Einfahrt zugeparkt, danach Auto beschädigt

Hi Leute ,

Nehmen wir mal an Person 1 parkt die Ein - bzw Ausfahrt von Person 2 zu und Person 2 beschädigt beim raus oder reinfahren das stehende Auto von Person 1.

Kann die Person , welche ihr Fahrzeug verkehrswidrig abgestellt hat , nun irgendwelche Ansprüche geltend machen ?
Wie sieht es in diesem Fall mit der Schuld aus ?

Eine sachliche Diskussion wäre schön , habe schon gesehen , das es hier manchmal ganz schön zur sache geht...... Mir ist das auch nicht passiert , sitze nur gerade am Stammtisch und wir diskutieren darüber.

Schönen Abend bzw Morgen wünsche ich

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Geisslein schrieb am 19. Juli 2015 um 09:41:25 Uhr:


Ich kenne da jemand aus der Kollegschaft, dem ist es ähnlich ergangen.
Ihm wurde die Garagenausfahrt auf privatem Grund zugestellt. Dann schnappte sich mein Kollege seine Schubkarre und fuhr zwischen Garagentor und Falschparker gegen das Fahrzeug.
Anschließend heftete mein Arbeitskollege einen Zettel ans Fahrzeug, daß er mit seiner Schubkarre hängen geblieben ist und der Falschparker doch bitte klingeln soll.
Als der Falschparker sich meldete kam es zum Gespräch und der Falschparker wollte, daß Er den Schaden bezahlt. Worauf mein Kollege nur sagte, "Nö, zahl ich nicht"

Der Falschparker blieb am Ende auf seinen Kosten sitzen und konnte den Schaden an seinem Fahrzeug selbst bezahlen.

Toller Kerl dein Arbeitskollege. Von vorne herein sehr sympathisch. Mit Absicht Fahrzeug beschädigen.😕

Hat der Geschädigte außer der Bitte zu bezahlen noch etwas unternommen, um seinen Schaden ersetzt zu bekommen? Vermutlich nicht. Sonst hätte dein heldenhafter Arbeitskollege mit Sicherheit was bezahlt. Und das völlig zu Recht.

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zahlen tut es bei einer behördlich veranlassten Abschleppmaßnahme der Kunde (der Halter des abgeschleppten Fahrzeugs), entweder bei Abholung oder im Nachgang zusammen mit dem fälligen Verwarngeld.

Zitat:

@BierRaudi schrieb am 19. Juli 2015 um 01:57:50 Uhr:


Hi Leute ,

Nehmen wir mal an Person 1 parkt die Ein - bzw Ausfahrt von Person 2 zu und Person 2 beschädigt beim raus oder reinfahren das stehende Auto von Person 1.

Kann die Person , welche ihr Fahrzeug verkehrswidrig abgestellt hat , nun irgendwelche Ansprüche geltend machen ?
Wie sieht es in diesem Fall mit der Schuld aus ?

Eine sachliche Diskussion wäre schön , habe schon gesehen , das es hier manchmal ganz schön zur sache geht...... Mir ist das auch nicht passiert , sitze nur gerade am Stammtisch und wir diskutieren darüber.

Schönen Abend bzw Morgen wünsche ich

Leider ist es so:

Der Schaden am falsch parkenden Fahrzeug, dass vom Ausfahrenden beschädigt wird, ist durch den Schädiger vollständig zu regulieren.

Den ganzen Ärger und Aufwand mit den falsch parkenden Faulenzern hat der Zugeparkte. Da muss man als Zugeparkter schon etwas kreativ agieren und reagieren, um eben nicht in den Bereich der Sachbeschädigung und/oder Nötigung zu kommen, und den Falschparker trotzdem so nachhaltig ärgern, dass er künftig die paar Schritte selbst tut, um einen Parkplatz zu bekommen.

Ordnungsamt, Abschleppen, Polizei, das erfordert viel zu Aufwand und Zeit, bringt zunächst auch noch Kosten und danach Arbeit, als dass sich das überhaupt auch nur im Denkansatz lohnen würde.

Zitat:

@Bonnitaet schrieb am 23. Juli 2015 um 11:38:27 Uhr:



Leider ist es so:
Der Schaden am falsch parkenden Fahrzeug, dass vom Ausfahrenden beschädigt wird, ist durch den Schädiger vollständig zu regulieren.

Warum ist das "leider" so?

Nur weil dir der Standort eines Gegenstandes nicht genehm ist hast du nicht das Recht ihn zu beschädigen!

Eine komische Rechtsauffassung haben manche Gestalten, seien wir froh das es Mittelchen dagegen gibt.

Auto auf 4 Bierkisten stellen , dann lernt so mancher es. Vorallem wenn es öfter der selbe ist.

