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E Scooter im öffentlichen Straßenverkehr?

Themenstarteram 23. März 2019 um 1:02

Hi,

gerade seh ich im TV, dass in Zukunft auf den Straßen E Scooter erlaubt werden. Ich sehe die Katastrophe schon kommen, wenn die Dinger den Straßenverkehr behindern und Fußgänger über den Haufen fahren :D

Wie seht ihr sowas? Alles cool und die moderne Zukunft der Fortbewegung, oder totaler Schwachsinn und noch mehr "nervende" Verkehrsteilnehmer?

Beste Antwort im Thema

Gefährlich wird die Sache nur durch Autofahrer, die der Meinung sind, dass die Fahrbahn nur für Autos da sei und nicht für Fahrzeuge aller Art.

Wenn man akzeptiert, dass es neben dem Auto auch noch andere gleichrangige Verkehrsmittel gibt, dann wird vieles einfacher.

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Zitat:

@Roadrunner2018 schrieb am 15. August 2019 um 20:59:45 Uhr:

Zitat:

@Hyrai schrieb am 15. August 2019 um 20:42:37 Uhr:

Es geht doch einfach nur darum E-Scooter-Fahrer vor sich selbst zu schützen. E-Scooter vs. Bus ist einfach ein ziemlich unfairer "Kampf"....

Mit dieser Argumentation wäre es angebracht, den kompletten Verkehr unterhalb von Panzern zu verbieten....

Solche dummen Sprüche bringen uns hier echt weiter, danke dafür! :rolleyes:

Mit meiner Argumentation ist es angebracht, wo möglich die "Starken" von den "Schwachen" zu trennen.

 

Wozu haben wir sonst Fußgängerzonen, Gehwege, Radwege, Landstraßen, Autobahnen, Bahnschienen, ...

 

Kann man doch alles einfach zusammenlegen. "Der Abstand muss ja eh eingehalten werden", also was soll da schon passieren?!

 

Es ist einfach die einzig logische Lösung, die E-Scooter von den Straßen fern zu halten und stattdessen über Radwege zu leiten. Dort sind die Geschwindigkeiten und "Gewichtsklassen" ähnlich.

Vielleicht bin ich aber auch einfach vom Münsterschen Radwegnetz verwöhnt und habe daher unrealistische Ansichten...

 

Ich kriegs nur irgendwie nicht in den Schädel:

Gerade bringt man Vorschläge, die Vorschriften für LKWs anzupassen, um Radfahrer besser zu schützen. Und im gleichen Zuge will man die E-Scooter auf die Busspur schicken?!

Gut dann machen wir

eine Fussgänger Spur

eine Radspur

eine Motorrad Spur

eine LKW und Bus Spur

- wenn dir die Autos fehlen die brauchen wir nicht mehr!!!

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Mann beim Media Markt

700 Meter Arbeitsweg Allerdings mit 7% Steigung....

Macht er jeden Tag mit dem Auto!

Er überlegt und hat nachgefragt ob das der Roller packen würde!

So und jetzt denken wir mal über das Auto nach!

700 Meter Kaltstart Berg rauf.... - da reden wir von einem Spritverbrauch von über 25 Litern / 100km....

IDEAL für den Scooter!

Hat der Mann eine Gehbehinderung?

Nein... nur keinen Bock Bergauf zu laufen!

Wir brauchen auch nicht über die Bequemlichkeit der Menschen reden!

Der Mensch ist bequem! - Fakt!

Danach muss ich ja vielleicht doch noch zum einkaufen und dann nehm ich doch mal besser ....

700 Meter bergauf sind 10 Minuten - nicht jeder mag das machen!

oder 3 Minuten mit dem Scooter!

Zitat:

@Hyrai schrieb am 15. August 2019 um 23:33:57 Uhr:

 

...

Es ist einfach die einzig logische Lösung, die E-Scooter von den Straßen fern zu halten und stattdessen über Radwege zu leiten. Dort sind die Geschwindigkeiten und "Gewichtsklassen" ähnlich.

Vielleicht bin ich aber auch einfach vom Münsterschen Radwegnetz verwöhnt und habe daher unrealistische Ansichten...

.

