- Startseite
- Forum
- Auto
- Volkswagen
- Golf
- Golf 7
- e-Golf
- Eine Woche e-Golf, ein Erfahrungsbericht
Eine Woche e-Golf, ein Erfahrungsbericht
Hallo zusammen,
meine Frau ist auf der Suche nach einem neuen Auto für sich ... Einsatzgebiet: Täglich ca. 25 Kilometer, überwiegend Stadtverkehr, manchmal Landstraße. Monatliche Strecke ca. 1.000 bis 1.200 Kilometer. Da das Fahrzeug eh von der Steuer abgesetzt wird, kommt es auf die Kosten nicht so sehr an. Da wir mit dem Golf R sehr zufrieden sind, fiel die Überlegung auf das absolute Gegenteil, den e-Golf. Somit kann man zumindest in der Theorie sagen, daß wir "im Mix" sehr umweltfreundlich unterwegs sind.
Zum Glück war ich in der Lage, einen e-Golf für eine Woche zur Verfügung gestellt zu bekommen ... in Komplettausstattung ... somit konnte unter realen Bedingungen der Alltag getestet werden.
Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Da, wo der GTI seine roten Streifen hat, hat der e-Golf blaue Streifen und eine entsprechende Beschriftung. Der Kofferraum hat die gleiche Größe wie der vom Golf R ... bis auf die Beschriftungen und die Zierleisten ist von außen kein großer Unterschied festzustellen ... im Gegensatz zum i3 von BMW, der ja im Vergleich sehr auffällig ist.
Was bei der ersten Fahrt auffällt: Es ist schon sehr beeindruckend, völlig geräuschlos anzufahren. Bis ca. Tempo 30 herrscht absolute Stille im Fahrzeug ... gewöhnungsbedürftig aber irgendwie ein schöner Kontrast zum R ... über 30 hat man dann deutliche Rollgeräusche, ab 50 wird es dann doch lauter ...
Es gibt drei Fahreinstellungen: Normal, Eco und Eco+ ... bei Eco werden Klimaanlage, Heizung und andere Dinge reduziert, bei Eco+ komplett deaktiviert ... inkl. Heizung und Sitzheizung ... ebenso ist im Eco+ Modus die Motorleistung deutlich reduziert. Eco und Eco+ sollen die Reichweite deutlich vergrößern ... dies ist auch dringend nötig, dazu später mehr.
Serienmäßig verbaut ist das Navi Discover Pro. Es wurde um zusätzliche Anzeigen für den e-Golf erweitert. Geladen haben wir den e-Golf beim Händler, da das Laden an einer normalen Steckdose nicht so einfach ist. Man darf das Ladekabel nicht verlängern ... was bei uns dazu führte, daß wir ihn nicht bei uns laden konnten. Das Laden an einer Ladestation ist denkbar einfach: Kabel in die Buchse hinter dem Tankdeckel stecken und sobald eine LED grün blinkt, läd der Golf ... das ist in der Tat kinderleicht.
Tja, wie verhält sich der Golf im Alltag? Als ich abholte, war ich verwundert, daß er, obwohl voll geladen, eine Reichweite von 134 Kilometern anzeigte ... hm, hieß es im Prospekt nicht, daß er 190 Kilometer schaffen sollte? Seltsam ... nun denn, im normalen Modus losgefahren, mit Radio, Navibildschirm, Heizung auf 22 Grad gestellt und Sitzheizung an ... weil die Außentemperatur bei -3 Grad lag ... eine erste Runde durch den Stadtverkehr, durch ein Wohngebiet ... 15 Kilometer gefahren ... was auffällt, Heizung relativ schwach ... na ja, hat halt keine Motorwärme ... Restreichweite laut Anzeige: 92 Kilometer ... Hallo? 92 Kilometer Rest, nachdem ich nur 15 Kilometer durch die Stadt gefahren bin? Im Haus angekommen ein Blick in die Unterlagen ... ah ja, Reichweite maximal 190 Kilometer ... kann aber bei Kälte und je nach Verbrauchern etc. abweichen ... hm ... ja, offenbar ...
