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Erfahrungsbericht: 3 Jahre Insignia

Opel Insignia A (G09)
Themenstarteram 1. Oktober 2012 um 18:54

Moin zusammen,

Nach genau drei Jahren gebe ich meinen Insignia am Donnerstag ab.

Er geht zurück an die Leasingfirma. Zeit für ein, natürlich subjektives, Resumeè.

Das Auto:

Insignia Cosmo Fließheck 2.0 CDTI Automatik, 118kW, seegrasgrün EZ: 09/2009, Laufleistung 09/2012: 160.000 km

Wesentliche Austattung:

Cosmo, Lederausstattung beige, Schiebedach, AFL Xenon Scheinwerfer, werksseitige AHK

Defekte und Reparaturen:

33.000 bis 40.000km:

Spontan ins Notlaufprogramm alle 200 km, 6 Werkstattaufenthalte und ADAC/Opel Hilferufe, gern auch unterwegs. Verschiedene Reparaturversuche, meistens Software, dann Motorsteuergerät gewechselt. Nicht half. Letztlich wurden alle Ventile, Motorsteuergerät, Kraftstoffpumpe, Einspritzdüsen, Turbolader sowie der Dieselpartikelfilter getauscht, danach trat der Fehler dann endlich nicht mehr auf. Garantie. Ich hatte 3 Wochen einen Mietwagen.

 

72.000 km:

Fensterschachtdichtung Fahrertür defekt, Garantie. Lautes Quitschgeräusch beim Schließen des Fensters.

85.000km:

Austauschmotor, Garantie.

Motorschaden morgens 4:30 auf der A44. Kolben und Zylinder Nr. 3 defekt. Nebeneffekt: Es dauerte bis 13:00, bis ich ein Leihfahrzeug hatte, dass ich mir letztlich selbst organisiert habe. Die 24h Notrufnummer war keine Hilfe, zum nächsten Opelhändler

bin ich mit 15km/h noch selbst gekommen. Den interessierte es nur bedingt, wie und wann ich meine Reise fortsetzen.

Ich hatte an dem Tag einen Termin bei einem Autobauer in Ingolstadt. Die Reaktion der Leute dort kann sich wohl jeder ausmalen.

Ich hatte wieder 3 Wochen einen Mietwagen.

140.000 km:

Fensterschachtdichtung Fahrertür erneut defekt, Türinnenverkleidung gebrochen, zum Glück nicht sichtbar, wurde nicht mehr repariert.

0 - 160.000 km

Halteklammern vordere Stoßstange unzureichend, Stoßfänger springt dauernd aus der Halterung. Letzlich nicht repariert.

Vorn: 4 Satz Bremsbeläge, 3 Satz Bremsscheiben. Hinten: 2 Satz Bremsbeläge und -scheiben

2 Satz Winterreifen 225/45/18, 2 Satz Sommereifen 245/45/18

Neu entdeckt: Rost am Radlauf

Verbrauch: 7,2 bis 11,4 l/100km

Das ist schlicht nicht akzeptabel und im Vergleich zum 1,9CDTI im Vectra ein Mehrverbrauch von 1 bis 1,5 l/100km. Für mich ein technologischer Rückschritt. Der Motor ist dazu auch noch laut. Gut: Er ist kräftig, auch im Hängerbetrieb, die Abstimmung mit der Automatik ist in Ordnung. Insgesamt ist der Antrieb alt und überholt. Im Vergleich zu BMW, VW, Ford richtig schlecht. Mit den 70 Litern Tankinhalt komme ich nicht soweit wie mit den 60 Litern des Vectra. Eine glatte 5. Ölverbrauch: ca. 1 ltr auf 30.000km, das ist in Ordnung.

Technik: AFL ist noch besser als schon im Vectra. AT Getriebe hält noch immer. Das oben erwähnte Theater mit dem Motor hat enorm Nerven gekostet. Die Waschdüsen für die Frontscheibe funktionieren nur bis 100 km/h vernünftig, die Wischer machen dagegen auch bei 180 noch ihren Job. USB Port arbeitet tadellos mit 8GB Stick, nur die Sortierung der Alben geschieht ohne erkennbares System. Der Reifenverschleiß ist hoch, was wahrscheinlich aber an den weichen Reifen liegt, die ich bevorzuge. DIe 400Nm tun ihr Übriges.