Da stimme ich voll zu ...

es liegt tatsächlich daran das du evtl. verwöhnt bist ....:D

Ich fasse mal zusammen, nach nun ein paar Wochen gemeinsam mit den e scootern in Berlin, wenn die Dinger ordentlich benutzt werden "verträgt" man sich ganz gut mit denen, sofern die sich halbwegs an Regeln halten, so zumindest meine Erfahrung mit denen gemeinsamm auf Radwegen, fahren ein ähnliches Tempo wie ein Radfahrer, kommen zügig auf Geschwindigkeit beim Anfahren..;)

ABER, es bleibt das grottige Problem, dass das Radwegesystem in B einfach nur schlecht ist, hier und da sind mal gute Ansätze und im nächsten Moment ist der Weg einfach nur schlecht oder überhaupt nicht mehr vorhanden...

Ich denke jeder kann es verstehen, der schon mal in Kopenhagen oder Niederlande mit dem Rad gefahren ist .... Es gibt so gute Lösungen, aber hier muss wieder krampfhaft jeder sein eigenes Süppchen kochen und so entsteht nur Flickschusterei ....

 

Irgendwie muss ich meine Meinung zu den e-scootern revidieren .... die sind ok, aber das Verkehrsnetz ist einfach nur schlecht ...

War letztens in Eindhoven Radwegkreisel Eindhoven und irgendwie bekommt Deutschland als eines der reichsten Industrienationen der Welt das einfach nicht hin .... :(:mad:

Zitat:

@Roadrunner2018 schrieb am 16. August 2019 um 06:59:10 Uhr:

Gut dann machen wir

eine Fussgänger Spur

eine Radspur

eine Motorrad Spur

eine LKW und Bus Spur

- wenn dir die Autos fehlen die brauchen wir nicht mehr!!!

Fußgänger- und Radspuren haben wir schon. Nennt sich allerdings nicht "-spur", sondern "-weg".

Zudem fehlt mir in deiner Aufzählung der E-Scooter ;)

Dass wir nicht für jedes Vehikel eine eigene Spur einrichten können (hauptsächlich wegen Platzmangel) sollte klar sein.

(Deshalb auch hier: Die dummen Sprüche kannst du dir sparen.)

Wir können allerdings den Platz bzw. die Spuren die wir haben möglichst sinnvoll aufteilen. Und das sinnvollste ist nunmal, sich nach Geschwindigkeit, Gewicht und Platzbedarf zu orientieren.

Fußgänger, Radfahrer, E-Scooter: niedrige Geschwindigkeit, niedriges Gewicht, wenig Platzbedarf -> abseits der Straße

Auto, Motorrad, Bus, LKW: hohe Geschwindigkeit, hohes Gewicht, hoher Platzbedarf -> auf der Straße

Wenn du es ausnahmsweise mal schaffen solltest, einen sachlichen Beitrag ohne Gestänker zu verfassen, können wir gern weiter diskutieren. Ansonsten werde ich darauf nicht mehr eingehen.

Zitat:

@tartra schrieb am 16. August 2019 um 08:48:58 Uhr:

Da stimme ich voll zu ...

es liegt tatsächlich daran das du evtl. verwöhnt bist ....:D

Ich fasse mal zusammen, nach nun ein paar Wochen gemeinsam mit den e scootern in Berlin, wenn die Dinger ordentlich benutzt werden "verträgt" man sich ganz gut mit denen, sofern die sich halbwegs an Regeln halten, so zumindest meine Erfahrung mit denen gemeinsamm auf Radwegen, fahren ein ähnliches Tempo wie ein Radfahrer, kommen zügig auf Geschwindigkeit beim Anfahren..;)

ABER, es bleibt das grottige Problem, dass das Radwegesystem in B einfach nur schlecht ist, hier und da sind mal gute Ansätze und im nächsten Moment ist der Weg einfach nur schlecht oder überhaupt nicht mehr vorhanden...

Ok, hab ich mir fast gedacht :D

Gut, dass in anderen Großstädten das Radwegnetz sch...lecht ist, ist ja durchaus bekannt.

Dann muss man, wo es anders nicht geht, wohl oder übel mit dem Scooter auf der Straße fahren. Macht man mit dem Rad ja auch.

Aber auch da (oder besonders da) ist nunmal gegenseitige Rücksichtnahme gefragt. Das sucht man allerdings bei vielen Verkehrsteilnehmern vergebens.

Lässt man die E-Scooter nun legal auf Busspuren fahren, macht das die Gesamtsituation m.M.n. nicht besser.

