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Erfahrungen mit der Handbremse

Themenstarteram 14. Januar 2010 um 13:13

Ich habe die letzten Tage eine (für mich)merkwürdige Feststellung gemacht.

Beim Abbremsen aus gleicher Geschwindigkeit auf ebenfalls gleichem Untergrund gibt es grafierende Unterschiede zwischen Handbremse und der normalen Betriebsbremse.

Betriebsbremse hatte bedingt durch das ABS einen wesendlich längeren Anhalteweg gegenüber der manuell betätigten Handbremse.

Hat von euch auch einer diese Erfahrung gemacht ?

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17 Antworten

Die Notbremsfunktion als solche ist Dir sicherlich aus der Betriebsanleitung bekannt.

Vermute ich richtig, dass Dich überrascht, dass bei Untergrund mit Schnee etc. die a priori als eigentlich unterlegen angennommene Handbremse, da höchstwahrscheinlich die Räder stärker blockieren etc., doch der normalen Bremse überlegen ist?

Dass die - unkomfortable - Notbremse schneller steht als die Bremse wundert mich an und für sich nämlich nicht. Auch war mir aufgefallen, dass die Notbremse zwar sofort massiv bremst, aber dies nicht einfach AN/AUS steuert, sondern in die Notbremsung "Hineinbremst". Nur dass sie eben dabei beherzter und dosierter zu Werke geht als mein Tritt aufs Pedal. Daher vielleicht immer noch innerhalb der Haftgrenze, auch bei widriger Witterung.

Versuch mal bei Kurvenfahrt die Norbremsung. Da sind die Unterschiede sicher erheblich.

Gruß,

Chris

Themenstarteram 14. Januar 2010 um 16:56

Bei Kurvenfahrt wäre das wohl eher dümmlich ;) aber probieren werde ich das mal.

Den gedachten Disclaimer zu meinem obigen Vorschlag habe ich mir bei Dir gespart gehabt, da ich Dich aus Deinen bisherigen Posts als vernunftbegabten Menschen erlebt hatte. :-)

Eine diesen Test ermöglichende Umfeldsituation hatte ich implizit vorausgesetzt!

Gruß,

Chris

Hallo!

Das effektivere Bremsen mit der Notbremse kann ich nur bestätigen. Das liegt aber hauptsächlich daran dass die Handbremse unabhängig vom ABS einfach "zu" macht und blockiert, während die Betriebsbremse immer wieder vom ABS gelöst wird. Die blockierenden Räder schieben so einen Haufen Schnee vor sich her (der mitbremst) während die ABS gelösten Räder immer wieder darüber hinwegrollen.

Man sollte jetzt denken "Was für ein Sch***", dann lass ich das ABS weg!"

So weit ist der Gedanke vom Bremsweg auch richtig, aber probier mal mit blockierten Rädern zu lenken... macht keinen Spaß.

Dann lieber ein paar Meter länger bremsen und ausweichen können. Und wenns extrem glatt ist sollte man sowiso langsam fahren. ;)

@Luftraum_B

Mein Vorschlag der Kurvenfahrt bei Notbremsung sollte Deinen Einwand im letzen Absatz deines Postings verdeutlichen. Am eigenen Hintern erlebt, so zu sagen.

Zitat:

Original geschrieben von aerospace_beta

Hallo!

Das effektivere Bremsen mit der Notbremse kann ich nur bestätigen. Das liegt aber hauptsächlich daran dass die Handbremse unabhängig vom ABS einfach "zu" macht und blockiert, während die Betriebsbremse immer wieder vom ABS gelöst wird. Die blockierenden Räder schieben so einen Haufen Schnee vor sich her (der mitbremst) während die ABS gelösten Räder immer wieder darüber hinwegrollen.

Man sollte jetzt denken "Was für ein Sch***", dann lass ich das ABS weg!"

So weit ist der Gedanke vom Bremsweg auch richtig, aber probier mal mit blockierten Rädern zu lenken... macht keinen Spaß.

Wunderbar alles richtig beschrieben, dem kann ich aus meiner "Test"-Erfahrung mit den zwei Bremsverfahren nur beipflichten.

Gruss ROYAL_TIGER

am 14. Januar 2010 um 19:10

Wobei der Bremsweg ohne ABS auch auf der trockenen Straße kürzer ist.

Der einzige Vorteil des ABS ist, dass ich bei einer Notbremsung noch lenken kann......sonst nix!

Zitat:

Original geschrieben von Held der Landstrasse

Wobei der Bremsweg ohne ABS auch auf der trockenen Straße kürzer ist.

Der einzige Vorteil des ABS ist, dass ich bei einer Notbremsung noch lenken kann......sonst nix!

