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Eine Woche e-Golf, ein Erfahrungsbericht
Hallo zusammen,
meine Frau ist auf der Suche nach einem neuen Auto für sich ... Einsatzgebiet: Täglich ca. 25 Kilometer, überwiegend Stadtverkehr, manchmal Landstraße. Monatliche Strecke ca. 1.000 bis 1.200 Kilometer. Da das Fahrzeug eh von der Steuer abgesetzt wird, kommt es auf die Kosten nicht so sehr an. Da wir mit dem Golf R sehr zufrieden sind, fiel die Überlegung auf das absolute Gegenteil, den e-Golf. Somit kann man zumindest in der Theorie sagen, daß wir "im Mix" sehr umweltfreundlich unterwegs sind.
Zum Glück war ich in der Lage, einen e-Golf für eine Woche zur Verfügung gestellt zu bekommen ... in Komplettausstattung ... somit konnte unter realen Bedingungen der Alltag getestet werden.
Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Da, wo der GTI seine roten Streifen hat, hat der e-Golf blaue Streifen und eine entsprechende Beschriftung. Der Kofferraum hat die gleiche Größe wie der vom Golf R ... bis auf die Beschriftungen und die Zierleisten ist von außen kein großer Unterschied festzustellen ... im Gegensatz zum i3 von BMW, der ja im Vergleich sehr auffällig ist.
Was bei der ersten Fahrt auffällt: Es ist schon sehr beeindruckend, völlig geräuschlos anzufahren. Bis ca. Tempo 30 herrscht absolute Stille im Fahrzeug ... gewöhnungsbedürftig aber irgendwie ein schöner Kontrast zum R ... über 30 hat man dann deutliche Rollgeräusche, ab 50 wird es dann doch lauter ...
Es gibt drei Fahreinstellungen: Normal, Eco und Eco+ ... bei Eco werden Klimaanlage, Heizung und andere Dinge reduziert, bei Eco+ komplett deaktiviert ... inkl. Heizung und Sitzheizung ... ebenso ist im Eco+ Modus die Motorleistung deutlich reduziert. Eco und Eco+ sollen die Reichweite deutlich vergrößern ... dies ist auch dringend nötig, dazu später mehr.
Serienmäßig verbaut ist das Navi Discover Pro. Es wurde um zusätzliche Anzeigen für den e-Golf erweitert. Geladen haben wir den e-Golf beim Händler, da das Laden an einer normalen Steckdose nicht so einfach ist. Man darf das Ladekabel nicht verlängern ... was bei uns dazu führte, daß wir ihn nicht bei uns laden konnten. Das Laden an einer Ladestation ist denkbar einfach: Kabel in die Buchse hinter dem Tankdeckel stecken und sobald eine LED grün blinkt, läd der Golf ... das ist in der Tat kinderleicht.
Tja, wie verhält sich der Golf im Alltag? Als ich abholte, war ich verwundert, daß er, obwohl voll geladen, eine Reichweite von 134 Kilometern anzeigte ... hm, hieß es im Prospekt nicht, daß er 190 Kilometer schaffen sollte? Seltsam ... nun denn, im normalen Modus losgefahren, mit Radio, Navibildschirm, Heizung auf 22 Grad gestellt und Sitzheizung an ... weil die Außentemperatur bei -3 Grad lag ... eine erste Runde durch den Stadtverkehr, durch ein Wohngebiet ... 15 Kilometer gefahren ... was auffällt, Heizung relativ schwach ... na ja, hat halt keine Motorwärme ... Restreichweite laut Anzeige: 92 Kilometer ... Hallo? 92 Kilometer Rest, nachdem ich nur 15 Kilometer durch die Stadt gefahren bin? Im Haus angekommen ein Blick in die Unterlagen ... ah ja, Reichweite maximal 190 Kilometer ... kann aber bei Kälte und je nach Verbrauchern etc. abweichen ... hm ... ja, offenbar ...
