- Startseite
- Forum
- Wissen
- Reifen & Felgen
- Erfahrungen Conti TS850 in 205/55 16
Erfahrungen Conti TS850 in 205/55 16
Moin!
Ich wollt mal rumhorchen, ob irgendwer dieses Wundergummi von Conti auf dem Passat hat...
Ich hab sie seit ne guten Woche drauf, in 205/55 16 94H. Seitdem ich sie drauf habe, fahre ich wesentlich sicherer, wenn auch der verbrauch eher gleich geblieben ist..
Ach scheiß drauf, warum versuch ich das eigentlich nett zu verpacken? Der Reifen ist der letzte Scheiß! Ich hab sie auf der Hinterachse, schon alle Druckbereiche von 2,2 bar bis 3,3 bar ausprobiert, nur um den scheiß Pneu irgendwie ruhig zu stellen. In kurven neigt sich der Wagen und schlägt dann plötzlich mit dem Heck aus, fast wie mit defekten Stoßdämpfern, zu Beginn hab ich es auf die "Einfahrzeit" geschoben, aber nach mittlerweile 1000km sehe ich das nicht mehr ganz so...
Naja, meine "Hoffnung" war ja, dass ein anderer Defekt vorliegt - also die Pirelli P Zero Sottozero 210 oder wie die Dinger heißen auf Ihren Felgen daher gekramt ( 3mm Restprofil), montiert, fährt wie gewohnt.
Also wieder die Wunderpneus montiert... Jetzt verstehe ich dieses Wort erst... das ist negativ gemeint und nicht positiv.
Ich habe hier bei uns im Ort eine Kurve, die Fahre ich seitdem ich den Wagen habe(seit 2007!!) mit dem Tempomaten auf 55Km/h gesetzt ( Sommer wie Winter), seit den TS850 wirft er mir in der Kurve den Tempomaten ab, wegen ESP Eingriffs...
Gestern schloss ich auf einer Landstrasse auf ein Auto auf, das langsamer zu sein schien als ich, hatte im Kopf bei meinen 110Km/h den so auf 80 grschätzt... was ich nicht ahnen kontte war, dass der Wagen bremste, weil er ohne blinken abbiegen wollte und das Bremslicht dem entsprechend auch noch defekt war... Plötzlich wurd der Platz zwischen uns recht eng und ich wechselte zügiger die Spur ( keine Gegenverkehr) und selbst dabei griff ESP ein, und das Heck wankte vor sich hin.
Eine Testvollbremsung auf Trockener, gerader Strasse, hatte auch zu Folge, dass das Heck nach Rechts wollte...
Es ist mir ein Rätsel wie dieser Schrott so viele Testsiege bekommen konnte.
Achja, um ihn nicht nur zu zerreissen: Ist leise, und hat bisher kein Aquaplaning gezeigt... liegt vielleicht auch am mangelnden Regen...
Die reifen sind beim Reifenhöcker vor Ort gekauft worden, DOT 3912.
Noch irgendwer Erfahrung mit dem Ding?
Beste Antwort im Thema
Jetzt, nachdem ich tatsächlich alle 25 Seiten durchgelesen habe, möchte ich doch auch noch meinen Senf dazu geben.
Zum einen werden hier offensichtlich einige Dinge immer wieder zusammengewürfelt.
Zum einen das Einfahren neuer Reifen und die sich verändernden Eigenschaften ab einer gewissen Laufleistung.
Vorab aber noch ein Wort zum "abhängen" von Reifen.
Natürlich kann ein Fabrikneuer Reifen auch sofort eingesetzt werden.
Die Mischung der Reifen ist festgelegt und kann über die sogenannte Shorehärte bestimmt werden. Neureifen werden von verschiedenen Chemikalien vor Alterung geschützt (Sie dünsten also nicht innerhalb von ein paar Wochen so sehr aus, dass sie völlig andere Fahreigenschaften ausweisen.
Diese "Schutzschicht" wird bei Neureifen während der ersten paar Kilometern abgefahren. Da Reifen aus verschiedensten Materialien gefertigt sind (Stahl, Cord, Nylon, verschiedene Kunststoffe und Gummimischungen die unter großer Hitze und Druck miteinander verbunden werden.) müssen sich die verschiedene Bauteile der Reifen, genau wie die verschiedenen Bauteile eines Motors, erst aufeinander einspielen. Dies alles passiert während der Einfahrphase in den ersten paar Hundert Kilometern. Hierfür ist es wichtig, dass der Reifen auf Betriebstemperatur kommt und mehrmals auskühlen kann.
