ForumHybrid & Elektro
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Hybrid & Elektro
  5. Elektroantrieb könnte unsere Mobilität retten?!

Elektroantrieb könnte unsere Mobilität retten?!

Themenstarteram 18. Juni 2008 um 21:46

Der Elektroantrieb scheint für mich eine echte Alternative zu sein, wenn die Politik und die Wirtschaft mitspielen.

Folgende Punkte sprechen für Elektroantrieb in vielen (nicht allen) Bereichen:

1. Infrastruktur für die Versorgung ist vorhanden oder schnell aufzubauen

2. Die Technik zum Bau von E-Fahrzeugen mit 100 bis 150 km Reichweite ist vorhanden.

3. Elektrizität ist CO2-sparsam herstellbar, auch wenn mittelfristig neue Methoden entwickelt werden müssen.

4. Die Wenigsten bewegen ihr Fahrzeug mehr als 100 km täglich und brauchen die vorhandenen Plätze.

5. Für Pflichtfahrten z.B. zur Arbeit reichen Geschwindigkeiten von 70-89 km/h aus

6. Es wäre denkbar Parkplätze mit Ladestationen auszurüsten dann hat die Parkgebühr einen Sinn.

7. E-Fahrzeuge sind vor Ort völlig emissionsfrei (Kein Lärm, Feinstaub oder Stickoxyd)

8. Theoretisch könnten E-Autos (wenigstens teilweise) mit Solarenergie betankt werden = Fahren zum Nulltarif

9. Solarenergie ist nicht nur Photovoltaik, es gibt andere Möglichkeiten (Stirling Motor, Dampfturbine usw.)

 

Hier sehe ich die Bremsen für die E-Mobilität:

1. Ablehnung durch die Verbraucher (Mißtrauen, Uninformiertheit, Image, Reichweite,

2. Trägheit der Industrie

3. Kosten für die neue Technik, zumindest anfänglich

4. Zweifel an der Lebensdauer der Batterien (Kostenrisiko)

5. Reichweitenproblematik

6. Versorgungssicherheit kritisch, wenn sehr schnell ein sehr großer Anteil umsteigen würde

 

Wenn man die Vorteile gegen die Nachteile abwiegt, dann könnte uns die E-Mobilität in diesem Jahrhinder vor dem Kollaps retten.

Beste Antwort im Thema
am 19. Juni 2008 um 15:19

Eine Seite des Elektroantriebes für KFZ sollte man auch beleuchten:

Wo kommt der Strom denn her ?

........richtig: aus der Steckdose !

 

......oder doch nicht ?

 

Ich würde pro Tag etwa 40 kWh verbrauchen. Mit Verlusten beim Laden wäre das also grob gerechnet eine Dauerleistung von ca. 2 kW.

Ein Großkraftwerk kostet heute etwa 1600 bis 1800 €/kW spezifisches Invest.

Da die Erzeugungsleistung in den nächsten Jahren sehr knapp wird (Ersatzbedarf für KKW und alte Kohleblöcke), bedeutet das also, daß jeder, der elektrisch fahren will eine Investition von 3000 bis 4000 € in Kraftwerken auslöst. Hinzu kommt die notwendige Infrastruktur in Form von Leitungskapazität (die insbesondere auf Ost-West- und Nord-Süd Trassen heute schon fehlt).

Soll der Strom gar alternativ erzeugt werden, darf man das obige spezifische Invest mit Faktor 5 (Wind) bis 20 (Photovoltaik) multiplizieren.

Gruß SRAM

P.S.: bevor einer schreit "Zahlen stimmen nicht" --> geht davon aus, daß ich beruflich entsprechendes schätze......

532 weitere Antworten
Ähnliche Themen
532 Antworten

Nur mal hinschauen wo das viel Geld der Öl und Energiefirmen investiert wird - das sind weltweit immer mehr regeneraritive Energien - allein wenn ich mir anschaue was BP inzwischen an Windparks unterhält und fest geplant hat - das geht es schon lange nicht mehr Megawatt sondern das bewegt sich im Gigawatt Bereich.

Ich wiess nicht wieso in Deutschland das nicht funktioniert - mag wohl auch windbedingt sein - in den USA erreichen Windanlagen nach durchschnittlich 3 Jahren den Break Even - weshalb immer mehr Gemeinden und Kommunen umsteigen.

Hier mal eine Übersicht mit Megawatt Angaben der Windanlagen in den USA - nur die, die bereits laufen - durchaus beeindruckend

http://www.awea.org/projects/

@Diesel

was mir latent immer wieder hochkommt ist, daß mir (und allen anderen)immer wieder eingeredet wird, daß DURCH die Windkraftwerke ZUSÄTZLICHE Kraftwerkskapazitäten gebaut werden müssen - das ist doch kompletter Unsinn.

