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Ersteindruck F30 320d -1000 km der Ernüchterung

BMW 3er F30
Themenstarteram 17. April 2012 um 10:08

Hallo zusammen,

letzte Woche hatte ich 2 Tage lang Gelegenheit, einen neuen 320d über rund 1000 km zu fahren und wollte meine Erkenntnisse zumindest mal in die Runde geworfen haben (falls jemand daran interessiert ist). Am Ende bin ich jedenfalls recht ernüchtert gewesen, aber der Reihe nach...

Ausstattung des Fahrzeuges (wichtigste Extras):

- Sport-Line

- Sport-Automatik

- Navi Business

- Comfortpaket incl. Klimaautomatik

- Fahrkomfortpaket incl. variabler Sportlenkung

- Sicht-Paket

Also unter dem Strich mal abgesehen von der "fehlenden" Lederausstattung und dem "kleinen" Navi sehr ordentlich.

Interieur:

Die größte Enttäuschung am F30 machte sich gleich beim Einsteigen breit: das ja angeblich so hochwertig gewordene Interieur. Ich weiß nicht, was einige unter hochwertig verstehen, aber das hier ist es nicht. Angefangen mit den durch den Materialmix klapprig und billig wirkenden Bedienfeldern für Navi und Klimaautomatik. Wo man im E90 noch einheitliches Material verwendet und im F10 eine schöne und sauber integrierte Lösung findet, hat man hier ein Bedienfeld, das durch Psuedo-Metall Applikationen minderwertig aussieht und sich auch so anfasst. In Verbindung mit dem ohnehin zerklüfteten Armaturenträger wirkt das ganze sehr unaufgeräumt, verspielt und versprüht leider (zumindest mal inder Sport-Line) alles andere als Oberklasse-Charme. Dazu passt dann, dass der Start/Stopf Knopf keinen schöen Metallrahmen mehr hat, sondern nur noch aus tristem schwarzen Plastik ist.

Auch die Mittelkonsole mit dem schwarzen Hartplastik als Kulisse für den ja eigentlich sehr schönen Automatikschaltknopf ist eine Frechheit. Offenbar hat das Budget nicht mehr gelangt, das auch im Material der Zierleisten zu verkleiden oder eine Metallbasis einzusetzen.

Apropos Zierleisten - die schwarzen Hochglanzleisten in Verbindung mit den roten Kontraststreifen sehen für meinen Geschmack entsetzlich aus und haben in einem BMW für mich nix verloren. Gut, Geschmäcker sind verschieden und es gibt ja Alternativen - wenn auch nicht in der Sportline, aber die kundenfeindliche Ausstattungspolitik lasse ich an der Stelle mal außen vor...

Positiv ist die Optik und Haptik der verbauten Stoffsitze, bei denen wiederum die Kontraststreifen etwas Pep reinbringen. Auch die Türen sind in der Stoffversion schon nett verkleidet mit roten Kontrastähten. Das ist ein Schritt nach vorne gegenüber dem E90.

Insgesamt ist das Fahrzeug im Interieur aber leider kein Fortschritt, wie es z.B. der F10 gegenüber dem E60 war. Im Gegenteil.

Komfort:

Fangen wir mit den Sportsitzen an. Diese sind im Vergleich zum E90 deutlich enger geworden. Anfangs fühlte ich mich mit meiner Statur (1,83 m, 95 kg) da doch sehr eingequetscht. Die Versuche, die Lehnenbreitenverstellung zu erweitern, scheiterten - sie befanden sich schon in der breitesten Stellung. Am Ende hatte ich mich daran gewöhnt, aber bequem ist was anderes. Gerade nach den wirklich guten Sportsitzen im E90 ein Schritt zurück.

Sehr erfreulich dagegen die neue breitere und endlich wieder auf 4 Anzeigen erweiterte Instrumentenkombi. Das sieht wirklich gut aus und lässt das Fahrzeug auch irgendwie innen größer wirken.

Es war das erste Mal, dass ich ein Fahrzeug mit dem aktuellen Business Navi gefahren bin. Ich kannte bis dato nur (auch aus meinem eigenen) das Professional. Zunächst mal war ich positiv überrascht, dass mal abgesehen von der Bildschirmgröße von den Funktionen her kaum ein Unterschied ist. Gut, ich kann keine DVDs schauen... geschenkt. Aber ansonsten ist das absolut ausreichend. Irritiert war ich dann aber, als ich eine Route mit eingeschalteter Navi-Sprachausgabe fuhr - die Stimme der "Dame" hörte sich derart blechern, zusammengestückelt und "unsympathisch" an, dass es mich wirklich genervt hat. Warum hat man da nicht die gleiche wie beim Professional genommen? BMW ruft für das Business Navi gut 2000 Euro auf, da kann man schon erwarten, dass es auch etwas besser klingt, als eine 79 Euro Garmin Dose.

