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E-Prüfzeichen bei Spiegeln?

Themenstarteram 16. Januar 2003 um 20:20

Hallo,

habe mal eine Frage, wenn ich andere Aussenspiegel mit E-Prüfzeichen dran mache sind die zulässig auch ohne ne ABE oder so. Aber gibt es bestimmungen wo genau dieses Prüfzeichen drauf sein muss? Weil bei mir ist es nicht direkt auf den Spiegeln sondern auf den dazugehörigen Adapterplatten. Wollte mal wissen ob da jemand Stress machen könnte weil ich bald Tüv hab.

Mfg

Fischi

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29 Antworten

Und wie sieht das Teil genau aus. Also bei denen von FK ist ein Kreis drauf wo E11 drinsteht. Denk mal daß es das ist, oder?

So kenn ich's zumindest von den blau schimmernden Scheinwerferbirnen wie "Blue Laser Light" und so.

So sieht das Zeichen aus.

Weiß denn keiner ob daß das ist???

Themenstarteram 15. Febuar 2003 um 10:14

ja doch das ist es. komisch sieht bei mir ganz anders aus.

Sieht bei mir auch ganz anders aus.ich werd mal versuchen ob ich nen foto von dem prüfzeichen bei mir auf dem Spiegel machen kann,wenn ja dann poste ich es heut abend.

Zitat:

Original geschrieben von BigMäc

Und wie sieht das Teil genau aus. Also bei denen von FK ist ein Kreis drauf wo E11 drinsteht. Denk mal daß es das ist, oder?

So kenn ich's zumindest von den blau schimmernden Scheinwerferbirnen wie "Blue Laser Light" und so.

genau.. das ist es, und kein anderes!

nur wenn es so aussieht, ist es nach eu-richtlinie erlaubt (StVZO §19). der kreis und das "E" sind die eu-norm. die Zahl (hier "11") ist das hersteller-land bzw. das land, welches die allgemeine betriebserlaubnis erteilt hat.

also BigMäc, keine angst, wenn du diese spiegel dran hast, brauchst du keine papiere o.ä.! wenn du trotzdem ärger bekommen solltest, verweise auf die StVZO! die polizei kann gar nichts machen, wenn die spiegel anstelle der original-spiegel angebaut worden sind und ihrem zweck áls sogenannte rückspiegel gerecht werden.

andere e-prüfzeichen gibt es gar nicht, was habt ihr euch wieder andrehen lassen?

mfg mellow7010

POWERTECH..

mal ne frage:

du hast nen digi-tacho.. ich will einen haben. was mein prob ist, wenn ich einen bekomme, wie bekomm ich ihn eingebaut? hast du's machen lassen, blende gebaut oder unter's astra-cockpit geklemmt; hast du's selber gemacht, kannst du's noch? hast du noch einen übrig oder kommst du an einen ran?

thx@re mellow7010

Ich schick dir gerade ne PM

Das E- (oder K~-) Prüfzeichen ist nicht alles, was da zählt !

Im Gutachten zur Zuteilung des Prüfzeichens ist genau ausgeführt, wo und an welchen Fahrzeugen (ABE-Nr des Kfz.) die Teile montiert werden dürfen, sofern es sich dabei um Leuchten oder Spiegel handelt.

Beispiel: Die rechteckigen Blinker (egal ob weiss, klar, schwarz oder gelb) mit Prüfnummer vom Golf 1 und 2, die auch an Polo, Derby und Passat usw, verbaut wurden, dürfen generell auch nur an diesen Fahrzeugen angebaut werden. Nimmst Du den gleichen Blinker für einen Opel, kann das beanstandet werden, weil dadurch "das Signalbild verändert" wird.

Du solltest auf jeden Fall eine Kopie des Mustergutachtens vom Hersteller oder Vertreiber anfordern. Wenn das nicht klappt, hat das normalerweise auch jede grössere TÜV-Prüfstelle vorliegen. Gegen Kostenerstattung machen die Dir eine Kopie von dem Ding.