Richtig 1: Wind und solar ist unzuverlässig verfügbar, dafür brauch man Pufferung. Das geht

a) im Netz (Spitzenlastkraftwerke, variable Steuerung der Wasserkraft etc.) und

b) bei den Verbrauchern (du kannst essen, wann du willst, aber die Wäsche macht deine Waschmaschine, bitte erst Wäsche reinfüllen, du Hauswunder ;) - (ca 3x mehr Energie) - wann dein Budget es will, ebenso geht heizen per Wärmepumpe (20x soviel Energie), die kann gut 48h zwischenspeichern, was können dann erst 1 Mio Wärmepumpen an "überflüssigen" Windstrom in je 2000l Wärmepufferspeicher "wegpumpen" ?

Richtig 2: Wind ist (jetzt schon nahezu) kostendeckend verfügbar, auch die schlechteste Windkurbel produziert am Jahresende 2009 mit fetten Gewinn (heutiger Durchschnitt 3% ...12% Finanzausschüttung, und da ist ein fetter, unnötiger Overhead dabei schon bezahlt) Windstrom wird tags mehr als nachts produziert, Solarstrom nur tags.

Richtig 3: haben wir ca 10 Nebeltage im Jahr - kein Wind und keine Sonne, da kann man sämtliche "gesparte Kufurze" aus dem Erdgasnetz (oder Speicher) "elektrifizieren" - kein Problem.

Richtig 4: Dezentrale Stromproduktion und Einspeisung entlastet die Hochspannungsnetze, statt zu belasten, deswegen müssen sie natürlich auch ausgebaut und angepaßt werden, weil die Quellen jetzt andere und vielfältiger sind.

Richtig 5: Elektroautos brauchen Strom (nteil Verkehr 2007: 21% des Gesamtenergiebedarfs!!!), also gehen wir mal von steigendem Elektroenergiebedarf aus, aber wenn man sämtliche BAB-Strom Tankstellen direkt an Windräder baut (oder separat zuführt, da wo es geht) gibt es wenig zusätzliche Strom-Transport"last"

Richtig6 : Muß man Gas-Spitzenlastkraftwerke (und Gasspeicher) da bauen, wo neuralgische Versorgungspunkte entstehen können), zum Beispiel gerade im Norden.

(Stattdessen will Vattenfall ein Grundlast-Kohlekraftwerk bei Geifswald bauen - ein Gebiet mit Stromüberschuß - völliger Blödsinn)

Leider wahr 7: Halte ich die EEX in Leipzig zur Zeit für eine reine Farce. Da tritt RWE als "Käufer" für ein Vielfaches der wirklich benötigten Strommenge auf, nur um den Preis nach oben zu treiben und verkauft Minuten später enorme Mengen (Börsenjargon: Glattstellen). Das Ding ist eine Krücke, die als Melkkuh für die Stromzahler mißbraucht wird. Daher bin ich für eine eingehende Untersuchung der Machenschaften und eine Trennung der Erzeuger von den Netzen. Beispiel Vattenfall besitzt Kraftwerke, Netze und Abnehmerstellen im gesamten Nordosten als Monopolist. Egal wer die Groschen beim Verbraucher eintreibt (die sogenannte "Konkurrenz"), Lieferant ist immer Vattenfall. Das gilt für die drei anderen Großen genau so. Das verführt doch geradezu zum Gelddrucken.

aber ehrlich, Diesel du kannst doch gar nicht kochen, oder? Wenn du schon nicht mal weißt, wo du die Wäsche hintun mußt und das man eine leere Waschmaschine nicht anschaltet. ;)

Hallo,

Zitat:

Original geschrieben von WHornung

Nur mal hinschauen wo das viel Geld der Öl und Energiefirmen investiert wird - das sind weltweit immer mehr regeneraritive Energien - allein wenn ich mir anschaue was BP inzwischen an Windparks unterhält und fest geplant hat - das geht es schon lange nicht mehr Megawatt sondern das bewegt sich im Gigawatt Bereich.

Ich wiess nicht wieso in Deutschland das nicht funktioniert - mag wohl auch windbedingt sein - in den USA erreichen Windanlagen nach durchschnittlich 3 Jahren den Break Even - weshalb immer mehr Gemeinden und Kommunen umsteigen.

Hier mal eine Übersicht mit Megawatt Angaben der Windanlagen in den USA - nur die, die bereits laufen - durchaus beeindruckend

http://www.awea.org/projects/

das hat einen ganz einfachen Grund. Nämlich die Planbarkeit des Windstromes. Beispielweise sind die Anlagen in der Nordsee über das Jahr gesehen relativ stabil und brauchen nur sehr geringe Backup Systeme Heißt einfach das die Baukosten hoch sind, Folgekosten klein => der Kram lohnt sich.

