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Eine Woche e-Golf, ein Erfahrungsbericht
Hallo zusammen,
meine Frau ist auf der Suche nach einem neuen Auto für sich ... Einsatzgebiet: Täglich ca. 25 Kilometer, überwiegend Stadtverkehr, manchmal Landstraße. Monatliche Strecke ca. 1.000 bis 1.200 Kilometer. Da das Fahrzeug eh von der Steuer abgesetzt wird, kommt es auf die Kosten nicht so sehr an. Da wir mit dem Golf R sehr zufrieden sind, fiel die Überlegung auf das absolute Gegenteil, den e-Golf. Somit kann man zumindest in der Theorie sagen, daß wir "im Mix" sehr umweltfreundlich unterwegs sind.
Zum Glück war ich in der Lage, einen e-Golf für eine Woche zur Verfügung gestellt zu bekommen ... in Komplettausstattung ... somit konnte unter realen Bedingungen der Alltag getestet werden.
Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Da, wo der GTI seine roten Streifen hat, hat der e-Golf blaue Streifen und eine entsprechende Beschriftung. Der Kofferraum hat die gleiche Größe wie der vom Golf R ... bis auf die Beschriftungen und die Zierleisten ist von außen kein großer Unterschied festzustellen ... im Gegensatz zum i3 von BMW, der ja im Vergleich sehr auffällig ist.
Was bei der ersten Fahrt auffällt: Es ist schon sehr beeindruckend, völlig geräuschlos anzufahren. Bis ca. Tempo 30 herrscht absolute Stille im Fahrzeug ... gewöhnungsbedürftig aber irgendwie ein schöner Kontrast zum R ... über 30 hat man dann deutliche Rollgeräusche, ab 50 wird es dann doch lauter ...
Es gibt drei Fahreinstellungen: Normal, Eco und Eco+ ... bei Eco werden Klimaanlage, Heizung und andere Dinge reduziert, bei Eco+ komplett deaktiviert ... inkl. Heizung und Sitzheizung ... ebenso ist im Eco+ Modus die Motorleistung deutlich reduziert. Eco und Eco+ sollen die Reichweite deutlich vergrößern ... dies ist auch dringend nötig, dazu später mehr.
Serienmäßig verbaut ist das Navi Discover Pro. Es wurde um zusätzliche Anzeigen für den e-Golf erweitert. Geladen haben wir den e-Golf beim Händler, da das Laden an einer normalen Steckdose nicht so einfach ist. Man darf das Ladekabel nicht verlängern ... was bei uns dazu führte, daß wir ihn nicht bei uns laden konnten. Das Laden an einer Ladestation ist denkbar einfach: Kabel in die Buchse hinter dem Tankdeckel stecken und sobald eine LED grün blinkt, läd der Golf ... das ist in der Tat kinderleicht.
Tja, wie verhält sich der Golf im Alltag? Als ich abholte, war ich verwundert, daß er, obwohl voll geladen, eine Reichweite von 134 Kilometern anzeigte ... hm, hieß es im Prospekt nicht, daß er 190 Kilometer schaffen sollte? Seltsam ... nun denn, im normalen Modus losgefahren, mit Radio, Navibildschirm, Heizung auf 22 Grad gestellt und Sitzheizung an ... weil die Außentemperatur bei -3 Grad lag ... eine erste Runde durch den Stadtverkehr, durch ein Wohngebiet ... 15 Kilometer gefahren ... was auffällt, Heizung relativ schwach ... na ja, hat halt keine Motorwärme ... Restreichweite laut Anzeige: 92 Kilometer ... Hallo? 92 Kilometer Rest, nachdem ich nur 15 Kilometer durch die Stadt gefahren bin? Im Haus angekommen ein Blick in die Unterlagen ... ah ja, Reichweite maximal 190 Kilometer ... kann aber bei Kälte und je nach Verbrauchern etc. abweichen ... hm ... ja, offenbar ...
