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Erste Erfahrungen mit dem Mazda 3 (BM) 120 PS-Benziner, 6-Gang
Um das Forum etwas zu beleben, stelle ich hier mal meine ersten Erfahrungen ein:
Ausstattung:
Center Line mit Touring- und Lichtpaket, womit dann auch Bi-Xenon, Licht- und Regensensor, abgedunkelte Scheiben hinten, beheizbare Sitze vorn, Einparkhilfe hinten (akustische Sensoren), Tempomat, Spurwechsel- und Notbremsassistent enthalten sind. Im Grunde also eine solide und ausreichende Ausstattung.
Um dies vorweg zu nehmen, die im Touring-Paket enthaltene Einparkhilfe ist unbedingt zu empfehlen, da die Sicht nach hinten doch sehr eingeschränkt ist – ein Tribut an das moderne Design, wenngleich ich mich doch schon nach kurzer Zeit daran gewöhnt habe, indem man durchaus auch mal den Blick nach hinten wenden muss, was verständlicherweise einer kleinen Verrenkung bedarf. Um auch das vorweg zu nehmen: vordere „Parkpiepser“ vermisse ich nicht, denn die Übersicht nach vorn ist trotz der längeren Motorhaube besser, als in einigen Kompaktfahrzeugen anderer Hersteller, bei denen man trotz Verrenkungen nach vorn das Ende der Motorhaube nicht mehr einsehen kann. Klarer Pluspunkt für Mazda.
Zur Ausstattung kommen noch vordere Einstiegsleisten aus Edelstahl und Textilfußmatten „Luxury“ (beides sollte Mazda heutzutage allerdings serienmäßig anbieten) und Metallic.
Dazu kommen noch Winterreifen in der Größe 205/60 R16 H auf Stahlfelge.
In Summe entsteht somit ein, wohlgemerkt, unverhandelter Listenpreis in Höhe
von 23.668,00 EUR (ohne Überführung, Zulassung, Kfz-Brief).
Mazda gewährt 3 Jahre Garantie, die sich aber durch einen einmaligen Betrag in Höhe von 599,- EUR auf 8 Jahre erweitern lässt (60 Monate Anschlußgarantie/Laufzeit bis 150.000
km). Auf 8 Jahre gerechnet ergibt dies eine jährliche Laufleistung von 18.750 km für die Dauer von 8 Jahren Garantie. Das ist Spitze.
Nach meiner Ansicht ist das im Vergleich zu vielen anderen Kompaktwagenanbietern ein
sehr attraktives Angebot.
Trotzdem bleibt unverständlich, warum man in der Ausstattungslinie Centerline 120 PS-Benziner die Bremsenergierückgewinnung iLoop nicht anbietet, beheizbare Außenspiegel nicht verfügbar sind und Lederausstattung ausschließlich an die Variante Sports-Line geknüpft wird.
Leidiges Thema Unterbodenschutz/Hohlraumkonservierung:
Wie in Foren festzustellen, sind zahlreiche Mazda-Fahrer wegen diesem Thema verunsichert, aus Sorge um den langen Erhalt ihres Fahrzeugs. Hier ist zweifelsfrei der Hersteller und sein Händlernetz gefragt, einerseits Lösungen bzw. Servicepakete für einen verbesserten Unterbodenschutz/Hohlraumversiegelung gemäß den klimatischen Anforderungen in den skandinavischen Ländern anzubieten und andererseits den Unterboden in die Garantie aufzunehmen.
Das im Mazda 3 angebotene Konnektivity-Paket mit aufrecht stehendem, nicht versenkbarem
7“-Display kann optional mit einer Navigationssoftware (600,- € in der Preisliste als Software) nachgerüstet werden, was man als fair bezeichnen kann, nicht jeder aber auch sofort braucht. Auf jeden Fall ist diese Nachrüstmöglichkeit weitaus günstiger und flexibler, als mit dem Neuerwerb bei anderen Herstellern sofort ein teures Festeinbaugerät ordern zu müssen.
Der Zigarettenanzünder liegt versteckt in der vorderen Mittelablage – der sichert somit den Betrieb preiswerter mobiler Navis.
Allerdings drängt sich auch die Frage auf, wenn ich ein festes Navi und den Anschluß eines Smart-Phones nicht brauche, bräuchte ich zur Radio-Bedienung auch kein 7“-Display. Aber es ist halt Serie und die Bedienung über den Einstellknopf im Mitteltunnel immerhin selbsterklärend.