Nach dem nächsten Laden wurde der Wagen nur im Eco Modus bewegt ... hier wird es bei winterlichen Temperaturen gar nicht mehr warm im Auto ... zum Glück funktioniert wenigstens noch die Sitzheizung ... trotzdem hat die Kiste auch im Eco Modus nur eine realistische Alltags Reichweite von ca. 100 Kilometern ... so haben wir uns das nicht vorgestellt. Bei Sehr vorsichtiger Fahrweise mit überwiegendem Stadtverkehr hat er mir einen Verbrauch von 27 kW/h pro 100 Kilometern angezeigt ... wenn ich jetzt eine Kilowattstunde mit 30 Cent berechne, dann liegen die Kosten bei 8,10 Euro pro 100 Kilometern ... ehrlich gesagt haben wir da deutlich mehr (oder besser gesagt weniger) erwartet ...
OK, da die Batterie ja acht Jahre Garantie haben soll und wir das Teil eh nur vier Jahre leasen wollen ... who cares, wird er halt täglich geladen ... war zumindest bis gestern unsere Überlegung ... wie gesagt, bis gestern ...
Heute haben wir getestet, inwiefern der e-Golf für Überlandfahrten tauglich ist ... komplett aufgeladen sollte ein Ziel angefahren werden, das 51 Kilometer entfernt ist ... vier Kilometer durch die Stadt, dann auf die Autobahn ... als wir ihn gestartet haben, zeigte er im Eco+ Modus 189 Kilometer Reichweite an ... super ... da es kalt war (2,5 Grad) und feucht dazu, haben wir den "Normal Modus" ausgewählt ... Klimaanlage an, da die Scheiben sofort komplett beschlagen waren ... das Ergebnis: Als wir die Autobahn nach rund 15 Feierabendverkehr erreicht haben, war der Wagen zwar halbwegs warm, dafür zeigte er als Restreichweite nur noch 99 Kilometer an ... also schnell auf Eco+ umgeschaltet ... und schon ohne Heizung ... brrrr ... aber immerhin stieg die Reichweite auf 150 Kilometer ... da es uns ein wenig beunruhigt hat, sind wir stur im Eco+ Modus geblieben und haben übel gefroren ... dazu haben wir den Tempomaten aktiviert und sind als Verkehrshindernis stur mit Tempo 80 gefahren ... im Grunde genommen ein schlechter Witz!
Das Ergebnis: Nachdem wir rund 5 Kilometer 'normal' gefahren sind und 97 Kilometer im Eco+ Modus, ohne Heizung, Sitzheizung und sogar ohne Navi und Radio haben wir es geschafft, wieder an die Ladestation zu kommen ... mit einer Restreichweite laut Anzeige von 24 Kilometern ... laut Computer hatten wir einen Verbrauch von 16,2 kW/h pro 100 Kilometern ... was immerhin 4,86 Euro sind ... in Anbetracht dessen, daß wir ohne Radio, Klima, Heizung, Navi und stur Tempo 80 auf der Autobahn gefahren sind, ist das aus unserer Sicht ein schlechter Scherz ...
Seit wir wieder glücklich angekommen sind, wissen wir unseren Golf R wieder noch viel mehr zu schätzen ... und uns ist klar, daß wir unter gar keinen Umständen eine e-Golf leasen oder kaufen werden ... never ever! Im Gegenteil ... auch wenn wir ihn eigentlich noch bis Montag behalten dürfen ... wir werden den Schlüssel morgen wieder abgeben ...
Die Idee ist ja per se ganz nett ... aber in der Praxis erfüllt der e-Golf zumindest nicht die Erwartungen, die wir in ein Auto haben, das rund 40.000,- Euro kosten soll ... selbst ein gleichwertig ausgestatter GTD ist deutlich günstiger ... und da der "Verbrauch" des e-Golfs auch weit höher als erwartet ist, ist es sehr fraglich, ob und wann sich im Vergleich so ein Teil überhaupt rechnet ...
