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Erfahrungsbericht BMW 530e mit Fokus auf E-Mobilität
Ich fahre jetzt seit ca. 20 Monaten einen 530e (G30 LCI) und dachte ich teile mal ein paar Erfahrungen insbesondere was das elektrische Fahren mit diesem Fahrzeug angeht. Die Wahl fiel aus zwei Gründen auf den PHEV: Zum einen ist es ein Firmenwagen und natürlich sind die 0.5% statt 1% schon attraktiv. Allerdings gehöre ich nicht zur Fraktion derer, die sich nur den Steuervorteil holen, um dann 100% mit dem Verbrenner zu fahren. Der zweite Grund war nämlich, um mit diesem Fahrzeug ein Gefühl für Elektromobilität zu gewinnen und sozusagen für das nächste Fahrzeug zu üben. In der Tat bin ich 25% des Tachostands elektrisch gefahren.
Ich will nicht allzuviel auf allgemeine 5er-Themen eingehen, da die ja zwischen PHEV und reinen Verbrennern nicht unterschiedlich sind. Daher nur ein Schnellabriss: Design finde ich gelungen sowohl was Karrosserie als auch Innenraum angeht (das ist natürlich rein subjektives Empfinden). Verarbeitungsqualität ist sowohl innen als auch außen, was ich von einem Fahrzeug in dieser Preisklasse erwarte. Platz und Sitzkomfort sind vorne (dort Komfortsitze) und hinten gut. Assistenzsysteme funktionieren und machen was sie sollen. Infotainment ist OK, wobei die Zeiten wo BMW hier führend war vorbei sind und Mercedes meiner Meinung nach zwischenzeitlich die Nase vorne hat. Nun aber zu den PHEV-spezifischeren Themen...
Kofferraum: Dieser ist natürlich beim 530e schon recht geschrumpft und wenngleich es 90% der Zeit vollkommen reicht und man auch für einen einwöchigen Urlaub mit der dreiköpfigen Familie auskommt, darf man sich keine Illusionen machen, dass der Unterschied zu den normalen Verbrennern schon ordentlich ist. Andererseits gibt es für die mit wirklichem Platzbedarf ja auch den Touring statt der Limousine.
Fahrverhalten: es gibt vier Modi: Sport, Hybrid, Electric, Battery-Control. Im Sport ist der Verbrenner an und der E-Motor hilft nur nach wenn volle Leistung nötig ist. In diesem Modus ist der 530e "spritzig" unterwegs, wobei er natürlich kein Beschleunigungs- und Hochgeschwindigkeitswunder ist mit knapp 6s für 0-100km/h und Vmax von 235km/h. Für normale Fahrer sollte dies aber eigentlich ausreichend sein und man hat auch kein Problem auf einer Landstraße mal spontan zu überholen. Der meistgefahrene Modus bei mir war aber Hybrid wo dann das adaptive Fahrwerk komfortabler abgestimmt ist und das Fahrzeug bis ca. 110km/h elektrische fährt sofern die Batterie nicht leer ist und sofern man nicht mehr als "leicht" beschleunigt. Bei moderater Beschleunigung kommt dann sofort der Verbrenner dazu. Der Übergang von Verbrenner zu elektrisch und umgekehrt ist unglaublich sanft und es gibt kein Ruckeln oder ähnliches. Der Fahrmodus Elektrik ergibt aus meiner sicht keinen Sinn, wenn man nicht gerade in entsprechend beschränkten Bereichen fahren muss. Sinnvoller ist es das Fahrzeug entscheiden zu lassen was für die Gesamtbilanz besser ist: Verbrenner oder E-Motor. Battery-Control erlaubt es einen bestimmten Stand der Batterie zu halten z.B. wenn man weiß, dass man noch 50% für die Einfahrt in die Londoner City braucht, kann man diese 50% zurückhalten. Außerdem kann man auch bis zu einem nutzerdefinierten Ladestand mit Hilfe des Verbrenners die Batterie laden. Letzteres habe ich mal probiert, um festzustellen wie der Spritzverbrauch sich entwickelt. Dazu fuhr ich zunächst Battery-Control eingestellt auf den momentanen Akkustand. Da er ja keine Batterie mehr nutzen durfte fuhr er mit dem Verbrenner bei so 60-70km/h auf einer ebenen Straße ohne zu laden und verbrauchte dabei so knapp 5l/100km. Dann setzte ich den gewünschten Batteriestand hoch und er fing logischerweise das Laden an und der Verbrauch sprang auch sofort auf 12-13l/100km. Sprich dieses Vorgehen ist absoluter Schwachsinn (es sei denn man will in die Londoner City und stellt fest, dass die Batterie leer ist), da damit der Durchschnittsverbrauch im Vergleich zur reinen Verbrennerfahrt massiv hochgeht.