 

Motor/Getriebe:

Los gings in der Stadt, und mit dem ersten Ärgernis - der Start-/Stop Automatik in Verbindung mit dem 4-Zylinder Diesel. Jedes Mal an der Ampel wenn der Motor wieder anging ruckelte und brummte das Fahrzeug - Benzin sparen schön und gut, aber nicht so. Ab dem Zeitpunkt hieß es also 2 Knöpfe beim Start drücken (den zum Deaktiveren der SSA).

Ansonsten war ich sehr positiv überrascht vom spritzigen 184 PS Motor. Auf der Autobahn rennt der Wagen ohne Mühen bis 220 (Dann wirds etwas zäher) und bietet auch eine gute Elastitzität, die ein unaufgeregtes, zügiges Fahren ermöglicht. In der Stadt ist die Leistung ohnehin mehr als ausreichend. Die 8-Gang Automatik harmoniert dabei in jeder Situation super mit dem Motor. Schaltvorgänge sind bestenfalls zu hören, aber nicht zu fühlen, so wünscht man sich das!

Mein Durchschnittsverbrauch lag am Ende bei 6,6 Liter. Das ist angesichts dessen, dass ich recht "flott" unterwegs war, ein sehr ordentlicher Wert, an den die Konkurrenten von VAG und MB in der Praxis erstmal rankomen müssen! Im 520d komme ich bei gleicher Fahrweise auf etwas über 7 Liter bei einem deutlich zäherem Ansprechverhalten. Da macht sich das geringere Gewicht des Dreiers schon positiv bemerkbar.

 

Fahrwerk:

Federungskomfort und Spurtreue waren ausgeichnet, da gibt es wenig zu meckern. Im Gegenteil, bei höheren Kurvengeschwindigkeiten in den Kasseler Bergen verhielt sich das Fahrzeug deutlich ruhiger als mein zum Hoppeln neigender E93 mit M-Fahrwerk. Dazu dürfte nicht zuletzt die Gegenüber dem E90 verbreiterte Spur beitragen. Eine Katastrophe allerdings die Lenkung. Im Comfort Modus ist diese derart schwammig, dass einem bei höheren Geschwindigkeiten Angst und Bange wird. Einzige Lösung - in den Sport-Modus schalten. Dann wird die Lenkung zwar direkter, was ein vernünftiges Handling ermöglicht, sie liefert aber weiterhin keinerlei Rückmeldung über die Straße. Das ganze wirkt künstlich und indirekt. Man hat über den "Fahrerlebnisschalter" dazu dann auch das Problem, dass der Sport-Modus gleichzeitig das Schaltverhalten der Automatik derart verändert, dass das Fahrzeug immer einen Gang niedriger fährt. Heißt unterm Strich, ich kann entweder sparsam und schwammig im Comfort-Modus oder Sprit-saufend mit direkter Lenkung im Sport Modus fahren. Schade, dass man das nicht unabhängig voneinander individuell festlegen kann - zumindest habe ich eine solche Funktion nicht entdecken können.

 

Exterieur/Sonstiges:

Die in den Außenspiegel eingelassenen Blinker sind ja jetzt EU-Vorschrift. Warum man jedoch dabei das Blinkerband ganz herum laufen lässt, dass es einen als Fahrer im Dunkeln immer blendet, erschließt sich mir nicht. Das ist ärgerlich und hätte eigentlich bei den abertausenden Stunden Testfahrten jemandem auffallen müssen!

Schönheit liegt ja im Auge des Betrachters. Mir geht jedoch die "Bulligkeit" des E90 hier total ab. Der F30 wirkt selbst im sogenannten "Sport" Trim sehr bieder, wozu auch der alberne winzige Auspuff beiträgt. Soll das irgendwie besonders umweltfreundlich wirken? Wahrscheinlich wird BMW da bald selbst eine Performance Endblende anbieten, dürfte sich bestens verkaufen...

Optisch jedenfalls käme der Wagen für mich nur in M-Sport Ausstattung in Frage.

 

Preis/Fazit:

Amtliche 55.000 Euro will BMW für den von mir gefahrenen 320d haben. Dafür bekomme ich locker einen nicht mal 1 Jahr alten, top-ausgestatteten 530d, 535i, E92 M3 oder sogar einen "normal" ausgestatteten neuen F10 520d Ich wüsste, wofür ich mein Geld ausgeben würde. Und das ist nicht der 320d.

