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Erneut deutlicher Wertverlust bei Euro 5 nach Einführung einer "blauen Plakette"?

Themenstarteram 3. Dezember 2019 um 9:27

Guten Morgen,

Autos mit Euro 5 hatten in den letzten Jahren schon einen deutlichen Wertverlust gehabt. Bis 2015 kosteten diesel Diesel-Motoren ~2000€ mehr als vergleichbare Benziner, jetzt ~2000€ weniger als Benziner.

Sollte es diese "Umwelt"zonen mit Euro 6 geben, würden die Euro 5-Diesel noch mehr an Wert verlieren?

Ich frage mich, weil ich beabsichtige, einen Diesel mit Euro 5 für 10-12.000€ zu kaufen. Wenn es z.B. in 1 Jahr diese "Umwelt"zonen mit Euro 6 gibt, wäre der Wert dann nur noch z.B. 6-8000€ oder ist der meiste Wertverfall schon durch und ich kann mit normalem Wertverlust (Alter, Lautleistung, 1 Besitzer mehr) rechnen?

Liebe Grüße

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65 Antworten

Was interessiert Dich der Wertverlust? Für Dich sollte wichtiger sein (und auch für uns zur Bewertung Deiner Frage), ob Du nach der Einführung irgendwelcher Umweltzonen noch dorthin kommst, wo Du hin willst / musst. DAS wäre zunächst DIE Frage, die mich beschäftigen würde. Wenn Du schon heute VOR dem Kauf des Euro 5 den Verkauf planst, dann muss das ja ein fixer Zeitraum sein, den Du nennen solltest. Vielleicht wäre da ein Privatleasing besser für diesen Zeitraum.

Kauf ihn dir einfach und hab Spaß beim Fahren.

Als normaler Erwachsener sollte man eigentlich so schlau sein, bei den Kindergartenspielchen unserer oberstübchenkastrierten Politiker gedanklich nicht mitzuspielen.

Moin,

1.) Wo siehst du denn eine blaue Plakette kommen? Ich seh die bisher nirgends - also kann die auch keine Auswirkung haben.

2.) Das was du ansprichst sehe ich tatsächlich nur in den Ballungsräumen die direkt betroffen sind. Je weiter man weg kommt, desto weniger ist der Effekt. Ist ja auch logisch - in 99% der Verkehrsfläche interessiert das jeweilige Fahrverbot nicht - wie oben angedeutet - nur spannend, wenn du in eine entsprechende Zone reinmusst. Sonst irrelevant.

3.) Wir sind keine Propheten - der Wertverlust eines Autos wird auch durch andere Aspekte beeinflusst, die Vorherzusagen ist nahezu unmöglich.

LG Kester

Themenstarteram 3. Dezember 2019 um 10:27

Wäre dann ja mein Geld, das weg wäre. Die 4000€ könnte ich dann lieber spenden.

Die Propagandamaschine gegen Euro 5 läuft ja schon seit ein paar Jahren und soweit ich weiß, sollen in Stuttgart in ein paar Monaten schon mal ein paar Straßen gesperrt werden. Ich wohne in Hannover und hier wurde auch öfter Propaganda für diese Euro 6 Zonen gemacht, obwohl die sinnlosen Grenzwerte eh nicht überschritten werden. Allein was vom VW Werk für riesige Wolken rauskommen, übertrifft denke ich alle Autos der Stadt zusammen. Aber, dass die meisten diesen Unsinn dieser Umweltzonen durchschauen, freut mich :)

Würde das Auto schon gerne um die 5 Jahre lang fahren und auch in die Innenstadt von Hannover. Jetzt wurde sogar einer der Grünen Partei zum Burgermeister gewählt (allemal besser als jemand von dieser Alternative zum Vorkriegszustand), doch immerhin hat man von ihm nichts von Umweltzonen gehört. Vor ein paar Jahren wollte man sogar noch die Euro4-Zonen in Hannover komplett abschaffen.

Ihr habt recht, mit dem Wertlust muss ich mein falsches Denken einsehen, keiner weiß was morgen ist.

Dachte nur, dass es ein bestimmtes Schema beim Wertverlust gibt.

Hoffe nur, dass Gott uns vor diesen Plänen der Politiker bewahrt und sie dazu leitet, dass sie statt Milliarden Euro für diese krampfhaften Veränderungen ausgeben (es wurde in den letzten 30 Jahren auch ohne Zwang deutlich besser), es lieber mit den hungernden dieser Welt teilen, was ein viel schwerwiegendes Problem ist.