Die Bedienung ist zwiespältig:

Der rudimentäre Bordcomputer ist für so ein Auto eine Zumutung. Dass Fensterheber und Schiebedach sofort spannungsfrei geschaltet werden, wenn der Zündschlüssel auch nur auf "0" gedreht wird, ist eine Zumutung, insbesondere weil es im Vectra schon besser ging. Das Gepiepe, wenn der Schlüssel im Zündschloss steckt und die Tür geöffnet wird, ist, gelinde gesagt, Schwachsinn.

Die vielgeschmähte Mittelkonsole mit den "vielen Tasten" ist dagegen gut. Die Bedienung ist schneller und direkter als über die Bedieneinheit auf dem Mitteltunnel. Ich vermute, diese Bedieneinheit ist nur verbaut, weil Audi und BMW das haben. Eine gescheite Ablage wäre praktischer gewesen. Die Bedienung des Schiebedachs war im Vectra mit dem Drehschalter ohne Hinsehen möglich und intuitiv einfacher. Ich habe mich oft gefragt, warum Opel von der in meinen Augen perfekten Bedienung im Vectra abgerückt ist. Zu teuer? Ok, der Blinkerhebel ist wieder "mechanisch", das war's aber auch.

Komfort:

Ablagemöglichkeiten sind mangelhaft und unpraktisch. Die Sitze und deren Einstellung sind vorbildlich, auch ohne AGR Sitze. Man kann ohne Rückenbeschwerden den Tank leerfahren, das geht in den meisten anderen Autos nicht. Die beigefarbenen Ledersitze sind längst nicht so empfindlich, wie angenommen. Nach reichlicher Benutzung und trotz kleiner Kinder sehen sie immer noch fast neu

aus. Reinigung ist kein Problem. Übersichtlichkeit, Rundumsicht: Mangelhaft. Bedientasten am Lenkrad: Nur Tempomat und Audio. Im Vergleich zum Vorgänger mangelhaft und unkomfortabel. Sehr gut: Die Scheinwerfer lassen sich auf Linksverkehr aus dem Cockpit heraus umschalten, das ist richtig gut, wenn man regelmäßig nach UK fährt. Kofferraum: Groß genug.

Fazit: Ich kaufe keinen Insignia wieder. Fahrkomfort und Fahrverhalten ist zwar insgesamt gut, dennoch erscheint das Gesamtpaket mit Ausnahme des AFL technisch alt, überholt und m. E. nicht zeitgemäß. Wenn ich mir die Ausfälle und Defekte ansehe, bin ich froh, dass mein Insignia ein Dienstwagen war und ich den nicht selbst bezahlt habe. Meinen vorherigen Dienst-Vectra habe ich privat übernommen, diesen Insignia möchte ich nicht geschenkt. Der Insignia war der vierte Dienstwagen aus dem Hause Opel (Vectra B, C und C FL) hintereinander, obwohl mir fast alle Marken zur Auswahl stehen. Leider hat er dafür gesorgt, dass es keinen fünften geben wird. Gestern habe ich ihn gereinigt und etwas aufpoliert. Was mussten meine Augen entdecken: Rost am Radlauf nach nur 3 Jahren.

Die Qualitätsanmutung im Inneraum ist eine Klasse besser als im Vectra, dafür rostet der allerdings nicht. Hier ist also reichlich Blendwerk vorhanden, vielleicht war aber auch am Ende der Designphase kein Geld mehr für Motor, Technik und Qualität da.

Schade eigentlich. Ich hoffe diese Erfahrungen sind ein Einzelfall, anonsten sehe ich "dunkelschwarz" für Opel.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 1. Oktober 2012 um 18:54

Moin zusammen,

Nach genau drei Jahren gebe ich meinen Insignia am Donnerstag ab.

Er geht zurück an die Leasingfirma. Zeit für ein, natürlich subjektives, Resumeè.