Im Dienstwagenbereich, wo dann das Thema Listenpreis, 1% Pauschalversteuerung und vor allem Policy eine Rolle spielt, ist das Fahrzeug aktuell natürlich erste Wahl. Denn der F30 320d ist (auch wenn sich das vielleicht so liest) im Vergleich zu Audi A4 (Audi kommt mir nicht ins Haus) und MB W204 (Langeweile in Reinkultur) ein sehr gutes Auto. Aber ich empfinde es halt als keine bahnbrechende Weiterentwicklung wie beim E60 zum F10, eher wie ein E90 LCI-Nummer 2 mit neuem (nicht meinem Geschmack entsprechenden) Interieur und ein paar neuen, überwiegend verzichtbaren Extras.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 17. April 2012 um 10:08

Hallo zusammen,

letzte Woche hatte ich 2 Tage lang Gelegenheit, einen neuen 320d über rund 1000 km zu fahren und wollte meine Erkenntnisse zumindest mal in die Runde geworfen haben (falls jemand daran interessiert ist). Am Ende bin ich jedenfalls recht ernüchtert gewesen, aber der Reihe nach...

Ausstattung des Fahrzeuges (wichtigste Extras):

- Sport-Line

- Sport-Automatik

- Navi Business

- Comfortpaket incl. Klimaautomatik

- Fahrkomfortpaket incl. variabler Sportlenkung

- Sicht-Paket

Also unter dem Strich mal abgesehen von der "fehlenden" Lederausstattung und dem "kleinen" Navi sehr ordentlich.

Interieur:

Die größte Enttäuschung am F30 machte sich gleich beim Einsteigen breit: das ja angeblich so hochwertig gewordene Interieur. Ich weiß nicht, was einige unter hochwertig verstehen, aber das hier ist es nicht. Angefangen mit den durch den Materialmix klapprig und billig wirkenden Bedienfeldern für Navi und Klimaautomatik. Wo man im E90 noch einheitliches Material verwendet und im F10 eine schöne und sauber integrierte Lösung findet, hat man hier ein Bedienfeld, das durch Psuedo-Metall Applikationen minderwertig aussieht und sich auch so anfasst. In Verbindung mit dem ohnehin zerklüfteten Armaturenträger wirkt das ganze sehr unaufgeräumt, verspielt und versprüht leider (zumindest mal inder Sport-Line) alles andere als Oberklasse-Charme. Dazu passt dann, dass der Start/Stopf Knopf keinen schöen Metallrahmen mehr hat, sondern nur noch aus tristem schwarzen Plastik ist.

Auch die Mittelkonsole mit dem schwarzen Hartplastik als Kulisse für den ja eigentlich sehr schönen Automatikschaltknopf ist eine Frechheit. Offenbar hat das Budget nicht mehr gelangt, das auch im Material der Zierleisten zu verkleiden oder eine Metallbasis einzusetzen.

Apropos Zierleisten - die schwarzen Hochglanzleisten in Verbindung mit den roten Kontraststreifen sehen für meinen Geschmack entsetzlich aus und haben in einem BMW für mich nix verloren. Gut, Geschmäcker sind verschieden und es gibt ja Alternativen - wenn auch nicht in der Sportline, aber die kundenfeindliche Ausstattungspolitik lasse ich an der Stelle mal außen vor...

Positiv ist die Optik und Haptik der verbauten Stoffsitze, bei denen wiederum die Kontraststreifen etwas Pep reinbringen. Auch die Türen sind in der Stoffversion schon nett verkleidet mit roten Kontrastähten. Das ist ein Schritt nach vorne gegenüber dem E90.

Insgesamt ist das Fahrzeug im Interieur aber leider kein Fortschritt, wie es z.B. der F10 gegenüber dem E60 war. Im Gegenteil.

Komfort:

Fangen wir mit den Sportsitzen an. Diese sind im Vergleich zum E90 deutlich enger geworden. Anfangs fühlte ich mich mit meiner Statur (1,83 m, 95 kg) da doch sehr eingequetscht. Die Versuche, die Lehnenbreitenverstellung zu erweitern, scheiterten - sie befanden sich schon in der breitesten Stellung. Am Ende hatte ich mich daran gewöhnt, aber bequem ist was anderes. Gerade nach den wirklich guten Sportsitzen im E90 ein Schritt zurück.

Sehr erfreulich dagegen die neue breitere und endlich wieder auf 4 Anzeigen erweiterte Instrumentenkombi. Das sieht wirklich gut aus und lässt das Fahrzeug auch irgendwie innen größer wirken.

