfreier Substanz und in gutem Pflegezustand erworben, eigentlich ziemlich leicht auf sehr schönem Niveau zu halten.

Leider ergibt sich zwischen den einzelnen Exemplaren eine ziemliche Streuung bei der einzigen echten Schwachstelle vom 210, beim Rost.

Schnellroster wie die beiden von A-D, oder schon an bestimmten Stellen befallene Wagen wie der von Dirk machen die Angelegenheit gleich wesentlich teurer, ohne Frage.

Hallo Timmi74,

sorry, da gehe ich nicht mit. Mir war vor dem Kauf die Rostproblematik sehr bewußt, und ein möglichst rostfreies Fahrzeug war das Kriterium beim Kauf vor allen anderen!

Ich bin durchs halbe Land gefahren, um meinen zu finden, mit den entsprechenden Hinweisen hier aus dem Forum ausgedruckt, um zusammen mit einem Gutachter vor dem Kauf gründlich zu suchen. Mein MB kam mit völlig zweifelsfreier Vorgeschichte als "rostfrei" direkt von einer MB-Niederlassung, inklusive Garantie, usw. Ich sprach vorab mit dem Vorbesitzer. Also ich habe wirklich alles getan, was man nur tun kann, um ein Top-Exemplar zu bekommen. All das hätten wohl die wenigsten Käufer auf sich genommen. Diverse Experten haben keinen Rost an dem Wagen feststellen können bis, ja bis er dann eben meiner war... :-( Und dann wurde aus dem rostfreien Exemplar innerhalb von knapp einem Jahr eine 7.000-Euro-Sanierungs-Baustelle. Und da hätte man noch deutlich mehr für bezahlen können. Ich habe das schon extra nicht alles hier im teuren HH machen lassen.

Mein Fazit ist daher nach wie vor: Man kann das nicht pauschalisieren, und ein 210-Kauf ist immer ein Überraschungspaket. Man kann Glück habe, sollte aber auch aufs Gegenteil vorbereitet sein. Was man bekommt, sieht man erst wenn man es hat.

Grüße Dirk

Zitat:

Original geschrieben von Austro-Diesel

(...) Wäre es nicht vernünftiger, das vermaledeite Auto würde einen nicht so verhexen, zuerst mal tausende Euros darin zu versenken, bevor man wieder zur Vernunft kommt? Würde man mit einem anderen Modell nicht unbeschwerter durch die Zeit reisen? Wäre der Tausch "Komfort" gegen "Problemlosigkeit" kein guter?

Guter Einwand. Ich muss immer etwas schmunzeln, wenn wieder einer mit einer Frage wie "W210 noch kaufen?" oder "welchen W210 kaufen?" ankommt - denn genau dann beginnen die Lobhudeleien und dass es sich lohnen würde, wie gut das Auto sei, der Abschreiber auf neuen Fahrzeugen viel zu gross sei, etc. etc. Kritische Einwände in Bezug auf Sinn und Wirtschaftlichkeit werde dabei eher ausgeblendet. Damit wären wir dann genau an jenem besagten Punkt.

Beim Lesen dieses Threads habe ich mir einige Male die folgende Frage gestellt:

"Wäre es am Ende anstelle von jährlich wiederkehrenden, örtlich begrenzten Entrostungsaktionen nicht sinnvoller, nachhaltiger und zielführender gewesen, die Kiste einmal komplett zu zerlegen, zu entrosten, rostige Bleche zu ersetzen und dann mit den heutigen Methoden von Rostschutz/Grundierung/Lackierung das Problem ein für alle Male aus der Welt zu schaffen?"

Wahrscheinlich schon, nur sind wir dann bei einem Aufwand, der in aller Regel nur für erhaltenswerte Youngtimer/Oldtimer/Klassiker betrieben wird, und den Zeitwert der meisten W210 übersteigen dürfte. Aber ob ein W210 das Wert ist? Andersrum bedeutet das, dass der W210 "eben doch nur" ein Gebrauchsgegenstand mit begrenzter Lebensdauer ist.

Andererseits kann ich auch nachvollziehen, dass man am Fahrzeug hält. Ich habe 3 piekfeine MB/BMW und einen knapp 10 Jahre alten Japaner mit erheblichen "Kampfspuren" und hatte schon den Gedanken, ihn neu lackieren zu lassen. Stünde in keinem Verhältnis zum Marktwert, aber ich mag das Auto einfach.