Innenraum:
Überwiegend in schwarz gehalten, macht einen aufgeräumten, sauber verarbeiteten Eindruck.
Die Sitze empfinde ich vorn, wie auch hinten bequem und langstreckentauglich. Der Fahrersitz hat übrigens eine Lendenwirbelstütze. Die Einstell- und Verstellmöglichkeiten der Sitze wie auch des Lenkrads sind gut. Große, wie auch kleinere Fahrer dürften damit klarkommen und eine optimale Einstellung finden. Der lange Radstand ermöglicht einen doch recht großen, komfortablen Innenraum. Allerdings fehlen größere Ablagen, vor allem in den Türen.
Dass man sich mit der Bedienung der einzelnen Schalter und der Ablesung der Instrumente (der digitalen Tachoanzeige und des 7“-Displays) umstellen muss, ist bei einem Fabrikatswechsel verständlicherweise gewöhnungsbedürftig, geht aber unkompliziert von statten.
Klima/Automatik
Die dual einstellbare Automatik hinterlässt bei sommerlichen Temperaturen einen sehr wirkungvollen Eindruck. Subjektiv auch, dass sich der Innenraum vermutlich auch angesichts der dunkleren hinteren Scheiben, die zu dem vor allem hinten kleiner ausfallen als vorne, weniger aufheizt.
Erfahrungen im Winterbetrieb liegen noch nicht vor. Insofern bin ich gespannt, wie sich hier die Wintertauglichkeit insgesamt zeigt.
Kofferraum:
Der Kofferraum wird mit einem Volumen von 364 l angegeben. Der dürfte für viele, die den Wagen ohnehin meist nur zu zweit nutzen, völlig ausreichen. Unter dem Ladedeckel des Kofferraums liefert Mazda ein Reparaturset. Platz für ein schmales Notrad, was ganz offensichtlich in anderen ausländischen Märkten aber angeboten wird, findet sich dort nicht. Wer häufig im Ausland und dort fern örtlicher Service-/Reifendienste unterwegs ist wird dieses Notrad als beruhigendes Gefühl der schnellen Behebung einer möglichen Panne vermissen, ohne erst auf die Mazda-Hotline angewiesen zu sein.
Fahrverhalten/Verbrauch:
120 PS aus 2 l Hubraum klingt wenig, angesichts zahlreicher am Markt existierender Turbomotoren. Aber die Leistung reicht in der Praxis völlig aus. Der hoch verdichtete Sauger-
Motor läuft leise, auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn und erreicht auch im Kurzstreckenverkehr (nach ca. 1-2 km) schnell seine Betriebstemperatur, bei wohlgemerkt sommerlichen und herbstlichen Außentemperaturen. Zudem verspricht diese Bauart Langlebig- und Zuverlässigkeit.
Stimmig ist aus meiner Sicht auch der Federungskomfort.
Vordere, an der Karosserie- bzw. dem Fahrwerk unten angebrachte Bleche, die offensichtlich die Unterströmung und damit den cw-Wert verbessern sollen, verringern die Bodenfreiheit im vorderen Bereich. Vorsicht ist also bei höheren Bordsteinkanten oder Hindernissen geboten. Hier ist ein Aufsetzen schnell möglich.
Die Angabe von 119 g/km CO2-Emission klingt optimistisch, was den Benzinverbrauch betrifft. Die NEFZ-Verbrauchsangaben innerorts von 6,5 l, außerorts von 4,3 l, kombiniert 5,1 l allerdings auch, wobei der Motor wohl erst nach ca. 5000 km eingefahren sein soll und sich
erst dann ein praxisgerechter Verbrauch ermitteln lässt. Zur Zeit ist ein Durchschnittsverbrauch innerorts von ca. 6,7-6.8 l festzustellen, außerorts (Land- und Bundesstrassen) im günstigsten Fall von 6,5 l, auf der Autobahn bei einem Schnitt von 130-150 km/h allerdings auch ein Durchnittsverbrauch von 6,7 l. Damit kann man leben. Und es zeigt, dass die Mazda-Ingenieure nicht zu unrecht bei ihrem Motorenkonzept darauf hingewiesen haben, günstige Verbrauchswerte auch bei höheren Geschwindigkeiten erzielt zu haben – im Gegensatz zum Verbrauch von downsizing-Turbo-Motoren bei höheren Geschwindigkeiten.