Du hast einen Vorteil noch vergessen. Die Reifen werden nicht ganz so arg massakriert! ;)

Gruss ROYAL_TIGER

Zitat:

Original geschrieben von aerospace_beta

Das effektivere Bremsen mit der Notbremse kann ich nur bestätigen. Das liegt aber hauptsächlich daran dass die Handbremse unabhängig vom ABS einfach "zu" macht und blockiert, während die Betriebsbremse immer wieder vom ABS gelöst wird.

Meines Wissens müsste auch bei der sog. Notbremsfunktion mit dem Parkbremsschalter das ABS in Funktion treten (steht glaub' ich in der Anleitung)

Ich glaub' einfach, dass die Elektronik "beherzter" zumacht, als man es über den mechanischen Weg mittels Fußbremse machen kann. Bei einer Notbremsung mittels Pedal unterstützt der Bremsassistent ja auch über den elektronischen Weg um mehr Bremswirkung zu erzielen.

Nach welchen Kriterien der Bremsassistent eingreift weiß ich nicht, aber aus meiner Erfahrung mit meinem vorherigen B6 hat man schon gemerkt, wenn in einer Notsituation der Assistent eingreift.

Habe ich aber bewusst (auf abgesperrtem Gelände) eine Vollbremsung gemacht, hatte ich das Gefühl, dass der Bremsassistent nicht eingreift und die Bremsung auch nicht so stark war wie damals in dieser Notsituation (ich kann mich natürlich auch täuschen)

Themenstarteram 14. Januar 2010 um 22:05

Zitat:

Original geschrieben von pinkopalino

Den gedachten Disclaimer zu meinem obigen Vorschlag habe ich mir bei Dir gespart gehabt, da ich Dich aus Deinen bisherigen Posts als vernunftbegabten Menschen erlebt hatte. :-)

Eine diesen Test ermöglichende Umfeldsituation hatte ich implizit vorausgesetzt!

Gruß,

Chris

Natürlich doch ..............Selbstredend ;)

Themenstarteram 14. Januar 2010 um 22:35

Zitat:

Original geschrieben von aerospace_beta

Hallo!

Das effektivere Bremsen mit der Notbremse kann ich nur bestätigen. Das liegt aber hauptsächlich daran dass die Handbremse unabhängig vom ABS einfach "zu" macht und blockiert, während die Betriebsbremse immer wieder vom ABS gelöst wird. Die blockierenden Räder schieben so einen Haufen Schnee vor sich her (der mitbremst) während die ABS gelösten Räder immer wieder darüber hinwegrollen.

Man sollte jetzt denken "Was für ein Sch***", dann lass ich das ABS weg!"

So weit ist der Gedanke vom Bremsweg auch richtig, aber probier mal mit blockierten Rädern zu lenken... macht keinen Spaß.

Dann lieber ein paar Meter länger bremsen und ausweichen können. Und wenns extrem glatt ist sollte man sowiso langsam fahren. ;)

Meine Frage nach anderen Erfahrungen sollte nicht in Richtung:

Böses ABS ich mag ohne dich besser bremsen verstanden werden.

Mir ist es bei einer Bremssituation aus relativ kleiner Geschwindigkeit (ca. 40-50km/h) auf einer vereisten Kreuzung aufgefallen, als ich keine andere Wahl mehr hatte..........instinktiv den Parkbremsschalter betätigte.

Aber über das Ergebnis war ich echt erstaunt, damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet

Die (PB=Parkbremse) PB subjektiv bemerkt blockierte zwar, aber der Wagen brach weder aus noch war er unkontrollierbar. Das kannte ich von bisherigen Handbremsen anders, da war sogar ein Ausbrechen bei gewissem Lenkeinschlag vorprogrammiert.................was ich eigentlich auch mit der Betätigung der PB einleiten wollte. Aber der Wagen behielt stur seine Richtung und bremste einwandfrei und auch noch besser wie mit der Betriebsbremse.

Ich probierte anschließend auf einem großen Parkplatz ähnliche Manöver und mußte feststellen das die PB zwar gefühlsmäßig blockiert, aber trotzdem noch eine gewisse Lenkkorrektur möglich ist was wohl u.a. auch darauf zurückführt, das die PB auf alle Räder wirkt.

 

 

Zitat:

Original geschrieben von hisak

Zitat:

Original geschrieben von aerospace_beta

Hallo!

Das effektivere Bremsen mit der Notbremse kann ich nur bestätigen. Das liegt aber hauptsächlich daran dass die Handbremse unabhängig vom ABS einfach "zu" macht und blockiert, während die Betriebsbremse immer wieder vom ABS gelöst wird. Die blockierenden Räder schieben so einen Haufen Schnee vor sich her (der mitbremst) während die ABS gelösten Räder immer wieder darüber hinwegrollen.

Man sollte jetzt denken "Was für ein Sch***", dann lass ich das ABS weg!"

So weit ist der Gedanke vom Bremsweg auch richtig, aber probier mal mit blockierten Rädern zu lenken... macht keinen Spaß.

