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eBay-Lockangebote von eBay-Verkäufer mercedes-benz_deutschland, mit anschließender Werkstatt Abzock

Themenstarteram 9. Mai 2008 um 10:37

Der eBay-Verkäufer "mercedes-benz_deutschland" bietet Service- bzw. Reparaturcoupons für MB-Fachwerkstätten zum Pauschalpreis an!

Der Trick daran ist, daß die dabei abgebotenen eBay-Preise genau die gleichen sind, die die MB-Fachwerkstatt sowieso verlangt.

Ist man erst einmal in der MB-Fachwerkstatt, sind (so ein Zufall) natürlich unbedingt zusätzliche, wichtige Reparaturen notwendig.

Mein E200 mit lückenlosem Service in der MB-Fachwerkstatt hatte seinen letzten Service 09/2007, bei 95.000 km.

Damaliger Befund der MB-Fachwerkstatt (PLZ 73614):

- Bremsscheiben vorne OK.

- Bremsbeläge vorne die nächsten 10.000 km wechseln lassen.

- Bremsscheiben hinten OK.

- Bremsbeläge hinten OK.

Über den Winter blieb das Auto in der Garage ...

05/2008, bei 100.000 km, - also bei NUR 5.000 km mehr Fahrleistung:

Bei eBay von eBay-Verkäufer "mercedes-benz_deutschland" eine Servicecoupon für Bremsbelagwechsel vorne ersteigert.

Auto zur GENAU GLEICHEN MB-Fachwerkstatt (PLZ 73614) zum Bremsbelagwechsel vorne gebracht.

Jetztiger Befund der MB-Fachwerkstatt (PLZ 73614) bei nur 5.000 km mehr Fahrleistung:

- Bremsscheiben vorne OK.

- Bremsbeläge vorne wechseln lassen.

- Bremsscheiben hinten SOFORT wechseln lassen.

- Bremsbeläge hinten SOFORT wechseln lassen.

Ich verzichte auf die Reparatur der MB-Fachabzockewerkstatt.

Aber es kommt noch besser ...

Jetzt gehe ich in die "Freie Werkstatt" eines ehemaligen MB-Meisters:

Dessen Befund:

- Bremsscheiben vorne wechseln lassen.

- Bremsbeläge vorne wechseln lassen.

- Bremsscheiben hinten OK.

- Bremsbeläge hinten wechseln lassen.

Klingt nach 100.000 km Fahrleistung (mit Automatik) auch logisch und lässt sich anhand dem Zustand der Bremsscheiben auch nachvollziehen.

Ich habe den Auftrag an die "Freie Werkstatt" erteilt, ca. 150,- € gespart und ein besseres Gefühl nicht besch..... zu werden als in der MB-Fachwerkstatt (PLZ 73614).

Beste Antwort im Thema
am 9. Mai 2008 um 21:53

Da ich bei dem Verein seit mittlerweile 27 Jahren arbeite macht mich sowas sehr betroffen.

Erst recht weil in den letzten beiden Jahren verschärft an der Werkstattqualität gearbeitet wird.

Das geht so weit das auch langjährige Mitarbeiter bei derartigem Fehlverhalten wie der oben genannten

Bremse abgemahnt und nach der 3. Abmahnung entlassen werden. Punkt!

Kann hier allerdings nur für die Niederlasung Berlin reden, ich selbst bin im Nutzfahrzeugbereich als "Freundlicher" tätig

und gerade die Nutzfahrzeugkunden die auf ihren Actros, Atego, Travego und weiß der Geier angewiesen sind um

ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Denen (und selbstverständlich auch den privaten Kunden) wird bei uns nicht versucht

irgendetwas "anzudrehen" weil es einfach geschäftsschädigend ist, wen du einmal über den Tisch ziehst der kommt nie wieder, richtig?

Ich kann nur hoffen das hier von einem Vertragspartner und nicht von einer Niederlassung die Rede ist!!!

Wir dokumentieren (fast) alle Meßergebnisse, vor allem aber bei Verschleissreparaturen und der Kunde kann sie auf der

Rechnung sehen und auf Wunsch seine Altteile gezeigt bekommen oder die selbstverständlich auch mitnehmen...

Wir überlassen die Entscheidung immer dem Kunden außer es bestehen verkehrsgefährdende Mängel...

Beispiel: Bremsklötze runter auf 4mm Dicke, Scheiben haben 11.8 mm (Reparaturmaß 11mm, Verschleissmaß 10mm)

wird auf dem Auftrag vermerkt: Bremsklötze Restdicke 4mm, Bremsscheiben 11.8 mm Istmaß, 10mm Sollmaß)

Ich rufe den Kunden an: "Herr XXX, die Bremsklötzer sind auf 4mm runter bei ca. 3 mm geht die Verschleisskontrolle an, Sie

können noch etwa XXX Km fahren, (abhängig vom Fahrzeug), oder möchten Sie die Bremsklötzer ersetzt haben?

Die Bremsscheiben sind auf 11,8 mm runter, sollten ab 11 mm ersetzt werden und wären ab 10 mm vollständig verschlissen"

So kann der Kunde die für ihn sinnvolle Entscheidung treffen.... Nur so kannst du jemand partnerschaftlich behandeln und

Vertrauen aufbauen.

Ich geb euch nur einen Tip: Wenn ihr das Gefühl habt in einer Werkstatt über den Tisch gezogen zu werden, laßt euch

Daten und Fakten geben, verlangt die ermittelten Maße, die Verschleissgrenzen und laßt euch die entsprechenden Teile zeigen,

ihr habt ein Recht darauf!!!