Die Lenkung ist leichtgängig, in der Mittellage, also bei Geradeausfahrt, etwas zu leichtgängig. Hier wäre etwas Feinabstimmung nötig, um nervöse Lenkbewegungen auszugleichen und eine ruhigere Geradeausfahrt gerade bei zunehmender Geschwindigkeit zu ermöglichen.
Insgesamt gesehen hinterlässt der Mazda 3 im Kurzstreckenverkehr, noch mehr aber auf der Landstrasse und Autobahn einen rund um positiven Eindruck.
Beste Antwort im Thema
Um das Forum etwas zu beleben, stelle ich hier mal meine ersten Erfahrungen ein:
Ausstattung:
Center Line mit Touring- und Lichtpaket, womit dann auch Bi-Xenon, Licht- und Regensensor, abgedunkelte Scheiben hinten, beheizbare Sitze vorn, Einparkhilfe hinten (akustische Sensoren), Tempomat, Spurwechsel- und Notbremsassistent enthalten sind. Im Grunde also eine solide und ausreichende Ausstattung.
Um dies vorweg zu nehmen, die im Touring-Paket enthaltene Einparkhilfe ist unbedingt zu empfehlen, da die Sicht nach hinten doch sehr eingeschränkt ist – ein Tribut an das moderne Design, wenngleich ich mich doch schon nach kurzer Zeit daran gewöhnt habe, indem man durchaus auch mal den Blick nach hinten wenden muss, was verständlicherweise einer kleinen Verrenkung bedarf. Um auch das vorweg zu nehmen: vordere „Parkpiepser“ vermisse ich nicht, denn die Übersicht nach vorn ist trotz der längeren Motorhaube besser, als in einigen Kompaktfahrzeugen anderer Hersteller, bei denen man trotz Verrenkungen nach vorn das Ende der Motorhaube nicht mehr einsehen kann. Klarer Pluspunkt für Mazda.
Zur Ausstattung kommen noch vordere Einstiegsleisten aus Edelstahl und Textilfußmatten „Luxury“ (beides sollte Mazda heutzutage allerdings serienmäßig anbieten) und Metallic.
Dazu kommen noch Winterreifen in der Größe 205/60 R16 H auf Stahlfelge.
In Summe entsteht somit ein, wohlgemerkt, unverhandelter Listenpreis in Höhe
von 23.668,00 EUR (ohne Überführung, Zulassung, Kfz-Brief).
Mazda gewährt 3 Jahre Garantie, die sich aber durch einen einmaligen Betrag in Höhe von 599,- EUR auf 8 Jahre erweitern lässt (60 Monate Anschlußgarantie/Laufzeit bis 150.000
km). Auf 8 Jahre gerechnet ergibt dies eine jährliche Laufleistung von 18.750 km für die Dauer von 8 Jahren Garantie. Das ist Spitze.
Nach meiner Ansicht ist das im Vergleich zu vielen anderen Kompaktwagenanbietern ein
sehr attraktives Angebot.
Trotzdem bleibt unverständlich, warum man in der Ausstattungslinie Centerline 120 PS-Benziner die Bremsenergierückgewinnung iLoop nicht anbietet, beheizbare Außenspiegel nicht verfügbar sind und Lederausstattung ausschließlich an die Variante Sports-Line geknüpft wird.
Leidiges Thema Unterbodenschutz/Hohlraumkonservierung:
Wie in Foren festzustellen, sind zahlreiche Mazda-Fahrer wegen diesem Thema verunsichert, aus Sorge um den langen Erhalt ihres Fahrzeugs. Hier ist zweifelsfrei der Hersteller und sein Händlernetz gefragt, einerseits Lösungen bzw. Servicepakete für einen verbesserten Unterbodenschutz/Hohlraumversiegelung gemäß den klimatischen Anforderungen in den skandinavischen Ländern anzubieten und andererseits den Unterboden in die Garantie aufzunehmen.
Das im Mazda 3 angebotene Konnektivity-Paket mit aufrecht stehendem, nicht versenkbarem
7“-Display kann optional mit einer Navigationssoftware (600,- € in der Preisliste als Software) nachgerüstet werden, was man als fair bezeichnen kann, nicht jeder aber auch sofort braucht. Auf jeden Fall ist diese Nachrüstmöglichkeit weitaus günstiger und flexibler, als mit dem Neuerwerb bei anderen Herstellern sofort ein teures Festeinbaugerät ordern zu müssen.