Reichweite: Offizielle WLTP-Reichweite ist 61km wobei ich die 20-Zoll-Felgen habe, was WLTP-Reichweite gleich mal auf 55km veringert. Im Frühling und Herbst bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad (keine Klimaanlage oder Heizung) habe ich allerdings trotz großer Felgen 60km Reichweite bei einem Mix aus Stadt und Landstraße durchaus erreicht und sogar übertroffen. Im Sommer mit eingeschalteter Klimaanlage sind es dann eher 35-42km und im Winter (dann auf 18-Zöllern mit Winterreifen) mit Heizung dann auch nur 25km. Der Trick ist im Winter die ersten Kilometer mit Verbrenner zu fahren und mit der Motorwärme das Auto aufheizen und dann auf elektrisch umstellen - dann sind auch im Winter Reichweiten über 30km drin. Generell sind die Reichweiten was man mit etwas Vorwissen erwarten kann und waren vor 2 Jahren auch noch wettbewerbsfähig. Im Vergleich zu neueren Modellen aus Stuttgart ist es mit diesen Reichweiten natürlich nicht mehr soweit her. Was nicht ganz so verlässlich ist, ist die Reichweitenprojektion des Fahrzeugs. Je nach Lust und Laune der KI springt die dann mal sponatan ein paar Kilometer runter oder hängt für 10km beim gleichen Wert (und zwar ohne, dass man jetzt von sparsamem zu sportlichem Fahrverhalten wechselt).
Laden: Tja, wenn etwas wirklich schlecht am 530e ist, dann die lächerliche Ladeleistung von 3.7kW. Von mehr oder weniger 0 auf 100% dauert es 3,75 Stunden. Da ist die Konkurrenz mit 11kW Ladeleistung als Standard und der Möglichkeit optional Gleichstromladen bis 50kW dazuzukaufen natürlich in anderen Sphären. Und dies schränkt die Möglichkeit mehr elektrisch zu fahren massiv ein, da es bei normalen Stopps zum Einkaufen oder bei einer Pause auf längeren Fahrten unmöglich ist, eine nennenswerte Menge elektrische Energie in die Batterie zu bekommen. Wenn ich sehe, dass selbst beim neuen 7er 7.4kW das Lademaximum für die PHEVs ist, frage ich mich, was BMW hier eigentlich gerade macht. Salopp gesagt laden die neueren Mercedes PHEVs die doppelte Reichweite in der halben Zeit.
App: Was gut funktioniert ist die zeitliche Vorhersage der App wie lange das Laden noch dauert und auch die Vorklimatisierung via App funktioniert gut - sofern die Verbindung zum Fahrzeug hergestellt werden kann, was nach Systemupdates von BMW gern mal nicht geht, bis man im Fahrzeug das Infotainment rebootet. Ansonsten hat die App keine großen Funktionen bzgl. E-Mobilität. Man kann sich ansehen wann man wieviel geladen hat (was ich jetzt eher nicht so spannend finde) und seit dem letzten Update gibt es auch eine Übersicht der Fahrten mit E-Anteil der gefahrenen Kilometer und Verbrauch. Letzteres ist ganz lustig, aber auch nicht überlebenswichtig. Was die Anzeige der Restreichweite in der App angeht: Diese ist so unzuverlässig wie die anzeige im Fahrzeug (wird wohl auch auf der gleichen Quelle beruhen).
Fazit: Insgesamt ist es ein gutes Auto solange man nicht ernsthaft Verbräuche von unter 2l/100km erwartet. Ich habe mir Mühe gegeben möglichst viel elektrisch zu fahren und dennoch ist der Verbrauch ab Werk so um die 6l/100km (gut wenn ich im Verbrennermodus bin, fahre nicht langsam, aber ich bin jetzt auch kein notorischer Bleifuß). Der Vorteil ist natürlich, dass man lokal keine Emissionen erzeugt und vor allem auch für ein richtiges Elektrofahrzeug üben kann. Als Nachfolger werde ich dann im nächsten Frühjahr ein rein elektrisches Fahrzeug ordern, da die Reichweiten der Modelle in der Zwischenzeit für mein Fahrprofil so gut sind, dass es den Verbrenner als Backup nicht mehr braucht. Trotzdem war es gut mit dem PHEV mal geübt zu haben und ein Gefühl für das ganze entwickelt zu haben.