Und was meine Frau betrifft ... die denkt jetzt entweder über einen GTD nach ... oder es wird das neue Beetle Cabrio ...
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
meine Frau ist auf der Suche nach einem neuen Auto für sich ... Einsatzgebiet: Täglich ca. 25 Kilometer, überwiegend Stadtverkehr, manchmal Landstraße. Monatliche Strecke ca. 1.000 bis 1.200 Kilometer. Da das Fahrzeug eh von der Steuer abgesetzt wird, kommt es auf die Kosten nicht so sehr an. Da wir mit dem Golf R sehr zufrieden sind, fiel die Überlegung auf das absolute Gegenteil, den e-Golf. Somit kann man zumindest in der Theorie sagen, daß wir "im Mix" sehr umweltfreundlich unterwegs sind.
Zum Glück war ich in der Lage, einen e-Golf für eine Woche zur Verfügung gestellt zu bekommen ... in Komplettausstattung ... somit konnte unter realen Bedingungen der Alltag getestet werden.
Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Da, wo der GTI seine roten Streifen hat, hat der e-Golf blaue Streifen und eine entsprechende Beschriftung. Der Kofferraum hat die gleiche Größe wie der vom Golf R ... bis auf die Beschriftungen und die Zierleisten ist von außen kein großer Unterschied festzustellen ... im Gegensatz zum i3 von BMW, der ja im Vergleich sehr auffällig ist.
Was bei der ersten Fahrt auffällt: Es ist schon sehr beeindruckend, völlig geräuschlos anzufahren. Bis ca. Tempo 30 herrscht absolute Stille im Fahrzeug ... gewöhnungsbedürftig aber irgendwie ein schöner Kontrast zum R ... über 30 hat man dann deutliche Rollgeräusche, ab 50 wird es dann doch lauter ...
Es gibt drei Fahreinstellungen: Normal, Eco und Eco+ ... bei Eco werden Klimaanlage, Heizung und andere Dinge reduziert, bei Eco+ komplett deaktiviert ... inkl. Heizung und Sitzheizung ... ebenso ist im Eco+ Modus die Motorleistung deutlich reduziert. Eco und Eco+ sollen die Reichweite deutlich vergrößern ... dies ist auch dringend nötig, dazu später mehr.
Serienmäßig verbaut ist das Navi Discover Pro. Es wurde um zusätzliche Anzeigen für den e-Golf erweitert. Geladen haben wir den e-Golf beim Händler, da das Laden an einer normalen Steckdose nicht so einfach ist. Man darf das Ladekabel nicht verlängern ... was bei uns dazu führte, daß wir ihn nicht bei uns laden konnten. Das Laden an einer Ladestation ist denkbar einfach: Kabel in die Buchse hinter dem Tankdeckel stecken und sobald eine LED grün blinkt, läd der Golf ... das ist in der Tat kinderleicht.
Tja, wie verhält sich der Golf im Alltag? Als ich abholte, war ich verwundert, daß er, obwohl voll geladen, eine Reichweite von 134 Kilometern anzeigte ... hm, hieß es im Prospekt nicht, daß er 190 Kilometer schaffen sollte? Seltsam ... nun denn, im normalen Modus losgefahren, mit Radio, Navibildschirm, Heizung auf 22 Grad gestellt und Sitzheizung an ... weil die Außentemperatur bei -3 Grad lag ... eine erste Runde durch den Stadtverkehr, durch ein Wohngebiet ... 15 Kilometer gefahren ... was auffällt, Heizung relativ schwach ... na ja, hat halt keine Motorwärme ... Restreichweite laut Anzeige: 92 Kilometer ... Hallo? 92 Kilometer Rest, nachdem ich nur 15 Kilometer durch die Stadt gefahren bin? Im Haus angekommen ein Blick in die Unterlagen ... ah ja, Reichweite maximal 190 Kilometer ... kann aber bei Kälte und je nach Verbrauchern etc. abweichen ... hm ... ja, offenbar ...