Es war das erste Mal, dass ich ein Fahrzeug mit dem aktuellen Business Navi gefahren bin. Ich kannte bis dato nur (auch aus meinem eigenen) das Professional. Zunächst mal war ich positiv überrascht, dass mal abgesehen von der Bildschirmgröße von den Funktionen her kaum ein Unterschied ist. Gut, ich kann keine DVDs schauen... geschenkt. Aber ansonsten ist das absolut ausreichend. Irritiert war ich dann aber, als ich eine Route mit eingeschalteter Navi-Sprachausgabe fuhr - die Stimme der "Dame" hörte sich derart blechern, zusammengestückelt und "unsympathisch" an, dass es mich wirklich genervt hat. Warum hat man da nicht die gleiche wie beim Professional genommen? BMW ruft für das Business Navi gut 2000 Euro auf, da kann man schon erwarten, dass es auch etwas besser klingt, als eine 79 Euro Garmin Dose.

 

Motor/Getriebe:

Los gings in der Stadt, und mit dem ersten Ärgernis - der Start-/Stop Automatik in Verbindung mit dem 4-Zylinder Diesel. Jedes Mal an der Ampel wenn der Motor wieder anging ruckelte und brummte das Fahrzeug - Benzin sparen schön und gut, aber nicht so. Ab dem Zeitpunkt hieß es also 2 Knöpfe beim Start drücken (den zum Deaktiveren der SSA).

Ansonsten war ich sehr positiv überrascht vom spritzigen 184 PS Motor. Auf der Autobahn rennt der Wagen ohne Mühen bis 220 (Dann wirds etwas zäher) und bietet auch eine gute Elastitzität, die ein unaufgeregtes, zügiges Fahren ermöglicht. In der Stadt ist die Leistung ohnehin mehr als ausreichend. Die 8-Gang Automatik harmoniert dabei in jeder Situation super mit dem Motor. Schaltvorgänge sind bestenfalls zu hören, aber nicht zu fühlen, so wünscht man sich das!

Mein Durchschnittsverbrauch lag am Ende bei 6,6 Liter. Das ist angesichts dessen, dass ich recht "flott" unterwegs war, ein sehr ordentlicher Wert, an den die Konkurrenten von VAG und MB in der Praxis erstmal rankomen müssen! Im 520d komme ich bei gleicher Fahrweise auf etwas über 7 Liter bei einem deutlich zäherem Ansprechverhalten. Da macht sich das geringere Gewicht des Dreiers schon positiv bemerkbar.

 

Fahrwerk:

Federungskomfort und Spurtreue waren ausgeichnet, da gibt es wenig zu meckern. Im Gegenteil, bei höheren Kurvengeschwindigkeiten in den Kasseler Bergen verhielt sich das Fahrzeug deutlich ruhiger als mein zum Hoppeln neigender E93 mit M-Fahrwerk. Dazu dürfte nicht zuletzt die Gegenüber dem E90 verbreiterte Spur beitragen. Eine Katastrophe allerdings die Lenkung. Im Comfort Modus ist diese derart schwammig, dass einem bei höheren Geschwindigkeiten Angst und Bange wird. Einzige Lösung - in den Sport-Modus schalten. Dann wird die Lenkung zwar direkter, was ein vernünftiges Handling ermöglicht, sie liefert aber weiterhin keinerlei Rückmeldung über die Straße. Das ganze wirkt künstlich und indirekt. Man hat über den "Fahrerlebnisschalter" dazu dann auch das Problem, dass der Sport-Modus gleichzeitig das Schaltverhalten der Automatik derart verändert, dass das Fahrzeug immer einen Gang niedriger fährt. Heißt unterm Strich, ich kann entweder sparsam und schwammig im Comfort-Modus oder Sprit-saufend mit direkter Lenkung im Sport Modus fahren. Schade, dass man das nicht unabhängig voneinander individuell festlegen kann - zumindest habe ich eine solche Funktion nicht entdecken können.

 

Exterieur/Sonstiges:

Die in den Außenspiegel eingelassenen Blinker sind ja jetzt EU-Vorschrift. Warum man jedoch dabei das Blinkerband ganz herum laufen lässt, dass es einen als Fahrer im Dunkeln immer blendet, erschließt sich mir nicht. Das ist ärgerlich und hätte eigentlich bei den abertausenden Stunden Testfahrten jemandem auffallen müssen!