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72 Antworten
Ich geb's auf. Du suchst dir die für dich passenden Meinungen zusammen und erhebt sie zu Fakten:
Zitat:
@bandit1o schrieb am 15. Dez. 2023 um 21:47:33 Uhr:
Audi und Mercedes können es oftmals besser, wenn man den Erfahrungsberichten folgt.
Aha, Erfahrungsberichte. Oftmals. Die wissen es ja.
Meine bzw. unsere Erfahrungsberichte hier mit dem 530e hingegen zählen nicht, sie sind für dich nicht plausibel, außer wir fahren wie Rentner, mit Dacias oder schleichen ohne Komfortverbraucher herum. Kann ja nicht anders sein, weil du selbst kriegst ja auch nicht mehr Reichweite hin.
Und bevor du darüber nachdenkst, warum das technisch so ist (Fahrprofil, Fahrweise, Temperaturen, örtliche Gegebenheiten, ich hatte es mehrmals zu erklären versucht), schimpfst du lieber auf BMW und schiebst uns, die wir tatsächlich wegen genau dieser Gegebenheiten einfach mehr Reichweite schaffen, in deine Schubladen, zu deinen anderen Vorurteilen.
Schade. Diskussion ohne Eingehen auf andere, echte Argumente ist leider keine Diskussion.
Es grüßt dich der Wie-ein-Rentner-und-Dacia-Fahrende, der nur wegen ständigem bergab ohne Komfortverbraucher mehr elektrische Reichweite als du schafft.
;-)
P. S. Vorsicht, der Beitrag enthält Spuren von Sarkasmus.
Tja pfreud, Du wirfst anderen vor, Texte nicht zu verstehen, allerdings sind da bei Dir ganz offensichtlich die Defizite deutlich höher. Was Du permanent mit Deinem Dacia hast, zeigt, dass Du im Deutschunterricht, als Textinterpretation dran kam, offenbar Kreide geholt hast.
Und sorry, es fällt mir schwer, dass Du 40km+ rein elektrische (!!!) Reichweite hast bei normaler topologischen Fahrtstrecke und ohne Verzicht auf alle Features. Und ich spreche von tatsächlich erreichter Strecke und nicht die angezeigte nach dem Ladevorgang und ich spreche auch nicht vom LCI! Wenn Du mit BMW rundherum zufrieden bist, ist es doch schön für Dich, jeder hat halt andere Ansprüche und Erwartungen wenn man so viel Kohle über die Theke schiebt.
@bandit1o
Auf dieses Niveau mit Beleidigungen mangels Argumenten begebe ich mich nicht.
Mein LCI hat übrigens die exakt gleich große Kapazität und den gleichen E-Motor wie deiner. Du hast ja geschrieben, dass deiner die 12 KWh Batterie hat. Ich bewege den G31 530e x-drive mit ebenso 12 KWh Speicher.
Ich lass mal Fotos sprechen. Gestartet ohne Vorheizen mit 29km Prognose in der 6,5° Grad kalten Garage. Wegstrecke aus der Stadt ins Überland und zurück. Hügelige Topografie, zwischen -0,5 und 1 Grad kalt bei Nebel mit Sichtweite um 100 m. Die nur 8km, die man unbeschränkt mit 100 km/h fahren dürfte, bin ich deswegen nur 80 gefahren. Alle anderen Streckenabschnitte wie erlaubt bzw. auf den städtischen "Schnellstraßen" auch mal 10 drüber, also 60/80 statt 50/70. Temperatur im Auto 20 Grad, Gebläse Stufe 1, Sitzheizung 1.
Zurück in der Garage waren es 34,6 km mit noch 4km Restreichweite bei einem Schnitt von 50,9 km/h. Alles rein elektrisch gefahren, vorausschauend, ohne nervösem Gasfuß. Keine 5 roten Ampeln, wenig weiterer Verkehr.
