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DURCHSCHLängeln durch den Stau - Biker in der Rettungsgasse Erfahrungen mit der Polizei

Themenstarteram 20. Juli 2017 um 7:51

Hallo an alle,

je ich weiss, das Durchschlängeln zwischen 2 Fahrzeugen ist verboten und das Benutzen des Standstreifens auch um als Biker einem Stau auszuweichen.

Nun in Luxemburg ist gerade eine Petition im Gange um dies nach österreichischem Vorbild zu legalisieren.

Meine Frage nun

Gibt es in diesem Forum Biker, welche für das Vorschlängeln mal einen Strafzettel bekamen?

und wenn ja wie hoch war die Strafe ? Oder gab es diesbezüglich mal Erfahrungen mit der Polizei ?

Oder hatte jemals einer von euch die Erfahrung das BIKER und NUR BIKER die RETTUNGSGASSE blockierten? Bitte schreibt eure Erfahrungen.

 

UND NEIN bitte keine Verbotsbelehrungen.

für diejenigen Biker die dadurch keine Probleme hatten, bitte einfach nur ein "DANKE" das reicht für die Statistik.

Gruss aus Luxemburg

Frederic

Beste Antwort im Thema

Als Franzose darf ich das. Wir haben unsere Autofahrer so gut erzogen, dass die schon rechts ran fahren, wenn sie von weitem einen einzelnen Scheinwerfer sehen...:D:D

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Das trifft nur zu, wenn die Motorräder eine "eigene Spur" fahren, also die Rettungsgasse oder Standspur benutzen. Wenn sie springen und zwischen den Autos immer wieder einscheren, verkürzt es den Stau nicht.

Vor allem, weil auch immer Dutzende von Motorrädern mit im Stau stehen. Da geht's bestimmt 30 Sekunden schneller, wenn die durch die Rettungsgasse fahren. Oder es dauert noch länger, weil irgendwelche Honks die Rettungsfahrzeuge behindern.

Man muss sich schon wahnsinnig blöd anstellen, um mit dem Motorrad Rettungskräfte zu behindern.

Ich fahr ziemlich viel Motorrad (ca. 20.000-25.000km pro Jahr) im Alltag, genau wegen den Vorteilen die ein Motorrad eben bietet. Im Großstadtverkehr ist man schon wahnsinnig viel schneller. Hab bisher genau 0 Strafzettel bekommen, wenn ich mich irgendwo vorsichtig vorbeischlängele. Auch nicht wenn die Freunde und Helfer in der Nähe sind. Weder auf dem Dorf an der Ampel beim vordrängeln noch auf der Autobahn beim zwischendurch fahren. Da hat mir bei einer Urlaubsfahrt sogar ein Streifenwagen auf der A8 in BaWü Platz gemacht, als es stockenden Verkehr wegen einer Baustelle gab.

Ich weiß aber auch, dass das im Raum Augsburg 400€ (Verdopplung wegen Vorsatz) kostet, wenn das die Autobahnpolizei sieht. Die sind in der Gegend aber allgemein Motorradfeindlich, da bekommst du auch grundsätzlich Knöllchen fürs auf den Gehweg stellen. Auch wenns niemanden stört.

Kommt also drauf an, wo man unterwegs ist. Auf Autobahnen bin ich nach den Gesetzesänderungen und dem Hörensagen von dem Verhalten der Augsburger Polizisten vorsichtig geworden.

Zitat:

@nichich schrieb am 13. September 2020 um 20:55:56 Uhr:

Vor allem, weil auch immer Dutzende von Motorrädern mit im Stau stehen. Da geht's bestimmt 30 Sekunden schneller, wenn die durch die Rettungsgasse fahren. Oder es dauert noch länger, weil irgendwelche Honks die Rettungsfahrzeuge behindern.

Darum geht es doch gar nicht. Das Problem ist, dass viele Autofahrer glauben, sie hätten einen Nachteil durch die zwischen oder neben Stauspuren fahrenden Zweiräder. Das ist aber nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Dass es nicht viel ausmacht, wenn man z. B. statt 10 Minuten nur 9 Minuten im Stau steht ist mir auch klar, aber es glauben halt viele Autofahrer, dass sie wegen der Motorradfahrer eher 15 statt 10 Minuten stehen müssen, was schlicht falsch ist.

Und was die Rettungsgasse angeht: Welche Rettungsgasse? Ich habe sogar noch in diesem Jahr etliche Male links von den auf der linken Spur stehenden Autos und Lkws mit dickem Moped und breiten Koffern überholen können, während die "Rettungsgasse" dafür zu schmal war.