Dann haben wir die vom ADAC gemeinte veränderung der Produkteigenschaften nach 5-6 tsd Kilometern. Die wird in erster Linie dadurch erreicht, dass sich der Reifen in dieser Zeit auch in gewissem maße abfährt, also Profil verliert.
Jedem sollte klar sein, dass Winter und Sommerreifen sich in allen Bereichen voneinander unterscheiden. zum einen im Profilbild (Sommerreifen meist mit einem stabilen Bandprofil, viel positivanteil im Profil und einer härteren Mischung.) Winterreifen mit vielen recht kleinen Profilblöcken, viel negativanteil im Profil und einer weicheren Mischung.) und zum anderen in den Anforderungen. (Sommerreifen für guten Grip bei warmen bis heißen aussen und Asphalttemperaturen, Komfort, Geradeauslauf, Geräusch etc) Winterreifen für guten Grip bei kalten Temperaturen und insbesondere auf Schnee und Eis.)
Das ein Reifen mit weicherer Mischung, kleinen Profilblöcken statt einem Bandprofil, vielen Lamellen und oft einer geringeren Breite sich anders verhalten als Reifen mit viel Positivanteil, breiterer Aufstandsfläche usw. sollte auch klar sein.
Jetzt haben wir hier eine Handvoll user die mit einem bestimmten Profil unzufrieden sind. Und vermutlich der eine oder andere sogar berechtigt. Hier aber eine Stellungnahme vom hersteller zu forder ist doch etwas übertrieben. Bei vermutlich Hunderttausenden verkauften Reifen fallen die hier auftretenden Fälle noch nicht mal in den Promillebereich. Also handelt es sich hier tatsächlich um Einzelfälle.
Sollte das Fahrzeug tatsächlich nicht zu fahren sein, würde ich die Reifen sofort beim Hersteller reklamieren. Zum einen gibt man damit dem Hersteller die Möglichkeit den Fehler zu lokalisieren und ggf abzustellen, zum anderen wollen wir ja alle heil durch den Winter kommen. Falls es an den finaziellen Möglichkeiten liegt jetzt 4 neue Reifen zu kaufen, würde ich auf alle Fälle mit meinem Händler vor Ort sprechen, ob sich nicht eine Lösung finden lässt.
Was einen erhöhten Luftdruck angeht.
Mit höherem Luftdruck kann ich eine eventuell weiche Karkasse zwar bis zu einem gewissen grad stabilisieren, aber ich kann natürlich nicht das Problem von hohen,weichen und kleinen Profilblöcken lösen. Zumal ich mit maximalem Luftdruck, ohne entsprechenden Gegendruck durch andere Beladung zwei große Nachteile habe.
Zum einen verändere ich die Kontur des Reifens, soll heissen er wird in der Bodenaufstandsfäche "rund". Ich habe also eine geringere Bodenaufstandsfläche. -> Längere bremswege.
Zum anderen kommt der Reifen nicht so schnell auf Betriebstemperatur da das Walken des Reifens erschwert wird.
So beeinflusse ich gerade bei Winterreifen natürlich die Produkteigenschaften negativ.
Ähnliche Themen
735 Antworten
Ich finde es erschütternd, dass der teuerste Reifen, den ich je gekauft habe, die schelchtesten Fahreigenschaften aufweist, in Kombination mit anderen Reifen, bei mir. Bei anderen mit allen 4 in TS850, auch.
Ich wechsele meine Räder aber nur von Sommer zu winter und umgekehrt. Neue auf die Hinterachse, die alten von der letzten Saison auf die Vorderachse. Dann sind die nämlich an der VA nach der Saison soweit, dass die weg können. Falls mri ein Reifenhersteller sagen möchte, dass sein Reifen nicht mit anderen harmoniert, dann soll er das gefälligst irgendwo in die Produktbeschreibung schreiben. So lange da nicht steht, hat der mit anderren Reifenzu harmonieren.
Schliesslich verbietet der gesetzgeber ja nur Axial und Radialreifen auf einer Achse zu mischen, theoretisch könnte ich mit 4 unterscheidlichen Profilen unterwegs sein.