Das Auto zeigt einen Verbrauch von 24,6 KWh/100km, was sehr plausibel erscheint.
Und damit das hier in der Sache mal weitergeht: Was für Verbräuche werden euch am Ende eurer Elektrofahrten angezeigt, die ihr die geringe Reichweite bemängelt, @bandit1o @i.linch ?
Fotos mache ich mal, wenn ich demnächst wieder fahre.
…und das dauert bestimmt noch ein paar Jahre :-)
Eigentlich bescheuert, sich überhaupt auf diese Diskussionen einzulassen. Die Entgegenhaltungen sind ja ganz offensichtlich frei erfunden (siehe die Steckdose, die weiß, wie weit das Auto gefahren ist).
Amüsanter Gedanke am Rande: in den 90er Jahren haben viele begeisterte Autofahrer den Diesel schlecht geredet und geradezu gehasst (Heizöl, stinkende Finger beim Tanken etc), und der Benzinmotor war das einzig Wahre.
Heute sind diese Leute (bzw ihre Kinder und Enkel) begeisterte Dieselfahrer, die den Hybrid anfeinden.
Zitat:
@Daimlerkuehler schrieb am 17. Dezember 2023 um 13:13:23 Uhr:
…und das dauert bestimmt noch ein paar Jahre :-)
Eigentlich bescheuert, sich überhaupt auf diese Diskussionen einzulassen. Die Entgegenhaltungen sind ja ganz offensichtlich frei erfunden (siehe die Steckdose, die weiß, wie weit das Auto gefahren ist).
Amüsanter Gedanke am Rande: in den 90er Jahren haben viele begeisterte Autofahrer den Diesel schlecht geredet und geradezu gehasst (Heizöl, stinkende Finger beim Tanken etc), und der Benzinmotor war das einzig Wahre.
Heute sind diese Leute (bzw ihre Kinder und Enkel) begeisterte Dieselfahrer, die den Hybrid anfeinden.
?? Wovon sprichst Du Daimlermann? Bäcker, Brötchen?… hatte Nuhr nicht solche TShirts im Angebot mit ner Aufschrift die auf deinen Kommentar 1a passt?
Komm, geht doch einfach mal runter in die Garage und mach ein Foto vom Verbrauch im KI.
Oder ist das Smartphone kaputt?
Ja so um 23-26 sinds bei mir auch bei dem Wetter.
Zitat:
@Daimlerkuehler schrieb am 14. Dezember 2023 um 11:08:56 Uhr:
@i.linch
Irgendwie alles seltsam…
Woher weiß deine Steckdose denn, wie weit du gefahren bist?
Du kannst ja mal ein Foto von deinem Verbrauch posten…
Sorry, da es von meiner Seite nichts Neues zu berichten gab, habe ich lange hier nicht mehr vorbeigeschaut. Wie ich's gerade sehe, ist die Diskussion hier in der Zwischenzeit ziemlich ausgeartet.
Die Steckdose, hehe, nein, sie weiß natürlich nur wie viel Strom getankt wurde. Die KM kommen aus der MyBMW App. Man muss also die Infos aus diesen beiden Quellen zusammenführen, was aber mit dem spritmonitor.de wunderbar klappt.
Anbei sind rein elektrischen Verbräuche vom Anfang des Monats (in der rechtesten Spalte ist der mittlere Verbrauch in KWh/100km). In den letzten Wochen war rein elektrische Fahrweise aufgrund der Gesamtfahrstrecken von >30km zwischen den Aufladungen und der sehr geringen Reichweite nicht möglich, deswegen kann ich keinen Update der Vebräuche präsentieren. Und da die Schulferien bald anfangen, werden die kurzen Fahrstrecken eher selten. Daher werde ich vrst. erst in einem Monat wieder mal an einigen aufeinaderfolgednen Tagen vollektrisch fahren können.
Für diesen Zeitraum habe ich nun auch die Verbräuche aus der MyBMW App angeschaut. Dort sind nur die Einzelfahrten aufgelistet und ich habe jetzt keinen sauberen Mittelwert gebildet (kann ich am Abend nachholen, wenn ihr diese unbedingtsehen wollt), aber ungefähr liegen die von BMW kalkulierten Verbräuche ca. 10 kWh/100 km unter der tatsächlich mit dem Spritmonitor berechneten Verbräuchen.