Gibt es auch. Wenn du keinen Wertverlust möchtest, dann kauf dir ein Auto, dass gar keinen Wertverlust mehr hat, sondern sogar im Wert steigt. z.B. einige BMW E39, Porsche 996, ...

Und wenn du wirklich zukunftssicher und vor allem günstig unterwegs sein wolltest, würdest du dir statt Diesel ein Erdgasfahrzeug kaufen (VW, Volvo, Mercedes haben hier gute Gebrauchte). Willst du aber nicht, sonst würdest du es ja machen.

Themenstarteram 3. Dezember 2019 um 10:39

Zitat:

@B.M.Troubleyou schrieb am 3. Dezember 2019 um 10:33:33 Uhr:

Gibt es auch. Wenn du keinen Wertverlust möchtest, dann kauf dir ein Auto, dass gar keinen Wertverlust mehr hat, sondern sogar im Wert steigt. z.B. einige BMW E39, Porsche 996, ...

Danke für den Rat. Doch die Spritkosten wären mit viel zu hoch, darum möchte ich lieber einen neueren Diesel :BJ 2010-2015 :D

Bin momentan zwischen BMW 1er F20 118d/120d, CLA 180/200 CDI und Golf 7 1.6/2.0 TDI, da wäre der Golf das einzige Modell in meinem Budget mit Euro 6. Doch das soll nicht das entscheidende Kaufkriterium sein.

Moin,

Naja - wo ist das denn Propaganda? Das EU5 und frühe EU6 Fahrzeuge es mit dem Einhalten der Norm allgemein nicht so genau nehmen ist doch recht eindeutig belegt. Teilweise hauen die mehr raus als EU3 oder EU4 Fahrzeuge. Ein klarer Fall von Selbst Schuld für die Hersteller - der ärgerliche Aspekt ist eher - das es so schwer ist, die Hersteller dafür an den Wickel zu bekommen.

Die Grenzwerte sind kein Stück sinnlos - sie sind sogar sehr sinnvoll. Dummerweise kollidieren sie mit den Egoismus vieler Menschen, falscher Förderung, schlechter Stadtplanung, wirtschaftlichen Interessen und weil 90% der Menschrn es nicht verstehen (viele scheitern ja bereits am Vergleich Masse zu Konzentration) lässt sich das brilliant populistisch ausschlachten und damit entweder Geld verdienen oder Politik machen.

Jeder der Grenzwerte ist wissenschaftlich sehr gut belegt und aus toxikologischer Sicht gehört jeder der Grenzwerte sogar mehr oder weniger deutlich gesenkt. Der einzige der wirklich toxikologisch brauchbar ist - ist der Grenzwert für die Stickoxide (da wären 30 Microgramm ideal, aber 40 sind halt auch durchaus OK) - aber bei Ozon und Partikeln sind die Grenzwerte tatsächlich schon recht industriefreundlich, um es mal nett zu formulieren.

Sprich - du bist nur der sprichwörtliche Depp, der ausbaden darf - dass man sich fast 20 Jahre nicht drum gekümmert hat, das die Hersteller der Autos lieber 50€ mehr verdienen wollten und ihnen scheißegal war was mit deinem Geld später passiert. Also wenn du ernsthaft meckern willst - dann beschwer dich bei den Autoherstellern - die sind Schuld.

LG Kester

Liege ich in einer Umweltzone würde ich einen so neuen Euro-Standard wie möglich kaufen.

Zur eigentlichen Frage: JA!

Sollte (!) es weitere Umweltzonen geben und/oder es mehr Städte geben, in die man nur noch mit EUR6 fahren darf, wird natürlich der Wertverlust größer ausfallen als ohne diesen Umstand...

Das betrifft dann alle Diesel (mind. dann EUR5 und schlechter; aber selbst auch EUR6), deutschlandweit. Sicherlich ist die Ausprägung dieser monetären Auswirkung ein wenig(!) davon abhängig, wo man wohnt bzw. wo man kauft/verkauft...

Insofern würde ich Dir eher zum EUR 6 (auch weil Du in Hannover wohnst) raten!