Ein Dilemma.

Themenstarteram 7. September 2013 um 9:40

Hm, ich finde nicht, daß die Kosten für die Erhaltung eines 210 auch nur annähernd auf dem Niveau des Wertverlusts eines z.B. 212 liegen. Dazwischen liegen Welten. Und das Fahrgefühl usw. im 210 gibt es eben leider nirgends mehr in neu. Insofern stellt sich die Frage gar nicht.

In ferner Zukunft werde ich allerdings auch wieder haltbarere Autos fahren, die weniger kompliziert gebaut sind und mir meine Liebe danken. Gerade der letzte Punkt, den El Sibiriu ja auch betont hat, ist es, der mich nervt. Einen 210 kann man lieben und pflegen so gut man will - ist es das falsche Exemplar, dankt er es einem einfach nicht. Das bin ich anders gewohnt, und das verzeihe ich ihm auch nicht. ;-)

Grüße Dirk

Zitat:

Original geschrieben von Dirk E.

Mein Fazit ist daher nach wie vor: Man kann das nicht pauschalisieren, und ein 210-Kauf ist immer ein Überraschungspaket. Man kann Glück habe, sollte aber auch aufs Gegenteil vorbereitet sein. Was man bekommt, sieht man erst wenn man es hat.

Hallo Dirk,

einverstanden, nenne uns Rostverschonte eben "Tauchbad-Glücksritter".

Ich weigere mich einzig, den schnellen Rosttod als unausweichliches Schicksal jedes einzelnen 210 anzuerkennen.

Die Gewissenhaftikeit Deiner Suche stelle ich keinesfalls in Frage – natürlich ist das Ganze ärgerlich. Aber Hand aufs Herz: ist nicht jeder Gebrauchte ein Überraschungspaket?

Ein "schönes" Beispiel dafür ist wohl unsere M-Klasse: die Kisten sind als rollende Groschengräber bekannt, vor allem weil bei vielen die Wartungshistorie nicht eben glänzt. Die ausgeprägte Rostproblematik vom 210 hat der 163 nicht, trotzdem habe ich seit dem Kauf Anfang 2012 gute 5.000 Euro nachinvestieren müssen.

Ich wusste das vorher, habe ein schönes Exemplar gefunden und mit dem Kauf auch wie bei jedem Gebrauchtwagen die Katze im Sack gekauft. Alles kann man auch mit der gewissenhaftesten Suche nicht ausschliessen, unmöglich.

Gleichzeitig bin ich absolut Deiner Meinung: macht man mal die Vollkostenrechnung gegenüber einem Neuwagen/Dreijährigen, stehen unsere Autos sehr gut da!

Ganz ehrlich: ich hatte beim 210 nach den ganzen einschlägigen Beiträgen hier im Forum eigentlich gar nichts anderes erwartet, als Türen tauschen zu müssen, Heckdeckel zu entrosten und tragende Teile ausflexen und neu einschweissen zu lassen.

Worüber sprechen wir hier, was tut uns weh bei der Geschichte? Das Geld? Die enttäuschten Erwartungen?

Ganz sicher kann sich jeder hier mit dem eingesparten Geld ganz andere Dinge vorstellen. Was die Erwartungen angeht, die entstehen ja in mir selbst. Ich für meinen Teil denke mir: wir haben zwei alte Autos, da kann sowas passieren.

Sehe es jedenfalls überhaupt nicht ein, mir von zukünftigen, nicht einmal sicher auftretenden Problemen die Laune verderben zu lassen ;) Geschweige denn, mich ständig nach Alternativen umzusehen (gibts denn welche?).

Wie sagt der Kaiser Franz: schau mer mal, dann seh'mer schon!

timmi

 

Dirk , im Grunde hattest du das gleiche Auto wie A-D : Eine gut geschminkte , "genetische" Rostlaube ! Ich kann mich auch noch gut an deinen damaligen Hauptthread erinnern , in dem wir fast alle mitdiskutiert haben . Ich war da eher skeptisch

und habe die Meinung vertreten , nach 2Jahren ginge es wieder los und man müsste eher das ganze Auto sandstrahlen , was auf eine umfassende Teilrestauration hinauslaufen würde . Sicher habt ihr beide das normalerweise optimal Mögliche

getan , aber ebenso sicher reicht das ja offenbar nicht , wenn das Auto schon zum Zeitpunkt seiner Geburt von einer schweren Sepsis in Form eines bakteriellen Lackbefalls betroffen war . Der letztlich kurative Aufwand bestünde in der völlige Entblätterung der Karosserie mit optimal chemischer Entrostung und Entlackung im Tauchbad , Ersatz maroder