Nach dem nächsten Laden wurde der Wagen nur im Eco Modus bewegt ... hier wird es bei winterlichen Temperaturen gar nicht mehr warm im Auto ... zum Glück funktioniert wenigstens noch die Sitzheizung ... trotzdem hat die Kiste auch im Eco Modus nur eine realistische Alltags Reichweite von ca. 100 Kilometern ... so haben wir uns das nicht vorgestellt. Bei Sehr vorsichtiger Fahrweise mit überwiegendem Stadtverkehr hat er mir einen Verbrauch von 27 kW/h pro 100 Kilometern angezeigt ... wenn ich jetzt eine Kilowattstunde mit 30 Cent berechne, dann liegen die Kosten bei 8,10 Euro pro 100 Kilometern ... ehrlich gesagt haben wir da deutlich mehr (oder besser gesagt weniger) erwartet ...
OK, da die Batterie ja acht Jahre Garantie haben soll und wir das Teil eh nur vier Jahre leasen wollen ... who cares, wird er halt täglich geladen ... war zumindest bis gestern unsere Überlegung ... wie gesagt, bis gestern ...
Heute haben wir getestet, inwiefern der e-Golf für Überlandfahrten tauglich ist ... komplett aufgeladen sollte ein Ziel angefahren werden, das 51 Kilometer entfernt ist ... vier Kilometer durch die Stadt, dann auf die Autobahn ... als wir ihn gestartet haben, zeigte er im Eco+ Modus 189 Kilometer Reichweite an ... super ... da es kalt war (2,5 Grad) und feucht dazu, haben wir den "Normal Modus" ausgewählt ... Klimaanlage an, da die Scheiben sofort komplett beschlagen waren ... das Ergebnis: Als wir die Autobahn nach rund 15 Feierabendverkehr erreicht haben, war der Wagen zwar halbwegs warm, dafür zeigte er als Restreichweite nur noch 99 Kilometer an ... also schnell auf Eco+ umgeschaltet ... und schon ohne Heizung ... brrrr ... aber immerhin stieg die Reichweite auf 150 Kilometer ... da es uns ein wenig beunruhigt hat, sind wir stur im Eco+ Modus geblieben und haben übel gefroren ... dazu haben wir den Tempomaten aktiviert und sind als Verkehrshindernis stur mit Tempo 80 gefahren ... im Grunde genommen ein schlechter Witz!
Das Ergebnis: Nachdem wir rund 5 Kilometer 'normal' gefahren sind und 97 Kilometer im Eco+ Modus, ohne Heizung, Sitzheizung und sogar ohne Navi und Radio haben wir es geschafft, wieder an die Ladestation zu kommen ... mit einer Restreichweite laut Anzeige von 24 Kilometern ... laut Computer hatten wir einen Verbrauch von 16,2 kW/h pro 100 Kilometern ... was immerhin 4,86 Euro sind ... in Anbetracht dessen, daß wir ohne Radio, Klima, Heizung, Navi und stur Tempo 80 auf der Autobahn gefahren sind, ist das aus unserer Sicht ein schlechter Scherz ...
Seit wir wieder glücklich angekommen sind, wissen wir unseren Golf R wieder noch viel mehr zu schätzen ... und uns ist klar, daß wir unter gar keinen Umständen eine e-Golf leasen oder kaufen werden ... never ever! Im Gegenteil ... auch wenn wir ihn eigentlich noch bis Montag behalten dürfen ... wir werden den Schlüssel morgen wieder abgeben ...
Die Idee ist ja per se ganz nett ... aber in der Praxis erfüllt der e-Golf zumindest nicht die Erwartungen, die wir in ein Auto haben, das rund 40.000,- Euro kosten soll ... selbst ein gleichwertig ausgestatter GTD ist deutlich günstiger ... und da der "Verbrauch" des e-Golfs auch weit höher als erwartet ist, ist es sehr fraglich, ob und wann sich im Vergleich so ein Teil überhaupt rechnet ...
Und was meine Frau betrifft ... die denkt jetzt entweder über einen GTD nach ... oder es wird das neue Beetle Cabrio ...