Wichtgster Aspekt in dieser Sache ist jedoch, dass der Wagen bei Continental vorgeführt wurde, der Mitarbeiter das Fahrverhalten gegenüber seinem Kollegen nur mit "Scheiße" beschrieb, mit den neuen Reifen dann sofort merkte die sind besser. Seltsamer Weise sind wir mit den neuen Reifen auch nur ganz kurz bei: Fährt sich bessser gewesen... und dann schweifte das Gespräch ab... War nicht mehr Fahrzeugbezogen...
Das Ford ein Universalfahrwerk für alles hat, lässt deine eingänliche Aussage eigentlich etwas, seltsam wirken... Ich passsse mein Fahrwerk an... Ford hat dies nicht nötig... Naja, ist ja auch lax... geht um den Reifen... ;)
Heute war der erste richtige Belastungstest für die Contis:
In Meck-Pomm hat es gestern schön geregnet, ging dann in Schnee über, die Wälder waren weiss und auf der Bundesstrasse Schneematsch und Wasser, welche heute nacht tiefgefroren wurden und von einer Streumaschine heute morgen nichts zu sehen...wie war das mit "wir sind bereit für den Winter"?
Also: die Reifen drehen schnell durch, aber auch nicht schlechter als meine anderen Winterreifen vorher. An der Kreuzung zur B104 hatte ich trotzdem Mühe den Wagen die kleine Steigung hochzubekommen von unserer kleinen Wohnstrasse aus.
Andererseits bin ich vorletzten Winter (anderes Auto, andere Winterreifen) mehrmals nicht mal aus meinem Parkbereich gekommen und musste mich von einem Nachbar rauschleppen lassen; das klappte heute ohne Probleme.
Auf der B104 angekommen: Vorderräder rutschen im 1. Gang durch, rutschen im 2. Gang durch (aber etwas besser) und rutschen auch etwas im 3. Gang durch. Wagen hat kein ASR und kein ESP.
Spurstabilität: gut. So Tempo 60-70 wäre drin gewesen, aber da die anderen Autos nur 40- max. 50 Tacho fuhren scheinen die Contis auf Eis nicht so schlecht zu sein; oder die anderen fuhren alle noch mit Sommerreifen.
Überfrierende Nässe ist immer blöd, aber ich denke ich komme mit den Contis damit ganz gut klar.
Das ist der 1. Winter seit 9 Jahren mit einem Auto mit Handschaltung und der Wagen hat mehr PS als alle vorherigen von mir.
Also das durchdrehen könnte teilweise auch an einem grobmotorischem Gas- bzw. Kupplungsfuss liegen.
In so einem Schneeland wie MV ist ein Reifen mit guten Wintereigenschaften, wie sie der Conti offenbar zu haben scheint, sicher keine schlechte Wahl. Dass die Räder durchdrehen, ist mE nicht unbedingt ein Indiz für mindere Qualität. Das ESP/ASR hatte bei meinem Wagen (und anderen Winterreifen) heute auch eine Menge zu tun...
Ich konnte die neuen Contis gestern auf dem Touran auch das Erste mal bei richtigem Schnee in der Eifel testen und konnte nichts negatives feststellen. Ganz im Gegenteil, sie waren sehr zufriedenstellend.
Natürlich rutscht es irgend wann, die Physik kann man auch mit nem Testsieger nicht überlisten. Aber sie rutschen nicht früher als andere Winterreifen oder gar unerwartet.
Vor allem beim Anfahren war ich erstaunt das ich die 140PS des Touran recht problemlos auf die Straße brachte. Der 1.4TSI hat durch Kompressor+Turbo relativ viel Drehmoment. (220nm/1750U/Min.). Hier ging es nicht darum das Gas so gefühlvoll zu bedienen das nichts rutscht sondern zu schauen wie "brachial" man anfahren oder beschleunigen kann bis dann doch mal was rutscht.
Im trocknen allerdings habe ich auch das Gefühl das mein Heck weg will, bisher tat es dies aber noch nicht.
Im normalen Verkehr ergab sich bis jetzt noch keine Gelegenheit dies gefahrlos bis in den Grenzbereich zu testen.
Ich vermute aber das dies nur ein reines Gefühl ist. Die Reifenflanke ist extrem weich, das fühlt man schon mit den Fingern.
Aufgrund dessen bietet der Reifen recht viel Komfort, was mir bei einer Familienkutsche wie dem Touran sogar ganz gelegen kommt. Auch das Abrollgeräusch ist schön leise.