Bleche , erneute Phosphatierung und Rostschutzgrundierung im Tauchbad , gefolgt von mehrfacher Lackierung und anschließender Fett/Wachs - Konservierung , wie bei einem hochwertigen Oldtimer . Damit wäre das spezielle Rost Problem des 210ers gelöst - natürlich nicht gerade billig ! Die Alternative zum passiven Abwarten , bis alles durch ist , ist da eben nur noch die "konsekutive Flickschusterei" , die sich als Normalbehandlung bei "genetisch gesunden" Fahrzeugen

ohne bakteriellen Rostbefall der Grundkarosse , wie z.B. bei meinem , empfiehlt .

Der Wertverlust eines gut eingekauften Jungen Sterns bzw. eines neu gekauften Ford Mondeo Tourniers 2.2 TDCI Titanium Automatik mit allem Schnickschnack liegt bei rund 2.500 Euro p.a.

Der Kaufpreis eines brauchbaren 12 Jahre alten S210 320 CDI liegt bei 6.000 Euro, dann ballert man 2.000 Euro in die Rostsanierung und -vorsorge rein, kostet also 8.000. Der Wagen fährt noch 8 Jahre, macht einen Wertverlust von 1.000 Euro p.a.

Aber.

Der Junge Stern bzw. der neue Mondeo fahren jahrelang sorgenfrei mit Garantie, einige Folgejahre mit geringen Reparaturkosten und sie rosten nicht, zumindest muss man keine laufenden Sanierungskosten einplanen. Sagen wir mal, nach 5 Jahren beginnen ein paar Wehwehchen, man zahlt dann im Schnitt 750 Euro p.a. für "echte" Reparaturen und die üblichen Verschleißteile (Originalteile). Das macht auf 8 Jahre ...

8x 2.500 + 3x 750 = 22.250 Euro

Der alte S210 macht von Anfang an "Manderln", er ist vermutlich inzwischen gut 150.000 km gelaufen, damit kann und wird auch alles irgendwann defekt, rechnen wir also mit 1.000 Euro im Jahr zur Erhaltung eines sehr guten Zustandes mit Originalteilen. Und weil er so schön korrodiert, bringen wir ihn jährlich zum Entrosten und finden sogar einen Lackierer, der das günstig für 500 Euro p.a. in Ordnung bringt.

8x 1.000 + 8x 1.000 + 8x 500 = 20.000 Euro

Man sieht: Man hat in acht Jahren rund 2.250 Euro, also knapp 25 Euro im Monat gespart. Dafür ist man in einem alten Auto gesessen, hat unzählige Werkstatttermine wahrgenommen, ist möglicherweise auch mal liegengeblieben, das Crashverhalten ist nicht mehr zeitgemäß, die Scheinwerfer sind blind und eine Rost-Psychose trägt man möglicherweise auch davon. Dafür trägt das Auto einen Stern, bietet mehr Komfort und einen sauberer gestalteten Laderaum.

Was einen nun glücklicher macht muss man selber entscheiden. Das Geld ist nämlich kein realer Grund!

Timmi ::D:)  : Bin ganz bei dir !:)

Themenstarteram 7. September 2013 um 11:15

Ne Austro, da passen ein paar Sache nicht in der Rechnung.

1. Man sitzt in keinem alten Auto. Ich finde den 210 immer noch sehr zeitgemäß. Nur die besten aktuellen Modelle können da mithalten, imo. Freue mich immer wieder in dem Wagen zu fahren im Vergleich zu allerlei aktuellen Modellen.

2. Einen Mondeo möchte ich nun wirklich nicht in einem Atemzug mit einem 210 nennen. So verzweifelt bin ich dann doch noch nicht. ;-)

3. Garantie hatte ich auf den Gebrauchten auch, und Kosten entstehen an einem neueren Auto auch. An Reparaturen hat sich mein 210 bisher nichts vorzuwerfen. Es ist nur der Rost, der den Spaß verhagelt. (Habe meinen mit 117.000km gekauft. Das ist für mich bei ner E-Klasse quasi ein Neuwagen. Wie will man es sonst nennen, wenn mindestens 300-500.000 die normale Lebenserwartung sind und das doppelte nichts Ungewöhnliches?)