Oder das Beispiel eines Industriebetriebes in Indien. Er erzeugt mit nem Dieselgenerator Strom. Das ist sehr teuer. Daher lohnt sich das Windrad wegen seiner geringen Folgekosten und das Backup System gibt es ja eh schon.

Es ist immer die frage lohnt es sich oder nicht. Wenn es sich lohnt werden es die Unternehmen auch machen, oder wie in Deutschland durch das Programm "Weg von Öl". Denn durch den ungleichmäßig wehenden Wind sind auch die Folgekosten, durch den Betrieb der Backup Systeme, sehr teuer. Also eigentlich unrentabel, aber die Regierung will es halt so.

MFg MArcell

Hallo,

Zitat:

a) im Netz (Spitzenlastkraftwerke, variable Steuerung der Wasserkraft etc.) und

Zitat:

Richtig6 : Muß man Gas-Spitzenlastkraftwerke (und Gasspeicher) da bauen, wo neuralgische Versorgungspunkte entstehen können), zum Beispiel gerade im Norden.

(Stattdessen will Vattenfall ein Grundlast-Kohlekraftwerk bei Geifswald bauen - ein Gebiet mit Stromüberschuß - völliger Blödsinn)

da sind die Kraftwerke ;). Natürlich brauchst du auch Grundlastkraftwerke, wenn nämlich kein Wind weht hast du 16% weniger Strom das muss ja irgendwo her kommen. Das können 10 Tage lang keine Pumpspeicher oder Spitzengaser. Dazu brauchst du Großkraftwerke (oder eine unheimlich große Zahl anderer keiner z.B. kWk, aber das steht auch ganz am Anfang).

Zitat:

b) bei den Verbrauchern (du kannst essen, wann du willst, aber die Wäsche macht deine Waschmaschine, bitte erst Wäsche reinfüllen, du Hauswunder - (ca 3x mehr Energie) - wann dein Budget es will, ebenso geht heizen per Wärmepumpe (20x soviel Energie), die kann gut 48h zwischenspeichern, was können dann erst 1 Mio Wärmepumpen an "überflüssigen" Windstrom in je 2000l Wärmepufferspeicher "wegpumpen" ?

Du denkst aber nicht weit genug ;). DU musst mich laufend informieren WANN ich sie zu befüllen habe. Da nicht jeden Tag um 14 Uhr der Wind starkt weht. Es ist also EXTREM variabel! Genau das ist der Grund, warum soetwas zwar Theoratisch geht, prktisch aber nicht. Wenn ihr mir sagt, zwischen 8 Uhr morgens und 16 Uhr Abend bitte Maschine bereit halten, kein Thema! aber ebend durch die extrem unterschiedlichen Windzeiten geht das so nicht. Der Wind ist ein chaotisches System und nur schwer vorhersagbar! Wenn ihr dann versucht meine Maschine zum Puffern zu benuttzen obwohl NIX drin ist (weil ihr zu spät bescheid gesagt habt), mache ich spätestens wenn dies ein zweites mal passiert die Sicherung aus. So sieht es (leider) aus.

Zum Wärmespeicher:Natürlich ist das richtig was du sagst. Aber ich brauche für Wärmepumpen nur sehr geringe Energiemengen, es ist eine Wärmepumpe ;). 1 Million Wärmepumpen sind genau so wieder ein Tropfen auf dem heißen Stein. Natürlich sind viele viele Tropfen irgendwann eine gute Lösung, aber heute aus vielen Gründen nicht möglich. Findet nicht ein radikales Umdenken statt, ist das schlecht zu raliesieren. Warum sollte ich mir zu Hause eine 2000L Wärmespeicher hinstellen? Währe doch einfach MEGA teuer. Außerdem gibt es bei Zentraler Wärmepumpen versogung ein Problem, es gibt KEIN Leitungsnetz für die Wärme. HOHE Investitionskosten, die auf lange sicht wohl keiner Ausgeben wird.

Es gibt natürlich auch solche Asätze. Windrad Strom erzeugen , damit Wärme in Tanks speicher, diese zur Stromerzeugung nutzen. Eine Überlegung die sehr interessant ist, auf den Gebiet bleibt es interessant wie in Zukunft Windenergie gespeichert wird.

Zitat:

Richtig 3: haben wir ca 10 Nebeltage im Jahr - kein Wind und keine Sonne, da kann man sämtliche "gesparte Kufurze" aus dem Erdgasnetz (oder Speicher) "elektrifizieren" - kein Problem.