-Der Golf mit EUR6 liegt locker im Budget (Mobile.de: EZ ab 2014 bis 100tkm, bis 12t€), 447 Treffer nur in Deutschland

- Der CLA mit EUR6 liegt nicht im Bereich des Möglichen...!

-1er BMW: der kleinere Motor (116d) wäre im Budget; der 118/120 fängt eher ab 12-13t€ an...; evtl. mit viel Verhandlungsgeschick!)

Zitat:

Bin momentan zwischen BMW 1er F20 118d/120d, CLA 180/200 CDI und Golf 7 1.6/2.0 TDI, da wäre der Golf das einzige Modell in meinem Budget mit Euro 6. Doch das soll nicht das entscheidende Kaufkriterium sein.

Der Peugeot 308 hat seit 2014 ebenfalls EU6 (und der war 17 einer der ersten mit 6d-temp) und ist günstiger verfügbar. Ist vielleicht einen Blick wert.

Die Abwertung der Euro 5 Diesel ist zwar schwer zu beziffern, aber letzten Herbst gar ich f<r meinen 8 Jahre alten Hyundai I30CRDI mit 140.000km 2700€ bekommen. Hätte ich keine defekte Tür und keine reparieren Vorschäden gehabt, währen es fast 6000€ ohne Dieslskandal max 8000€. Dank des Skandals gab es in Hamburg 6000€ Wechselprämie von Daimler. Damit bin ich als Gewinner da raus gekommen

ich seh auch keinen erhöhten wertverlust für unseren euro5 diesel.

wir hatten einen ceed sw crdi ED. restwert nach 6 jahren und 190tkm knapp 4500€

wir haben aktuell einen ceed sw crdi JD. restwert nach 6 jahren und 190tkm knapp 4500€

restwert nach DAt. nimmt sich also nichts großartig.

in deutschland kauft den eh keiner mehr mit einer solchen laufleistung. ist ein fall für den export (aber wir fahren den mal noch weiter)

ich denke wer seinen euro5 diesel fährt bis er die fahrverbote unmittelbar vor der haustür hat und dann direkt betroffen ist, wird kaum erhöhten wertverlust haben. die karre hat dann nämlich vermutlich ihre 5-10 jahre und 1500-300tkm auf der uhr.

anders sieht es aus bei leuten die eben panisch und frühzeitig verkaufen. ggf leute die eher wenig fahren, trotzdem einen diesel gekauft haben und nach 5 oder 6 jahren mit höchsten 80tkm auf der uhr gehofft hatten, dass er dann noch nennenswerten restwert bringt.

was viel mehr auffällt:

die listenpreise steigen immer weiter. die leute geben auch immer mehr für's auto aus. restwert nach einer gewissen zeit ist aber meist nicht höher als beim vergleichbaren vorgängermodell ein paar jahre eher. das ist aber keiner euro5/6 problematik zuzuschreiben sondern allgemein unserer wachstumsbasierenden konsumgesellschafft.

Nur am Rande zum Thema. Eine Überwachung der Fahrverbote kann nur mit der Einführung einer neuen (blauen) Plakette erfolgen.

Stuttgart hat da ab nächstem Jahr große Probleme weil es neben dem Flächenfahrverbot für Euro 4 auch ein Streckenfahrverbot für Euro 5 und Befreiungen für Euro 6 und Euro 5 mit Nachrüstung gibt.

Moin,

Das das sinnvoll wäre und den Job einiger erleichtern würde ist so. Aber zum einen - sehe ich keine politische Bewegung in der Sache und zum anderen muss man sich auch die Frage nach der Notwendigkeit stellen - solange es nur kleine Bereiche sind - lohnt es den Aufwand nicht und tatsächlich wird sich das Problem ja auch von allein lösen. Euro4 Diesel beginnen jetzt langsam aber sicher auszusterben (einfach weil sie eben alt sind und schon hohe Laufleistungen haben) - d.h. sie verschwinden von allein und werden durch EU6d Fahrzeuge ersetzt (Gesamtbetrachtet). EU5 Diesel sind bereits unattraktiv und waren im Bestand eh nie wirklich groß und die entsprechenden Anwohner und Pendler haben eh schon oft reagiert.

Da kann man eher überlegen ob man irgendwo Geräte aufstellt, die gezielt bei hoher Stickoxidbelastung diese aus der Luft ziehen - die Technik ist ja durchaus vorhanden ;)

LG Kester

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