Nach dem nächsten Laden wurde der Wagen nur im Eco Modus bewegt ... hier wird es bei winterlichen Temperaturen gar nicht mehr warm im Auto ... zum Glück funktioniert wenigstens noch die Sitzheizung ... trotzdem hat die Kiste auch im Eco Modus nur eine realistische Alltags Reichweite von ca. 100 Kilometern ... so haben wir uns das nicht vorgestellt. Bei Sehr vorsichtiger Fahrweise mit überwiegendem Stadtverkehr hat er mir einen Verbrauch von 27 kW/h pro 100 Kilometern angezeigt ... wenn ich jetzt eine Kilowattstunde mit 30 Cent berechne, dann liegen die Kosten bei 8,10 Euro pro 100 Kilometern ... ehrlich gesagt haben wir da deutlich mehr (oder besser gesagt weniger) erwartet ...
OK, da die Batterie ja acht Jahre Garantie haben soll und wir das Teil eh nur vier Jahre leasen wollen ... who cares, wird er halt täglich geladen ... war zumindest bis gestern unsere Überlegung ... wie gesagt, bis gestern ...
Heute haben wir getestet, inwiefern der e-Golf für Überlandfahrten tauglich ist ... komplett aufgeladen sollte ein Ziel angefahren werden, das 51 Kilometer entfernt ist ... vier Kilometer durch die Stadt, dann auf die Autobahn ... als wir ihn gestartet haben, zeigte er im Eco+ Modus 189 Kilometer Reichweite an ... super ... da es kalt war (2,5 Grad) und feucht dazu, haben wir den "Normal Modus" ausgewählt ... Klimaanlage an, da die Scheiben sofort komplett beschlagen waren ... das Ergebnis: Als wir die Autobahn nach rund 15 Feierabendverkehr erreicht haben, war der Wagen zwar halbwegs warm, dafür zeigte er als Restreichweite nur noch 99 Kilometer an ... also schnell auf Eco+ umgeschaltet ... und schon ohne Heizung ... brrrr ... aber immerhin stieg die Reichweite auf 150 Kilometer ... da es uns ein wenig beunruhigt hat, sind wir stur im Eco+ Modus geblieben und haben übel gefroren ... dazu haben wir den Tempomaten aktiviert und sind als Verkehrshindernis stur mit Tempo 80 gefahren ... im Grunde genommen ein schlechter Witz!
Das Ergebnis: Nachdem wir rund 5 Kilometer 'normal' gefahren sind und 97 Kilometer im Eco+ Modus, ohne Heizung, Sitzheizung und sogar ohne Navi und Radio haben wir es geschafft, wieder an die Ladestation zu kommen ... mit einer Restreichweite laut Anzeige von 24 Kilometern ... laut Computer hatten wir einen Verbrauch von 16,2 kW/h pro 100 Kilometern ... was immerhin 4,86 Euro sind ... in Anbetracht dessen, daß wir ohne Radio, Klima, Heizung, Navi und stur Tempo 80 auf der Autobahn gefahren sind, ist das aus unserer Sicht ein schlechter Scherz ...
Seit wir wieder glücklich angekommen sind, wissen wir unseren Golf R wieder noch viel mehr zu schätzen ... und uns ist klar, daß wir unter gar keinen Umständen eine e-Golf leasen oder kaufen werden ... never ever! Im Gegenteil ... auch wenn wir ihn eigentlich noch bis Montag behalten dürfen ... wir werden den Schlüssel morgen wieder abgeben ...
Die Idee ist ja per se ganz nett ... aber in der Praxis erfüllt der e-Golf zumindest nicht die Erwartungen, die wir in ein Auto haben, das rund 40.000,- Euro kosten soll ... selbst ein gleichwertig ausgestatter GTD ist deutlich günstiger ... und da der "Verbrauch" des e-Golfs auch weit höher als erwartet ist, ist es sehr fraglich, ob und wann sich im Vergleich so ein Teil überhaupt rechnet ...
Und was meine Frau betrifft ... die denkt jetzt entweder über einen GTD nach ... oder es wird das neue Beetle Cabrio ...
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
meine Frau ist auf der Suche nach einem neuen Auto für sich ... Einsatzgebiet: Täglich ca. 25 Kilometer, überwiegend Stadtverkehr, manchmal Landstraße. Monatliche Strecke ca. 1.000 bis 1.200 Kilometer. Da das Fahrzeug eh von der Steuer abgesetzt wird, kommt es auf die Kosten nicht so sehr an. Da wir mit dem Golf R sehr zufrieden sind, fiel die Überlegung auf das absolute Gegenteil, den e-Golf. Somit kann man zumindest in der Theorie sagen, daß wir "im Mix" sehr umweltfreundlich unterwegs sind.