Doch, es währe ein System mit unglaublich hoher redundanz. Es kann aber NIE den deutschen Stromverbrauch zu 1005 decken. Auch 50% sind utopisch. Außerdem sind solche dreifacch gesicherte System unheimlich teuer. Da liegt wieder der knackpunkt. Das Geld macht dir hier ein Strich durch die Rechnung.

MFg MArcell

am 20. Juli 2008 um 16:59

Zitat:

Leider wahr 7: Halte ich die EEX in Leipzig zur Zeit für eine reine Farce. Da tritt RWE als "Käufer" für ein Vielfaches der wirklich benötigten Strommenge auf, nur um den Preis nach oben zu treiben und verkauft Minuten später enorme Mengen (Börsenjargon: Glattstellen). Das Ding ist eine Krücke, die als Melkkuh für die Stromzahler mißbraucht wird. Daher bin ich für eine eingehende Untersuchung der Machenschaften und eine Trennung der Erzeuger von den Netzen. Beispiel Vattenfall besitzt Kraftwerke, Netze und Abnehmerstellen im gesamten Nordosten als Monopolist. Egal wer die Groschen beim Verbraucher eintreibt (die sogenannte "Konkurrenz"), Lieferant ist immer Vattenfall. Das gilt für die drei anderen Großen genau so. Das verführt doch geradezu zum Gelddrucken.

Sorry, das ist nun wirklich Unsinn. Sowohl auf der Nachfrage wie Erzeugerseite rächt sich eine falsche Bedarfsplanung sofort. Liege ich mit der Menge nur wenig daneben, darf ich entweder (als Anbieter) die Überschußmenge weit unter Preis verschleudern (oder runterfahren, was garkeinen Spaß macht und ab und zu dazu führt, daß für die Abnahme bezahlt (!) wird) oder (als Verbraucher) Spitzenlast extrem kurzfristig einkaufen, was sehr teuer wird oder meine Waren-Produktion runterfahren (was noch viel mehr kostet).

Daß niemand Lust hat, einen Kohleblock über Monate in Heißreserve zu halten (was ihm niemand bezahlt) um dann für einige Stunden eine Windflaute abzufangen, ist nur betriebswirtschaftlich folgerichtig. Dann gibt es halt mal einen Stromausfall, sorry, wer Windrädchen will, der darf halt bei Flaute nicht Strom wollen......

Ferner spielt es garkeine Rolle wer das jeweilige Versorgungsgebiet, ob Erzeugung, Netz oder Verteilung besitzt. Ich darf immer eine entsprechende Strommenge durchleiten und diese von jedem Anbieter beziehen. Daß das Netz eine endliche Kapazität hat und daher nicht plötzlich alle Bayern Ihren Strom für die nächsten 15 Minuten aus Schleswig-Holstein beziehen können dürfte aber auch klar sein.......oder ? Hier gilt es eben Vorzuplanen, weshalb jeder Grund- und Mittellast für und über Monate, sogar Jahre gemäß seiner eigenen Lastkurve einkauft und nur unvermeidliche Schwankungen mit kurzfristigen Anforderungen abdeckt. Typischerweise kauft man die Mindestlast die man benötigt als Jahreskontrakt und füllt dann mit Monats- Wochen- Tages- und Stundenkontrakten gemäß der selber hochgerechneten Lastkurve auf. Auf diese Weise bilde ich Feiertage mit vermindertem Bedarf in der Produktion und auch Tagesgänge (z.B. morgens bestimmte Maschinen hochfahren, etc.) sowie Ferien, Urlaub, etc. ab. Diese Planung wird langfristig vorher angelegt, lohnt sich aber, da der Erzeuger vorplanen kann und deshalb auch einen guten Preis macht.

Und das ist der größte Nachteil von Wind: wie soll ich eine Jahr oder auch nur eine Woche vorplanen, wenn ich nicht weis wie der Wind dann weht ?

Ich kann dich nur auffordern selber wirklich mal betriebswirtschaftlich durchzurechnen, das ist sehr ernüchternd.

Gruß SRAM

@SRAM ernürchternd ist eher dein Pessimismus wider besseren Wissens!

Du weißt genau, da die fetten bereits genehmigten Windparks in der Nord- und Ostsee doppelt so viel Strom produzieren pro Anlage, wie im Binnenland und (nahezu) überhaupt keine Stillstandszeiten haben, die 10 Binnenland-Flautentage kannst du somit dann auch knicken. (Gezeiten setzen auch nicht "plötzlich" für 10 Tage aus.)

Wenn ich was von Gasturbinen-Spitzenlast meine, konterst du mit Wärmekraftwerken, die "monatelang in Heißreserve" gehalten werden müssen, Äh balla?