Nur beim zügigen fahren erhöht dies wohl die Neigung des Fahrzeugs und erzeugt ein ungutes Gefühl. Im Gegensatz dazu erzeugt ein strafes Fahrwerk ja auch das Gefühl von "auf Schienen fahren".
Ob nun das Heck wirklich früher ausbricht wie bei anderen Reifen vermag ich noch nicht zu sagen. Die Kurven die ich kenne und sonst zügig durchfahre macht der Touran auf Conti TS850 auch Problemlos mit, nur das Gefühl ist etwas "anders".
Beim ESP bin ich mir nicht ganz sicher ob es da nicht ein Problem mit einem Neigungssensor gibt, falls es diesen überhaupt bei ESP gibt.
Denn wenn sich das Fahrzeug mehr neigt als sonst normal ist könnte dies natürlich das ESP "verwirren".
Ich frage mich nur wie manche hier unterwegs sind das sie öfter mal ein ausbrechendes Heck haben.
Im Normalfall ist man im Straßenverkehr sehr weit vom Grenzbereich entfernt, ich würde mal behaupten das man meist nicht mehr wie 25% der Leistungsfähigkeit seiner Reifen nutzt. Vor allem nicht bei der Seitenführung.
Der Rest ist für Notsituationen oder als Puffer anzusehen.
Selbst wenn der Conti auf der Kreisbahn 10km/h schlechter wäre wie ein anderer Reifen so sollte man im Straßenverkehr dennoch keine Probleme mit ihm bekommen.
Im übrigen gibt es "Probleme" nicht nur bei Conti.
Meine Michelin Pramicy auf dem Civic sind bei Regen wirklich sehr rutschtig, sowas habe ich zuvor auch noch nie erlebt.
Ein zufälliges Gespräch mit einem Reifenhändler ergab das er häufig Michelin Reifen frühzeitig auswechseln muss da es wohl "bekannt" sei das diese recht schnell verhärten. Bei Vielfahreren mag dies kein Problem sein, bei anderen schon.
Auf dem Touran sind conti Sommerreifen drauf die sogar ein Jahr älter sind wie die Michelin am Civic und diese sind bei Regen eine ganz andere Welt.
Ich rege mich darüber aber nicht auf, der Reifen ist für mich einfach nicht der richtige, für andere aber sicher schon.
So wird es beim TS850 wohl auch sein.
Im übrigen habe ich einen TS850 FR (Felgenrippe), vielleicht macht dies ja auch noch einen Unterschied.
Ich hatte ebenfalls die TS850 mit Felgenrippe.
Ich kann ebenfalls bestätigen, dass die Reifen vom GRIP selber gut haften. Ich habe nie geschrieben, dass die Reifen "rutschen" würden.
Da mein Fahrzeug (im Gegensatz zu deinem Touran) vermutlich eher wie ein Brett auf der Strasse liegt (Sportline, Passat) kann es sein, dass sich der Einfluss der weichen Reifenflanke deutlich stärker negativ auf das sonst straffe Fahrverhalten auswirkt als bei Deinem evtl. eher komfortorientierten Standardfahrwerk im Touran. Vermutlich verstärkt sich das Ganze noch durch besonders guten Grip in Verbindung mit der besonders weichen Reifenflanke.
Auch ist das konstante Kurvenfahren mit dem Conti an sich kein Problem. Extrem ungutes Gefühl bekommt man aber spätestens bei notwenigen Ausweichmanövern, speziell wenn diese im Kurvenbereich erfolgen müssen.
Ich finde es schade, dass Du hier - nur weil Du evtl. andere Ansprüche an die Reifen hast - anderen Autofahrern unterstellst, sie würden zu schnell oder gar unverantwortlich fahren. So klingt das für mich jedenfalls.
Selbst Du schreibst, dass Du ein weicheres Fahrverhalten mit viel größerer Seitenneigung feststellen konntest. Dass das ESP weit früher anspricht und ganz offensichtlich mit diesen Reifen Handlungsbedarf erkennt, wo man mit "normalen" Reifen weder ein ungutes Gefühl hat geschweige denn das ESP auch nur ansatzweise anspricht ist FÜR MICH für ein derartiges Premiumprodukt wie den Continental Reifen inakzeptabel. Wir reden hier ja nicht von irgendwelchen Linglong Fernost-Produkten.