4. Liegenbleiben tut ein 210 imo seltener als die neuen Autos. Jedenfalls sehe ich die reihenweise am Strassenrand stehen, einen 210 so gut wie nie.

5. Blinde Scheinwerfer kenne ich so wenig wie schlechtes Crashverhalten. Der Mopf, zumal wenn sicherheitstechnisch voll ausgestattet wie meiner, ist da absolut auf der Höhe, imo.

Womit Du völlig Recht hast, sind die ständigen Werkstattbesuche und die Rostphobie. :-)

DSD, Ihr habt ja Recht. Mein Punkt ist der, daß die Überraschung eben erst nach dem Kauf kommt. Ob man so ein "genetisch" problematisches Exemplar bekommt, kann man imo vorab nicht zuverlässig feststellen mit vertretbarem Aufwand. Wie gesagt, ich habe da viel mehr gemacht als so ziemlich jeder andere Käufer, und dennoch.

Grüße Dirk

ad 1.: Hihi. Der 210er ist eine Vorliebe von dir, aber ist ein altes Auto.

ad 2.: Mal Probefahren und staunen!!!

ad 3.: Na ja, der Leistungsumfang einer Neuwagengarantie oder einer Jungen-Sterne-Garantie kannst du von der Deckung her kaum mit der Gewährleistung eines Händlers, der dir einen 10 bis 13 Jahre alten Wagen verkauft vergleichen. Ford gubt hier in Österreich 4 Jahre/80.000 km Vollgarantie, Mercedes 4 Jahre/ab 100.000 Selbstbehalt wie bei Jungen Sternen. Die zahlten mir sogar die schlappen Gasdruckfedern der Rückwandtür ...

ad 4.: Liegen blieb ich mit meinen alten und neueren Sternen auch nie, aber ich kenn überhaupt niemanden, dem das in den letzten 15 Jahren passiert wäre (außer Bruder und Frau, die chronisch alte Chrysler und Chevrolet fahren ... keine Ahnung warum die das tun, zumindest haben's jetzt nach dem 3. Liegenbleiber in Serie einen Wagen auf Ford C-Max umgestellt!) Wenn ich mich so erinnere, dann sah ich in den letzten 15 Jahren rund 20 liegengebliebene Autos am Autobahn-Pannenstreifen, meist heruntergerittene Exemplare einfacherer Marken und aufgemotzte BMWs. :D

ad 5.: Auch wenn du dank untypischen, garagengepflegten Fahrzeugzustandes verschont geblieben bist: Blinde Scheinwerfer sind bei 10 bis 13 Jahre alten 210ern keine Seltenheit und drei magere Sterne im Crashtest sind aus heutiger Sicht kein Ruhmesblatt. Und wenn dann der Rost im Vorderwagen im Verborgenen nagt, dann möchte ich nicht wissen, wie es in der Praxis aussieht!

Ach ja, wir beide wissen es ja längst: Um 500 Euro im Jahr geht sich das mit dem Lackierer eh nicht aus. ;)

Wir beide reden in zwei Jahren weiter. :D

Timmi braucht noch etwas Einarbeitungszeit, ist noch in der "euphorischen Phase". :eek:

Themenstarteram 7. September 2013 um 13:15

Zitat:

Original geschrieben von Austro-Diesel

ad 1.: Hihi. Der 210er ist eine Vorliebe von dir, aber ist ein altes Auto.

Hi Austro,

ja, der 210 ist eine Vorliebe, aber ich bin deshalb nicht betriebsblind sondern durchaus offen für Anderes. Ist ja auch nur eines von drei Autos. Aktuell begeistert mich z.B. mein Nissan Leaf, obwohl das eine ganz andere Klasse ist. Diverse BMW, VW, usw., die aktuell so als modern und überlegen gehandelt werden, konnten mich hingegen kein Stück überzeugen.

Meine Meinung ist: Der W210 war seinerzeit ein Auto wie von einem anderen Stern - nicht ganz so wie ein W140 aber im Vergleich mit den "normalen" Fahrzeugen jener Zeit soweit fortschrittlicher, luxuriöser und sicherer, daß er bis heute keinen Vergleich scheuen braucht. Meine Meinung wie gesagt. Die muß nicht jeder teilen. ;-)

Zitat:

ad 2.: Mal Probefahren und staunen!!!