Oder Dieselfan (der offenbar wirklich nicht weiß wie eine Waschmaschine angeht):

abends Wäsche rein, Pulver + Weichspüler dazu, Startknopf drücken. Wenn der Strompreis unter einen bestimmten Wert sinkt (in der Regel in der Tageskurve nach 23.00....4.00 Uhr am billigsten ) - knips alleine an und die Kiste läuft.

Dafür sind Börsenpreise da - zum NUTZEN ALLER.

Zur Zeit hab ich den Hirschbraten am Tage zwei Stunden im Backofen - ist ja nicht teurer, als abends.

Wenns aber billiger wäre, würd ich das zusammen mit dem Kuchen wirklich auf die späten Abendstunden verlegen.

Genau wie jeder an der Börse (über Broker) kaufen und verkaufen kann, soll das auch jeder mit dem Strom tun können, also auch, und die besonders ein Stadtschwimmbad zum Wärmepumpenbetrieb.

Und - sorry - das RWE & co als massiver Stromkäufer an der EEX auftritt - das hab ich mir bestimmt nicht ausgedacht, du hast da sogar viel bessere Quellen als ich, wenn es denn stimmt, daß du "in der Branche" bist.

@ Dieselfan:

eine WP für ein 140m² Haus hat 4kW Anschlußleistung und einen 500l Pufferspeicher. Mach mal 6 kW draus und einen 1000l Speicher (reicht schon). 1Mio WP sind 4-6 GIGAWATT Anschlußleistung - mehr als die Gesamtleistung aller amerikanischen Windturbinen und damit kannst du besser Lasten steuern (nicht mal verlustreich umpumpen) als mit allen Schweizer, deutschen, österreichischen und französischen Pumpspeicherwerken zusammen- nun hört mal beide langsam wieder auf Zahlen zu ignorieren. Nachlabern der gängigen "ABERS" ist ja ätzend! Dabei haben wir noch nicht ein einziges BHKW berücksichtigt, die gibt es aber jetzt schon in immer mehr Kommunen. Die würden die Kiste hochfahren wenns einspeisen sich preislich lohnt und abstellen bei Übeangebot = Preis unten - völlig normal. Jaja -

Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

Mal witzigerweise zum Vergleich: Die AWEA (http://www.awea.org/projects/) spricht von Erzeugerpreisen von 5-6 (US)-cent je kWH, im wesentlichen Finanzierungskosten, dazu 0,56cent laufende Kosten. Die deutschen Offshore-Turbinen bekommen 15 (€) cent je kWh GARANTIERT! also das dreifache! (mal 2 in der Produktion). Dummerweise kosten die nicht 3x so viel wie vergleichbare On-Shore-Turbinen. So, dreimal dürft ihr beide raten, warum sämtliche in Frage kommenden Windparks der Nordsee in kürzester Zeit ausverkauft waren! Korrekt! die Nordsee ist fast komplett vehökert, die 4 großen, dazu einige Briten und Ami´s, die den Braten auch gerochen haben, haben sich die Pfütze aufgeteilt. Ende Gelände.

 

@ Audi-gibt-Omega

Einige sehen halt das Glas halbleer, andere sehen es halbvoll...

Re: Windmühlen, da dürfte Dich doch der Plan unseres Boone T. Pickens interessieren.

Laufen jetzt Anzeigen im TV.

Der Plan: Umstellung aller Gaskraftwerke auf Windmühlenkraft.

Dieses Gas benützen zur Umstellung von Benzinauto's auf Gasbetrieb.

Jährliche Einsparung von Ölimporten = 300 Milliarden Dollar

So Einfach geht das! Man muss nur einen finden der das Glas Halbvoll sieht ;)

Und der Finanzierung hat...

Habe einen Kunden, "Gamesa", Windmühlenbauer von Spanien, LKW's verlassen das Werk 24 Stunden am Tag mit Windmühlenteile, die können garnicht schneller produzieren!

Der grosse Unterschied zwischen den Problemen in Deutschland (kein Wind) und den USA scheint zu sein das die Ami's sich entschlossen haben Windmühlen dahin zu stellen wo der Wind auch bläst ;)

Also so'ne komische Idee....

Gruss, Pete

 

am 22. Juli 2008 um 22:40

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

Eine Seite des Elektroantriebes für KFZ sollte man auch beleuchten:

Wo kommt der Strom denn her ?

........richtig: aus der Steckdose !

 

......oder doch nicht ?

 

Ich würde pro Tag etwa 40 kWh verbrauchen. Mit Verlusten beim Laden wäre das also grob gerechnet eine Dauerleistung von ca. 2 kW.

Ein Großkraftwerk kostet heute etwa 1600 bis 1800 €/kW spezifisches Invest.