Es ist überhaupt kein Problem einen perfekten Reifen für einzelne Bedingungen herzustellen - das kann die Konkurrenz aus Fernost sicherlich auch (irgendwann) - die Kunst ist einen guten Kompromiss für alle im Winter vorkommenden Strassenverhältnisse zu finden, der keine gravierenden Schwächen in einzelnen Kategorien zeigt. Und genau hier sehe ich bei den von mir gefahrenen TS850 das Problem. Ich erwarte von neuen Reifen eines Premiumherstellers, dass sich das Fahrverhalten des Fahrzeugs nicht merklich verändert oder geschweige denn VERSCHLECHTERT.
Und offenbar sahen das die Techniker bei Conti bei der Probefahrt mit dem Wagen von Masterb2k genauso.
Freue Dich, dass Du mit den Reifen zufrieden bist und kein Problem hast - so sparst Du Dir im Zweifelsfall knapp 500EUR unnötige Ausgaben. :rolleyes:
Zitat:
Original geschrieben von __NEO__
Ich hatte ebenfalls die TS850 mit Felgenrippe.
Ich kann ebenfalls bestätigen, dass die Reifen vom GRIP selber gut haften. Ich habe nie geschrieben, dass die Reifen "rutschen" würden.
Es freut mich das du hier ähnliche Erfahrungen gemacht hast.
Ich habe nie geschrieben das DU mit dem Reifen Rutschst, oder das dies jemand anders macht. Nur wie ICH es empfinde.
Zitat:
Da mein Fahrzeug (im Gegensatz zu deinem Touran) vermutlich eher wie ein Brett auf der Strasse liegt (Sportline, Passat) kann es sein, dass sich der Einfluss der weichen Reifenflanke deutlich stärker negativ auf das sonst straffe Fahrverhalten auswirkt als bei Deinem evtl. eher komfortorientierten Standardfahrwerk im Touran. Vermutlich verstärkt sich das Ganze noch durch besonders guten Grip in Verbindung mit der besonders weichen Reifenflanke.
Hier stimme ich dir vollkommen zu. Natürlich merkt man bei einem straffen Fahrwerk das arbeiten des Reifens mehr wie bei einem weichen. Macht den Reifen aber nicht grundsätzlich schlechter.
Die weiche Reifenflanke könnte zum einen den Grip positiv beeinflussen und zum anderen der Verbrauch, jedenfalls bei "steiniger" Fahrbahn.
Zitat:
Auch ist das konstante Kurvenfahren mit dem Conti an sich kein Problem. Extrem ungutes Gefühl bekommt man aber spätestens bei notwenigen Ausweichmanövern, speziell wenn diese im Kurvenbereich erfolgen müssen.
Bei einem Ausweichmanöver, spielt für mich erst mal das Fahrvehalten eine Rolle, das Gefühl dabei ist mir recht egal. Es ist schliesslich eine Ausnahme, und nicht der normale Fahrzustand.
Klar ist es schön dabei das Gefühl zu haben das alles suverän abgelaufen ist, aber einen schrecken hat man so oder so. Auch den Insassen geht dies wohl nicht anders. In den paar Schrecksekunden ist das Gefühl des Fahrwerks sicher im Gegensatz zur Gesamtsituation zu vernachlässigen.
Zitat:
Ich finde es schade, dass Du hier - nur weil Du evtl. andere Ansprüche an die Reifen hast - anderen Autofahrern unterstellst, sie würden zu schnell oder gar unverantwortlich fahren. So klingt das für mich jedenfalls.
Ich unterstelle nichts sondern werfe die Frage auf wie man scheinbar recht häufig in Notsituationen kommen kann bei denen festgestellt wird das der Reifen sich dabei nicht so gut anfühlt.
Du schreibst ja selber das es beim Ausweichen in einer Gefahrensituation, vor allem in Kurven, zu Problemen kommen soll.
Wie oft musst du denn solche Manöver durchführen? Wohin weichst du aus und vor allem warum? War dein Abstand zu gering um rechtzeitig zum stehen zu kommen oder was für eine Situation hat sich ergeben (Gegenstände auf der Fahrbahn o.ä.)?
Ich gebe dir Recht das es wünschenswert wäre wenn ein Premiumreifen auch in Notsituationen ein suveränes Gefühl vermitteln würde, aber solange er die Situation meistert und sonst keine schwächen hat kann ICH diesen "Mangel" verschmerzen.