Das Auto:

Insignia Cosmo Fließheck 2.0 CDTI Automatik, 118kW, seegrasgrün EZ: 09/2009, Laufleistung 09/2012: 160.000 km

Wesentliche Austattung:

Cosmo, Lederausstattung beige, Schiebedach, AFL Xenon Scheinwerfer, werksseitige AHK

Defekte und Reparaturen:

33.000 bis 40.000km:

Spontan ins Notlaufprogramm alle 200 km, 6 Werkstattaufenthalte und ADAC/Opel Hilferufe, gern auch unterwegs. Verschiedene Reparaturversuche, meistens Software, dann Motorsteuergerät gewechselt. Nicht half. Letztlich wurden alle Ventile, Motorsteuergerät, Kraftstoffpumpe, Einspritzdüsen, Turbolader sowie der Dieselpartikelfilter getauscht, danach trat der Fehler dann endlich nicht mehr auf. Garantie. Ich hatte 3 Wochen einen Mietwagen.

 

72.000 km:

Fensterschachtdichtung Fahrertür defekt, Garantie. Lautes Quitschgeräusch beim Schließen des Fensters.

85.000km:

Austauschmotor, Garantie.

Motorschaden morgens 4:30 auf der A44. Kolben und Zylinder Nr. 3 defekt. Nebeneffekt: Es dauerte bis 13:00, bis ich ein Leihfahrzeug hatte, dass ich mir letztlich selbst organisiert habe. Die 24h Notrufnummer war keine Hilfe, zum nächsten Opelhändler

bin ich mit 15km/h noch selbst gekommen. Den interessierte es nur bedingt, wie und wann ich meine Reise fortsetzen.

Ich hatte an dem Tag einen Termin bei einem Autobauer in Ingolstadt. Die Reaktion der Leute dort kann sich wohl jeder ausmalen.

Ich hatte wieder 3 Wochen einen Mietwagen.

140.000 km:

Fensterschachtdichtung Fahrertür erneut defekt, Türinnenverkleidung gebrochen, zum Glück nicht sichtbar, wurde nicht mehr repariert.

0 - 160.000 km

Halteklammern vordere Stoßstange unzureichend, Stoßfänger springt dauernd aus der Halterung. Letzlich nicht repariert.

Vorn: 4 Satz Bremsbeläge, 3 Satz Bremsscheiben. Hinten: 2 Satz Bremsbeläge und -scheiben

2 Satz Winterreifen 225/45/18, 2 Satz Sommereifen 245/45/18

Neu entdeckt: Rost am Radlauf

Verbrauch: 7,2 bis 11,4 l/100km

Das ist schlicht nicht akzeptabel und im Vergleich zum 1,9CDTI im Vectra ein Mehrverbrauch von 1 bis 1,5 l/100km. Für mich ein technologischer Rückschritt. Der Motor ist dazu auch noch laut. Gut: Er ist kräftig, auch im Hängerbetrieb, die Abstimmung mit der Automatik ist in Ordnung. Insgesamt ist der Antrieb alt und überholt. Im Vergleich zu BMW, VW, Ford richtig schlecht. Mit den 70 Litern Tankinhalt komme ich nicht soweit wie mit den 60 Litern des Vectra. Eine glatte 5. Ölverbrauch: ca. 1 ltr auf 30.000km, das ist in Ordnung.

Technik: AFL ist noch besser als schon im Vectra. AT Getriebe hält noch immer. Das oben erwähnte Theater mit dem Motor hat enorm Nerven gekostet. Die Waschdüsen für die Frontscheibe funktionieren nur bis 100 km/h vernünftig, die Wischer machen dagegen auch bei 180 noch ihren Job. USB Port arbeitet tadellos mit 8GB Stick, nur die Sortierung der Alben geschieht ohne erkennbares System. Der Reifenverschleiß ist hoch, was wahrscheinlich aber an den weichen Reifen liegt, die ich bevorzuge. DIe 400Nm tun ihr Übriges.

Die Bedienung ist zwiespältig:

Der rudimentäre Bordcomputer ist für so ein Auto eine Zumutung. Dass Fensterheber und Schiebedach sofort spannungsfrei geschaltet werden, wenn der Zündschlüssel auch nur auf "0" gedreht wird, ist eine Zumutung, insbesondere weil es im Vectra schon besser ging. Das Gepiepe, wenn der Schlüssel im Zündschloss steckt und die Tür geöffnet wird, ist, gelinde gesagt, Schwachsinn.