Da die Erzeugungsleistung in den nächsten Jahren sehr knapp wird (Ersatzbedarf für KKW und alte Kohleblöcke), bedeutet das also, daß jeder, der elektrisch fahren will eine Investition von 3000 bis 4000 € in Kraftwerken auslöst. Hinzu kommt die notwendige Infrastruktur in Form von Leitungskapazität (die insbesondere auf Ost-West- und Nord-Süd Trassen heute schon fehlt).

Soll der Strom gar alternativ erzeugt werden, darf man das obige spezifische Invest mit Faktor 5 (Wind) bis 20 (Photovoltaik) multiplizieren.

Gruß SRAM

P.S.: bevor einer schreit "Zahlen stimmen nicht" --> geht davon aus, daß ich beruflich entsprechendes schätze......

Das ist ja schön und gut mit den Kosten, aber vollkommen egal!!! Die Stromkonzerne wehren sich nicht ohne Grund seit Jahren gegen die Offenlegung ihrer Kalkulation. Der Strompreis ist ja nur zu einem gerigem Teil aus der tatsächlichen Erzeugung. Aus den aktuellen Preisen läßt sich ohne Probleme eine "beliebige" Kapazitätserhöhung finanzieren. Warum sollten die Probleme aus erhöhter Nachfrage bekommen?

Zitat:

Original geschrieben von he2lmuth

 

Das Elektroauto steht und fällt mit den Batterieen. Niemand kauft sich ein Alltagsauto um es dann alle 100 Km irgendwo aufladen zu müssen. Es gibt ja auch Leute die man Laternenparker nennt :)Könnte und WOLLTE ich mir ein Zweitauto kaufen, dann käme ein Elektroauto schon in Frage. Aber ein Zweitauto ist nicht drin, dazu habe ich zu viele andere Interessen, welche Geld kosten.

Hier die Lösung für Laternenparker:

http://www.autobloggreen.com/.../ (english mit Bild)

am 23. Juli 2008 um 7:33

Das ist doch von den nordischen Ländern her bekannt, nur dient die Steckdose dort für die Motorvorwärmung.

Wer soll denn hier die Infrastruktur bezahlen? Nur weil die Laterne mit 40 Watt leuchtet, gibt die Zuleitung doch keine 15 Ampere Ladestrom her, die ich für eine Nachtladung brauche.

Grüße

Hellmuth

Zitat:

Original geschrieben von he2lmuth

Das ist doch von den nordischen Ländern her bekannt, nur dient die Steckdose dort für die Motorvorwärmung.

Wer soll denn hier die Infrastruktur bezahlen? Nur weil die Laterne mit 40 Watt leuchtet, gibt die Zuleitung doch keine 15 Ampere Ladestrom her, die ich für eine Nachtladung brauche.

Grüße

Hellmuth

Eventuell wird die Infrastruktur vom Fahrer bezahlt...

Hier muss ich doch mal etwas pessimistisch werden (oder ist es realistisch?)

Über die Jahrzehnte hat sich das Auto zum "Billigprodukt" entwickelt.

Die Produktion, die Technik, die Infrastruktur als auch die Versorgung hatten Jahrzehnte sich zu einem Standard einzuspielen.

Der Versuch alles von Technik bis Kraftstoff zu ändern wird natürlich jede Menge Geld kosten. Statt eine Marke und Grösse zu wählen muss der Käufer entscheiden welche Technologie, welchen Kraftstoff, u.s.w....

All das kostet viel Geld, neue Batterien, Neue Antriebe, Neue Kraftstoffe und neue Infrastruktur.

Weil wir nicht genau wissen was am besten is, wirds gleich mehrere geben.

Endresult: Die Zeit des Billigauto's wie wir es kennen neigt sich dem Ende zu.

Weil am Ende wirds es ja vom Kunden bezahlt werden müssen, ganz egal ob auch einiges mit Steuergeldern abgedeckt wird, das kommt ja auch aus der "Kundentasche"...

Technisch sehe ich garkeine Probleme, zumindest nicht unlösbar, aber Teuer wirds werden....

Gruss, Pete

am 23. Juli 2008 um 14:37

Die typische Argumentation des Stammtisches:

Zitat:

Das ist ja schön und gut mit den Kosten, aber vollkommen egal!!!

--> erstmal alle Argumente unspezifisch vom Tisch wischen. Kostet zuviel nachdenken diese mal selbst zu durchdenken.

 

Zitat:

Die Stromkonzerne wehren sich nicht ohne Grund seit Jahren gegen die Offenlegung ihrer Kalkulation.

--> Unbewiesenes Geblubber behaupten. Hautsache klingt gut. Und behauptet ja eh jeder, dann wird es wohl stimmen !?