Zum Glück war ich in der Lage, einen e-Golf für eine Woche zur Verfügung gestellt zu bekommen ... in Komplettausstattung ... somit konnte unter realen Bedingungen der Alltag getestet werden.
Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Da, wo der GTI seine roten Streifen hat, hat der e-Golf blaue Streifen und eine entsprechende Beschriftung. Der Kofferraum hat die gleiche Größe wie der vom Golf R ... bis auf die Beschriftungen und die Zierleisten ist von außen kein großer Unterschied festzustellen ... im Gegensatz zum i3 von BMW, der ja im Vergleich sehr auffällig ist.
Was bei der ersten Fahrt auffällt: Es ist schon sehr beeindruckend, völlig geräuschlos anzufahren. Bis ca. Tempo 30 herrscht absolute Stille im Fahrzeug ... gewöhnungsbedürftig aber irgendwie ein schöner Kontrast zum R ... über 30 hat man dann deutliche Rollgeräusche, ab 50 wird es dann doch lauter ...
Es gibt drei Fahreinstellungen: Normal, Eco und Eco+ ... bei Eco werden Klimaanlage, Heizung und andere Dinge reduziert, bei Eco+ komplett deaktiviert ... inkl. Heizung und Sitzheizung ... ebenso ist im Eco+ Modus die Motorleistung deutlich reduziert. Eco und Eco+ sollen die Reichweite deutlich vergrößern ... dies ist auch dringend nötig, dazu später mehr.
Serienmäßig verbaut ist das Navi Discover Pro. Es wurde um zusätzliche Anzeigen für den e-Golf erweitert. Geladen haben wir den e-Golf beim Händler, da das Laden an einer normalen Steckdose nicht so einfach ist. Man darf das Ladekabel nicht verlängern ... was bei uns dazu führte, daß wir ihn nicht bei uns laden konnten. Das Laden an einer Ladestation ist denkbar einfach: Kabel in die Buchse hinter dem Tankdeckel stecken und sobald eine LED grün blinkt, läd der Golf ... das ist in der Tat kinderleicht.
Tja, wie verhält sich der Golf im Alltag? Als ich abholte, war ich verwundert, daß er, obwohl voll geladen, eine Reichweite von 134 Kilometern anzeigte ... hm, hieß es im Prospekt nicht, daß er 190 Kilometer schaffen sollte? Seltsam ... nun denn, im normalen Modus losgefahren, mit Radio, Navibildschirm, Heizung auf 22 Grad gestellt und Sitzheizung an ... weil die Außentemperatur bei -3 Grad lag ... eine erste Runde durch den Stadtverkehr, durch ein Wohngebiet ... 15 Kilometer gefahren ... was auffällt, Heizung relativ schwach ... na ja, hat halt keine Motorwärme ... Restreichweite laut Anzeige: 92 Kilometer ... Hallo? 92 Kilometer Rest, nachdem ich nur 15 Kilometer durch die Stadt gefahren bin? Im Haus angekommen ein Blick in die Unterlagen ... ah ja, Reichweite maximal 190 Kilometer ... kann aber bei Kälte und je nach Verbrauchern etc. abweichen ... hm ... ja, offenbar ...
Nach dem nächsten Laden wurde der Wagen nur im Eco Modus bewegt ... hier wird es bei winterlichen Temperaturen gar nicht mehr warm im Auto ... zum Glück funktioniert wenigstens noch die Sitzheizung ... trotzdem hat die Kiste auch im Eco Modus nur eine realistische Alltags Reichweite von ca. 100 Kilometern ... so haben wir uns das nicht vorgestellt. Bei Sehr vorsichtiger Fahrweise mit überwiegendem Stadtverkehr hat er mir einen Verbrauch von 27 kW/h pro 100 Kilometern angezeigt ... wenn ich jetzt eine Kilowattstunde mit 30 Cent berechne, dann liegen die Kosten bei 8,10 Euro pro 100 Kilometern ... ehrlich gesagt haben wir da deutlich mehr (oder besser gesagt weniger) erwartet ...