Schönheit liegt ja im Auge des Betrachters. Mir geht jedoch die "Bulligkeit" des E90 hier total ab. Der F30 wirkt selbst im sogenannten "Sport" Trim sehr bieder, wozu auch der alberne winzige Auspuff beiträgt. Soll das irgendwie besonders umweltfreundlich wirken? Wahrscheinlich wird BMW da bald selbst eine Performance Endblende anbieten, dürfte sich bestens verkaufen...

Optisch jedenfalls käme der Wagen für mich nur in M-Sport Ausstattung in Frage.

 

Preis/Fazit:

Amtliche 55.000 Euro will BMW für den von mir gefahrenen 320d haben. Dafür bekomme ich locker einen nicht mal 1 Jahr alten, top-ausgestatteten 530d, 535i, E92 M3 oder sogar einen "normal" ausgestatteten neuen F10 520d Ich wüsste, wofür ich mein Geld ausgeben würde. Und das ist nicht der 320d.

Im Dienstwagenbereich, wo dann das Thema Listenpreis, 1% Pauschalversteuerung und vor allem Policy eine Rolle spielt, ist das Fahrzeug aktuell natürlich erste Wahl. Denn der F30 320d ist (auch wenn sich das vielleicht so liest) im Vergleich zu Audi A4 (Audi kommt mir nicht ins Haus) und MB W204 (Langeweile in Reinkultur) ein sehr gutes Auto. Aber ich empfinde es halt als keine bahnbrechende Weiterentwicklung wie beim E60 zum F10, eher wie ein E90 LCI-Nummer 2 mit neuem (nicht meinem Geschmack entsprechenden) Interieur und ein paar neuen, überwiegend verzichtbaren Extras.

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Zitat:

Original geschrieben von weissbierjojo

Zitat:

Original geschrieben von Jens Zerl

 

Ja, aber selbst wenn dem so ist: auch die bezahlen für ihre Fahrzeuge. :)

Ich weiß ja nicht, wie´s in deinem Umfeld gehandhabt wird, aber die Leute, die ich kenne (insgesamt sind´s 4, die einen Geschäftswagen fahren) zahlen ihr Auto eben nicht selbst, sondern dürften ihn sich aus einer vorgegebenen Auswahl aussuchen. Das Prozent, dass sie dann finanziell belastet, ist ein Witz gegenüber dem, was ein Privatkäufer zu tragen hat. Ich weiß, einer dieser Personen jammert mir auch immer vor, dass sein steuerlicher Anteil am Auto ja sooo hoch wäre. Dabei erzählt er aber nicht, dass er weder Wertverlust noch Unterhaltskosten tragen muss. Jammern auf hohem Niveau halt...

Aber das weicht jetzt vom Thema ab........

Naja, wenn wir schon auf hohem Niveau jammern:

Die 1% tun schon weh. Ich könnte mir einen Firmenwagen für bis zu ca. 80TE nehmen. Die Leasingrate würde mein Arbeitgeber tragen. Durch die 1% Regel + Entfernungskilometer würde mir das dann steuerlich zu teuer. Ist aber schade, weil der echte geldwerte Vorteil ja nicht "wirklich so groß wäre" da ich mir ja privat kein so teures Auto kaufen würde.

am 26. April 2012 um 13:30

Nein, bei den MB-Fahrern ist es genauso, wie bei den BMW-Fahrern.

Liegen ja im gleichen "Kaufjahrzehnt" zumindest was 3er und C-Klasse-Fahrer betrifft vom Durchschnittsalter.

Und diese ominöse Formel mit JG = LP wird immer mal wieder herangezogen. Die einzige Quelle, die ich da kenne bezog sich auf eine Analyse von Autofinanzierungen, da gab es jene Formel als Ergenis. Dass man im Schnitt ein Auto finanziert, dass seinem Jahreseinkommen entspricht. Hier war m.E. das Brottoeinkommen die Bezugsgröße. Also ein typischer Fall von Statisik und entsprchend auf die Realität übertragbar :)

am 26. April 2012 um 13:42

Zitat:

Original geschrieben von weissbierjojo

Zitat:

Original geschrieben von Jens Zerl

 

Ja, aber selbst wenn dem so ist: auch die bezahlen für ihre Fahrzeuge. :)

Ich weiß ja nicht, wie´s in deinem Umfeld gehandhabt wird, aber die Leute, die ich kenne (insgesamt sind´s 4, die einen Geschäftswagen fahren) zahlen ihr Auto eben nicht selbst, sondern dürften ihn sich aus einer vorgegebenen Auswahl aussuchen. Das Prozent, dass sie dann finanziell belastet, ist ein Witz gegenüber dem, was ein Privatkäufer zu tragen hat. Ich weiß, einer dieser Personen jammert mir auch immer vor, dass sein steuerlicher Anteil am Auto ja sooo hoch wäre. Dabei erzählt er aber nicht, dass er weder Wertverlust noch Unterhaltskosten tragen muss. Jammern auf hohem Niveau halt...