Nein, danke. Mag auch ein gutes Auto sein, aber bevor ich Ford auch nur in Erwägung ziehe, kommen da noch so etwa 5 andere (zumeist japanische) Marken. Ich kenne einige Fords, und das wäre echt mit das Letzte, was ich mir zulegen würde. Gefällt mir einfach nicht. Der neue Mondeo mag besser sein - mir aber egal. ;-)

Aktuell baut sowieso kaum ein Hersteller irgendwas, was mich reizen würde. Wo man hin schaut, ein Armutszeugnis neben dem nächsten. Wie gesagt, meine neueste Errungenschaft von Nissan, 100% elektrisch, hat mich sofort umgehauen und macht mir aktuell viel Spaß. Und danach könnte ich mir ein gebrauchtes Tesla S-Modell irgendwann vorstellen, wenn der MB fertig ist. DAS sind Autos, die mich begeistern können, weil da erlebe ich tatsächlich einen Fortschritt. Der dritte USB- oder Ipod-Anschluß haut mich hingegen nicht aus den Socken...

Zitat:

ad 3.: Na ja, der Leistungsumfang einer Neuwagengarantie oder einer Jungen-Sterne-Garantie kannst du von der Deckung her kaum mit der Gewährleistung eines Händlers, der dir einen 10 bis 13 Jahre alten Wagen verkauft vergleichen. Ford gubt hier in Österreich 4 Jahre/80.000 km Vollgarantie, Mercedes 4 Jahre/ab 100.000 Selbstbehalt wie bei Jungen Sternen. Die zahlten mir sogar die schlappen Gasdruckfedern der Rückwandtür ...

Stimmt natürlich. Andererseits hat mir meine Gebrauchtwagengarantie beim MB auch einiges erspart. Die Rechnung wäre sonst noch viel höher.

Zitat:

ad 5.: Auch wenn du dank untypischen, garagengepflegten Fahrzeugzustandes verschont geblieben bist:

Mein Dicker wohnt seit 3,5 Jahren bei jedem Wetter draussen und wird auch bei jedem Wetter gefahren. Ist ein Auto -> schläft draussen. Verhätscheln tue ich ihn nicht. ;-)

Zitat:

Blinde Scheinwerfer sind bei 10 bis 13 Jahre alten 210ern keine Seltenheit

Ja, ich weiß. Meiner ist davon bisher komplett verschont. Aber das ist ja nun auch keine große Sache, die wieder hinzupolieren.

Zitat:

und drei magere Sterne im Crashtest sind aus heutiger Sicht kein Ruhmesblatt. Und wenn dann der Rost im

Vorderwagen im Verborgenen nagt, dann möchte ich nicht wissen, wie es in der Praxis aussieht!

Also selbst das 1998er Modell (Vormopf?) hat nach NCAP 4 Sterne gehabt.

http://de.euroncap.com/de/tests/mercedes_benz_e_class_1998/50.aspx

Und meiner ist ein Mopf von 2001 mit den entsprechenden Verbesserungen beim Crashverhalten ( je nachdem, wann die genau eingeführt wurden) und mit 8 Airbags. Ich sehe damit einem Crash vergleichsweise entspannt entgegen, wüßte jedefalls auch kein Auto, in dem ich wesentlich lieber in so einem Fall säße.

Und wenn es strukturellen Rost in den sicherheitsrelevanten Teilen gäbe, würde ich ihn verschrotten und nicht mehr damit herum fahren. Ist ja klar, daß eine verrostete Karosserie keinen Schutz mehr gewähren kann.

Zitat:

Wir beide reden in zwei Jahren weiter.

Du meinst, dann fahre ich Mondeo? :-)) Ne, aber sobald die ersten E-Autos halbwegs Kofferraum und Reichweite des MB erreichen - ich gehe davon aus, daß das in 3 Jahren bei Auslaufen meines Nissan Leasings der Fall sein wird - wird es für den Dicken verdammt ernst. Dann findet er sich evtl. sehr schnell beim Kiesow wieder, wenn er mich weiterhin ärgert. Bei unerwiderter Liebe kann ich nachtragend sein. ;-)

Grüße Dirk

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