Nach dem nächsten Laden wurde der Wagen nur im Eco Modus bewegt ... hier wird es bei winterlichen Temperaturen gar nicht mehr warm im Auto ... zum Glück funktioniert wenigstens noch die Sitzheizung ... trotzdem hat die Kiste auch im Eco Modus nur eine realistische Alltags Reichweite von ca. 100 Kilometern ... so haben wir uns das nicht vorgestellt. Bei Sehr vorsichtiger Fahrweise mit überwiegendem Stadtverkehr hat er mir einen Verbrauch von 27 kW/h pro 100 Kilometern angezeigt ... wenn ich jetzt eine Kilowattstunde mit 30 Cent berechne, dann liegen die Kosten bei 8,10 Euro pro 100 Kilometern ... ehrlich gesagt haben wir da deutlich mehr (oder besser gesagt weniger) erwartet ...
OK, da die Batterie ja acht Jahre Garantie haben soll und wir das Teil eh nur vier Jahre leasen wollen ... who cares, wird er halt täglich geladen ... war zumindest bis gestern unsere Überlegung ... wie gesagt, bis gestern ...
Heute haben wir getestet, inwiefern der e-Golf für Überlandfahrten tauglich ist ... komplett aufgeladen sollte ein Ziel angefahren werden, das 51 Kilometer entfernt ist ... vier Kilometer durch die Stadt, dann auf die Autobahn ... als wir ihn gestartet haben, zeigte er im Eco+ Modus 189 Kilometer Reichweite an ... super ... da es kalt war (2,5 Grad) und feucht dazu, haben wir den "Normal Modus" ausgewählt ... Klimaanlage an, da die Scheiben sofort komplett beschlagen waren ... das Ergebnis: Als wir die Autobahn nach rund 15 Feierabendverkehr erreicht haben, war der Wagen zwar halbwegs warm, dafür zeigte er als Restreichweite nur noch 99 Kilometer an ... also schnell auf Eco+ umgeschaltet ... und schon ohne Heizung ... brrrr ... aber immerhin stieg die Reichweite auf 150 Kilometer ... da es uns ein wenig beunruhigt hat, sind wir stur im Eco+ Modus geblieben und haben übel gefroren ... dazu haben wir den Tempomaten aktiviert und sind als Verkehrshindernis stur mit Tempo 80 gefahren ... im Grunde genommen ein schlechter Witz!
Das Ergebnis: Nachdem wir rund 5 Kilometer 'normal' gefahren sind und 97 Kilometer im Eco+ Modus, ohne Heizung, Sitzheizung und sogar ohne Navi und Radio haben wir es geschafft, wieder an die Ladestation zu kommen ... mit einer Restreichweite laut Anzeige von 24 Kilometern ... laut Computer hatten wir einen Verbrauch von 16,2 kW/h pro 100 Kilometern ... was immerhin 4,86 Euro sind ... in Anbetracht dessen, daß wir ohne Radio, Klima, Heizung, Navi und stur Tempo 80 auf der Autobahn gefahren sind, ist das aus unserer Sicht ein schlechter Scherz ...
Seit wir wieder glücklich angekommen sind, wissen wir unseren Golf R wieder noch viel mehr zu schätzen ... und uns ist klar, daß wir unter gar keinen Umständen eine e-Golf leasen oder kaufen werden ... never ever! Im Gegenteil ... auch wenn wir ihn eigentlich noch bis Montag behalten dürfen ... wir werden den Schlüssel morgen wieder abgeben ...
Die Idee ist ja per se ganz nett ... aber in der Praxis erfüllt der e-Golf zumindest nicht die Erwartungen, die wir in ein Auto haben, das rund 40.000,- Euro kosten soll ... selbst ein gleichwertig ausgestatter GTD ist deutlich günstiger ... und da der "Verbrauch" des e-Golfs auch weit höher als erwartet ist, ist es sehr fraglich, ob und wann sich im Vergleich so ein Teil überhaupt rechnet ...