Die vielgeschmähte Mittelkonsole mit den "vielen Tasten" ist dagegen gut. Die Bedienung ist schneller und direkter als über die Bedieneinheit auf dem Mitteltunnel. Ich vermute, diese Bedieneinheit ist nur verbaut, weil Audi und BMW das haben. Eine gescheite Ablage wäre praktischer gewesen. Die Bedienung des Schiebedachs war im Vectra mit dem Drehschalter ohne Hinsehen möglich und intuitiv einfacher. Ich habe mich oft gefragt, warum Opel von der in meinen Augen perfekten Bedienung im Vectra abgerückt ist. Zu teuer? Ok, der Blinkerhebel ist wieder "mechanisch", das war's aber auch.

Komfort:

Ablagemöglichkeiten sind mangelhaft und unpraktisch. Die Sitze und deren Einstellung sind vorbildlich, auch ohne AGR Sitze. Man kann ohne Rückenbeschwerden den Tank leerfahren, das geht in den meisten anderen Autos nicht. Die beigefarbenen Ledersitze sind längst nicht so empfindlich, wie angenommen. Nach reichlicher Benutzung und trotz kleiner Kinder sehen sie immer noch fast neu

aus. Reinigung ist kein Problem. Übersichtlichkeit, Rundumsicht: Mangelhaft. Bedientasten am Lenkrad: Nur Tempomat und Audio. Im Vergleich zum Vorgänger mangelhaft und unkomfortabel. Sehr gut: Die Scheinwerfer lassen sich auf Linksverkehr aus dem Cockpit heraus umschalten, das ist richtig gut, wenn man regelmäßig nach UK fährt. Kofferraum: Groß genug.

Fazit: Ich kaufe keinen Insignia wieder. Fahrkomfort und Fahrverhalten ist zwar insgesamt gut, dennoch erscheint das Gesamtpaket mit Ausnahme des AFL technisch alt, überholt und m. E. nicht zeitgemäß. Wenn ich mir die Ausfälle und Defekte ansehe, bin ich froh, dass mein Insignia ein Dienstwagen war und ich den nicht selbst bezahlt habe. Meinen vorherigen Dienst-Vectra habe ich privat übernommen, diesen Insignia möchte ich nicht geschenkt. Der Insignia war der vierte Dienstwagen aus dem Hause Opel (Vectra B, C und C FL) hintereinander, obwohl mir fast alle Marken zur Auswahl stehen. Leider hat er dafür gesorgt, dass es keinen fünften geben wird. Gestern habe ich ihn gereinigt und etwas aufpoliert. Was mussten meine Augen entdecken: Rost am Radlauf nach nur 3 Jahren.

Die Qualitätsanmutung im Inneraum ist eine Klasse besser als im Vectra, dafür rostet der allerdings nicht. Hier ist also reichlich Blendwerk vorhanden, vielleicht war aber auch am Ende der Designphase kein Geld mehr für Motor, Technik und Qualität da.

Schade eigentlich. Ich hoffe diese Erfahrungen sind ein Einzelfall, anonsten sehe ich "dunkelschwarz" für Opel.

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He Leute,

mir ist es völlig Schnuppe welches Auto wer fährt, jedes Fahrzeug hat irgentwo vor und nachteile die jeder für sich entscheiden muß, das ist doch auch gar nicht das Thema, es ist ja auch voll ok wenn jemand solche Vergleiche postet, sind sehr Aufschlussreich und ganau dafür finde ich sind Foren da..... nur ich Markel den Threadtitel an, aber wie lautet es so schön im Stassenverkehr, "wozu soll ich nen Blinker anmachen, es geht keinem was an wo ich hinfahre".

nun aber genug offttopic, sonst ist das hier genau das was ich nicht will, allen noch ein schönes WE. :cool:

 

 

Gruß Uwe 

Themenstarteram 18. Oktober 2012 um 20:35

Moin.