OK, da die Batterie ja acht Jahre Garantie haben soll und wir das Teil eh nur vier Jahre leasen wollen ... who cares, wird er halt täglich geladen ... war zumindest bis gestern unsere Überlegung ... wie gesagt, bis gestern ...
Heute haben wir getestet, inwiefern der e-Golf für Überlandfahrten tauglich ist ... komplett aufgeladen sollte ein Ziel angefahren werden, das 51 Kilometer entfernt ist ... vier Kilometer durch die Stadt, dann auf die Autobahn ... als wir ihn gestartet haben, zeigte er im Eco+ Modus 189 Kilometer Reichweite an ... super ... da es kalt war (2,5 Grad) und feucht dazu, haben wir den "Normal Modus" ausgewählt ... Klimaanlage an, da die Scheiben sofort komplett beschlagen waren ... das Ergebnis: Als wir die Autobahn nach rund 15 Feierabendverkehr erreicht haben, war der Wagen zwar halbwegs warm, dafür zeigte er als Restreichweite nur noch 99 Kilometer an ... also schnell auf Eco+ umgeschaltet ... und schon ohne Heizung ... brrrr ... aber immerhin stieg die Reichweite auf 150 Kilometer ... da es uns ein wenig beunruhigt hat, sind wir stur im Eco+ Modus geblieben und haben übel gefroren ... dazu haben wir den Tempomaten aktiviert und sind als Verkehrshindernis stur mit Tempo 80 gefahren ... im Grunde genommen ein schlechter Witz!
Das Ergebnis: Nachdem wir rund 5 Kilometer 'normal' gefahren sind und 97 Kilometer im Eco+ Modus, ohne Heizung, Sitzheizung und sogar ohne Navi und Radio haben wir es geschafft, wieder an die Ladestation zu kommen ... mit einer Restreichweite laut Anzeige von 24 Kilometern ... laut Computer hatten wir einen Verbrauch von 16,2 kW/h pro 100 Kilometern ... was immerhin 4,86 Euro sind ... in Anbetracht dessen, daß wir ohne Radio, Klima, Heizung, Navi und stur Tempo 80 auf der Autobahn gefahren sind, ist das aus unserer Sicht ein schlechter Scherz ...
Seit wir wieder glücklich angekommen sind, wissen wir unseren Golf R wieder noch viel mehr zu schätzen ... und uns ist klar, daß wir unter gar keinen Umständen eine e-Golf leasen oder kaufen werden ... never ever! Im Gegenteil ... auch wenn wir ihn eigentlich noch bis Montag behalten dürfen ... wir werden den Schlüssel morgen wieder abgeben ...
Die Idee ist ja per se ganz nett ... aber in der Praxis erfüllt der e-Golf zumindest nicht die Erwartungen, die wir in ein Auto haben, das rund 40.000,- Euro kosten soll ... selbst ein gleichwertig ausgestatter GTD ist deutlich günstiger ... und da der "Verbrauch" des e-Golfs auch weit höher als erwartet ist, ist es sehr fraglich, ob und wann sich im Vergleich so ein Teil überhaupt rechnet ...
Und was meine Frau betrifft ... die denkt jetzt entweder über einen GTD nach ... oder es wird das neue Beetle Cabrio ...
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246 Antworten
Zitat:
@Superdino schrieb am 10. Januar 2015 um 20:24:33 Uhr:
@ Shiwago: Weißt Du das oder sind das Vermutungen. Siehe Handelsblatt.
Den Link, den er gesetzt hat, hast Du aber schon gelesen, oder?
Ok, ich hatte zufällig den einen Artikel gefunden im Handelsblatt. Die Aussagen in den Links von Dr. Shiwago wundern mich aber nicht.
Dr. Schiwago
Dein erster Link ist vom Januar 2014 und bezieht sich auf die Verkaufszahlen von 2013.
Über 16000 i3 hat BMW im Jahre 2014 weltweit abgesetzt. Das sind offizielle Zahlen. Experten erwarteten einen Absatz von 20.000 Einheiten. Marktstart war im November 2013 zusammen mit dem e-Up.