Ich hatte früher mal Zoff wegen hochgesetzter Zusatzblinkleuchten (die "Micky-Maus-Ohren", die auch an ADAC- und Krankenwagen dran sind). Ursprünglich waren diese Leuchten für den Anbau an Magirus-LKW vorn/seitlich konzipiert und hatten dehalb auch die "Hauptabstrahlrichtung" nach vorn, die auch durch einen Pfeil am Gehäuse markiert war. Bei der Montage am Fahrzeugheck macht das natürlich keinen Sinn ..... aber mach das mal einem Dorf-Sheriff klar, der gerade einen Kurz-Kursus über Beleuchtungseinrichtungen absolviert hat ! Bei mir ging das bis vor's Landgericht (Rechtsschutz sei dank!), nachdem das Amtsgericht den Bussgeldbescheid bestätigt hatte.

cU

Fred

§ 22 StVZO - Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile

(1) Die Betriebserlaubnis kann auch gesondert für Teile von Fahrzeugen erteilt werden, wenn der Teil eine technische Einheit bildet, die im Erlaubnisverfahren selbständig behandelt werden kann. Dürfen die Teile nur an Fahrzeugen bestimmter Art, eines bestimmten Typs oder nur bei einer bestimmten Art des Ein- oder Anbaus verwendet werden, ist die Betriebserlaubnis dahingehend zu beschränken. Die Wirksamkeit der Betriebserlaubnis kann davon abhängig gemacht werden, dass der Ein- oder Anbau abgenommen worden ist. Die Abnahme ist von einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr oder von einem Kraftfahrzeugsachverständigen oder Angestellten nach Nummer 4 der Anlage VIII durchführen zu lassen. In den Fällen des Satzes 3 ist durch die abnehmende Stelle nach Satz 4 auf dem Nachweis (§ 19 Abs. 4 Satz 1) darüber der ordnungsgemäße Ein- oder Anbau unter Angabe des Fahrzeugherstellers und -typs sowie der Fahrzeug-Identifizierungsnummer zu bestätigen.

(2) Für das Verfahren gelten die Vorschriften über die Erteilung der Betriebserlaubnis für Fahrzeuge entsprechend. Bei reihenweise zu fertigenden oder gefertigten Teilen ist sinngemäß nach § 20 zu verfahren; der Inhaber einer Allgemeinen Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile hat durch Anbringung des ihm vorgeschriebenen Typzeichens auf jedem dem Typ entsprechenden Teil dessen Übereinstimmung mit dem genehmigten Typ zu bestätigen. Außerdem hat er jedem gefertigten Teil einen Abdruck oder eine Ablichtung der Betriebserlaubnis oder den Auszug davon und gegebenenfalls den Nachweis darüber (§ 19 Abs. 4 Satz 1) beizufügen. Bei Fahrzeugteilen, die nicht zu einem genehmigten Typ gehören, ist nach § 21 zu verfahren; das Gutachten des amtlich anerkannten Sachverständigen für den Kraftfahrzeugverkehr ist, falls es sich nicht gegen die Erteilung der Betriebserlaubnis ausspricht, in den Fahrzeugbrief einzutragen, wenn der Teil an einem bestimmten zulassungspflichtigen Fahrzeug an- oder eingebaut werden soll. Unter dem Gutachten hat die Zulassungsstelle gegebenenfalls einzutragen:

"Betriebserlaubnis erteilt".

Im Fahrzeugschein oder in dem nach § 18 Abs. 5 oder 6 erforderlichen Nachweis, ferner in den etwa ausgestellten Anhängerverzeichnissen ist der gleiche Vermerk unter kurzer Bezeichnung des genehmigten Teils zu machen.