(http://www.energie-fakten.de/pdf/strompreise-2006.pdf / Die Bilanzen von Aktiengesellschaften MÜSSEN veröffentlicht werden, links spare ich mir / die Investitionspreise für Kraftwerke sind bei den Herstellern und für sogenannte Standardkraftwerke zugänglich / Netztransportkosten macht die Netzagentur zugänglich / Betriebskosten sind in den Bilanzen ausgewiesen / etc. etc. --> bei kaum einem Produkt ist der Preis so nachvollziehbar wie bei Strom)

 

Zitat:

Der Strompreis ist ja nur zu einem gerigem Teil aus der tatsächlichen Erzeugung.

-> stimmt auffallend. Deshalb verdienen die Erzeuger ja auch so viel ..... (Vorsicht: Sarkasmus). Sieh dir mal lieber die Staatsquote dabei an (Konzessionsabgabe, Mehrwertsteuer, Energiesteuer, KWK Abgabe, Einspeisevergütung, .....)

 

Zitat:

Aus den aktuellen Preisen läßt sich ohne Probleme eine "beliebige" Kapazitätserhöhung finanzieren.

--> Klar ! Vorallem wenn ich dem Investor sage "darfst aber nur eine Kapitalrendite von 5% verlangen". Der hustet dir was. Für eine Rendite kleiner 16% wirst du kein Projekt aufsetzen können. Warum soll jemand sehenden Auges in ein Invest gehen, das unrentabel ist ?

 

Zitat:

Warum sollten die Probleme aus erhöhter Nachfrage bekommen?

Niemand bekommt aus erhöhter Nachfrage Probleme........wenn er sich frei am Markt die notwendigen Mittel beschaffen und die jeweils beste Technologie einsetzen darf. Nennt man freie Wirtschaft.

Gibts aber nicht (mehr). Heute schreibt dir der Staat vor mit ungeeigneten Mitteln und Technologieen, gedeckelter Rendite und jahrzente dauernden Genehmigungsverfahren einen reglementierten Markt zu versorgen. Das nennt sich Planwirtschaft......und hat noch nie funktioniert.

Gruß SRAM

 

Hallo,

Zitat:

Original geschrieben von Audi-gibt-Omega

@ Dieselfan:

eine WP für ein 140m² Haus hat 4kW Anschlußleistung und einen 500l Pufferspeicher. Mach mal 6 kW draus und einen 1000l Speicher (reicht schon). 1Mio WP sind 4-6 GIGAWATT Anschlußleistung - mehr als die Gesamtleistung aller amerikanischen Windturbinen und damit kannst du besser Lasten steuern (nicht mal verlustreich umpumpen) als mit allen Schweizer, deutschen, österreichischen und französischen Pumpspeicherwerken zusammen- nun hört mal beide langsam wieder auf Zahlen zu ignorieren. Nachlabern der gängigen "ABERS" ist ja ätzend! Dabei haben wir noch nicht ein einziges BHKW berücksichtigt, die gibt es aber jetzt schon in immer mehr Kommunen. Die würden die Kiste hochfahren wenns einspeisen sich preislich lohnt und abstellen bei Übeangebot = Preis unten - völlig normal. Jaja -

Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

Mal witzigerweise zum Vergleich: Die AWEA (http://www.awea.org/projects/) spricht von Erzeugerpreisen von 5-6 (US)-cent je kWH, im wesentlichen Finanzierungskosten, dazu 0,56cent laufende Kosten. Die deutschen Offshore-Turbinen bekommen 15 (€) cent je kWh GARANTIERT! also das dreifache! (mal 2 in der Produktion). Dummerweise kosten die nicht 3x so viel wie vergleichbare On-Shore-Turbinen. So, dreimal dürft ihr beide raten, warum sämtliche in Frage kommenden Windparks der Nordsee in kürzester Zeit ausverkauft waren! Korrekt! die Nordsee ist fast komplett vehökert, die 4 großen, dazu einige Briten und Ami´s, die den Braten auch gerochen haben, haben sich die Pfütze aufgeteilt. Ende Gelände.

warummdie in der Nordsee weg waren? Gany einfach, dort weht der Wind ziemlich konstant. Keine BackUp Kraftwerke notwendig. Ganz einfah oder der Herr???

Du ziehst hier trotzdem falsche Schluesse. Wieviele der Speicher werden lehr sein wenn du sie benoetigst? Du gehst von 100% aus. FALSCH!!! Max. 50%!