Ende der 90er Jahre konnte ich noch relativ problemlos mit einem 15 t Bergefahrzeug durch die Gasse fahren - irgendwas ist da die letzten Jahre total schief gelaufen.

Mein Eindruck ist noch immer, dass viele Öffnungen der verlängerten Rücken als Ausgleich für die im Stau verbrachte Zeit auch etwas sehen oder noch besser filmen wollen. Sind die Bergefahrzeuge zu schnell vor Ort, dann ist die tolle Szenerie halt schon abgeräumt, wenn die Ar... ...mleuchter an der Unfallstelle ankommen. Das kann man ja nicht zulassen! Also keine Gasse bilden, dann gibt es als Belohnung für die Stausteherei auch tolle Bilder für deine Tuba...

 

Gruß Michael

Glaubst du das wirklich, dass Fahrer die Gasse zu machen, damit sie noch viel zu sehen/zu filmen haben?

Ich denke es ist meist einfach Dummheit und Ignoranz, teilweise vielleicht eine Mischung.

Aber insgesamt tust die Gasse inzwischen doch viel mehr im Fokus und Diskussion, gleichzeit dir Strafen deutlich erhöht. Damals hat bei Staubeginn doch niemand eine Gasse gebildet. Erst bei Sirene von hinten...

Zitat:

@sam66 schrieb am 14. September 2020 um 00:16:22 Uhr:

Glaubst du das wirklich, dass Fahrer die Gasse zu machen, damit sie noch viel zu sehen/zu filmen haben?

Ja, das glaube ich wirklich. Natürlich gilt das nur für einige, nicht für alle Gassenblockierer, aber es gibt diese Leute.

Es gab auch früher Idioten, die mit voller Absicht die Rettungsgasse blockiert haben. Wenn man solche Leute angesprochen hat, kamen Antworten wie: "Du (also der Fahrer eines Berge- oder Abschleppfahrzeugs) kannst gefälligst warten, wir warten ja auch!" oder: "Du (also der Fahrer eines Berge- oder Abschleppfahrzeugs) darfst gar nicht durch die Gasse fahren, das dürfen nur Polizei und Feuerwehr!". Tatsächlich habe ich aber auch schon Sprüche nach Art von "...wenn ich schon im Stau stehen muss, will ich auch was sehen!" hören müssen.

Das beabsichtigte Gassenblockieren ist nicht neu, das gab es schon in den 90er Jahren. Und ja, die Leute sind derart strunzdoof, dass man es kaum glauben kann, aber diese Typen gibt es.

Die heutigen Rettungsgassen sind seltener, früher klappte das besser. Ich sehe da tatsächlich den Zusammenhang, dass die Leute etwas sehen wollen, für sich selbst und für deine Tuba. Das Verhalten der Gassenblockierer ist derart daneben, dass man davon ausgehen muss dass es tatsächlich gar nicht so selten mit Absicht geschieht und solche Gründe hat.

Krank ist das so oder so, darüber braucht man nicht zu diskutieren.

 

Gruß Michael

Kann man lange drüber streiten, ob ein Bergungsfahrzeug mit gelbem Rundumlicht durch die Rettungsgasse fahren darf.

Das ist interessant: Warum? Meines Wissens dürfen Polizei, Feuerwehr, Notarzt, Rettungswagen, THW, Abschlepp- und Bergedienste, Bestattungsunternehmen und sofern angefordert auch Sachverständige die Gasse benutzen. Bei den Stauberatern des ADACs bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich meine, selbst die dürfen die Gasse nutzen.

 

Gruß Michael

 

P.S.: Ach ja: Das gelbe Rundumlicht darf man streng genommen nicht benutzen, wenn man z. B. mit einem Bergefahrzeug durch die Gasse fährt. Gelbes Blinklicht berechtigt zu gar nichts. Das Bergefahrzeug darf aber als Hilfsfahrzeug die Gasse benutzen. Ohne Blinklicht. In der Praxis macht man aber besser den ganzen Christbaum an: Abblendlicht, Nebelscheinwerfer, Warnblinklicht, gelbe Frontblitzer und Rundumlichter - einfach alles. Je mehr Licht, desto leichter kommt man durch die Gasse.