Und was meine Frau betrifft ... die denkt jetzt entweder über einen GTD nach ... oder es wird das neue Beetle Cabrio ...
Ähnliche Themen
246 Antworten
Ich finde sie gut, wesentlich besser als die Halogenscheinwerfer in meinem Golf 6. Ich denke, sie sind auf ähnlichem Niveau wie normale Xenonscheinwerfer. Einen direkten Vergleich zu Golf 7 Xenons habe ich aber leider nicht.
Bei H2-Fahrzeugen bin ich skeptisch. BMW hat kürzlich gesagt, dass ihre H2-Technik es aufgrund von Fortschritten in der Batterietechnologie möglicherweise niemals in die Serie schaffen wird. Konkrete Ankündigungen sucht man vergeblich, im Gegensatz zu PHEV/BEV.
Jetzt wo der Spritpreis abstürzt kippt die Stimmung,
bei den Amis werden die Pickups wieder verkauft wie warme Semmeln.
Das wird sich meiner Meinung bald ändern wenn der Sprit bei 2€ ist.
Der niedrige Rohölpreis wird neiner Meinung leider nur von kurzer Dauer sein,
ich hab das Gefül die wollen nur die überschuldeten Cracking-Ölfirmen
und die Russen in die Pleite treiben.
Batterie ist langfristig keine Lösung, wie will man für soviele Millionen Autos
die begrenzten Rohstoffe besorgen.
H2 in Reinform ist teufelszeug,
ich glaub momentan geht eher die Audi g-tron Lösungn in die
richtige Richtung. Aus Windenergie H2 erzeugen und in
Methangas umwandeln. Das kann man problemlos verbrennen oder
auch in der Brennstoffzelle in Strom umwandeln.
Speichern und verteilen kann man es perfekt im Erdgasnetz.
D.h. alle Technik ist bewährt und vorhanden.
Einzig der Wirkungsgrad von Winenergiestrom->Gas wird das
wahrscheinlich noch unrentabel machen,
aber wenn der Sprit bei >2€ ist, vielleicht lohnt es sich dann
ja schon.
Zitat:
@Taubitz schrieb am 9. Januar 2015 um 16:01:00 Uhr:
Nach allem was man hört, hat auch der BMW i3 in D Probleme, auf angepeilte Stückzahlen zu kommen:
http://www.spiegel.de/.../...-2014-die-missratenen-vier-a-1009288.html
Von Jan-Nov 2014: 2.130 Stück.
Vermutlich deshalb die Werbeoffensive in den Medien, mit der hübschen Stimme von Axel Milberg...?
Eigentlich hat der eGolf den i3 doch entzaubert, mit seiner konventionellen Bauweise, in Sachen Fahrleistung, Reichweite und vor allem Praktikabiliät als 4-Sitzer (ein-/aussteigen).
Da ist ja doch etwas hängen geblieben. Prima, dafür sind solch tendenziösen Tests auch gemacht:
Zitat:
Gefühlt schießt er fast genauso zügig nach vorn wie der i3, trotz 55 PS weniger Leistung und rund 300 Kilo mehr Gewicht. Beim Fahreindruck wirkt der e-Golf in puncto Dynamik nicht weit vom i3 entfernt, obwohl er laut Werksangabe 3,2 Sekunden länger auf 100 km/h braucht als der BMW.
...
Klare Sache: Der VW hat das BMW-Wunderauto entzaubert.
http://www.autobild.de/.../...e-golf-elektroautos-im-test-5027267.html
Alles klar, über 3 Sekunden mehr bis 100km/h, das merkt man wirklich kaum. :D
Und den Pseudovorteil des Golfs, mehr Platz zu bieten, würde ich für ein Stadtauto eher als Nachteil empfinden. Der i3 ist deutlich kürzer und hat einen extrem geringen Wendekreis. Der Kofferraum des i3 (Kofferraum 260–1100 Liter) langt zum Einkauf genauso wie der 340- 1233 Liter fassende eGolfs, der also auch nicht gerade eine Stauraumriese ist. Braucht er auch gar nicht. Übrigens, das Raumgefühl auf den Vordersitzen des i3 ist tatsächlich phänomenal.