Du gehst davon aus mit Windenergie sinnloses Warmes Wasser zu machen. Natuerlich ist das auch moeglich, aber warmes Wasser ist kein Strom! Warmes Wasser aus Strom ist einfach totaler Quatsch, zumindest mit deinen Waermaspeichern! Schon heute koennten wir mehrer Kraftwerke sparen wenn wir diese ganzen Warmwasserspeicher gegen durchlauferhitzer tauschen. Warum? Kein Waemeverluft auf den Leitungen und bei Speichern, denn die Speichern haben Nie 100% Wirkungsgrad. Diese Moeglichkeit ist einfach Misst! Waemepumpen, das ist die Zukunft, mit kleinen Zwischenspeichern. Aber sicherlich keine Warmwasserversorgung komplett mit Strom, dass ist einfach Mist.

Ich brauche zuhause nur Strom. Das wenn ICH es will! Das verstehst du hier immer noch nicht! Natuerlich sind fuer Landwindanalgen Backup Kraftwerke nortweding. Das was du vorschlaegst funktieoniert zwar, aber nur in einem sehr beschraenkten ramen. Wieviel Energie koennten wir damit Puffern 2% - 5%? Wieviel % fehlen da noch zu 100%? Ne ganze Menge ...!

Du versuchst immer den Kunden zu uebergehen! Du versuhst ihm das auf zu zwingen was DU willst! Das klappt so aber nicht! Bei einigen Kunden bestimmt, aber bestimmt nicht bei allen. Du siehst Vorteile wo keine sind.

Alleine dein wehementes Bestehen darauf, dass Windkraft (Land nicht Wasser) keine Backup Kraftwerke braucht zeugt nur davon davon, dass du von der Materie wenig ahnung hast. Bestenfals irgendwelchen Angelesenes Wissen. Also lass SRA und mich hier in ruhe und geh wieder spielen.

MFg MArcell

 

 

am 24. Juli 2008 um 16:02

Eine Form der Steuerung der Verbraucher gibt es doch schon: Nachtstrom. Mein Boiler heizt genau dann, wenn der genug Strom da ist und dieser billig ist. Das hilft dem E-Werk und für mich ist der Strom billiger. Kühl- und Heizgeräte eignen sich "ferngesteuert" zu werden und da kommt schon eine ganze Menge an Energie zusammen.

Wenn mal an einem Tag Windflaute wäre, so wäre das nicht so tragisch. Man hat ausreichend Zeit ein Backupkraftwerk hochzufahren oder Strom aus einer anderen Region zur Verfügung zu stellen.

Zum Billigprodukt Auto: Das stimmt meiner Meinung nach nicht. Für nen gewöhnlichen 140PS Dieselgolf sind 25 t€ fällig. Nach 10-15 Jahren ist es am Ende seines Lebens angelangt und technisch komplett überholt. Würde mir auch gerne alle 2 Jahre ein neues Auto kaufen, das ist aber unbezahlbar. Billig sind manche Autos im Sinne von mangelhafter Qualität, aber günstig - nein. Das Ziel kann es aber auch nicht sein ein sparsames 100t€-Auto zu bauen und sich wundern, warum denn das keiner kauft.

am 24. Juli 2008 um 17:43

In der Anlage die Wirtschaftlichkeitsrechnung für Alpha Ventus.

- in der gegenwärtigen Form wäre break even bei 345 € / MWh gegeben.

- bei der gegenwärtigen Einspeisevergütung ist der NPV -128 Mio.€

- Firmen wie EON, EnBW und RWE und auch der Finanzinvestor können das Ganze als Abschreibungsmodell betreiben

- aus der Sicht von EON, EnBW und RWE ist es eine mit unter 10 Mio.€ /a sehr kostengünstige Werbemaßnahme.

- Unterstellt man, daß unsere Politiker das Ganze auf jeden Fall durchdrücken (ohne Rücksicht auf Wirtschaftlichkeit und Volkswirtschaftlichen Nutzen), ob mit oder ohne die Energieversorger, kommt das Einenengagement mit kleiner 10 Mio.€/a sogar günstiger, als die sonst an dritte zu zahlende Einspeisevergütung mit 18 Mio.€/a.

- Hinzu kommt, daß mit ziemlicher Sicherheit der Krempel vor Ablauf der 16 Jahre schrottreif ist oder exorbitante Wartungskosten erfordert (Erfahrung aus den ebenfalls in der Nordsee betriebenen off-shore-Plattformen) und man dann als Eigenbetreiber das Ganze in aller Stille einstampfen kann. Ein Dritter würde von den Politikern einfach eine noch höhere Einspeisevergütung fordern.....

Und wer zahlt das Ganze ?

Wir alle ! Mit volkswirtschaftlichen Erzeugungskosten von 345 €/MWh, die damit um den Faktor 10 (zehn !) über denen eines Kernkraftwerkes liegen.

.......gute Nacht Deutschland !

SRAM

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Hybrid & Elektro
  5. Elektroantrieb könnte unsere Mobilität retten?!