In der Theorie muss das Bergefahrzeug von einem Polizeifahrzeug begleitet werden. In der Praxis ist das nicht so. Aber ohne Bergung kann sich der Stau nicht auflösen … insofern ...

am 14. September 2020 um 16:57

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 13. September 2020 um 23:02:15 Uhr:

Das Problem ist, dass viele Autofahrer glauben, sie hätten einen Nachteil durch die zwischen oder neben Stauspuren fahrenden Zweiräder. Das ist aber nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Dass es nicht viel ausmacht, wenn man z. B. statt 10 Minuten nur 9 Minuten im Stau steht ist mir auch klar, aber es glauben halt viele Autofahrer, dass sie wegen der Motorradfahrer eher 15 statt 10 Minuten stehen müssen, was schlicht falsch ist.

Eine gewisse Faszination für deine Argumente kann ich nicht leugnen, denn das es jemand so sieht, ist schon bemerkenswert. Wenn man im Stau steht, dann steht man im Stau und dann kommt sicherlich nicht der Gedanke auf, dass man sich wegen der Motorräder länger im Stau befindet!

Ganz im Gegenteil, der gemeine Autofahrer hat eher den Gedanken, dass sich Motorräder beim Durchschlängeln verbotener weise einen Vorteil verschaffen. Und er hat Recht und auch die Argumentation der Motorradfahrer für das Durchschlängeln ist für die Tonne. Da ich auch von der Überzeugung geleitet werde, dass ein zulässiges Durchschlängeln mit der deutschen Mentalität kaum im Einklang zu bringen ist, sollte man es keinesfalls legalisieren.

Man sollte auch daran denken, dass es bei einer Legalisierung nicht damit getan ist, den Motorrädern ein Durchschlängeln zu erlauben. Hier würden sich auch Haftungsfragen stellen, wenn es beim Durchschlängeln zu Berührungen und Schäden kommt. Hier kann man nicht darauf abstellen, dass es erlaubt sei und damit der Dosenfahrer schuldig.

Wer hat wirklich einen Nutzen davon, wenn sich Motorradfahrer durchschlängeln dürfen?

Nur die Motorradfahrer, sonst niemand!

 

 

 

 

 

 

Zitat:

@Demogantis schrieb am 14. September 2020 um 18:57:45 Uhr:

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 13. September 2020 um 23:02:15 Uhr:

Das Problem ist, dass viele Autofahrer glauben, sie hätten einen Nachteil durch die zwischen oder neben Stauspuren fahrenden Zweiräder. Das ist aber nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Dass es nicht viel ausmacht, wenn man z. B. statt 10 Minuten nur 9 Minuten im Stau steht ist mir auch klar, aber es glauben halt viele Autofahrer, dass sie wegen der Motorradfahrer eher 15 statt 10 Minuten stehen müssen, was schlicht falsch ist.

Wer hat wirklich einen Nutzen davon, wenn sich Motorradfahrer durchschlängeln dürfen?

Nur die Motorradfahrer, sonst niemand!

Weiß nicht wieso das so ein Problem für dich darstellt? Weil du als Nicht-Motorradfahrer das nicht darfst willst du dass es andere auch nicht dürfen? Lass mich raten, du wurdest in der Schule gemobbt?

So ist das... andere dürfen keine Vorteile haben.

Wenn ich aber die Möglichkeit habe diese zu ergreifen, dann nutze ich sie natürlich... ;)

Eine der ungeschriebenen Regeln im öffentlichen Straßenverkehr...

am 15. September 2020 um 1:29

Zitat:

@13inch schrieb am 14. September 2020 um 19:14:40 Uhr:

Weiß nicht wieso das so ein Problem für dich darstellt? Weil du als Nicht-Motorradfahrer das nicht darfst willst du dass es andere auch nicht dürfen?

Die Betrachtung sollte eine andere sein, eben nicht egoistisch! Ist das Durchschlängeln überhaupt erforderlich und auch ein Verhalten, dass innerhalb unserer Gemeinschaft funktioniert und akzeptiert wird?

Für das Legalisieren müsste das Überholen auf der rechten Seite und das Unterschreiten vom Mindestabstand zulässig sein, ebenso das Nutzen von Rettungsgasse oder Standspur. Wenn man sich durchschlängelt, müsste ja nach links und rechts ein Mindestabstand von einem Meter vorhanden sein. Wenn ich bedenke, dass meine ST auch gut einen Meter breit ist, dann sind es zusammen drei Meter, welche die Gasse haben müsste. Nun befahre ich langsam die Rettungsgasse und von hinten kommen Polizei und Feuerwehr. Tja, nun braucht man eine Lücke auf der linken oder rechten Seite, in die man schlüpfen kann. Nur an die Seite zu fahren, könnte nicht reichen. Also müssten die Dosenfahrer im Stau dazu verpflichtet werden, soviel Platz zum Vordermann zu lassen, dass ein ordentliches Motorrad einscheren und die Rettungsgasse freimachen kann. In der Praxis sieht das aber bisher anders aus, mehr oder weniger Stoßstange an Stoßstange.