Von dem Schmarrn mit der Reichweite möchte ich gar nicht erst anfangen.
Zitat:
@ps47 schrieb am 9. Januar 2015 um 12:53:49 Uhr:
Also der E-Golf in dieser Form ist ein reines Image-Auto. Wie eigentlich alle reinen E-Autos. Rechnerische Vorteile hat keines dieser Autos.
Aber ein sehr interessanter Bericht.
Also hier auf dem platten Land, wo es ungefähr alle 30 km 2 Steckdosen gibt, die immer von den E-Autos der städte-eigenen Energieversorgung genutzt wird, macht das ganze wahrlich keinen Sinn. Und in der Großstadt fährt alle 5 Min. ein Bus oder eine Bahn.
Wenn man wirklich nur von A nach B mit extrem günstigen Spritverbrauch kommen will ohne sich für die Kurzstrecke einen Diesel antun will, bleibt einem immer noch ein Yaris Hybrid. Jetzt mal losgelöst vom Kompaktklasse-Gedanken ausschließlich in Bezug auf Verbrauch und Zuverlässigkeit. Ich bin mir sowieso sicher, dass wenn der Golf den Hybrid-Antrieb des Auris hätte, wohl in den Medien DAS Auto überhaupt wäre. Aber das ist ein anderes Thema.
Das, was ein E-Golf teurer in der Anschaffung ist, vernichtet er auch noch beim Wiederverkauf. In 4, 5 Jahren will doch niemand ein solches Auto mit dann alten und auch veralteten Batterien haben. Da kann man auch gleich GTI fahren. In der Anschaffung deutlich günstiger und ist praxisgerecht und macht mehr Spaß. Wenn schon, denn schon. Man muss ja nicht Pionier sein, wenn es damit einem schlechter geht.
Dem muss ich ganz klar widersprechen, eindeutig jemand der den e-Golf nie gefahren ist. Übrigens ist der e-Golf aus dem Stand spritziger wie dein gelobter GTI. Gerade mit Start&Stop bist du mit dem e-Golf bereits 2 Autolängen weiter bevor der überhaupt anfährt.
Ich habe mir den genau wegen der Überlandfahrten geholt weil es das perfekte Auto zum Überlandpendeln ist. Täglich 40km aus dem Großstadt Umland zur Arbeit und 40 zurück. Warum soll ich mir da einen Hybrid holen, den ich nicht brauche und auch noch Steuern drauf zahlen? Und bei der Reichweite braucht man auch nicht alle 30km eine Ladesäule.
Für mich ist der e-Golf ein Auto für's Pendeln und weniger für die Stadt und sorry, aber der i3 ist einfach nur häßlich, genau wie der Yaris.
Zu den Kosten, der e-Golf ist zumindest bei mir nur minimal teurer als der GTI, der GTE nochmals teurer. Wenn du berücksichtigst, das du je nach Stromanbieter nur weniger wie 3€/100km an Strom kostet, fährst du bei meiner Fahrleistung deutlich billiger als mit einem Benziner. Selbst ein Diesel kostet dich das doppelte. Ein Golf 7 Trendline mit 1.6 TDI Motor und Automatik und identischer Austattung wie mein e-Golf kostet stolze 40387€! Das sind gerade mal 2000€ weniger wie der e-Golf und entspricht meinen derzeit jährlichen Dieselkosten. Ich spare auf 3 Jahre also 4000€
Zum BMW i3 ist noch zu bemerken, dass die passive Sicherheit laut dem ADAC-Crashtest-Bericht deutlich schlechter ist als beim Golf.
Vermutlich ist der i3 die größte Fehlentwicklung bei BMW seit Jahrzehnten und ein Milliardengrab.