Der e-Golf war in Deutschland ab Mai 2014 zu erwerben, also ziemlich genau ein halbes Jahr später. In anderen Ländern (z.B. Norwegen) sogar noch einige Monate vorher. Bisher habe ich weder eine offizielle Halbjahresbilanz, noch die Gesamtzahlen für 2014 gesehen. Vielleicht hat hier ja jemand eine bessere Suchmaschine, vielleicht möchte VW die Zahlen auch nicht veröffentlichen?
Seit Juni 2014 ist der Ölpreis von 120 Dollar pro Fass der Marke Brent auf fast 50 Dollar gefallen. Zeitverzögert passt sich der Benzin/Dieselpreis an den Tankstellen langsam an, natürlich aufgrund der enthaltenden Mineralölsteuer nicht im gleichen Maße.
Sollte der Preis sich nicht bald deutlich erholen, wird 2015 ein ganz schwieriges Jahr für alle E-Automobil Hersteller. Nicht jeder kauft ein E-Automobil aus Umweltschutzgründen.
Dann wird sich zeigen, wer den längeren Atem hat. BMW hat viel Geld in eine neue Technologie entwickelt, damit meine ich nicht den E-Motor, denn da hinken sie den Japanern und Franzosen zeitlich hinterher, sondern die Verbindung von Leichtbauweise (Karbon) und E-Antrieb in der Serienproduktion. Das erfolgreich gestartete Projekt i3 wird sicherlich nicht so schnell aufgegeben. Allein schon wegen der Synergieeffekte für den Rest der Flotte.
Bei einem i3, der aufgrund seiner enormen Agilität, an die der schwergewichtige, leistungsschwächere e-Golf nicht ansatzweise herankommt, lasse ich mir eine derzeit bescheidene Reichweite noch gefallen. Denn er ist als Cityflitzer entwickelt worden. Er eignet sich zudem hervorragend als Zweitwagen für Menschen in Kleinstädten oder auf dem Lande. Ein auf Elektro umgemodelter Golf, der nahezu aussieht wie alle anderen, aber die Problematik der geringen Reichweite hat, ist in meinen Augen nichts Halbes und nichts Ganzes.
Ende des Jahres werden wir sehen, wer sich im E-Mobil skeptischen Deutschland besser geschlagen hat.
Das Hauptproblem des i3 ist sein Design. Aus wirtschaftlichen Gründen kauft doch niemand ein E-Mobil. BMW sollte es als schickes Lifestyle-Fahrzeug vermarkten. Dazu braucht es aber ein komplett neues Design....
Zitat:
@Dr. Shiwago schrieb am 11. Januar 2015 um 19:20:39 Uhr:
Das Hauptproblem des i3 ist sein Design. Aus wirtschaftlichen Gründen kauft doch niemand ein E-Mobil. BMW sollte es als schickes Lifestyle-Fahrzeug vermarkten. Dazu braucht es aber ein komplett neues Design....
Das sehen die einen so, die anderen so.
Die einen wollen den "Öko-Pelz" nach außen tragen und ein automobiles Öko-Statement abgeben, die stehen auf den i3 und finden seine auch optische Andersartigkeit gerade chic.
Die anderen tragen den Pelz lieber innen und wollen kein vermeintliches Öko-Statement lokaler Emissionsfreiheit setzen, die stehen eher auf den dezenteren, dem Laien nicht unmittelbar erkennbaren eGolf
(in dieser Fahrzeugklasse und andere Mitbewerber wie Nissan Leaf etc. jetzt mal außen vor...).
der preis ist auch ein problem des i3...nicht das einzige, aber das größte.
Zitat:
@Taubitz schrieb am 11. Januar 2015 um 19:26:04 Uhr:
Die einen wollen den "Öko-Pelz" nach außen tragen und ein automobiles Öko-Statement abgeben, die stehen auf den i3 und finden seine auch optische Andersartigkeit gerade chic.
Optische Andersartigkeit finde ich ja durchaus richtig bei einem Elektrofahrzeug. Nur sollte das nicht in Richtung Multipla tendieren, sondern eher in Richtung Mini oder Beetle, oder was futuristisches ganz Neues.
Um mal das ganze ein wenig zurück zu bringen: Ich glaube, das größte Problem des e-Golfs wie auch des i3 ist derzeit die Reichweite, die praktische wohlgemerkt, wie hier mehrheitlich zu hören ist. TESLA hat dort mit anderem Budget das Thema durch schiere Masse eliminiert und knallt eine SC-Infrastruktur fertig in die Welt, wo alle S-Teslas kostenlos saugen dürfen - bravo!