Zitat:
@Daimlerkuehler schrieb am 17. Dezember 2023 um 13:13:23 Uhr:
Eigentlich bescheuert, sich überhaupt auf diese Diskussionen einzulassen. Die Entgegenhaltungen sind ja ganz offensichtlich frei erfunden (siehe die Steckdose, die weiß, wie weit das Auto gefahren ist).
Bitte mich nicht mit bandit10 verwechseln. Der mit der Steckdose, das war ich und nicht er. Und jammern tue ich auch nicht, sondern versuche herauszufinden, wie ich im elektrischen Modus auch mal 40 km weit komme.
Zitat:
@pfreud01 schrieb am 17. Dezember 2023 um 11:07:30 Uhr:
Und damit das hier in der Sache mal weitergeht: Was für Verbräuche werden euch am Ende eurer Elektrofahrten angezeigt, die ihr die geringe Reichweite bemängelt, @bandit1o @i.linch ?
Das ist mal ein sachlicher Vorschlag. Wie im Kommentar oben drüber geschrieben, habe ich in den letzten zwei Wochen es nicht mehr geschafft, eine Batterieladung vollelektrisch leer zu fahren. Sobald ich die Batterie im elektrischen Modus mal von voll auf leer fahre, mache ich Fotos vom KI, ergänge diese mit den gemessenen Brutto-Verbrauchswerten und stelle sie hier rein. Das kann allerdings wegen der Urlaubszeit locker einen Monat lang dauern. Bis dahin bitte ich euch um etwas Geduld.
Damit ich bis dahin nicht ganz bloß ohne Bilder da stehe, poste ich hier schon mal meine typische Schultransportstrecke (einweg) von heute früh. Noch mal zur Erinnerung, der von BMW ermittelte Verbrauch (in diesem Fall 53kWh/100km) liegt bei mir normalerweise um ca. 10kWh/100km unter dem tatsächlichen Brutto-Verbrauch (wie er im Spritmonitor zu sehen ist). Wie in den Kommentaren oben schon eimal gesagt, es handelt sich um eine Stadt-Strecke - eine ebene gerade Hauptstraße mit überwiegend 30 km/h und je nach Glück mit 2-3 roten Ampeln dazwischen).
Hmm, also was mit auffällt ist natürlich die sehr kurze Strecke, auf der der Verbrauch ermittelt ist.
Wenn du immer nur 3 km Strecken fährst, und dann das Auto wieder ein paar Stunden stehen lässt, kühlt der Innenraum wieder ab, und bei der nächsten Fahrt muss wieder alles aufgeheizt werden (die Heizung wird ja aus der Fahrbatterie gespeist). Auch macht auf so einer kurzen Strecke natürlich jede stärkere Zwischenbeschleunigung schon einen großen Unterschied.
Anders kann ich es mir auch nicht erklären (oder es liegt eben doch irgendwo ein Defekt vor)
Hast du mal versucht, die Batterie in einer Tour leerzufahren? Also einsteigen, Elektromodus an und dann in einem Rutsch soweit fahren wie geht?
Fahre zwar mittlerweile keinen 530e mehr, aber zu dieser Jahreszeit habe ich auf meiner Pendlerstrecke (30km one way), mit hügeligem Profil und OHNE jegliche Komforteinstellungen, also auch keine Lüftung, Heizung etc. immer um die 45km geschafft. Landstraße max 90km/h und gelegentlichen 30 Zonen in Ortschaften.
Sobald ich etwas Komfort wollte und die Heizung auf 20-21°C gestellt habe, kam ich vielleicht noch auf 30-35 km.
Fahrzeug war 07/2019 also schon größerer Akku und das "halbe" ID 7, sofern das eine Rolle spielt.
Das manche Leute nur 25-30km weit kommen halte ich auch ohne Defekte für sehr plausibel. Bei viel Kurzstrecken wird das natürlich noch schlimmer.
Man muss schon sehr defensiv und vorausschauend fahren um mit Komfortverbrauchern im Winter 40+ km zu kommen. Ich hab das in 4 Jahren zumindest nicht geschafft, außer bei Fahrten bergab :)
Zitat:
@Daimlerkuehler schrieb am 19. Dezember 2023 um 15:58:53 Uhr:
Hmm, also was mit auffällt ist natürlich die sehr kurze Strecke, auf der der Verbrauch ermittelt ist.