Man stelle sich nur einmal vor:

E-Scooter mit 20km/h mitten auf der Busspur. Von hinten kommt ein Bus mit 50-60km/h, der seinen Fahrplan einhalten muss. Der E-Scooter-Fahrer denkt aber nicht dran, Platz zu machen. Er darf da ja genau so fahren.

Also wird er vom Bus mit minimalem Abstand überholt. Dass da Unmut entsteht ist unabdingbar. Und dass dann regelmäßig provoziert wird und riskante Situationen verursacht werden ist nur eine Frage der Zeit.

Zumindest bei und inder Bundeshauptstadt sind Busspuren oftmals sogar extra für Fahrräder freigegeben... also jetzt auch für e-scooter...

Finde ich aber auch bescheuert ... für alle Seiten...der Bus muss einem Radfahrer/e-scooter hinterhertuckern und als radfahrer ist es auch nicht super so eine Dicken hinter sich zu haben, sicherlich kann man Platz machen, es gibt aber strecken da ist eine 3 min Taktung + mehrere Linien, da kann man absteigen und gleich schieben ..zumal ja alle paar meter eine haltestelle ist, es gibt Strecken da überholt man sich gegenseitig zig mal :D:(

Und selbst auf der groß celebrierten 300m langen Teststrecke mit super breiten radweg + hunderten Pollern, kreuzt der Bus bei jeder Haltestelle den radweg, die bekommen es einfach nicht hin ....:D

Es ist leider das Grundproblem, das jede Verkehrsteilnehmergruppe nicht ihre eigenen Wege hat, dann würden extrem viele Konflikte erst garnicht entstehen ....kann mich nur wiederholen siehe DK und NL ...es könnte so gut sein..

Man merkt es hier auch öfters bei den Themen, wir haben hier einfach zu viele Betonköpfe die einfach nicht raffen, das ein gutes Radwegenetz letztendlich auch dem Autofahrer zu gute kommt, kapieren einige einfach nicht ...:rolleyes::rolleyes:

Zitat:

@Hyrai schrieb am 16. August 2019 um 08:54:39 Uhr:

(hauptsächlich wegen Platzmangel) sollte klar sein.

(Deshalb auch hier: Die dummen Sprüche kannst du dir sparen.)

die Idee war nicht meine!

Es ging jemanden darum die Massen zu trennen -leider hast du bei deinem Zitat den Betroffen unterschlagen...

Radfahrer auf der Busspur klingt schlimmer als es ist. Zum einen sind die Busspuren in Berlin nur zu bestimmten Zeiten nur für Busse reserviert. Zum anderen wäre es sonst für die Radfahrer viel gefährlicher. Sie müssten dann links von der Busspur und damit mitten auf der Straße fahren. Und das auch dann, wenn die Busspur leer ist, weil auch in Berlin die Taktfolge nicht so hoch ist, dass dort ständig eine Buskolonne unterwegs ist. Als Radfahrer ist man auf der Busspur also besser aufgehoben. Gleiches gilt für die E-Stehroller. Etwas weniger stures Denken in Kästchen und stattdessen mehr Gelassenheit und Rücksichtnahme im Straßenverkehr würde viele selbstgemachte Probleme lösen, ohne dass es Geld kostet und ewig für die Umsetzung braucht. Solange man sich stattdessen lieber stur verhält und über den jeweils anderen aufregt, wirds nichts werden. Ist aber auch bequem, weil dann nicht jeder einzelne von uns verantwortlich ist. Schuld ist dann der teuflische Sachzwang, weil nicht jedem seine eigene Verkehrsfläche eingerichtet wird. Es liegt an uns, nicht an der Straße, wenn es mit dem miteinander nicht klappt.

 

Grüße vom Ostelch

Zitat:

@tartra schrieb am 16. August 2019 um 09:20:56 Uhr:

Zumindest bei und inder Bundeshauptstadt sind Busspuren oftmals sogar extra für Fahrräder freigegeben... also jetzt auch für e-scooter...

Denkfehler. E-Scooter sind keine Fahrräder und eine Freigabe für Fahrräder gilt für E-Scooter nicht. Eine der vielen Detailfragen, die in der Elektro-Kleinstfahrzeugeverordnung leider nicht bedacht wurde. E-Scooter müssen, wenn kein Radweg vorhanden ist, die Straße benutzen.