Dann lieber ein paar Meter länger bremsen und ausweichen können. Und wenns extrem glatt ist sollte man sowiso langsam fahren. ;)

Hier in Berlin ist plattes Land. Ich habe die Parkbremse bis jetzt noch nie benutzt. Weder beim Fahren, noch beim Parken.

Aber der Tipp mit dem Parkplatz ist gut. Ich fahre jetzt mal vor den großen Parkplatz vor dem Olympiastadion und probiere die PB mal auf der Schneefläche aus. Bin auf das Ergebnis gespannt und hoffe, Eure Erfahrungen bestätigen zu können.

Meine Frage nach anderen Erfahrungen sollte nicht in Richtung:

Böses ABS ich mag ohne dich besser bremsen verstanden werden.

Mir ist es bei einer Bremssituation aus relativ kleiner Geschwindigkeit (ca. 40-50km/h) auf einer vereisten Kreuzung aufgefallen, als ich keine andere Wahl mehr hatte..........instinktiv den Parkbremsschalter betätigte.

Aber über das Ergebnis war ich echt erstaunt, damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet

Die (PB=Parkbremse) PB subjektiv bemerkt blockierte zwar, aber der Wagen brach weder aus noch war er unkontrollierbar. Das kannte ich von bisherigen Handbremsen anders, da war sogar ein Ausbrechen bei gewissem Lenkeinschlag vorprogrammiert.................was ich eigentlich auch mit der Betätigung der PB einleiten wollte. Aber der Wagen behielt stur seine Richtung und bremste einwandfrei und auch noch besser wie mit der Betriebsbremse.

Ich probierte anschließend auf einem großen Parkplatz ähnliche Manöver und mußte feststellen das die PB zwar gefühlsmäßig blockiert, aber trotzdem noch eine gewisse Lenkkorrektur möglich ist was wohl u.a. auch darauf zurückführt, das die PB auf alle Räder wirkt.

Zitat:

Original geschrieben von aerospace_beta

Das liegt aber hauptsächlich daran dass die Handbremse unabhängig vom ABS einfach "zu" macht und blockiert, während die Betriebsbremse immer wieder vom ABS gelöst wird

Das ist ziemlich sicher falsch. Aus dem A4-Bordbuch (sollte beim A5 nicht viel anders sein):

"... Bei einer Notbremsung mit der Parkbremse wird Ihr Fahrzeug ähnlich wie bei einer Vollbremsung abgebremst. Die physikalisch vorgegebenen Grenzen können auch durch das ESP und seine integrierten Komponenten (ABS, ASR, EDS) nicht außer Kraft gesetzt werden. ..."

Dass ABS bei der Notbremsung aktiv ist kann man ja bei schlechtem Untergrund (Schnee? :D) prima selbst ausprobieren, bei mir ist das so. Oder sollte das beim A5 doch anders sein?

Zitat:

Original geschrieben von Held der Landstrasse

Wobei der Bremsweg ohne ABS auch auf der trockenen Straße kürzer ist.

Das war schon 2001 überholt.

Also laut Theorie sollte der Bremsweg am kürzesten sein, wenn die Räder gerade noch nicht blockieren. Das hängt damit zusammen dass der Gleitreibungskoeffizient geringer ist als der der Haftreibung.

Beispiel: wenn du etwas schweres auf dem Boden entlangschiebst ist es schwer das Ding in Bewegung zu bringen (Haftreibung), aber wenn es mal im Rutschen ist gehts leichter (Gleitreibung). Das merkste auch wenn du an einem älteren Auto versuchst den Rückspiegel ein klein wenig zu verstellen. Das gibt dann immer in Desaster.

Aber zurück zum Thema: Bei der ABS Geschichte gibts einen kleinen Haken: Das ABS macht erst die Bremse weider los wenn ein Rad merklich lagsamer wird als die Anderen. (klar, woher soll es denn wissen ob ein Rad blockiert)?

Das Bedeutet dass dann der Bremsdruck in der Leitung wieder abgebaut werden muss, der Bremskolben muss sich lösen und das Rad muss wieder beschleunigt werden bevor es wieder zu einem Bremseingriff kommen kann.

Wie gesagt, das Optimale wäre die Bremse gerade im Grenzbereich zu halten, was Rennfahrer nach jahrelangem Training können. Ich nicht. :( Ich verlass mich lieber aufs ABS. Das hat schließlich sonst nix zu tun. ;)

@daran0815: Hast recht mit dem Einwand dass ABS und ESP noch aktiv bleiben.

Auszug aus dem Audi-Lexikon:

Im Fall einer Notbremsung via Parkbremse lässt sich das Fahrzeug wesentlich effektiver abbremsen als mit einer konventionellen Handbremse, da das System über das Elektronische Stabilisierungsprogramm (ESP) mit dem Anti-Blockier-System (ABS) und der Elektronischen Bremskraftverteilung (EBV) kommuniziert.

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