Der Zigarettenanzünder liegt versteckt in der vorderen Mittelablage – der sichert somit den Betrieb preiswerter mobiler Navis.
Allerdings drängt sich auch die Frage auf, wenn ich ein festes Navi und den Anschluß eines Smart-Phones nicht brauche, bräuchte ich zur Radio-Bedienung auch kein 7“-Display. Aber es ist halt Serie und die Bedienung über den Einstellknopf im Mitteltunnel immerhin selbsterklärend.
Innenraum:
Überwiegend in schwarz gehalten, macht einen aufgeräumten, sauber verarbeiteten Eindruck.
Die Sitze empfinde ich vorn, wie auch hinten bequem und langstreckentauglich. Der Fahrersitz hat übrigens eine Lendenwirbelstütze. Die Einstell- und Verstellmöglichkeiten der Sitze wie auch des Lenkrads sind gut. Große, wie auch kleinere Fahrer dürften damit klarkommen und eine optimale Einstellung finden. Der lange Radstand ermöglicht einen doch recht großen, komfortablen Innenraum. Allerdings fehlen größere Ablagen, vor allem in den Türen.
Dass man sich mit der Bedienung der einzelnen Schalter und der Ablesung der Instrumente (der digitalen Tachoanzeige und des 7“-Displays) umstellen muss, ist bei einem Fabrikatswechsel verständlicherweise gewöhnungsbedürftig, geht aber unkompliziert von statten.
Klima/Automatik
Die dual einstellbare Automatik hinterlässt bei sommerlichen Temperaturen einen sehr wirkungvollen Eindruck. Subjektiv auch, dass sich der Innenraum vermutlich auch angesichts der dunkleren hinteren Scheiben, die zu dem vor allem hinten kleiner ausfallen als vorne, weniger aufheizt.
Erfahrungen im Winterbetrieb liegen noch nicht vor. Insofern bin ich gespannt, wie sich hier die Wintertauglichkeit insgesamt zeigt.
Kofferraum:
Der Kofferraum wird mit einem Volumen von 364 l angegeben. Der dürfte für viele, die den Wagen ohnehin meist nur zu zweit nutzen, völlig ausreichen. Unter dem Ladedeckel des Kofferraums liefert Mazda ein Reparaturset. Platz für ein schmales Notrad, was ganz offensichtlich in anderen ausländischen Märkten aber angeboten wird, findet sich dort nicht. Wer häufig im Ausland und dort fern örtlicher Service-/Reifendienste unterwegs ist wird dieses Notrad als beruhigendes Gefühl der schnellen Behebung einer möglichen Panne vermissen, ohne erst auf die Mazda-Hotline angewiesen zu sein.
Fahrverhalten/Verbrauch:
120 PS aus 2 l Hubraum klingt wenig, angesichts zahlreicher am Markt existierender Turbomotoren. Aber die Leistung reicht in der Praxis völlig aus. Der hoch verdichtete Sauger-
Motor läuft leise, auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn und erreicht auch im Kurzstreckenverkehr (nach ca. 1-2 km) schnell seine Betriebstemperatur, bei wohlgemerkt sommerlichen und herbstlichen Außentemperaturen. Zudem verspricht diese Bauart Langlebig- und Zuverlässigkeit.
Stimmig ist aus meiner Sicht auch der Federungskomfort.
Vordere, an der Karosserie- bzw. dem Fahrwerk unten angebrachte Bleche, die offensichtlich die Unterströmung und damit den cw-Wert verbessern sollen, verringern die Bodenfreiheit im vorderen Bereich. Vorsicht ist also bei höheren Bordsteinkanten oder Hindernissen geboten. Hier ist ein Aufsetzen schnell möglich.
Die Angabe von 119 g/km CO2-Emission klingt optimistisch, was den Benzinverbrauch betrifft. Die NEFZ-Verbrauchsangaben innerorts von 6,5 l, außerorts von 4,3 l, kombiniert 5,1 l allerdings auch, wobei der Motor wohl erst nach ca. 5000 km eingefahren sein soll und sich
erst dann ein praxisgerechter Verbrauch ermitteln lässt. Zur Zeit ist ein Durchschnittsverbrauch innerorts von ca. 6,7-6.8 l festzustellen, außerorts (Land- und Bundesstrassen) im günstigsten Fall von 6,5 l, auf der Autobahn bei einem Schnitt von 130-150 km/h allerdings auch ein Durchnittsverbrauch von 6,7 l. Damit kann man leben. Und es zeigt, dass die Mazda-Ingenieure nicht zu unrecht bei ihrem Motorenkonzept darauf hingewiesen haben, günstige Verbrauchswerte auch bei höheren Geschwindigkeiten erzielt zu haben – im Gegensatz zum Verbrauch von downsizing-Turbo-Motoren bei höheren Geschwindigkeiten.