Wenn du immer nur 3 km Strecken fährst, und dann das Auto wieder ein paar Stunden stehen lässt, kühlt der Innenraum wieder ab, und bei der nächsten Fahrt muss wieder alles aufgeheizt werden (die Heizung wird ja aus der Fahrbatterie gespeist). Auch macht auf so einer kurzen Strecke natürlich jede stärkere Zwischenbeschleunigung schon einen großen Unterschied.
6km...Ja, da ist ungefährt die standard Schultransport- und - einkaufstrecke. Sprich, sie wird nie einzeln, sondern stets doppelt gefahren (hin und zurück), insgesamt ca. 6 km. Dann wird das Auto oft für mehrere Stunden stehen gelassen.
Zitat:
Hast du mal versucht, die Batterie in einer Tour leerzufahren? Also einsteigen, Elektromodus an und dann in einem Rutsch soweit fahren wie geht?
Ja, das habe ich versucht (nur kann ich in solchem Szenario nicht zuverlässig den Vebrauch messen, da der Ottomotor auf der Reststrecke den Verbrauch verfälscht). Am weitesten bin ich auf einer sehr verbrauchsfreundlichen Landstraßenstrecke gekommen - 40 km weit. Diese Strecke ist allerdings m.M.n. nicht representativ, da sie wirklich sehr smooth ist - kaum Ampel oder Stadtanteile. So verbrauche ich mit meinem Diesel auf dieser Strecke nur 4,5 l/100km beim sonst mittlerem Verbrauch von 6,0l. Wenn ihr also im normalen Alltag 40 km weit kommt, könnte man's nicht mit der Reichweite auf dieser Strecke vergleichen.
Vielleicht könnt ihr mir noch einen weiteren Tipp geben. Wie kann ich mit dem dem 530e entspannt segeln?
Sobald ich vom Gaspedal gehe, rekuperiert er und bremst dadurch. Das ist zwar wünschenswert, wenn ich auf eine rote Ampel zurolle, im fließenden Verkehr dagegen kostet das aber unnötig Energie, da man dann die ganze Zeit abwechselnd zwischen Rekuperation und Beschleunigung hin und her pendelt.
Man kann das zwar theoretisch vermeiden, indem man nicht komplett vom Gas geht sondern auf dem Pedal noch ganz ganz leicht stehen bleibt, praktisch ist allerdings diese Gaspedalstellung ziemlich labil und wenn man nicht ständig auf den Tacho schaut, gleichtet man sehr leicht in die eine oder andere Richtung aus dem Segeln heraus. Das ist dann alles andere als entspannt.
Zitat:
@i.linch schrieb am 19. Dezember 2023 um 14:49:48 Uhr:
Noch mal zur Erinnerung, der von BMW ermittelte Verbrauch (in diesem Fall 53kWh/100km) liegt bei mir normalerweise um ca. 10kWh/100km unter dem tatsächlichen Brutto-Verbrauch (wie er im Spritmonitor zu sehen ist).
Wenn ich die Suchfunktion hier im Forum ein wenig benühe, finde ich so einige Beiträge darüber, dass BMW bei der elektrischen Verbrauchsanzeige schummelt. Wie z.B. dieses hier:
Zitat:
@banjew schrieb am 6. Mai 2021 um 09:01:13 Uhr:
Zitat:
@christian_oele schrieb am 6. Mai 2021 um 07:54:43 Uhr:
Ich sehe bei mir eine sehr ähnliche Abweichung, laut APP lade ich immer 13kWh (wenn leer oder fast leer gefahren) und da sind ja schon die Ladeverluste von Leitung und Ladegerät weggerechnet. Verbrauch so um die 25kWh/100km, gefahren aber immer nur um die 35km.
Ich hatte die Hoffnung, daß die App sehr ungenau ist - aber scheinbar wird der Stromverbrauch sehr optimistisch im Fahrzeug dargestellt.
Die Ladestation kommt erst, dann sehe ich auch was ich real an Strom "tanke".
Meine App zeigte mir heute morgen 11 kWh an, über den Strompreis bekommt man eine genauere Angabe ausgerechnet, 10,6 kWh (bei 11.05 kWh tatsächlich verbrauchten Strom an der Dose). D.h. die App ist sehr genau und die natürlich nicht angezeigten Ladeverluste gering. Die Verbrauchsanzeige im Auto ist deutlich zu optimistisch.