Zitat:
Selbst Du schreibst, dass Du ein weicheres Fahrverhalten mit viel größerer Seitenneigung feststellen konntest. Dass das ESP weit früher anspricht und ganz offensichtlich mit diesen Reifen Handlungsbedarf erkennt, wo man mit "normalen" Reifen weder ein ungutes Gefühl hat geschweige denn das ESP auch nur ansatzweise anspricht ist FÜR MICH für ein derartiges Premiumprodukt wie den Continental Reifen inakzeptabel. Wir reden hier ja nicht von irgendwelchen Linglong Fernost-Produkten.
Es ist überhaupt kein Problem einen perfekten Reifen für einzelne Bedingungen herzustellen - das kann die Konkurrenz aus Fernost sicherlich auch (irgendwann) - die Kunst ist einen guten Kompromiss für alle im Winter vorkommenden Strassenverhältnisse zu finden, der keine gravierenden Schwächen in einzelnen Kategorien zeigt. Und genau hier sehe ich bei den von mir gefahrenen TS850 das Problem.
Das mit dem ESP hast du falsch verstanden, ich habe kein Problem mit den Contis und meinem ESP. Auch habe ich keine VIEL größere Seitenneigung sondern spürbar etwas mehr Seitenneigung was das wohl das Gefühl vermittelt das mein Heck "ausbrechen" will.
Ich habe nur vermutet das dass ESP Problem das einige haben durch einen recht feinfühligen Neigungssensor kommen könnte.
Denn die Flanke des Contis ist so weich wie bei keinem anderen Reifen denn ich je gesehen habe, da könnte man evtl. an die Grenzen der ESP Auslegung kommen. Dies wäre für ein Premiumprodukt wahrlich nicht schön. Nur kann ich dieses Problem nicht bestätigen.
Es stellt sich nur auch hier die Frage wie schnell man fahren muss damit dieses Problem zum tragen kommt, und wie oft man dies im Normalbetrieb auf öffentlichen Straßen hat.
Zitat:
Ich erwarte von neuen Reifen eines Premiumherstellers, dass sich das Fahrverhalten des Fahrzeugs nicht merklich verändert oder geschweige denn VERSCHLECHTERT.
Hm, wären wir hier im Motorradbereich müsste ich schmunzeln.
Dort ist es normal das die Reifen einen großteil des Fahrgefühls ausmachen und man froh ist das jeder (Premium) Reifen anders fährt, eben weil jeder etwas anderes bevorzugt und somit seinen Reifen kaufen kann. Beim PKW ist dies aufgrund der höheren Laufleistung sicher etwas anders. Auch ist der PKW eher ein Gebrauchsgegenstand.
Beim PKW müssen Reifen nur rund und schwarz sein und sollen einfach alle super funktionieren.
Es mag sein das Conti hier etwas sehr vom Mainstream abgewischen ist, oder zumindest soweit das es teils sehr auffällt.
Ob dies nun schlecht ist sei mal dahin gestellt.
Ich komme mit dem Reifen gut vorran, er ist leise und komfortabel abgestimmt. Der Grenzbereich liegt recht hoch.
Wenn man nun einen sportlicheren Reifen wünscht ist man hiermit natürlich nicht gut bedient.
Leider gibt es bei PKW Reifen keine so klare Einteilung was Touring und Sport angeht.
Zitat:
Und offenbar sahen das die Techniker bei Conti bei der Probefahrt mit dem Wagen von Masterb2k genauso.
Freue Dich, dass Du mit den Reifen zufrieden bist und kein Problem hast - so sparst Du Dir im Zweifelsfall knapp 500EUR unnötige Ausgaben. :rooleyes:
Warum man da nun :rolleyes: einbauen muss erschliesst sich mir nicht. Aber ok.
Ich habe nie behauptet das es keine Probleme mit dem Conti gibt oder geben kann. Ich habe nur meine persönliche Erfahrung geschildert. Evtl. habe ich auch einfach nur einen der "guten" Contis erwischt.
Es ist wohl wie so oft. Dank Internet und Foren werden Probleme sehr konzentriert dargestellt und somit der Eindruck erweckt das dieses Problem allgegenwärtig ist.
In Wirklichkeit aber haben nur einige wenige ein Problem. Schön ist dies zwar nicht aber in anbetracht der Verkaufszahlen von Conti wird es wohl doch sehr viele zufriedene Kunden geben.