Die Lenkung ist leichtgängig, in der Mittellage, also bei Geradeausfahrt, etwas zu leichtgängig. Hier wäre etwas Feinabstimmung nötig, um nervöse Lenkbewegungen auszugleichen und eine ruhigere Geradeausfahrt gerade bei zunehmender Geschwindigkeit zu ermöglichen.
Insgesamt gesehen hinterlässt der Mazda 3 im Kurzstreckenverkehr, noch mehr aber auf der Landstrasse und Autobahn einen rund um positiven Eindruck.
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601 Antworten
Zitat:
@campr schrieb am 3. September 2016 um 22:01:39 Uhr:
Mich wundert, dass in JeanLuc69's sehr detailliertem und gut geschriebenem Testbericht nicht bemängelt wurde, dass die Motorhaube noch einen manuellen Aufsteller hat, wo ihm doch sonst viele kleine Dinge aufgefallen sind. ;)
Das ist für mich kein Kritikpunkt, sondern sogar besser als der Dämpfer-Haubenlifter. Zum einen spart es Gewicht, zum anderen verschleißt die manuelle Lösung nicht wie die Dämpfer in meinem Golf, die bereits nach einem Jahr Rost ansetzten und mittlerweile die Motorhaube kaum noch halten können ... Wertigkeit neu erleben halt :D
Wenn ich Kritik üben würde, dann am Haubenschloß. Das Öffnen ist etwas umständlich, weil die Entriegelung nicht unter der Haube, sondern innen am Frontteil sitzt.
Aus Mangel an Erfahrung muss ich zum Öffnen der Haube immer erst einen Kniefall vor dem Auto machen und die Mechanik beäugen. Es könnte sein, dass dies im Golf einfacher gelöst war, aber das ist mir zu unwesentlich um daraus einen Kritikpunkt zu drehen.
Für mich im Alltag der größte Kritikpunkt am Mazda sind die viel zu kleinen Ablagen in den Türen. Das hat zwar Mazda mit dem Facelift behoben, macht es für mich mit dem Vorfacelift aber nicht besser.
Auch doof gelöst ist, dass selbst der Fahrer die Nicht-Fahrerfenster nicht mehr bedienen kann, wenn er es den anderen verboten hat.
Die Haubenöffnung ist knifflig. Das hätte man günstiger lösen können.
Die Ablagen sind klein: ja. Alle, Fahrer und Beifahrer haben sich daran gewöhnt.
Die Funktionsweise der Sperrung der Fenster finde ich aber gut. Der Fahrer kann sich auf sein eigenes Fenster konzentrieren. Wenn alle anderen immer geschlossen sind, wie bei mir, muss ich die übrigen Fenster also auch nicht mehr kontrollieren.
Wobei klein immer relativ ist. Dafür habe ich schon kleinere Handschuhfächer gesehen. Auch das Fach unter der Mittelarmlehne ist zwar nicht besonders zweckmäßig im Format, aber dafür auch relativ groß.
Einige Bedienfunktionen, wie schon oben beschrieben, aber auch Tempomat, sind im Golf intuitiver gelöst. Man muss sich umgewöhnen.
Ich würde mir aber ein klimatisierbares Handschuhfach wünschen.
Zitat:
@campr schrieb am 4. September 2016 um 15:26:01 Uhr:
Aus Mangel an Erfahrung muss ich zum Öffnen der Haube immer erst einen Kniefall vor dem Auto machen und die Mechanik beäugen.
Ich habe den Pussy-Weg beschritten. Das Öffnen der Haube war tatsächlich im Handbuch beschrieben :D
Ja, das hab ich vor Monaten auch mal gemacht (sogar schon bevor ich den Wagen bekommen hatte, da Mazda ja die Handbücher online stehen hat). Ich kenne aber mein Gedächtnis und will nicht jedesmal ins Handbuch schauen müssen, bevor ich Scheibenreiniger auffülle. ;) Der ist der Kniefall sie schnellere Methode.