Langsam ist auch Porsche klar geworden, dass TESLA dort weiter gedacht hat und nun die Maßstäbe setzt.
Eine Meldung von gestern dürfte einige Zeitpläne jedoch bald korrigieren lassen: In Karlruhe am KIT ist es gelungen mittels einer neuartigen Li-Struktur die Akku- Energiedichte von derzeit 170Wh /kg (TESLA, BMW bzw. Panasonic) auf stolze 1000Wh/kg zu steigern. Obwohl das noch lange keine verkaufbare Zelle ist, ist damit das Thema Reichweite obsolet :) Man stelle sich vor, der i3 mit 800km Reichweite bei gleichem Materialeinsatz oder der TESLA-S mit 1700km Reichweite. Da kann die Kapazität nach 8 Jahren ruhig unter 70% absinken - macht nix.
Hinweis: Karlsruhe ist nicht ´s Ländle - ´s isch ´s Badische ;)
aber wenigstens wieder in DE *freu*
Chevrolet Bolt fand ich ganz gelungen, gefällt mir besser als der i3.
Und zum Rest: ´s gibt Badische und Unsym-Badische... :)
Wenn die Energiedichte und Preis in den Griff kriegen, könnte ein e-Mobil für mich sehr interessant werden. Aber HH-WOB via LG/UE/Wittingen muss es auch bei widrigen Bedingungen (sommers ggf. mit AC, winters mit Heizung) sicher schaffen, das ist meine Mindestanforderung.
Also ich hab kein Problem mit der Reichweite. Ich find sie ausreichend. seit 16.2. 4000km runter geritten auf dem e-Golf. Mehr als Alltagstauglich würde ich sagen. Meiner Meinung nach ist ein e-Auto auf Langstrecke der falsche Ansatz. Auch ein Tesla schafft bei 120-140 keine 400km mehr.
Eben hier liegt doch -momentan- noch der Zielkonflikt für die meisten / die Masse:
Ein Großteil der potentiellen Konsumenten und derzeitigen Autofahrer in D wird nicht in der Lage, willens oder bereit sein, von einem z.B. Verbrenner-Golf (als Haupt- oder Alleinfahrzeug) auf einen Tesla S um-/aufzusteigen, um so den Hauptkritikpunkt mangelnder realer (Alltags-)Reichweite mit einem dem Golf ansonsten besser vergleichbaren e-Mobil (meinetwegen gar e-up, insbesondere aber e-Golf, Zoe, Leaf, i3 und wie sie alle heißen, etwas pauschal mal alle in einen Topf geworfen) zu umgehen.
Und für ein eMobil als Kurzstrecken-Zweitwagen, was vermutlich der Umwelt zuträglich wäre und ggf. sogar dem Verbrenner-Erstwagen, der dann nicht mehr in div. Kurzstrecken-Profilen über´s Jahr bewegt werden würde (Golf VII Fahrer berichten hier ja z.B. von 12tkm auf 2 Jahre...!) und künftig nur noch am WE oder gar nur zum Urlaub mal auf die Piste / Langstrecke kommt :)) reicht bei vielen das Budget nicht bzw. erscheint die Kosten-Nutzen-Relation angesichts derzeitiger Listenpreise und Reichweiten nicht interessant genug.
Etwas drastisch formuliert: Nur für´s morgendliche Brötchen- und Zeitungsholen und/oder die KiGa/Schul-Shuttle-Service ist den meisten auch ein e-up bereits zu teuer, obwohl er von der Fahrleistung (auch i.S. der Reichweite) und vom Raumangebot dafür mehr als ausreichend wäre.
Ist ja kein Zufall, dass eher nicht 100% nutzorientierte Golf-Derivate wie der Beetle/New Beetle in D nicht auf die massenhafte Zustimmung trafen wie der technisch baugleiche Golf, der das pragmatische bessere Gesamtpaket bot.