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
meine Frau ist auf der Suche nach einem neuen Auto für sich ... Einsatzgebiet: Täglich ca. 25 Kilometer, überwiegend Stadtverkehr, manchmal Landstraße. Monatliche Strecke ca. 1.000 bis 1.200 Kilometer. Da das Fahrzeug eh von der Steuer abgesetzt wird, kommt es auf die Kosten nicht so sehr an. Da wir mit dem Golf R sehr zufrieden sind, fiel die Überlegung auf das absolute Gegenteil, den e-Golf. Somit kann man zumindest in der Theorie sagen, daß wir "im Mix" sehr umweltfreundlich unterwegs sind.
Zum Glück war ich in der Lage, einen e-Golf für eine Woche zur Verfügung gestellt zu bekommen ... in Komplettausstattung ... somit konnte unter realen Bedingungen der Alltag getestet werden.
Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Da, wo der GTI seine roten Streifen hat, hat der e-Golf blaue Streifen und eine entsprechende Beschriftung. Der Kofferraum hat die gleiche Größe wie der vom Golf R ... bis auf die Beschriftungen und die Zierleisten ist von außen kein großer Unterschied festzustellen ... im Gegensatz zum i3 von BMW, der ja im Vergleich sehr auffällig ist.
Was bei der ersten Fahrt auffällt: Es ist schon sehr beeindruckend, völlig geräuschlos anzufahren. Bis ca. Tempo 30 herrscht absolute Stille im Fahrzeug ... gewöhnungsbedürftig aber irgendwie ein schöner Kontrast zum R ... über 30 hat man dann deutliche Rollgeräusche, ab 50 wird es dann doch lauter ...
Es gibt drei Fahreinstellungen: Normal, Eco und Eco+ ... bei Eco werden Klimaanlage, Heizung und andere Dinge reduziert, bei Eco+ komplett deaktiviert ... inkl. Heizung und Sitzheizung ... ebenso ist im Eco+ Modus die Motorleistung deutlich reduziert. Eco und Eco+ sollen die Reichweite deutlich vergrößern ... dies ist auch dringend nötig, dazu später mehr.
Serienmäßig verbaut ist das Navi Discover Pro. Es wurde um zusätzliche Anzeigen für den e-Golf erweitert. Geladen haben wir den e-Golf beim Händler, da das Laden an einer normalen Steckdose nicht so einfach ist. Man darf das Ladekabel nicht verlängern ... was bei uns dazu führte, daß wir ihn nicht bei uns laden konnten. Das Laden an einer Ladestation ist denkbar einfach: Kabel in die Buchse hinter dem Tankdeckel stecken und sobald eine LED grün blinkt, läd der Golf ... das ist in der Tat kinderleicht.
Tja, wie verhält sich der Golf im Alltag? Als ich abholte, war ich verwundert, daß er, obwohl voll geladen, eine Reichweite von 134 Kilometern anzeigte ... hm, hieß es im Prospekt nicht, daß er 190 Kilometer schaffen sollte? Seltsam ... nun denn, im normalen Modus losgefahren, mit Radio, Navibildschirm, Heizung auf 22 Grad gestellt und Sitzheizung an ... weil die Außentemperatur bei -3 Grad lag ... eine erste Runde durch den Stadtverkehr, durch ein Wohngebiet ... 15 Kilometer gefahren ... was auffällt, Heizung relativ schwach ... na ja, hat halt keine Motorwärme ... Restreichweite laut Anzeige: 92 Kilometer ... Hallo? 92 Kilometer Rest, nachdem ich nur 15 Kilometer durch die Stadt gefahren bin? Im Haus angekommen ein Blick in die Unterlagen ... ah ja, Reichweite maximal 190 Kilometer ... kann aber bei Kälte und je nach Verbrauchern etc. abweichen ... hm ... ja, offenbar ...