Auf mehrfachen Wunsch und nach 1800km, kann ich ein paar Vergleiche zwischen dem „verflossenen“ Insignia und dem neuen V60 ziehen. Ich will hier den Insignia nicht schlechter oder besser machen als er ist und die „Punkte“ sind auch nicht dazu bestimmt, zusammengezählt zu werden.

Motor/Getriebe

Der 163PS 5-Zylinder Diesel des V60 ist bedeutend leiser als der 160PS Diesel des Insignia, sowohl im kalten als im warmen Zustand. Einzig, wenn Leistung abgefordert wird, wirk der V60 etwas brummig, manche würden sagen „kernig“Punkt für den V60.

Anfahrschwäche beim Volvo nicht vorhanden, zumindest nicht im Vergleich zum Insignia.

Man stellt dieses insbesondere beim Ampelstart fest, wenn der V60 wegen seiner Start/Stopp Automatik den Motor startet und losfährt. Es geht einfach sofort los. Der V60 dreht spontan hoch und bietet Potential zum „Reifenmord“ Punkt für V60.

Apropos Start/Stopp: So richtig sinnvoll und komfortabel ist Start/Stopp nur mit Automatikgetriebe. Kein Problem für Volvo, nicht erhältlich bei Opel (warum eigentlich?). Klarer Punkt für den V60, eigentlich sogar zwei.

Verbrauch: Trotz erst knapp 2.000km liegt der Durchschnittsverbrauch des V60 bei 6,1 l/100km, das sind 1,1 Liter weniger als beim Insignia bei gleicher Fahrweise. Vollgas oder zumindest schnelle Autobahnfahrt habe ich noch nicht getestet. Dennoch klarer Punkt für den V60.

Automatik: Diese schaltet im V60 sehr viel weicher und ruckfreier als im Opel. Mal sehen wie das nach 50.000km aussieht.

Punkt für den Volvo.

Die Motordrehzahl könnte in Fahrstufe 6 ruhig geringer sein, auch wenn die Beschleunigung darunter leidet. Beide drehen bei gleicher Geschwindigkeit gleich und damit höher als der Vectra C. Unentschieden.

Motor und Getriebe wirken insgesamt besser aufeinander abgestimmt und hochwertiger. Klar, der 5-Zylinder ist leicht im Vorteil, aber das ist nicht der alleinige Grund.

Ausstattung / Komfort/Ergonomie

Es piept im Volvo nicht, wenn der Schlüssel im Zündschloss steckt und die Fahrertür geöffnet wird: Punkt für den V60

Kofferraumabdeckung im Volvo ist etwas fummelig. Da der Insignia kein Kombi war, kein Punkt.

Die Außenspiegel stellen sich nach Rückwärtsfahrt exakt in die gespeicherte Position zurück, darüber hinaus kann man wählen, ob sich beide, der linke oder der rechte Spiegel bei Rückwärtsfahrt neigen sollen. Punkt für V60.

Die Bedienung, Erreichbarkeit und Übersichtlichkeit der Schalter für Innenraumleuchte und Leselampen ist genau so fummelig wie im Insignia, man muss hinsehen. Kein Punkt.

Sonnenschutzrollos hinten gibt es im V60 nicht, leider. Punkt Insignia.

Fensterheber und Schiebedach funktionieren noch, nachdem der Motor abgestellt wurde: Punkt V60

Die Standardsitze im Insignia sind besser als im V60, ich aber dennoch beschwerdefrei lange Strecken ohne Pause fahren.: Punkt für den Insignia.

Bedienelemente: Radio, Multimedia, Navi, „My Car und Telefon können im Volvo vom Lenkrad bedient werden, da kommt der Insignia mit seiner „Basisbedienung Tempomat und Audio nicht mit. Alle anderen Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. Punkt V60 wegen der Lenkradfunktionen.

Die elektrische Sitzeinstellung ist auch auf der Beifahrerseite komplett und nicht nur teilweise wie im Insignia. Punkt V60.