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Besitzstörungsklage, dann ist in kurzer Zeit Ruhe

Ich habe den ganzen Sermon hier gelesen. Mich gruselst.
A)
Stehende Autos sind nicht schuld, wenn ich sie anfahre bin ich der dumme. Und zahle!
B)
Ist es billiger ein Taxi oder den Bus zunehmen, muss ich das den Umständen entsprechend tun. Wenn ich auf mein Grundstück will, habe ich Pech gehabt. Dann habe ich keine rechte und muss warten.
Wenn ich in dem seltenen Fall, das ich überhaupt abschleppen darf, ein Auto an den haken nehmen lasse, muss ich erst mal versuchen umzusetzen. Zahlen muss ich auch, sprich Vorkasse. Das Geld muss ich mir dann zivilrechtlich wiederholen. Und wenn der "Schuldner " noch einen Rechtsanwalt einschaltete, weil ja jeder wegen jeden knöllchen das tut, kann ich mich warm anziehen, wenn da gegen irgendwelche Grundsätze verstoßen wurde. "so billig wie möglich"

Nachdem hier teilweise persönliche Meinungen als Fakten hingestellt werden, habe ich mal Google angeworfen und das hier gefunden:

Zitat:

Streitfall des Tages
Wenn die eigene Garage zugeparkt wird

Erik K. aus Köln ist genervt. Er weiß nicht, wie oft in diesem Jahr sich ein Auto in die sowieso schon enge Durchfahrt in der privaten Tiefgarage seiner Wohnanlage gestellt hat. ...

(...)

Die Rechtslage

Das Thema Parken beschäftigt die Gerichte immer wieder. So darf ein Supermarkt Autos von seinem Parkplatz abschleppen lassen, wenn die Fahrer nicht bei ihm einkaufen. Das hat der Bundesgerichtshof bereits 2009 entschieden (V ZR 144/08).

Auch darf ein Grundstückseigentümer Autos abschleppen lassen, die ihm die Zufahrt versperren. „Voraussetzung ist allerdings, dass der Eigentümer in dieser Zeit seine Zufahrt auch nutzen möchte. Will er dies nicht, gibt es keine Beeinträchtigung, und er darf nicht abschleppen lassen“, sagt Gerold Happ von der Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund. Er bezieht sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (V ZR 154/10). Demnach müssen Eigentümer auch dulden, wenn die Zufahrt kurzfristig blockiert wird, damit Nachbarn be- oder entladen können.

Natürlich könnte Erik K. auch aus der Tiefgarage abschleppen lassen. Allerdings gibt es in diesem Fall eine Besonderheit: „Lässt ein Eigentümer seine Zufahrt freimachen, muss er nicht in Vorkasse gehen. Dann zahlt der Autobesitzer direkt an das Abschleppunternehmen, die Polizei oder an den Abstellhof, wenn er sein Auto wieder haben möchte“, erklärt Gregor Samimi, auf Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt aus Berlin. Je nach Ort muss die Summe sofort bezahlt werden, oder es kommt per Post eine Rechnung. „Das kann allerdings Monate dauern“, so Samimi. „Verjährt ist der Vorgang jedoch erst nach zwei Jahren.“

Ließe Erik K. jedoch aus der Tiefgarage abschleppen, ist es wie beim Supermarkt: Jemand muss in Vorkasse gehen. Denn hier geht es nicht um öffentliches Gelände, bei dem die Polizei gerufen wird und eine Beeinträchtigung feststellt, sondern um ein Privatgrundstück.

Bei den Supermärkten haben die Besitzer darum im Regelfall Rahmenverträge mit den Abschleppunternehmen geschlossen. Diese handeln auf eigene Rechnung. Sie müssen sich darum auch im Vorfeld versichern, dass der Autobesitzer tatsächlich nicht in der Nähe des Fahrzeugs ist und nicht im Supermarkt einkauft.

Im Fall einer privaten Tiefgarage, die je nach Größe schwer zu überblicken ist, wäre dies jedoch nicht so einfach möglich. Darum müssten Erik K. und die Eigentümergemeinschaft in Vorkasse gehen. Zahlt der Abgeschleppte dann jedoch nicht, hätten sie außer dem Ärger auch noch einen finanziellen Schaden zu tragen.

http://www.handelsblatt.com/.../5984524.html

Zitat:

Garage zugeparkt?

http://www.stadt-koeln.de/service/produkt/garage-zugeparkt

Zitat:

@habanos schrieb am 27. Juli 2015 um 01:08:12 Uhr:


Ich habe den ganzen Sermon hier gelesen. Mich gruselst.

Naja wenn Du "den ganzen Sermon hier" bereits gelesen hast sollte dir aber aufgefallen sein, dass all das was Du nun von dir gibst bereits geschrieben wurde.

Kein Grund sich (jetzt noch) zu gruseln.

Zitat:

@habanos schrieb am 27. Juli 2015 um 01:08:12 Uhr:


Ich habe den ganzen Sermon hier gelesen. Mich gruselst.
A)
Stehende Autos sind nicht schuld, wenn ich sie anfahre bin ich der dumme. Und zahle!
B)
Ist es billiger ein Taxi oder den Bus zunehmen, muss ich das den Umständen entsprechend tun. Wenn ich auf mein Grundstück will, habe ich Pech gehabt. Dann habe ich keine rechte und muss warten.
Wenn ich in dem seltenen Fall, das ich überhaupt abschleppen darf, ein Auto an den haken nehmen lasse, muss ich erst mal versuchen umzusetzen. Zahlen muss ich auch, sprich Vorkasse. Das Geld muss ich mir dann zivilrechtlich wiederholen. Und wenn der "Schuldner " noch einen Rechtsanwalt einschaltete, weil ja jeder wegen jeden knöllchen das tut, kann ich mich warm anziehen, wenn da gegen irgendwelche Grundsätze verstoßen wurde. "so billig wie möglich"

Erst informieren, dann schreiben.

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