In USA, bei reichen Mexikanern u.a. (ich rede da konkret von mit bekannten Beispielen, daher erwähne ich auch Mexiko...), wo der New Beetle als Erst- oder gar Zweitwagen der Kinder / FS-Anfänger (!!!)läuft oder als familiärer Dritt- oder Viert-for-fun-Wagen oder allenfalls als Muttis Auto (neben einem Minivan und einem riesigen SUV als Familienkutsche und als Papas Hauptfahrzeug...), ist das naturgemäß anders, da kommt / käme ein e-up vermutlich dem gleich, was in D einem e-Bike in der Garage entspräche, neben dem ggf. einzigen Automobil, allenfalls einem zweiten, kleineren, für Mutti, beides Verbrenner.
Wenn ich zu vertretbaren Preisen in einem e-Golf (o.ä.) real und unter den o.g. (für ein e-Mobil derzeit bereits) "erschwerten" Bedingungen sommers wie winters via Landstraße von HH nach WOB in einem Rutsch käme (Durchschnittsgeschwindigkeit mit Verbrenner derzeit 72-77 km/h), wäre ich sehr bereit, den Verbrennern den Rücken zu kehren. Noch aber ist es nicht so weit.
Zitat:
@jennss schrieb am 10. Dezember 2014 um 12:06:38 Uhr:
Wahrscheinlich schaltet sich der Verbrenner erst auf den letzten 2 Kilometern ein und wird somit meistens gar nicht richtig warm. Ob das langfristig ein Problem sein kann?
Sorry für meine späte Antwort; ich kann aber erst jetzt mitreden...
;-)
Die Fakten:
Wenn der GTE-Benzinmotor warm genug ist, geht er im Schiebebetrieb (also beim Gaswegnehmen) immer aus. Wenn er noch zu kalt ist, bleibt er auch im Schiebebetrieb an. Die VW-Ingenieure haben diesbezüglich also mitgedacht. Desweiteren wird der Benziner bei Restreichweite des Akkus gegen Null nicht mit Minimal-Last betrieben (um die Geschwindigkeit von 100 km/h zu halten, braucht es ja nicht viel Leistung), sondern er lädt sogleich den Akku wieder bis auf 5 bis 7 km Restreichweite auf. Damit wird der Benzinmotor schneller warm, man ist flexibel (Hybridbetrieb) und man kann die letzten Kilometer wieder rein elektrisch und ganz ruhig fahren. Soweit ebenfalls eine sinnvolle Entscheidung der Entwickler.
Übrigens geschieht das (automatische) Umschalten zwischen Benziner und Elektromotor wahrlich unmerklich.
Wenn ich absehen kann, daß ich z.B. bei meinem Arbeitsweg die Hin- und Rückfahrt nicht rein elektrisch schaffe, drücke ich auf der Landstraße / Autobahn kurz auf die "E-Mode-Taste", um den reinen E-Betrieb auszuschalten und den Benzinmotor einzuschalten (das Verhalten des Benzinmotors ist dann auch wie eben beschrieben). Somit habe ich es selbst in der Hand, wieviel elektrische Restreichweite mir verbleiben soll. Denn bei langsamer Geschwindigkeit (wenn die Fahrgeräusche unwesentlich sind) will ich immer elektrisch fahren, denn diese minimale Geräuschkulisse ist für mich ein Genuß...
Zitat:
@jennss schrieb am 10. Dezember 2014 um 12:06:38 Uhr:
Es bleibt aber ein Problem: Ich kann weder zu Hause (Mietwohnung mit Tiefgarage - aber keine Steckdose) noch im Büro ein Auto aufladen...
Abgesehen davon, daß das Stromtankstellennetz immer größer / dichter wird, könnte ein Gespräch mit dem Vermieter helfen. Vermutlich haben noch andere Mieter für beliebige Verwendungen Bedarf an Strom in der Tiefgarage
7 Millionen Toyota Hybride haben einen Verbrenner der immer an und aus geht. kein verbrenner ist da je verreckt.
Das ist auch bei einem GTE kein Problem ;)
Zitat:
@GandalfTheGreen schrieb am 17. Mai 2015 um 21:58:00 Uhr:
7 Millionen Toyota Hybride haben einen Verbrenner der immer an und aus geht. kein verbrenner ist da je verreckt.
Das ist auch bei einem GTE kein Problem ;)
Zumal der GTE ja keinen Anlasser (und keine Lichtmaschine) mehr hat.
Das wurde alles durch den E-Motor hinfällig...