Aber das weicht jetzt vom Thema ab........

sehr gut erkannt... das weicht absolut vom Thema ab. Ist schon erstaunlich, daß immer gleich die Meinung vorherrscht wenn jemand einen Firmenwagen bekommt, daß er da was "geschenkt" bekommt. Das sind doch alles Vertrags- bzw. Gehaltsbestandteile. Anstatt evtl. einen Betrag x aufs Gehalt zu legen, bekommt man einen Firmenwagen. Zudem sei nochmal drauf verwiesen, daß es da eine Unzahl an verschiedenen Optionen gibt, wie Firmenwagen privat genutzt werden dürfen.

So, zurück zum 3er...

genau, mich hat der F30 leider nicht überzeugt, basta.

Scheiß Rappelkiste:cool:

Nö so schlimm wars nicht, aber heute habe ich in AMS gelesen, das es mit der F30 Qualität anfangs echt Probleme gab. So einen hatte ich wohl bei der Probefahrt erwischt:(

Dann war da aber noch ein Foto von offenen Kabelverbindungen im Motorraum. Das sieht wirklich ein wenig nach Bastelbude aus und soll laut AMS in dieser Form wohl auch kein anderer Hersteller haben.

Gruß

Günter

Zitat:

Original geschrieben von dinamo7

 

sehr gut erkannt... das weicht absolut vom Thema ab. Ist schon erstaunlich, daß immer gleich die Meinung vorherrscht wenn jemand einen Firmenwagen bekommt, daß er da was "geschenkt" bekommt. Das sind doch alles Vertrags- bzw. Gehaltsbestandteile. Anstatt evtl. einen Betrag x aufs Gehalt zu legen, bekommt man einen Firmenwagen. Zudem sei nochmal drauf verwiesen, daß es da eine Unzahl an verschiedenen Optionen gibt, wie Firmenwagen privat genutzt werden dürfen.

So, zurück zum 3er...

nun kann man diese Verallgemeinerung aber so nicht stehen lassen.

Es gibt durchaus auch Positionen in Unternehmen (wie hier auch schon von anderen Teilnehmern beschrieben), die einen Firmenwagen on top bekommen. Also sozusagen "geschenkt", wenn man die steuerliche Behandlung mal aussen vor lässt. Dies sind oft Positionen, die den Firmenwagen nicht zu beruflich bedingten umfangreichen Dienstreisen benutzen müssen, sondern als Gimmick quasi Entscheidungsbeeinflusser auf das Jahresgehalt drauf gelegt bekommen.

Da wird zunächst über das Jahresgehalt gesprochen. Wird man sich einig, kommen die netten Beigaben, wie z.B. Auto, Handy, Altersversorgung, Zweitwohnung bei Doppelter Haushaltsführung etc. So kenne ich das. Ich würde niemals einen Gehaltsverzicht akzeptieren für einen Wagen, den ich nicht wirklich brauche.

Damit will ich nur sagen, dass nicht nur die Privatnutzung eines Firmenwagens sehr unterschiedlich geregelt sein kann, sondern auch dessen Finanzierung, die durchaus oft auch ein Geschenk sein kann.

so, jetzt zurück zum 3er ... ;-)

ja, so war das bei mir. Hatte ein Angebot über nen Headhunter, Cheffe wollte mich nicht gehen lassen, da musste er halt ordentlich $$$ und ein Auto drauflegen... Aber das, was der Firmenwagen die Firma im Jahr kostet, hätte ich auch als Mehr-Brutto kriegen können, in dem Sinn es es dann schon selbstfinanziert. Meine Rechnung war aber: wenn ich €8000 mehr brutto kriege, bleiben davon vielleicht €4-5000 netto hängen, und von denen krieg ich einen Wagen in der Größe nichtmal finanziert, geschweige denn betankt, versichert, repariert.

 

BTT: ich hab keinerlei Qualitätsprobleme an meinem F30 - mal von den defekten Antennen zur "Sesam-öffne-dich-mit-einem-Fußtritt"-Geschichte für den Kofferraum. Hab aber auch noch nicht den Motorraum auf stümperhaft verlegte Kabel abgesucht.

am 26. April 2012 um 14:05

Ok, doch bei dem 1% der oberen 1% der Beschäftigten dürfte es sich dabei dann nicht um einen 3er handeln.