Der konventionell gebaute eGolf ist im Vergleich zum völlig neuen Konzept des i3 mit fahrfähigem Chassis und Carbon-Fahrgastzelle (bei allem Respekt für den Mut von BMW, hier gänzlich neue Wege zu gehen) offenbar recht gut gelungen - jedenfalls besser, als von vielen Wettbewerbern (und auch von VW-bashern hier auf mt ;)) erwartet - was, am Rande, erst mal nichts mit erfolgreichen Verkaufszahlen zu tun hat, sondern nur mit der techn. Beurteilung des Gesamtkonzepts.
Und, nein: Auch wenn ich den Begriff "entzaubert" verwendet und ggf. tatsächlich aus einem damaligen Medienbericht aus dem Unterbewusstsein erinnert haben sollte (ich gehöre dennoch nicht zu den regelmäßigen AutoBILD-Lesern und schon gar nicht zu deren Gläubigen, vielmehr zu deren Kritikern :)), so ändert das nichts an meiner Meinungsäußerung. Diese muss man ja keineswegs teilen! :eek:
Ich bin beides gefahren, finde das Ansprechverhalten vom i3 sehr gelungen, vieles andere (u.a. das der Carbonbauweise geschuldete Türkonzept) aber eher nicht. Unterm Strich und im Gesamtpaket empfinde ich den unterstellten (und anfangs in den Medien so bejubelten) Vorsprung des i3 im Vergleich zum eGolf aber eher ernüchternd (zumal beim Blick auf die Preislisten...).
Obwohl ich alles andere als ein hardcore-VW-Fan mit rosaroter Brille bin, wofür ich hier in den VW-Foren ja oft genug kritisiert & ignoriert (:)) werde: Dann doch lieber eGolf als i3.
Nicht zuletzt muss und will (!) ich optisch kein vermeintliches, automobiles Öko-Bewusstsein-Statement abgeben. Andere wollen aber genau das, die sind schon deshalb momentan bei BMW mit i3 und i8 besser aufgehoben! :eek:
Wir sind eine freies Land, das ist ja das schöne...
Ich war überrascht wie viel Spaß mir der eGolf beim fahren macht. Für 90% meiner Fahrten würde auch die Reichweite langen. Nur ich möchte auch mal spontan zu längeren Fahrten aufbrechen können, ohne mir vorher einen Leihwagen organisieren zu müssen. Oder spontan mal über 200 Km/h schnell fahren können. Ich würde mir den eGolf kaufen, wenn ich nebenbei jederzeit zugriff auf ein potentes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hätte.
Das ist eben das Dilemma, dass ein eMobil derzeit eher ein Zweitfahrzeug ist.
Gut, Tesla-Fahrer in D finden es ja schön, sich mit anderen Tesla-Fahrern an den Ladesäulen über ihre Erfahrungen auszutauschen, aber will man das auf Dauer?
Beim i3 pfeifen es ja die Spatzen vom Dach, dass er sich schlechter verkauft als erwartet. Zum eGolf habe ich diesbezüglich noch nichts gelesen. Wird aber ähnlich sein. Nur wird der finanzielle Verlust bei VW deutlich geringer ausfallen als bei BMW, wenn die Elektroautogeschichte floppt.
VW hat auch hier den Vorteil der Skaleneffekte abseits der e-Technik.
Zitat:
@Dr. Shiwago schrieb am 10. Januar 2015 um 10:40:35 Uhr:
Beim i3 pfeifen es ja die Spatzen vom Dach, dass er sich schlechter verkauft als erwartet. Zum eGolf habe ich diesbezüglich noch nichts gelesen. Wird aber ähnlich sein. Nur wird der finanzielle Verlust bei VW deutlich geringer ausfallen als bei BMW, wenn die Elektroautogeschichte floppt.
BMW wird jetzt sicherlich zum Übernahmekandidaten. Dr. Schiwago, einfach mal über den Tellerrand Deutschlands hinausschauen! Es gibt andere Länder, wo der Staat die e-Mobilität deutlich mehr fördert und/oder die arbeitenden Menschen deutlich mehr Geld mit nach Hause bringen. Da kann man sich dann auch einen wahrlich nicht billigen BMW i3 leisten.