Platzangebot: Der V60 ist fast 30cm kürzer als der Insignia, allerdings verschwendet er auch nicht soviel Platz. Mir reicht der Platz, die Familie passt hinein. Der Kofferaum des V60 ist nicht wirklich groß, etwa wie im 9-3, A4, 3er oder C. Nicht ganz fair, aber Punkt für den größeren Insignia, dessen Kofferraum des 5-Türers mehr schluckt. Mir reicht der Platz allerdings. Wenn ich viel zu transportieren habe, sitze ich allein im Auto und Kann die Rücksitze und sogar den Beifahrersitz umklappen.

Der Fußraum wird im V60 direkt vor dem Sitz neben dem Mitteltunnel zusätzlich eingeengt. Genau da stelle ich meinen rechten Fuß im Tempomatbetrieb ab. Stört etwas. Punkt für den Insignia.

Mein V60 hat kein 4C-Fahrwerk (Entsprechung zum Flex Ride), er ist allerdings so gut abgestimmt, dass ich es auch nicht vermisse. Im Insignia habe ich gelegentlich den Sport Modus gedrückt, wenn ich es eilig hatte. Beide Autos habe ein sehr gut abgestimmtes Fahrwerk. Keine Überraschung bei Opel, positive Erfahrung im V60 (ich hatte noch nie einen Volvo)

Die mitlenkenden Scheinwerfer im V60 sind gut, im Vergleich zum AFL+ fehlt aber die geschwindigkeits- und wetterabhängige, automatische Anpassung und das Abbiegelicht. Punkt für den Insignia.

Fahrstatistik: Eine BC Funktion, die Verbrauch, Fahrzeit, etc graphisch darstellt. Nette Information. Kostet kaum Geld, ist aber topmodern. Ein Gimmick, das auf langen Fahrten Abwechslung schafft und zum Spritsparen anregt.

Im V60 erfolgt die Bedienung des Schiebedachs mit einem einzigen Schalter. Nicht so perfekt wie im Vectra, aber besser als im Insignia. Punkt V60.

Verkehrszeichenerkennung, Spurassistent, Kollisionswarner, Totwinkelüberwachung, Kameras vorn und hinten, Abstandstempomat mit Ampelstopp und -strart funktionieren im V60 tadellos. Da mein Insignia dieses alles nicht hatte (gab es nicht / gibt es nicht): Kein Punkt, aber ein klarer Schritt nach vorn.

Die schwenkbare Anhängerkupplung im Insignia ist klasse, da kommt der V60 nicht mit, der Haken muss abgenommen und im Kofferraum verstaut werden. Punkt Insignia.

230V Steckdose: Gibt es im V60 nicht. Punkt für den Insignia (Meiner hat jetzt eine… ;) ).

Der Beifahrersitz kann im V60 zum Transport sperriger Gegenstände umgeklappt werden. Das kostet wenig, ist serienmäßig und kann richtig hilfreich sein. Punkt für den V60.

Das Navi ist komplett per Sprache steuerbar, hat mehr Zoom-Abstufungen, detailliertere Darstellung, mehr Speicherplatz. Einzig an die TMC Meldungen kommt man im Opel schneller. Punkt für den V60.

Die Variationen beim Inneraumdesign (Farben, Polster, Einlagen etc.) sind vielfältig im V60, Im Insignia hatte ich 2 Auswahlmöglichkeiten. Das macht vielleicht für in Fernost gebaute Autos Sinn, die von der Halde verkauft werden, nicht jedoch für Opel. Punkt für den V60.

Der Inhalt eines USB sticks wird im Volvo so angezeigt, wie ich ihn auf dem Stick gespeichert habe und nicht „irgendwie“ so wie im Opel. Punkt für den V60

Reifendrucksensoren gibt es im V60 nicht ab Werk, nur nachgerüstet beim FVH, meines Wissens dann aber nur mit Warnung und ohne Anzeige des Analogwertes. Punkt für den Insignia.

Fahrverhalten:

Beides sind Autos zum Fahren, auch zum Vielfahren. Der moderne V60 hat Ausstattungsdetails, die mein Insignia nicht hatte, weil es sie nicht gab und teilweise noch nicht gibt: Totwinkelerkennung, Abstandstempomat, Stauassistent, Kollisionswarner mit Bremseingriff.