Nach dem nächsten Laden wurde der Wagen nur im Eco Modus bewegt ... hier wird es bei winterlichen Temperaturen gar nicht mehr warm im Auto ... zum Glück funktioniert wenigstens noch die Sitzheizung ... trotzdem hat die Kiste auch im Eco Modus nur eine realistische Alltags Reichweite von ca. 100 Kilometern ... so haben wir uns das nicht vorgestellt. Bei Sehr vorsichtiger Fahrweise mit überwiegendem Stadtverkehr hat er mir einen Verbrauch von 27 kW/h pro 100 Kilometern angezeigt ... wenn ich jetzt eine Kilowattstunde mit 30 Cent berechne, dann liegen die Kosten bei 8,10 Euro pro 100 Kilometern ... ehrlich gesagt haben wir da deutlich mehr (oder besser gesagt weniger) erwartet ...
OK, da die Batterie ja acht Jahre Garantie haben soll und wir das Teil eh nur vier Jahre leasen wollen ... who cares, wird er halt täglich geladen ... war zumindest bis gestern unsere Überlegung ... wie gesagt, bis gestern ...
Heute haben wir getestet, inwiefern der e-Golf für Überlandfahrten tauglich ist ... komplett aufgeladen sollte ein Ziel angefahren werden, das 51 Kilometer entfernt ist ... vier Kilometer durch die Stadt, dann auf die Autobahn ... als wir ihn gestartet haben, zeigte er im Eco+ Modus 189 Kilometer Reichweite an ... super ... da es kalt war (2,5 Grad) und feucht dazu, haben wir den "Normal Modus" ausgewählt ... Klimaanlage an, da die Scheiben sofort komplett beschlagen waren ... das Ergebnis: Als wir die Autobahn nach rund 15 Feierabendverkehr erreicht haben, war der Wagen zwar halbwegs warm, dafür zeigte er als Restreichweite nur noch 99 Kilometer an ... also schnell auf Eco+ umgeschaltet ... und schon ohne Heizung ... brrrr ... aber immerhin stieg die Reichweite auf 150 Kilometer ... da es uns ein wenig beunruhigt hat, sind wir stur im Eco+ Modus geblieben und haben übel gefroren ... dazu haben wir den Tempomaten aktiviert und sind als Verkehrshindernis stur mit Tempo 80 gefahren ... im Grunde genommen ein schlechter Witz!
Das Ergebnis: Nachdem wir rund 5 Kilometer 'normal' gefahren sind und 97 Kilometer im Eco+ Modus, ohne Heizung, Sitzheizung und sogar ohne Navi und Radio haben wir es geschafft, wieder an die Ladestation zu kommen ... mit einer Restreichweite laut Anzeige von 24 Kilometern ... laut Computer hatten wir einen Verbrauch von 16,2 kW/h pro 100 Kilometern ... was immerhin 4,86 Euro sind ... in Anbetracht dessen, daß wir ohne Radio, Klima, Heizung, Navi und stur Tempo 80 auf der Autobahn gefahren sind, ist das aus unserer Sicht ein schlechter Scherz ...
Seit wir wieder glücklich angekommen sind, wissen wir unseren Golf R wieder noch viel mehr zu schätzen ... und uns ist klar, daß wir unter gar keinen Umständen eine e-Golf leasen oder kaufen werden ... never ever! Im Gegenteil ... auch wenn wir ihn eigentlich noch bis Montag behalten dürfen ... wir werden den Schlüssel morgen wieder abgeben ...
Die Idee ist ja per se ganz nett ... aber in der Praxis erfüllt der e-Golf zumindest nicht die Erwartungen, die wir in ein Auto haben, das rund 40.000,- Euro kosten soll ... selbst ein gleichwertig ausgestatter GTD ist deutlich günstiger ... und da der "Verbrauch" des e-Golfs auch weit höher als erwartet ist, ist es sehr fraglich, ob und wann sich im Vergleich so ein Teil überhaupt rechnet ...
Und was meine Frau betrifft ... die denkt jetzt entweder über einen GTD nach ... oder es wird das neue Beetle Cabrio ...
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246 Antworten
Mich würde interessieren ob die WP auch die Spitzenleistung hat um den Wagen im Winter SCHNELL zu erwärmen.
Zitat:
@0 0 7 schrieb am 14. Dezember 2014 um 18:39:18 Uhr:
[...]