Zitat:

@Ostelch schrieb am 16. August 2019 um 09:50:31 Uhr:

Radfahrer auf der Busspur klingt schlimmer als es ist. Zum einen sind die Busspuren in Berlin nur zu bestimmten Zeiten nur für Busse reserviert. Zum anderen wäre es sonst für die Radfahrer viel gefährlicher. ....verantwortlich ist. Schuld ist dann der teuflische Sachzwang, weil nicht jedem seine eigene Verkehrsfläche eingerichtet wird. Es liegt an uns, nicht an der Straße, wenn es mit dem miteinander nicht klappt.

Grüße vom Ostelch

Da muss ich leider widersprechen, es liegt tatsächlich an der mangelhaften zusammenhängenden Verkehrsplanung ... es mag Buspuren geben die sind nicht hochfrequentiert, aber meistens sind die auch noch für Krankenttransporte, Taxis .. freigegeben, also von einem entspannten radfahren kann auf diesen Spuren nun wahrlich nicht gesprochen werden ... keine Ahnung von welchem Berlin du redest ... innerhalb des S-Bahnrings herschen tagsüber kurze Taktzeiten + mehrere Linien, da fahren teilweise wirklich im Minutentakt Busse auch gerne mal 2-3 hintereinander....

Bist du schon mal in den NL gewesen und hast "erfahren" das man mit vernünftiger Planung durchaus viele Konflikte und frust im Keim ersticken kann? Kann ich mir nicht vorstellen ... anders kann ich mir nicht erklären wie man den Schwarzen Peter einfach immer den Verkehrsteilnehmern zuschieben kann, ala seid doch mal ein bisschen rücksichtsvoller ....

Das regt mich gerade ein wenig auf, genau dieses Betonkopfdenken "ist doch eigentlich gar nicht so schlimm" blockiert hier alles ...:eek::D

Es findet derzeit ein Umdenken statt...

AUtos sind nicht mehr das Maß der Dinge -

Der Straßenverkehr wird nicht mehr (nur an ihnen) ausgerichtet!

Auch wenn ich manche Gedankengänge nicht nachvollziehen kann (Fahrradfahrer dürfen nebeneinander fahren wenn sie niemanden behindern! - machen sie ja schon auch wenn sie einen behindern!)

Es ist gut, dass auf die Schwächeren Rücksicht genommen wird!

Abbiegeassistenten Zwingend einführen - JETZT !

Habe ich was von "entspanntem Radfahren" geschrieben? Nein. Diesen Begriff für Fahren bei hoher Verkehrsdichte überhaupt ins Spiel zu bringen, ist doch ein Witz. Nicht die Busspur nutzen zu dürfen, würde das Fahren für alle noch unentspannter und gefährlicher machen. Das ist der Punkt.

Dieser verbiesterte Kampf einer gegen den anderen, der Glaube, man müsse nur viel Geld in die Infrastruktur stecken und dann bräche das Paradies auf Erden aus, das ist Betonkopfdenken.

Das Problem steckt in den Köpfen und dort können wir es wirksam bekämpfen bevor überhaupt der erste Euro in den Umbau einer Straße investiert werden kann.

 

Grüße vom Ostelch

Zitat:

@Ostelch schrieb am 16. August 2019 um 10:27:18 Uhr:

Habe ich was von "entspanntem Radfahren" geschrieben? Nein. Diesen Begriff für Fahren bei hoher Verkehrsdichte überhaupt ins Spiel zu bringen, ist doch ein Witz. Nicht die Busspur nutzen zu dürfen, würde das Fahren für alle noch unentspannter und gefährlicher machen. Das ist der Punkt.

Dieser verbiesterte Kampf einer gegen den anderen, der Glaube, man müsse nur viel Geld in die Infrastruktur stecken und dann bräche das Paradies auf Erden aus, das ist Betonkopfdenken.

Das Problem steckt in den Köpfen und dort können wir es wirksam bekämpfen bevor überhaupt der erste Euro in den Umbau einer Straße investiert werden kann.

Grüße vom Ostelch

Cool- dein Beitrag im "Was mich im Straßenverkehr aufregt" - liest sich anders!

Gegenseitige Rücksicht und auch mal auf sein Recht verzichten!

Eben WEIL man weiß, dass man im Recht ist!

DAS macht einen guten Verkehrsteilnehmer aus!

Die E-Scooter sind neu- der Mensch reagiert oft auf Neuigkeiten und Veränderung mit Blockade!

Es dauert eine Zeit lang - dann erkennt man die Vorteile!

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