Ich kann euch von meiner Seite der Geschichte auch viele Negativ-Beispiele von Kunden geben, nur eine Geschichte auf die Schnelle:

Fahrer kommt Abends zu mir mit einem 18 Tonner + Auflieger= 40 Tonnen aus eigenem Antrieb weil das Fahrzeug beim Bremsen quietscht

und er das Gefühl hat da stimmt was nicht und die Bremswirkung ist zu gering, obwohl sein Chef ihm sagt "Fahr weiter, da ist nichts

ich hab die Bremse am Wochenende gerade kontrolliert, die ist topfit, es liegt an den etwas zu harten Zubehörbelägen...

Ich schau mir die Sache an und bekomme eoine Gänsehaut: Vorderachse sind die Bremsbacken noch vorhanden aber keinerlei

Bremsbelag!!!! Hinterachse sind die Beläge bis auf die Niete runter (Bei den alten LKW´s wurden die Beläge auf die Backen genietet

und wenn verschlissen werden wieder neue Beläge aufgnietet)

Fahrzeughalter angerufen ob er eine Ahnung hat was für eine Zeitbombe hier rumfährt? Antwort: Sie haben gar keine Ahnung die Bremse ist fit,

geben sie mir meinen Fahrer der soll mir erklären was der Idiot bei Ihnen will... OK, Fahrer wird ne Runde angebrüllt dann wird aufgelegt.

Daraufhin sagte mir die arme Sau sein Chef hat gesagt er soll weiterfahren, der Fahrer soll mir unterschreiben das die Bremse nicht in Ordnung

ist und soll sich auf den Weg machen!!!!

Das wollte der tatsächlich machen weil er Frau und Kinder hat.... Unglaublich....

Ich habe seinen Chef nochmal angerufen und ihm gesagt ich lasse das Fzg nicht mehr auf die Straße. Daraufhin sagte er mir ganz

klar das ich ihm sein Eigentum nicht vorenthalten kann und ich soll mich mal um meine Sachen kümmern. OK, sage ich, Sie haben Recht das darf ich nicht,

aber ich werde die Polizei rufen und das Fzg direkt vor unserem Tor stoppen lassen. Haha lachte es aus dem Hörer, das solle ich mir mal wagen,

dann bin ich die längste Zeit bei Daimler gewesen, er hat 100 LKW und kennt den Vorstand...

Ich habe meine Absicht nochmal bekräftigt und ihm gesagt das mir in dem Fall die Menschenleben die eventuell in Gefahr sind mehr wert sind als

mein Job hier und es könnten meine Kinder sein die überfahren werden... Haha lachte es...

Der Fahrer hat unterschrieben mit verstörtem Gesicht und murmelte was von wegen er mache das für seine Kinder und stieg ins Fzg.

Die Herren in grün haben den LKW noch auf unserer Einfahrt gestoppt und sichergestellt. Daraufhin hat der nette Mensch von Besitzer den Fahrer

angerufen und ihm seine Kündigung mitgeteilt....

Der LKW wurde ein paar Tage später bei uns vom Hof geschleppt um ihn woanders reparieren zu lassen....

Ich durfte mich verantworten bei meiner Geschäftsleitung weil der Typ sich tatsächlich beschwert hat und erst der Hinweis das ich dafür das ich den

hätte fahren lassen im Schadensfall auch ins Gefängnis hätte gehen können hat dann unsere Kaufleute bewogen sich zu besinnen...

Gruß

DB

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man sollte es nochmal klar sagen:

MB beschreitet mit dem Nutzen der Ebay-Vertriebsplattform einen Weg zur Bindung älterer Fahrzeuge an die Markenwerkstätten. Da heute das Geld stark im Service verdient wird (und nicht nur im Neuwagenverkauf) machen das alle Hersteller so!

Günstigere Serviceangebote gibt es ja schon lange, nur das liegt in den Filialen herum. Und Kunden kommen oft gar nicht mehr in den Betrieb hinein.

Da ist es auch für den Verbraucher positiv, dass der Hersteller günstige Serviceangebote macht.

ABER die konkrete Umsetzung (Kosten eines Arbeitswertes (AW= 5 Minuten)); vor allem auch die Kosten der Ersatzteile, und damit auch die GESAMTKOSTEN verantwortet die Niederlassung bzw. der jeweilige Betrieb SELBST.

Ebenso wie die Servicequalität, ob z.b. eine Direktannahme am Fzg. gemacht wird.

Der Hersteller hat dazu konkrete Vorgaben, natürlich. Aber es müssen vor Ort auch Können, Wollen und Dürfen zusammenkommen.

Es ist auch NICHT empfehlenswert, nach 1 schlechten Erfahrung im MB-Betrieb dann alle MB-Betriebe zu verteufeln, das ist Quatsch.

Vielmehr ist es immer empfehlenswert, sich EINEN guten MB-Betrieb zu suchen, wo man bei Problemen hingehen kann. Auch da muss es ein Geben + Nehmen sein; nicht nur ein Nehmen von Seiten des Kunden ;)

Wir selbst haben 4 Anläufe gebraucht, und jetzt 2 gute MB-Betriebe, wo wir hingehen können, und 1 freien Betrieb für einfache Standardarbeiten an unseren 10 Jahre alten Fzg. sowie dem Oldtimer, sowie 1 Spezialbetrieb für den Oldtimer. Damit kommen wir gut zurecht, es ist einvernehmlich, und für alle vorteilhaft.

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