Der Rest, ob Beigabe oder nicht, wird für so ein Auto als Dienstwagen etwa pro Jahr so 6.000 bis 10.000€ zahlen all inclusive.

Zitat:

Original geschrieben von mattberlin

Ok, doch bei dem 1% der oberen 1% der Beschäftigten dürfte es sich dabei dann nicht um einen 3er handeln.

Der Rest, ob Beigabe oder nicht, wird für so ein Auto als Dienstwagen etwa pro Jahr so 6.000 bis 10.000€ zahlen all inclusive.

naja, da kann ich dann halt nur sagen: Selbst schuld, wenn man sich einen solchen Anteil abknöpfen lässt.

In vielen Branchen ist es heute fast schon nicht mehr möglich, gute Leute auch in Teamlead- oder mittleren Führungspositionen zu bekommen, ohne entsprechendes Jahresgehalt und einen Firmenwagen, neben diversen anderen Annehmlichkeiten oben drauf zu legen.

Aber wie gesagt, alles eine sehr individuelle Frage der Regelungen und Verhandlungen.

am 26. April 2012 um 14:15

Naja, mit realistischer Betrachtung von Geldwerten Vorteil, km-Abrechnung und ggf. Zuzahlung für sein Spaßmodell ist man schnell in dem Bereich. Es gibt auch die Alternative z.B. VW Up, da bekommt man dann noch etwas ausbezahlt. Gut, wenn man die Wahl hat.

am 26. April 2012 um 14:21

Zitat:

Original geschrieben von gogobln

Zitat:

Original geschrieben von mattberlin

Ok, doch bei dem 1% der oberen 1% der Beschäftigten dürfte es sich dabei dann nicht um einen 3er handeln.

Der Rest, ob Beigabe oder nicht, wird für so ein Auto als Dienstwagen etwa pro Jahr so 6.000 bis 10.000€ zahlen all inclusive.

naja, da kann ich dann halt nur sagen: Selbst schuld, wenn man sich einen solchen Anteil abknöpfen lässt.

In vielen Branchen ist es heute fast schon nicht mehr möglich, gute Leute auch in Teamlead- oder mittleren Führungspositionen zu bekommen, ohne entsprechendes Jahresgehalt und einen Firmenwagen, neben diversen anderen Annehmlichkeiten oben drauf zu legen.

Aber wie gesagt, alles eine sehr individuelle Frage der Regelungen und Verhandlungen.

Vielleicht orientieren wir uns einfach mal an den steuerlichen Regelungen: 1% vom Brutto-Listenpreis, zzgl. 0,03% je Entfernungskilometer. Das bedeutet nun konkret, dass jemand, der direkt neben der Arbeit wohnt, quasi nur die 1% Versteuerung hat, jemand, der aber 30 - 50 km entfernt wohnt, der hat schon ein recht ordentliches Sümmchen, das er versteuern muss. Konkret in Zahlen ausgedrückt:

50.000€ Bruttolistenpreis

bei 5 km Entfernung: 575€ Versteuerung - bei einem Grenzsteuersatz von 45% bedeutet das einen Netto-Verzicht von ca. 260€

bei 50 km Entfernung: 750€ Versteuerung - Nettolohnverzicht ca. 340€

Was über diese gesetzliche Regelung hinausgeht, ist alles abhängig von der Unternehmenspolitik. Günstig ist das Firmenauto zu 50 T€ noch immer, aber kostenlos ist es sicher nicht ;)

Zitat:

Original geschrieben von weissbierjojo

Zitat:

Original geschrieben von Jens Zerl

 

Ja, aber selbst wenn dem so ist: auch die bezahlen für ihre Fahrzeuge. :)

Ich weiß ja nicht, wie´s in deinem Umfeld gehandhabt wird, aber die Leute, die ich kenne (insgesamt sind´s 4, die einen Geschäftswagen fahren) zahlen ihr Auto eben nicht selbst, sondern dürften ihn sich aus einer vorgegebenen Auswahl aussuchen. Das Prozent, dass sie dann finanziell belastet, ist ein Witz gegenüber dem, was ein Privatkäufer zu tragen hat. Ich weiß, einer dieser Personen jammert mir auch immer vor, dass sein steuerlicher Anteil am Auto ja sooo hoch wäre. Dabei erzählt er aber nicht, dass er weder Wertverlust noch Unterhaltskosten tragen muss. Jammern auf hohem Niveau halt...

Aber das weicht jetzt vom Thema ab........