Und überhaupt, wann hat man denn einen Stau, einen Stillstand, der ein Durchschlängeln erlaubt? Wird das Durchschlängeln nur bei stehendem Verkehr erlaubt oder auch wenn der Verkehr langsam (an)rollt. Nun denke ich auch daran, dass ich mit Sozia und Gepäck auch mal locker über 500 Kg auf zwei Rädern balanciere. Bekommt man einen leichten Berührungsimpuls von einer Seite, wird es schon schwierig, wenn nicht unmöglich, die Fuhre abzufangen. Ein auf der Seite liegendes Motorrad in der Rettungsgasse finden Polizei und Feuerwehr sicherlich witzig!

Und nun kommen hier unsere Helden, die natürlich alles im Blick haben. Die Dosenfahrer müssen nur stehen bleiben und es ihnen überlassen, die machen das schon! Und das Ganze nur, da man das falsche Motorrad fährt, die falschen Klamotten anhat und den Helm nur deshalb auf der hohlen Birne trägt, damit man die Helmpflicht erfüllt!

Keine Ahnung, wie oft das vorkommt, ist ja sehr individuell.

Bei mir vielleicht 1-2mal jährlich, für mehr fahre ich zu wenig Autobahn(mit dem Motorrad)... Und wenn's doch passiert, fahre ich halt langsam auf dem Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt. Der ist trotz Rettungsgasse i.d.R. frei.

Zitat:

@Demogantis schrieb am 15. September 2020 um 03:29:24 Uhr:

Zitat:

@13inch schrieb am 14. September 2020 um 19:14:40 Uhr:

Weiß nicht wieso das so ein Problem für dich darstellt? Weil du als Nicht-Motorradfahrer das nicht darfst willst du dass es andere auch nicht dürfen?

Die Betrachtung sollte eine andere sein, eben nicht egoistisch! Ist das Durchschlängeln überhaupt erforderlich und auch ein Verhalten, dass innerhalb unserer Gemeinschaft funktioniert und akzeptiert wird?

Für das Legalisieren müsste das Überholen auf der rechten Seite und das Unterschreiten vom Mindestabstand zulässig sein, ebenso das Nutzen von Rettungsgasse oder Standspur. Wenn man sich durchschlängelt, müsste ja nach links und rechts ein Mindestabstand von einem Meter vorhanden sein. Wenn ich bedenke, dass meine ST auch gut einen Meter breit ist, dann sind es zusammen drei Meter, welche die Gasse haben müsste. Nun befahre ich langsam die Rettungsgasse und von hinten kommen Polizei und Feuerwehr. Tja, nun braucht man eine Lücke auf der linken oder rechten Seite, in die man schlüpfen kann. Nur an die Seite zu fahren, könnte nicht reichen. Also müssten die Dosenfahrer im Stau dazu verpflichtet werden, soviel Platz zum Vordermann zu lassen, dass ein ordentliches Motorrad einscheren und die Rettungsgasse freimachen kann. In der Praxis sieht das aber bisher anders aus, mehr oder weniger Stoßstange an Stoßstange.

Und überhaupt, wann hat man denn einen Stau, einen Stillstand, der ein Durchschlängeln erlaubt? Wird das Durchschlängeln nur bei stehendem Verkehr erlaubt oder auch wenn der Verkehr langsam (an)rollt. Nun denke ich auch daran, dass ich mit Sozia und Gepäck auch mal locker über 500 Kg auf zwei Rädern balanciere. Bekommt man einen leichten Berührungsimpuls von einer Seite, wird es schon schwierig, wenn nicht unmöglich, die Fuhre abzufangen. Ein auf der Seite liegendes Motorrad in der Rettungsgasse finden Polizei und Feuerwehr sicherlich witzig!

Und nun kommen hier unsere Helden, die natürlich alles im Blick haben. Die Dosenfahrer müssen nur stehen bleiben und es ihnen überlassen, die machen das schon! Und das Ganze nur, da man das falsche Motorrad fährt, die falschen Klamotten anhat und den Helm nur deshalb auf der hohlen Birne trägt, damit man die Helmpflicht erfüllt!

Leute wie Du sind der Grund, warum das in Deutschland nie funktionieren wird. Es steht nicht in der zentralen Dienstvorschrift und es gibt auch keine Ausführungsbestimmung zur exakten Regelung des Vorgangs „durchschlängeln im Stau. Nicht mal ne DIN-Norm gibt es.

 

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