(3) Anstelle einer Betriebserlaubnis nach Absatz 1 können auch Teile zum nachträglichen An- oder Einbau (§ 19 Abs. 3 Nr. 1 Buchstabe b oder Nr. 3) im Rahmen einer Allgemeinen Betriebserlaubnis für ein Fahrzeug oder eines Nachtrags dazu (§ 20) genehmigt werden; die Absätze 1, 2 Satz 2 und 3 gelten entsprechend. Der Nachtrag kann sich insoweit auch auf Fahrzeuge erstrecken, die vor Genehmigung des Nachtrags hergestellt worden sind.

also ich hab auch m-spiegel an meinem golf. die haben ein e-prüfzeichen. ich hab bei der dekra gefragt und der prüfer hat gesagt, dass ich die spiegel NICHT eintragen lassen muss!

und ich bleibe dabei und schließe mich Interpolis an..!

ich werde auch vor gericht meine meinung vertreten und habe auch eien tüv-er mit. der hat mir für die verhandlung einen auszug aus §56 kopiert, in dem man die anbauvorschriften eines rückspiegels findet. wenn diese eingehalten werden, also das spiegelglas so groß ist, daß man ein auto und die umliegende straße erkennen kann, welches sich beides auch noch hinter dem eigenen fahrzeug befindet, dann benötigt man keine abnahme (§19 EU-Norm mit prüfzeichen "E__")

ich habe am 18.03.2003 um 9:20Uhr eine vorladung wegen fahren ohne betriebserlaubnis.. wegen den spiegeln.

wenn also jemand dabei sein möchte, als zuschauer oder zeuge, dann lade ich hiermit herzlich ein:

Amtsgericht Tiergarten in Berlin

Kirchstraße 6

den verhandlungssaal/-raum gebe ich bei interesse noch rechtzeitig bekannt ; )

mfg mellow7010

Hi,

Ich sehe das im großen und ganzen etwa so wie mellow. Anbauteile die das E-Prüfzeichen besitzen, müssen nicht eingetragen werden. Das E-Prüfzeichen besagt ja, daß sie bereits geprüft wurden. Jetzt kommt aber das große Aber:

Die Anbauteile sind ja nicht generell für jedes Fahrzeug zugelassen, also muß auch ein TÜV-Gutachten für die Verwendbarkeit an spezifischen Fahrzeugtypen vorhanden sein.

Ist dieses Gutachten vorhanden, gibts keine Probleme.

Gruß Jürgen

Zitat:

Original geschrieben von Designs

Hi,

Ich sehe das im großen und ganzen etwa so wie mellow. Anbauteile die das E-Prüfzeichen besitzen, müssen nicht eingetragen werden. Das E-Prüfzeichen besagt ja, daß sie bereits geprüft wurden. Jetzt kommt aber das große Aber:

Die Anbauteile sind ja nicht generell für jedes Fahrzeug zugelassen, also muß auch ein TÜV-Gutachten für die Verwendbarkeit an spezifischen Fahrzeugtypen vorhanden sein.

Ist dieses Gutachten vorhanden, gibts keine Probleme.

Gruß Jürgen

so, verfahren gelaufen..

ohne probleme.. der "sieg" in der tasche : )

beim anbau von teilen mit prüfzeichen (auch ohne gutachten) erlischt die betriebserlaubnis nicht, wenn die teile nicht zweckentfremdet verwendet werden.

ich hab allerdings ne OWiG anzeige bekommen, wegen fahren mit roten blinkern (hinten) 35,-EUR (veränderung der lichttechnischen einrichtung bzw. des leuchtanzeigenbildes jedes fahrzeuges ohne sondergenehmigung.. bla-bla)

ich verweise also nochmals auf den §19 der StVZO!

mfg mellow7010

{theme closed}

E-Prüfzeichen an Anbauteilen

 

an mellow7010:

Halli-Hallo!

Glückwunsch zum gewonnenen Verfahren!

Du sach ma, kannst du mir das Aktenzeichen zum Gerichtsbeschluss schicken?

Man weiß ja nie wann man den grünen Spaßbremsen Rede und Antwort stehen muss.

Da macht sich sowas immer ganz gut.

Ansonsten hab ich die gleiche Meinung zum Thema: E-Prüfzeichen implizieren Abnahme- und Eintragungsfreiheit.

Wäre ja noch schöner, dann müsste ich ja für Scheinwerfer + Blinker + Spiegel zahlen...nix da ;-)

Gruß Stefan (opelflitzer@everyday.com)

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