Ach ja, zum 'Platzproblem' im Kofferraum vom Golf R: Ich bin alt genug, um mich daran zu erinnern, daß ein Onkel von mir in meiner Kindheit einen VW Käfer hatte ... und dazu Frau und drei Kinder ... und stell Dir vor, die waren damit sogar im Urlaub.
Heute meint ja jeder, der ein Kind hat, daß man mindestens einen Kombi oder noch besser einen Van benötigt, damit man von A nach B kommen kann ...
In den 70ern: 3 Erwachsene, 2 Kinder (eins davon ich), 1 Renault R4 und genug Platz für 3 Wochen Urlaub in der FeWo an der Ostsee (Heimat Köln), nur mit Dachgepäckträger natürlich. :)
Und meine Frau und ich sind z. B. mit einem TT 8N (später auch mit einem 8J) immer mit dem Platz für 14 Tage Urlaub hingekommen. Sogar für Winter-Urlaub. Geht alles, man muss nur wollen...
Verbraucht die Gel-Scheibenheizung weniger Strom als die "normale"? Oder ist das nur optisch günstiger!
Zitat:
@Superdino schrieb am 15. Dezember 2014 um 08:12:09 Uhr:
Mich würde interessieren ob die WP auch die Spitzenleistung hat um den Wagen im Winter SCHNELL zu erwärmen.
Ich bezweifel das davon das Auto schneller warm wird, denn die WP nutzt nur die Abwärme des Antriebssystems und das muss im Winter ja auch erst mal warm werden.
Dann wäre die WP für ein Kurzstreckenfahrzeug kein Gewinn. Außer man nutzt sie, um das Fahrzeug schon vorher zu temperieren. Kennt jemand die Leistungsdaten des Geräts? Muss eigentlich der Akku ständig temperiert werden?
Was passiert, wenn der Wagen bei - 20 Grad draußen steht oder bei 40 Grad in der Sonne?
Eventuell ganz interessant in diesem Zusammenhang:
http://www.motor-talk.de/.../...st-doch-nicht-so-wichtig-t5169543.html
Bevor ich missverstanden werde:
Ich möchte mit diesem Link oben hier keine Wertung abgeben zum Sinn oder Unsinn von eMobilität, sondern nur darauf hinweisen, dass bei den Herstellern die Kompassnadel ggf. in eine andere Richtung zeigt, als man als Konsument so glaubt...
Wer nicht grenzenlos von der Hurra-Kultur in Sachen Elektromobilität wie einige Politiker eingenommen ist, für den ist Aussage überhaupt keine Überraschung.
Also der E-Golf in dieser Form ist ein reines Image-Auto. Wie eigentlich alle reinen E-Autos. Rechnerische Vorteile hat keines dieser Autos.
Aber ein sehr interessanter Bericht.
Also hier auf dem platten Land, wo es ungefähr alle 30 km 2 Steckdosen gibt, die immer von den E-Autos der städte-eigenen Energieversorgung genutzt wird, macht das ganze wahrlich keinen Sinn. Und in der Großstadt fährt alle 5 Min. ein Bus oder eine Bahn.
Wenn man wirklich nur von A nach B mit extrem günstigen Spritverbrauch kommen will ohne sich für die Kurzstrecke einen Diesel antun will, bleibt einem immer noch ein Yaris Hybrid. Jetzt mal losgelöst vom Kompaktklasse-Gedanken ausschließlich in Bezug auf Verbrauch und Zuverlässigkeit. Ich bin mir sowieso sicher, dass wenn der Golf den Hybrid-Antrieb des Auris hätte, wohl in den Medien DAS Auto überhaupt wäre. Aber das ist ein anderes Thema.
Das, was ein E-Golf teurer in der Anschaffung ist, vernichtet er auch noch beim Wiederverkauf. In 4, 5 Jahren will doch niemand ein solches Auto mit dann alten und auch veralteten Batterien haben. Da kann man auch gleich GTI fahren. In der Anschaffung deutlich günstiger und ist praxisgerecht und macht mehr Spaß. Wenn schon, denn schon. Man muss ja nicht Pionier sein, wenn es damit einem schlechter geht.