Der Abstandstempomat mit Stauassistent ist einfach Spitze. Der V60 hält im Stau oder an der Ampel (wenn Vordermann vorhanden) selbstständig an und fährt selbstständig wieder los. Richtig gut zusammen mit der Automatik.

Fazit: Der Insignia ist ausstattungsbereinigt etwas günstiger, als der V60, aber das merkt man sehr deutlich, insbesondere im Detail und am Motor/Getriebe. Es gibt weniger technische Gimmicks und weniger Sicherheitsausstattung, aber nicht nur deswegen wirkt der V60 hochwertiger und moderner. Ich fühle mich im V60 spontan sehr wohl, ein rein subjektives Gefühl, dass sich im Insignia nie einstellen wollte, obwohl ich den Insignia aus Überzeugung gekauft habe. Das der V60, dessen Design mich in einem TV-Spot überzeugt hat, auch technisch und in seiner Gesamtheit so überzeugen kann, hätte ich nicht.

Aus persönlicher Sicht haben wir jetzt 3 überzeugende und absolut zufrieden stellende Autos im Haus: 900 turbo 16S, Vectra C 1,9 CDTI und V60 D4. Vorher waren es nur 2.

am 19. Oktober 2012 um 7:33

Schöner Bericht, das mit dem Fahrwerk nehme ich dir nicht ab. Der Insi ist da sogar noch besser als der A4.

@Luane,

schöner Bericht und Danke für einstellen

 

Gruß Uwe

Themenstarteram 19. Oktober 2012 um 19:26

Zitat:

Original geschrieben von spillerkiller

Schöner Bericht, das mit dem Fahrwerk nehme ich dir nicht ab. Der Insi ist da sogar noch besser als der A4.

Damit meine ich, dass für mich der Unterschied zum Flexride des Insignia nicht so gravierend ist, dass ich es vermisse. Da ich zu 90% auf Autobahnen unterwegs bin, habe ich nur selten von dem Fahrwerk profitiert. Ausnahme: BAB7 von Kassel nach Bad Hersfeld, wo es trotz richtiger Kurven kaum Tempolimits gibt. Da brauchte es beim Vectra und beim Insignia die "Sport" Taste, um die Strecke mit mehr als 200 fahren zu können. Seit die A38 fertig ist, fahre ich die A7 dort nicht mehr.

Der Unterschied zwischen Comfort und Normal ist m.E. vernachlässigbar.

Das Normalfahrwerk des A4 ist mir persönlich zu hart. Das zu übertreffen ist in meinen Augen keine Kunst.

Hallo Insignia-Freunde

Ich wollte mich auch mal mit einem 3-Jahres-Abschlussbericht melden:

Habe meinen Insignia Sports Tourer 2.0 CDTI mit 160PS und AT6 genau 3 Jahre und 95.000 km genossen. Ich hatte noch nie zuvor ein besseres und zuverlässigeres Auto, mußte es aber wegen Ablauf des Leasing abgeben.

A wie AFL+ und AGR-Sitze:

Beides einfach spitze und ein Grund, wieder einen Opel zu kaufen.

Ich habe nie besser gesehen und gesessen.....

A wie Automatikgetriebe:

Naja, ein günstiger 6-Gang-Wandlerautomat von Aisin ist keine 8-Gang-Box von ZF aber ich war sofort positiv überrascht und insgesamt echt zufrieden. Bis auf die nie ergründeten Geräusche im Teillastbetrieb bei 60-100km/h absolut wieder zu empfehlen.

B wie 245er Breitreifen (Bridgestone Potenza):

Einfach satte Strassenlage und Reserven in allen Lebenslagen, dabei trotzdem sehr langlebig

C wie Carbongrau:

Unempfindlich, aber im Nachhinein doch etwas langweilig....

D wie Dieselgeräusch:

....unüberhörbar.... früher hätte man gesagt: "der klingt aber zuverlässig". Heute sage ich: geht gar nicht mehr bei einem modernen CR-Diesel. Aber dafür, dass eine 70-Mann-Truppe diesen Motor nach der Trennung von Fiat Euro5-tauglich gemacht, gibt es hochachtende Komplimente von mir und ein Daumenhoch!