Du schätzt das verkehrt ein. Zum einen ist das eine Prozent eben nicht so wenig, wie Du schreibst (bei den meisten dürfte das zum Spitzensteuersatz versteuert werden), zum anderen ist der Geschäftwagen bei vielen schlicht ein Teil des Gehalts (weswegen er ja auch als solches versteuert werden muss!). Wenn ich als Privatkunde für 500 EUR lease und mir vorstelle, dass ich 500 EUR weniger Gehalt hätte, könnte ich genauso behaupten, dass das Leasing für mich kostenlos ist. ;)

 

am 26. April 2012 um 14:23

Es ist vor allem die Sorgenfreiheit drumherum, die eigentlich kaum zu bezahlen ist. Aber das sollte man nicht zu laut schreiben :)

am 26. April 2012 um 14:25

Zitat:

Original geschrieben von mattberlin

Es ist vor allem die Sorgenfreiheit drumherum, die eigentlich kaum zu bezahlen ist. Aber das sollte man nicht zu laut schreiben :)

So ist es! Und die planerische Sicherheit für die nächsten X Jahre...

Zitat:

Original geschrieben von meraka

Zitat:

Original geschrieben von gogobln

 

naja, da kann ich dann halt nur sagen: Selbst schuld, wenn man sich einen solchen Anteil abknöpfen lässt.

In vielen Branchen ist es heute fast schon nicht mehr möglich, gute Leute auch in Teamlead- oder mittleren Führungspositionen zu bekommen, ohne entsprechendes Jahresgehalt und einen Firmenwagen, neben diversen anderen Annehmlichkeiten oben drauf zu legen.

Aber wie gesagt, alles eine sehr individuelle Frage der Regelungen und Verhandlungen.

Vielleicht orientieren wir uns einfach mal an den steuerlichen Regelungen: 1% vom Brutto-Listenpreis, zzgl. 0,03% je Entfernungskilometer. Das bedeutet nun konkret, dass jemand, der direkt neben der Arbeit wohnt, quasi nur die 1% Versteuerung hat, jemand, der aber 30 - 50 km entfernt wohnt, der hat schon ein recht ordentliches Sümmchen, das er versteuern muss. Konkret in Zahlen ausgedrückt:

50.000€ Bruttolistenpreis

bei 5 km Entfernung: 575€ Versteuerung - bei einem Grenzsteuersatz von 45% bedeutet das einen Netto-Verzicht von ca. 260€

bei 50 km Entfernung: 750€ Versteuerung - Nettolohnverzicht ca. 340€

Was über diese gesetzliche Regelung hinausgeht, ist alles abhängig von der Unternehmenspolitik. Günstig ist das Firmenauto zu 50 T€ noch immer, aber kostenlos ist es sicher nicht ;)

Da du direkten Bezug auf meinen Beitrag nimmst, möchte ich auch direkt darauf hinweisen, dass ich in meinen Betrachtungen explizit die steuerliche Handhabung aussen vor gelassen habe, wie du weiter oben nachlesen kannst. Es ging demzufolge lediglich zumindest bei meinen Postings darum, ob und in welchem Umfang ein Firmenwagennutzer durch Gehaltsbestandteil am Firmenwagen beteiligt wird.

Und das ist nunmal in vielen Varianten Praxis und in meinem Fall kein Thema.

Zur Steuer:

ja, bei mir konkret beträgt die Reduzierung meines monatlichen Nettogehalts durch die Versteuerung meines Wagens als geldwerten Vorteil rund 297 Euro. Und ehrlich gesagt betrachte ich es als Geschenk, dafür einen Wagen für 50Tkm inkl. aller Betriebs- und Unterhaltskosten, sowie Firmenparkplatz und Sorgenfreiheit fahren zu können.

am 26. April 2012 um 14:41

Damit da keine Empfindlichkeiten aufkommen, verzichte ich mal auf ein Zitat :D

Ich wollte dir nicht zu nahe treten, sondern habe nur versucht, ganz offen und transparent aufzuzeigen, welche gesetzlichen Regelungen bestehen. In meiner Rechnung ist sehr schön zu sehen, dass sich die Kosten neben dem Bruttolistenpreis auch stark an den Entfernungskilometern orientieren. Dass eine monatliche Belastung in Höhe von 250 - 350 € für ein Auto in dieser Größenordnung eher niedrig ist, steht zweifelsohne fest. Wie der monatliche Abzug im Einzelfall wirklich aussieht, ist ohnehin ein ganz anderes Thema und nur individuell zu beantworten.

Deine Aussage, dass ein Firmenwagen inzwischen oft dazu genutzt wird, um überhaupt fähige Mitarbeiter zu bekommen bzw. zu behalten, ist vollkommen korrekt.

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