Zitat:
@ps47 schrieb am 9. Januar 2015 um 12:53:49 Uhr:
Also der E-Golf in dieser Form ist ein reines Image-Auto. Wie eigentlich alle reinen E-Autos. Rechnerische Vorteile hat keines dieser Autos.
Doch, für den Hersteller schon:
Für den Flottenverbrauch! :eek:
Also doch dem Weg von Toyota folgen.
Brennstoffzelle, Reichweite 650km, Tankvorgang ca. 3min.
Fehlt nur noch der Wille aller Beteiligten. Autokonzerne, Politik, Investoren für die Notwendige Infrastruktur, Bruch der Öllobby, Konsumenten
Und die Aussicht auf ein entspr. ROI seitens der Tankstellen-Investoren.
Was kostet eine H²-Tankstelle?
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstofftankstelle
Und wie verzinst sich das eingesetzte Kapital für den Bau und Betrieb einer
H²-Tankstelle bei in Zukunft anzunehmender Zahl von FCVs in Deutschland?
Ich glaub, das wird sich nicht rechnen.:(
Das ist vielfach das Problem, siehe Greenpeace.
Als Zuschaltenergie für Spitzenlast-Zeiten und bei ausbleibendem, regenerativ erzeugtem Strom (PV: Nachts / Wind: Bei Windstille) sind Gas- und GuD-Kraftwerke gedacht & vorgeschlagen.
Wenn die aber immer nur temporär laufen, lohnt sich der ROI nicht, wer will da ergo in so was investieren?
Zitat:
In 4, 5 Jahren will doch niemand ein solches Auto mit dann alten und auch veralteten Batterien haben.
auch in 4-5 Jahren werden die Batterien im E-Golf noch über 70% Kapazität haben und damit ausreichend sein für 95% aller täglichen Fahrten. VW gibt ja 8 Jahre Garantie. Zudem sind die Batterien eine Baugruppe die quasi komplett unters Auto geschraubt wird, da ist zumindest ein Austausch denkbar.
vielleicht will in 4-5 Jahren auch kaum einer mehr einen Verbrenner fahren .. wer weiß das schon, vielleicht wird es sehr schnell sehr schlecht aussehen für die Deutsche Automobilindustrie wenn sie den Anschluss verpasst.
Beispiele gibts ja genug (Nokia, Kodak etc) - niemand weiß was die Zukunft bringt, nur eins scheint sicher, der technische Fortschritt verändert den Status Quo immer schneller.
Zitat:
@Tapzz schrieb am 9. Januar 2015 um 13:57:30 Uhr:
...vielleicht wird es sehr schnell sehr schlecht aussehen für die Deutsche Automobilindustrie wenn sie den Anschluss verpasst.
Ich glaube dass man sich darum keine Sorgen machen muss. Die Konzepte liegen alle fertig in den Schubladen, Knackpunkt ist noch die Batterietechnik.
Aber wie hier in den Posts zuvor bereits geschrieben wurde, E-Mobilität ist momentan noch eine absolute Nische...und ich erkenne momentan keinen Hersteller, der hier massiv nach vorne geht...weder Toyota noch GM noch VW. Tesla macht Spaß zu fahren und ist ein tolles Gesamtkonzept, aber für den Massenmarkt ist das nichts...und genau DORT entscheidet sich, wer in Zukunft erfolgreich sein wird oder nicht.
Der e-Golf macht bestimmt trotzdem Spaß zu fahren...
Nach allem was man hört, hat auch der BMW i3 in D Probleme, auf angepeilte Stückzahlen zu kommen:
http://www.spiegel.de/.../...-2014-die-missratenen-vier-a-1009288.html
Von Jan-Nov 2014: 2.130 Stück.
Vermutlich deshalb die Werbeoffensive in den Medien, mit der hübschen Stimme von Axel Milberg...?
Eigentlich hat der eGolf den i3 doch entzaubert, mit seiner konventionellen Bauweise, in Sachen Fahrleistung, Reichweite und vor allem Praktikabiliät als 4-Sitzer (ein-/aussteigen).
Gibt es schon Erfahrungen mit den LED-Scheinwerfern des E-Golf?
Besser als die Xenons?