E wie Eignung für eine fünfköpfige Familie:

Daumen runter! Nur mit Dachbox und im physischen und psychischen Sinne entspannenden Pausen übersteht man die Urlaubsfahrt.

F wie Flexride-Fahrwerk:

Geil, geil, geil. Und die rote Puffbeleuchtung im Sportmodus lässt sogar ein bisschen Mantafeeling aufkommen :-)

G wie Gasgeben:

....hat immer Spaß gemacht.

H wie Hocker:

siehe AGR-Sitze....

I wie Innengeräusch:

...bis auf das Nageln von vorne durchaus Oberklassetauglich.

J wie Joghurtflecken im Kofferraum:

Hatte ich nicht, weil ich mir die große Kunststoffmatte mit Rand gegönnt habe. Hätte den aber Teppich nach 95.000 km nicht reinigen wollen.

K wie Kaufpreis

Ich weiß nicht warum Opel dieses tolle Auto schon 2010 mit 23% Rabatt verramscht hat.

L wie Leistung:

Bei 1.8 Tonnen immer zu wenig aber da kann der Motor nichts dafür....

M wie Macken:

Habe keine festgestellt, obwohl ich durch meine Vectra C-Grotte sehr sensibel war.....

N wie Normverbrauch:

Wahnsinnig gering, habe ihn nur einmal erreicht bei konstant Tempo 90 in der Urlaubskolonne auf der A7 von Kassel bis Pfronten.

O wie Oberklasse:

Mit diesem Auto empfiehlt sich Opel für eine Klasse höher - finde ich!

P wie Parken:

Geht mit den Sensoren sehr gut.....ohne würde ich dieses Auto nicht kaufen.

Q wie Qualität:

Zum Vectra B 2000% verbessert

Zum Vectra C 1000% verbessert

Mit VW absolut zu vergleichen, vielleicht sogar besser....

Zu Audi, BMW und Mercedes noch ein Respektabstand,

aber was braucht man wirklich?

R wie Rasen:

Geht auch ;-)

S wie Service:

Hatte beim FOH immer Glück und (bis auf die Getriebegeräusche) offene Ohren und viel viel viel gute Unterstützung.

T wie Turbolader:

Ich brauchte keinen neuen, hatte nach dem Vectra C schon ein Abo abschließen wollen :-0

U wie Unterhalt:

Günstige Leasingrate, sehr moderater Reifenverschleiß, einen außerplanmäßigen Werkstattbesuch = 800 Euro teurer Plastikkasten des AGR-Kühlers (ja, ich weiß es jetzt auch- es gibt einen Reparatursatz....), bezahlbare Inspektionen...aber wer mal einen Fasan auf die AFL-Hörner genommen hat, weiß, was diese Leuchten kosten (ein Tausender ist weg inkl. Lohn)....die Teilkasko hat mich gerettet.

V wie Verbrauch:

Wie gut, dass es Spritmonitor gibt: 7,58 L/100km ist für diese Leistung, den Wandlerautomaten und das horrende Fahrzeuggewicht okay für mich.

W wie Wohnwagen ziehen:

Problemlos

X wie Xenon:

siehe AFL+

Y wie Bundeswehrkennzeichen:

Die werden diesen Wagen nicht kaufen, weil sie lieber unauffällig getarnte silberne Focus Kombis an die Front schicken.

Z wie Zafira Tourer:

Den habe ich nun seit 4 Wochen, als Innovation 2.0 CDTI 165PS mit AT6-Getriebe - und ich liebe ihn genauso wie den Insignia.

Und meine Kids freuen sich auf der Rückbank über je 3cm mehr Privatsphäre :-).

Kurzum: JA, ich hatte noch nie ein besseres Auto als den Insignia!!!!

Danke, Opel!!!!!

am 22. Mai 2013 um 10:18

Hallo,

na also.....schöner Bericht Respekt, so stelle ich mir ein Auto..meinen Insi…auch vor!!

Habe ein paar Kleinigkeiten mehr zum auflisten, aber ich arbeite dran.

Und habe immer noch Hoffnung. :cool::D

Viel Spaß mit dem Zafira

 

Gruß Bernd

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