Am Tempomat hab ich absolut gar nichts auszusetzen. Die Taster sind sogar auf der richtigen Lenkradseite. Er merkt sich sogar, dass er aktiviert war - bei Ford, BMW und Toyota muss(te) ich den nach jedem Neustart zuerst aktivieren bevor ich ihn einstellen konnte.
Eins fällt mir gerade ein: unser Mazda spielt seit vielleicht 2 Monaten beim Einschalten/Abschalten eine Melodie ab, was er vorher nicht gemacht hat. Weiß der Kuckuck, warum. Ich hab schon alle Einstellungsmenüs durchforstet, aber keine Option gefunden, die ich damit assoziieren würde.
Grundsätzlich finde ich das Multi-Media-System gut bedienbar, teils besser als im BMW, aber mir fehlt schon etwas die programmierbare Tastenleiste aus dem BMW, um z.B. Radiosender, Bildschirme oder Telefonnummern abszuspeichern.
Hat eigentlich jemand nach dem Neuwagenkauf eine Umfrage erhalten, um zu erfragen wie zufrieden man mit dem Wagen sei?
Zitat:
@campr schrieb am 4. September 2016 um 18:52:59 Uhr:
Hat eigentlich jemand nach dem Neuwagenkauf eine Umfrage erhalten, um zu erfragen wie zufrieden man mit dem Wagen sei?
Ja, vom fMh, wo ich gekauft habe, vom Geschäftsführer persönlich.
Nach meinem ausführlichen Bericht hat er mir dann nochmal geantwortet, sich bedankt und mir mitgeteilt, dass er den Bericht an Mazda weitergeleitet hat.
Kurzes Update:
ich habe soeben bestellt.
4-Türer Facelift (120PS) als Sportsline in Schwarz. Volle Hütte. Mit Automatik :D
Lieferung voraussichtlich Ende Januar.
Dann frohes Warten :D
Möge die Zeit schnell vorüber gehen. Spreche aus Erfahrung...
Zitat:
@Barbarti schrieb am 21. September 2016 um 18:35:08 Uhr:
Dann frohes Warten :D
Die schlimmste Zeit von allen :D
Hallo Zusammen,
Ich bin ganz frisch und neu hier.
Morgen hole ich meinen Mazda 3 (BM) Nakama mit 120PS ab.
Habt ihr Tipps und tricks zwecks "einfahren" für mich?
Viele Grüße
Haniball
Zitat:
@Haniball1285 schrieb am 6. Oktober 2016 um 16:42:42 Uhr:
Habt ihr Tipps und tricks zwecks "einfahren" für mich?
Halt Dich an eine eiserne Regel: warmfahren. Immer. Kalt heizen macht auch den allerbesten Motor schnell kaputt.
Kaltfahren nach längerer Autobahnfahrt ist auch nicht verkehrt.
Ansonsten die ersten 1000 km nach Handbuch mit viel variabler Last und wechselnder Drehzahl fahren, den Motor dabei aber nicht voll belasten und auch warm zunächst nicht über 4000 drehen. Bergab kannst Du gerne mal einen kleineren Gang wählen (z.B. 3. statt 4.) und mit Schubabschaltung ohne Gas (also ohne Last) mit erhöhter Drehzahl rollen. Bei niedriger Drehzahl auf Last verzichten, besser zum Beschleunigen einen Gang zurückschalten. Ich gebe z.B. auch beim eingefahrenen Motor unter 2000 U/min grundsätzlich kein Vollgas. Ist beim Saugmotor jetzt kein großes Problem, aber Turbos können dabei schonmal die Lager vorschädigen.
Mit Tempomat 300 Kilometer AB bei Strich 130 zu fahren, sollest Du dabei vermeiden. Lieber kurvige Landstraßen mit Bergauf- und Bergabpassagen, wo viel geschaltet werden muss. Und während der "Einfahrphase" solltest Du regelmäßig (je nach Fahrprofil min. einmal pro Woche) den Ölstand am Peilstab prüfen, um ein Gefühl für eventuellen Ölverbrauch zu erhalten. Spritverbrauch während der ersten paar Tausend solltest Du nicht weiter beachten. Der pendelt sich in der Regel erst danach auf verlässliche Werte ein.
Ansonsten sollte der G120 eigentlich als Motor grundsolide sein. 4 Zylinder, 2 Liter, Steuerkette, kein Turbo ... passt.
Perfekt, dann geht's morgen direkt über die Landstraße nach Hause :) ich freu mich wie ein kleiner König
Danke JeanLuc