BMW hat im vergangenen Jahr mehr als 2 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und damit das eigene Absatzziel erreicht. Der Premiumhersteller hat zudem das vierte Rekordjahr in Folge eingefahren. Insgesamt wurden 2,12 Millionen Autos an die Kunden übergeben, das waren 7,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Dezember stiegen die Verkäufe noch mal kräftig um 15,2 Prozent auf 215.217 Autos.
Der Konzern konnte dabei über das gesamte Jahr und in allen wichtigen Vertriebsregionen zulegen. "Die hohe Nachfrage nach dem BMW X4 und dem BMW 2er Active Tourer zeigt, wie wir mit neuen Modellen auch zusätzliche Kunden in aller Welt begeistern können", erklärte Vertriebsvorstand Ian Robertson. "Sehr erfolgreich waren auch der BMW i3 und BMW i8. Wir sind zuversichtlich, dass wir auf diese Erfolge 2015 aufbauen können."
Positiv entwickelt sich auch die Nachfrage nach BMW i Fahrzeugen. Knapp 17.800 Kunden haben sich 2014 für ein BMW i Automobil entschieden. Die weltweiten Verkaufszahlen des BMW i3 belaufen sich auf 16.052 Einheiten. Insgesamt konnten zudem 1.741 BMW i8 seit dem Marktstart im Sommer ausgeliefert werden. Angesichts des Kundeninteresses am BMW i8 wird die Produktion im BMW Werk Leipzig weiter hochgefahren.
Die Marke BMW lieferte 2014 insgesamt 1,81 Millionen Fahrzeuge aus, ein Plus von 9,5 Prozent. Im Dezember stiegen die Verkäufe um 14,2 Prozent auf 177.954.
Der Absatz der Marke MINI lag im Gesamtjahr mit 302.183 Einheiten etwa auf dem Niveau des Vorjahres (-0,9 Prozent). Zum Jahresende allerdings waren die MINIs sehr gefragt, der Absatz sprang um knapp 21 Prozent auf 36.773 Auslieferungen weltweit.
Die Edelmarke Rolls-Royce verkaufte sich 2014 weltweit 4.063 mal, ein Zuwachs um knapp 12 Prozent. Die Sparte BMW Motorrad steigerte den Absatz um 7 Prozent auf mehr als 120.000 Motorräder und Maxi-Scooter. ...
http://www.finanzen.net/.../...kt-zuversichtlich-ins-neue-Jahr-4114496
Bis 2020 muss der Flottenausstoß auf unter 95 Gramm C02 gesenkt werden. Dank der i-Modelle (weitere werden folgen) dürfen wir auch in Zukunft BMW mit weit über 300 PS fahren. Mit i3 und i8 ist BMW in die noch teure Karbontechnik eingestiegen. Schon der neue 7er wird davon profitieren und auch im 5er werden ab 2016 Karbonteile eingesetzt. Die Investitionen in Leipzig, Landshut, Dingolfing und den USA werden sich also langfristig sehr gut rechnen. BMW hat die letzten Jahre so gigantische Gewinne eingefahren, dass sie blöd wären, alles zu versteuern, anstatt in neue teure Technologien zu investieren, die ihnen für die Zukunft einen Wettbewerbsvorteil (Leichtbau) garantieren.
Na ja, in Norwegen ist ja, glaub ich, der Nissan Leaf No.1, oder?
Zumindest ist er weltweit das meist verkaufte Elektrofahrzeug, oder?
Wir (ergo auch ich) kommen aber ganz schön vom Thema ab.
@MXCCXM
Weltweit soll der i3 nur mit hohen Rabatten verkäuflich sein. Das zeugt nicht gerade von einem großen Erfolg.
http://www.on-road-magazin.de/absatz-vom-bmw-i3-geringer-als-erwartet/
i3 soll wirklich nicht gut laufen. vom verkauf und von der qualität...
@ Shiwago: Weißt Du das oder sind das Vermutungen. Siehe Handelsblatt.